Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#413 - Georg Kopetz über Maschinengehirne, Fokus und den Glauben an Europa
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Im Deep Dive hat Markus diese Woche Georg Kopetz zu Gast. Er ist Gründer und Vorstandsvorsitzender vom österreichischen Ur-Unicorn TTTech und berät im FORWIT-Rat die Bundesregierung. Im Interview erzählt er warum Maschinen ein Nervensystem brauchen, was er heutzutage anders machen würde und wieso er an die Aktie Europa glaubt.
--
Diskutier mit uns & der Community auf der AustrianStartups Plattform: https://austrianstartups.com/topics/40285/feed
Folge uns auf Social Media:
Instagram: https://www.instagram.com/futureweekly/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/49159750/
---
Du hast Feedback, Ideen, Moonshots oder Predictions zu den heutigen Themen? Schick uns ein Soundbite an podcast@austrianstartups.com und werde ein Teil der nächsten Episode.
---
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, willkommen bei Future Weekly. Freut mit mir Markus und weil DipTal auf Tag ist natürlich wieder mit einem großartigen Gast und das ist diese Woche der Georg Koppet. Hallo Georg.
SPEAKER_00Hallo Markus, grüße dich.
MarkusWir freuen uns sehr, dass du bei uns bist. Und ein traditioneller Blick auf LinkedIn verrät uns, du bist Member of the Executive Board und CEO at TTTech. Erzähl mal, was macht TT-Tech?
SPEAKER_00Ich bin auch Co-Founder, das stimmt im LinkedIn. Nein, ich bin vor allem Mitgründer und was macht Titi-Tech? T-Tech macht Netzwerke und sichere Steuerungen. Und zwar Netzwerke, die man eigentlich nicht sieht und Steuerungen, die man nicht sieht, weil die in irgendwelchen Maschinen oder irgendwelchen Infrastrukturthemen verbaut sind. Sogenannte, Friedmann gesagt, Embedded Computing, heute spricht man auch vom Computing at the Edge. Also alle Dinge wie zum Beispiel Flugzeuge, Raumschiffe, Traktoren, Baumaschinen, Autos, Windkraftanlagen, also alles, was man so irgendwo zwar doch irgendwie wahrnimmt, mechanisch, aber wo man nicht weiß, dass dahinter ein sehr viel digitales Know-how sitzt und immer auch vielmehr künstlich intelligent sitzt und wo man einfach nicht erkennt, dass es Computersysteme sind und darum kümmern wir uns und wir kümmern uns vor allem darum, dass die sicher sind und sicher sowohl Safety als auch Security abdecken. Wir haben ja im Deutschen einen Begriff für beide Seiten der Sicherheitsmedaille. Die Engländer sind da wie immer und die Amerikaner sind da präzise in seiner Sprache. Also wir sind sowohl sicher, was das Thema heißt, ausfallsicher, aber auch sicher im Sinne von, dass wir Cyberangriffe besonders gut abwehren helfen wollen. Das ist so das Kernthema, dass die Firma ist entstanden aus dem Netzwerkthema und hat sich dann immer mehr in die Steuerung hineinentwickelt. Weil in vielen Branchen Steuerung und Netzwerk immer mehr zusammenwachsen. Wenn man sich so eine intelligente Maschine heute anschaut, hat sie sehen gelernt. Das heißt, viele Maschinen haben heute Sensoren, Kameras, Radar, Leaders, Laserscanner, whatever, wo sie das Umfeld wahrnehmen, ultraschall. Und dann habe ich sehr viele Aktuatoren. Früher war es aber hydraulisch, jetzt ist immer mehr elektrische Aktuatorik, wenn man eben immer mehr elektrisch macht. Und zwischen diesen Sensoren und den Aktuatoren gibt es dann eben die Computing-Plattform und das Netzwerk. Man sagt oft die Intelligenz, das Nervensystem, das Gehirn der Maschine. Und da wollen wir eine große Rolle spielen und sagen, das machen wir besonders sicher und besonders zuverlässig. Das ist unser Teil.
MarkusJa, und ihr seid ja so ein bisschen so etwas wie das Ur-Startup oder das Ur-Spin-off der österreichischen Szene, also wie du schon gesagt hast, 1997 gegründet als Spin-Ofter TU, wo glaube ich Spin-offs noch nicht so richtig on vogue waren. Vielleicht machen wir mal einen Sprung ganz zurück. Wenn du zurückdenkst an den kleinen Georg, also an deine Kindheit, gab es da irgendwie schon den Anspruch, mal was Unternehmerisches zu machen? Gab es eine Faszination für Technologie? Wie ist das bei dir entstanden?
SPEAKER_00Ja, absolut. Also ich bin ja mehrfach geprägt, das erste für meinen Vater, weil mein Vater war ein Technologie Guro oder ist immer noch Technologie Guro, Informatikprofessor. Und hat sich immer sehr für die Industrie und für die wirkliche Welt interessiert. Er kam auch aus der Industrie an die TU, erst Berlin und an TU München. Und als Sohn eines TU-Professors ist man in dieser wissenschaftlichen Welt irgendwie aufgewachsen und hat eben dann auch die ganzen Experten immer persönlich erlebt. Und was sicherlich für mich prägend war, waren die gemeinsamen Aufenthalte mit meiner Familie, seinen Eltern und den Geschwistern in den USA. Wir waren zweimal mit den Eltern in den USA. Mein Vater war Professor in Kalifornien. Und da durfte ich in die Schule gehen in Amerika, also Junior High School und High School in Kalifornien. Habte auch die ganzen Tech-Metropolen besucht, wie Silicon Valley oder Stanford oder eben Caltech und Berkeley. Und das war mir alles sehr bekannt. Und dann war ich mit 17 selber mal drüben in Amerika, in Harvard. Ich habe auch hier schon getaugt, als junger Georg quasi. Und es war für mich immer klar, irgendwann gehe ich in die USA. Irgendwann mache ich da ein Unternehmen in den USA und habe dann auch ein Fullbread Scholarship bekommen mit 23 oder 22. Und dann hat sich aber die Gründung ergeben an der TU Wien. Und dann habe ich gesagt, Scholarship kann warten. USA kann warten, ich bleibe in Europa. Und wir probieren einmal aus Silicon Wien zu starten, im vierten Bezirk. Und hatte das große Glück, einen sehr guten Kollegen zu finden, den Stefan Poledner, der auch noch immer in der TTEC ist, mein Mitgründer, Technikvorstand in der Titech Auto heute, der mit mir gemeinsam gegründet hat, der bei Bosch war, der war oder ist elf Jahre älter wie ich, war deswegen viel seriöser. Und wir haben dann am 18.12.97 gegründet, also knapp vor dem Jahresende. Und offiziell haben wir dann im Jahr 1998 gestartet. Und das einzige Offizielle von der TU Wien war, dass es eine Presseerklärung gab, dass die TU Wien sich freut, dass ein Spin-off gegründet wird von der TU Wien, aber es war so quasi der Institutional Frame im Sinne von Ivan Issek Stolz, dass sie so ein offizielles Announcement bekommen haben. Aber weil du richtig gesagt hast, das war die Pioneering-Phase der Spin-offs und der Startups. Und ich habe da auch am Anfang zufällig mit dem Hermann Hauser auch Kontakt aufgenommen, über einen Freund von mir, der gerade Amadeus gegründet hat, seinen Fonds. Und der Hermann Hauser ist ja jetzt so der Spin-Doctor oder der Guro für Spin-offs und das ganze Cambridge Silicon Fan und war jetzt auch fünf Jahre lang zum Aufsichtsrat der Tietek Auto. Also hat sich dann wieder nach über 20 Jahren die Wege gekreuzt. Und mittlerweile natürlich wissen wir alle, wie wichtig das ist, ein Spin-off zu machen. Aber ich muss sagen, das war in den USA damals schon üblicher. Und es gab schon einige Professoren, Kollegen von meinem Vater, die Spin-offs gemacht haben, auch an die Börse gebracht haben. Und das war damals schon ein bisschen ein Vorbild, sowas auch in Europa zu machen. Aber natürlich war das Framework in Österreich nicht da. Es gab ganz kleine Venture Funds, es gab ein paar Business Angels. Damals gab es sowas wie Innovationsagentur, das ist heute in der AWS aufgegangen. Wir haben halt alle Mittel, alle Möglichkeiten, die es in Österreich gab, eiskalt ausgenutzt. Von Bürgschaften der AWS geholt, Innovationsagentur Darlehen geholt, wir haben österreiches Venture Capital geholt. Da gab es damals einen Fonds von der erste Bank. Mit der Konstanze gemeinsam die Eco, die hat bei uns investiert. Also hat ein AWS-Fonds bei uns investiert. Also wir haben wirklich versucht, aus dem österreichischen Ecosystem heraus das Ganze hochzustarten, es ist uns gelungen. Und das ist auch immer noch so, dass in Österreich die Gründungsphase immer noch sehr gut ist, auch von dem ganzen strukturellen Setup, von den ganzen Unterstützungen. Das ist eigentlich super. Da kann man sich nicht beklagen. Und dann wird es eben, damit es eben anspruchsvoller, wenn man dann wächst.
MarkusDu hast schon gesagt, okay, eigentlich hattest du vor, dass du nach Amerika gehst und dort vielleicht was gründest und dann kam diese Möglichkeit der Spin-Off-Gründung hier in Wien. Wie war das jetzt auch in deinem persönlichen Umfeld? Auch auf der Uni, hattest du das Gefühl, dass da schon die Unterstützung da war, dass da habe ich mir nochmal eine Presseausdeinung. Oder war das auch mit Skepsis begleitet, dass da Leute gesagt haben, na Wissenschaft, das soll nicht zu nah an die Wirtschaft ran und hast du da irgendwie Gegenwind gespürt?
SPEAKER_00Also Gegenwind vielleicht weniger, aber ich würde sagen Unsicherheit und so eine gewisse Unklarheit, das war einfach vieles nicht klar. Meine Eltern haben ja schon vor einigen Jahren vor der Gründung eine kleine GmbH gegründet gehabt, um die Patente irgendwo anzumelden, die mein Vater erfunden hat, weil damals die TU Wien das Risiko nicht nehmen wollte, der Patentanmeldungen und einfach das Risiko der Investments. Und da hat man sich halt so geeinigt, das so zu machen. Ohne Patente hätten wir es am Anfang sehr schwer gehabt, weil natürlich ein Technologieunternehmen immer auf irgendeiner Technologiebasis agieren muss. Und ich glaube, das ganze Thema Technologietransfer spielt auch heute noch eine große Rolle, wie dann eben auch Universitäten Technologien frühzeitig sichern, damit sie eben nicht public knowledge and public domain werden. Ich glaube, was ich gespürt habe, war halt, viele Leute haben halt gemeint, dass es vielleicht zu viel Risiko ist, in jungen Jahren ein Gründer zu sein und man vielleicht in einem etablierten Job eine bessere Zukunft hat als Person. Und ich bin ja von meiner Ausbildung, meiner Grundausbildung, bin ich Jurist. Ich bin jetzt nicht der Technologiefreak. Und ich war immer so der kommerzielle Counterpart zu den Technikern. Ich war lange Zeit der einzige Nicht-Techniker, also nicht-technisch akademische, ausgebildete Techniker. Und habe dann eigentlich die Technik so im Job gelernt. Ich war 23, also sehr jung. Und wer technisch immer getaugt, habe auch im naturwissenschaftlichen Gymnasium und habe immer ein bisschen Wirtschaftsinformatik nebenbei auch gehört, Vorlesungen und habe immer getaugt, aber prinzipiell habe ich nie wirklich programmiert und war halt fasziniert, auch diese Welt der Technik zu durchdringen. Und vor allem sind wir Deep Tech, wir machen ja jetzt nicht irgendwas kommerziell Technisches, sondern wirklich hier was sehr anspruchsvoll Technisches. Wir haben gleich am Anfang einen Chip entwickelt. Wenn wir mal beschäftigen müssen, was ein Chip ist, dann habe ich gelernt, was ein Physical Lea ist, was ein Digitaldesign ist, wir haben da mit der AMS kooperiert, die immer noch heute in Unterbremsstätten in unseren Urchip produziert. Nach über 20 Jahren sind wir sehr stolz. Und der Chip hat schon über zweieinhalb Milliarden Flugstunden heute weltweit und kommt immer noch aus Unterbremsstätten bei Graz. Den Prozess gibt es immer noch, den Produktionsprozess sieht man auch eben die Long Livity der Industrie, aber das ganze Thema Halbleiterindustrie, Softwareindustrie, das habe ich mir eigentlich alles dann erlernt. Und ja, das war eine tolle Zeit und war auch sehr viel dann in Japan und in den USA, weil wir gesagt haben, wir müssen gleich in den USA und Japan gründen, weil in Europa sind nicht unsere Kunden, also wir haben im zweiten Jahr gleich die USA und Japan gestartet. Und ich war auch für den Vertrieb zuständig und war deswegen sehr oft in Japan und sehr oft in den USA. Und es hat mir persönlich schon viel gegeben, also diese ganze Welt zu sehen und auch zu sehen, was möglich ist. Und da war die Europäische Union auch total unterstützend. Weil das ist so nicht so bekannt. Die DTTech ist nicht nur ein Spin-off der TU Wien, sondern auch ein Spin-off von zwei großen EU-Projekten. Es war damals Österreich gerade ein ganz junges Mitglied der Europäischen Union. Und mein Vater war sehr geschickt, europäische Projekte ein Land zu ziehen. Und wir haben da mit großen Industrieunternehmen EU-Projekte bereits gehabt, schon vor der Gründung über die TU Wien. Und die EU war immer, ist nicht stolz und die Kommission, dass hier ein Unternehmen aus EU-Projekten auch raus entsteht. Und zum Beispiel, wie ich zum ersten Mal in Japan war, war das auch eine Gateway to Japan-Mission der EU-Kommission, wo sie gesagt haben, man schickt europäische Unternehmen nach Japan mit Unterstützung der Europäischen Union und gibt es so quasi den offiziellen Backing der europäischen Flagge. Und ich war ja von meiner Kindheit an nicht nur ein Freund Amerikas, sondern auch ein großer Freund der Europäischen Union und des europäischen Gemeinschaftsprojekts. Ich bin überzeugt der Europäer, immer noch aktiv im Forum Albach und versuche immer den europäischen Gedanken auch irgendwie hochzuhalten. Und DITEC ist ein komplett europäisches Unternehmen. Also wir sind wirklich einen ganz starken Europafokus von den ganzen Technologien- und Hauptbasis, sind wirklich in vielen Ländern Europas präsent und sehen uns durchaus als globaler Player, aber mit starkem europäischen Herz und Tieren und finden auch, dass Europa extrem viel anzubieten hat in den Technologien, in denen wir unterwegs sind. Also da müssen wir uns nicht verstecken. Und was man heute erst sehr oft zu Leid tut, ist, dass wir so negativ über Europa reden und nicht so über die Stärken Europas reden. Und die sind in den Bereichen, in denen wir sind, extrem stark. Wir sind da wirklich Weltmarktführer technologisch. Und das ist, glaube ich, schon eine Stärke, die Maschinenwelt ist eine Stärke Europas.
MarkusGab es irgendwann mal einen Punkt, wo, weil du hast schon gesagt, besonders in der Frühphase ist es eigentlich, findet man hier sehr gute Bedingungen vor, wenn man dann in die Wachstumphase kommt, dann gibt es manchmal schon Herausforderungen. Gab es irgendwann einen Punkt, wo du überlegt hast, mit dem Unternehmen, also auch das Headquarter mal woanders hinzuverlegen oder war das eigentlich immer Zeit, das wird in Wien, das wird in Österreich bleiben?
SPEAKER_00Also es gab nie wirklich die Überlegung, wegzugehen vom Headquarter. Es gab schon ein paar Mal die Möglichkeit, dass hier ein großer amerikanischer Konzern einsteigt und dann automatisch der Center of Gravity in die USA geht. Das gab es schon ein paar Mal in der Geschichte. Nachdem wir am Anfang sehr stark auf die Luftfahrtindustrie und auch auf die Automotive-Industrie ausgerichtet haben, war für uns halt schon der deutsche Markt sehr spannend. Und wir haben halt gesehen, dass so Anfang der 2000er Jahre so ein Markt für Technologie in Europa eigentlich nicht vorhanden war. Das heißt, die meisten Großunternehmen hatten selber große Forschungsabteilungen und haben eigentlich das Selbstverständnis gehabt, wir entwickeln und forschen selber. Maximal kooperieren wir noch untereinander mit den Großen. Aber dass da so ein kleines Start-up aus Österreich und dann eine Kerntechnologie anbietet, das war irgendwie nicht im Mindset verankert. Und deswegen mussten wir sehr früh in die USA gehen. Und in den USA ist es so, dass dort Technologie sehr nachgefragt wird. Aber wir haben dann eben versucht, in Europa Allianzen zu schließen und hatten dann eine Super Allianz im Jahr 2000 begründet mit Audi. Vorsprung durch Technik ist ja die Marken-DNA von Audi. Und damals war das Thema Vorsprung durch Hightech. Und das war gerade die erste große Aufschwungsphase von Audi, wo Audi auch zu Mercedes und BMW aufschließen wollte im Sinne von Technologie und Digitalisierungskompetenz. Da ging es um das digitale Auto, um das sogenannte Power-Wire-Auto, das man eben elektrisch bremst und lenkt, ähnlich wie im Flugzeug, mit dem Fly by Wire. Und da war Audi relativ innovativ und hat eben mit uns einen Giant Venture gemacht. Und das hat uns eigentlich dann so den ersten Technologieschub gebracht, dass wir in die Märkte reingekommen sind. Weil mit dem Geld konnten wir dann auch die Aerospace-Entwicklungen finanzieren für Airbus, für den A380. Und unser Claim to fame via Aerospace Safety at Automotive Cost. Und mit der Thematik, dass wir im 383 die Technologie applizieren, aber auch mit Audio arbeiten, hat das glaubwürdig gemacht weltweit. Und die anderen Dinge sind dann eigentlich unternehmerisch darum entstanden, weil eben Luftfahrt und Automobilindustrie nach ganz eigenen Gesetzen operieren, wo du halt extrem wenig Einflussmöglichkeiten hast als kleines Unternehmen. Das sind so die berühmten portischen Forces. Wenn du halt lauter große Partner hast und du bist der kleine Flo, dann musst du halt immer schauen, dass irgendjemand dann der Elefant kommt, dass sie nicht auf dich setzt und du schnell hupst. Und da haben wir halt geschaut, dass wir Märkte finden, die vermeintlich schneller sind. Um eben ein bisschen Speed aufzunehmen. Weil, was wir auch gelernt haben, die beste Selbstständigkeit kommt durch Eigenfinanzierung und die beste Eigenfinanzierung kommt durch Umsatz und Cashflow. Und der beste Umsatz und Cashflow kommt eben durch einen großen Kundenstamm. Und deswegen haben wir dann geschaut, wo sind Märkte, wo wir schneller mehr Kunden gewinnen können.
MarkusJetzt habt ihr ja quasi nach drei Jahren, wenn ich das richtig im Hinterkopf hatte, Audi als Kunden gewonnen, beziehungsweise als Kooperationspartner gewonnen. Wie ist euch das gelungen? Weil ich kann mir vorstellen, ihr wart damals wahrscheinlich auch noch ein überschaubarer Spin-Off, wahrscheinlich noch sicher noch nicht vergleichbar mit dem Namen von Audi. Wie konntet ihr da auch die Entscheidungsträger auf der anderen Seite von euch überzeugen?
SPEAKER_00Ja, also ich glaube zwei Aspekte, das schließt sich, glaube ich, bei vielen großen Kundenakzessionen ein. Erstens, du musst technisch Kompetenz ausstrahlen und technisch kompetent sein. Das heißt, du musst nachweisen können, dass du technische Exzellenz bietest. Also wenn wir ein MeToo-Produkt anbieten, das man überall kaufen kann, geht man zu keinem Startup oder keinem Deep Tech-Startup. Das heißt, der erste Punkt ist technische Exzellenz und wir hatten super Leute vom Anfang an, super Kooperationen mit den technischen Universitäten, nicht nur in Wien, auch in anderen Erde, zum Beispiel SRI in Menlo Park, hat nun sehr viel gemacht. Das ist das ehemalige Stanford Research Institute, John Rushby. Also wirklich tolle Leute und wir haben das gut gespielt, glaube ich, dass diese Scientific Reputation auch auf die Firma übergegangen ist, ein bisschen, und dieses Scientific Background. Und der andere Punkt, der ist wahrscheinlich viel wichtiger, sind die Personal relationships. Und da gab es einen ehemaligen Studienkollegen von meinem Onkel, der bei uns investiert hat, in Family and Friends, der Wilfried Krebs, und der war Steuerberater in Salzburg und hat deswegen gute Kontakte in die Porsche, das Porsche Umfeld gehabt. Und da gab es nun einen ehemaligen Porsche-Vorstand, der bei Audi Vorstand geworden ist, der Georg Flandorfer. Und der Wilfred hat einmal den Georg Flandorfer angerufen und sagt: Du glaubst du nicht, dass du einmal in der Ballensstatistik vor Triotto sein willst mit Audi? Dann musst du dir die DTT anschauen. Und ein anderer Aspekt war, dass da in Wilfred Krebs auch einer der Manager von Franz Beckenbauer war. Und Franz Beckenbauer war dann noch eine Zeit lang bei uns Aktionär in der TTech. Und dann war natürlich damals BMW Bayern München gesponsert und nicht Audi. Und so parallel zu den Gesprächen, wo wir Audi als Joint Venture Partner für die T-Tech gewinnen konnten, war auch der Wechsel von Bayern München von BMW zu Audi, was den Vorteil hatte, dass eben auch viele Top-Manager dann uns auch ein bisschen auch mit Bayern München oder halt mit dem ganzen Franz Beckenbauer und so ein bisschen auch verbunden haben, zumindest weil er gut will auch ein bisschen auf uns übergangen, man konnte sie irgendwie einschätzen. Da war natürlich auch immer in der Nähe der Familie Porsche und Biech zur TU Wien. Die machen ja auch in Wien den TU Porsche-Preis, erfährt Bierech hat auch lange Zeit die Innovationsvorlesung in der TU Wien gehalten. Das Motorensymposium in der Hofburg, wenn wir so einen Treffpunkt der Autobielindustrie. Das heißt, da gibt es schon so einen kleinen österreichischen Epizentrum, das nach München und Ingolstadt und auch Stuttgart ausstrahlt und damals versucht, auch die österreichischen Netzwerke zu spielen. Und die Österreicher im Ausland halten relativ gut zusammen. Also wenn ein Österreicher im Ausland mit einer guten Idee kontaktiert, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass du zumindest einmal einen ersten Termin bekommst. Aber die Personal Relationships sind genauso wichtig wie die technologische Exzellenz. Und du musst halt irgendwie beides vermitteln können im Vertrieb. Zum Beispiel ein Beispiel eben, was ich gerne bringe Richtung NASA, fliegende fragen mich, wie kommt man das keine Tee-Techni-NASA? Und wiederum war das so, dass eben der Professor Rushby, Dutchby ist einer der führenden Köpfe in der formalen Methodik, formale verification. Und Und die NASA hat immer ein Interesse gehabt an formalen Verifizierungsmethoden, was alle eigentlich. Und wir haben dann ein Forschungsprojekt aufgesetzt, wo wir eben diese Technologie von uns mit formalen Methodiken verifizieren haben. Und zwar nicht nur die Protokolle, sondern auch die Chip Designs. Und waren so die ersten Firmen weltweit, die formale Verifikationen zum Einzels gebracht haben und haben damit wiederum ein neues Beziehungsnetzwerk aufbauen können, weil wir da eben wiederum mit einem weiteren Aspekt für Leute begeistern konnten. Und da geht es auch oft um Begeisterungsfähigkeit und gerade viele Leute lassen sich für neue Technologien begeistern und sehen halt große Chancen auch für neue Technologien. Und das muss man halt aus neues Unternehmen auch ausnutzen.
MarkusJetzt gibt es ja für eure Technologie sehr viele Anwendungsbereiche. Gleichzeitig ist sicher auch die Herausforderung, besonders am Anfang eines Startups oder eines Bin-Offs, dass man halt einen gewissen Fokus einmal mitbringt, sich auf erste Challenges konzentriert und nicht zu breit reingeht. Wie habt ihr dieses Spannungsfeld navigiert? Wo habt ihr angefangen und wie habt ihr euch dann auch verbreitert?
SPEAKER_00Ich würde sagen, wir haben es nicht gut navigiert, weil wir es nie geschafft haben, die Technologie wirklich zum weltweiten Durchbruch zu bringen. Also wir haben zwar tolle Prestige-Projekte, ich meine, die Raumfahrt ist ein tolles Projekt oder die Arena 6 oder auch die ganzen Fly-Berwire-Projekte. Aber die Wertschöpfung, die wir aus diesen Projekten verdient haben, reicht nicht aus, um das Unternehmen überleben zu lassen. Das heißt, wir mussten aus dem Kernkompetenzbereich herausgehen und neue Produktlösungen entwickeln, wo wir uns natürlich schon mit dem Kernkompetenzbereich differenziert haben, aber wo wir halt neue Fähigkeiten erarbeiten mussten, die viel Geld gekostet haben. Viel Lerngeld, viel. Wir haben jetzt zum Beispiel die Fähigkeit, komplette Steuerungen zu entwickeln, aber auch produzieren zu lassen und in total hoher Qualität zu liefern. Zum Beispiel, wir liefern an die japanische Maschinenbauindustrie die Steuerungen aus Europa, weil die die besten sind und die sichersten sind. Das hat mit dem Grundkonzept einer Vernetzung wenig zu tun. Die setzen die Vernetzung nicht einmal ein, die nur die Steuerungstechnik. Mit der sich das Ganze auch auf HMIs, also auf das Human Machine Interface oder Edge Computing in letzter Zeit übertragen oder auch in Richtung AI at the Edge, also künstliche Intelligenz im Edge Computing, das geht dann immer so weiter. Genau, wir machen irrsinnig viele Themen, die wir eigentlich, die eigentlich nicht unmittelbar mit der Kerntechnologie zusammenhängen, mittelbar schon. Und das macht uns langsam. Und das macht auch die Unternehmensstruktur sehr komplex. Und das ist eine Spannung, weil man natürlich einerseits immer hofft dann, dass man das grüne Feld beim Nachbarn sieht und dann immer wieder drauf springt und hofft, dann wächst das Getreide noch besser. Aber im Grunde genommen glaube ich, werde ich die Tech auch gut beraten, mehr in den Vertrieb zu investieren und mehr versuchen, Technologie zu skalieren und weniger neue Produkte zu entwickeln. Aber es fällt uns extrem schwer. Also wir sind ja nicht gut, sei ganz offen. Aber mittlerweile ist das so, dass das ganze Thema der intelligenten Maschinen ein ganz breites Thema geworden ist. Jeder spricht über Robotik und autonome Maschinen und das ist jetzt wohl in der Welt, in der wir uns bewegen. Und jetzt natürlich hilft uns das ungemein, dass wir diese Breite haben. Wir natürlich ganz anders auftreten können mit einer anderen Glaubwürdigkeit, als wenn wir jetzt nur Netzwerk-Protokollexperten wären. Aber die Frage beschäftigt mich und wie weit wir uns zu stark vom Core wegbewegt haben. Und ich kann sie nicht klar beantworten. Ich glaube, es ist immer ein Spannungsverhältnis, aber ich glaube, wir sind ein bisschen zu weit weg vom Core und würde es gut tun, wieder mehr zum Core zurückzukommen.
MarkusCool. Jetzt seid ihr insgesamt ein ungemein erfolgreiches Unternehmen. Also allein TitiTech Auto eine, quasi euer Tochterunternehmen ist ein Unicorn geworden vor zwei Jahren. Ich frage mal anders, das ist ja für dich als Gründer auch eine große Veränderung, wenn ein Unternehmen so wächst. Am Anfang hast du schon gemeint, lange warst du der einzige Wirtschaftler und sonst nur Techniker bei dir im Unternehmen. Und irgendwann wird das halt so ein großes Geflecht mit einer komplexen Firmenstruktur, vielen, vielen Menschen, die mitarbeiten. Wie ging es dir mit dieser Veränderung?
SPEAKER_00Unterschiedlich gut. Also erstmal sage ich immer, wir sind eine Gruppe von Hightech-Unternehmen. Also ich versuche immer dieses Thema Federated Principle hochzuhalten, um diese Startup-Gen nicht zu verlieren. Und wir gründen da neue Sachen, um eben wieder diese Startup-Gen zu erneuern. Was natürlich für die jungen Leute, die bei uns anfangen, super ist. Weil die dann nach drei, fünf Jahren bei uns schon in den rechtlichen Verantwortung kommen, wo es wahrscheinlich in großen Konzernen 15, 20 Jahre finden müssen. Das ist toll. Aber prinzipiell ist es schon extrem anspruchsvoll. Und ich hatte auch unterschiedliche Phasen und du musst dich unglaublich gut weiterentwickeln und ständig reflektiert sein und ständig auch schauen, was in deine Grenzen und was kannst du gut und was kannst du nicht gut und für Dinge, die du nicht gut kannst, dass die Mehrheit der Dinge musst halt immer schauen, dass du Leute hast im Umfeld, die besser sind wie du und die dann irgendwie motivieren, dass sie trotzdem irgendwie die Stange halten, auch wenn sie dir überlegen sind, dass sie dich als Partner auch akzeptieren und das ist anspruchsvoll. Wir haben ja die Strategie, dass wir in dieser Gruppe von Hightech-Unternehmen, Unternehmern, Unternehmen haben oder Unternehmerinnen und Unternehmerinnen und Unternehmen haben und dass wir auch versuchen, die Finanzierung auf die Beteiligungsebene zu bringen, um auch dort den Druck vom Markt zu spüren oder die Realität einfach zu spüren. Das Thema ist, viele Menschen, die nicht Gründer waren, unterschätzen, dass wie hart das Umfeld ist. Also der Wind ist extrem rau. Und du brauchst immer einen starken Buddy, der dir irgendwie auch die Hand reicht und die auch den Rücken stärkt und irgendwie dich da irgendwie wieder aufbaut. Und wir wollen eigentlich jetzt dieser starke Buddy sein, der unserem Unternehmen hilft, in diesen stürmischen Zeiten ihre Boote durch die Meere zu lenken und nicht selbst mit einem Steuerruder zu stehen. Und deswegen hat sich auch meine Rolle im Unternehmen verändert. Ich bin weniger jetzt der Steuermann, als mehr der, die die Steuerleute aussucht und dann ihnen gemeinsam die Strategie macht, wo wir hinsegeln wollen. Und dann mehr Routen auswählen und hoffen, dass ein paar Boote durchkommen durch den Sturm. Und die Boote, die es halt nicht schaffen, halt wieder mit einem Rettungsbrot abholen und wieder auffischen und wieder de facto wieder ausrichten. Und das ist uns bislang nicht so schlecht gelungen, aber natürlich fehlt schon, auf der Ursprungsfrage fehlt schon ein bisschen das Verständnis in vielen europäischen Ländern, dass die Technologie eigentlich heute der Differenzierungsmerkmal im unternehmerischen und im Wirtschaftsleben ist und dass das natürlich extrem hart von Technologie gekämpft wird. Und dass das irgendwie nicht immer ein Gentleman's Club ist, der da stattfindet. Und wir sind eine sehr, sagen wir so eine Unternehmung, wo die Menschlichkeit sehr hoch gehalten wird. Also mir ist es sehr wichtig, dass wir da einfach ein cooles Klima haben und vernünftig mit den Menschen umgehen und partnerschaftlich auch kollegial und auf Augenhöhe agieren. Und wir kämpfen da halt mit Kulturen, wo halt sehr viel Hierarchie, Druck ausgeübt wird. Und da haben auch diesen Clash of Cultures. Und dann natürlich auch diese berühmte Venture Capital-Szene und die ganze Finanzierungsszene. Das ist natürlich, ich würde nicht zu weit gehen, wie manche und sagen, das sind Drogen, die du nimmst, wo du dann abhängig wirst von der Finanzierung, aber das finde ich zu brutal, die Aussage. Aber es ist sicherlich etwas, wo du ähnlich wie beim Zucker oder bei den Süßigkeiten irgendwo ein Limit setzen musst. Und halt schauen, was aus du auf eigenen Füßen stehst. Und dass halt gerade auch die Erfahrung im Technologiebereich in der europäischen Finanzierungsszene überschaubar ist. Und wir haben halt viele, viele Kooperationen mit Corporates gemacht und machen sie auch weiterhin, weil ich da sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Aber da musst dann auch die Corporate-Welt verstehen. Und die sind natürlich auch risikoaversiver als ein klassischer Venturer. Und da musst du halt irgendwie den Zwischenweg finden, nicht zu wenig investieren, dass du halt dann irgendwie dann die Welle nicht erwischt und dann irgendwie zu spät bist, aber auch nicht zu viel investieren, dass dann alle sagen, du bist verrückt und die gehen nicht mehr mit und kappen für die Finanzierung. Und diesen Mittelweg zwischen Offensive und Defensive, das ist, glaube ich, was wir versuchen zu schaffen.
MarkusJa. Jetzt hast du schon die WC-Welt angesprochen. Und gleichzeitig hast du auch vorher gemeint, du glaubst, die beste Finanzierung für ein Unternehmen kommt immer aus dem eigenen Umsatz. Gab es irgendwann einen Punkt, wo ihr überlegt habt, jetzt für die TT-Tech so einen klassischen Venture Case zu machen? Oder war immer klar, nein, ihr wollt es eigentlich nicht exit getrieben?
SPEAKER_00Nein, nein, wir haben alles probiert. Wir haben mit Pirate Equity verhandelt, waren schon sehr weit, dann meistens in der Bewertung gescheitert, dass sie einfach extrem aggressiv rein wollten, weil die natürlich viel mehr Multiple getrieben sind als die Stategen. Und natürlich, ja, aber es gab schon einige sehr interessante Konstellationen, die sicherlich dann IT-Tech in eine ganz andere Richtung gelenkt hätten. Aber ich glaube, es war immer so ein bisschen bei uns das Familienunternehmen und auch dieses Evergreen-Gehen, auch in mir drinnen, ich bin so ein bisschen in den langen Zeithorizonten. Und bedauert das auch, das Wachsen zu beobachten. Und ich tue mir nicht leicht beim Verkaufen und beim Weglegen oder beim Weitergeben. Und ich bin ja eher so klassischer Unternehmer. Und ich glaube, das ist auch eine Stärke der Europäer, dass sie halt nachhaltiger und längerfristiger denken. Und gerade bei solchen Themen wie bei uns, die echt lang dauern, haben wir auch dann oft den Atem, vielleicht Dinge durchzuhalten, wo andere dann schon aufgeben und verkaufen. Das will dann doch noch zwei, drei Jahre zuwarten. Aber es ist eine Gratwandlung, wenn du nämlich zu lange wartest, dann kriegst du oft gar nichts mehr dafür. Also es ist so ein bisschen die Mischung, wann es der richtige Zeitpunkt auch zu sagen, okay, das war's. Aber prinzipiell will mich schon freuen, wenn die Detech und die Gruppe der Unternehmen, die wir da gegründet haben, langfristig erfolgreich aus Europa raus agieren kann, weltweit. Und auch, dass wir da so ein bisschen auch kein Rollmodel sind gegen andere Unternehmen, die halt vielleicht wertemäßig woanders stehen wie wir. Und das ist dieser Werteansatz, den wir hier verfolgen, dass der auch erfolgreich ist. Im Grunde genommen zum Schluss leben wir am Kapitalismus, wir müssen die Ente verdienen. Wir haben auch viele Investoren, viele Family Offices, viele unterschiedliche Menschen, die seit 20, 30 Jahren bei uns, 30 Jahre nicht, aber seit mehr als 20 Jahren beteiligt sind. Und da muss man halt schauen, dass man denen auch was anbietet. Und Dividenden zahlen wir derzeit nicht, weil wir nicht genügend Träger wirtschaften. Und deswegen müssen wir schauen, wie wir da irgendwie auch die Investoren zufriedenstellt.
MarkusDas hast du vorher schon gesagt, du glaubst, Europa ist auch unterschätzt, verkauft sich auch nicht immer ganz gut. Was glaubst du? Und jetzt gleichzeitig gibt es halt einfach, also die amerikanische Wirtschaft ist in den letzten zehn Jahren dreimal schneller gewachsen als die europäische und besonders auch halt im Technologiebereich, wo wir da wahrscheinlich immer noch hinterherhänken. Was glaubst du, muss sich in Europa verändern? Was müssen wir in Europa tun und vielleicht auch in Österreich tun? Du bist auch Teil des Vorwitrats, um hier einfach präsenter zu werden und erfolgreicher zu werden?
SPEAKER_00Ich glaube, wir müssen globaler denken, von der Stunde Null, weil Technologiemärkte sind globale Märkte. Ich glaube, da hat es keinen Sinn, wenn man der Beste in Österreich ist oder in Europa ist. Du musst der Beste weltweit sein. Das heißt, man braucht ein relativ großes Netzwerk, das man auch entsprechend skalieren kann. Und dieses Netzwerk fehlt vielen österreichischen Unternehmen, weil sie halt mit zu wenig Kapital starten. Also du musst halt mal eine gewisse globale Präsenz haben, damit du auch wahrgenommen wirst und auch glaubwürdig auftreten kannst. Deswegen brauchst du eine starke Finanzierung. Der zweite Punkt ist, wir brauchen in Europa eine größere Kooperationskultur, eine Ökosystemkultur. Die großen Marktführer müssen unbedingt danach trachten, dass sie sich ein Ökosystem von innovativen Schnellbooten aufbauen, die um sich herum agieren und die ihnen auch Wertschöpfung geben, damit die wachsen können, damit sie auch wiederum stärker werden. Also dieses Win-Win oder die Stärken befügen sich gegenseitig, das gelingt noch zu wenig. Da gibt es irrsinnig viel Potenzial in Europa, für größere Unternehmen Ökosysteme zu bauen. Das wollen wir jetzt auch dann auch machen, wenn wir größer werden. Und eben wieder kleinere Startups und Spin-Offs mitzunehmen. Dann glaube ich, dieses Thema Science to Tech, das ist so ein ganz spannendes Feld in Europa. Wir haben ganz tolle Scientists, die aber sich oft mit zu wenig technologischen Problemen beschäftigen oder die zumindest zu wenig mit technologischen Problemen konfrontiert werden. Also dieses Clash of Ideas zwischen den Technologists und den Scientists findet zu wenig statt. Und da müssen wir irgendwie Begegnungszonen schaffen, das versuchen wir auch, aber das sind wir noch nicht gut genug. Da müssen wir auch besser werden. Also mehr Smart Brains zu den wirklichen Problemen der Welt bringen. And ich glaube, da kann viel entstehen. Und dann natürlich der Mut und die Ambition. Also was mir in Amerika so gefällt und auch in China, ist einfach der Mut und die Ambition zu haben, große Dinge zu machen und groß zu denken. And die Amerikaner sagen, if you can think it, you can do it. And ich glaube, das fehlt oft halt auch dieser Glaube an das Große. Und dann ist das Problem, dass die dann was Großes machen wollen, das sind halt ab und zu in Europa auch Betrüger, die dann auf die Schnauze fallen. Und dann heißt es wieder nationales nur Betrüger und das wird eh nicht was. Und uns fehlen so ein bisschen die Success Stories und die Role-Models, wo wir auch gute Exits schaffen, wo wir gute IPOs schaffen, wo wir das Geld wieder zurück ins System bringen. Also dass wir einfach das Geld auch in den Umlauf bringen. Also erstmal müssen wir schauen, dass mehr Leute Geld in Technologiefirmung investieren, vor allem in private, junge Unternehmen, und dann, wenn Exits kommen, das Geld wiederum ins System hineinfließt, damit der ganze Kreislauf funktioniert und das gibt es in Europa einfach zu wenig Success Stories auch. Die Spotifys und die Beispiele, jetzt sind wir gerade wieder mit North Volk auf die Schnauze gefallen. Das sind halt so Beispiele, dann redet man jetzt auch über die Lillium, ja, es ist einfach schade. Also das ist halt dazu, ich meine, wenn du halt viel wagst, geht es halt manchmal auch nicht auf. Aber wir sind auch nicht smart genug, diese Success Stories auch zu bauen und dann auch uns Ringsweg zu bestärken. Und so pick the winners und dann auch ein Double Down on the Winners und dann einfach zu sagen, okay, jetzt skalieren wir durch. Also da fehlen auch so diese Finanzökosysteme von Investmentbanken, von Beratern im ganzen Endgame, also im Exit-Fall, dass die alle wirklich zusammenspielen, zusammenhalten, damit es noch wirklich funktioniert. Und da geht es halt oft nur um ein paar Millimeter, ob es Erfolg oder Misserfolg ist. Und da kann ein kleiner Windstoß oder ein Kommentar in die falsche Richtung, kann da irrsinnig viel bewirken. Also wir haben heuer sicherlich eine sehr anspruchsvolle Situation auch Richtung Cashflow und Cashmanagement und Finanzierung. Ich glaube, ich glaube, wir machen das sehr gut und haben eine sehr gute, sehr gutes, glaube ich, Performance hingelegt im Rahmen der Umstände. Aber ich kenne viele Leute, die rumlaufen und sagen, na schau her, die Tech, die halt dann oft so Kommentare machen, wo man denkt, der kennt sich gar nicht aus, was sie wirklich machen, was wirklich Sache ist und gibt dann irgendwie sich einen Kommentar ab, an das sich freut, dass wir wieder ein neues Venture starten oder irgendwas Neues machen, werden dann eher die Dinge groß gehalten, die halt dann nicht so gut gehen. Und das ist so ein bisschen die Mentalität, ist, glaube ich, auch ein Thema Mindset, dass wir in Europa angehen müssen und vielmehr europäisch denken. Also diese ganze europäische Kapitalmarktunion und diese ganze Thematik, dass wir keine europäische Technologiebörse haben, dass wir immer noch in Orten denken, in physischen Plätzen denken und nicht in virtuellen Märkten, ist fantastisch schlecht. Also es ist irgendwie ganz komisch, es ist irgendwie ganz komisch, warum wir das in diesem Punkt nicht schaffen im 21. Jahrhundert und dass wir dann nicht irgendwie eine europäische Technologiebörse haben und die kann dann überall sitzen, die kann in London sein, die kann in Paris sein, die kann in Berlin sein, in Wien sein, der kann jeder ein Büro haben, wo ob steht European Tech Stock Market, weil sie alles virtuell in der Cloud stattfindet. Ich verstehe es nicht. Und ich glaube, das ist wirklich ein Kommunikationsproblem und deswegen bin ich auch im Vorwit aktiv. Ich versuche einfach so ein paar Themen auch einfach so banal zu erzählen, wie ich sie sehe. Vielleicht sehe ich sie zu banal oder so einfach, aber ich glaube, es ist nicht so kompliziert. Ich glaube, da gibt es so ein paar Dinge, die wir ändern müssen im System und dann funktioniert es. Es ist nicht so, dass wir jetzt da irgendwie verzweifelt sein müssen, dass die Welt untergeht in Europa, wird nur noch irgendwie Regularien und der Urlaubsort sein, also wenn jeder kommt und sagt, European is für Recreation, Vacation, dann unterschätzt wir mal einen höheren Industrieanteil als die meisten Regionen auf dieser Welt. Und die Industrie braucht jetzt digitale Technologien wie die Butter aufs Brot, damit sie in den 20 Jahren konkurrenzfähig bleibt. Also jetzt eigentlich die Chance für Europa, im Industrial-Tech-Bereich ganz groß herauszukommen. Und wenn man jetzt richtig investieren würde, wir bräuchten richtig eine große Investitionsoffensive für Industrial Tech in Europa. Im Green-Tech-Bereich, im Autobereich, Logistik ist nicht spannend, Trucking, Autonomous Trucking, High-Speed Rail, also Railways. Also es gibt so viele tolle neue Themen, wo wir hineinspringen könnten als Europa. Und wir müssten ein bisschen mehr Mut haben. Und ich glaube, das hoffe ich, dass ich das auch mit meiner Arbeit ein bisschen diesen Mut irgendwie schaffe, deswegen auch diesen Podcast, einfach um den Leuten Mut zu machen, unter ihnen recht aktiv zu werden, aber auch dann einen Teil für die Gesellschaft wieder zurückzugeben und sich auch ein bisschen da einzubringen und das Ganze nicht als verlorene Sache anzusehen. Es ist nicht verloren.
MarkusSehr gut, das ist definitiv Wasser auf unseren Mühlen. Ich glaube und ich hoffe auch, dass da draußen einige zuhören und sich jetzt denken. Let's go.
SPEAKER_00Ich helfe immer gerne. Das heißt, wenn sie euch dann kontaktieren, können wir sicher den Kontakt herstellen und dann auch vielleicht den einen oder anderen Gründe auch helfen, vielleicht den nächsten Schritt zu schaffen.
MarkusDas nehmen wir gerne mit, hört, hört, auch ihr da draußen, meldet euch gerne. Uns bringt das jetzt zu unserer Speedround. Das heißt, ja, fünf schnelle Fragen, fünf schnelle Antworten. Georg, wenn du zurückblickst jetzt auf deine Karriere bzw. auch diese vielen Jahre, die du mittlerweile Digitech gestaltet hast, was ist dein größtes Learning?
SPEAKER_00Ja, ich glaube, Stay Focused, was wir auch besprochen haben, ich glaube, manchmal ist weniger mehr. Ich sage immer, die CG haben gesagt, Growth through simplification. Also ich glaube, manch ist das Weglassen wichtiger als das dazunehmen. Und nur natürlich gerade, wenn es wirklich wichtig ist, den Fokus nicht zu verlieren. Also einfach Priorities setzen und den Eiskalt durchziehen. Und nicht zu viel nachdenken, was andere über dich reden und was sie auch denken, sollen das tun, was dein Herz und dein Kopf und dein Bauch dir irgendwie sagt, deswegen die Zeit geben, dass du selber nachdenkst, was wichtig ist, und dann einfach das konsequent durchziehen. Und alle Ratschläge freundlich sich bedanken, sie reflektieren, aber zum Schluss ist keine Verantwortung und wenn du auch sieben Leuten recht machst, ist es dann trotzdem dein Schicksal und dein Leben. Und deswegen you are in charge and stay focused.
MarkusCool. Und was ist dein bester Lifehack?
SPEAKER_00Ja, Routinen. Routines. Also einfach konsequent Dinge zu tun, die mir gut tun. Fangt an beim Regular Exercise in the Morning habe ich nie gemacht, aber jetzt in ein paar Jahren, jeden Tag, wenn es geht, regular exercise, halbe Stunde, eine Stunde. Aber immer schauen, dass der Körper sich ausbauen kann. Gesundleben im Sinne von Healthy Food, wenig bis kein Alkohol, gute Sleep Routines, Openness for new people and ideas, einfach das Thema soziale Kompetenz nicht verlieren, nicht immer nur im eigenen Saft baden, rausgehen, auch andere Sachen tun, wie gar nichts Unternehmen Regisseur unmittelbar nutzen haben. Und ja, und ich glaube, das ist ganz wichtig, diese Routinen einzubauen im Leben und gerne einfach selber guttun.
MarkusHast du eine Buchempfehlung für uns?
SPEAKER_00Ich habe eine Buchempfehlung, wobei ich lese Isnik viel und irrsinnig viele tolle Bücher. Es ist nicht schwer. Ich bringe ein Buch, das irgendwie zu dem Podcast passt und irgendwie auch vielleicht zu den Lesern passt und vielleicht kennen sie eh viele, aber das ist der Five O'Clock Club. Weil ich denke mir, man hat eine irre Möglichkeit, über seine Einstellung sein Leben zu gestalten. Und das bringt das Buch ein schönes Beispiel. Und ich beschäftige mich auch gerade mit dem Lautse, sehr stark mit dem Tao. Also das kann ich auch sehr empfehlen. Es ist ein bisschen eine ältertümliche, aber da gibt es auch ein Buch, das heißt Change Your Thoughts, Change Your Life, glaube ich, oder Change Your Mind, Change Your Lives. Und das ist auch super spannend, da wird eben der Tao neu interpretiert und es ist unglaublich, wie stark wir über unsere Gedanken auch unser Leben beeinflussen können. Und ich finde, das geben beide Bücher sehr gut wieder. Und das ist gerade in einer Phase, wo man mit sehr vielen Krisen von externen belastet wird. Emotional sollte man, glaube ich, schauen, dass man seine innere Stärke stärkt und dass man auch weiß, man kann sich selber am besten beeinflussen und man soll nicht zu viel über das Umfeld schimpfen, sondern schauen, was man selber beeinflussen kann und dort ansetzen. Das fängt einem bei einem selber an.
MarkusCool. Hast du ein Lieblingsprodukt?
SPEAKER_00Ich würde sagen, wenn ich ein Lieblingsprodukt halte, dann wahrscheinlich das Klavier als Instrument. Spielt zu wenig Klavier, aber ich finde Musik einfach unglaublich toll. Und eben auch dieses Thema, das man eben wirklich hier in der realen Welt durch die Übertragung von den Gedanken, den Geist, in die Finger, in Musik, die ganze Geschichte, die dann mit jedem Stück mitschwingt, das ist beeindruckend. Also Klavier finde ich schon ein tolles Produkt, ein tolles Instrument. Ja, und jetzt stell dir vor. Ski finde ich auch ein tolles Produkt, Skifahren. Ich brauche jetzt gern Ski. Also ich finde, Ski ist auch ein tolles Produkt. Also nehmen wir das Klavierstellen.
MarkusOkay, Klavier und Ski, aber nehmen wir gleich die Ski, stelle vor, du hast einen großartigen Ski-Tag und machst kurz Mittagpause und du kommst quasi zurück und du willst weiterfahren und jemand hat deine Lieblingsski gestohlen. Was ist dein Lieblingsschimpfwort?
SPEAKER_00Ja, ich habe ein Lieblingsschimpfwort und ein Lieblingsschimpfwort Satz und mal ein schottischer Geschäftspartner bei einer Krisensituation in den quasi entgegengeworfen, er hat gesagt, im schottischen Akzent, I think they've smoked something. Auch wenn einer halt komplett verrückt agiert, dann sage ich immer, okay, he smoked something und dann ist es nicht mehr so schlimm, weil dann ist es nicht ganz sein eigener böser Wille, sondern irgendwas anderes. Aber das ist wahrscheinlich, was ich mir oft denke, wenn Leute halt verrückte Sachen tun.
MarkusSehr gut. Das smokende G-Deep, das ist auch eine premiere, eine Innovation hier auf der Schimpfwortfront, auch bei FutureWiki. Und das bringt uns natürlich zu unserer finalen Rubrik und das sind Moonshots und Predictions. Jörg, wir brauchen von dir einen Moonshot. Das ist eine große Vision frei nach John F. Kennedy, der damals gesagt hat, wir bringen noch diese Dekade einen Menschen auf den Mond. Und eine Prediction, das ist eine Vorhersage für die Zukunft, von der du felsenfest überzeugt bist.
SPEAKER_00Also ich mache zwei Moonshots, mit denen ich mich beschäftige und eine Prediction. Also die beiden Moonshots sind, dass ich überzeugt bin, dass wir Autonomy everywhere sehen werden. Also we are living in the life of autonomous systems. Und das wird einfach unser Leben komplett verändern, weil wir einfach extrem viel Wertschöpfung daraus ziehen werden. Und da müssen wir halt schauen, dass wir das so intelligent und so human machen, dass es da halt irgendwie wenig Verlierer gibt und möglichst alle daran gewinnen werden. Aber es ist eine irre Chance für die industrielle Welt, dass jetzt die Maschinen autonom werden. Und dieses Mensch- und Maschinen-Collaboration-Thema wird uns extrem viel Freude bereiten. Dann bin ich überzeugt, dass es eine sehr positive Vision der Welt mit den autonomen Maschine. Der zweite Aspekt, den ich sehe, ist schon das Thema Energiemanagement und die ganze Dezentralität und die ganze Erneuerbarkeit der Energie. Es wird oft geschimpft und Energie ist teuer und wir haben so wenig Chance in Europa, weil wir so da Energiekosten haben. Ich würde jetzt wirklich einmal sagen, please buckle up, fast new seatbelt. Jetzt mal die Accelerator einlegen, weil wir haben ja extrem günstige Möglichkeiten, Energie zu gewinnen über Wind und Solar, die wird jedes Jahr billiger. Wir müssen jetzt nur schauen, dass sie Energie gut verteilen, gut auch nützen, nämlich dann, wenn wir sie haben. Das heißt, wir müssen die Autos dann chargen, wenn die Sonne scheint und wenn der Wind geht und nicht dann, wenn Dunkelheit herrscht und Windflaute ist. Und diese ganze Netztinnigkeit, das Energiemanagement, mit denen beschäftigen wir uns ganz stark jetzt in der TT-Tech. Wir haben ein neues Gan Venture gegründet, mit einem großen Energieversorger, das werden wir jetzt irgendwann mal ankündigen in den nächsten Monaten. Offiziell unten und heißt Nexus, so wie das Buch vom Harari, da war nichts mit ihm zu tun. Also es ist wirklich eine Edge-Plattform für Energiemanagement, die zentral für Autocy. Und ich hoffe mir, dass wir in Europa auch in zehn Jahren so ein Vorzeigkontinent sind mit nachhaltiger, günstiger Energie, wo die Industrie sagt, wir haben es geschafft und wir haben echt das gut hinbekommen, dass wir billigen Strom haben und billigen Energie haben. Und das ist möglich, und daran sollten wir arbeiten. Das sind die beiden Moonshots, also Autonomie und Energie. Und bei der Prediction oder bei der eigentlich meine Vision für Europa als Europäer ist, glaube ich, dass wir einfach Europa als den Platz in der Welt etablieren sollten, wo die Menschen gerne hinkommen und gerne arbeiten und gerne auch leben. Also nicht nur besuchen, sondern leben und arbeiten. Dass die besten Köpfe nach Europa kommen, auch die besten Scientists, die besten Künstler, die besten Sportler. Und dass in Europa eine Welt ist, wo wir friedvoll sind. Das heißt, ich hoffe, wir haben so keine Themen bald gelöst, wo wir Wohlstand haben, prosperous sind. Deswegen brauchen wir die Aktienmärkte und Kapitalismus. Das ist der einzige Gram für Wohlstand und Leistung natürlich. Und wir brauchen eine Sustainability-Nachhaltigkeit. Also ich würde gerne eine Gesellschaft haben, wo man nicht dann irgendwann nochmal abtreten werde, sagen kann, es geht den Menschen jetzt viel besser. Also in meiner Jugend und das lade ich schon ziemlich hoch, weil uns geht schon ziemlich gut. Also da was draufzusetzen, ist anspruchsvoll, aber ich glaube, es ist machbar. Und ich glaube, es ist auch wertvoll und notwendig in einer Welt, wo halt so viele Früchte rumlaufen, die irgendwelche Sachen behaupten, die total so-deppert sind. Und das Southdeppert ist auch ein Lieblingsschimpfwort von mir. Es lopped something. Und da muss man halt ab und zu mit einem guten Gegenmodell dagegen arbeiten. Und man kann ja das Gegenmodell nur dann glaubhaft nachweisen, wenn man auch kommerziell erfolgreich ist. Und dieser kommerzielle Erfolg, der fehlt ein bisschen in Europa und deswegen sind wir deprimiert und frustriert. Und das ist halt dieses self-fulfilling Prophecy-Thema. Es leistet jeder in einer Börse notiert oder Börse spielt oder Börse investiert. Es geht ja sehr viel um Conviction, um Prophecies, um auch Wischen, wo geht deine Aktie hin, was kann Unternehmen leisten und uns fehlt ein bisschen der Glaube an die Europa-Aktie. Und ich glaube, die müssen wir wieder ein bisschen müssen wieder ein bisschen stärken. Da wird die Aktie auch wieder steigen und dann geht's voran.
MarkusDas sind großartige Schlussworte, lieber Georg. Vielen Dank für deine weisen Worte und auch die motivierenden Worte, glaube ich. Ich hoffe, dass sich das viele auch zu Herz nehmen. Vielen Dank auch an euch da draußen fürs Wieder mit dabei sein. Wir hören uns wieder am Donnerstag mit einer Newsfolge und wünschen euch bis dahin einen guten Start in die Woche.
SPEAKER_00Danke vielmals, Markus.