Future Weekly

#328 - Jahresrückblick & Predictions für 2024

Daniel Cronin & Markus Raunig

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2023 war revolutionär, 2024 wird herausfordernd. Daniel Cronin und Markus Raunig blicken gemeinsam zurück und wagen ein paar Vorhersagen für die Zukunft.

02:00 🧠 AI Revolution 
21:40 ☔️ Downturn & Pleitewelle 
35:35 🌎 Geopolitische Fragmentierung 
42:55 🔥 Social Media in der Krise 
47:05 👻 Crypto Turbulenzen & Hoffnung 
50:40 🦖 Hybrid Work Reality 
55:50 🇦🇹 Startup Paket Happy End 
57:03 🔮 Predictions für 2024

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Redaktion & Produktion: Jakob Seybold
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com 

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Daniel

So, ihr Lieben, der Future Weekly Podcast ist wieder zurück in der besinnlichen Nachweihnachtszeit, volle Umtauschzeit, Vorbereitung auf den Endjahres-Suftzeit. Ich bin Daniel, dein freundlicher Co-Host von deinem absoluten Lieblingspodcast, wovon ich jetzt mal stark ausgehe. Und mit mir ist wie immer der Markus, seines Zeichens auch Co-Host von deinem absoluten Lieblingspodcast, wovon ich jetzt mal ausgehe. Oder Markus?

Markus

Unbedingt.

Daniel

Ja, wir haben noch nie was Gegenteiliges gehört. Entsprechend sehen wir das auch genauso und hoffen, ihr hattet ein absolutes wunderschönes Weihnachtsfest. Ja, und jetzt ist ja so die Zeit der Reflexion, wo man sich noch überlegt, überlegt, dieses 2023, wie war denn das so? War das gut? War das schlecht? Wenn man übrigens im Hintergrund jemanden hört, der mit Freude schreit, ist mein Sohn, der hat gerade eine Dusche und liebt sein Leben. Und Duschen ist natürlich auch was Cooles. Also insofern, happiness comes in many forms, auch in der. Ja, und es war ein krasses Jahr. Eigentlich so 2023, muss man einfach mal so sagen. Viele Dinge, die zu erwarten waren, viele Dinge, die ich so auch nicht gesehen hätte. Und genau das wollen wir tun. Und was ich eigentlich so 2023 so nicht am Radar hätte, war eigentlich, ich habe gedacht, es ist nochmal so ein Jahr, wo es jetzt einfach mal so bergauf geht. Man sich ein bisschen von dem ganzen Covid-Thema beruhigt und so zurück zur Normalität, zurück zu den Dingen, die da so passieren und eigentlich eher so Inflation und ein bisschen so, hm, gar nicht mal so spannende Dinge, die passieren würden. Einfach so one of these years, weißt du. Und was es dann aber war, war eigentlich eine unfassbare Revolution. Seig ich das ja der AI, wenn man so möchte. Das T-Model der AI, sprich, das AI gibt es ja schon länger, aber plötzlich das iPhone der AI ist gelandet. Chat GPT. Das einfach auf einmal da. Und wir haben es alle benutzt, alle für gut befunden. Und jetzt ein halbes Jahr später oder was das ist, ist es Partnerschaft mit Springer, Partnerschaft mit anderen, Part of the Game, Putsch haben wir auch schon gehabt. Lass uns das Thema mal so ein bisschen aufdröseln. Hattest du das am Anfang des Jahres am Radar?

Markus

Schon. Also ich glaube, wir haben auch im letzten, also vor einem Jahr in dem Jahresrückblick hatten wir ein paar Predictions, die in die Richtung gegangen sind. Also ich glaube, beim AI-Thema sind wir relativ gut gelegen. Wir haben auch Prediktet, dass das sehr schnell, glaube ich, in den Schulen ein Thema wird, weil da halt viel Generative Content produziert werden kann, der dann da genutzt wird und dass dann eine öffentliche Diskussion darüber, ob man das verwenden kann für Hausübungen etc. entstanden ist. Ich glaube, das ist alles so eingetreten. Es hat natürlich geholfen, dass ChatGPT schon im November letzten Jahres, also vor quasi 13 Monaten jetzt, veröffentlicht wurde und da hat es schon klare Wellen gegeben. Dass das jetzt so Schlag auf Schlag geht und, sag ich mal, durch alle Branchen hindurchzieht und überall, sage ich jetzt einmal, auch viel Unsicherheit hinterlässt, aber gleichzeitig auch unglaublich viele Möglichkeiten, dass jetzt jede Startup, das es da draußen gibt, de facto irgendwie einen AI-Narrativ im Pitchsteck hat, das war vielleicht nicht ganz so bewusst. Also das war schon sehr dominant.

Daniel

Nein, oder? Und ich meine, ich muss das mal. Genau, Ende 2022 kam Chat-GPT. Ich schaue mir gerade eine Timeline an. Ich bin einfach neugierig. Okay, okay, okay. Aber wann war Februar Chat-GPT Plus?

Markus

Genau, im Frühjahr kam dann eben das Plus. Das war dann schon nochmal eine deutliche Verbesserung vom Modell. Es kam dann auch relativ bald diese Mega-Investmentrunden. Also die 10 Milliarden von Microsoft für OpenAI. Durch dann aber auch die europäischen Companies, also Mistral und Alef Alpha, die beide hunderte Millionen Investments bekommen haben, weil halt auch Europa probiert da irgendwie mitzumischen. Es hat bei Big Tech relativ schnell Alarmstufe rot ausgelöst. Also das hat man eh mitbekommen, dass Google quasi den roten Knopf gedrückt hat und gesagt hat, Achtung, Achtung, jetzt muss man sich da wirklich festhalten, weil wir müssen sehr viel Boden jetzt auch wieder gut machen, den wir verloren haben. Es ist Facebook reingegangen, Apple hat angekündigt, dass sie in den Space reingehen werden. Also es war schon ein technologischer Durchbruch, der unglaublich viel Kapital auch bewegt hat.

Daniel

Absolut. Und danke für den Recap. Und ich kann mich erinnern, als es dann losging, Europa hat ja so gemischt reagiert, Italien hat es erstmal verboten, wie man das so macht. Ich habe gesagt, no. Hat ChatGPT jetzt auch eher kalt gelassen. Ja, und dann war es da und ich meine, ChatGPT 4 ist dann auch relativ schnell rausgekommen. Ich bin ja mittlerweile ja begeisterter User auch von, na, wie heißt denn das hier? Das Extra-Programm hier. Ach komm, hilf mir Schnuckelhase. Wie nennt man das? ChatGPT Pro, hätte ich jetzt gesagt. Plus. Plus, danke schön. Habe ich mittlerweile auch schon seit ein paar Monaten begeistert davon. Ich finde das super. Ja, und es war alles, es hat eigentlich die ganze Welt revolutioniert, dass dann noch diese Seifenoper on top gekommen ist, der Putsch, über den haben wir ja auch schon gesprochen, aber auch wild. Auch das hat ChatGPT eigentlich nicht gestorben, das ist das Jahr der AI. Und hat, wie wir beide glauben, eigentlich die Foundation für den Katalysator für eine richtige Revolution gelegt. Meines Augen ist wahrscheinlich die größte Revolution seit tatsächlich der Einführung des, na, wie heißt das? Ich und Namen, des App Stores, würde ich sagen, zumindest so groß.

Markus

Ja, würde ich auch sagen, zumindest so groß, vielleicht sogar so groß wie die Einführung des Computers. Also ich glaube schon, technologisch kann das ein unfassbarer Durchbruch werden und wirklich eine Revolution, eine technologische Auslösen. Sind wir jetzt noch nicht dort, aber es fühlt sich schon so ein bisschen wie das Ende des Anfangs an. Und es wird jetzt wirklich spannend. Und das ist ja beim Thema künstliche Intelligenz. Ich habe ja meine Masterarbeit ursprünglich drüber geschrieben und das ist ja seit den 60er Jahren, ist ja immer, okay, wann gibt es jetzt diesen großen Durchbruch bei der künstlichen Intelligenz? Und so einen Schritt wie jetzt da in diesem Jahr, das gab es schon sehr lange nicht mehr. Und natürlich auch, du hast schon das OpenAI-Drama angesprochen. Da war ja auch irgendwie Stand im Raum, gab es da jetzt den ultimativen Durchbruchbuch zur Superintelligence. Und deshalb sind alle so nervös, wissen wir bis heute nicht, was da jetzt dann wirklich der Ursprung war. Vielleicht war es auch einfach Egos bzw. Befindlichkeiten oder halt strategische Richtungsentscheidungen, wie man mit AI-Safety umgeht. Es hat ja auch dieses Moratorium gegeben, wo der Elon Musk auch mitunterschrieben haben und etliche andere, wo sie gesagt haben, man muss da jetzt mal auf die Bremse treten, weil das kann außer Kontrolle geraten. Es gab sowohl in den USA als auch in Europa einen AI-Act und gleichzeitig gab es Studien, die halt auch gezeigt haben, ja, künstliche Intelligenz kann auch zu mentaler Faulheit führen und dass Menschen nicht mehr so gut arbeiten, wenn sie sich zu sehr auf die künstliche Intelligenz verlassen. Also da ist unglaublich viel passiert. Du hast auf der anderen Ebene dieses ganze Thema Copyright gehabt. Es gab die ersten wirklich erfolgreichen Songs, die von einer AI produziert worden sind. Es gab Künstler, die darauf gesetzt haben, dass man die eigene Stimme nutzen kann und quasi Co-Productions machen kann. Und es gab einen Hollywood-Streik, der über mehrere Monate gegangen ist, wo es auch darum ging, okay, wie wird auch das Recht von Arbeitnehmern in dem Bereich geschützt gegen die Gefahr von künstlicher Intelligenz als Ersatz für sie. Also das ist so in alle Bereiche der Gesellschaft, ist es eingedrungen und beschäftigt jetzt Leute. Und es sind viele, viele Fragen sind noch ungeklärt.

Daniel

Nein, ich meine, das Interessante ist genau die Aussage, viele Fragen sind noch ungeklärt. Wir wissen einfach noch gar nicht so genau, was passiert. Und wir wissen eigentlich viel zu wenig, wie das passieren wird. Wir wissen gar nicht genau, was das Ding alles noch, also diese Technologie mit uns so alles machen kann. Und was ich aber so spannend finde, ist einfach die unfassbare Geschwindigkeit, mit dem der Markt das Ganze angenommen hat. Und eigentlich mit wie wenig Skepsis auch angenommen wurde, wenn man so möchte, Chat-GPT und Co. mit all den, wie soll ich sagen, Challenges, die so etwas mitbringen, Stichwort Halluzinieren und Co. Naja, das ist jetzt, glaube ich, eher nicht so das ganz große Thema. Chat-GPT ist da. Chat-GPT führt zu sehr, sehr interessanten Veränderungen. Ich habe irgendwo die Aussage gesehen, das Land wird falsch sein. Ob das jetzt in der Slowakei oder ich glaube in der Slowakei, dass Unis irgendwie Bachelorarbeiten grundsätzlich nicht mehr in der Form haben werden. Das war, glaube ich, die Slowakei. Genau, wo die Aussage war, nee, das ist für sie mittlerweile alles wertfrei. Sie ändern das jetzt einfach mal. Mit dem Ziel, glaube ich, mehr mündliche Prüfungen oder mehr Prüfungen darzustellen, wo man tatsächlich auch beweisen muss, dass man getan hat, was man getan hat. Das alles innerhalb von einem halben Jahr zwischen Problem kommt auf und Lösung ist da, das ist schon ganz schön faszinierend, wie da einfach so lauter Mini-Revolutionen stattfinden, die vielleicht sonst Dekaden gebraucht hätten. Und Lehrerinnen und Lehrer, die an Schulen sagen, ja, wissen wir eh, und vielleicht auch Leuten dann zeigen, wie man damit umgeht oder nicht damit umgeht. Und das ist einfach eine Vehemenz, weil das Interessante ist ja, anders als das iPhone oder vielleicht die Computer, wo du tatsächlich eine Hardware gebraucht hast, die sehr teuer war und bestimmte Voraussetzungen erfordert hat, ist es so, dass ChatGPT im Prinzip jeder Mensch mit einem Computer oder sagen wir Zugang zu einem Browser und Zugang zu Internet das nutzen kann, was ja, ohne die Zeilen zu kennen, wahrscheinlich 99% der Gesellschaft ist, zumindest im Westen. Das ist jetzt geschätzt, wahrscheinlich ist es wahrscheinlich noch höher. Und das ist natürlich das Spannende da. Und wir haben, wie gesagt, die ersten Computer, das erste Internet, das erste iPhone, da brauchtest du Geld, da brauchtest du Know-how, da brauchtest du die Zeit dazu. Unfassbare Adoption. Das ist schon, das ist schon wirklich das Prickeln daran. Das finde ich wirklich, wirklich, wirklich cool. Und ja, sag's.

Markus

Und ich glaube, das ist auch, es ist schon der entscheidende Punkt, wo jetzt die Zeit ist für Unternehmen, das auch rauszufinden, wie können sie das für sich nutzen? Ja, und da gibt es natürlich die Wege, wie man selbst AI-getriebene Produkte schafft. Aber auch jetzt ganz simpel, wie kann man die Prozesse im Unternehmen, wie kann man die Effizienz von Mitarbeitern einfach dadurch steigern, dass man ihnen die Möglichkeit gibt, jetzt ganz banal ChatGPT zu verwenden. Teilt man da dann eine Plus-Lizenz, sagt man den Mitarbeitern, sie sollen das selbst machen, weil es sowieso auch für sie in anderen Lebensbereichen nützlich sein wird. I don't know. Aber grundsätzlich diese Möglichkeit, da, dass man die Awareness schafft und dass man das auch technisch möglich macht, weil es gibt sicher auch viele Unternehmen da draußen, die berechtigterweise sagen, ich bin mir nicht sicher, ob wir unsere Unternehmensdaten irgendwie da auf ein amerikanisches Unternehmen. Es wird ihnen das halt alles zuschicken und die können damit machen, was sie wollen. Absolut legitim. Aber de facto ist da draußen immer ein Wettbewerb auf Basis von, wer ist effizienter, wer ist effektiver in der Arbeit, die man macht. Und genau da ist künstliche Intelligenz aktuell ein Game Changer. Und da wird ganz spannend zu sehen, was tut sich da jetzt in den Trenches. Und da wird sicher so in den nächsten paar Monaten werden sich Best Practices entwickeln. Es wird mehr und mehr sichtbar werden, wer schafft es, das schnell zu etablieren, wer schafft es, wettbewerbsfähiger zu werden und wer bleibt da auf der Strecke.

Daniel

Ich meine, wer auf der Strecke bleiben wird, wäre ja traditionell Europa. Muss man einfach mal so sagen, wenn man es natürlich den AI-Act der EU ansieht, der ja auch irgendwie passiert ist und von Leuten so halb gefeiert und halb nicht gefeiert wird. Ich finde das interessant, ich finde es spannend, Europa macht, was Europa zurzeit scheinbar kann. Das ist regulieren. Hat natürlich Vor- und Nachteile. Vorteile ist, du gibst eine gewisse Sicherheit, Nachteile ist, du nimmst massiv Tempo raus. Besonders denen, die sagen, hey, machen wir einfach mal Vollgas und du sagst, nee, ich hab hier die Stützräder und ich möchte Regeln und ich möchte Anwälte. Das ist natürlich ein bisschen tricky. Ich finde es ja durchaus begrüßenswert. Das Einzige, wo mir einfach schlecht wird, ist die Aussage, die Aussage vor ein paar Wochen, als es verlautburde vor ein, zwei Wochen, dass Q1 2026 mit einem ersten Wurf zu rechnen ist. Natürlich als gebrandmarkte Kinder von diversesten Großprojekten in der EU muss man sagen, das kann sich mal leicht verschieben, ohne irgendwas zu wissen. Aber Q12026 schon sehr random. Wie lange brauchen wir? Ja, zwei Jahre. Guti, machen wir. Und dann wäre das halt Version 1.0, bis dann aber auch alle das nochmal begutachten und sich anschauen. Und dann gibt es noch irgendjemanden, der sagt, na, ich hätte das jetzt schon anders. Muss man sagen, bei einem Thema, das innerhalb von einem halben Jahr die ganze Welt im Sturm erobert hat in der Form, wo gerade jetzt Milliarden in die Schlacht geworfen werden, wo gerade jetzt täglich neue Geschäftsmodelle entstehen, dann zu sagen, ja gut, in zwei Jahren haben wir mal eine Regelung dafür.

Markus

Ich weiß, eh schnell für die Damen und Herren da, aber ich meine, andererseits, das ist jetzt keine Verteidigung für das, weil das ist es ja auch nicht, aber grundsätzlich bin ich halt auch der Meinung, es ist superschwer, sowas jetzt zu regulieren. Weil du weißt ja noch nicht einmal, was sind die Anwendungsfelder, was sind die potenziellen Gefahren. Das ist alles aktuell nur Vermutungen. Normalerweise ist es klüger, zwar mal zu warten, okay, wo tun sich die Probleme auf? Du hast jetzt auch nicht, wie es die ersten Datenbanken gegeben hast. Hast du auch gesagt, wir regulieren Datenbanken. Du hast angefangen zu schauen, okay, in welchen Bereichen sind Datenbanken potenziell gefährlich, haben negative Konsequenzen und da hat man dann spezifisch Dinge datenschutzrechtlich reguliert. Aber da jetzt mit der Brechstange im Vorhinein einfach einmal präventiv gewisse Dinge zu verbieten, einzuschränken, wo noch nicht einmal klar ist, wie sich das entwickeln wird, halte ich grundsätzlich jetzt nicht so viel davon. Andererseits du hast schon angesprochen. Es gibt schon auch die Meinung, dass man sagt, es gibt immerhin eine Rechtssicherheit. Ob die dann gut ist, das wird sich zeigen.

Daniel

Weil schau mal, es ist das Thema, etwas zu regulieren, was gerade erst entsteht und was wahrscheinlich in zwei Jahren, was jetzt passiert, in zwei Jahren ohnehin komplett wurscht ist. Und dann regulieren das Leute, die wahrscheinlich nicht sich rund um die Uhr mit der Materie beschäftigen, möchte ich mal einfach so sagen, das wird wahrscheinlich so der mittelprächtige Wurf, wird wahrscheinlich sowas wieder wieder New Green Deal, wird gehypt ohne Ende und dann pupelt das nach hinten raus. Ja.

Markus

Ja, ich meine, legitim ist, dass natürlich diese Technologie unglaublich mächtig ist und unglaublich gefährlich werden könnte, auch theoretisch hätte das, wenn das eine Eigendynamik entwickelt, ein eigeninteresse entwickelt, kann natürlich eine künstliche Intelligenz auch wirklich gefährlich für die Menschheit werden. Da sind sich ziemlich alle einig. Wie real das ist und wie sehr man da Safeguards einführen kann, schon auf der technologischen Ebene, da sind sich, glaube ich, nicht alle einig. Aber grundsätzlich sage ich nicht, dass man dieses Thema unter den Teppich kehren sollte. Aber da jetzt ja jetzt schon genau den Rahmen festzulegen, ist schon auch innovationshemmend. Und besonders in dem Bereich, wo Europa eigentlich vorne dabei sein will, nämlich bei den Foundational Models, also für die Mistrals, für die Aleph Alphas, die in Europa da Mist mischen wollen, für die ist das schon eher nervig, dass es da jetzt gibt es auch wieder unterschiedliche Meinungen, wie problematisch das für sie ist. Sie selber sind jetzt nicht begeistert davon. Aber ja, Europa muss sowieso halt es schaffen, da ein bisschen ein anderes Image auch wieder zu bekommen. Es kann nicht sein, dass man bekannt ist für Regulierung. Das zieht halt nicht die besten Talente an, sorry, aber das ist die Realität.

Daniel

Das lockt halt so die an, neben denen man bei einer Weihnachtsfeier nicht gefangen sein möchte am langen Tisch, oder? Was machst du? Irregulierer AI. Oh, du bist aber sicher ein interessanter. Ja, Use- und Mindeststudienzeit. Unter Mindeststudienzeit. Das war sehr interessant. Nebenbeizüchtig.

Markus

Wir haben sicher ein paar Use-Hörer, hör auf da.

Daniel

Meine Goldfische, die unterhalten mich, die sind interessant. Was sagen denn die so? Wow. Ja, einen habe ich verklagt. Ja, natürlich. Aber das Interessante ist, nein, ich möchte jetzt auch niemanden gedisst haben. Vielleicht der eine oder andere findet das jetzt. Habe ich mit Sicherheit. Aber die lachen ja auch nicht. Aber ich, so Chancen und Risiken. Ich habe nebenbei, ich wollte ja mal so hören, was so die lustigsten Podcast-Namen aller Zeiten sind. Und da kam dann so auf Instagram so ein paar Namen, so eher so aus der Pornoabteilung, die einfach saukomisch sind. So viele Podcast-Namen kamen da nicht. Jetzt habe ich Chat-GPT doch nochmal gefragt. Sag mir, was sind denn die lustigsten Podcast-Namen deiner Meinung nach? Da kommt nichts. Da kommen lustige Podcasts, aber keine lustigen Podcast-Namen. Chat-GPT ist einfach nicht so lustig. Und das ist schon mal ganz gut, dass sie es nicht können. That being said, ich finde es unglaublich spannend, was es einfach für Möglichkeiten gibt für Extensions, was da alles noch möglich ist on top. Und das ist halt cool. Ich habe jetzt in letzter Zeit recht viel mit Dolly gespielt. Dali, wie auch immer man es nennen möchte. Es ist einfach unfassbar irre, wie schnell man kreativ sein kann mit diesen ganzen Medien. Man muss nur die Idee haben und die Idee beschreiben können. Und das ist halt das Coole. Und es werden aber auch eine Menge, Menge, Menge, Menge, Menge, Menge, Menge, Menge Jobs weggeballert dadurch. Andererseits ist die Möglichkeit für Leute, die ungelehrt, aber kreativ sind, sich auszudrücken, Weltklasse. Und vielleicht kann ich schon mal vorwegnehmen. Ich würde predikten, dass darauf basierend vielleicht auch kreative Talente nach oben kommen, die mit wenig Geld, aber viel Kreativität Dinge schaffen können, die sonst ein Vermögen und Publizistinnen und was auch immer bedürfen würden. Weil jede Technologie schafft ihre neuen Talente. Und das ist so, dass da bin ich gespannt, was die nächsten Monate wahrscheinlich nach oben heraufbrodelt. YouTube, ganz klar, da haben wir Talente, die uns unterhalten. In den App-Stores waren plötzlich Companies, die plötzlich ganz Große zum Wackeln gebracht haben. ChatGPT und Co. Ja, es wird geil. Also, ich wollte es auf dem Positiven enden. Magst du noch was hinzufügen, im Übrigen?

Markus

Nein, du hast, das war lustigerweise eine Prediction vom letzten Jahr, dass die Art und Weise, wie man mit AI umgeht, dass das zu einem Kerncapability wird und einem sehr wichtigen Faktor auch am Arbeitsmarkt und das ist, glaube ich, auch schon jetzt Realität, dass natürlich jemand, der gut prompten kann, dass jemand damit auch eine deutlich bessere Arbeitskraft ist. Und ja, gleichzeitig muss auch die Limitationen erkennen. Das haben wir, glaube ich, jetzt auch schon besprochen. Wir haben auch im Podcast ein paar Mal besprochen. Es gab ja bei unserem Leadership-Programm auch einige Bewerbungen, die ganz stark auf AI aufgebaut waren, offensichtlich, weil sie sich alle sehr geehnt haben, wie sie aufgemacht waren und wie die Sprache auch aufgeblasen war. Also man muss schon auch ein Fingerspitzengefühl für die Technologie entwickeln und wie man sie anwendet.

Daniel

Schön gesagt. Ich freue mich. Hast du so Lieblingsprompts?

Markus

Nein. Ich bin da immer noch am Experimentieren. Also ich ja, explain it to a five-year-old ist eh bekannt und finde ich immer sehr, sehr nett. Aber ich glaube wirklich, es ist Zielgruppen, einfach zu sagen, okay, für wen, für wen mache ich das, was ich mache? Und das dann auch sehr klar zu kommunizieren an OpenAI, ist wahrscheinlich die Technik, die ich am öftesten anwende.

Daniel

Also das finde ich sehr gut. Ich finde es auch toll, komplexe Dinge einfach einfacher zu kommunizieren oder mir zusammenzufassen. Oder auch schön, wenn was ich ja manchmal machen muss, ist dann Leuten irgendwelche Texte schicken für irgendwelche Keynotes oder was auch immer, dann auf Englisch, auf Deutsch und am besten noch mit 400 Zeichen und 800 Zeichen und dann auch auf was auch immer. Und dazu sagen, mach es mal einfach so. Das finde ich Weltklasse. Und dass man einfach Persönlichkeiten nehmen kann und sagen, sag es als diese Persönlichkeit in dann passiert auch immer viel. Das mag ich. Und ich mag noch immer gern mir Sachen vorlesen zu lassen in den Worten von Jeremy Clarkson. Und das finde ich immer wieder, das finde ich immer wieder richtig gut. Und das macht es auch lustig. Ja, machen wir das nächste Thema. Dieses Jahr war natürlich auch das, muss man so sagen, das Jahr der Pleiten. Das war jetzt auch nicht so cool. Und da war einiges dabei. Einiges, was nicht so super geklappt hat. Um das mal einfach zu sagen, so ganz frisch ist natürlich René Bänke. Irgendwo, der so ein bisschen so das österreichische Thema überschattet, aber da waren noch einige andere große Treffer dabei. Meine Güte, wenn ich das jetzt so gerade sehe, ich habe ja schon völlig wieder die Silicon Valley Bank vergessen.

Markus

Habe ich völlig auch vergessen.

Daniel

Hättest mich gefragt, von das war hätte ich nicht gesagt 2023, hätte ich gesagt, gefühlt 2015 oder so, weil es so lange her ist.

Markus

Aber ich finde grundsätzlich, in diesem Jahr ist unfassbar viel passiert und es wirkt, als hättest du drei Jahre in ein Jahr gestoppt. Also es ist wirklich so. Die Silicon Valley Bank, dieser Putschversuch in Russland, diese ganze Superkontaktor-Geschichte, das war alles 2023. Wir reden nachher eh noch kurz drüber, aber grundsätzlich, es war ein Jahr, wo einer Nichtfahrt geworden ist.

Daniel

Meine Güteten Putsch in Russland habe ich auch schon wieder vergessen. Also nicht vergessen, aber auch so abgeschrieben, am was das alles war. Ja, dann bleiben wir erstmal bei der Pleitewelle. Silicon Valley Bank, das war schon mal wild. Das hat grob gerasselt. Magst du es nochmal zusammenfassen, was da so ungefähr passiert ist?

Markus

Also das war, glaube ich, wirklich der Höhepunkt der Nervosität, die ich im Startup-Ökosystem bisher erlebt habe. Da hast du wirklich gemerkt, wie halt auch besonders amerikanische, sehr erfahrene Investoren plötzlich so ihre eigene Existenz da auch dahin schwimmen gesehen haben und haben dementsprechend dann auch sehr stark lobbyiert, dass man sicherstellen sollte, dass Privatkunden von diesem Silicon Valley Conlapse nicht betroffen sind und dass Startups quasi auch die Einlagen von Startups gesichert werden sollten. Was dann auch schon relativ gut passiert ist. Es war dann relativ bald danach auch die Credit Suisse, die abgeflogen ist. Also das war schon da im Frühjahr gab es ziemlich viel Nervosität auch in den Finanzmärkten deshalb und das hat natürlich auch wiederum der Start-up-Szene nicht gut getan, weil es ist eh schon das Geld gerade nicht locker, es ist eh schon unglaublich schwierig, Geld aufzustellen. Und wenn dann sowas passiert, führt das dazu, dass alle Leute nochmal mehr darauf achten, dass sie genug liquide Reserven haben, dass sie nochmal weniger investieren. Das heißt, ja, dort ist halt wirklich die Haus- und Hofbank des Silicon Valleys. Also viele, viele zentrale Player in der Startup-Szene, für die war das die Hausbank und viele Startups haben das genutzt. Die waren halt auch bekannt dafür, dass sie generell sich gut in dem Bereich auskennen, dass sie da auch favorable terms haben. Ja, und die haben dann leider halt sich mit relativ simplen Fehlern in eine Pleite navigiert, wo sie halt einfach das Risiko von langen und kurzen Anleihen nicht richtig gemanagt haben, was jetzt grundsätzlich echt keine Rocket Science ist. Aber sie wurden ebenso wie viele andere von dieser schnellen Zinswende überrascht und waren dann irgendwann nur mehr Passagier.

Daniel

Ja, und genau das ist das Thema. Sie haben einfach Anleihen gekauft, die dann zu einem relativ blöden Zeitpunkt nicht mehr ganz so fein waren, wie sie sich das vorgestellt haben. Und wie du gerade gesagt hast, Zinswänse, Inflation und dann mussten sie diese Dinger verkaufen und haben damit einfach ganz, ganz, ganz, ganz, ganz grobe Verluste eingefahren, was darum geführt hat, dass natürlich alle anderen wieder ein bisschen die Hosen voll hatten. Und jetzt musste ich ein bisschen nochmal nachgoogeln. Bankrun. Genau, es kam der Bankrun und an einem Tag wurden 42 Milliarden US-Dollar abgehoben. Und dann wurde diese Bank geschlossen. Man muss nochmal sagen, im Prinzip das Silicon Valley war die Haus- und Hofbank von allen, nicht allen, aber von ganz, ganz, ganz vielen Companies einfach in der Bay Area. Wenn du dort gearbeitet hast, dann hast du einfach dein Geld von dort bekommen, mehr oder minder. Und das ist dann natürlich schon relativ grob, wenn das passiert. Und das hat natürlich auch psychologisch was gemacht. Wenn so ein so ein Fels in der Brandung plötzlich vor dir zerbröselt, dann denkst du dir, uff, das ist jetzt blöd, das ist jetzt wirklich blöd, blöd, blöd. Und das natürlich noch in Zeiten von Inflation nach Covid, bla bla bla. Im Kontext auf das Thema, worüber wir eben gesprochen haben, ist natürlich dann auch ganz fein, dass ChatGPT dann natürlich kurze Zeit später einen neuen Boom ausgelöst hat und dann natürlich wieder eine neue Goldgräberstimmung mit verursacht hat und natürlich ein schönes neues Gefühl gestartet haben darf, dürfte. Würde ich jetzt mal so in den Raum stellen. Ist lustig.

Markus

Das Jahr ohne AI will ich nicht erlebt haben. Also das wäre, glaube ich, dann auch mal eine ganz andere Dimension gewesen.

Daniel

Und das ist, glaube ich, das Thema, dass ChatGPT und AI zu einer Zeit gekommen ist, wo eh alles blutrot war und einfach Unsicherheit ohne Ende. Und mich würde interessieren, ob das vielleicht auch wirklich tatsächlich so war, dass man plötzlich das stärker gepusht hat, weil man gemustert hat, okay, jetzt brauchen wir mal was richtig Geiles. Vielleicht war das unfertiger, I don't know. Ich weiß, es wurde vorher released, aber dass es plötzlich auch so spannend geworden ist. Es gibt Hoffnung zu einer Zeit, wo es wenig Hoffnung gab. Und das ist natürlich ein sehr spannendes Thema. Und plötzlich gibt es allen anderen wieder Perspektive und Möglichkeiten und Sicherheiten und 10 Milliarden werden da reingepumpt und Tschaka und let's go und feuer frei. Und der Platz an der Sonne ist da, um ihn zu greifen und alles ist gut.

Markus

Ja, und es ist halt auch ein greifbares Beispiel, wo man halt auch zeigen kann, hey, all das, was wir da in den letzten Hausnummer fünf Jahren hineingesteckt haben und unfassbar viel Geld, das hat auch einen Return geschaffen. Und genau diese Beispiele braucht es halt jetzt auch, weil ich meine, es gab schon so ein bisschen ein leichtes Aufflackern jetzt im Herbst, was man probiert hat, mit Instacult, ARM, dass die in die Börse gehen. Das war jetzt nicht die großartigen Börsengänge. Aber der Markt fängt sich gerade ein bisschen an, also das glaube ich, du bräuchtest halt jetzt ein paar Exits auch, die auch Geld halt dann zurückspielen an die Investoren, weil das hätte Signalwirkung. Wenn du da ein paar gute Exits hinkriegen würdest, dann glaube ich, könntest du auch den Narrativ wieder ändern. Aktuell ist es halt sehr stark AI-dominiert, jedenfalls. Auf jeden Fall.

Daniel

Ich bin auch mal gespannt, ob nicht durch die AI-Dominierung dann natürlich auch wieder unfassbare Bewertungen eigentlich durch die Decke gehen dürften. So frei nach dem Motto, ah, es wird wachsen wie bescheuert, jeder wird das brauchen, deine Daten sind unglaublich wertvoll, Tschaka und plötzlich hast du im Prinzip deine PowerPoint und jemand gibt dir eine Milliarde. In diesem Spirit und diesem Narrativ und ja, in einem halben Jahr alle haben das und Tschaka und alle werden das brauchen und ein Prozent vermarkt. Du kennst genau diese Bullshit-Dacks.

Markus

Also ich glaube, solange die Zinsen so hoch sind wie jetzt, wird das nicht so passieren. Du hast schon recht, es ist bei AI natürlich wieder viel auch die Gefahr, dass es da Bullshit-Themen gibt. Es ist auch viel Risiko, natürlich ist von der Struktur der Branche, ist riskant, weil sehr stark konzentriert ist die Macht bei denen, die viel Daten haben, die diese ganzen Foundational Models haben. Das heißt, da bist du natürlich als kleines Startup ähnlich wie halt in der Web-Area mit mit, macht das irgendwann mal Google selbst. Also dieses Damo-Klass-Schwert, das schwebt natürlich drüber. Aber ganz grundsätzlich glaube ich, dass das Geld gerade nicht locker sitzt und das wird sich erst ändern, wenn die Zinsen wieder runtergehen. Wenn die Zinsen sollten, die Zinsen irgendwann wieder gegen Null gehen, dann glaube ich, wird genau das gleiche wieder probieren, weil es ist einfach der natürliche Weg vom Geld, das sucht so eine Rendite und wenn du die Rendite über sichere Anlagen nicht bekommst, dann wird zunehmend riskanter investiert und dann werden auch wieder die Immobilien fliegen und dann werden die Startups fliegen. Bis dahin ist es eine andere Welt. Mit Fokus auf Profitabilität, mit ja, ich sage jetzt auch mal, vielleicht ein bisschen nachhaltigeren, standfesteren Geschäftsmodellen. Und das trifft leider auch manche Modelle, die es bräuchte. Besonders im Hardware-Bereich ist es aktuell brutal, um da zu überleben, ohne dass du Dinge vorfinanzieren kannst. Es ist sehr, sehr, sehr hart. Und wenn du in so einer Branche bist, ist das echt scheiße aktuell.

Daniel

Das stimmt. Wir wollten uns ja noch so ein bisschen so die Negativseiten anschauen. Nur um es nochmal für Kontext zu geben. Dieses Jahr hatten wir auch WeWork und Co., die es vor die Hunde gerissen hat. WeWork ist im Prinzip für mich nochmal so the pinnacle, die Spitze des Booms. Geschäftsmodell war im Prinzip Coworking. Coworking mit einer Buchungssoftware.

Markus

Mit guten Pitchteck.

Daniel

Und unfassbarem Pitchtag. Tech-Unternehmen. Und Tag. Du kannst online unsere Wohnung, Offices buchen. Und da wurden Milliarden reingeschmissen und Milliarden versenkt. Zeitgleich ist dieses Jahr dieser unfassbare Gorillas-Film raufgekommen. Gorillas ist ein Lieferservice, der im Prinzip in Deutschland explodiert ist, in zwei Richtungen, wenn man so möchte. Erstmal wirklich explodiert, also Startup vom Feinsten. Ein Film kann man sich auch gerne mal anschauen, wie sie am Anfang aber sagen, hey, wir liefern in ein paar Minuten und da ist ein kleines Lager und ein Typ, der auf dem Fahrrad durch die Gegend rast und wir gegen den Rest der Welt, ein paar Leute, die das einfach machen und dann wächst das und wächst das und wächst das und wird finanziert und Chaka und also alles dabei. Wahnsinnstory. Mittelausgang und dann natürlich auch österreiches, das österreichische Mozart der Immobilienbranche, das Wunderkind. Quasi vom Tellerwäscher zum Multimilliardär, René Benkö, Signergruppe, der Unfassbare, der alles da irgendwie aufkauft und plötzlich Pop weg ist. Da ist ja im Prinzip aus jeder Branche was auseinandergeflogen, wenn man so möchte. Also schon ganz, ganz interessant, würde ich mal so sagen. Krypto hat auch nochmal ordentlich gerasselt. Wo sind die Lichtblicke? Oder wollen wir noch ein paar von diesen Schattenseiten erstmal noch mit ihnen drauf drehen?

Markus

Na, ich glaube, Gorillas Film anschauen ist, glaube ich, echt eine gute Empfehlung, vielleicht jetzt auch in diesen ruheren Tagen, weil es einfach schön die Realität auch aufzeigt. Ja, von sowohl, sage ich mal, den schönen Zeiten dieses Hypes, aber auch, sag ich mal, die gewisse Insanity, die damals auch vollgeherrscht ist und gleichzeitig dann aber auch, wie schnell sich das gedreht hat und wie schwierig es ist, auch aus so einer Situation dann wieder rauszukommen. Also wirklich guter Film und ein super Insight, auch wie so ein klassischer, aufgeblasener Venture Case funktionieren kann in einer Halbzeit. Auf YouTube zu finden. Ja, absolute Empfehlung. Lichtblicke gab es aber trotzdem auch, und da hast du schon richtig gesagt, eigentlich, wenn man sich so die letzten Wochen Future Weekly anschaut, es gab fast jede Woche wieder spannende neue Investments. Das haben viele Top-Companys geschafft, auch trotz des aktuellen Umfelds die nächste Runde aufzustellen. Es haben einige geschafft, profitabel zu werden innerhalb von wenigen Monaten. Also sicher ein Highlight war Refurbed, die ihre Series C mit einer ordentlichen Summe, also ich glaube um die 50 Millionen, wenn ich mich recht erinnere, in der Größenordnung jedenfalls aufgestellt haben. Es gab das große Investment in Magic.dev, das österreichische, der österreichische AI-Shootingstar. Ja, also Pre-Wave hat ein super Investment auch gehabt. Man merkt schon auch, wenn man nicht katastrophales Pech hat und so, irgendwie kann man es schon schaffen. Zumindest wenn man in der richtigen Industrie ist und irgendwie halt auch die Kurve hin zur Profitabilität kriegt, dann kann man auch sehr gut aufgestellt sein für die Zukunft.

Daniel

Hast du schon mal auf Referb bestellt aus Neugierde? Ich habe jetzt am Wochenende das erste Mal bestellt und was ich sehr schön fand, ist, wenn man sich aussuchen kann, wo der Baum gepflanzt werden soll. Es ist so gut und so schön. Es ist einfach fein zu sehen, wie gut so ein Produkt läuft. Ich werde ja regelmäßig gefragt, was denn so der beste Pitch ist. Und ich werde nicht müde zu sagen, also Referb war schon so einer der Top zwei, drei Pitches, die ich je gesehen habe, damals bei der Entrepreneurship Avenue noch, also vor Gründung, die beiden Jungs. Also unfassbar zu sehen, wie groß die geworden sind und was da einfach passiert und mit welchem Spirit und welchem. Da ist es schon cool. Das ist schon richtig cool. Und da sind einige Lichtblicke dabei, über die wir reden können und wollen. Das nächste Thema finde ich aber auch nicht ganz uninteressant. Das ist, du hast es so schön genannt, das Jahr der geopolitischen Fragmentierung. Da war dies ja auch wieder richtig, richtig viel dabei. Was ich so krass finde, ist eigentlich sind wir jetzt immer die letzten 10, 20 Jahre, zumindest im Westen, damit aufgewachsen, dass Kriege eigentlich bedeutet, irgendwo so auf die Distanz eine Drohne, die macht so pop oder irgendein Spezialkommando, das irgendwo reinfliegt und dann hat man den Bösewicht und dann ist es wieder gut. Und eigentlich sehen wir in der Ukraine einen Krieg, den es in der Form, in dieser Brutalität, in der Form des Stellungskriegs, der was an den Ersten Weltkrieg erinnert. Und es ist krass, dass du denkst, dass die mit Drohnen aufeinander jagen und zeigt gleich aber auch in Schützengräben, im Nastennahkampf aufeinander losgehen und da im Schlamm stecken. Also Krieg ist immer grausam und brutal, steht außer Frage. Aber es ist wild, das so zu sehen. Und natürlich aber auch ein Krieg, den man in dieser Form auch mitbekommt, wie keinen anderen. Also es ist schon komisch, wenn man dann plötzlich auf Instagram mit irgendeiner lustigen Musik sieht, wie einer jemand anderen umlegt und das irgendwie in den Kommentaren wird das zelebriert, als wäre es ein Computerspiel. Das ist schon richtig arg. Wir haben den Putsch in Russland gehabt mit dem Prigochin, den Namen hat man schon wieder fast vergessen, wo Putin auch gesagt hat, nee, nee, mein Freund, ist kein Problem. Ich nehme dir das definitiv nicht übel. Mach dir auch keine Sorgen.

Markus

Da ist für mich immer noch nicht klar, was eigentlich passiert ist. Was hat nichts passiert? Dass er dann am halben Weg da umkehrt, anstatt dass. Ich meine, weil da war ja sein Todesurteil schon unterschrieben. Ja, klar. Aber ja, okay, es wird schon irgendetwas, was wir halt nicht wissen, passiert sein.

Daniel

Und wahrscheinlich etwas, was wir in 10, in 15, in 20 Jahren irgendwann mal lesen. Auf jeden Fall ist der Gute dann, wurde ihm natürlich zugesichert, dass nichts passieren wird. Alles gut, mach dir keine Sorgen. Ja, und dann ist das Flugzeug halt abgestürzt und zufällig. Wie das halt so passiert? Wie die unfassbare Reihe von russischen Oligarchen, die einfach regelmäßig Selbstmord begehen, indem sie vom Balkon springen und sich unterwegs dreimal im Kopf schießen. Tragisch. Wild.

Markus

Ja. Ich meine, du hast schon richtig gesagt. Also ich glaube, es ist eine Art von Krieg, die für uns einfach bis hier nicht da gewesen ist zu unseren Lebzeiten. Aber es ist halt auch ein Gegentrend, wo wir über viele Jahrzehnte globalisieren oder globalisierte Welt erlebt haben, die immer mehr und mehr integriert wurde, wo immer mehr auch eine gewisse Abhängigkeit bewusst voneinander eingegangen wurde, weil man auch gesagt hat, das war der Garant für Frieden. Und das hat sich jetzt komplett gedreht in den letzten Jahren. Und es ist mehr und mehr sichtbar, dass es halt jetzt einfach zwei oder vielleicht auch mehrere Weltanschauungen gibt, die am Ende einfach diametral gegenläufig sind und wo jetzt ein Konflikt auf mehreren Fronten auch geführt wird. Die westliche Welt auf der einen Seite, wo immer noch liberale demokratische Werte vorherrschen und dann nach und nach andere Anschauungen, die dem eher entgegentreten und die die Dominanz dieser Ideologie auch ganz bewusst und sehr militant auch in Frage stellen. Auf der Ebene also ein ganz anderes Umfeld, in das wir da hineingekommen sind und das auch natürlich ausstrahlt auf die Wirtschaft mit zunehmender Unsicherheit.

Daniel

Ja, ich meine, wir haben es gerade gesagt, geopolitische Fragmentierung. Es war auch das Jahr von dem unsäglichen Angriff von der Hamas auf Israel, von dem Massaker, das dort passiert ist, und ja, wie so oft sind dann natürlich alle auch auf Social Media gestürmt und haben so ihre Perspektiven davon geteilt. Und einer, der das vollkommen falsche Perspektive geteilt hat und auch scheinbar, wie soll ich sagen, einfach ich habe keine Ahnung, auf welchem Planet er gelebt hat in seiner Perspektive, aber der CEO vom Web Summit oder der ehemalige CEO vom Web Summit hat einfach so innerhalb von einem halben Nachmittag den Web Summit komplett zerlegt. Der hat aber trotzdem stattgefunden hat, muss man auch dazu sagen. Ist immer interessant, wie sich dann immer alle echauffieren und dann geht es halt trotzdem weiter. Obwohl halt viele der großen Firmen nicht dabei waren, waren sie trotzdem wieder alle anderen am Start und haben das zelebriert. Hat mir nicht gut gefallen, muss ich ganz ehrlich sagen. Also ich fand so Web Summit-Sharings dann immer so ein bisschen Pietätlos. Aber it is what it is. Wir haben da sehr ausgiebig drüber gesprochen, über unsere Perspektive zu dem Konflikt. Müssen wir vielleicht jetzt nicht nochmal großartig durchnudeln. Man kann das gerne nachhören. Ich glaube, da hat sich auch nicht viel geändert. Magst du was noch dazu sagen zu dem Thema?

Markus

Nein, ich glaube, wie gesagt, das ist halt besonders damals, was dem Paddy Cosgrave vom Web Summit halt auch diese Meinung absolut untragbar gemacht hat, ist, dass er halt in einem Interessensverhältnis mit den Kataris steht, die ja finanziell der Hamas sind und dort ist er dann der nächste Web Summit. Also das war einfach hinten und vorne war das nicht besonders gut gemacht und in diesem Sinne. Es ist halt auch diese komplexe Welt, in der wir aktuell leben, wo man halt auch schon überlegen muss, für wen man auch spricht und wie man spricht. Und gleichzeitig ist es auch eine Zeit, wo Europa einfach sich überlegen muss, für was es steht und wie es auch nachhaltig existieren will und nicht zerquetscht werden will im Zuge dieser geopolitischen Konflikte, weil es gab eine super Studie dieses Jahr von McKinsey, die gezeigt hat, dass die amerikanische Wirtschaft fünfmal schneller wächst als die europäische, dass seit 1990, ich glaube, 18 Unicorns, oder nicht Unicorns, 18, 100 Milliarden Dollar Companies gebaut worden sind und keine von denen ist europäisch. Das ist, glaube ich, elf amerikanisch und sieben Chinesisch. Das sind alles so Dinge, die einfach zeigen, hey, wir müssen aufwachen, wir müssen schaffen, dass hier mehr Startups entsteht und dass auch mehr Kapital vorhanden ist. Das ist auch in dieser Studie sehr klar rausgekommen. Also es ist diese Souveränität von Europa auch wiederherzustellen, das ist, glaube ich, ein großes Learning auch aus den letzten Jahren, weil bisher in so einer Welt, wo eher alles globalisiert ist und alle hängen irgendwie zusammen, da war Souveränität nicht so wichtig und das hat sich komplett gedreht und da müssen wir auch wieder raus. Das ist jetzt wichtig, dass wir diese Verantwortung erkennen.

Daniel

Definitiv. Ganz, ganz schön gesagt. Im Übrigen, wer auf YouTube zuschaut, aus irgendeinem Grund hat sich meine Kamera entschieden, keinen Bock mehr zu haben. Es hat nichts damit zu tun, dass ich da jetzt keine Lust mehr habe, aber wir machen einfach munter weiter. Wenn es technische Probleme gibt, kein Problem. Improvise, adapt, overcome. Wir wollen auch ein bisschen über das Thema Social Media generell sprechen. Es wäre ja so ein bisschen schwieriges, ja. Twitter ist mal so eben abgesägt worden vom Mediengott Elon, der dann auch so mit der Spray-Flasche persönlich das Rebranding vorgenommen hat zu X. Plötzlich gab es überall Verified Buttons, nur noch mit Abo. Dann kam die Mastodon, so ein Blue Skies der Welt. Ach, man kann auf Facebook und auf Instagram sich da auch seine Blue Checkmarks und so weiter und so fort dazu kaufen. Auch alles ganz fein. LinkedIn ist, finde ich, weiß ich auch nicht mehr so ganz da, was es ist. Und TikTok ist mir sowieso Latte. Das ist schon, das ist schon alles relativ wild. Da ist viel passiert. Also das Interessante ist, der Bedarf, dass Leute ihre Meinung äußern, ist nach wie vor da. Und der Bedarf, dass Menschen die Meinung von anderen lesen, teilen und kommentieren, ist nach wie vor da. Aber ich habe das Gefühl, dass die Meinung, die geäußert wird, einfach immer uninteressanter ist, weil es einfach so viele Faktoren gibt. die man bedenken muss, bevor diese Meinung geäußert wird. Und das Lustige ist, wenn man wissen möchte, was ich damit meine, ist man gehe doch mal auf Facebook, öffnet das mal, falls ihr noch das Passwort habt. Schaut euch mal die Postings aus dem Jahr 2008 an, 2009. Sowas. Und da steht drin, ich habe Bock auf ein Eis. Möchte jemand Eis essen gehen? Und dann steht drunter, yo Bro, ich bin dabei. Wir sitzen Ecke, bla bla bla. Und heutzutage sind das irgendwelche, was auch immer, hochpolemischen Texte mit irgendwelchen super optimierten Bildern und bla bla bla und 48 Hashtags und Tags und weiß der Teufel. Es fehlt halt einfach das aus dem Bauch raus, das Authentische. Und das finde ich ist auf jedem Kanal zu sehen. Die Geschäftsmodelle werden bedacht, die Reichweite, die Algorithmen, jeder macht da was. Es schreibt keiner mehr. Ich hab Bock auf dem Eis.

Markus

Du hast schon eine Essenz sehr gut erfasst, finde ich, dass halt der Wert eines sozialen Netzwerks sinkt diametral, sobald Leute verstanden haben, wie sie den Algorithmus unter Anführungszeichen austricksen können, beziehungsweise auf den Algorithmus hin zugeschnittene Posts entwerfen, dann wird es halt oft sehr schnell zur Selbstdarstellung etc. Ich glaube, dass wir, was wir auch zunehmend erleben, eine gewisse Fragmentierung da auch ist. Ich glaube, der Jakob hat das letztens, der Jakob Steinschaden in unserem Training Topics Podcast hat das ganz gut angeschnitten. Und das ist schon auch etwas, was zu dieser geopolitischen Fragmentierung beiträgt, beziehungsweise einfach einer gesellschaftlichen Fragmentierung, wo jeder einfach seine sehr persönliche eigene Realität hat in seinen Bubbles etc. und es ist nicht mehr so diese gemeinsame Realität in einer Gesellschaft gibt, die halt früher über Massenmedien getragen wurde. Und das ist schon eine Herausforderung auch für soziale Medien und dass es da jetzt halt dann weiß nicht, Twitter gibt für die Rednecks und dann gibt es Threads für die Journalisten, Elite etc. Also da könnte ich mir schon vorstellen, dass uns das auch Probleme macht, weil es ist viel schwieriger zu akzeptieren, dass andere Menschen anders denken, wenn die Realität ganz unterschiedlich ist. Ja, das ist dann überhaupt nicht mehr nachvollziehbar und nicht mehr greifbar. Und das könnte uns schon auch auf dem Kopf fallen.

Daniel

Kapern wir einfach wieder MySpace.

Markus

Jetzt hast du deine Liebe zu MySpace wieder gefunden.

Daniel

Ich weiß gar nicht, ob ich einen Account habe. Ich weiß es nicht, es ist aber einfach so random oder lass uns wieder Studie auf VZ hochziehen. Aber was soll's.

Markus

Also falls es jemanden da draußen gibt, der einen alten Social Media Account von Daniel findet, dann bitte, ich zeige mich gerne erkenntlich für Hinweise darauf. Das ist natürlich gefunden was fressen hier.

Daniel

Gott bewahre. Ich habe eh genug Schantaten auf YouTube, da kann man auch schon genug Mist sehen. Auch das Jahr von Krypto, muss man aber so sagen. Auch ganz wildes Jahr. Da haben wir auch schon wieder die Hälfte vergessen. Als wir noch so vor anderthalb, zwei Jahren gesehen haben, wie vor unseren Augen Luna zersiebelt wurde, haben wir uns gedacht, wir haben das Schlimmste gesehen. Bis ein gewisser SBF gesagt hat, hold my bear. Und dann ging es los mit dem ganzen Krypto Schnickschnack. Zeitgleich war auch das nicht das Maximum. Es kam noch ein bisschen mehr dazu. Mittlerweile ist auch noch Binance grob unter die Räder gekommen. Und dennoch ist es, finde ich, ein spannendes Kryptojahr. Also Sam Bankmanfried mit FTX ist in einer spektakulären Pleite gescheitert, ist im Knast gelandet, Millionen und Milliarden wurden vernichtet. Okay, fair enough. Dann kam Binance und bei Binance ist was interessantes passiert, dass tatsächlich CZ, der Gründer von Binance und CEO und auch Lichtgestalt auf Twitter, namentlich X, ja, wurde auch so mehr oder minder verknackt. Naja, wurde verknackt und sitzt in Amerika fest. Was interessante war, als SBF noch Hops genommen wurde, haben die Börsen noch ordentlich reagiert. Beim guten CZ ist nicht mehr viel passiert. Das heißt, man hat das Gefühl, Krypto wird so langsam erwachsen. Ja, und alle warten natürlich so ein bisschen auf das Jahr 2024. Stichwort Crypto Harving, Stichwort die ETFs. Da passiert was. Hab ich das Gefühl? Wie siehst du das?

Markus

Ja, es gab eine klare Konsolidierung im Markt. Es sind viele Shitcoins zusammengebrochen, es sind wenig neue Projekte, auch irgendwie in den, sage ich jetzt mal, in die breite Öffentlichkeit vorgedrungen. Es war viel auf Bitcoin konzentriert und bestehende Projekte, die durchaus Hand und Fuß haben. Ich glaube, das war eine gesunde Marktbereinigung und ist jetzt natürlich potenziell ein spannendes Launchpad für das Halfing, was da im nächsten Jahr kommt. Gleichzeitig ja, es ist natürlich die Frage, wird sich diese Histor immer weiter fortsetzen können oder ist halt mit zunehmender Regulierung und ETFs und SEC einfach jetzt auch so eine Reife am Markt erreicht, wo man halt nicht mehr ewig wachsen kann, sondern man halt den natürlichen Zirkeln auch oder Zyklen einer Leitzinsgetriebenen Ökonomie folgt. Das wird jetzt bald spannend, weil man hat, glaube ich, irgendwie jetzt so vom regulativen Setting hat man halt bald ein vergleichbares Level erreicht, wie das halt bei Aktien etc. vorhanden ist.

Daniel

I'm curious. I'm curious.

Markus

Ich bin Aber as always, no investment advice. Ich glaube, das kann man nicht oft genug sagen.

Daniel

Nein, wie gesagt, ich bin einfach, ich habe das Gefühl, es sind so große Themen, die gerade so an so Umbruchstellen stehen. Ob das das Thema Social Media ist, ob es das Thema Krypto ist, ob es tatsächlich einfach ganz breit geopolitische Themen sind, ob es das Thema AI ist, das so auch irgendwie da, es ist wirklich ein wildes Jahr, eine wilde Zeit des Umbruchs. Und ich muss mir immer vorstellen, wie werden sich diese Sachen entwickelt haben, wenn mein Sohn da jetzt zweieinhalb ist, wenn der 18 ist, wenn der 20 ist. Wenn er so ein bisschen Zeit dazwischen gewachsen ist. Das sind schon sehr wilde Jahre, die sich ja auch irgendwann mal wieder setteln müssen und beruhigen müssen. You never know. Zeig gleich, wer weiß, vielleicht werde ich ihm auch erzählen, dass wir Menschen früher in Büros gegangen sind und dort unsere Zeit abgesessen haben. Vielleicht gibt es da auch wieder andere Konzepte. Man weiß es nicht. Was man aber weiß, ist, hybrides Arbeiten ist mittlerweile, das ist angekommen. Das ist ganz interessant. Tatsächlich aber auch eine Reihe von Konzernen, die sagen, ja, hier mit Hybrid ist wirklich nett, solange es von neun bis fünf stattfindet und bei uns im Büro ist. Kannst du hybrid sein, wie du willst. Ob am Gang oder dann doch im Büro.

Markus

Ich glaube, da gibt es mittlerweile echt sehr wenige. Also dass das, was für mich eigentlich die Essenz des letzten Jahres war, ist, dass da ganz stark natürlich auch von der Arbeitnehmerseite gewollt der Wunsch ist, mehr Flexibilität, dass das, was in Corona quasi sich etabliert hat, dass das jetzt zur neuen Normalität wird und dass das fast alle Großkonzerne auch mitmachen. Ich glaube tatsächlich sind sicher nicht alle damit happy, auch wirklich aus der Essenz oder der Erkenntnis heraus, dass Unternehmenskulturaufbau schwieriger ist, wenn weniger Leute da sind, dass Kreativität schwieriger ist, wenn Leute nicht da sind und dass auch Commitment natürlich schwieriger greifbar ist. Und ich habe durchaus auch in der Start-up-Szene mehr und mehr jetzt Frustration gehört, sowohl von Gründern als auch von Mitarbeitern, dass sie eigentlich die Office-Kultur ein bisschen vermissen und dass sie sich wünschen würden, dass das mehr wiederkommt. Gleichzeitig, glaube ich, gibt es dann sehr starke Stimmen, die das aktuell verhindern. Aber ja, ich habe das Gefühl, dass da auch gerade viel in Bewegung ist.

Daniel

Definitiv. Und ich meine, das Spannende ist, also für mich ist Hybrid die smarteste und beste Lösung, solange es irgendwie machbar ist. Es sind einfach Veränderungen, mit der man mit der Zeit gehen muss und auch Ergebnisse, wie soll ich sagen, familiäre Notwendigkeiten, ob es um das Thema Diversity geht und Inclusion und das hybride Arbeiten ist einfach der smarteste Weg zum Gehen. Und ich glaube, es ist auch einfach viel, viel, viel Effizienz, Stichwort AI und Co. zu nichts anderem führen wird als das. I'm curious, ich glaube, wie gesagt, auch ganz ähnlich wie du, wer alle wieder zurück ins Büro holt. Ich kann mich erinnern, Elon wollte das ja mehr oder minder haben. Der gute Elon Musk hat gesagt, fein, jetzt wollen wir wieder alle zurückholen. Und dass das auch eine Reihe von großen Tech-Firmen probiert haben, was auf mäßige Begeisterung getroffen wird. Das andere Thema, was wie du gerade sagst, zurück ins Büro, es hat auch seine Vorteile. Stichwort Kultur, Stichwort auch teilweise kollaboratives Arbeiten. I like. Also ich bin neugierig, wie sich das entwickelt. That being said, ist lustig, manchmal wenn du dein Sessel bewegst, sich dein Wohnzimmer im Hintergrund, dann erinnere mich daran, in der Vorkurve-Zeit haben wir unsere Podcasts dort aufgenommen. Lange her. Lang, lang, lang her. Mit allen gefühlten Vor- und Nachteilen. Vorteil ist, dass man sich Auge in Auge ansehen kann. Nachteil ist, man ist nicht sehr flexibel und man braucht eine gewisse An- und Abreisezeit und man muss Hosen anziehen. Und das macht es natürlich alles ein bisschen schwierig. Das ist natürlich optional mit den Hosen, aber es wäre mir dann doch eher unangenehm in der Straßenbahn am Weg zu dir. Dann ohne Hosen da zu stehen. Aber ich habe jetzt eher auch Hosen an. Ich habe mir immer Hosen an.

Markus

Deswegen hat er die Kamera abgestellt, nicht wahr?

Daniel

Wahnsinn. Habe ich schon wieder vergessen, dass sie aus ist. Stimmt. Nee, ist lustig. Also auch wenn ich so Calls habe und so, ich bemühe mich dann auch bewusst, mich dann auch umzuziehen und das so zu machen. Also ich bin nicht der Typ, der dann, wenn ich arbeite und irgendwie da in Pyjamas irgendwie weiterarbeitet. Ich finde das auch, ich mag das, ich finde das gut. Du?

Markus

Ich sitze schon oft, wenn ich im Homeoffice bin, in der Jogginghose da. Also oben schon ordentliches Outfit, also im Pyjama nicht, aber grundsätzlich gemütliche Hosen trage ich schon gerne.

Daniel

Geil. Da muss ich irgendwann mal challengen. Aber ja, Bild, Bild, Bild, Bild. Was haben wir denn noch so im Sortiment, worüber wir noch reden wollen in diesem Jahresrückblick?

Markus

Ja, ich meine grundsätzlich, wenn wir beim Hybrid Work sind, dann kann man auch erwähnen, Apple hat ja die Vision Pro vorgestellt, also die gehen jetzt stark ins Thema Virtual Reality. Das ist natürlich etwas, was hybrides Arbeiten vielleicht eines Tages auch realer gestalten kann und vielleicht auch hier wieder kulturell ein anderes Level erreichen lässt. Grundsätzlich ist natürlich das Ganze, was wenn man sich diesen Blog New Work anschaut, das, was uns sicher die nächsten Jahre beschäftigen wird, ist einfach ein struktureller Fachkräftemangel, dass Leute die Bevölkerung überaltert und dadurch weniger Leute am Arbeitsmarkt vorhanden sein werden. Und da ist, glaube ich, auch genau der Punkt, wo AEI reinkommen wird und reinkommen wird müssen. Das wird spannend. Aber sonst, ja, ich glaube, sonst gibt es noch was, gab es jedenfalls was zu feiern, nämlich dass das Startup-Paket am Ende tatsächlich gekommen ist. Das war schon ein Happy End, irgendwie für ein ziemlich hartes Jahr insgesamt für die Szene. Das heißt, es ist jetzt einfacher möglich, Mitarbeiter am Unternehmen zu beteiligen. Es ist weniger bürokratisch, ein Startup in Österreich aufzubauen. Ja, mehr davon, von politischer Ebene. Ich erwarte mir jetzt vom nächsten Wahljahr nicht die großen Durchbrüche, aber ich hoffe, dass da auch in einem Regierungsprogramm, wie auch immer es ausschaut, gewisse nächste Schritte zu sehen werden. Vielleicht Investmentanreize. Das wäre sehr wünschenswert im aktuellen Umfeld.

Daniel

Boah, Investmentanreize wären natürlich Weltklasse. Just saying. Das wäre. Das wäre schön. Auch da, es geht nur darum, wieder Geld zurückzubringen, Menschen das Risiko ein bisschen zu erleichtern. Man stelle sich vor, man könnte Hochrisiko-Investments machen und einen Teil von denen von der Steuer abschreiben, was da wohl passieren könnte. Wie gut, dass das noch nie jemand gemacht hat und es da keinerlei Präzedenzfälle gab, wie unfassbar gut das funktioniert hat. Aber ja, ein Schelm, der da Böses behauptet. Es wäre natürlich schön. Jetzt haben wir unseren Rückblick gemacht. Wir haben so ein bisschen so auch angeschnitten, was da so alles passiert ist. Jetzt wollen wir nochmal so ein, zwei Predictions in die Zukunft machen. Bevor wir uns dann von dannen machen. So ist es. Ja, was wollen wir dann machen?

Markus

Magst du starten oder soll ich?

Daniel

Ja, ich meine, für mich ist eine Prediction nach wie vor, ich meine, wir haben es eh schon angedeutet, für mich ist das Thema Krypto, da wird ganz viel passieren. Das Harving ist etwas, worauf alle warten. Ich glaube aber in dem Moment, wo der erste ETF durch ist in den USA, von dem munkeln so viele, dass es bald passieren sollte, dass da einfach eine große Masse in das Thema Krypto reingehen wird. Und ich habe das Gefühl, dieser Markt ist auch schon sehr, sehr, sehr bereit, für die nächste Welle. Ich glaube, dass wahrscheinlich diese ganzen verrückten Zukunftsbilder von ein Bitcoin ist eine Milliarde, Billiarde, Trillionen, Billionen wert. Weiß ich nicht so ganz. Aber es ist ein Zahlenspiel. Und wenn man sagt, es sind nur so und so viel Prozent in dem Markt dabei, wir sehen, dass so ziemlich jeder große Te-CEO, wie gesagt, das sind keins dabei, sind Investment-Empfehlung. Jeder große Te-CEO glaubt an diese Technologie, dann kommt da ordentlich was. Noch dazu on top mit AI-Revolution, bla bla bla. Krypto. Was denkst du?

Markus

Okay, was ist meine Prediction? Einerseits anschließend an das, was ich jetzt vorher zum Thema Hybrid Work gesagt habe. Ich glaube, dass es einige Startups geben wird, die da jetzt einen Säg machen und sagen, bewusst Back to the Office und Vollgaskultur vor Ort. Einfach weil Startups immer sich abgrenzen wollen von dem, was große Unternehmen machen, um so halt auch wieder andere Leute anzulocken. Und ich glaube, besonders in einer jüngeren Gruppe und Startups haben oft auch jüngere Mitarbeitende, dass dort es auch gut ankommt, wenn man eine coole Office-Kultur hat. Also ich glaube, es wird ein paar Startups jetzt zunehmend geben, die hier, sag ich mal, die Extreme ausloten. Entweder fully remote, das gibt es jetzt schon einige, aber ich glaube, es wird auch die Fully-In-The-Office-Startups geben. Das ist vielleicht eine Prediction. Eine andere Prediction, die ich eh schon ein paar Mal gemacht habe, ist, ich glaube, Private Equity Hedgefunds werden AI als Key Differentiator erkennen und das auch als Geschäftsmodell so sehen, dass sie Companies kaufen, da AI ordentlich etablieren und dann mit einem gewissen Multiple, weil sie effizienter sind, wieder verkaufen. Ja, und ich glaube, ich fürchte, dass 2024, es wird schon nicht ganz so schwierig sein vom Zinsumfeld. Das wird schon ein bisschen was sich in die richtige Richtung entwickeln, glaube ich. Aber ich glaube jetzt nicht, dass 2024 das große Comeback wird das leichten Geld. Ich glaube, es wird immer noch sehr restriktiv sein. Es wird die Inflation eher sticky bleiben, glaube ich. Und das ist, also ich sehe jetzt noch nicht den großen Lichtblick. Gleichzeitig glaube ich aber auch, die Startups, die das aktuell erfolgreich überleben, die werden in einer unglaublich starken Position sein danach, weil sie eben jetzt auch getragen durch die aktuellen technologischen Revolutionen und eben ein gestärktes Core-Geschäftsmodell, das oftmals jetzt profitabel sein wird, in einer sensationellen Verhandlungsposition sind, auch für zukünftige Wachstumsrunden für den Wettbewerb, in dem sie stehen. Das heißt, ich bin auf der Ebene eigentlich relativ optimistisch.

Daniel

Und ich habe es eh schon, also finde ich super, bin ich voll bei dir. Und ich glaube auch, ich habe es vorhin schon mal kurz durchklingen lassen, ich glaube, es wird das Ja der neuen Creators sein, die durch AI und Co. tatsächlich ganz andere Skills benötigen und es schaffen, Ideen, Fantasien, Konstrukte nach oben zu schießen, die wir uns gar nicht vorstellen können. Ich bin neugierig, wie das aussieht, ich bin neugierig, was das bedeutet. I have no idea. Aber das war bis jetzt immer so. Das ist bis jetzt in jedem Markt so passiert. Also wird es auch dort passieren, was der Kanal sein wird, der Output-Kanal to be defined, wird wahrscheinlich dann auch wiederum, was dort der spannendste Kanal wird, vielleicht auch wiederum ein bisschen was im Medienkonsum verändern, auf die Art und Weise, wie das gezeichnet wird. Mir geht es halt einfach darum, man stellt sich vor, man ist wahnsinnig kreativ, kann aber wahnsinnig schlecht zeichnen. Oder man ist wahnsinnig kreativ, was Fotografie bedeuten würde, musste aber nicht mehr hinreißen und hat einfach Ideen vor Augen, die man plötzlich ganz schnell umsetzen kann. Das finde ich halt schon extrem interessant und whatever that means, was auch immer das bedeutet in der Konsequenz, ob das Geschichten erzählen bedeutet, you name it, da wird ganz viel passieren. Ob das Verlage bedeutet, das Verlage ist nicht mehr so interessant ist, ich habe keine Ahnung. Aber dass da was kommt, auf jeden Fall.

Markus

Spannend.

Daniel

Und sonst? Ja. Ich glaube, habe ich.

Markus

Ja, ich glaube, dass das, was ich auch glaube, jetzt schon durch den gesamten Overload an AI-Content, den du gerade auch angesprochen hast, das ist jetzt nicht direkt, aber es wird schon ein Umfeld jetzt kreiert, in dem einfach einen Content-Overload gibt, wo es nichts mehr kostet konnte oder viel weniger kostet, Content zu produzieren. Ich glaube, dass dadurch Kuratierung, vertrauenswürdige Medien, dass die schon auch eine zentrale Rolle bekommen und dass zum Beispiel Google-Resultate nochmal halb so viel wert sein werden, weil da halt auch so viel Bullshit dabei sein wird. Und ich glaube, das ist eine Kernherausforderung, was sehr spannend sein wird, wie wir auch als Menschheit damit umgehen werden.

Daniel

Definitiv. Also definitiv und nicht vergessen, nur weil jeder kreativ sein kann, heißt nicht, dass jeder kreativ sein muss und das gut macht. Und wenn man sich an die ersten Websites erinnert, die rausgekommen sind, die waren auch alle totaler Crap. Und ja, dann gibt es die Leute, die plötzlich diesen Stil entwickeln werden, der passt und die Art und Weise, wie man das rausbringt und wie man das verteilt. Und blah blah blah blah blah. I like, I like, ich bin gespannt. Wollen wir noch was hinzufügen oder sind wir glücklich? Ich glaube, wir sind glücklich. Wir sind glücklich. Wenn du glücklich bist, bin ich auch glücklich und wenn du dort draußen auch glücklich bist, dann macht uns das glücklich. In dem Sinne, eine Sache wissen wir, 2024 geht es mit uns zwei Hübchen definitiv wieder weiter. Wir haben eine ganze Menge zu reden, eine ganze Menge zu besprechen und eine ganze Menge zu observieren. Und wünschen euch einen ganz wunderbaren Start ins neue Jahr. Es gibt ja noch einen Deep Dive, den ihr hören werdet, aber mal von uns beiden. Und passt gut auf euch auf. Macht keinen Schweinkram mit dem Feuerwerk. Und ja, denkt daran, die ganzen Vorsätze sind alle ganz lieb und nett, aber die Umsetzung, das ist ja der ganz große Trick. Das heißt, lieber ein paar weniger Vorsätze und dafür ein paar mehr Actions. Und am Ende des Tages, wenn man alles subsumieren kann, ist jetzt mehr denn je die Zeit für Action. Es gibt eine neue Firma, die man gründen kann, leichter denn je. Es gibt Kanäle, über die man kommunizieren kann, leichter denn je. Man kann Content produzieren, leichter denn je. Das heißt, wenn man sagen möchte, die Opportunities sind größer denn je und die Ausreden sind kleiner denn je, Dinge zu starten. Und nicht vergessen, die erste Version ist immer mieser als die fünfte und als die zehnte. Der erste Pitch ist immer schrecklicher, der erste Podcast ist immer mies, die erste Video-Episode ist immer mies. Wenn man es zu sehr überdenkt, man wird nie Perfektion am ersten Tag schaffen. Und deswegen ist zumindest mein Rat, nicht niemand Markus, du siehst es genauso, im Zweifelsfall einfach mal machen, Arschbacken zusammenkneifen und darauf vertrauen, dass die fünfte Folge, der zehnte Pitch oder auch das 20. Video definitiv besser ist als das erste. Wir sind der lebende Beweis. Und in dem Sinne. Hoffentlich. Na definitiv, also ich hoffe doch. Einfach machen.

Markus

Gute Schlussworte für 2023.

Daniel

Finde ich auch. Take care, stay safe and we see unsure impression wilde Dinge gemeinsam. Dankeschön und Bye bye.