Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#375 - Michael Kowatschew über Freiheit, Wärmepumpen & soziales Kapital
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Im Deep Dive hat Markus Raunig diese Woche Michael Kowatschew zu Gast. Michael ist Co-Founder von Heizma - einem Wärmepumpen-Startup, das in den ersten 6 Monaten schon siebenstellige Umsätze gemacht hat. Im Podcast sprechen sie über Michaels Weg vom jugendlichen Karate-Meister über Richard Bransons Insel und Corona Tracing in Georgien bis hin zu Sigma Squared und der Energiewende.
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Redaktion & Produktion: Jakob Seybold
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, willkommen bei Future Weekly The Startup Podcast. Heute mit mir Markus, und weil Deep Dive Tag ist, mit einem großartigen Gast und das ist diese Woche der Mischa. Hallo Mischa.
SPEAKER_00Servus Markus, hey, schön dich zu sehen.
MarkusWir freuen uns sehr, dass du hier bei uns bist und wir starten ganz traditionell mit einem Blick auf LinkedIn und da steht Michael Kovachev, Making Heating Climate Neutral. Also, jetzt geben wir uns mal den Elevator Pitch. Wie machst du Heizung klimaneutral?
SPEAKER_00Wie mache ich Heizung klimaneutral? Ganz einfach, es gibt das Produkt, das heißt Wärmepumpe. Wärmepumpe ist ein Weg, wie du. Mit der Wärmepumpe kannst du heizen ohne Gas und Öl, das heißt rein mit Strom. Wir verbauen Wärmepumpen in ganz Österreich, mittlerweile in allen Bundesländern, und machen so den Wechsel zu klimaneutralem Heizen möglich. Das sind derzeit 10% der CO2-Missionen in Europa, die aus dem Heizen in privaten Haushalten passieren. Dieses Problem lösen wir, indem wir einfach eine verdammt gute Distribution und ein Komplettpaket für die Installation der Wärmepumpe anbieten.
MarkusHeizen wir. Sehr cool. Heizen wir. Jetzt würde mich interessieren. Wärmepumpe, das ist ja startet man wahrscheinlich nicht als Kleinkind mit den Träumen über eine Wärmepumpe. Wenn du jetzt zurückdenkst an deine Kindheit, an den 6-7-jährigen Mischer. War damals das Thema Unternehmertum schon irgendwie im Zentrum? War damals das Thema Klima schon irgendwie relevant für dich? Wie hat das alles begonnen?
SPEAKER_00Mir hat das Ganze tatsächlich mit Heizungen angefangen. Mit 6-7. Nein. Ganz anders natürlich ist eigentlich damals nicht so eine große Vorliebe zu Heizen. Tatsächlich auch nicht zu Installationsprozessen. Wo kommt das Ganze da mal her? Ich bin ja eigentlich jetzt lange, lange Karatekämpfer gewesen. Das ist bei mir sehr Family-Döten. Also mein Dad war, mein Vater war Flüchtling, der ist 1981 aus Bulgarien zur Zeit des Kommunismus geflüchtet. Es war ein sehr, sehr schwieriger Weg raus zu der Zeit, damals auch sehr schwere familiäre Verhältnisse und ist dann eigentlich vergleichsweise spät mit kurz vor 40, 35, 36 Arzt geworden. Meine Mutter ist danach auch nach Wien, hat hier studiert, sie haben mich in Wien kennengelernt, beide aus Bulgarien, beide nach Wien gezogen. Und ich bin dann etwas später geboren worden und war so in der ersten Generation, die eigentlich nicht wirklich große Probleme gehabt hat. Würde ich sagen, in unserer, also vor allem auf väterlicher Seite, war das davor nicht so einfach und irgendwie hat auch jede zweite Generation mal flüchten müssen. Und das heißt, für mich war das eigentlich immer auch ein bisschen ein Schulthema. Ich habe halt gedacht, hey, es ist eigentlich nicht wirklich fair, dass ich ja so ein gutes Leben in Österreich habe und keine großen Probleme, wenn die Generationen davor so viele Probleme gehabt haben. Das heißt, ich muss mich jetzt eigentlich beweisen. Das war meine erste Motivation, würde ich sagen. Es hat sich jetzt sehr geändert. Am Anfang war es eben schuld. Das hat geheißen, ich habe Karate eben damals sehr früh angefangen mit fünf und habe dann mit 13 gesagt, ich will jetzt auf Meisterschaften gehen und zeigen, dass ich was kann. Und habe dann über die nächsten ein, zwei Jahre eigentlich sehr viel, ich habe zu dem ersten Kampf mal gewonnen und habe dann aber eigentlich sehr, sehr viel verloren, sehr viele Niederlagen eingesteckt und von wirklich vielen Leuten auch gezeigt, dass ich verlieren kann. Und bin dann eben irgendwann in meinem Verein respektiert worden. Dann war ich auf den Wiener Meisterschaften, habe dort verloren, habe dann ein Jahr später gewonnen. Dann war ich auf den österreichischen Meisterschaften, habe da wieder zwei Jahre verloren, bin dann irgendwann Österreichmeister geworden und dann so insgesamt dreimal individual Österreich-Meister, zweimal bin ich auch mit dem Team österreichischer Meister geworden und war dann viel auf Reisen. Und habe dann aber eigentlich immer diesen Wunsch für Freiheit gehabt. Aber Unternehmertum war für mich überhaupt kein Begriff. Also ich habe nichts von Unternehmertum gewusst. Ich habe mit 16 zum ersten Mal einmal ein Unternehmer auf unserer Schule. Ich war auf der Polgastraße am 22. irgendwo. Sehr autoritär damals auch, würde ich sagen. Das war für mich sehr schwer. Ich war Schulsprecher, habe da immer Probleme gehabt und natürlich nie gute Betragungsnoten. Und dann haben wir zum ersten Mal einen Unternehmer dort gehabt in der Schule und der hat erzählt, wie das so ist. Der hat mit 40, glaube ich, sind Unternehmen gestartet und ich habe den angeschaut für zwei Stunden bei diesem Vortrag mit offenem Mund und habe mir gedacht, wow, so kann ich auch mal werden. Wie krass. Das heißt, ich muss eigentlich nur 10, 20 Jahre nach der Schule wirklich hart arbeiten und dann kann ich Unternehmer werden. Das klingt nach dem Traum. Davor habe ich immer gedacht, ich werde entweder, mein Traum war tatsächlich, Manager von Wrestlern zu werden. Weil ich habe Footballmanager gespielt, das fand ich cool am Computer. Und ich habe Wrestling, WWE, damals sehr gefeiert. Dann habe ich gesagt, okay, Footballmanager ist sehr krass, Wrestling Manager kann ich werden. Dann habe ich den Typen gesehen und habe gesagt, hey, so will ich sein, das ist Freiheit. Das ist eigentlich Flüchten aus dem System, Unternehmertum. Und dann habe ich mit 18, weil ich viel darüber gesprochen habe, hat meiner Oma zum ersten Mal von Richard Branson erzählt und gesagt, Misha, du musst dir mal sein Buch durchlesen. Der war jetzt gerade in Bulgarien für einen Vortrag. Dann habe ich das Buch von Richard Branson gelesen, geht nicht gibt's nicht, auf Deutsch damals, und habe zumal das erste Mal gesehen, hey, warte, dieser Typ hat mit 16 angefangen. Der hat 400 Unternehmen, die er gegründet hat. Der Typ lebt freiheit, schafft massive Veränderungen, enorm viele Arbeitsplätze und he really cares. Also er ist wirklich interessiert und hat einen Purpose daran, was er auch damit macht. Und dann habe ich gesagt, hey, that's what I want to be. Also, that will be of machen. And habe nach der Logik eigentlich dann einfach gesagt, passt. Im Karate hat es drei Jahre gedauert, drei Jahre Meisterschaften. Ich habe davor acht Jahre trainiert, aber drei Jahre Meisterschaften, bis ich Österreich-Meister habe. Im Unternehmertum, also im echten Leben, ist es in Ordnung, da kann es auch drei, vier, fünf, sechs, sieben Jahre dauern. Aber ich weiß, wenn ich oft genug einsteckt und kassiere, werde ich irgendwann wieder aufstehen und aufstehen, bis es halt mal klappt. Und jetzt noch eine Geschichte, dann war ich damals auch zum ersten Mal beworben bei AVS First. Hab dann einfach gesucht nach Co-Foundern, weil ich habe eine Idee gehabt, das war meine erste Idee während des Lesens des Buchs und habe gleich geschaut, okay, cool, was brauche ich für ein Unternehmen? Ich brauche natürlich Geld. Wie kriege ich in Österreich Geld? Investoren, keine Ahnung. Accelerator habe ich gefunden, zum ersten Mal das Wort kennengelernt. Und habe mich dann bei AVS First beworben. Problem, du brauchst zwei Leute, mit denen du mich bewirbst. Zwei Co-Founder. Habe ich auch zum ersten Mal gehört, das Wort Co-Founder mit 18 und habe dann gesagt, okay, keine Ahnung wen. Ich habe meinen guten Freund Fadin, den mag ich sehr, der will eigentlich nicht wirklich gründen. Und ich würde den sehr gerne verkuppeln mit meiner guten Freundin Allaha damals. Und habe dann die beiden gesagt, hey Leute, werdet mal bitte meine Co-Founder für dieses Projekt. Mittlerweile sind die beiden übrigens verlobt, heiraten jetzt falls. Ja, und die hatten sich davor noch auf meinem Geburtstag mal kennengelernt. Und wir sind dann tatsächlich ins Finale gekommen mit dem Ganzen. Ins Finale, in diese finale Auswahl, da haben wir auch gepitcht. Und während des Pitchs hat eben eines der Jury-Mitglieder einfach angefangen, den Kopf zu schütten und gesagt, und da war ich natürlich Blackout das erste Mal gepitcht vor Jurymitgliedern und präsente Investoren oder potenziellen Investoren, whatever. Und bin dann komplett starr da geblieben. Und dann haben sie am Ende gesagt, du, Mischer, die Idee ist nicht gut, das Team passt nicht und generell sehen wir das jetzt einfach nicht. Aber die Motivation ist toll. Danke. And then habe ich ein Jahr Zeit gehabt, habe in dieser Zwischenzeit vor vielen Leuten präsentiert, aufgepitcht, habe ein neues Co-Founder-Team kennengelernt in Holland, die sind dann nach Wien gezogen sogar. Long Journey, und dann sind wir zurück, war nächstes Jahr wieder im Finale, selbe Idee, neues Team. Wieder Pitch, Pitch ist gut gelaufen und dann sagt am Ende eins der Jury-Mitglieder, Mischer, die Idee finden wir eigentlich immer noch kacke. Aber wir haben bis jetzt eigentlich noch niemanden gesehen, dass zweimal mit derselben schlechten Idee zurückgekommen ist, nachdem wir gesagt haben, dass die Idee schlecht ist. Und irgendwie respektieren wir die Persistence. Habe ich natürlich zu der Zeit gewusst, das ist aber eine top-Idee, war sie dann im Endeffekt nicht. Also ich habe so dann zwei, drei Jahre gelernt, wie man Produkte und Unternehmen eigentlich überhaupt nicht baut. Wir haben dann ewig lang Produkt gebaut, bevor wir natürlich distributen, haben dann, ich glaube, 2000, 3.000 Euro von AWS Geld halt in Marketing reingesteckt. Das AVS First war auch unglaublich impactvoll für mich. Genau, 2-0, 3.000 Euro im Marketing. Und was wir damals gemacht haben, Friendzone, ist, Studierende basierend auf Interessen zusammenzubringen für ein Bier, für ein Treffen am Abend, fürs Laufen. Und wir haben dann eben 2.000 Euro in Marketing reingesteckt. Erstes Event von Friendzone und wir hatten, ich glaube, so vier, fünf Leute, die dabei waren und drei davon waren die Mitgründer. Also unglaublich schlecht gelaufen. Und da haben halt sehr viel gelernt darüber, wie man es nicht tut. Und im Prozess des Weiteren, dann ist eben Novid entstanden, da haben wir damals die erste Contact Tracing App entwickelt und jetzt fahren wir Wärmepunkten.
MarkusImpressive.
SPEAKER_00Ich mag jetzt nicht zu lange auf die Journeys, sondern auf die Schritte dazwischen mit Novid und mit Sigmar.
MarkusDa gehen wir schon noch drauf ein. Das werden wir dir nicht ersparen. Jetzt würde mich aber interessieren, für mich ein ganz klar roter Faden aus diesen ersten Jahren ist schon das Wort Persistence. Also jetzt von Karate über Unternehmertum ist es dieses zuerst einmal Misserfolg erleben, aber trotzdem weitermachen. Wenn du jetzt da zurückgehst, vielleicht zur Karate, weil das vielleicht auch die erste Erfahrung, die du da hattest. Wie hat sich das Verlieren angefühlt und was hat dich dazu gebracht, trotzdem weiterzumachen? Weil ich glaube, das ist ja oft ein Punkt, auch wo Leute irgendwann die Lust verlieren, wenn sie mal zwei, dreimal verlieren und nicht die Ziele erreichen, die sie sich vielleicht gesetzt haben in dem Zeitraum, den sie erwartet hätten, dann ist es, ist es ja oft irgendwie ein Ausstiegspunkt. Warum hast du weitergemacht?
SPEAKER_00Eine gute Frage, das habe ich sehr lange nicht beantworten können. Dann habe ich gelernt, auch mit einem meiner, also mit meinem wichtigsten Mentor, das ist der Sebastian Körper, dem ich wahnsinnig viel zu verdanken habe in meinem bisherigen, also in den letzten sechs Jahren vor allem, aber auch in dem, wo ich jetzt stage. Also sehr viel davon kam irgendwie aus Schuld aus. Ich muss mich auch beweisen, ich will unbedingt zeigen, dass ich Dinge kann. Zu der Zeit. Vor allem auch, warum bin ich hier? Also dieses Family-Thema auch, ich glaube, dass ich einfach, ich fand die Geschichte immer sehr inspiriert, in ein neues Land zu gehen und hier ein eigenes Leben sich aufzubauen, ohne Möglichkeiten zu haben, ohne irgendjemanden zu kennen. Damals war es auch so, dass vor allem schwerkriminelle Bulgaren ins Ausland geschickt wurden, um Gefängniskosten zu sparen. Das heißt, du hast einfach keine Möglichkeiten gehabt. Und von da in diese Richtung zu kommen, auch irgendwie Arzt, die ganzen Niederlagen, der ganze Stressweg da war, bei meiner Mama eigentlich auch ähnlich. Das war nicht einfach. Und für mich waren diese Geschichten man Wahnsinn, das ist inspirierend und auch immer noch höchst emotional. Und das heißt, es war für mich eigentlich klar, wenn das geklappt hat, dann kann es nicht sein, dass ich das hier nicht bis geworden schaffe. Ich glaube, nicht, dass es für mich immer klar war, ich war ein österreichischer Meister, sondern es war so ein Okay, doesn't matter, I'll keep going. Und da haben auch meine Eltern immer gesagt, für mich schon, verlieren ist etwas, ich freue mich, dass du verloren hast. Ist jetzt bei meinem Crusur so, der ist jetzt 15, der hat vor zwei Jahren angefangen auf Meisterschaften zu gehen, der hat seinen ersten Kampf gewonnen, der hat jetzt 20 Meisterschaften, das Gefühl ist, ich glaube 20, vielleicht sind es 15, aber mindestens 15 Meisterschaften in Folge, jeden Kampf verloren. Und der ist wieder aufgestanden. Wir haben gesagt, am Anfang, vor zwei Jahren, mein Bruder und ich haben gesagt, Mario, wenn du jetzt anfängst, wirst du in 3 österreichischer Meister. Und er hat gesagt, Mischa, das kann nicht sein. Und Daniel. Da habe ich gesagt, doch, Mario, du wirst österreichischer Meister. Und seitdem geht der eine Meisterschaft nach der anderen OSK, er kann das werden. Und ich glaube, dieser Glaube, du kannst es schaffen, du kommst dahin, macht dich eigentlich ziemlich unstoppable. Und vor allem nach Leuten, an dich glauben und du diese Geschichten vor dir hast. Und das war es bei mir sehr. Und dann habe ich halt irgendwann gesehen, hey, jetzt kann ich Wiedermeister werden. Im Nationalteam habe ich jetzt verloren, okay, war blöd bei der österreichischen Meisterschaft. Bei der zweiten habe ich relativ gut gekämpft. Ich war gar nicht mehr so schlecht. Das heißt, vielleicht kann ich in zwei Jahren Österreichmeister werden. Und dann war ich nächstes Jahr schon Österreichmeister. Und das setze ich so eigentlich extrem auf die Wege danach. Ich sehe das immer als Analogie, wenn ich irgendetwas tue bin, ich sage, okay, das war klar, ein Karate oder so, das wird hier ähnlich sein. Und das war es bisher eigentlich.
MarkusWas ist da für Unterschiede zwischen Sport und Unternehmert, wenn du jetzt das vergleichst? Weil es gibt ja viele Parallelen und auch bemerkenswert viele ehemalige Spitzensportler gehen dann ins Unternehmertum. Also ich glaube, die Parallelen sind greifbar, aber wo siehst du vielleicht den Punkt, wo das anders ist?
SPEAKER_00Mein Karate-Spezial ist natürlich kein Teamsport. Also du musst da eigentlich sehr darauf schauen, dass du die anderen sehr gut verstehst. Du musst im Fußball zum Beispiel auch deine anderen Leute sehr gut verstehen in deinem Team, aber um mit ihnen zusammenzuarbeiten. Im Karate musst du deine Gegner wirklich gut verstehen, um ihn ein bisschen auszuspielen. Du spielst mit verschiedenen Tactiken, um da ans Ziel zu kommen. Und das ist halt mit Gegnern, bist du da sehr, ich glaube, die Psyche ist sehr wichtig, das merkt man am Anfang nicht. Am Anfang glaubt man immer, es geht um Speed, es geht um hartes Training. Und dann mit der Zeit merkst du, ich war am Ende meiner Zeit, war ich nicht mehr der Schnellste. Ich habe aufgehört zu training, ich habe trotzdem, österreichische Meisterwelt im letzten Mal auch, habe ich werden können. Ich bin auch jetzt, wenn ich zurückgehe und ich kämpfe gegen Leute, die um einiges schneller sind als ich, aber weniger experienced, weiß ich, ich bekomme sie trotzdem. Ich gehe mittlerweile nur für eine Minute, weil danach ist meine Kondition im Vergleich zu denen halt weg. Aber es ist wahnsinnig viel Spiel, Provokation, du stößt die andere Person ein bisschen, du stellst dich irgendwie so auf eine komische Art und Weise hin, du schaust auf den Boden, du ziehst jemanden am Bein und eigentlich willst du nur schauen, wie reagiert dein Gegenüber darauf und dann zum richtigen Zeitpunkt angreifen. Das heißt, ich glaube, in einer Verhandlung ist es eigentlich auch oft auf eine Form ähnlich, aber der Unterschied ist halt im Unternehmertum oder was jetzt ist, ist eigentlich viel mehr. Ich muss überlegen, wie kriege ich unser Team in eine Richtung? Wie sind wir alle motiviert, wie fühlen sich Leute gut behandelt, wie haben sie wirklich Spaß daran, an dieser Mission zu arbeiten. Das Thema, dieses Gemeinsame, gibt es im Kampfsport, ich würde sagen, ein Stück weniger, auch wenn du das mit deinem Team, mit deiner Gruppe trotzdem hast. Das ist ein Unterschied.
MarkusJa. Das hast du auch mehrere Leute angesprochen, die dich inspiriert haben. Also ich habe auch das Gefühl, dass das für dich schon ein wichtiger Aspekt auch auf dem Weg war. Einer davon, der Richard Branson. Wie hast du diese Inspiration auch manifestiert? Was hast du gemacht, um auch in die Fußstapfen vielleicht von Richard Branson steigen zu können?
SPEAKER_00Ich finde Richard Branson, der hat mich aus einigen Gründen sehr begeistert. Eins ist klar, das unternehmerische, hey, Wahnsinn, so viele Unternehmen gebaut, so viele Menschen bewegt, so viel getan. Er kann einfach sehr viel bewegen mit der Art, wie er drauf ist. Und gleichzeitig diese Freiheit, das zieht mich schon immer sehr. Ich war immer jemand, der Freiheit sehr geschätzt hat. Ich habe mit Autorität in der Schule schreibe gekonnt. Vor allem, wenn es Autorität ist, die aus meiner Perception halt nicht unbedingt in die richtige Richtung führen will. Das heißt, Freedom weiters habe ich bei ihm gesehen, das hat mich sehr begeistert. Etwas, warum ich ihn als Unternehmer besonders speziell finde, ist dieser Familienfokus. Also ich finde, es gibt dann immer Leute, und das höre ich jetzt auch immer wieder, irgendwie einen Unicorn-Gründer, der zu einem befreundeten Gründer von mir gesagt hat, hey, schau, ich habe, als ich diese Company gebaut habe, 16 bis 18 Stunden-Tage die ganze Zeit gemacht. Ich habe mich mit einer Frau geschieden. Mein Kind, das kennt mich eigentlich fast gar nicht. Erst nach dem Verkauf war ich zum ersten Mal mit ihm zusammen, da war es keine Ahnung wie alt. Und das ist der einzige Weg, so kannst du erfolgreich sein. Und dann denke ich mir halt so, hey, das ist ja so ein Bullshit. Ich meine, zum Glück kenne ich mittlerweile auch viele Leute, die gezeigt haben, hey, es geht anders, das hat er auch gezeigt. Das ist ja für mich immer so ein, du liest die Bücher, du siehst das und sagst so, hey, hier gibt es ein Beispiel. Es ist nicht nur diese Maßquote zum Beispiel, um sehr erfolgreich zu sein. Es ist nicht nur diese extrem, du musst sehr hart arbeiten, sonst klappt es nicht. Also ich arbeite jetzt auch wie ein Verrückter, regelmäßig. Gleichzeitig schaue ich aber schon, dass ich mir dann auch bewusst die Zeit nehme für die Familie, dass ich diese Freiheit mit drinnen habe und eigentlich wirklich mit der richtigen Energie auch ins Office komme. Und ich glaube, das freut die Leute auch, die mit uns gerade zusammenarbeiten, sehr. Und weiß auch, ich muss nicht arbeiten, um zu arbeiten, sondern ich mache das, weil es mir einen Spaß macht, weil ich wirklich was bewegen kann. Und das sind Dinge, die habe ich sehr aus dem gesehen und dann einfach immer für mich auch als Stil genommen und gesagt, es geht beides. Da habe ich ihn auch, ich meine, dazu kommen wir eh gleich.
MarkusSchieß los, weil du hast ihn ja dann auch kennengelernt.
SPEAKER_00Genau, ich habe ihn dann auch kennengelernt. Ich komme gleich dazu wie. Ich habe ihn dann aber auch eine Frage gestellt. Ich habe gefragt, du, also Richard, I have a gefühl, it's it's not in Deutsch, I have a geo, that you runs um human limitations, also menschlich limitations. Du kannst nicht alles erreichen. And then siehst du diesen Typen, der hat sieben Weltrekorde, der hat 400 Unternehmen, der hat eine Familie, die ihn liebt, der verbringt wirklich viel Zeit damit. Ich habe das gesehen, der macht zwei, drei Stunden Sport am Tag. Natürlich geht das nicht immer. Aber das macht er jetzt gerade und das siehst du auf diese Art eigentlich nirgends vor. Ich habe mich gefragt, Richard, was ist dieser Weg rund um Human Limitations? Das fühlt sich nach einem kompletten Regelbruch an. Da hat er gesagt, du, it's all about the people you surround yourself with. Und ich glaube im Endeffekt, das, was er wirklich verdammt gut kann, ist dieses Hu, dieses Rausfinden, welche Leute will ich um mich herum haben, die mich weiterbringen, mit denen es Spaß macht auf dieser Reise und wo er auch selbst sein kann. Und das finde ich eigentlich schön. Das hat mich auch Matthias Strolls. Ich habe mit 18 eigentlich immer gesagt, es gibt zwei Leute, die ich mal treffen will. Das waren nicht der Matthias Strollz und der Richard Branson, lustigerweise. Der Matthias auch, weil er einfach für mich Authentizät liebt. Also es ist in der Politik, das ist ein Feld, wo es wahnsinnig schwer ist, so authentisch zu sein. Und das hat mich enorm begeistert, dass du so authentisch sein kannst und gleichzeitig enorm viel erreichst. Politisch, unternehmerisch und auch sonst wo. Und das hat mich sehr begeistert. Und ich habe ihn jetzt eben vor zwei Jahren hatte ich ihn zum ersten Mal getroffen, weil sie eben mittlerweile dreimal auf der Insel. Das war eine sehr wüte Experience. Der letztes Jahr auch mit dem Prinz von Iran, der Sohn des letzten Schars, also irgendwo auch ein Gesicht für Demokratie im Iran jetzt, weil ich mir gesibelt. Genau.
MarkusSo, jetzt aber, also wie hast du es geschafft, an Richard Branson ranzukommen? Weil das ist ja schon etwas, glaube ich. Der spielt einfach in einer Liga, wo viele Leute nicht das Gefühl haben, dass sie irgendwie Kontakt aufnehmen können. Wie hast du das geschafft?
SPEAKER_00Du, das war echt, es ist echt lustig. Also es ist gut, dass es geklappt hat, sonst wäre das wirklich fast schon weird als Geschichte. Also ich habe eigentlich immer so auf der Bucketlist gehabt, ich will den irgendwann mal kennenlernen. Das war so eine Live-Changing Experience. Irgendwann würde ich den gerne sehen. Und dann war ich vor zwei Jahren, zwei, zweieinhalb Jahren im Mai 2022 mit einigen Gründerinnen und Gründern zusammen unterwegs und wir haben gesagt, hey, lass irgendetwas manifestieren. Lass uns etwas manifestieren, das in den nächsten zwei Jahren passieren wird. Dann habe ich gesagt, okay, ich manifestiere in den neuen zwei Jahren werde ich mit Richard Branson auf seiner Insel sprechen. So habe ich dann einfach gesagt, this must so passieren. And habe dann einfach angefangen, sehr schnell Shritter zu machen. I've gone, okay, no matter what, it will passify. Und das im Karate geklappt hat, das wird jetzt auch mit dem Hier so sein. Ich werde jetzt einfach 30, 40 Routen probieren und dann wird es clappen, weil das Ziel einfach sehr klar for me ist. Hätte ich es nebenbei gemacht und gesagt, irgendwann passiert es, das wird nicht passiert. So habe ich dann gesagt, okay, we'll go for it. Was habe ich dann getan? Ich habe angefangen mit Virgin Unites einer Stiftung zu sprechen. Um die Organisation, die ich damals geleitet habe, Sigma Squared, Nonprofit für junge Gründerinnen und Gründer. Da habe ich dann gesagt, hey, wir Sigma machen eine Partnerschaft mit Virgin United. Da hatte ich einige Calls mit dem Director of Partnerships von Virgin. Virgin Unite, das war Spitze. Ich habe die E-Mail von seiner Assistentin bekommen, ich habe mit ihr geschrieben, auch das hat nicht geklappt. Obwohl ich relativ in der Nähe war kurz zu der Zeit, ich war kurz in der Domrepfe und habe das von dort probiert. Das hat nicht funktioniert. Ich habe so getan, als ob ich eine Insel in der Caribbe kaufen will. Bei einem der Leuten, die dort mit Booten hinterhaben. Auch das hat dann nicht wirklich finger. Ich habe jetzt einen Tennistrainer geschrieben. Auch das hat nicht wirklich funktioniert. And einfach sehr viele verschiedene Routen. Und dann ganz lustigerweise, ich war for 2,5 yeah, even in der Domerap reisen and then auf Instagram that auf Maps that Necker Island nicht so weit entfernt is. Ich habe einfach auf Instagram geschaut, was für Leute dann Photoshop. And I have this account gefolgt, Farming Impact, mit 20, 30 Followers. And then seven, five Monate später, this manifestation-ding kommt auf. And then habe ich gesagt, warte kurz, ich schau mir dieses Farming Impact mal an. Und da hast du nichts gesehen, so Secret, Leadership, Whatever, Network, wo du nur durch Einladung reinkommst. Und dann habe ich dann geschrieben und habe gesagt, hey, ihr macht so etwas total ähnliches wie wir bei Sigmar. Vielleicht sollten wir mal sprechen über eine Partnerschaft. Und dann hat sich die Fiona McIntyre, die Gründerin davon, davon, die ist eine gute Freundin von Richard, hat dann geantwortet und gesagt, hey, das ist ja spannend, was ihr bei Sigmar macht, lass uns mal sprechen. Und dann ist so die Einladung gekommen. Und dann war ich im Juli tatsächlich vor zwei Jahren, also zwei Monaten später, auf der Insel. Das war eine komplett unglaubliche Experience.
MarkusAlso das heißt, du warst auf der Insel von Richard Branson und hast dort mit dem eine Woche verbracht, oder?
SPEAKER_00Ja, genau, das war dort einige Tage. Fast eine Woche war ich dann auf Necker, wo ich Richard Branson kennengelernt habe. Das war auch wieder lustig. Ich war nicht sicher, wie viel Zeit man mit ihm verbringen ist. Und tatsächlich die meiste Zeit auch mit uns gewesen. Es war Spitze, Tennisspielen, Fahrradfahren in der Fru, Essen. Und in der ersten Fruit bin ich aber um fünf in der Früh aufgetaucht bei ihm bei seinem Haus und hab dann einfach gesagt, hey, du, ich bin ein großer Fan. Klar, das war ein bisschen intrusive eigentlich. Andererseits, ich habe seine Storys auch gelesen, er hat ähnliches gemacht bei Paul McCalkner und sonst, was er angefangen hat. Ich habe mir gedacht, hey, she will appreciate the grind. Und so hat das dann begonnen zum ersten Mal.
MarkusStark. Dann lass uns mal einen Sprung jetzt machen, auch in deinen persönlichen Stationen. Du hast gemeint, okay, es gab dann Friendzone, wo du gelernt hast, die Basics, auch was, wie man ein Unternehmen vielleicht nicht aufbaut, beziehungsweise halt viele Fehler gemacht hast. Und dann kam Novid. Vielleicht, wie ist Novid entstanden? Was hat Novid gemacht?
SPEAKER_00Ja, es war eine sehr wilde Zeit. Es war wirklich schön auch. Ich war damals als Pandemie angefangen, im Auslandssemester noch in Barcelona, mit meiner jetzt Verlobten. Und hab dann irgendwie, ich bin am 4. Jänner nach Barcelona gekommen, 2020, und da ist zum ersten Mal Corona als Thema aufgekommen. Und es war dann lustig, jede Woche, wie du dort auf der Uni in der Sade warst, hast du eigentlich gemerkt, wie Covid plötzlich erst einmal irgendwie gedroppt wurde, dann gab es zweimal wurde über Covid gesprochen, die nächste Woche, dann irgendwie viermal, dann irgendwie, hey, da ist ein erster Kranker in Europa, spannend. Und dann ist es immer mehr ein Thema geworden. Und ich habe dann einfach, das Weiden, nachdem ich gesagt habe, ransom wird leider nichts, das ist echt schade. Ich habe dann angefangen, mir die Zahlen anzuschauen. Ich habe zu der Zeit darauf begonnen, ein Buch die Woche zu lesen, habe einfach gesagt, ich muss so viel lernen wie möglich. Und habe dann die Zahlen angefangen zu verstehen und zu sehen, hey, Exponential Growth heißt, Asien hat jetzt gerade große Probleme, viele Lockdowns, Österreich hat jetzt irgendwie ein paar Wochen, dann viele Lockdowns. Irgendwie sieht das kein Mensch, ich bin der Einzige, der hier ein bisschen Panik schiebt oder einfach sagt, hey, es wird wahrscheinlich in die Richtung gehen. Interessant, woran liegt das? Dann habe ich ein bisschen rumtelefoniert, habe dann gesehen, okay, wenn du die Zahlen anschaust, wir haben noch eine Woche Zeit, haben wir frühzeitig ein Ticket nach Wien gebucht, bin am 12. März nach Wien und habe dann gesagt, okay, es ist klar, es kommt ein Lockdown. Das merken wir jetzt gerade, vor allem in Barcelona war das Ganze nochmal früher als in Österreich. Und habe dann geschaut, in Asien, das ist die Pandemie am frühesten gekommen, welche Länder haben das gut gehandelt? China und Südkorea. China auf eine sehr autoritäre Art, das macht für uns wenig Sinn, Korea auf eine spannende Art eigentlich. Dann habe ich jemanden angerufen, aus dem Auslandssemester, und gesagt, du, Eddie, wie habt ihr das in Korea da eigentlich geklärt mit der Pandemie gehört? Dass das jetzt halbwegs funktioniert, besser als in allen anderen Ländern. Da hat er gesagt, Misha mit Transparenz und Apps. Da habe ich gesagt, cool, Transparenz kriege ich jetzt schwer nach Österreich, aber Apps kann man vielleicht nachbauen. Und da habe ich gesagt, gut, wir bauen jetzt einfach das südkoreanische Modell genauso nach. Das haben wir dann noch sehr stark abgeändert. Was ich dann gemacht habe, ist, sie haben einfach die smartesten Leute, die ich kannte, angerufen. Der beste Software Developer, Product Designer, Marketer, whatever. Ich habe gesagt, du, ganz wilde Idee. Ich glaube, wir könnten hier echt viele Menschenleben retten. Wir bauen eine App für die Pandemie. Mein Vorschlag, wir arbeiten jetzt die nächsten drei bis zehn Wochen komplett wie Verrückte. Es gibt kein Geld. Es gibt eine 95%ige Chance, dass das Ganze überhaupt nichts bringt und eigentlich für das Week für nichts war. Aber es gibt eine fünfprozentige Chance, vielleicht zehn, dass wir echt einige Menschenleben retten können. Bist du dabei? Und zu der Zeit haben wir wirklich ein Großteil der Leute gesagt, hey, cool, let's go. Und dann waren wir halt plötzlich zehn Leute am ersten Tag, die gesagt haben, wir bauen jetzt einfach eine, oder zehn Leute am zweiten Tag, die gesagt haben, wir bauen jetzt eine Contact Tracing App for the Pandemie. And then three days later or so the lockdown plötzlich. And suddenly hast du in Österreich lauter wahnsinnig smarte Leute, die alle bezahlt werden, kurzarbeit, but not the way. Das heißt, die ganzen sehr smart and purpose-driven Leute, die du sonst nicht rauskriegst aus dem Job, sagen dann, hey, cool, hier gibt es eine Lösung. Natürlich will ich da auch mit reinarbeiten. Und das heißt, dass plötzlich 80 wahnsinnig motivierte, inspirierte Leute, die let's build something, lass uns irgendwas hier machen, um diese Pandemie zu bekämpfen. And we have 35 days after the idea with the georgischen Region Europas erst automatisierte Contact Tracing App auf the Markt. Das war curril. We were not irgendwo, I think, in the top 3 damals in the francisch. Genau. Und das ist eben Novi 20 gewesen. Was danach immer noch weitergelaufen ist, das Team hat dann weiterhin, also ein Teil des Teams hat danach noch eine Schulstudie gemacht, also auch gezeigt, dass PCR-Tests mit Google gut funktionieren. Dann generell auf Testing im Covid-Bereich focussiert. Das war dann Novi 20 with Ovid Klein geschrieben. Das war auch noch ein sehr starker weiterer Schritt. This is then also a firma geworden. I have then, after this project with the Contact Tracing App gemacht and beended, the next shit. And so on the Contact Tracing app, that we then have open source. And I have then in the phase Matthias Strolls kernel. It was the first where I language been in contact to try. Mittlerweile sind wir auch aktiv in 30 Ländern. Und dann hat sich eigentlich das nächste Kapitel sehr fließend reingeschlossen.
MarkusJetzt noch eine kurze Frage zu Novid. Das war eine wilde Zeit, unglaublich viel, wie du sagst, viele Leute, die plötzlich viel Zeit hatten und etwas beitragen wollten. Also ich kann mir vorstellen, unglaubliches Momentum, was das damals gehabt hat, auch jetzt wie ich es von außen wahrgenommen habe. Gleichzeitig ist das natürlich auch in der internen Organisation natürlich eine wahnsinnige Herausforderung. Dann hast du plötzlich 100 Leute oder wie viele auch immer es waren, die alle Seniors sind, die alle wirklich viel können, aber natürlich auch jeder eigene Vorstellungen und wahrscheinlich Alignment zu bekommen, ist da super schwierig. Wie seid ihr da angegangen?
SPEAKER_00100 Prozent. Ich glaube auch, um ehrlich zu sein, das war dann einfach eine sehr große Challenge, weil du bist dann irgendwie zwei Wochen später mit 80 Personen. Ich war zu der Zeit auch weit entfernt, würde ich sagen, irgendwie vom Experience Level, um eine 80-Personen-Gruppe in der Art auch zu leiten. Und ich meine, irgendwann wird es auch politisch. Es ist am Anfang natürlich so, dass jeder Motivation hat, weil, und ich finde, deine Growth-Phase ist was ganz anderes, als wenn du halt mal stehst. Wenn du am Anfang anfängst zu wachsen, klar, deine Position wächst immer, du kriegst laufend mehr Verantwortung, irgendwann steht das Ganze und dann muss es weiterlaufen. Dann kann es vielleicht auch politisch werden, dann hast du ganz andere Druckpunkte. Ich glaube, die Phase hätten wir sicher besser machen können. Es hätte sicher auch nochmal weiterspielen können. Das gehört sich das Ganze sicher auch nochmal weitermachen können und weiterspielen können. Ich habe dann zu der Zeit weitergegeben, auch in der Führung. Das hat sich so ergeben. Das war ein richtiger Schritt auch. Ich war damals auch 21. Das heißt eigentlich im Team unter den Jüngsten von einer längeren Zeit auch, wenn ich sogar der Jüngste. Und dann gab es, ja, die meisten waren zwischen 20, 30, 30, 35 in die Richtung. Und es ist dann ein Unternehmen daraus entstanden, eben Novitz. Aber viele, nachdem die Kurzarbeit vorbei sind, sind ja auch dann einfach wieder zurück in die eigenen Jobs. Und das heißt, es ist einfach ein wahnsinnig tolles Projekt in dieser Zeit. It has been neues. Ich hatte damals tatsächlich auch einen Job gerade. Three times, or two, three times begonnen had, with this couple in Korea gesprochen, hätte ich unterzeichnen. Ich war Junior Business Developer Manager bei Honeypot gewesen and die Klarheit, ich weiß, hey, ich will irgendwann gründen, aber ich brauche auch Geld. Das heißt, ich mache jetzt ein Jahr irgendwie Arbeit irgendwo, lebe bei der Familie, spare so viel wie möglich und dann gründe ich wieder. Und dann spiele ich dieses Spiel, bis es irgendwie klappt. Und da war Novic, muss man auch sagen, einfach ein sehr cooles Ding, wo daraus auch wieder neue Möglichkeiten entstanden sind. Dann habe ich so der Matthias kennengelernt, habe eigentlich ein bisschen die nächste Phase des Kunden weitergehen können. Und ich finde, das baut dann immer eins nochmal auf dem anderen auf. Das ist wie im Karate, wo du zuerst im Verein trainierst. Du darfst aber gar nicht mit den Leuten auf dem Club-Level mit auf dem Wiener Level sprechen, fast. Dann irgendwann bist du auf dem Wiener Level. Dann darfst du mit denen gemeinsam Kunden, gemeinsam arbeiten, Dinge machen. Und dann arbeitest du dich eigentlich so auf. Ich finde, das ist oft fast ein bisschen zu hierarchisch. Ich finde, das ist auch in der Szene manchmal ist es zu sehr zu versteckt und zu geschlossen. Aber Nobel war dann irgendwie ein Schritt, wo es dann einfach möglich war, auch mit nochmal mehr Leuten zu sprechen, sich mehr auszutauschen und ein bisschen in die nächste Phase des Kunden zu gehen.
MarkusAlso ein Door Opener zu Pixel, Beat und Sigma eigentlich, die dann quasi die nächsten Schritte waren. Worum ging es da?
SPEAKER_00Worum ging es da? Bei mir war es dann einfach so, ich habe gesagt, gut, jetzt habe ich ein bisschen mehr Zugang. Was will ich machen? Ich will eigentlich von den gescheitesten Leuten, die ich kenne, oder die ich irgendwie finden kann, lernen. Deswegen habe ich auch angefangen, ein Buch die Woche zu lesen. Ich habe gesagt, ich lese Bücher wie Principles, Start with Y, Influence, whatever, alles, was irgendwie sehr gescheiter Leute auf der Welt schreiben, um Wissen runterzuladen. Und dann habe ich gesagt, ich mache jetzt Live-Interviews. Das habe ich aus einem Buch gelernt. Ich kann ja gar nicht sagen, wie das heißt. Live-Interviews war auf jeden Fall das Konzept. Designing Your Life, so hat das geheißen, das Buch. Und habe mit Live-Interviews angefangen und einfach Leute interviewt. Ich habe Leute gefragt, die irgendwie 20 Jahre älter sind und zu denen ich sie aufschaue und gesagt, hey, wie ist das eigentlich da zu sein, wo du bist? Und dann einfach versucht zu verstehen, wie ist das so? Und daraus haben sich interessante Möglichkeiten angeboten. Ich habe so oft den Matthias kennengelernt. Matthias Trolls zuerst hat dazu gesagt, für einen 30 Minuten Chat, das ist dann aber 90 Minuten gewesen mit Café, mit warum, was sind die Motivationen, woher kommt das? Es war ein wahnsinnig menschliches, wirklich beeindruckendes, emotionales Gespräch auch. Und am Ende von Gespräch habe ich gesagt, du Matthias, ich hab dir vorhin gesagt, ich bin ein großer Fan, ich bin jetzt ein noch größerer Fan und wirklich begeistert. Ich würde gerne, so weit es geht, 10, 15, 20, auch 30 Stunden gratis für dich arbeiten, tun, was es sein soll, auch Kaffee bringen, wenn du das willst, also whatever it shall be, um ein bisschen zu verstehen, wie du eigentlich funktionierst und wie du Dinge machst. Dann hat er gesagt, Misha, weißt du was, cool. Ich melde mich einfach im Laufe der nächsten Monate. Ich setze mir jetzt einen monatlichen Reminder. Wenn es was gibt, melde ich mich. Exact einen Monat später meldet er sich und sagt, Misha, ich schaue mir hier gerade ein neues Projekt an. Komm doch mal am Dienstag, also übermorgen, vorbei und schau rein. Und dann hat er mit einem anderen Kollegen damals gesprochen, darüber eine Art Venture-Bilder zu machen, weil viele Unternehmen diese Schwierigkeiten hatten, von analogen Business ins Digitale zu kommen während der Pandemie. Dann haben sie gesagt, ja, das ist so circa die Idee. Mischa überlegte mal ein bisschen, wie das ausschauen kann. Das war eigentlich extrem grob. Dann bin ich in der Hause und habe all night irgendwie alles zusammengeschrieben, was, wie könnte ein Konzept für ein Unternehmen sein in der Konstellation von Menschen. Und ich glaube, dann ziemlich overdelivered und einfach gesagt, hey, was haltet ihr davon? Und dann hat sich das irgendwie so weiter ergeben, dass dann gesagt wurde, hey Mischa, komm doch einfach mit rein, du kannst es eigentlich leiten, du hast dann einen kleinen Share auch in der Firma. Und wir starten jetzt hier einen kleinen Venture-Bilder, der Unternehmen hilft, vom Analogen ins Digitale zu kommen. Und zu der Zeit bin ich auch in Sigma reingekommen, kurz davor. Genau. Das haben wir dann ein Jahr gemacht, hatten einige verschiedene Projekte. Und dann hat sich aber gegeben aus Sigma, gab es dieses Unternehmen Something Creative. Die haben Produkte gebaut, digitale Produkte in Deutschland und wollten nach Österreich gehen. Und dann hat sich aus dem eigentlich eine Art Merger zu der Zeit ergeben. Das war eine spannende Geschichte. Wir sind dann Teil von Something Creative geworden. Leider gab es dann hat sich das Ganze bei Something Creative dann strategisch wieder sehr geändert und in der Form gibt es das Unternehmen nicht mehr. Es war ein wahnsinnig spannendes Chapter, sehr viel gelernt, sehr viel vor allem von Matthias auch gesehen und getan und sehr viel Vertrauen bekommen. Und ich finde, das ist so dieses Vertrauen von jemandem, zu dem er noch aufschaut, irgendwo, der halt Schritte weiter ist. Dieser Vertrauensvorschuss, den er damals gemacht hat, der hat dann einiges auch für mich bewegt und das ist etwas, das mache ich jetzt auch sehr genau von neuen Leuten, die bei uns im Team mit drinnen sind und hat mich sehr inspiriert. Und so bin ich aber eben auch in Sigma rein und Sigma ist dann eben zu dieser Zeit zu einem immer größeren Teil meines Lebens geworden.
MarkusUnd was macht Sigma?
SPEAKER_00Sigma, was macht Sigma? Sigma ist eigentlich ein Netzwerk für, also auf Englisch sagen wir Uniting the World's Top Founders Under 26. Das heißt, wir bringen die weltbesten Gründerinnen und Gründer unter 26 zusammen. Ich habe das damals vor zwei, etwas über zwei Jahren als Präsident übernommen. Das war damals eine sehr europäische Organisation, wir sind mittlerweile eigentlich aktiv in 30 Ländern. Das ist fast überall in Österreich, in Europa, auch in Ghana, Kenia, Uganda, überall in den USA, den Philippinen, Indien, Kolumbien, Ecuador, Ecuador, Mexico etc. Also eigentlich sehr international auch, haben da überall unsere Local Chapter Leads, arbeiten dann auch mit Fans wie Sequoia, Index, Bowerton und schauen eigentlich, das ist ein bisschen so ein Badge auch für Top-Gründerinnen und Gründer, die jung sind. Und dann auch ein Connect zwischen den verschiedenen Generationen von Unternehmertum, von Investoren auch. Und im Endeffekt, was wirklich geht bei Sigmar, ist, diese Gruppe von Top-Gründerinnen und Gründern zusammenzubringen und zu schauen, dass Freundschaften entstehen. Und da ist, dass Freundschaften so früh entstehen, entstehen Unternehmen, entsteht Veränderung. Und es gibt einige Faktoren, wonach diese Gründerinnen ausgewählt werden. Eines ist Moonshots, es wird eigentlich nie lokal gedacht, immer im longer Term irgendwo regional, national, international denkst du eigentlich immer an globale Lösungen. Das heißt, die Leute denken immer sehr groß. Das zweite ist einen sehr kleinen Impact-Focus. Das heißt, es geht nicht darum, einfach nur Kohle zu machen. Und wenn du irgendwie deinen Online-Shop hast, cool. Darum geht es aber nicht, es geht darum, wirklich Veränderung zu schaffen. Vor allem im längeren Term, nicht unbedingt mit der Firma jetzt, sondern du als Mensch willst Veränderung schaffen. Und das dritte ist ein strong attitude of forward giving. Also we have this give first attitude in the community drinks. Da hat auch der Florian Tandler mal to meet for sech, seven years, sehr richtig, Misha, weißt du was the interview between guten and schlechten Ökosystemen? Hat er gesagt, naja, in schlechten Ökosystemen, in guten Ökosystemen is es so. In schlechten Ökosystemen ist es so, dass jeder darauf optimiert, was zu nehmen. Ich treffe dich, Markus, ich schaue, was kann ich von dir jetzt irgendwie nehmen, and then give ich dir vielleicht ein bisschen was zurück. Ich mache ein Intro, um noch etwas zu nehmen und irgendwie davon zu profitieren. Das hilft mir als Einzelperson, das hilft der gesamten Community Österreich überhaupt nicht und zieht das Ganze sehr runter. Was das Silicon Valley gehabt hat, und das ist das gute Attitude, vor allem zu beginnen, ist dieses Give First Attitude. Wenn man sagt, hey, ich will was bauen, sehr cool, ich mach gleich eine Intro für dich. Warum? Es sind Idealists, es sind Dreamers, es sind Leute, die wirklich daran glauben, mit einem größeren Mindset, die sich auf dem Weg unterstützen. Und dadurch hilfst du einem, der hilft dir dem nächsten, der hilft dir der nächsten, der hilft dir der anderen nächsten, und so hilft sich das ganze Ökosystem höher und höher. Und das ist eigentlich das, was wir in Sigma machen. Das ist auch der Grund, warum ich die letzten vier Jahre 5 bis 20 Intros die Woche mache für Leute. Und ich glaube, damit eigentlich sehr viel Impact auch im Leben von einigen Leuten schaffen konnte. Und das ist das, was wir in Sigma wirklich probieren. Eigentlich genau dieser Silicon Valley Effekt, aber international. Und mittlerweile haben eben die Gründerinnen und Gründer in Sigma um die 1,8, 1,9 Milliarden gerast, 90% nachdem sie verlust geworden sind. Das heißt, es ist wirklich so, die kommen rein und die gehorten verzehnfachen, was sie erreicht haben in den nächsten zwei, drei, vier Jahren. Und das sehen wir, begleiten wir und das ist eine schöne Experience. War eine schöne Experience. Ich bin jetzt im April ja in den Aufsichtsrat gewechselt.
MarkusJetzt finde ich, hört man schon auch aus diesen Erfahrungen heraus, dass du ein unglaubliches Netzwerk über die letzten Jahre aufgebaut hast. Wenn du jetzt zurückblickst auf da wo du actually stehst, and what you actually bewegen kannst. Du hast nämlich auch angesprochen, für dich ist das schon so ein Schritt für Schritt. Und ich glaube, in der Wahrnehmung von Leuten ist das oft auch eine finanzielle Frage. Also in irgendeiner Form Kapital aufbauen, was man dann investieren kann, finanzielles Kapital. Ich habe bei dir das Gefühl, dass das auch sehr stark getrieben ist durch das soziale Kapital, was du aufgebaut hast, also die Menschen, die du kennengelernt hast, den Zugang, den du dazu bekommen hast. Wie sehr, wenn du jetzt diese zwei unterschiedlichen Aspekte siehst, also finanzielles Kapital, soziales Kapital, wie sehr glaubst du, kann man das auch dem Erfolg gewissermaßen zuordnen? Wie sehr ist dein Erfolg jetzt basierend auf sozialem oder finanziellem Kapital und wie sehr glaubst du auch, ist das vielleicht etwas, was Menschen manchmal falsch einschätzen?
SPEAKER_00Eine gute Frage. Sehr coole Frage. Ich bin da immer, ich weiß nicht, ein bisschen alternativ. Ich finde Geld vergleichsweise irrelevant. Ich finde, Geld ist eine Form, Energie zu speichern. Es ist irgendwie eine Möglichkeit, Energie in eine bestimmte Richtung zu schieben. Das ist, was wir jetzt in der Firma auch haben. Es sind jetzt irgendwie langsam 20 Leute mittlerweile bei Dylan-Pumpen verbauen. Das Ganze ist sehr schnell gewachsen. Am Anfang hat man kein Geld, um all diese Leute zu finanzieren. Das heißt, das Kapital, das wir reingebracht haben, das war am Anfang eine Vision. Und die Leute arbeiten und stecken genau diese Energie rein. Warum? Weil sie einen Glauben haben, daran, dass es läuft. Mittlerweile geht das Ganze, wir erreichen jetzt Cash for Positivity dieses Monats, sind profitabel, dann kannst du den Leuten auch zahlen. Ich finde, Geld ist eine Form, Energie abzuspeichern, das kannst du auch mit Vision machen. Ich finde, im Longer Term brauchst du Geld, um viel zu bewegen. Es ist natürlich ein wichtiger Faktor. Beziehungsweise kannst du Geld sehr gut nutzen, um etwas zu bewegen. Ich sage nicht, dass du das unbedingt brauchst, es gibt gute Gegenbeispiele. Ich finde vor allem, wenn man jung ist und speziell jetzt auch nochmal unter 30, finde ich das eigentlich fast ein bisschen absurd, immer so darauf zu optimieren, oh, ich will ein bisschen mehr Gehalt hier, ein bisschen mehr Gehalt hier. Ich hätte auch noch ewig lang, wenn es sein soll bei meiner Familie gelebt und geschaut, dass ich am Minimum irgendwie für Leute arbeite, wo ich halt viel lerne. Das war auch immer das, was ich gesagt habe. Ich werde jetzt einfach schauen, wo lerne ich am meisten lernen. Ich brauche ein gewisses Minimum, um zu überleben. That's it. Alles darüber stecke ich rein, um mich möglichst gut fortzubilden. Bis ich 30 bin oder bis es Sinn macht, Geld zu machen. Das habe ich so eigentlich auch die letzte Zeit, in der längsten Zeit oder am Anfang sehr stark gemacht und war nie wirklich Geld fokussiert. Das war nie wirklich ein wichtiges Thema. Klar ist es cool, dann irgendwie eine Kredite von der Family abzuzahlen oder was weiß ich, irgendwie da Dinge möglich zu machen. Alles darüber ist Energie, die finde ich, hast du auf verschiedene Arten und Weisen. Jetzt das soziale Kapital, ich meine, das ist natürlich cool. Die Dinge, die ich jetzt die letzten Jahre gemacht habe, ist es relativ einfach, Türen aufzumachen, neue Dinge zu starten. Wenn man auch dem Alex überlegt, ob wir vielleicht einen Tant oder so etwas machen. Also Alex ist einer meiner beiden Mitgründer bei Heizmar. Und wir haben morgen Ventures auch zusammen gemacht. Ja, ich meine, soziales Kapital, Geld, beides wichtig, um Dinge zu bewegen. Ja, ich bin aber dann irgendwie doch, ich war nie so, dass ich gesagt habe, ich muss einen gewissen Geldamount machen, sondern ich finde wichtig, also eins, Lernkurve, besonders wenn es früh ist, und dann dieses, ich will einen Prozess finden, der mir Spaß macht, der über mein Leben angerechnet auch Spaß macht. Weil man kennt diese Storys. Gründer, die sagen, ich will so viel Kohle machen, dann verkaufe ich mein Unternehmen, habe zig Millionen und plötzlich bin ich in meiner Depression des Lebens und weiß nicht, warum ich das eigentlich alles tue. Ja, happens. Klar, bei einigen, bei anderen nicht. Deswegen meine Ansicht ist, ich finde einen Prozess, der mir wirklich gefällt, wo ich wirklich einen Spaß habe am Leben. Diesen Prozess will ich gerne leben. In diesem Prozess will ich Dinge kreieren, will ich Dinge schaffen. Das Geld wird als Byproduct kommen. Also wenn du Leben veränderst und wirklich viele Leben verändern kannst, kommt Geld eigentlich immer auch als Byproduct, wenn du es richtig angehst. Aber ich finde, es ist ein Byproduct und nicht das Main Product. Ja, und das ist sehr wichtig.
MarkusSpannend. Das hast du auch gemeint, okay, du hast mit deinem Co-Founder überlegt, einen Fonds zu starten, beziehungsweise einen, du hast mit Morgan Ventures einen Investmentarm eigentlich sogar aufgebaut. Bist du auch bei Sequoia ein Scout geworden? Für mich wirkst du ja an und ja, schon mit all dem, was du jetzt mitbringst, hätte ich da einen super fit gesehen. Weil du eben, glaube ich, auch da Türen öffnen kannst, die viele andere Investoren wahrscheinlich gar nicht eröffnen können, auch international.
SPEAKER_00Nach mehr sind als Heizungen installieren.
MarkusDas ist jetzt die Frage. Warum hat es dich dann doch wieder ins Operative gezogen, ins Lass uns Heizungen installieren?
SPEAKER_00Ich finde ganz ehrlich, also um ehrlich zu sein, für mich ist es immer so ein, ich finde, der Prozess muss Spaß machen. Und wenn man wirklich Spaß am Prozess hat, wird man damit auch unglaubliche Dinge schaffen. Und ich habe da kürzlich dieses Buch gelesen, 10X is easier than 2x. Das Zehnfache zu erreichen ist oft einfacher als das Zweifache zu erreichen. Das Zweifache kannst du erreichen, indem du doppelt so hard arbeitest, das Zehnfache geht ja nicht mehr. Wenn ihr überlegt, sollen wir einen Thumb machen, dann haben wir gesagt, yeah, this wreck is logical, we könnten doppelt so hard arbeiten, dann würden wir einen doppelt so gross thumb machen, wie this vielleicht jetzt funktioniert, wie this was. Das war nachdem we morgen Ventures jetzt schon hatten. We have these syndicatinvestments gemacht. And then we said, what would we do machine? Was that bewildered? Und das ist ja für uns so ein etwas wilderer Move. Und dann haben wir uns verschiedene Probleme angeschaut. Es ist jetzt, dass wir genau Wärmepumpen gelandet sind, das hätte nicht sein müssen. Ich hätte nie gedacht, dass ich Wärmepumpen verbaue. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich eine Contact Tracing mache, schaffe. Und insofern finde ich immer diese Frage auch komisch, auf welchem Bereich willst du in Zukunft fokussieren mit deinem Venture. Ja, es macht bei einigen Gründerinnen und Gründern Sinn, die einen sehr starken Domain-Focus have. Nicht bei allen. Also für mich war das immer so ein, am Anfang habe ich das immer nervös gemacht, das Frage. Ich habe gesagt, ich weiß es einfach nicht. Ich weiß nicht, worauf ich fokussieren soll. Mittlerweile finde ich das eigentlich verdammt cool. Ich mache Dinge, die etwas bewegen können, die meinen Spaß machen. Das mit den Wärmepumpen, das war einfach auch eine tolle Möglichkeit. Wir haben uns angesehen, 10% der CO2-Emissionen in Europa kommen aus den heizenden privaten Haushalten. Das ist ein massives Problem. Das ist das drittgrößte Klimaproblem, was wir haben. Du kannst das Ganze lösen. Es gibt eine Wärmepumpe, das ist eine Möglichkeit, um mit Strom zu heizen. Im Kombi mit einer TV kannst du also klimaneutral wirklich heizen. Das löst ein sehr, sehr großes Problem. Der Markt ist ein sehr stark wachsender. Es gibt einige Faktoren, warum das jetzt gerade für uns so spannend ist. Es kann zusätzlich auch noch die Förderung aus Österreich, wo du jetzt seit dritten Jenner eben diese 75 bis 100% Förderung bekommst für deine Wärmepumpe. Also bis zu 100% Förderung, je nachdem, was für ein Einkommen du hast, in welchem Bundesland du bist. Und dann haben wir uns das Ganze angeschaut und sind dann eigentlich sehr lean. Wir haben gesagt, okay, großes Problem, macht Sinn. Seyge Brinn hat ja auch sehr schön gesagt, it's easier to solve big problems than it is to solve small problems. Warum? Desto größer the problem, desto smarter sind die Leute daran arbeiten. Das heißt, Klima ist ein großes Problem, das ist ein wichtiges Thema auch. Natürlich. Das heißt, wir haben gesagt, hey, schauen wir uns mal in den Klimaspace an, what can man here schaffen? Und haben dann am Anfang aber geschaut, ganz anders als wir das bei der ersten Gründung machen würden. Am Anfang bist du immer so Product Over Distribution. Ich baue das perfekte Produkt und dann werde ich das verkaufen und jeder liebt das Produkt. Das haben wir dann ganz anders gemacht. Wir haben gesagt, okay, wir haben keine Ahnung, ob das hier funktioniert. Wir wollen damit gar nicht das mal raus und gar nicht starten. Was wir jetzt machen, ist, wir bauen eine Website. Und dann haben wir einfach eine Website rausgehauen. Wir sind ja drei Gründer, das sind eben der Alex, Waltiger, der der V-Campaign gemacht hat, dann der Valentin Perconnect von Brickwise und ich und wir haben das dann zu dritt angefangen. Zuerst haben Alex und ich halt gemeinsam diskutiert über einen Pfandmachen, daraus ist dieses Thema entstanden. Das heißt, wir haben dann einfach diese eine Website gebaut und gesagt, hey, heiz mal, wir verbauen Wärmepumpen. Sehr österreichischer, sehr lokaler Name. Und haben dann 1000 Euro auf Weiz geschalten und dann gab es 50 Kundenanfragen. Dann habe ich jeden Kunden angerufen und gesagt, hey Servus, hier heizen wir, du bist eine Wärmepumpe. Und Förderungen. Ja. Und dann haben 10 Kunden gesagt, du, ich hätte gerne eine Wärmepumpe von euch. Dann habe ich gesagt, cool, passt, ich melde mich noch einmal für Termin, Besichtigung etc. Und dann habe ich angefangen, dann haben wir angefangen, einfach Installateure anzurufen. 20, 30 Betriebe. Und dann ist das als erster Telefonat so, hallo, Servus, ich hätte gerne eine Wärmepumpe von meinem Familienhaus, ein Familienhaus. Können Sie mir erklären, wie funktioniert so eine Wärmepumpe? Und dann haben wir geschaut, wer erklärt, wie gut was eine Wärmepumpe ist. Einer hat es sehr gut gemacht, dann haben wir nochmal angerufen und gesagt, hey du, wir haben hier zehn Kunden, wir vertrauen dir jetzt, wir würden dich auslasten für die nächsten zwei Monate mit diesen Wärmepumpenaufträgen. Wir teilen uns die Profits hier. Du hast keine Marketing-Spend, keinen Admin-Aufwand, wir machen die Förderungen und wir schauen, dafür das klappt. Und plötzlich waren von Beginn an die ersten Umsätze an. Dann haben wir gesagt, okay, cool, das geht. Und das war einfach auch ein perfektes Timing mit dieser Förderung, wo das passiert ist. Das ist jetzt sehr viel schwieriger, in den Markt reinzugehen. Also es klappt jetzt tatsächlich um einiges schwerer. Es gibt auch weniger andere Companies, die da reingehen, aus verschiedensten Gründen. Auch weil es nicht dann unglaublich viele Installateure hier gibt es. Aber mit dem Momentum haben wir dann echt was geschafft und sind dann eigentlich sehr schnell losgewachsen und haben diese Brand Heiz mal jetzt auch aufgebaut, sind jetzt vorgestern zum ersten Mal eben auch irgendwo rausgegangen, dass Leute wissen, dass wir das bauen, sind jetzt fast schon die 20 FTs, also Vollzeit-Equivalente, sind die 17, 18, wachsen da sehr stark als Bootstrap-Company vor allem und haben da jetzt eben siebenstellige Umsätze mittlerweile geclosed und sind auf einer sehr coolen Journey.
MarkusJa, also muss man eigentlich den Hutzin innerhalb von einem halben Jahr siebenstellige Umsätze und knapp 20 Leute-Team aufbauen. Das sieht man jetzt nicht so oft, besonders nicht natürlich, wenn es Bootstrapped ist. In dem Sinn cool. Zwei Fragen, die sich für mich da aufdrängen. Einerseits, jetzt bist du jemand, der Gott und die Welt kennt. Wie hast du deine Co-Founder gefunden? Warum war für dich klar, hey, die beiden sind die, mit denen ich jetzt wirklich Gas geben will und ein Projekt aufziehen will.
SPEAKER_00Also wir haben ja alle tatsächlich schon zusammengearbeitet. Das ist ganz cool. Valentin und ich, wir haben damals bei Novi 20 zusammengearbeitet. Valentin ist ja eine ziemliche Tech-Maschine. Alex und ich haben morgen Ventures zusammen gemacht, diese Syndikate. Die Geschichte ist auch nochmal eine getrennte, wirklich spannende Zeit mit ihm gewesen. Beziehungsweise ist es immer noch, wenn man es jetzt kürzlich wieder investiert in eine Firma. Und Alex und Valentin haben gemeinsam Founderforscht, diesen Newsletter gemacht für Gründer, Gründerinnen in Europa. Und das heißt, wir haben uns alle so ein bisschen, also haben uns alle sehr am Radar gehabt, haben uns sehr geschätzt und in Sigma, wir waren alle, wir sind alle Teil von Sigma Square eben, uns regelmäßig gesehen. Und dann ist es eigentlich letztes Jahr so entstanden, dass da Alex und ich nebeneinander in verschiedenen Diskussionen waren und ich habe halt gesagt, hey, ich würde so gerne einen Pfund machen, aber ich habe keine Lust auf dieses zehnjährige Commitment. Und dann hat Alex dasselbe daneben gesagt. Und dann haben wir gesagt, hey, spannend, dass wir das beide hier gedacht haben, lasst doch morgen einmal am Samstag fünf Stunden zusammensetzen. Dann haben wir gesagt, hey, wie können wir, wie können wir jetzt, können wir einen Pfund machen, ohne ein längerfristiges Commitment zu haben. Dann haben wir mit einigen Partnern von Funds gesprochen, die wir gut kennen, und die haben alle gesagt, vergiss es nein. Dann haben wir gesagt, okay, außer die Amerikaner. Die Amerikaner waren gleich gesagt, ja, Solo GP-Fund machst du gleich easy. In Europa eher weniger. Und dann hat ein guter Freund von uns Geld aufgestellt, der Mike Markov von Fastgen. Dann haben wir halt gesagt, du, wir machen ein Ticket, machen normalerweise 100.000 bis 300.000 jetzt. Dann haben wir einfach Investoren aus unserem Netzwerk geschrieben, also vor allem jetzt auch irgendwie ein Snacker und haben dann ein Syndikat zusammengestellt. Wir haben selbst ein bisschen investiert und haben aber einfach auch die Gruppe da zusammengebracht. Das Ganze hat eigentlich APD auch wieder so ein, zwei Wochen gebraucht, dann noch kurz den Vertrag aufzusetzen. Wahnsinnig schnell. Als das funktioniert hat, haben wir gesagt, funktioniert hat, haben wir gesagt, okay, cool, jetzt nennen wir das Ganze irgendwie einfach mal Morgan Ventures, das ist jetzt ein Name und damit machen wir weitere Investments. Wir haben letztes Jahr drei gemacht, zwei davon haben jetzt schon die Series A danach gemacht. Die eine wurde von Kran geleitet, die andere auch von den Initialized Capital, von Giant Ventures. Das ist sehr erfolgreich, wir fanden es auch. Und sonst jetzt auch dieses Jahr noch eines. Und das heißt, wir haben einfach wirklich viel Spaß im Prozess gehabt. Also es ist einfach eine lustige Journey. Und was cool ist in dieser Dreier-Konstellation, finde ich, es gibt, es mag vielleicht jetzt fast ein bisschen überheblich klingen, aber ich finde es sehr cool, weil wir drei, ich habe das Gefühl, wir können eigentlich so gut wie alles gemeinsam bauen. Es ist so ein, ich bringe eigentlich meistens irgendwelche Dinge und Ideen und Leute von draußen rein. Immer auch wieder interessante Deals, interessante Mitarbeiter im Prozess. Alex, es ist no matter what, der Typ can alles. Say it's egal welcher in a company. The thing function, you can 100% darauf vertrauen, that the things function. We think underneath extremely ähnlich, challenges seven. Valentin is an operatives, who gleichzeitig aber auch technisch, analytisch unglaublich ist. Und ich finde, wir diskutieren eigentlich immer gemeinsam auf einem sehr ähnlich, also eigentlich auf einem Level, mit aber ganz verschiedenen Gedankengängen. Schätzen und fair und haben jetzt auch in dieser Journey bisher hat es wirklich, wir haben gedacht, es wird gut funktionieren. Es hat nochmal viel besser gedacht, als erwartet, muss ich fast sagen. Unglaublich viel Spaß am Weg. Und das merkt man auch im ganzen Team. Also wir haben jetzt echt eine wahnsinnig coole, Purpose-Driven-Mannschaft, die viel arbeitet, viel Spaß hat und schon, dass wir da echt eine coole Kultur bauen. Und vielleicht in Zukunft auch eine kleine Founder-Mafia, eine PayPal-Mafia. Das sind alles viele, viele Leute, die auch Kunden wollen. Das finde ich auch cool und soll encouraged werden.
MarkusCool. Du und dann der Name Heizmar. Das ist natürlich, wie du schon gesagt hast, das spricht in erster Linie wahrscheinlich den österreichischen Markt an. War das für euch von Anfang an klar Österreich first? Oder ist das schon auch so ein bisschen mit deinem Auge schienen in andere Länder? Weil du ja so an sich so aus einem so globalen Netzwerk kommst und eigentlich in all deinen Dingen. Jetzt Novi zum Beispiel war dann sofort in Georgien. Also bei all dem, was du bisher gemacht hast, habe ich das Gefühl, das war International First und da ist jetzt aber eigentlich Austria First. Warum?
SPEAKER_00Es ist verdammt lustig, weil es macht eigentlich wirklich wenig Sinn jetzt aus dem Lebenslauf herausgerechnet. Das haben wir sehr, sehr oft auch gehört. Heiz mal Heizmar ist einfach entstanden, weil Alex wie immer mit genialen Ideen rauskommt. Und Heizmar war einfach, ich muss sagen, echt rückblickend auch der smarteste Name, den wir hätten bitten können, um hier in Österreich dieses Unternehmen anzustarten. Das liebt der Österreich am Land. Es gibt ja dieses Gefühl von, hey, wir sind von hier, wir machen das hier gemeinsam, wir sind sehr lokal. Der Wärmepumpenmarkt, es ist ein, also das ist ein massiver Markt. Man spricht ja echt von Österreich ist ein globaler Markt, also Österreich als Markt is so gross as the meisten globalen Märkte von Tech Companies. We sprechen von Milliardenumsätzen over the next year. Da haben wir einfach gesagt, hey, it must not immer Sinn machen. Und das ist auch wieder ein Buch 10X is easier than 2x. And das 10X is oft, ich will das machen. And we have einen Zug gespürt, hey, wir wollen mal ein Unternehmen hier auf, aber wir wollen schauen, dass es auch als Bootstrap Company wirklich funktioniert und auch zeigen, dass, und das macht uns besonders Spaß, dass du auch als Bootstrap Company, wenn du es richtig angehst, diesen Venture Growth fast schaffen kannst. Also wir sind jetzt mit diesem Monat bei eben 17, 18 FTEs, erreichen wir Cashflow Positivity voraussichtlich. Profitabel sind wir schon und wachsen aber trotzdem mit demselben Speed weiter. Und wenn man das richtig angeht, ist es überraschend und geht auch. Und das wollten wir eigentlich ein bisschen auch zeigen. Und das Wichtigste ist für mich auch noch, und das finde ich sehr speziell, ich finde, früher war es immer so ein Fokus auf, wie mache ich irgendwie viel Geld und Unternehmern erfolgreich mit Geld, was hier wirklich spitze ist, ist bei uns Umsatz und CO2-Einsparungen, das korreliert direkt. Sales Manager, ich habe gestern einen Post geschrieben. I'm looking for Sales Managers who want to make a lot of money. Ich suche nach Sales Managers, die sehr viel Geld machen wollen. Warum? Weil bei uns eben CO2-Impact, also Climate Impact und Geld, beziehungsweise Financial Success, das korreliert direkt. Jede Wärmepumpe, mehr, die verkauft wird, hat einen massiven Climate Impact. Weit stärker noch, würde ich sagen, als du das sonst wo findest, in der Art. Und das heißt, das ist das, was auch nochmal besonders ist, dass wir einfach diese starke Correlation haben. Das ist auch etwas, was Leute sehr begeistert, was mich jeden Tag sehr begeistert, irgendwo sagt, hey, we really move things. Und du kannst eigentlich diesen Impact und gleichzeitig Growth Gedanken sehr gut kombinieren, wenn du es von Beginn an halt richtig angehst. Und irgendwie Impact auch echt als die Foundation of Business setzt.
MarkusDas hast du schon gemeint, okay, du bist niemand, der gerne da jetzt zehn Jahre in die Zukunft plant und auch wenn man sich jetzt deinen Lebenslauf anschaut, du bist schon jemand, glaube ich, der immer gerne auch in neue Sachen reinspringt. Wenn du jetzt auf Heiz mal schaust, ist das etwas, wo du das Gefühl hast, dich reizt da auch wirklich jetzt operativ die nächsten fünf oder was auch immer, acht Jahre, das Vollgas reinzugehen, zu optimieren? Oder siehst du dich grundsätzlich eher als Charakter, der Dinge anstartet, der Dinge mal ins Laufen bringt und dann an Teams übergibt, die das dann operativ nitty-gritty optimieren?
SPEAKER_00Es ist schwer zu sagen, eigentlich ist es schon immer so, wenn ich Dinge mache, dann mache ich die, weil ich sie wirklich tun will und ich wirklich darauf fokussieren will. Das macht mir jetzt einen wirklichen Spaß, auch einfach hier Heiz mal so aufzubauen. Aber das ist mein Einzel, also wirklich mein Core-Fokus. Ich mache sonst gerade nichts. Ich mache jetzt, ich verbaue Wärmepumpen. Das ist der komplette Fokus. Und das macht einen wahnsinnigen Spaß. Und ich finde, man braucht diesen Fokus sonst. Erlebst du diesen Steam Spirit, auch dieser Cultural im Start nicht. Du kannst die Leute nicht so mitreißen. Du hast, finde ich, wenn du jetzt zwei Dinge gleichzeitig machst, dann schaffst du bei beiden 40% von dem, was du sonst schaffen könntest. Hier haben wir jetzt 120%, du hast eine ganz, ganz andere Energie. Das begeistert die Leute, das schafft einen ganz coolen Compound-Effekt. Und das will ich jetzt for eine Weile auf jeden Fall genauso weiterziehen und schauen, wie weit wir das bringen. Also ich glaube, man muss auch sagen, wir sind in einer anderen Welt. Es geht hier nicht darum, irgendwie ein verrücktes Scale-Up zu bauen. Das hier ist ein profitables Unternehmen auch, das wirklich funktioniert, das langfristiger funktioniert, wir haben jetzt eigene Techniker, wir stellen Installateure an, wir haben eigene Installateursbetriebe, sind Talkta-Betriebe von uns, das sind jetzt die ersten zwei. Wir bauen de facto faktisch auch eine Gruppe von Installateursbetrieben auf gleichzeitig, während wir die Tech-Seite on top of it haben in der Holding. Und das heißt, wir haben dieses Tech-Team und gleichzeitig aber auch, also das Tech-Startup haben wir und gleichzeitig haben wir aber auch die Installateursbetriebe und eigentlich sind wir beides in einem. Das ist eine ganz neue Welt, wo man auch sehr viel sieht. Das macht sehr viel Spaß. Werde ich das ewig machen? Jetzt auf jeden Fall für eine lange Zeit. Im Endeffekt, was ich gerne mache, ist Enablement. Ich enable gerne Leute, ich ziehe gerne Leute mit. Mich begeistert, dass jetzt diese irgendwie 800 Stunden in die Woche gearbeitet werden hier von allen Leuten. Anstatt dass die in ihrem anderen Themenbereich von der Job sitzen, siehst du, wie sie jetzt gerade, ha, ich habe gerade eine Stack Notification bekommen, wir haben heute einen neuen Umsatzrekord für die Woche geschafft.
SPEAKER_02Cool.
SPEAKER_00Das freut mich sehr. Freitag, wir waren gespannt, ob wir es im letzten Seller noch schaffen. Genau, ich finde das einfach sehr begeisternd, dass du jetzt halt irgendwie siehst, diese 800 Stunden die Woche, anstatt dass sie in verschiedene Jobs reingehen, in verschiedene Bereiche, die auch alle wichtig sind, merkst du, 800 Stunden gehen jetzt in ein Impact-Primer Topic, das echt Veränderung schaffst. Und eigentlich schiebst du diese Energie von so viel, also Energie von einer Gruppe von Menschen, wirklich in eine Richtung, die etwas verändert, der das bewegt. Das begeistert mich sehr. Ich glaube, das ist gerade der beste Weg, wie ich das tun kann, ist hier. Es kann sein, dass es das irgendwann auch ändert und anders ist. Jetzt gerade ist es so und jetzt gerade bauen wir, und wir bauen generell diese Company auch so, dass sie wirklich langfristig und sinnvoll funktionieren kann. Und erfolgreich als Firma ist und gleichzeitig dann einen maximalen Impact schafft. Und deswegen schauen wir jetzt auch Dinge an wie Finanzierungsmöglichkeiten. Weil jetzt gerade verbauen wir Wärmepumpen bei Leuten, die Geld haben für Wärmepumpen. In Zukunft wollen wir auch Wärmepumpen verkaufen bei Leuten, die dieses Geld nicht hätten. Das heißt wirklich dort, wo Gas und Öl bleiben würde für ewig lange, dieses Investment vorab möglich zu machen und das für die Leute zu schaffen. Weil es fürs Klima Sinn macht und weil es für sie auch finanziell langfristig sinnvoll ist. Aber dieses Vorab-Investment ist etwas, warum wir uns kümmern wollen. Und das heißt, das ist einfach das, wo wir jetzt gerade die größte Veränderung schaffen und wo du wirklich merkst, wie Energie in die richtige Richtung geht.
MarkusUnd dann vielleicht noch eine letzte Frage, bevor wir zu unserem Speedrun kommen. Wenn man dir zuhört, man merkt einfach gerade, dass unglaubliches Momentum da läuft. Was ist gerade eure größte Challenge?
SPEAKER_00Gute Frage. Es gibt really moments in which it's a very challenging site, which it's really well and where I was and this is the thing, it is überraschend, it functions. Cashflow is a theme. But that's it. The Leute have lust, the Leute sind dabei, it wächst. It's viele Probleme, but we lösen the one nach dem anderen. It's just kept a bottleneck, which we're saying, hey, was wäre, wenn das einkommt, warum schaffen wir das nicht, sondern ich weiß, es gibt zehn Themen, an diesen zehn Themen können wir arbeiten. Wir haben jetzt gerade die meisten Leute, um an diesen zehn Themen zu arbeiten. Alle Tünschen uns offen. Wir haben ein wahnsinniges Support System auch aus der Szene und wissen, dass die Dinge funktionieren werden. Insofern bin ich jetzt gerade eigentlich unglaublich optimistisch. Und ja, im jetzigen Zeitpunkt würde ich sagen, gibt es eigentlich keine große Schwierigkeit, die uns challenged.
unknownCool.
SPEAKER_00Aus der Cashflow. Aber das hat auch einen. Ab Ende des Monats müsste das, also funktioniert das eigentlich gut und damit ist auch ein neues Kapitel eigentlich am Start für die Firma.
MarkusSuper, nein, wirklich bemerkenswerter Journey. Bringt uns unser Speedrun, wenn du da drauf zurückblickst, auf diese ganzen letzten Jahre. Was ist dein größtes Learning?
SPEAKER_00I know that I know nothing. Ist, glaube ich, ein verdammt wichtiges Learning. Was ich wirklich gerne mache und was ich verdammt wichtig finde, das mache ich sehr wenig, also sehr viele Leute nicht oder falsch, ist, wenn du ein neues Thema angehst, fang an Fragen zu stellen, fang an von den Leuten, die wirklich verstehen, wie das funktioniert, zu verstehen, wie diese Welt funktioniert und fang an, das gescheit zu lernen. Ich glaube, sehr oft kommen wir, kommt man mit vor, mit Überzeugungen in neue Bereiche rein. Was ich gerne sehr gerne mache, ist, ich stelle viele Fragen, ich höre sehr viel zu. Und ich glaube, auf der einen Seite hilft mir das, um Bereiche besser zu verstehen, um auch besser in etwas reinzugehen, wie zum Beispiel Wärmepumpeninstallationen. Gleichzeitig hat es auch diesen Bonus von Leute fühlen sich einfach sehr gewertschätzt, weil du wirklich zuhörst. Und das hat dann auch für den Spirit was sehr Positives. Insofern größtes Learning neben Persistence is I know that I know nothing. Und das versuche ich zu leben.
MarkusWas ist dein Bester Life?
SPEAKER_00Wir sind seit sechs yeah zusammen und sie had mich wirklich durch sehr viele, sehr harte Zeit, waren beide gegenseitig sehr stark begleitet, sehr supported. This support system is sehr wichtig and gleichzeitig, das ist auch das, was mich immer am Boden hält, weil dann kommst du irgendwie von Necker Island zurück und warst du mit dem Prinzen von Iran und dann kommst du mit so einer Brust und sagst, hey, wie cool, ich habe den und den kennengelernt. Und dann statt Begeisterung ist dann immer die Frage, du bist ja, okay, verstehe, war das aber ein guter Mensch oder nicht? Und das holt mich sehr auf den Boden zurück auf die Tatsachen und das ist einfach etwas, also ich finde Beziehung ist wahnsinnig wichtig, Familie ist wahnsinnig wichtig, das ärgert mich sehr und das ist so ein Lifehack, der mich längerfristig zu den Menschen auch macht, der ich sein will und der ich bin.
MarkusHast du eine Buchempfehlung für uns?
SPEAKER_00Ja, je nachdem. Also wenn jetzt The First Time Founder hier sind, geht nicht gibt's nicht, beziehungsweise Screw It, Let's Do It von Richard Branson. Management-technisch, ich bin ein riesiger Fan von Principles von Ray Dalio. Und ich glaube, das sind so zwei der Bücher, die für mich, neben zum Beispiel Start with Wife und Simon Cynic, das damals sehr stark war, die mich sehr begeistert haben.
MarkusHast du ein Lieblingsprodukt?
SPEAKER_00Ich bin derzeit ein massiver Fan von Revolut. Also dieses All Things, also diese App for everything, starting with Finance und auch die Art, wie sie das aufgebaut haben. Erst von irgendwie jetzt Exchange, dann im Banking, dann in Investment, dann in eigentlich so viele andere Bereiche. Ich finde, das ist von der Art, wie du eine Company aufbaust, das ist genial. Über die Kultur hat man natürlich kritischere Dinge auch oft, aber als Produkt begeistert mich das gerade sehr.
MarkusStell dir vor, du wächst in der Früh auf und liest die TechCrunch, Schlagzeile, Revolut muss zusperren, alle Services werden beendet. Was ist dein Lieblingsschimpfwort?
SPEAKER_00Fuck. Muss ich schauen, dass ich weniger wobei, nein, ich schimpfe nicht viel, aber wenn, dann ist es meistens eigentlich das.
MarkusEin herzhaftes Fuck, ja. Damit bist du in bester Gesellschaft in unseren Founderkreisen. Lieber Mischer, das bringt uns zu unserer finalen Rubrik. Das sind natürlich Moonshots und Predictions. Wir brauchen von dir. Einen Moonshot, eine große Vision für die Zukunft frei nach John F. Kennedy, der damals gesagt hat, noch in dieser Dekade bringen wir jemanden auf den Mond. Und eine Prediction, eine ganz nüchterne Betrachtung auf die nächsten Jahre. Was glaubst du, passiert jedenfalls?
SPEAKER_00Eine sehr gute Frage. Ich tue mir sehr schwer, es ist mir schwer, da zu sagen, in welchem Bereich der fokussieren will. Ich nehme jetzt einfach mal, wie wahrscheinlich jeder Podcast-Gast jetzt gerade. Aber AI, also ich glaube, wir sind da echt gerade in einer Zeit, wo wie damals das Internet gekommen ist und Dinge waren plötzlich anders. Ich glaube, in fünf bis zehn Jahren das Leben, ich glaube auch noch früher, wird das Leben ein ganz anderes sein. Und das ist auch, wie sich die Welt mit ChatGPT verändert hat, ist eigentlich unglaublich, wie viel der automatisiert wird. Ich glaube, ich glaube in fünf bis zehn Jahren, also fünf Jahren wird wahrscheinlich die Hälfte der Jobs, die wir jetzt haben. Vor allem die White Color Jobs, wir es nicht mehr brauchen. Wenn nicht sogar mehr. Ich bin auch gespannt, was Optimus macht, von der man droht in der Früh macht. Der Roboter von Tesla.
MarkusSehr gut, war das die Prediction oder der Mondschot? Oder beides?
SPEAKER_00Ja, das war das war die gute Frage. Nein, das war eine Prediction tatsächlich. Das war eher eine Prediction, da bin ich eigentlich sehr sicher, dass das so sein wird. Die Veränderung kommt gerade massiv schnell. Und da gibt es ja auch sehr viele Doomsday Ängste. Aber das ist mal the prediction. Was ist der Moonshot? I think the thing Klimawandel would in effect good bekomped and it would have besser lessons given to this thing to lose, as it just often advanced and had Ray Dalio an answer to make that should be. If you worry, you don't have to worry. They have a sorghum on this thing. They have a sorghum on this thing AI security. I think that it's very, very smarte mentioned, and that's why Friday for Future, so wahnsigning wichtig, weil it's this Focus genau dahin gelenkt hat. And dadurch, dass ich so viele Menschen Sorgen gemacht haben, ich finde es ist verdammt wichtig, dass du diese ganzen Doomsday-Möglichkeiten vorzeigst und sagst, hey, es wird sehr kritisch, es wird auch verdammt kritisch. Aber ich finde, diese Doomsday-Szenarien sind so wichtig, weil dadurch, dass wir uns Sorgen machen, fangen wir an, Lösungen zu arbeiten. Warum arbeiten wir an etwas, was sie da empfunden? Warum wollen Leute bei uns arbeiten? Weil es diese Szenarien gibt, weil gerade sehr viel Angst davor da ist. Und deswegen, ich glaube, es ist wahnsinnig wichtig, dass wir uns Sorgen um das Thema Klima machen. Und ich glaube, genau deswegen werden Lösungen kommen, die noch sehr viel besser sind, als sie jetzt vorstellbar sind.
MarkusGroßartig. Lieber Mischa, das sind wunderbare Schlussworte. Ein großes Danke fürs Mitdabeisein. Ein großes Danke auch an euch da draußen fürs Zuhören. Wir hören uns wieder am Donnerstag mit einer Newsfolge und wünschen euch einen großartigen Start in die Woche.
SPEAKER_00Danke dir, Markus.