Future Weekly

#431 - Trump Tariffs, Fax-Verbot, OpenAi Deep Research

Episode 431

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0:00 | 41:01

🌎 Trump Tariffs

🇦🇹 Fax-Verbot stürzt Gesundheitssystem ins Chaos

😢 Ende für Uniqa Ventures

🧪 OpenAi Deep Research

🎸 Rockstars: Roberto Lerche, Lukas Höber und Gero Schwarz

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Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Daniel:

Ein wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend oder auch gute Nacht und herzlich willkommen zum Future Weekly, dem Starter Podcast. Wieder mal mit mir, Daniel und wie immer mit dem Markus. Ja, und Markus und ich reden, wie könnte es anders sein, über Trumps Tarifwahnsinn. Und da wir beim Thema Wahnsinn bleiben, wie ein kleines Faxgerät ein scheinbar schier unbeugsames Land, hätte ich fast gesagt, in die Knie gezwungen hat, wie ein VC am Ende ist und wie OpenAI erst am Anfang steht. Selbstverständlich haben wir auch Rockstars der Woche. In dem Sinne, auf los geht's. Los geht's mit den News. Es ist wieder mal so krass. Man macht irgendwie jeden Tag aufs Neue so das Handy auf und schaut sich mal die Nachrichten an und denkt sich, alter Schwede, was hat er jetzt schon wieder gemacht? Was hat er jetzt schon wieder gesagt, der gute Donald? Ja, leck mich am Arsch. Das ging richtig ab. Also so irgendwie, hier komm, hier, du kriegst, du kriegst du Zölle und du kriegst auch noch Zölle, so wie so ein Aalverkäufer am Hamburger Fischmarkt. Hier noch ein Zoll für dich und für dich kriegst du auch noch ein Zoll und du kriegst auch noch ein Zoll, dich benennen wir um und außerdem, wer bist denn du? Aber krass war, jeweils am nächsten Tag gab es dann auch immer irgendwie Einigung, hatte ich das Gefühl. Was irgendwie schlimm ist, weil the Donald dann natürlich denkt, geil, ich mach weiter. Bis auf dieses eine kleine unbedeutende Land namens China, die gesagt haben, wer bist denn du? Was willst du denn von mir? Du Hampelmann.

SPEAKER_02:

So ein bisschen schräg, wieder so gerade mit der filigranen Politik vor sich geht, oder?

Markus:

Macht Politik wie ein Elefant, muss man schon sagen. Also trompetet viel und grundsätzlich, ich glaube, ein bisschen Leverage in Verhandlungen und ein bisschen halt auch die Macht spielen lassen, das ist jetzt nichts, was es davor nicht gegeben hat. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ein anderer Präsident den gleichen Outcome erzielt hätte mit Kanada und Mexiko, ohne dass diese Zölle zuerst announced wurden. Weil das ist halt wirklich die Trump-Variante. Ich announce jetzt, dass das kommt und das nutze ich dann als Maximalleverage in Verhandlungen, um das zu erreichen, was ich will. Meines Erachtens hätte auch die Drohung der Zölle wahrscheinlich zum gleichen Ergebnis geführt, weil das Verhandlungsergebnis war jetzt nicht so dramatisch. Also das ist, ja, das werden jetzt die Grenzen besser geschützt und er kann sagen, dass dadurch das Fentanil eingeschränkt wird, aber dafür hätte es, glaube ich, nicht die Ankündigung der Zölle gebraucht. Du hast aber schon angesprochen, natürlich, es gab das jetzt Vereinigungen mit Mexiko und Kanada, was grundsätzlich für alle Seiten Sinn macht. Ich glaube, es würden wirklich alle darunter leiden, wenn es da Zölle gibt, zumindest nicht direkt mal. Aber ja, China ist natürlich der wirklich interessante geopolitische Faktor und sicher auch ein Risiko, weil am Ende Zölle, wozu führen sie natürlich, dass zumindest kurzfristig die Preise für Produkte, die importiert werden, steigen und das bedeutet halt auch für den amerikanischen Konsum, die Leute können sich weniger leisten.

Daniel:

Da gibt es ja wunderbare YouTube-Videos von Maga-Wählern, Make America Great-Wählern, die gefragt werden, wie denn das eigentlich mit den Zöllen funktioniert, die halt auch der Konsequenz sich nicht ganz bewusst sind. Dass wenn da jemand Strafzölle bekommt, dass es einfach teurer wird. Aber ja, ich bin immer am überlegen, ob Trump damit so im Beraterstab sitzt und die sagen, das ist jetzt unser strategisches Ziel und dann überlegen sie an einer Art und Weise, wie sie das jetzt ausformulieren können. Und er geht sozusagen vor als Brecheisen oder ob er einfach mittendrin in der Hüfte sich denkt, was kann ich jetzt noch krasseres sagen? Und jetzt sehe ich gerade, zum Beispiel als Überschrift, der Gazastreifen, das ist ja auch immer so ein Thema. Und jetzt steht so als letzter Satz: Die USA wollen den Gazastreifen übernehmen und zu einer Luxusdestination entwickeln. Wo man sagt, ja, okay. Ja, ich habe das vorhin so, also nachdem ich meinen Sohn in den Kindergarten gebracht hatte, du kannst kurz ein bisschen Podcast hier, ein bisschen Podcast da, also ein bisschen auf Instagram-Reels, was so in der Welt passiert ist, wie man es so nebenbei macht, was man so im Bus halt machen kann. Ja, und dann, was hat er gesagt? Er möchte es zur Cotta Sur of the Middle East verwandeln, da irgendwie sowas Irres, wo man sich denkt.

SPEAKER_03:

Ja.

Daniel:

Nächste Überschrift. Trump steckt Iran Hand aus und droht zugleich mit der Vernichtung. Markus, lass uns Freunde sein. Sonst hacke ich dir den Kopf ab.

Markus:

Es ist seine Art, Politik zu machen. Ich glaube, wir müssen uns daran gewöhnen und darauf hoffen, dass er uns dabei nicht alle ins Verderben schickt. Das ist halt schon bei allem Lachen und allem Absurdität, die das beinhaltet, der spielt schon massiv auch mit dem Feuer und unserer Welt.

Daniel:

Das Problem ist, ein bisschen erinnert mich an diese Typen, die so 15, 16 sind und die überall rumgehen und jedem drohen, sagen, ich mach dich fertig. Und alle sind so, nee, nee, ist cool. Ich brauche keinen Stress, ich brauch keinen Stress. Bis zu Nummer 98 kommt, der sagt, alles klar, Bam! Und das Thema ist erledigt. Das ist natürlich ganz cool, wenn du 15 bist, dann ist die Nase halt schief für den Rest des Lebens, aber in dem Setting kann es halt sehr schnell sehr unangenehm werden. Und das ist halt schon. Er gibt halt ein irre hohes Tempo vor, muss man einfach so sagen. Also er rattelt da jetzt gerade, er rüttelt da gerade an jedem Zaun, den er finden kann, wie so ein irrer Affel auf Fentanyl in einem Käfig. Nicht, dass er das ist, aber du weißt, was ich meine, so von der Geschwindigkeit und von der Unpredictability. Ja, aber irgendein Gitterstab wird dann halt auch mal lose sein. Und das ist dann halt das große Problem. Nordkorea hat das schon länger in Ruhe gelassen, oder? Da gab es auch diese legendären Verhandlungen. Die sind ja quasi Buddies. Die auch immer wieder sagen, du, ich habe aber einen roten Knopf. Ja, aber mein roter Knopf ist größer als deiner, wo man sagt, ja, diese Rhetorik, die kenne ich jetzt auch irgendwo her. Ja, aber gut, ich meine, man weiß es nicht. Unterhaltsam ist es. Ich glaube, für Comedy-Programme ist es halt echt schwierig, weil du kannst das auch nicht mehr toppen. Du kannst es in diesem Irrsinn nicht mehr hinkriegen. Oh, Trump ordnet Austritt der USA aus UN-Menschenrechtsart an. Oh, okay. Okay.

Markus:

Ich meine, es ist, glaube ich, nahe legend, dass Europa als nächstes folgen wird bei den Zöllen. Die Frage ist, was ist halt sein Faustpfand quasi? Was will er erreichen? Ist das Big Tech-Deregulierung oder so? Irgendwas in diese Richtung, dass halt der Elan weniger Steuern, keine Digitalsteuer in Europa zahlen muss. Oder ist das eher geopolitisch etwas in Richtung Waffenkäufe? Das bin ich gespannt, was da am Ende rauskommt. Er probiert natürlich, ich würde probieren, dass Europa da auch nicht mit einer Stimme spricht, weil das ist natürlich der Nachteil von Europa jetzt zum Beispiel gegenüber Kanada, die halt schon eine Stimme und auch eine Verhandlungsperson haben, während in Europa natürlich die Franzosen andere Interessen haben als die Deutschen oder so, weil die Französen haben halt sehr stark die europäische Rüstungsindustrie da auch im Auge und deswegen sind sie wahrscheinlich gegen die Waffenkäufe. Aber da glaube ich, spielen schon unterschiedliche Interessen auch mit. Irgendwo spielt wahrscheinlich auch das Gas mit, was importiert werden soll und das weniger Gas, was aus Russland kommen soll. Auch da gibt es wieder unterschiedliche Interessenslagen in Europa. Also ich glaube, die Gefahr ist natürlich, dass er probiert, da auch Zwietracht zu sehen und damit Europa zu schwächen. E.

Daniel:

Und du ist ja auch genug Raum dafür. Und das ist ja das Krasse. Ich meine, ich glaube, irgendwo wird Österreich herzlich wurscht sein, aber Regierung haben wir noch immer nicht. Ich dachte kurzfristig gestern, dass es vielleicht eine Regierung gibt. Ich war bei meinem Barber und mein Barber ist direkt neben der ÖVP-Zentrale und ich lieg da und er schneid mir gerade die Haare und den Bart super entspannt und sie sind wirklich direkt daneben, also Tür an Tür. Und dann kommen so die ersten Polizisten, die so Gitter tragen, so Anti-Riot-Gitter. Und ich hab mir gedacht, ich wette, da ist jetzt eine Regierung gekommen. Und er meinte, nö, nö, das passiert dann immer mal wieder, wenn irgendwas ist mit der ÖVP, dann bauen die das auf und dann kommen die Leute demonstrieren und dann ist wieder gut. Und ich hab mir gedacht, oh nee, das muss jetzt nicht jetzt sein. Nicht jetzt. Ist aber scheinbar nichts passiert. Aber ist immer ganz lustig. Ich hoffe, die verwechseln das nicht mal irgendwie und dann stürmen sie meinen Barber. Das wäre echt, das wäre nicht cool. Gerade wenn der jemand so am Hals rumdoktert mit dem Messer. Aber ja, man weiß es nicht. Man weiß es nicht. Aber ja, ich meine, in Deutschland weiß man natürlich auch nicht ganz genau, wie das ausgehen wird, weil angenommen die AfD würde in irgendeiner Form eine Regierungsform sein, wäre das natürlich perfekt für The Donald, da in Europa einen riesigen Keil einzuschlagen. Und da probiert es ja auch über Elon mit den Engländern. Das ist natürlich ein bisschen doof. Ich hoffe, dass da Europa geschlossen dahinter steht. Man weiß ja nicht, was nächste Woche kommt. Vielleicht probiert er irgendwas anderes zu annektieren, Sachen umzubenennen. Das kann ja sein. Was ist the most unlikely thing ever? Would man sagt, das macht er nie. Nie macht er das.

Markus:

Ich blick in der Natur der Sache, dass man das nicht vorhersehen kann, oder? Vielleicht probiert er vielleicht Nordkorea wäre jetzt mal wieder auf der Tagesordnung.

Daniel:

Schon, oder? Vielleicht könnte er aber auch irgendwie probieren. Lass mich mal nachdenken. Vielleicht Neuseeland zu annektieren oder irgendwie sowas.

Markus:

Ja, generell Südhalbkugel ist noch ein bisschen wenig.

Daniel:

Ich denke mir auch, Australien könnte man auch mal wieder antesten. Das wäre aber super lustig. Weil die Aussicht, ich finde, die Ossis sind halt einfach extrem lustige Menschen. Ich mag die einfach. Und die hätten dann bestimmt auch eine sehr schmackige Antwort sehen. Das wird mir gefallen. Hat ja bis jetzt auch noch keiner probiert, Australien einzunehmen, soweit ich weiß. Ich glaube, die Japaner haben es mal kurzfristig angetestet, aber dann für schlechter Fragen. Ja. Ja, da haben sie halt alle hingeschippert, die man nicht haben wollte. Aber vielleicht passt das ja auch wieder. Irland könnte ja Australien annektieren. Das wäre ja quasi sehr naheliegend.

Markus:

Imperialistischen Pläne, das ist Daniel Kronik.

Daniel:

Ja, das Problem ist, es würde aber sehr schwer gehen, wenn wir alle dann sofort einen Sonnenbrand kriegen und dann lassen wir das wieder. Das ist ja so ein bisschen das Problem mit irischen Größenwahren. Und das endet dann immer irgendwie an St. Patrick's Day. Ja, aber gut, da wir über Größenwaren reden. Also Donald, da kommt dann wieder was. Meine Prophezeiung ist, er möchte Australien annektieren. Du sagst, er testet wieder Nordkorea an. Bevor wir vielleicht zum nächsten Thema so kommen, es gibt ein Thema, da habe ich auch nicht gedacht, dass wir wieder mal so sehr drüber reden würden, vor allen Dingen in einem Tech-Podcast. Aber das Wort Fax ist wieder irgendwie aufgetreten. Und ich mir, was haben die jetzt mit dem Fax? Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass 2025 das Faxgerät in irgendeiner Form ein Problem für uns als Gesellschaft verursachen würde. Jetzt würde man meinen, das Ding steht doch eigentlich nur noch im Museum. Das benutzt doch auch kein Mensch mehr, weil das ist ja, also ich meine, das Faxgerät ist State of the Art von 1983, mehr oder minder, unter dem aber, aber nein. Es gibt ja eine nicht ganz unbedeutende österreichische Organisation, die bis dato eigentlich noch immer sehr stark scheinbar auf das Fax gesetzt hat. Und jetzt, auch das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, aufgrund von einer DSGVO-Verordnung, die irgendwann gesagt hat, wo jemand geschrieben hat, ey, wenn wir diesen Text schreiben, dann brauchen wir irgendeine Jahreszahl, wo das Fax bestimmt komplett scheißegal ist. Schreib mal eine Jahreszahl rein, Herbert. Oder Helga oder wer auch immer das geschrieben hat. Und dann haben die halt vorwann auch immer Jahren gesagt, ja, keine Ahnung, weiß ich nicht. Was weiß ich, dann schreibst du halt 2025 rein. Bis dahin würde das bestimmt niemanden mehr interessieren. Ja, gut. Wir schreiben das Jahr 2025 und welche österreichische Organisation steht vor einem schier unüberbrückbaren Scherbenhaufen, lieber Markus.

Markus:

Es sind viele Organisationen, es ist scheinbar große Teil des Gesundheitssystems, die von diesem Faxverbot jetzt, ja, man könnte sagen, überrascht worden sind, obwohl es schon lange feststeht, dass dieses Verbot kommt und jetzt Probleme haben, weil sie nicht die Infrastruktur, die alternative Infrastruktur schon so aufgebaut haben, dass es tatsächlich funktioniert. Das heißt, was jetzt passiert, ist, dass immer wieder Rettungswegen geschickt werden mit OSB-Sticks. Oder CD-ROMs. Oder CD-ROMs, entschuldige nicht, CD-ROM wäre noch viel Neilig.

Daniel:

Das kannst du doch nicht erfinden. Ich meine, das kannst du doch nicht erfinden, oder? Ich meine, es ist. Manchmal muss man einfach an der Stelle sagen, als Selbstständiger, der ein Vermögen ausgibt für Einkommensteuer, ein Vermögen ausgibt für die Sozialversicherung. Ich würde manchmal ganz gern wissen, was da so mit meinem Geld passiert. Und ich würde manchmal ganz gern wissen, wie so etwas passieren kann. Weißt du, was ich meine? Also so allen Spaß beiseite. How the fuck? How the fuck is that possible, dass man allen Ernstes überrumpelt will, weil das Faxgerät dann plötzlich laut DSGVO nicht mehr erlaubt ist. Und die Notlösung ist, dass man 2025 USB-Sticks mit Rettungswagen oder gar CD-ROMs transportiert. Er ist doch das Bescheuertste, wie man sagt, Brieftauben werden jetzt verboten, gar kein Problem. Dann lass uns doch die Ampullen nehmen und in irgendein Fisch tun und das Aquarium irgendwo rübertragen. Eine schöne Analogie. Es ist ungefähr dasselbe Prinzip. Dann lass uns das Morsegerät auspacken. Und dann sagt man, es ist ein Problem, weil der Einzige, der Morsen kann, hat Parkinson und das macht ein richtiges Problem mit der Message. Schlimm. Schlimm.

Markus:

Ja, sagt das Klug. Ich glaube, die Realität ist halt wirklich, dass da viele, zum Beispiel, niedergelassene Ärzte überhaupt keine digitale Infrastruktur haben und halt einfach auch mit den Mitteln, die sie über Jahrzehnte gewöhnt sind, weiterarbeiten. Und das ist sicher nicht etwas, was nur den Gesundheitsbereich betrifft, sondern halt grundsätzlich die heimische Wirtschaft in vielen Bereichen, wo man halt einfach die technologischen Entwicklungen durchaus verschlafen hat. Man hat sich auf das, was man am besten macht, konzentriert, was ja auch immer oft eine Berechtigung hat, aber gleichzeitig ist es halt jetzt mittlerweile zu einem echten Problem geworden. Sowohl was eben den regulatorischen Bereich angeht, also wenn es so wie hier gewisse antiquitierte Infrastruktur einfach nicht mehr erlaubt ist, aber durchaus auch, was die Wettbewerbsfähigkeit angeht. Das ist jetzt bei den Ärzten wahrscheinlich nicht so ein Thema, aber in anderen Bereichen, wo wir halt Digitalisierungsnachholbedarf haben, ist natürlich auch ein Grund, warum es unserer Wirtschaft schlecht geht, dass halt andere mittlerweile schneller, besser, effizienter sind. Und eben auch, weil sie mehr auf die technologischen Möglichkeiten setzen, die es mittlerweile gibt. Und das muss sich ändern. Da braucht es einen Kulturwandel ganz grundsätzlich in der Gesellschaft, weil das werden wir als Gesellschaft nicht lange überleben können, dass wir einfach, ich nenne es jetzt im digitalen Mittelalter hängen geblieben sind.

Daniel:

Warum? Ich meine, lustig, ich weiß nicht, ob ich das quasi mal offline erzählt habe. Ich war vor ein paar Wochen beim Arzt. Ich werde nie genau sagen, was das für ein Arzt war. Einfach weil, und auch nicht genau sagen, wie es mir wortwörtlich formuliert hat, aber der ein sehr, sehr, sehr, sehr, sehr deutliches Wort für die Sozialversicherung verwendet und hat gesagt, das sind Löcher. Und er, ich tue ihm leid als Selbstständiger, dass ich an die gebunden bin und sagte dann gleich einen Namen einer Privatversicherung, sagt also sofort dorthin, wenn man könnte, aber ihr Armen müsst ja quasi mit denen sein. Und das ist das Schlimmste, das sind alles Löcher. So hat er mich begrüßt, ich kannte ihn noch nicht. Fand ich jetzt entwaffnend ehrlich. Aber das ist natürlich auch immer das Ergebnis, wenn man irgendwo dabei sein muss und sich nicht aussuchen kann.

Markus:

Ja, Wettbewerb, wenn der wirklich direkt auf einen trifft, schlagt natürlich dafür, dass man gezwungen ist, sich auch mit der Zeit zu gehen. Und wahrscheinlich hatten wir halt auch, und das bringt uns wieder zu den Kernproblemen von Österreich zurück, wir haben sehr viele Eintrittsbarrieren grundsätzlich, wir haben sehr viele geschützte Industrien, die dadurch weniger Wettbewerb ausgesetzt sind und die dadurch halt nicht diesen natürlichen Prozess durchlaufen, dass man sich ständig anpassen muss, die es sich, ich nenne es jetzt mal gemütlich machen konnten, hier auf ihren Pfründen, auf ihren Privilegien. Und dass ja in der Gesamtheit, wie das halt so ist, wenn man lange da nichts macht, irgendwann kommt das in der Gesamtheit auf einen zu und einen erschlägt einen dann auch. Und dann ist es super schwierig, dass diesen Gap, der entstanden ist, den dann zu überbrücken. Und ja, das ist ein schönes Zeug oder ein Sinnbild der österreichischen Wirtschaft. Aus welchem Jahr ist denn die DSGVO? Ich weiß nicht, ob das 2016-17 gewesen sein, so irgendwas, oder?

Daniel:

Man hat begonnen in den 1970er Jahren schon sich damit zu beschäftigen. Wie lange gibt es die DSGVO? Die letzte ist anwendbar. 2018 sehe ich gerade.

Markus:

Ja, seit 2016 wurde sie beschlossen. 2018 wurde sie umgesetzt.

Daniel:

Und es ist die DSGVO. Gut. Das heißt, das ist die Datenschutzgrundverordnung. So rein technisch gesehen, das sind Gesetze, da steht das drin, so und so ist es mit dem Datenschutz. Und jetzt haben wir das Problem mit dem Fax, sieben Jahre später, das alle sind also eine Technologie, die gefühlte 40 Jahre alt ist. Markus, unter Freunden. Es gibt ja auch den AI-Akt, der jetzt seit dem 2. Februar in Kraft getreten ist. Just asking for friends. Okay, dieses Prinzip mit dem Tropfen und den Wellen und dann irgendwie Tsunami und so weiter und so fort. Rein technisch betrachtet. Welche Technologie wird durch den AI-Act, der am Sonntag in Kraft getreten ist, in zwölf Jahren disruptiert?

Markus:

Keine Ahnung. Ich glaube, es ist eher die Frage auf der Basis, was dadurch nicht entsteht in Europa. Genau das.

Daniel:

Wenn du denkst, dass Fax und die SGVO, das sind so Sachen, die es schon eine ganze Weile gibt und trotzdem passiert so etwas jetzt Jahre später, man kann gar nicht sich vorstellen, was die Implikation des AI-Akzent auf Europa. Die Unsicherheit, die es gibt und vor allen Dingen die Technologien, die nicht hier entstehen. Und das ist halt manchmal echt, das ist echt scheußlich, muss man sagen. Ich weiß, da will man immer schützen und man will immer alle Bürger und Bürgerin vor der bösen Technologie bewahren. Da ist ja auch alles richtig und Regulierung ist auch super. Aber das Ergebnis ist halt echt manchmal ein bisschen traurig, muss man einfach so sagen. Und da verspielen wir uns einfach extrem viel. Ich glaube, da Meisten leiden die Comedians drunter. Das kannst du halt nicht erfinden.

Markus:

Ja, sie tun mir wahnsinnig leid. Tagespresse. Größere Probleme.

Daniel:

Tagespresse, die können zusperren. Also mit den Dingern. Übrigens, eine coole Podcast-Folge. Fritz Jagic war mal vor ein paar Jahren bei uns zu Besuch. Der war ziemlich lustig. Müsst ihr einmal mal reinhören. Nicht jetzt, aber dann später. Lass uns noch über. Ich hätte jetzt gesagt was Positives, aber irgendwie sehe ich gerade als nächsten Punkt das Ende für Unica Ventures. Wollen wir es noch kurz abarbeiten, bevor wir über die positiven Dinge kommen? Ja. Aber wie gerade bei Versicherung und Kovan und weitreichender Blick und nach vorne denken.

Markus:

Du hast jetzt schon quasi gesagt, das Ende für Unica Ventures, das ist ja einer der Corporate VCs in Österreich, der recht aktiv war, auch wirklich in den letzten Jahren. Also die haben doch ein ganz ansehnliches Portfolio aufgebaut. Und es wurde jetzt eben bekannt, dass diese Unit innerhalb der Unica leider aufgelöst wird, dass die quasi integriert wird in das gesamte Capital Allocation Management von der Unica, also zu Unica Capital Markets wandert. Das kann man sagen, sehr wurscht, wenn die weitermachen. Aber grundsätzlich ist das schon auch ein Signal, was den Stellenwert von dem Venture Arm angeht und wie aktiv der jetzt dann auch noch weiter investieren wird, ist auch nicht so richtig gesagt. Es scheint so, als würde die Unica sich da eher auf Fund of Fund-Investments fokussieren. Und das finde ich schon auch wieder für europäische Wirtschaft, für österreichische Wirtschaft ein schlechtes Signal, weil eigentlich müssten genau eben die erfolgreichen bestehenden Unternehmen es schaffen, auch direkt sich zu beteiligen an der nächsten Generation, an potenziellen Lösungen, die für sie auch interessant sind. Also wir wissen nicht, was da jetzt wirklich die Begründung dahinter ist, aber es ist schon kein positives Signal.

Daniel:

Nein, und ich meine, jetzt in von der Funds investieren, okay, cool, aber das ist halt natürlich wieder eine andere Risikoklasse. Und ich glaube, am Ende des Tages wird es halt auch wieder einfach das Risikothema sein, dass man sagt, nein, man möchte sich das nicht antun, nein, es ist kulturell zu schwierig, ohne mit irgendjemandem der Beteiligten gesprochen zu haben. Aber dass man einfach sagt, nee, nee, nee, das ist uns jetzt alles ein bisschen zu anstrengend und ein bisschen zu unsicher. Und das ist dann natürlich immer so ein bisschen das Ergebnis der letzten Jahre, wenn man so möchte. Obwohl sie auch den einen oder anderen Volltreffer hatten. Ich meine, die waren ja, glaube ich, auch sogar in waren oder sind sogar in Bitpanda investiert, wenn ich das glaube ich richtig im Kopf habe. Und ja, there you go. Bin neugierig, was passiert, bin neugierig, was passiert mit den Akteuren. Die haben ja schon quasi Ende des Jahres, Ende des letzten Jahres das Unternehmen, glaube ich, verlassen oder zumindest die Position verlassen, wenn ich das richtig im Kopf habe. Ich glaube aber auch, und damit meine ich explizit nicht die Unika, ich habe nicht mit ihnen gearbeitet und kenne sie nicht, daher kann ich das nicht beurteilen. Aber ich glaube, viele der Corporate VCs VCs sind halt auch sehr häufig einfach reines Innovationstheater geworden, wo dann eigentlich gar nicht so viel passiert ist am Ende des Tages. Und das ist dann natürlich auch ein schwieriges Thema. Muss man einfach so sagen. Oder viele der Innovation Units. Grundgedanke gut, aber dann irgendwo dann doch in den Mühlen aufgefressen, weil man dann doch kein Fax mehr an die Startups schicken konnte. Wie gesagt, Unika per se rausgenommen, neue, die meine ich nicht. Die dürften ja doch ein relativ gutes Track-Record gehabt haben. Company waren sie, glaube ich, auch dabei, oder? Hatten einen recht erfolgreichen Exit. Kann das sein, Company mit K?

Markus:

Ja, sind auch bei Bird beteiligt, das Portfolio kann sie wirklich sehen lassen. Es sind einige Champions dabei. Muss man natürlich sagen, wie alle. Es fehlt halt wahrscheinlich DPI bis zu einem gewissen Grad aktuell. Das geht aber, das ist einfach halt um was für ökonomisches Umfeld. Die Rückflüsse gerade. Also das Portfolio, ich finde, da sind einige sehr coole Unternehmen dabei. Musst du mal das Wort sagen, ich habe es akustisch nicht gehört. DPI.

Daniel:

Das musst du jetzt erklären. Das musst du jetzt erklären. Das ist ein Akronym, das noch nicht so bekannt ist. Das hast du jetzt schon dreimal benutzt, glaube ich, aber wir haben ja auch immer wieder neue Leute.

Markus:

Wie sie es halt auch tatsächlich schafft, Liquidität an seine LPs zurückzuspielen. Und das ist im aktuellen Umfeld unglaublich schwierig, weil es halt ganz wenig Exit-Opportunities gibt. Besonders halt die Großen an den Börsen. Es gab fast keine Börsengänge in den letzten Jahren. Und das ist aber sehr wichtig, weil an und für sich hat man halt eine gewisse Pfundperiode, wo man sagt, bis dahin soll das Geld zurückbezahlt werden. Und wenn es dann keine Exit-Opportunities, keine Attraktiven gibt, dann ist es natürlich schwierig, das in der vorgesehenen Zeit zu machen. Und mit jedem zusätzlichen Jahr steigt dann aber auch halt die Rendite, sinkt die Rendite pro Jahr. Das heißt, das ist ein schwieriges Umfeld auf der Ebene. Und da natürlich bin ich mir sicher, dass auch wie alle VCs es gerade einfacher wäre, wenn die Exits wieder ein bisschen anziehen würden.

Daniel:

Und vielleicht nur ein Kommentar für einige von euch, die sehr neu zu dem Thema sind. Natürlich auch, was Markus damit meint, ist, das Problem ist, wenn du in eine Firma investierst, auch als Fonds, du möchtest ja dein Geld zurückbekommen. Und cool, wenn die Firma eine Milliarde wert ist, trotzdem hast das Geld ja nicht wieder. Und dann Fonds, aber eine gewisse Laufzeit. Und die einzige Möglichkeit, wie das passieren kann, dass das Geld wiederkommt, ist durch einen Firmenverkauf oder durch einen Börsengang. Und diese beiden Dinge sind gerade nicht so regelmäßig am Markt anzutreffen, wenn ich es mal ganz vorsichtig sagen darf. Und selbst wenn du bei BitPanda investiert bist, richtig geil, richtig, ich meine, es gibt nichts cooleres, könnte ich mir vorstellen, nur trotzdem, in einem ist dein Geld dann auch drin. Und cool, dass die so und so viel Milliarden wert sind. Aber wenn du jemandem das Geld zurückgeben musst nach einer gewissen Zeit, ist das natürlich eine schwierige Situation. Sehr einfach erklärt. Ja, so ist es. Ja, und das ist halt schwierig. Das ist im Übrigen ein interessantes Thema. Man müsste eigentlich mal das auf einer ganz einfachen Ebene mal komplett aufmachen, was die Gesamtherausforderung an solchen Märkten ist, weil das Lustige, das Schwierige ist, weil es natürlich auch nicht so nicht so viele Börsengänge gibt, nicht so attraktive Börsen gerade in Europa, nicht so viele attraktive Modelle dabei, wenig Exits, was quasi dann auch die Welleneffekte sind sozusagen in beide Richtungen. Und was das eigentlich sogar für dich bedeutet, selbst bei der Gründung und bei den Investmentrunden, die du frühzeitig anstreben musst, was du da alles bedenken musst. Und dann kommt man darauf, Moment, das ist ja eigentlich doch ein bisschen eine komplexere Geschichte. Auf die viele erst sozusagen im Machen kommen, wenn ich das mal so sagen darf, weißt du, ich meine, wenn man so das erste Angel Investment nimmt, denkt man sich, geil, ich nehme, was ich kriegen kann. Bewertung geil, oder ich hätte gern unbedingt die und die Zahl, weil die total schön ist, ohne zu bedenken, was das in der Konsequenz bedeutet.

Markus:

Aber ich glaube schon auch, dass das bis zu einem gewissen Grad gesund ist. Ich glaube, du kannst nicht alle Szenarien durchspielen. Ich glaube, das ist einfach von der Komplexität, die damit einhergeht und auch von dem Fokus, den dich das kostet. Ich glaube, das ist einfach die Realität. Das, was man, glaube ich, besser kommunizieren muss. Wenn man ein Startup gründet, dann gibt es keine Sicherheit, dass das so verläuft, wie man sich das vorstellt. Es gibt makroökonomische Aspekte, es gibt die Investoren mit unterschiedlichen Interessenslagen. Es wird keinen Zucker schlecken, es wird Perioden geben, die sehr hart sind und es ist keinesfalls garantiert, dass das erfolgreich wird. Das Einzige, was man machen kann, ist, dass man halt gute Arbeit leistet, sich darauf fokussiert, ein Produkt zu schaffen, was wirklich nachgefragt wird, wo die Leute bereit sind, viel Geld dafür zu zahlen. Und wenn man diese Basic Economics hinbekommt, also sich fokussiert auf das, was man selbst auch beeinflussen kann, dann glaube ich, hat man gute Karten, dass man unabhängig von den wirtschaftlichen Gegebenheiten erfolgreich ist. Natürlich muss man sich dann laufend anpassen an das, was passiert. Also man darf nicht mit Scheuklappen durchgehen und sagen, es ist mir alles wurscht, aber so dieses im Vorhinein, sich zu überlegen, ist jetzt gerade die makroökonomisch sinnvolle Zeit, um das zu tun. Ja, aber ich meine das aber anders.

Daniel:

Also ja, da hast du komplett recht. Ich meine, ich glaube, es gibt zu wenige, die tatsächlich zum Beispiel wissen, wie ein VC funktioniert, wie das mit den Laufzeiten ist, wie ein VC wieder, was das Geschäftsmodell von einem VC ist, wie das das impliziert, was die Implikationen davon sind, wann man die braucht, was die, weißt du, was ich meine, so ein Thema, weil ich glaube, dass die meisten quasi begreifen, wie man Bootstrappt und wie man mit einem Angel umgeht, aber ab dem Moment wird es gar nicht mal so einfach, glaube ich. Das ist so ein bisschen das Thema. Wenn du natürlich einen VC reinbekommst, der im fünften, sechsten, siebten Jahr steht, dann ist es natürlich ein bisschen eine andere Baustelle als jemanden, der noch ein bisschen Laufzeit hat. Oder man kriegt fünf oder zehn oder fünfze Ablehnungen und denkt sich, ach mein Gott, ich habe ein Mistprodukt, ohne zu verstehen, dass das vielleicht ein bisschen tiefgreifendere Implikationen aufs Geschäftsmodell des VCs hat und nicht notgedrungen einfach heißt, dass man schlecht ist. So ein bisschen so in die Richtung war das gemeint.

Markus:

Also ich glaube, wenn man VC-Geld mit an Bord holt, dann glaube ich, macht es Sinn, sich auch mit dem Modell zu beschäftigen und eben auch den Gegebenheiten des Funds und deren Incentivlage zu verstehen. Und das ist, glaube ich, immer, egal was man macht, zu verstehen, was das Gegenüber für Anreize hat und was da auch die Motivation dahinter ist und was passieren muss, damit das für das Gegenüber auch erfolgreich ist, es ist in jeder Verhandlungssituation ein ganz entscheidender Faktor.

Daniel:

Immer die Motivation des Gegenüber kennen, Gegenübers kennen, zu kennen. Bissen zu kennen. Fuck it, du weißt, was ich meine. Schön. Worüber wollen wir dennochen? Zeit ist schon sehr fortgeschritten, aber ein paar Minuten haben wir noch. Es passiert ja auch gerade so viel.

Markus:

Ja, ich glaube, also was schon ein sehr relevanter Punkt ist, ist, dass OpenAI mir einmal was Neues vorgestellt hat, namens Deep Research. Und das kommt jetzt AGI schon relativ nahe, muss man sagen. Das ist ein sehr teures Modell. Also muss jedenfalls diese Pro-Variante mit 200 Dollar kaufen. Aber dafür kriegt man dann ja wahrscheinlich auf der Ebene von Research, also Forschungsarbeiten, die durchaus an das ankommen, was die Personen liefern, die aktuell auf den Universitäten da auch angestellt sind. Also sie nennen es in mir PhD-Level, natürlich immer noch mit ein bisschen Fussiness behaftet, aber da gibt es ein paar Beispiele, die mittlerweile auch rumflottern auf den diversen Social Media Kanälen und die sind schon ziemlich beeindruckend. Also da kann man echt, wenn man ein fundiertes Dossier zu einem Thema bekommen will, mit sehr expliziter Instruktion, worauf man da Wert legt und was einen spezifisch interessiert, kann man wirklich, wirklich gute Antworten bekommen.

Daniel:

Ich habe gestern mit dem O3 Mini mich ein bisschen beschäftigt. Und es ging genau darum, um ein Zitat, das ich verwenden wollte. Und ich wollte aber wissen, in welchem Kontext ist das Zitat entstanden, wem wird das zugeordneten noch Kontext zu einem Thema, mit dem ich dieses Zitat quasi beladen wollte. Das war schon gut. Das war schon richtig. Und das ist die Mini-Version. Das ist schon beeindruckend, was man da eigentlich für einen Sparring-Partner zur Seite bekommt und wie tief man in ein Thema eintauchen kann. Wie wenig man Kontrolle über den Output noch immer hat. Das ist immer das eine, was man nie vergessen darf. Was ich aber auch interessant finde, ist, ich habe die Pro-Version, also diese normale Pro-Version. Ich habe jetzt 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 verschiedene Modelle zur Auswahl, sodass ich langsam auch schon mit so, ach, keine Ahnung, gib mir das. Ja, das Gute halt. Weißt du, was ich meine? Das ist dann schon. Und ich meine, ich finde das Thema wirklich spannend. Und ich beschäftige mich wirklich mit dem Thema. Und ich bin aber neugierig, wann wieder der Moment kommt, wo man sagt, okay, Ende, es gibt nur die Basic und die Pro Ende. Und du musst gar nicht mehr wissen, welches Modell hast du dich mit den Modellen beschäftigt und wählst du die dann auch pro Aufgabe aus oder ist es eher noch?

Markus:

Ich hab schon das eine Modell halt eher, wenn ich schnell einen Marketingtext schreiben will und das andere Modell eher, wenn es darum geht. Eben in Richtung Deeper Research zu gehen und Reasoning zu gehen. Aber nimmst du O1 oder O3 oder O3 für Reasoning? O3, glaube ich, wenn ich mich recht erinnere. Aber du siehst schon, es ist genau das, was du beschrieben hast. Das ist eigentlich gerade ein bisschen.

Daniel:

Weil das Lustige ist, wenn ich vorlesen darf, bei mir steht zum Beispiel O O verwendet fortgeschrittenes Reasoning. Das habe ich doch noch sehr gut verstanden. O3 Mini, schnell im fortgeschrittenen Denken, O3 Mini High, großartig in Programmierung und Logik, wo mir ihr denkt. Jetzt wird es schon. Das ist, also ehrlich, I don't quite know. Und dann kommen diese Ergebnisse und dann weiß ich auch nicht so genau. Und dann natürlich das GPT-40, ideal für die meisten Fragen. Okay. Okay. Das nehme ich dann mal. Aber es ist schon gar nicht so einfach und ich bin selber neugierig. Das Einzige, was man wahrscheinlich nicht benutzt, ist das GPT-4, weil es steht drunter, altes Modell.

Markus:

Aber was ich auch manchmal mache, ist, dass ich einmal in einem Modell das quasi einen ersten Draft mache und das dann durch das andere Modell durchjage. Ja. Und zack, verbessert das.

Daniel:

Ja, das finde ich auch spannend. Das habe ich auch schon ein paar Mal gemacht. Oder ein paar Mal mehrfach. I'm curious. Ich bin wirklich curious.

Markus:

Ich habe das Gefühl, dass diese O-Modelle weniger halluzinieren. Ich finde, das 4-0 oder 4-O ist halt schon immer noch recht anfällig auf die Halluzination.

Daniel:

Das benutze ich halt mittlerweile eigentlich nur noch für so Sachen wie, keine Ahnung, nimm den Text und schau, ob es grammatikalisch passt. Go for it. Und dann wird das auch schon passen. Ja. Aber es ist. Kennst du, also du hast auch das Pro-Modell, oder?

Markus:

Ja, also die 20-Euro-Variante. Wann würdest du auf die 200-Dollar-Variante raufgehen? Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, ob ich es mal jetzt probiere und. Aber ja, ich müsste. Das Problem ist tatsächlich, die Zeit zu finden, um sich halt wirklich damit zu beschäftigen und das dann zu nutzen.

Daniel:

Das Lustige ist, ich habe vor ein paar, ne, vor ein paar Wochen und letzte Woche irgend so ein Steuerthema gehabt, so ein kurzfristiges Steuerthema. Ich liebe meinen Steuerberater. Aber ich weiß, wenn ich ihm jetzt eine E-Mail schicken würde, er sagt, du, ich habe die und die Situation, bla bla bla, dann beantwortet er mir das super schnell und bei der nächsten Abrechnung steht dann aber auch dieser Punkt, der halt auch so und so viel kostet. Und es ist so, in dem, jetzt habe ich aber letzte Woche genau dieses Thema gehabt und habe tatsächlich Chat-GPT gefragt, geschrieben, hier, das ist die Situation, wie soll ich dort vorgehen? Und da kam sofort eine Antwort, die cool war. Und dann habe ich aber nochmal mir die Texte durchgelesen, also die tatsächlichen juristischen Texte, und das hat dann für mich auch grundsätzlich Sinn gemacht. Und es ging nur um etwas in einem Dialog mit einem Kunden, wo ich quasi nicht so tun wollte, als hätte ich keine Ahnung, sondern ich wollte auch genau was wissen. Bla bla bla. Und in dem Moment, das hat mir wohl schon ein paar Euro eingespart. Und wenn sich das häuft, dann macht das natürlich auch total Sinn. Und dann sind 200 Euro natürlich sehr wenig im Monat. Wenn es darum geht, halt Texte gerade zu ziehen. Hau mir Emojis rein für ein LinkedIn-Posting, ja, dann brauche ich dann auch nicht.

Markus:

Aber ja, naja, dann bin ich. Dynamisch und ich glaube, um auf so eine Frage zurückzukommen, ja. Also ich glaube schon, dass halt aktuell eine sehr explorative Phase ist, dass halt auch alle AI-Modelle oder alle AI-Anbieter ganz ein bisschen probieren, was bleibt, was nutzen die User wirklich am meisten, wo gibt es das beste Feedback und dass sich dann halt wahrscheinlich schon eben eine Super AI durchsetzt, die dann halt wirklich auch ordentlich was kostet und eine Basic One, die ja halt für alle, die nur mal rumspielen wollen, zugänglich ist. Und dann halt diese ganze Agentic Struktur dahinter, wo es dann für ganz spezifische Use Cases dann wiederum spezifische Apps etc. gibt.

Daniel:

Aber weißt du, was ich halt echt schräg finde? Erinnerst du dich noch an die Zeit, wo jeder verdammt wurde, bei dem es wärmer als 18 Grad zu Hause war? Wo ich sagte, ah, du bist ein Faschist, wie kannst du so warm haben zu Hause? Und jetzt haben wir gerade dieses KI-Thema, wo wir für alles KI benutzen und entsprechend natürlich auch das ein oder andere ein bisschen Energie dafür benötigen. Schon lustig, wie schnell sich so Sentiment ändern kann, wenn es einfach in einem anderen Kontext gesehen wird.

Markus:

Ja, Energie ist ja grundsätzlich ein sehr, weiß nicht, ein total nicht greifbares Thema. Und das finde ich total spannend, wie das eben auch technologisch gerade eine sehr essentielle Rolle spielt. Und es immer noch so ist mit DeepSek und so weiter, werden wir sehen, aber es ist schon etwas, was uns sicher begleiten wird. Dieses Gefühl, was kostet Energie, was kostet menschliche Energie, was kostet technische Energie, wie ist auch der Zusammenhang davon, also wie sehr kann ich meine persönliche Denkenergie und die Kalorien, die ich dabei verbrauche, gegenüberstellen zu einer Kilowattstunde. Ich glaube, dieses Thema wird uns begleiten in den nächsten Jahren.

Daniel:

Ja, ja. Dass man dann auch überlegt, wie viel Energie habe ich investiert und wie viel Energie habe ich dann rausbekommen, Downstream. Das wäre natürlich ein Upstream. Das wäre natürlich ziemlich lustig. Ja, that being said, die Zeit ist auch schon relativ fortgeschritten. Passt. Dann müssen wir noch Rockstars führen.

Markus:

Genau, das sind nämlich some people that are close to our heart. Sequestra, ein Wiener Climatech Startup, hat sich 1,1 Millionen Euro Preceed Investment geholt. Und der Roberto Lercher, der Lukas Höber und der Gero Schwarz sind die Gründer und der Roberto und der Lukas sind nämlich aus unserem Entrepreneur Leadership Programm. Also Leute, die wir über die letzten eineinhalb Jahre auch begleitet haben auf diesem Weg. Und es ist natürlich immer schön zu sehen, wenn dann aus diesen initialen Ideen Schritt für Schritt dann eben auch ein sehr cooles Startup hervorkommt und das dann auch eben sehr erfolgreich ist. Ich kann mich gut erinnern. Ich glaube, ja, vor einem Jahr oder so hat dann tatsächlich auch, oder was, vor einem halben Jahr hat Speedinvest bei uns angeklopft oder wir ein Intro zu denen schreiben können. Also man merkt schon, das ist cool, wenn man so eine Geschichte auch mal von vor der Gründung begleiten kann. Und natürlich drücken wir den dreien sehr fest die Daumen, dass sie dieses Geld jetzt auch so einsetzen können, dass sie aufs nächste Level kommen. Hat sehr, sehr viel Potenzial geht um Carbon Capturing. Und Sehr würdige Rockstars. Stark.

Daniel:

Finden wir auch richtig gut und schön zu sehen wieder.

Markus:

Und wenn ihr im nächsten ELP Integ dabei sein wollt, also in die Fußstapfen von den dreien treten wollt, dann läuft noch bis jetzt am Sonntag, also wirklich nur mehr drei Tage, die Application Period. Auf AustrianStartups.com. Gibt es alle weiteren Infos dazu. Würde mich freuen, wenn der nächste oder die nächste, Umberto, Lukas und Co. heute zuhören und sich daraufhin bewerben. Cool.

Daniel:

In dem Sinne, ihr wisst, was ihr tun müsst. Es war uns eine Freude. Vielen Dank fürs Zuhören. Markus, es war mir wie immer eine Freude. Take care. Stay safe. Bis zum nächsten Mal.

SPEAKER_03:

Dankeschön.

unknown:

Bye bye.