Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#427 - Trumpcoin, Blackrock kippt Klima, DeepSeek vs. OpenAI
🐛 Arschkriechen
🪙 Trumpcoin & Tiktok
🤖 DeepSeek überholt Open AI?
🛸 Project Stargate
💰 Eric Demuth spendet an deutsche Politik
🌍 Blackrock & Co lassen Klimaschutz fallen
🇬🇧 UK AI Opportunities Action Plan
📱 Minimalphone
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Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Production: Hanna Moser
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Wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, willkommen bei Future Weekly heute mit mir, Markus und der großartigen Hannah. Hallo Hannah, hallo ihr da draußen. Wir sind wieder da. In einer besonders turbulenten Woche haben wir natürlich viele, viele Themen im Gepäck. Wir sprechen über den Trump Coin und die TikTok-Fars. Wir sprechen über DeepSeek, das potenziell OpenAI überholt hat mit deutlich weniger Ressourcen. Sie haben sie auch überlebt. Wir haben das Thema Project Stargate am Programm. Ein riesiges Infrastrukturprojekt für AI. Wir haben die Spende von BitPanda, die deutsche Politik im Gepäck. Wir reden über BlackRock, die gemeinsam mit anderen Investmentbanken den Klimaschutz leider fallen lassen. Wir reden über den UK AI Opportunities Action Plan. Das klingt natürlich jetzt sehr cool, wir erzählen, worum es da wirklich geht. Wir reden über das Minimal Phone, über eine Empfehlung der Woche und da haben wir natürlich auch wieder einen Newcomer der Woche dabei. In diesem Sinne, Future Weekly. Here we go. Und wir starten mit den News und es war eine unglaublich turbulente Woche. Natürlich die Machtübernahme von Donald Trump, der diesmal weitaus besser vorbereitet ist als beim letzten Mal noch, hat ordentlich Wellen geschlagen, hat, glaube ich, viele Tagespresseartikel, die oder Tagespresse-Headlines, die man vor einigen Jahren, über die wir gut gelacht hätten, hat, da in die Realität umgesetzt und für viel Erstaunen, viel Kopfschütteln, für viel auch Freude bei manchen Menschen gesorgt. Es ist jedenfalls so, dass er es geschafft hat, sehr, sehr viel Fahrt aufzunehmen in diesen ersten Tagen. Egal wie man ihm gesinnt ist, muss man das, glaube ich, sagen. Es wirkt so, als würde er diese Versprechen, die er gegeben hat, auch wirklich wahr machen wollen, so absurd und verrückt sie teilweise auch klingen. Und das Ganze ist begleitet worden mit einem Trump Coin, also quasi einem Meme-Coin, der da zwei Tage vor der Inauguration gelauncht wurde und sehr erfolgreich ökonomisch war, also auf mehrere Milliarden an Werte gestiegen ist. Ist das, glaubst du, einfach ein idiotisches Pyramidenspiel, wo man halt einfach ein bisschen damit Geld verdienen will, oder ist das jetzt die neue Art von politischem Crowdfunding, um den eigenen Initiativen ein bisschen zusätzliche Finanzierung zu geben?
SPEAKER_02:Also ich glaube, dass das schon ein gut vorbereiteter und durchdachter Move war. Also schon die letzten Monate ist er der, und ihr habt es immer wieder darüber berichtet, der Bitcoin-Preis extrem stark gestiegen und hat sich die Kryptoszene in einer Feierphase, weil ganz stark Trump schon seit Monaten predigt, dass er dieses Thema ganz, ganz hoch in einem ganz, ganz hohen Stellenwert geben möchte, dass das quasi die Zukunft auch der Finanzbranche is and die USA das Kryptoland and Headquarter quasi der Welt werden soll. Und das ist jetzt so ein bisschen die Spitze, finde ich, des Icebergs. Dieser Meme Coin, was ich halt heftig finde, da steckt überhaupt keinen Wert dahinter. Es ist wirklich einfach ein Meme-Coin and is aber innerhalb von wenigen Tagen mehr Wert geworden als viele amerikanische Top-Konzerne. Und ich glaube, dass da halt ganz, ganz viele Leute jetzt auch auf diesen Hype drauf aufspringen und das feiern und hier auch hier nicht sehr rationale Entscheidungen treffen. Und die Frage ist, wie viele Leute verlieren da auch dann wieder sehr viel Geld, weil dass das auf diesem Hoch bleibt, das glaube ich nicht.
Markus:Ja, ich meine, es ist ja wirklich ein Paradebeispiel für potenziell ein Rugpull, wo halt einfach wirklich auf den Kosten von Kleinanlegern nenne ich sie jetzt, dann potenziell von Einzelnen viel Geld verdient wird, die dann halt verkaufen, wenn das Ding einen gewissen Wert erreicht hat. Ich glaube, das, was sicher diesen enormen Ansturm auch wahrscheinlich angeheizt hat, sind Gerüchte, dass das potenziell der neue Dollar werden könnte. Weil genau solche Dinge traut man halt einem Donald Trump auch zu. Das ist genau der Punkt, wo einfach so die Seriosität und dieses, na, jeder vernünftige Mensch weiß, dass das nicht möglich ist, das gilt aktuell nicht mehr. Und deshalb ist genau für Spekulation der unterschiedlichsten Art und Weise, das ist der rote Teppich ausgerollt. Und in dieser Welt leben wir jetzt. Du hast schon gemeint, die Trump, die Krypto-Jünger sind in den letzten Monaten natürlich viel am Feiern gewesen. Man muss aber jetzt auch schon die Frage stellen, ist das eigentlich gut oder schlecht für Krypto, wenn da jetzt so viel, ich nenne es jetzt mal Schindluder mit Meme-Coins getrieben wird, weil für die Sinnhaftige oder für die Seriosität von Krypto, das kann schon auch viel darunter leiden.
SPEAKER_02:Vielleicht zuerst noch zu dem Kommentar, ob das ein Dollar, ob das den Dollar irgendwann einmal quasi ersetzen könnte. Also was da für mich halt groß dagegen spricht, ist 80% des Wertes liegt bei, oder quasi der Coins liegen bei Trump-Unternehmen. Also das ist das Privatvermögen vom Präsidenten. Du brauchst ihm das nicht zu, dass er das trotzdem durchzieht? Stell ich mir schwierig vor. Grundsätzlich finde ich, ist das eigentlich eine extreme. Also ist das legal? Das ist doch eine extreme Marktmanipulation. Also du kannst doch nicht deine Macht so ausnutzen, dass du einfach dadurch, dass du dieses Amt innehast, jetzt deinen eigenen privaten Coin launcht und extrem viel Geld machst. Also das ist, ich finde, für mich schreit das nach Machtmissbrauch.
Markus:Es ist natürlich ein Machtmissbrauch. Ich glaube, dass ich weiß nicht, wie die legale Situation ist, aber es wird natürlich der Markt dadurch manipuliert, es wird die eigene Macht hier genutzt, um persönlichen Profit zu nutzen. Er schafft halt Tatsachen da. Und ja, das ist halt auch die Immunität eines Politikers, die wir ja auch jetzt im Vorhinein gesehen haben. Und er nützt das halt schamlos aus und das ist halt einfach die Realität, in der wir leben.
SPEAKER_02:Aber ja, um zurückzukommen auf deine andere Frage, ich glaube, grundsätzlich ist es im ersten Schritt mal gut. Es kommen neue Menschen in die Szene wieder hinein. Es starten Leute vielleicht genau mit diesem Meme Coin mal in Krypto zu investieren und das ist dann eben auch the gateway quasi für andere Investitionen in diesem Markt. Und dadurch, dass Trump persönlich jetzt noch stärker in die Cryptobranche investiert is, ist er natürlich inzentiviert, auch Regulatorien zu schaffen, die hier einen persönlichen, einen positiven Impact hat im Endeffekt auf die Szene. Das hat er der Forschung gemacht, indem er einige Posten hier mit Kryptobefürwortern besetzt hat, aber ich glaube, da werden wir noch mehr sehen.
Markus:Ich glaube schon noch, dass, also du hast sicher recht, es ist kurzfristig auf jeden Fall etwas, was Kurse weiter befeuern wird, aber wenn sich da jetzt zu viele Leute die Finger verbrennen, weil es halt nur ein Pump-and-Dump-Scheme ist, kann das, glaube ich, schon auch bei den sinnvollen Cases für negative Folgen sorgen. Also mal schauen, was da wirklich passiert. Was auch direkt rund um die Inauguration im Tech-Bereich passiert ist, ist, dass TikTok wurde ja für kurz in Amerika tatsächlich offline genommen. Das heißt, man hat quasi die ganzen Süchtigen da drüben, hat nochmal spüren lassen, wie das ist, wenn das Hauptsuchtmittel mal nicht mehr verfügbar ist, gab einen kurzen Entzug und dann hat er angekündigt, dass er gleich ein Dekret unterzeichnen wird, dass TikTok nochmal einen Aufschub gibt, um eben einen Teil des Unternehmens zu verkaufen. Und dann wurde groß announced, also dann konnten die Süchtigen quasi zurück auf ihre Suchtmittel kommen und dann stand groß, thanks to President Trump, TikTok is back. Also es war richtig schön ausgenutzt. Da sind Leute, die kriegen dann wieder ihren Schub an Hormonen, die da mit einhergehen und verbinden diesen positiven Schub, diese Glücksgefühle, die da ausgefüllt werden, gleich mit Trump, also auch wieder leider sehr moralisch verwerflich, aber durchaus intelligent gemacht. Und jetzt ist TikTok wieder online und gleichzeitig ist jetzt natürlich die Frage, was passiert da? Wer findet sich als Käufer für die zumindest Hälfte, die da notwendig ist, um quasi TikTok in Amerika wieder legal zu machen? Und ja, da gibt es natürlich viele Gerüchte von Elon Musk hin zu großen Tech-Persönlichkeiten, Larry Allison oder so. Was denkst du, wer wird TikTok kaufen?
SPEAKER_02:Gute Frage. Ich meine, grundsätzlich finde ich, ist das ja so eine Telenovela, diese ganze Geschichte, weil Trump war ja in seiner ersten Amtszeit derjenige, der gesagt hat, TikTok gehört verboten. Also der hat das eigentlich alles angestoßen. Und grundsätzlich für mich ist so diese ganze Diskussion eigentlich eine Diskussion über free speech versus national security. Also quasi wie viel Möglichkeit gibst du Leuten auf allen möglichen Plattformen, auch von internationalen Providern, ihre Meinungen zu äußern und das divers zu machen. Und auf der anderen Seite, wie wichtig ist es, dass das auch Amerika in der Hand hat und dass das nicht quasi an den Feind unter Anführungszeichen Amerikas an China geht, die da wichtige Themen abgreifen könnten und Daten abgreifen können. Und da waren sich eigentlich beide Parteien einig, die Demokraten und die Republikaner, dass die nationale Sicherheit hier vorgeht und forgang hat. Und deswegen wurde dieses Decret ins Leben gerufen. Und das Ziel dahinter war ein Disinvestment quasi from TikTok in America. And it was entweder teilweise or even fall verkauft wird. Wenn man sich anschaut, when man in China an Unternehmen gründen or starten möchte, dann muss das immer ein Joint Venture sein. Also die lassen das von vornherein gar nicht erst passieren. Und von dem her fand ich das jetzt sehr spannend, dass gerade Trump, der am Anfang noch sehr gegen TikTok war, jetzt umgeschwungen ist. Vielleicht auch unter anderem, weil er halt so autoritären Regimen gegenüber vielleicht gar nicht so negativ gestellt ist, da einiges auch sich abschaut. Und vor allem, weil er halt auch damit Stimmen machen kann. Und ich habe schon noch das Gefühl, dass umso mehr Tech-Unternehmen Trump Honig um den Mund schmieren, umso einfacher ist es, ihre Themen auch durchzubringen. Nicht nur nachdem TikTok wieder wieder online gegangen ist, gab es ja diese Lobworte auf Trump, sondern schon davor. Also die Message quasi, als TikTok sich abgeschaltet hat, war, yeah, sorry, aufgrund von Regulatorien habt ihr jetzt keinen Zugang mehr. Aber wir sind sehr positiv gestimmt, dass das bald wieder vorbei ist, weil der großartige Präsident Trump damit uns schon auf Lösungssuche ist quasi. Also ganz, ganz viele positive und Lobworte aus der Textszene, um eine positive Regulation für sie zu bekommen.
Markus:Man könnte meinen, dass große Arsch kriechen bei Donald Trump. Ich glaube, das, was noch nicht auch nicht zu unterschätzen ist, wenn man Donald Trump versteht, dann glaube ich ganz wichtig, für ihn ist alles eine Verhandlung. Alles, alles, alles ist Verhandlungsmasse, alles ist Faustpfand. Und genau deshalb ist sicher auch TikTok für ihn ein ganz wichtiger Bestandteil, weil das für viele Menschen wichtig ist, in alle Richtungen. Das ist ein Gegenüber, es geht ja auch darum, wie schaut die Beziehung von Amerika und China in Zukunft aus. Da gibt es harte Verhandlungen, die anstehen. Genau da will ein Donald Trump TikTok als Verhandlungsmasse haben. Und da hat er jetzt zum Beispiel auch gestern in einer Rede gesagt, man könnte sich auch gut vorstellen, dass man in Zukunft gar nicht mehr China an Bord hat bei TikTok, sondern es ist quasi jemand darf das kaufen. Für 50 Prozent darf ein amerikanischer Konzern oder Persönlichkeit sich die Hälfte von TikTok kaufen und die andere Hälfte, die soll eigentlich dem Staat gehören, also Amerika. Weil das ist ja nur fair, damit man diese Bewilligung bekommt auch dafür. Also er fangt jetzt auch an, quasi gegen die eigenen Te-Unternehmen quasi das als Faustpflanz zu nutzen und hier relativ hart auch Ansagen zu machen. Ich glaube, gleichzeitig verhandelt er hier mit gewissen Tech-Giganten, aber auch mit China und probiert die gegeneinander auszuspielen und so auch ein bisschen den Preis hinaufzutreiben. Sowohl für sich selbst als auch für Amerika als Land. Das ist das, wo er, wie er sich identifiziert. Das ist seine Identität, das ein Dealmaker. Und genau deshalb wirst du in jeder Aktion von ihm wirst du irgendwo diese unterliegende Motivation haben, wie kann ich das nutzen, um daraus Profit, um daraus Vorteile zu schlagen. Und das ist einfach grundsätzlich das Mindset.
SPEAKER_02:Also quasi nicht Elon das Unternehmen kaufen zu lassen und ihm dann noch mehr Macht in die Hände spielen, sondern sogar zu 50 Prozent selbst es zu halten als Regierungskörper, finde ich, extrem gruselig, um ehrlich zu sein.
Markus:Das sind fast kommunistisch, oder? Ja.
SPEAKER_02:Also es bedeutet einerseits, sie haben halt Zugang zu super vielen Daten, die sie nutzen können und für alle möglichen Themen. Und auf der anderen Seite sehen wir ja jetzt schon auch ohne ihren direkten Einfluss in die Unternehmen, was sich gerade auf den Social Media Plattformen schon tut. Also ich fand es so gruselig, gestern zu sehen, wir nehmen das jetzt an einem Mittwoch auf und am Dienstag war auf Meta der Hashtag Democrats zum Teil gesperrt, auch in Europa. And random accounts haben plötzlich republikanischen Politikern gefolgt. Und auch ein Freund von mir, der in der Politik tätig ist, hat auf Instagram gepostet, Screenshots, dass er plötzlich irgendwelchen republikanischen Politikern folgt und auch er eben diese Hashtags nicht sehen kann. Und gleichzeitig habe ich dann auf Instagram am selben Tag plötzlich die Notification bekommen, ich muss jetzt aktiv zustimmen, dass ich Werbung sehen kann, die auch auf mich zugeschnitten ist oder sehe. Und dass meine Daten dafür verwendet werden. Oder ich muss auf ein Premium-Modell upgraden, wo ich was zahle. Und also interessant, dass das am selben Tag passiert. Und auf der anderen Seite einfach super gruselig das, was hier gerade passiert.
Markus:Du, ich halte es nicht für ausgeschlossen. Ich glaube, es gab einige Tech-Giganten, die sehr gerne auf diesen Zug aufgesprungen sind mit Trump, weil sie halt opportunistisch gesehen haben, dass sie dadurch sich weniger mit Regulierung und weniger mit halt nervigen Dingen beschäftigen müssen und stattdessen halt voll auf Vollgas ihr Business bauen können. Und ich glaube, dann wird es andere gegeben haben, und da erzähle ich jetzt gar nicht mehr dazu, aber ich glaube schon, dass das eine Realität ist, mit der sich jetzt Unternehmen zunehmend auch konfrontiert sein werden, wo auch ein Trump vielleicht sehr offen und direkt, vielleicht durch die BlumeInnen quasi klar macht, schaut es, entweder die ihr spurt und ihr unterstützt das, was wir hier machen, oder wir verbieten euch oder wir drehen euch bis zum Geht, nicht mehr decken wir euch mit bürokratischen Hürden ein. Das leider eine Realität ist, die ich für realistisch halte, so sehr sie auch in einer vermeintlich freien demokratischen Gesellschaft mit einem Rechtsstaat eigentlich unmöglich sein sollte. Es ist leider etwas, was, wie gesagt, dadurch, wie die letzten Tage auch abgelaufen sind, mir durchaus möglich erscheint.
SPEAKER_02:Siehst du es realistisch, dass Meta TikTok hofft?
Markus:Also ich sehe es realistischer tatsächlich als, nein. Also ich glaube, warum ich das nicht glaube, ich glaube, dass Trump schon auch seine eigene Verhandlungsposition gut versteht. Und wenn ein bestehender Big Tech-Gigant, der sowieso schon viel zu sagen hat, deswegen glaube ich nämlich auch, dass Eland das wahrscheinlich nicht kaufen wird dürfen. Weil das wiederum, das ist zu viel Konzentration, das ist dann zu viel Macht in einer Person, wo dann der Trump wiederum sich denkt, nein, ich will nicht, dass die Person mich in der Hand hat. Also ich glaube, das ist sogar ein Signal, wenn jetzt der Elend das kauft, dann glaube ich tatsächlich, dass der Eland irgendetwas gegen den Trump in der Hand hat und ihn kontrolliert. Weil ich glaube nicht, dass das, wenn das nicht schon der Fall wäre, dass das Trump zulassen würde. Bin gespannt. Aber ich glaube eher nicht ein bestehender Tech-Konzern, weil ein bestehender Social Media Konzern, sagen wir so, weil das eben zu viel Meinungsmache in einem Machtbereich einer Person wäre.
SPEAKER_02:Weil ich fand es schon spannend, als TikTok gesperrt was, sind not all sterker auf Instagram gegangen, which they were so much to replicate, was TikTok machine, but it was a rich app, which he said the Little Red Book. And it is not of Chinesish, but the people have not seen and have Chinesish to learn, also with Duoling. Hat man einen 200%igen Increase in diesen Tagen für chinesische Sprachkurse gesehen? Also, das zeigt schon, da gibt es eine Lücke, die sonst halt nicht gefüllt ist.
Markus:Wir werden sehen, es bleibt spannend, vielleicht auch ein bisschen befeuert diese letzten Wochen, nämlich durch folgende Thematik. Wir haben schon, ich glaube, vor zwei Wochen mal drüber gesprochen. Es gibt ein chinesisches Unternehmen namens DeepSeek, die tatsächlich Open Source AI LLMs machen, die mit weitaus weniger Ressourcen ähnliche Resultate wie OpenAI und Co. in Amerika schaffen. Und da kam passenderweise am Tag der Inauguration, kam ein Research Paper heraus, was für viel Aufsehen gesorgt hat, weil es de facto zeigt, dieses Tool ist in den meisten Benchmarks tatsächlich Open Air mittlerweile voraus. Und sich natürlich auch alle gefragt haben, warum machen die Chinesen, mit der Art und Weise, wie sie Gesellschaft verstehen, mit all der Illiberalität, die sie haben, warum bringen die ein Open Source AI-Tool heraus, das entspricht doch gar nicht ihren Vorstellungen von wie die Welt funktionieren soll.
SPEAKER_02:Schon sehr spannend. Ich glaube, ein Thema ist grundsätzlich, dass sie mit viel weniger Ressourcen, eigentlich auch als die Amerikaner, so weit schon gekommen sind, ist für mich auch ein bisschen ein Zeichen, es ist nicht immer genug, einfach nur viel Geld auf etwas zu schmeißen. Und manchmal sind limitierte Ressourcen vielleicht sogar ein Vorteil, weil man sich effizientere Systeme überlegt, etc. Und auf der anderen Seite ist es vielleicht auch einfach eine Nachricht nach Amerika, um zu zeigen, hey, das können wir schon alles und das haben wir auch kein Problem, euch zu zeigen. Und vielleicht sind sie aber schon viel weiter in ihrer Entwicklung, was so hinter geschlossenen Türen noch passiert.
Markus:Ja, das ist, glaube ich, die große Befürchtung, dass eigentlich die Chinesen viel weiter schon sind und dass die halt jetzt quasi als Mittelfinger in Richtung Amerika am Tag der Angelobung quasi so geöffnet haben, hey, wir sind mit weitaus weniger Ressourcen, schon viel effizienter und durchaus auch besser unterwegs als ihr. Ihr dürft es raten, wie weit wir wirklich sind. Und wie du schon richtig gesagt hast, das lässt auch durchaus oder hinterlässt die Frage, ob diese Restriktionen im Chip-Bereich, die ganz bewusst gewählt wurden, um sicherzustellen, dass Amerika und ich glaube auch im Narrativ die westliche Welt hier der dominante Player ist, weil ja, das ist einfach halt der nächste technologische Quantensprung, auch bei globalen Konflikten, so wie halt einst die Atombombekriege entschieden hat, wird halt wahrscheinlich der große nächste globale Konflikt. Da wird AI sicher eine sehr große Rolle spielen und kann sowohl Friedensgarant sein, als aber auch Konfliktauslöser. Und in diesem Race to Superintelligence kann ich mir schon vorstellen, dass die Chinesen da jetzt halt mal gesagt haben, geben wir so einen kleinen Einblick, das machen wir ein bisschen Angst. Besonders an dem Tag, damit da nicht zu viel positive Dynamik entsteht. Jetzt Aufbruchsstimmung in Amerika. Und es gab dann so ein paar Kommentare auf Twitter, wo halt manche gesagt haben, ja, es sagt viel über dich aus, ob du, ob dein Twitter-Feed oder welcher Feed auch immer, aktuell voll ist von diesen Deep Seek Research Paper oder von der Inauguration, wie du halt auch vernetzt bist und wie du die Welt verstehst.
SPEAKER_02:Wie schaut dein Satz?
Markus:Relativ mixed. Also ich habe da eine gute Balance, glaube ich. Aber ich schaue grundsätzlich heutzutage nochmal sehr wenig auf Twitter. Same. Ich finde schon spannend, ob das auch ein Grund war, warum so viel von der, ich nenne es jetzt Tech Elite in den letzten Wochen und Monaten zu Trump gewechselt ist, ob da irgendwo dieser Aha-Moment war, scheiße, die Chinesen sind uns einfach total voraus in dem Bereich. Und wir brauchen viel mehr Urgency, viel mehr, wir brauchen diesen Wake-up-Call und dass sie da ja Glück bei Trump gesucht haben, weil der halt, weil sie da halt eher das Gefühl haben, mit so einem Typen kann man eher vielleicht mit der Diktatur mithalten, die halt China hat, wo alles streamlined ist, alles in eine Richtung zieht. Gleichzeitig muss man aber auch sagen, wenn man sich die Vergangenheit anschaut, hat eigentlich die liberale freie Demokratie, wo der Wettbewerb der besten Ideen stattfindet, hat die eigentlich immer gesiegt in solchen Kontexten. Also ich bin gespannt, ob das der richtige Weg ist.
SPEAKER_02:Es ist schon spannend, weil gerade eben dieses, also das ist bei mir ein ganz starkes Weltbild, das ich habe, dass eben Innovation und Wohlstand geschaffen wird durch eine Demokratie, wo jeder auch für sich selbst entscheiden kann, was er sagt, was er macht und eben die beste Idee siegt, auch der Kapitalismus da natürlich sehr stark reinspielt. Und dieses Weltbild steht gerade sehr unter Beschuss, würde ich mal sagen. Und das ist ja auch das große Ziel und da sind sie auch nicht leise, also das verheimlichen sie auch nicht, der Kommunisten oder der Chinesen im Generellen, dieses Weltbild eigentlich zu ändern und zu stützen.
Markus:Ja, da ist schon ein imperialistischer Anspruch auch dabei. Der imperialistische Anspruch ist mittlerweile auch in der westlichen Welt, wenn man sich Trump anhört, wieder da. Traurig genug, aber wir werden uns damit arrangieren müssen. Als Reaktion, sicher auch darauf, gab es jetzt heute in der Nacht ein Announcement zu Project State. Du hast vorher gemeint, vielleicht ist viel Geld auf ein Thema zu werfen, gar nicht die richtige oder die beste Variante, etwas zu lösen oder etwas zu schaffen. Project Stargate ist definitiv viel Geld. Und das ist ziemlich genau das, was du angesprochen hast. Das ist ein Projekt, mit dem AI-Infrastruktur in Amerika aufs nächste Level gebracht wird. Das wird durchaus mit großen Infrastrukturprojekten der Vergangenheit, mit dem Manhattan Project, verglichen. Und das ist ein gemeinsames Unternehmen von Sam Altman, also OpenAI von Larry Allison und unserem Freund Major Shison, ja, den wir ja quasi als Superfund kennen, der viel des letzten Startup-Hypes, der letzten Startup Bubble befeuert hat mit Softbank, dem Investmentunternehmen. Und jetzt, ja, da gab es ein schönes Announcement mit dem Trump, der quasi gesagt hat, ja, wir machen jetzt Amerika AI Champions und wo dann alle kurz einmal sprechen durften. Und was sich natürlich jetzt alle fragen, ist, woher kommt das Geld? Ist das saudisches Geld, weil es ist jetzt nicht amerikanisches Staatsgeld, was da investiert wird. 500 Milliarden, kurz angemerkt, also eine unfassbare Summe. Das kann man sich jetzt schwer vorstellen, aber das ist wirklich viel Geld. Das ist nichts, was man einfach so aufstellen kann. Das heißt, irgendwo muss es da Geldquellen geben und da steht ein ziemlich großes Fragezeichen dahinter.
SPEAKER_02:Vielleicht hat das was mit dem Trump-Coin noch zu tun. Vielleicht kommt ja auch ein bisschen was.
Markus:Stell dir vor, also dann glaube ich, da wird der Elon aber nicht rücksitzen können. Also da glaube ich, gäbe es einen richtigen Wutkrampf, wenn dann der Trump-Coin, das Trump-Coin-Geld verwendet wird, um OpenAI zu unterstützen, da gibt es dann einen richtigen Bitchfight dann.
SPEAKER_02:Du, ich glaube nicht, dass davor jetzt der Trump zurückschränkt schreckt. Grundsätzlich, was ist überhaupt das Ziel? Also es gilt hier, es geht darum, Infrastruktur zu schaffen. Und warum braucht es da auch den Staat dafür? Da braucht es natürlich für diese Rieseninfrastruktur, diesen riesen Infrastrukturaufbau und das Investment hier, braucht es Energie. Und es braucht stabile Energie, stabile Wasserreserven. Und das ist das, das Trump zusichert. Und woher kommt die? Und da kann man wieder die Verbindung zu seinen ersten Aktionen und seinem ersten Amtstag ziehen, weil er ist ja, und das war eigentlich für mich einer der auch härtesten Themen, er ist aus dem Pariser Klimaschutz abkommen ausgestiegen. Er hat einen Energienotstand ausgerufen mit seinem Hashtag DrillBaby Drill. Also er möchte da ganz stark wieder auf Gas und Öl setzen. Und das ist natürlich auch ein Weg, wie das Ganze funktionieren kann. Aber für mich ist, also da ist für mich schon diese Dissonanz in mir. Ich bin dafür, dass wir diese Infrastruktur bauen. Ich glaube, das ist auch für Europa ein Zeichen, wo wir sagen müssen, um nicht jetzt komplett noch weiter weg zu sein, müssen wir auch mehr Infrastruktur für AI aufbauen und müssen hier mitziehen. Und auf der anderen Seite können wir nicht auf klimaschädliche Ressourcen setzen im Aufbau unserer Zukunft. Weil damit zerstören wir unsere Grundlage. Und dann können wir noch so tolle Super AI, Superintelligence aufbauen. Wenn unser Planet nicht mehr funktioniert, dann wird uns das alles nicht helfen. Und dann glaube ich auch nicht daran, dass wenn wir jetzt alle unsere Prinzipien und alles, was wir gelernt haben, dass es braucht für eine nachhaltige bestehende Umwelt, wenn wir das jetzt zerstören, dann wird uns eine Superintelligence auch nicht retten können.
Markus:Ja, vielleicht kurz, Superintelligence, das ist das Schlagwort, was glaube ich auch Sam Altman in seinem Brief zum neuen Jahr kurz dargelegt hat, was da seine Vision ist, weil wir nähern uns jetzt im Bereich der AI einer Artificial General Intelligence, also einer Intelligenz, einer künstliche Intelligenz, die vergleichbar ist mit dem Menschen. Wo man sagt, okay, menschliche Arbeit kann durch KI automatisiert werden. Das ist so ein erster großer Milestone und der ist zum Greifen nahe. Der ist wirklich so, dass wir in den nächsten ein, zwei, drei Jahren sehr wahrscheinlich dorthin kommen werden. Und dann gibt es aber den nächsten Schritt, den nächsten Milestone, und das ist eben Superintelligence, das ist dort, wo dann die Intelligenz weitaus größer ist als die, die wir Menschen haben. Und dadurch, durch diese größere Power dann der Wirtschaft, der wissenschaftliche Fortschritt, die Forschung, all das wird dann extrem beschleunigt, bis hin zur Singularity, was bedeutet, quasi die Intelligenz lernt, wie sie selbst besser wird und sich kontinuierlich verbessert und das wird dann irgendwann exponentiell und dann weiß niemand, was passiert. Jetzt wirklich durch die Blume gesagt, das ist dort, wo halt auch alle viele Bedenken haben in Richtung Sicherheit, weil wenn da ein eigenes Leben dann kreiert wird, das potenziell die Menschheit ausrottet, dann war es schön für uns alle, aber dann ist es vorbei. Gleichzeitig ist das, glaube ich, schon auch jetzt im Weltbild von Sam Altman, um auch verständlich zu machen, was da die Gedankenlogisch ist. Im Weltbild von Sam Altman ist das die Hoffnung, wie wir den Klimawandel besiegen können, wie wir Krankheiten besiegen können. Das ist alles quasi projiziert auf, wir brauchen eine Superintelligenz, dann kriegen wir neue physiologische Erkenntnisse, dann gibt es einen Superkontaktor, mit der Energie ganz einfach gemacht wird, dann haben wir Diffusionskraftwerke etc. Und dann sind alle unsere Probleme der Welt gelöst. Und daraufhin, in die Richtung, gilt es, hinzuarbeiten. Das sage ich jetzt komplett neutral. Ich glaube tatsächlich selbst die Leute, die da wirklich dran glauben, dass das passiert, können eben nicht abschätzen, wie der Weg dahin ist und was da auch für Folgen entstehen. Also es ist jedenfalls ein Spiel mit dem Feuer. Gleichzeitig muss man eben auch sagen, wenn man sich entscheiden muss, zwischen einer Welt, wo populistische Demagogen nationalistisch so weiterregieren wie jetzt und einer Welt, wo zumindest die Hoffnung da ist, dass es vielleicht durch den technologischen Fortschritt Lösungen gibt, dann ist das zweite schon besser. Aber eben nur, wenn man, glaube ich, das als gegeben sieht, dass der erste Punkt sich nicht, dass der erste Punkt sowieso kommt, das ist die große Frage. Ist es unmöglich, den Wohlstand, den wir haben, zu reduzieren? Weil wahrscheinlich wäre ein Verzicht notwendig, um halt kurzfristig Klimaziele zu erreichen. Führt das notwendigerweise zu Volltrotteln, Demagogen, Populisten an der Macht? Oder gäbe es auch Wege, wie das nicht passiert? Das ist halt aktuell schaut überall auf der Welt ziemlich düster da aus.
SPEAKER_02:Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich den ersten Teil gerade deines Statements richtig verstanden habe. Hast du gemeint, quasi es ist ein Spiel zwischen, okay, entweder du hast eine Gesellschaft, die quasi ein Zukunftsszenario sieht, oder wo es halt auch technologische Entwicklung gibt versus, oder du hast eine autokratische Regierung, die, ja, oder hast du das jetzt als Gegenbild oder weil ich sehe das gerade eben eher gemeinsam, dass halt im Moment eine starke technologische positive Entwicklung einhergeht mit recht mit Autokraten.
Markus:Also ich glaube, die Problematik, die sich ja auch viele sehen, jetzt auch von eben der Tech-Elite, ist, dass das Problem ist, um Klimaziele zu erreichen, müsstest du eigentlich verzichten. Ob du das jetzt machst, indem du klassisch Leuten verbietest, dass sie ihr Auto verwenden, oder ob du das hochbesteuerst oder ob du die Inflation hochfahren lässt, so oder so leiden darunter, müssen Menschen auf etwas verzichten, auf das sie sich gewöhnt haben. Und da ist fürchtig, die Erkenntnis, die sie gewonnen haben, ist, wenn das der Ausgangspunkt ist, dann kommen wir sowieso in Richtung Populismus, in welcher Form auch immer, oft auch aufgeladen mit rassistischen Motiven. Und wenn man das als gegeben nimmt, dann ist, glaube ich, ihre Logik, naja, wenn es sowieso kommt, dann schauen wir lieber, dass wir da möglichst früh ansetzen und zumindest das hebeln, damit es einen technologischen Fortschritt im Zentrum gibt. Also jetzt die Trump-Variante versus die FPÖ-Variante. Um es um es gelingt. Weil wenn du dir ein FPÖ-Wahlprogramm anschaust, ist nichts mit technologischen Fortschritt. Das ist halt, ja, bestehende Wirtschaft soll entlastet werden und so weiter, aber das ist jetzt nicht die große Vision, wie kommen wir zu Superintelligence. Das spielt da überhaupt keine Rolle. Und das ist so ein bisschen die Frage, die sich, glaube ich, da viele gestellt haben und auch mit unterschiedlichen Outcomes. Sagen manche, nein, niemals mit Populisten arbeiten, selbst wenn wir das sowieso bekommen, dann müssen wir die jetzt halt versagen lassen. Und dann gibt es einen neuen Versuch über die bestehenden demokratischen Varianten, das sind jetzt halt vier, fünf verlorene Jahre. Und andere gibt es, nein, das ist zu lang, dann sind die Chinesen weg, da haben wir keine Chance mehr. Wir müssen jetzt handeln und der einzige Weg ist, mit halt den populistischen Kräften zusammenzuarbeiten.
SPEAKER_02:Ja. Ich glaube, grundsätzlich haben wir keine Zeit zu warten. Grundsätzlich muss man tun. Ich glaube, ein bisschen die Hoffnung könnte auch sein, nicht rein auf die Politik zu setzen, sondern auf die Zivilgesellschaft und stärker als Zivilgesellschaft aufzutreten, als Unternehmen sich untereinander zusammenzuschließen, gegenseitig zu unterstützen und auch eher nicht wegen, sondern trotz einer vielleicht populistischen Regierung zu arbeiten und stark zu sein und laut zu sein und Lösungen zu finden, die unseren Planeten nicht kaputt machen auf dem Weg. Also ich glaube, das ist trotzdem, das, wo wir jetzt gerade die Diskussion gestartet haben, etwas, wo ich nicht, also ich persönlich glaube nicht, dass wenn wir auf dem Weg zu einer Superintelligenz, wenn wir auf diesem Weg unseren Planeten zerstören, glaube ich nicht, dass genug da sein wird, um ihn noch zu retten. Oder dann wird diese Superintelligenz sagen, naja, okay, die Menschen sind so dumm, die haben ihre eigene Lebensgrundlage zerstört. Vielleicht braucht es die nicht. Also ja, ich glaube, das ist noch so diesen Weg, den wir finden müssen als Gesellschaft. Da vertraue ich mich.
Markus:Ich meine, das ist schon auch. Ich glaube, das Ganze gibt jetzt der Geopolitik natürlich sehr viel Dynamik, was da passiert. Man merkt auch, dass Europa dadurch natürlich in Bewegung kommt. Es kann positiv sein. Ursula von der Leyen hat zum Beispiel gestern beim World Economic Forum jetzt ganz klar angekündigt, es wird diese EU-Inc geben und the 28 Regime und corporate law und Taxes und Arbeitsrecht, all das soll quasi in einem Rechtsrahmen passieren und in ganz Europa dann halt unified werden. Das ist jetzt ein Lippenbekenntnis, aber du merkst schon, da ist jetzt Urgency da, dass man versteht, man muss etwas schaffen und dieser Raum ist auch definitiv da. Es ist möglich, als Europa zu sagen, ja, auch wir müssen schneller werden, auch wir müssen aufwachen, auch wir müssen wettbewerbsfähig werden, wir müssen auf eigenen Beinen stehen, wir müssen technologisch souverän werden und wir müssen da viel schneller sein als bisher und wir müssen alte Strukturen aufbrechen und auch ein bisschen, sage ich mal, aktionistischer oder dynamischer werden am politischen Parkett. Aber das geht auch mit Rechtsstaat und mit liberaler Türkei. Demokratie und man muss nicht den amerikanischen Weg gehen. Und das wäre natürlich auch eine Message an viele talentierte Leute da draußen, die diese Prinzipien auch hochhalten. Hey, wenn ihr das wollt, wenn ihr Vollgas geben wollt, wenn ihr die Zukunft gestalten wollt, aber trotzdem liberale Demokratie, dann come to Europe. Ist jetzt ein optimistischer Blick auf die Dinge, dass das gelingt, weil wir wissen alle, die Shackles, die es da gibt im politischen System, sind sehr schwer. Aber jemand, der da wahrscheinlich auch dann glaubt, ist der Eric Demut, der hat nämlich jetzt verkündet und ist damit tatsächlich, glaube ich, ein ziemlicher Pionier am Startup-Paket in Europa, dass er auch eine politische Spende gemacht hat. Nämlich an Parteien in Deutschland, jetzt vor der deutschen Wahl, Bundestagswahl, an mehrere Parteien, die sich in der Mitte des politischen Spektrums eher aufhalten. Auch aus Überzeugung, dass halt das Feld nicht unbedingt jetzt der AfD mit Elon Musk Unterstützung überlassen werden soll, dass es Engagement braucht auf der Seite. Das kann man natürlich sagen, und das ist, vielleicht ist es auch eine Lobbying-Strategie, die aus seiner Zeit voraus ist und sagt, wir sehen eh, wie das in Amerika abläuft. Ich bin optimistisch, dass die AfD nicht gewählt wird, aber ich möchte zumindest die Basis haben mit den Parteien, die wahrscheinlich in einer nächsten Regierung sehen. Oder aber, wenn man dann Eric kennt, dann ist er schon ein Mensch, der, glaube ich, sehr nach Prinzipien lebt und vielleicht ist das auch einfach aus politischer Überzeugung.
SPEAKER_02:Ja, das finde ich eine spannende Frage. Also grundsätzlich mehrere Millionen Euro, die er da wirklich in die Hand genommen hat, eben um auch vor allem auf die Wirtschaftspolitik hier etwas zu nehmen. Also ich bin gespannt, ob es da jetzt nur um Kryptothemen geht oder auch generell ist es nicht schlecht, einen Startup-Unicorn-Gründer hier auch in Diskussionen zu sehen mit PolitikerInnen. In Deutschland hat da das letzte Jahr durchaus Fahrt aufgenommen. Der Deutsche Startup-Verband mit der Präsidentin war noch sehr lautstark unterwegs. Und man hat auch gesehen, dass sie gehört wurden und hier einige Themen angegriffen wurden von ESOP-Regulationen bis hin zu Themen wie mehr Kindergeld, gerade um Female Farmers zu, also weibliche Gründerinnen zu unterstützen. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch eine Art und Weise, wie man sich einfach, ja, wie man durch seine finanziellen Mittel halt auch ein gewisses politisches Verhör schafft. Und selbst wenn jetzt nicht er dadurch direkt in Parteipolitik Eingriff nimmt oder nehmen möchte, aber alleine, dass das Ganze so publik kommuniziert wird, so stark auch durch die Medien geht, übt einen gewissen soften Druck aus, dass da auch was passiert. Weil sich dann natürlich auch andere Leute denken, na gut, was machen die PolitikerInnen jetzt mit dem Geld oder warum? Also da werden natürlich auch Erwartungen geschürt.
Markus:Ja. Ich glaube, das ist grundsätzlich so ein bisschen ein Zeichen der Zeit ist, dass auch in Europa, und das ist eigentlich etwas, was ich immer kritisch sehe, eigentlich, es macht Sinn, dass wenn jemand ein Unternehmer oder eine Unternehmerin ist, dass man sich halt da jetzt nicht zu viel mit den äußeren Gegebenheiten beschäftigen muss und halt wirklich vollgas Fokus aufs eigene Unternehmen. Bitbander ist natürlich schon in einer Lage, wo man sehr abhängig ist auch von Regulierung. Das ist durchaus auch eine Stärke des Unternehmens, muss man sagen. Also sie sind halt besonders in diesem europäischen Rechtsrahmen. Haben sie sehr lange investiert, auch dass sie da voll in Line sind und das ist definitiv Teil der DNA. Ja, ich kann mir vorstellen, dass das durchaus etwas ist, was mehr auch bei europäischen Scale-Ups, also sicher bei einer gewissen Größenordnung, dass dieser Dialog mit der Politik auch durch die Erkenntnis, ja, man sieht schon, wenn man das nicht tut, gibt es auch Risiken, wenn man eben über den Teich schaut, dass das wahrscheinlich mehr auch ein Thema sein wird für die CEOs in den nächsten Jahren. Ich bin gespannt, was jetzt nach den deutschen Wahlen passiert, ob es dann einen ongoing Dialog gibt, ob es da auch konkrete Resultate gibt. Es ist jedenfalls ein interessanter Schritt und wir werden sehen, ob dir noch andere folgen.
SPEAKER_02:Grundsätzlich, was ich sehr positiv an dem Ganzen sehe, es könnte durchaus auch ein Schritt sein, der ein bisschen die Augen öffnet, manchen Politikerinnen, dass Startups jetzt nicht nur so diese kleine Gruppe sind an Unternehmen mit ein paar Mitarbeitern, die coole Ideen verfolgen, sondern tatsächlich da auch, wenn sie in einem Environment, in einem Umfeld sind, wo sie wachsen können, etc., dass die zu Playern heranwachsen, die auch durchaus Gehör bekommen, die auch durchaus finanziell unterstützen können, und haben vielleicht Startups nochmal auf einer anderen Ebene auch in ihrem Blickfeld. Das wäre ein sehr positiver Outcome von dieser Aktion.
Markus:Ja, das ist nämlich schon auch einfach auch der Wandel, der in Amerika passiert ist, natürlich, und auch in Europa idealerweise passieren sollte, wahrscheinlich ist, dass halt schon die Startup-Kultur sich auch gewandelt hat von einer sehr rebellischen Anti-Establishment im Sinne von mit den Politikern erst gar nichts zu tun, erst recht nichts zu tun haben, weil wir sind ja die kleinen Abschluss, wir sind die Rebellen. Und mittlerweile hat sich das halt schon gedreht. Der Grund, warum die amerikanische Wirtschaft fünfmal schneller gewachsen ist oder dreimal schneller als die europäischen in den letzten Jahren, ist halt, weil dort die Tech-Wirtschaft so viel besser ist und weil die halt einfach der Grund ist für das amerikanische Wachstum der letzten Jahre. Das heißt, das sind ganz essentielle Player und da macht schon auch Sinn, dass man sich halt dann mit den großen strategischen Fragen beschäftigen muss und dass das eigentlich das Ziel sein sollte in Europa, dass man da wettbewerbsfähig ist, dass man nicht abhängig ist von Amerika. Das ist klar und dafür braucht es auch den Anspruch, mitzugestalten, auch bei den großen strategischen Fragen. Man kann nicht mehr immer nur diese Rebellenrolle haben. Und da ist dieser Schritt vom Eric sicher ein sehr relevanter. Jetzt haben wir vorher schon kurz über Klimaschutz gesprochen. Pariser Klimaschutzabkommen ist die politische Seite. Es gibt aber leider auch eine finanzielle, die damit dann hergeht. Nämlich haben etliche amerikanische Investmentbanken Vermögensverwalter, man könnte sagen, den Klimaschutz fallen gelassen. Das ist ein Thema, was wir in frühen Zeiten von Future wirklich vor fünf Jahren lange diskutiert haben, dass das eigentlich ein ziemlich spannender Hebel ist, zu sagen, die großen Vermögensverwalter wie BlackRock und Code, wo halt wirklich das Geld zu Hause ist, wenn die sagen, wir investieren in erster Linie in klimafreundliche Investments und die, die da sich gar nicht drum scheren, die kriegen von uns auch kein Geld mehr, dann ist das ein wahnsinniger Hebel. Und genau da setzt man jetzt an und macht Schritte zurück. Das ist schon, glaube ich, der Punkt, der halt auch wirklich wehtut. Und lässt natürlich auch die Frage, okay, war das von Anfang an nur Opportunismus und Greenwashing? Weil damals hat das schon aus Überzeugung sich angefühlt, auch zu sagen, hey, wir wollen auch eine Welt haben, in der wir in 20, 30 Jahren noch gut leben können. Unsere Kinder sollen diese Welt vorfinden. Also es ist für mich schon die Frage, warum, okay, der politische Wind von Trump kommt daher, das ist klar. Aber die sind auch so mächtig, dass ich das Gefühl hatte, die würden das schon aushalten, wenn sie da nicht spuren.
SPEAKER_02:Ja. Also ich finde, das ist ein sehr negatives Zeichen gegenüber der gesamten Investmentlandschaft. Wir sehen Entwicklungen ja auch auf anderen Ebenen. Green Tech ist mittlerweile kein Wort, das mehr positiv besetzt ist, sondern viele Startups gehen dahin, dass sie sagen, sie sind gar kein Cleantech, sondern sie sind, keine Ahnung, was auch immer die andere Bezeichnung ist ihrer Branche. Cleantech ist ja eigentlich eher ein Überbegriff. Und bis hin zu sie zeigen nicht mehr mehr in ihrem Pitchteck die positiven Umweltauswirkungen ihrer Ideen, sondern gehen halt nur auf die ökonomischen Zahlen ein. Und auch wenn Refab sich zum Beispiel noch als Climate Tech bezeichnet. Ich habe letztens einen Ö1-Beitrag gehört, wo sie halt auch dann sehr stark hervorgestrichen haben, der Grund, warum sie so stark wachsen oder auch genutzt werden, ist jetzt gerade hauptsächlich der Preis und halt auch da sagen zu können, sie sind halt eine günstigere Alternative. Und es ist ja auch bei den Kundinnen mittlerweile der stärkere Faktor, warum sie solche Alternativen nutzen, weniger weil sie so klimabewusst sind. Und also das ist eine gesamtgesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung, wo aber, wie du richtig sagst, an und für sich BlackRock und ähnliche Institute ganz oben in der Kette sitzen und wenn die diesen Impuls geben, ist es halt eine Welle, die sie damit auslösen in eine sehr negative Richtung für unsere Gesellschaft, meiner Meinung nach. Sie nennen als Grund unter anderem, dass sie von mehreren Institutionen verklagt wurden, darunter vor allem eben auch amerikanische Unternehmen bzw. auch Staaten, wie zum Beispiel Texas, die sie verklagen, weil sie sagen quasi, dass sie negative oder eine Agenda quasi verfolgen, die eine negative gesamtwirtschaftliche Auswirkung hat, eine destruktive, politisierte Umweltagenda vorantreiben und quasi, ja, ich glaube, sehr stark getrieben wahrscheinlich von der Lobbying-Seite der Kohleindustrie hier auch eine Klage ausgesprochen haben.
Markus:Ich meine, das zeigt schon auch, dass das von Anfang an auch durch eine demokratisch geprägte Präsidentschaft fundiert war, dass dort halt, glaube ich, dann halt auch der Legal Background da war, das Legal Environment, dass man sich sowas getraut hat und dass sie jetzt daran denken, dass das wahrscheinlich nicht mehr möglich ist. Ich schätze, man hätte schon viel von dem auch besser umsetzen können, man hätte das Geld auch besser investieren können für schnellere, erfolgreichere Resultate, dann wären wir vielleicht auch zu dem Punkt gar nicht gekommen. Ja, es ist jedenfalls eines der großen Probleme, die jetzt auch auf uns als Menschheit zukommen, dass wenn wir da jetzt Rückschritte machen, dann gibt es gewisse Punkte, die sind einfach irreversibel und auf der Basis, wie wir da wieder rauskommen. It's upon us to work that out. Es ist schade, dass wir uns da teilweise selbst an Bein stellen. Gut, jetzt haben wir schon ein bisschen drüber gesprochen. Europa, was gibt da für Opportunities? Wie können wir uns auch positionieren gegen diese Trends? UK hat da einen ganz spannenden Schritt gemacht. Da wurde der UK AI Opportunities Action Plan vorgestellt. Und da ist ein echtes Startup-Brain dahinter. Der Matt Clifford, der hat Entrepreneurs First gegründet, ist genau eine Persönlichkeit, die, glaube ich, die richtige ist, um da auch wirklich was zu bewirken und UK in dem Bereich auch wirklich nach vorne zu bringen. Die Frage, ist es schon zu spät? Ist der Zug schon abgefahren oder kann man da in Europa jetzt schon noch den Schritt setzen? Und natürlich andererseits, was ist mit der EU? Gibt es da auch eine ähnliche Persönlichkeit, die vielleicht hier wirklich hands-on? Oder bewegen wir uns da weiter im Setup vom AI-Act mit viel Bürokratie und ja, vielleicht Personen, die jetzt da nicht so hands-on sind in der Umsetzung?
SPEAKER_02:Ja, also finde ich super spannend, vor allem, wie du sagst, die EU setzt daran an, wie können wir regulieren und wie können wir den negativen Umgang einschränken. Diese Agenda im Endeffekt, die dieser UKAI Opportunity Plan ist, die deckt eigentlich alle Themen ab, die es braucht, damit das Sektor einfach wachsen kann. Wie können wir die Infrastruktur aufbauen, wie können wir eigene AI Growth Zones einrichten, wie können wir Talent aufbauen und quasi ins Land holen. Wie kann auch der öffentliche Sektor AI besser integrieren? Was braucht es dann natürlich auch für Regulierungen? Was braucht es, damit der private Sektor es aufnimmt? Also sehr umfassend. Ich glaube nicht, dass es zu spät ist, im Sinne von, ja, vielleicht kommen wir nicht auf dasselbe Level, aber das heißt nicht, dass wir deswegen jetzt auf unseren Hintern sitzen bleiben sollten, sondern genau deswegen sollten wir auch Sachen losstarten und versuchen aufzuholen, so gut es geht, weil eine gewisse technologische Souveränität ist besser als gar keine. Ich hoffe, das sehen viele auf EU-Ebene und schauen sich hier was ab. Oder sind auch im Austausch.
Markus:Ja, das ist jedenfalls zu offen. Ich glaube, da müssten wir weg. Und das ist, auch wenn wir nach Amerika schauen, da ist ja so viel Aufbruchsstimmung da, positiv und negativ. Ich glaube, wir müssten das zum Anlass nehmen, es besser zu machen, aber auch eine Dynamik aufzubauen. Und das gilt sowohl für die regulatorische Ebene als auch die Investment-Ebene, wenn es eben in Zukunftstechnologie geht. Also bitte, bitte, erstens muss sich jemand finden, der genauso ein Brain ist wie der Matt Clifford und genau diese Welten auch vorher verknüpfen kann. Und dann aber halt auch die Power hat, das durchzubringen und umzusetzen.
SPEAKER_02:Vielleicht ist ja, wenn die EU-Inc durch ist, vielleicht setzt sich ja der Anniklinger drauf.
Markus:Das wäre wünschenswert. Ich weiß nicht, ob der Anni nach dem Folicy-Projekt noch einmal in der Politik hat, aber wir werden sehen.
SPEAKER_02:Wir glauben an dich.
Markus:Yes, das machen wir und wir werden das auf jeder Ebene supporten. Gut, und das bringt uns zum vorletzten Punkt, nämlich ein ganz lustiger vielleicht einmal, um auch die Themen ein bisschen aufzufrischen. Es gibt jetzt ein neues Telefon, das angekündigt wurde, ein Smartphone namens Minimal Phone. Und das ist Back to the Roots, könnte man sagen. Da gibt es kein Farbdisplay, ist ein E-Ink. Oder vielleicht, ich glaube, bei den Fotos gibt es dann schon Farbe, aber das E-Ink-Display ganz reduziert. Also wirklich so ganz anderer Anspruch auch ans Telefon mit physischer Tastatur, so wie einst das BlackBerry.
SPEAKER_02:Hattest du mal ein Blackberry?
Markus:Ich hatte nie ein BlackBerry, nein.
SPEAKER_02:Ja nicht.
Markus:Ich glaube, da waren wir noch zu jung, um Zielgruppe für ein BlackBerry zu sein. Es trifft sich einen Trend. Also ich glaube aktuell, das Telefon als Suchtmittel, das wird zunehmend auch in der Breite verstanden. Leute haben den Anspruch, das zu reduzieren. Es ist trotzdem für mich die Frage, ist das halt jetzt so ein bisschen ein Fight, ein bisschen ein Hype? Wie kann man da alternativ sein? Und in zehn Jahren sind wir wieder Vollgas stundenlang im Telefon und das wird halt einfach als gegeben angenommen. Oder ist in zehn Jahren dann tatsächlich so gesehen wie Rauchen und das Telefon, das jemand, der was auf seine Gesundheit und auch seinen Intellekt Wert legt, der hat nicht, also der nutzt dein Telefon nicht mehr so, wie wir das aktuell machen. Ich glaube, das ist schon eine interessante Frage.
SPEAKER_02:Ich glaube tatsächlich, dass es ein bisschen ein Thema ist, das in manchen Gesellschaftsschichten viel präsenter ist als in anderen. Ich glaube, dass da eine sicher eine Zielgruppe dafür gibt, hauptsächlich, die sich mit dem Thema auch aktiver beschäftigt, auch ein gewisses Bildungsniveau wahrscheinlich hat und sich bewusst ist, was einfach die negativen Implikationen sind. Es ist schon ein Riesenunterschied, wenn es einfach nicht bunt ist und du diese, also es ist ja schon sehr seamless, irgendwie die Erfahrung auf einem iPhone jetzt gerade. Und wenn ich mir dieses Video auf Indiegogo anschaue von dem Minimal Phone, dann wirkt das für mich eigentlich eher wie ein Kindle. Und das Kindle, das verbinde ich mit Lesen und Abschalten und nicht mit produktiv sein. Ich glaube, ich würde mir aber auch schwer tun, darauf jetzt zum Beispiel E-Mails zu schreiben oder so, weil auch dafür es mir hilft, eine gewisse farbliche Einordnung von manchen Sachen zu haben. Aber ich schreibe sowieso nicht gerne E-Mails von meinem Handy. Also da bin ich vielleicht auch nicht die richtige Zielgruppe. Von dem her. Würdest du es nutzen?
Markus:Boah, ich weiß nicht, ob ich so eine physische Tastatur eigentlich gern hätte. Ich glaube, meine Finger sind zu. Also da muss man schon, glaube ich, sehr präzise dann drücken. Sonst, ja, ich probiere schon jetzt auch Schritte. Ich habe jetzt zum Beispiel alle klassischen Social Media Apps von meinem Homescreen runtergetan und irgendwo versteckt in einem Eck auf einer hinteren Seite. Und eben meine Leser-App eigentlich mehr dorthin gegeben, wo bisher mein Finger hingehen wollte, wenn er Social Media öffnen wollte. Also ja, ich glaube, dass das schon das ist halt so die Power von so Sucht ist etwas, was nicht zu unterschätzen ist und auch wie haben es geschafft, dass das Rauchen quasi doch zumindest Schritt für Schritt ein bisschen weniger attraktiv zu machen. Das waren schon harte regulatorische Eingriffe auch. Aber andererseits irgendwo gibt es schon auch einen selbstregelnden Mechanismus in den Menschen. Und dass das jetzt ganz weg ist, glaube ich auch nicht. Aber du hast recht, das ist ein Bubble-Thema. Es ist sicher eher die Bildungselite, die sich aktuell damit beschäftigt. Let's see. Ja, dann haben wir eine Empfehlung der Woche. Das ist ein, glaube ich, Punkt, der ganz wichtig ist, wenn ihr nämlich bis jetzt bei uns geblieben seid, bis ihr jetzt zugehört habt und bis jetzt daran glaubt, dass ihr die Zukunft gestalten könnt. Besonders auch in den turbulenten Zeiten, in denen wir uns aktuell befinden. Dann wollen wir euch dabei unterstützen. Dann gibt es von uns ein Programm, was euch den Weg ins Tun, ins Aktivwerden erleichtert. Worum geht's da?
SPEAKER_02:Da geht es natürlich um unser Entrepreneur Leadership Programm. Das ist ein einjähriges Programm für Personen, die gerne gründen möchten und vielleicht noch nicht das Know-how, vielleicht auch gar nicht noch die konkrete Idee, vielleicht noch nicht den Co-Founder, die Co-Founderin haben, um dieses Projekt loszustarten. Und wir unterstützen euch ein Jahr lang mit Workshops zum Thema Startup Skills, aber auch persönliche Entwicklung, plus Fireside-Chats mit großartigen Gründern von unseren Top-Scale-Ups und Startups, wie zum Beispiel Referpt und BitPanda, etc. Also wirklich sehr zugeschnittenes Programm und einer großartigen Community von mittlerweile über 200 Personen, die auch schon in unserem Alumni-Netzwerk sind, aber auch einer sehr spannenden Kohorte und es ist wirklich für Personen aus allen unterschiedlichen Bereichen. Also wir versuchen da einen sehr guten Mix zu haben von Personen mit Tech-Background, Wirtschaft, Humanities, Arts etc. Also egal was du für einen Background mitbringst, schau dir das Programm an. Ich kann es sehr empfehlen, 31. Jänner ist die Bewerbungsdeadline.
Markus:Austrianstartups.com und einer von unseren Alumnis da hat auch wieder mal was Neues gegründet da. Und das ist unser Newcomer der Woche. Warum? Um wen geht's, Hanna?
SPEAKER_02:Es geht um den Founders Running Club. Das ist eine Laufinitiative mit Networking-Möglichkeit. Ich habe mich schon angemeldet für die erste Runde. Am 2. Februar startet es beim Badeschiff. Und es ist grundsätzlich für GründerInnen, die sich beim Sporteln vernetzen wollen. Und das ist ein internationales Netzwerk der Fauna Sklapp und das wird jetzt auch in Wien gestartet. Das haben die Julia Kruselburger, die Philippa Allen, der Henrik Pitz, der Simon Schmiederer und die Lucy Izquierdo Greeny. Ich hoffe, das habe ich jetzt richtig ausgesprochen. Aber eine Mischung aus InvestorInnen und Gründerinnen gestartet. Und ich bin schon gespannt, wer da so alle aufkreuzt.
Markus:Sehr gut, dann wünschen wir einen guten Lauf, liebe Hanna. Vielen Dank fürs Co-Hosten. Vielen Dank auch euch da draußen fürs Mit dabeisein. Ja, wir wünschen euch noch eine schöne Woche und hören uns wieder am Sonntag beim Tippdurf.
SPEAKER_02:Ciao!