Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#451 - Julian Rothenbuchner über Weltall, Ambition & Gründen als Schüler
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Zum Deep Dive Comeback gibts eine Live Episode vom Entrepreneurship Week Sommerfest. Zu Gast ist Tumbleweed-Gründer Julian Rothenbuchner, der schon in der Schule zum Space-Tech Entrepreneur geworden ist.
Production: Christoph Nowotny
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, willkommen bei Future Weekly. Willkommen bei einer ganz besonderen Episode heute, denn wir haben heute eine live episode. Wir sind hier im Startup House beim Sommerfest der Youth Entrepreneurship Week, der größten Entrepreneurship Initiative in Schulen in Österreich, wo wir insgesamt in über 130 Schulen mittlerweile Unternehmerwochen durchführen, wo es darum geht, Unternehmerischen Spirit zu wecken in jungen Leuten. Weil wir davon überzeugt sind, dass das ganz wichtig und essentiell ist, um die nächste Generation auf die Herausforderungen vorzubereiten, die da draußen auf Sie warten. Und wir haben heute ein Publikum aus einigen Schülern, einigen Lehrern, einigen Trainern, Mentoren, also das ganze Ökosystem eigentlich der Entrepreneurship-Woche da. Und wir haben auch einen großartigen Gast heute. Und das ist der Julian Rothenbuch. Ich schaue wie immer auf LinkedIn ganz traditionell und da steht Making Deep Space Accessible for All. Co-Founder and Technical Lead at Team Tumbleweed. ISU, SP 23 und Road to Mars. Und es gibt jetzt schon so ein bisschen einen Hint, worüber wir heute auch viel sprechen werden, nämlich das Weltall. Also Julian, erzähl uns einmal, was machst du so in so einem typischen Tag?
SPEAKER_01Ja, da muss ich dich vielleicht gleich einhören, so ein bisschen enttäuschen. Auch wenn man Weltraumdinge macht, fangen die Tage eigentlich ganz normal an. Aber ja, man geht ins Büro, man bleibt zu Hause, wir sind da flexibel, man hat ein Check-in, sagt Hallo. Man, also meine Aufgaben sind ganz, ganz vielfältig, aber dann redet man halt mit Kunden, dann entwickelt man Technologie. Und irgendwie, es ist schon interessant, weil ich mache das jetzt seit acht Jahren und irgendwie so zweimal am Tag kommt dann so die Erkenntnis so, hä, all das fliegt einfach ins Weltall. Alles, was ich mache, das, was ich gerade entwickle, das Kundenprojekt, über das ich gerade rede, all das fliegt einfach ins Weltall. Und das sind so die zwischendurch die Momente, wo man dann merkt, wow, okay, we're doing it. Und das sind wirklich Highlights von den Tagen, weil der Rest ist jetzt, traue ich mir fast sagen, beinahe wie in fast jedem anderen Startup auch.
MarkusJa, ganz lustig, weil in der Startup-Welt ja oft Analogien zu Weltallprojekten herangezogen wird. Also der Moonshot oder die Rakete wird ja oft auch als Startup-Symbol verwendet, weil es halt ähnlich ambitioniert oft auch dargelegt wird. Jetzt bist du aber heute auch da, weil du nicht nur ein Space-Startup gegründet hast, sondern das auch sehr früh schon in deiner persönlichen Laufbahn ist.
SPEAKER_01Ja, genau. Also ich muss manchmal, manchmal habe ich dann das Gefühl, es ist schon fast zu klischeehaft. Aber die Garage meiner Eltern kommt vor. Diverse, ja, ich habe angefangen mit diversen ferngesteuerten Sachen, da war ich sechs Jahre alt, sieben Jahre alt, acht Jahre alt, habe halt immer in der Garage getüftelt, oft alleine. Und dann mit 16 habe ich beschlossen, okay, Weltraum war auch immer ein großes Ziel. Es war dann über Schulkollegen von mir, haben wir dann zu dritt beschlossen, wir machen bei einem Wettbewerb mit. Und da ging es um eben ganz offener Ideenwettbewerb, hieß so Dissier Space Contest, wo du mehr oder weniger irgendeine Space-Related Idee einbringen kannst. Es kam auch so dazu, dass irgendwie unsere Lehrer dann gemeint hat, hey, ihr seid in Physikolampiade ziemlich schlecht. Also wollt ihr vielleicht doch mal das ausprobieren. Und wir haben gesagt, ja, cool, machen wir. Und dann haben wir gesagt, wir machen ein bisschen Wettbewerb mit. Und sagt, okay, und was machen wir jetzt? Was reichen wir allen? Und wir haben uns eigentlich angefangen, okay, wir wollen Hardware bauen und wir waren alle nicht so wettbewerbsgetrieben. Das heißt, wir wollten wirklich sagen, okay, und wir waren 16, also das muss man natürlich da auch irgendwie mit einbedenken. Aber wir haben gesagt, okay, wir wollen wirklich was nach vorne bringen. Wir wollen was machen, was die NASA oder die Europäische Weltraumagentur noch nicht gemacht hat. Wir wollen jetzt den Status quo verändern. Wir wollen nicht genau das, was die Erwachsenen oder die großen Agencies machen, nur schlechter. Und dann hatten wir irgendwann in einer, das ist nächstes Klischee, in einer langweiligen Schulstunde sind wir hinten gesessen und haben dann das Idee, okay, am Mars, Mars ist wahnsinnig teuer, um das ein bisschen auszuholen. Also Mars braucht unglaublich lange, bis man dort hinkommt, unglaublich teuer, unglaublich aufwendig. Und wir haben gesagt, da müssen wir doch was machen und dann sind wir auf den Wind gestoßen am Mars und haben gesagt, hey, du kennst doch diese Pflanzen aus den Western Filmen, die so windgetrieben herumrollen, heißen Tumbleweeds, auf Deutsch Wüstenläufer, und haben gesagt, hey, damit können wir doch was machen. Und haben dann schnell so, keine Ahnung, das war, ich glaube, zeichnen oder so. Das war hinten am Angabeheft, haben wir so was draufgekritzelt und ja, innerhalb von so drei, vier Wochen hatten wir dann einen Prototyp, haben den dann, jetzt kann man das nicht mehr testen, weil jetzt sind da Gebäude, aber das auf einer Baustelle so ein bisschen paralegal ausprobiert, hat super funktioniert, haben eingereicht und haben dann zu unserer großen Überraschung diesen Wettbewerb gewonnen gegen 2000 andere Leute weltweit. Und ja, und dann sind wir halt dagestanden und haben gedacht, okay, wenn dir ein Astronaut und die ehemalige Bildungsministerin von Frankreich sagen, okay, du hast eine ganz coole Idee, dann solltest du doch unbedingt weitermachen. Und das haben wir dann auch gemacht, dann hat es wirklich angefangen. Also wir haben dann zu dritt mit einem Lehrer und so wieder Klischeehaft in der Garage, im Keller von der Schule, getüftelt an der nächsten Iteration, von diesem Prototyp von unserem Mars Rover, haben den dann ein Jahr später im Oman getestet. And yeah, dann haben wir eigentlich mit Skalieren begonnen. Wir haben dann Funding gekriegt von der Europäischen Weltraumagentur über das Business Incubation Programm, haben dann wirklich gegründet, gegründet, also Incorporated, wie man auf Englisch sagt. Und ja, von da, seitdem haben wir at its peak of über 100 Leute weltweit skaliert, sind jetzt im Hintergrund ungefähr 60 Leute, die an dem Mars-Projekt arbeiten. Auf der anderen Seite haben wir jetzt eine kommerzielle Ausgründung gemacht und arbeiten da seit einigen Monaten fieberhaft an Österreichs viertem Satelliten, hoffentlich. Cool.
MarkusRichtig cool. Lass uns, bevor wir da jetzt tiefer eindringen in den Satelliten und Rover, noch einen Schritt zurück machen. Du hast am Anfang gesagt, du hast schon als, ich glaube, Sechsjähriger, hast du gesagt, hast du schon angefangen, ein bisschen rumzutüfteln an Dingen. Wo ist diese initiale Leidenschaft für ferngesteuerte Sachen? Wie ist das entstanden?
SPEAKER_01Ich muss wirklich sagen, ich bin mir nicht sicher. Es ist interessant, niemand in meiner Familie hat einen technischen Background. Meine Geschwister machen was ganz anderes, meine Eltern machen was ganz anderes. Nur mein Opa hat mit mir ein bisschen gebastelt. Er ist dann leider früh verstorben und ich nehme an, dass ich ja, dass ich es irgendwo daher habe. Aber ich war auch davor, ich glaube, das erste, was ich gezeichnet habe, war Reifen. Und ich irgendwie mit ein, zwei Jahren hat mir dann irgendwann mein Vater erzählt, er war ein bisschen besorgt, weil ich die ganze Zeit nur Reifen gemalt habe. Also ich weiß nicht, woher es kommt, aber das war irgendwie immer da und hat sich immer natürlich angefühlt und da immer so meins. Und ich habe das Gefühl, was ich jetzt mache, ist eigentlich nur eine logische Fortsetzung davon.
MarkusCool. Du hast ja gemeint, das ist entstanden, irgendwie so, weil ich in der Schule Fahrt war und es war jetzt nicht so ganz klar, das war das Ziel und da wollt ihr hin, sondern ich habe es einfach mal probiert. Gab es einen Moment, wo du zurückblickst, wo du gesagt hast, okay, jetzt wird es ernst, jetzt wird das wirklich real, jetzt ist es nicht nur nochmal eine, ich nenne es jetzt mal, am Anfang vielleicht von vielen Leuten auch als dumme Idee dargestellt worden, halt so irgendwie groß geträumt, aber das ist doch eh unrealistisch. Wann ist es real geworden?
SPEAKER_01Ja, also ich glaube, da gibt es zwei Dinge dazu sagen. Das erste, dass Leute dumm finden und die nicht glauben, hört nie auf. Auf der einen Seite, auf der anderen Seite ist, glaube ich, und das ist zumindest meine Erfahrung, Startup-Dasein, es ist ein kontinuierlicher Prozess von boah, jetzt wird es real. Und wir haben wirklich alle zwei, drei Tage wieder so einen Moment, boah, jetzt wird's real. Boah, jetzt ist das erste Kundenrevenue, also Customer Revenue am Konto. Boah, jetzt wird's real. Boah, erste Investment runtergeschlossen, jetzt wird es real. Boah, Satellitenteile liegen am Tisch, jetzt wird's real. Und das sind die ganze Zeit so Schritte. Da gibt es nicht den einen Moment, und ich glaube, das habe ich am Anfang erwartet, dass es so diesen einen Moment gibt, wo bam, und jetzt, keine Ahnung, jetzt we go to the moon, wir skalieren etc. Nein, es ist wirklich, es sind tausend kleine Schritte, wo man sich A leicht drin verliert und B da einfach dranbleiben muss, weil dieser Moment, der kommt irgendwie nicht.
MarkusDu hast ja schon gesagt, ihr habt es unglaublich skaliert in den letzten Jahren. Am Anfang waren das ein paar Freunde, die gemeinsam gearbeitet haben und irgendwann ist das international geworden, irgendwann waren es nicht nur mal ein paar Freunde. Wie seid ihr dann trotzdem in dieser Gruppe an Freunden damit umgegangen? Sind da alle noch dabei? Sind Leute ausgestiegen am Weg? Wie habt ihr auch diese Beziehungen gemanagt?
SPEAKER_01Ja, also die zwei Leute, mit denen ich am engsten Zahnarbeite sind, aus meiner Schulklasse. Also, aber das hat sich immer so ein bisschen ausgewechselt. Und ich glaube, in meiner Freundesgruppe gibt es so den, vielleicht ist es ein Curse, vielleicht ist es ein Blessing, aber niemand kommt irgendwie ungeschoren vorbei. Jeder macht irgendwann mal was bei Tumbleweed. Das heißt natürlich, Leute sind gegangen, Leute sind neu dazugekommen. Das verändert sich auch. Also von dem, zum Beispiel von den ursprünglichen Leuten sind die sind dann nach ein paar Jahren ausgestiegen. Und ja, ich glaube, wenn man sich das anschaut, was braucht es, um da wirklich acht Jahre lang dran zu bleiben, geht es einfach um Durchhaltevermögen. Es geht um, es ist interessant, weil alles muss so schnell gehen und gleichzeitig musst du unglaublich geduldig sein. Du musst ungeduldig geduldig sein. Und ich glaube, wenn du das nicht mitbringst, dann ist es halt nach ein paar Jahren machst du nun was anderes. Und das ist auch okay. Aber ja, lange Rede, kurzer Sinn. Es ist über die letzten Jahre, am Anfang war es ein stetig wandelnde Charakter, ja, stetig wandelnde Leute jetzt inzwischen, das Kernteam ist seit vier, fünf Jahren eigentlich unverändert.
MarkusWenn wir jetzt nochmal von der Story aus gehen, ihr seid aus diesem Wettbewerb entstanden, ihr war es bis zum gewissen Grad sicher auch einfach ein Research-Projekt eine Zeit lang. Wie waren dann diese Transition in Richtung auch Startup, in Richtung Geschäftsmodell? Du hast schon gesagt, es wurde ausgegründet etwas. Wie seid ihr da aktuell auch aufgestellt?
SPEAKER_01Ja, also ich glaube, wiederum meine Antwort ziemlich fließend. Es gibt nicht das eine Ding, wo du sagst, du wirst kommerziell. Bei uns ist tatsächlich das Problem in der Kommerzialisierung, ist, wir haben ein sehr hohes Marktrisiko, wenn du sagst, Mars. Also rein vom Business Case, kein VC fandet ihr das, die Zeithorizonte sind viel zu lang. Das Marktrisiko ist viel zu hoch, insbesondere weil der Kundengruppe vier, fünf Leute sind derzeit. Der Markt kommt, aber wir haben gesehen, we're too early. Auf der anderen Seite muss man sich dann anschauen, okay, was können wir denn? Und wirklich so, ich meine, das ist auch ein abgenutztes Konzept, dieses, worin bist du gut, womit kannst du Geld verdienen und was macht dir Spaß und da die Intersection finden. Aber es ist irgendwo schon was Wahres dran, das haben wir dann noch gemacht. Wir haben, glaube ich, die Zeit lang 150 verschiedene Businessmodelle angeschaut und dann eigentlich ziemlich systematisch beschlossen, okay, das wird jetzt der nächste Schritt. Jetzt derzeit haben wir das nicht kommerzielle Forschungsteam, das aber auch sehr startup-like operiert. Das heißt, wir haben Kunden, Customer Relations, etc.
MarkusUnd das wird über Förderungen finanziert.
SPEAKER_01Das wird über Förderungen finanziert, genau. Und da ich mal das kommerzielle Team, wo wir jetzt, sag ich mal, das, was wir wissen, sag ich mal, näher an die Erde holen. Das heißt, wir kümmern uns um den Erdorbit. Wir bauen da sehr accessible Payload Solutions. Das heißt, wir machen es, sag ich mal, Deppen einfach was ins Weltall zu schicken, um es mal auf Deutsch zu, also gut Deutsch zu sagen. Und das ist voll kommerziell, das ist legal und das muss es natürlich in einer verschiedenen Entity sein, aber es ist alles ein kohärenter Unit, würde ich sagen. Und alles Teil von dieser langfristigen Vision von Deep Space for Everyone.
MarkusDeep Space for Everyone, magst du so ein bisschen erklären, was dir da wirklich vorschwebt?
SPEAKER_01Ja, es hat irgendwie angefangen, also natürlich, mit 16 habe ich das nicht so verbalisiert, aber damals hatte ich also das Gefühl, und das war auch die große Motivation, so, ich bin ready, jetzt was beizutragen, dass die Menschheit ins All hinauskommt, dass wir das All nutzen können. Dass, sag ich mal, wir nicht eine erdgebundene Species sind, sondern eine Spacefaring Civilization. And that Sonnen System zu erkunden, etc. And then irgendwann merkt man, okay, 16 wäre diese Zukunft 20 Jahre weit weg gewesen. Dass du wirklich 20 Jahre vielleicht arbeitest du dich hoch irgendwo in der European Space Agency, irgendwo bei einem großen Aerospace-Gigant, und dann kannst du vielleicht mal was ausrichten. Und da gibt es natürlich sehr viele Leute, die unglaublich guten Job machen. Aber das war mir zu langsam. Und ich habe mir im Rückblicken war eigentlich so, kann man es so zusammenfassen, so zwei, drei Generationen von jetzt sollten 16-Jährige einfach was zum Arsch schicken können.
unknownOkay.
MarkusUnd würdest du dir auch wünschen, selbst ins Weltall zu fliegen oder ist das eigentlich nicht auf deiner Agenda?
SPEAKER_01Ja, schon. Ich bräuchte eine Mission. Also, ich meine, man kennt es eh, die Milliardäre, die Sachen ins Weltall schicken und vielleicht sich selber, vielleicht andere Milliardäre. Das ist natürlich, da muss man auch ganz klar dazu sagen, das hat Vorteile. Das wird in der Space Community sehr auch kontrovers behandelt, aber da gibt es Für Sprecher und Gegensprecher.
MarkusWeil sie Geld mitbringen.
SPEAKER_01Ja, weil sie Geld bringen, weil natürlich, wenn man sich zum Beispiel das Fliegen anschaut, das war auch mal so. Und diese frühen Pioniere haben es ermöglicht, dass wir jetzt alle, keine Ahnung, nach Ibiza fliegen können. Und also das muss es geben. Ich für mich persönlich sage aber, wenn ich eine Mission habe, wenn ich eine Value-Ad sein kann im Weltall mit meinen Fähigkeiten, dann mache ich das. Wenn ich was für die Menschheit beitragen kann, dann mache ich das. So als, jetzt sag ich mal, reine Touristen-Experience, natürlich ist es cool, aber da gibt es auch andere Sachen, die man mit weniger Impact machen kann.
MarkusAlso schon, wenn dann ein echter Astronaut kein Weltraumtourist. Jetzt ist dieses Thema etwas, wo extrem komplex und technisch auch ist, wo ich glaube, viele Leute auch gar nicht, also zumindest ich blicke nicht hundertprozentig durch, wie funktioniert die Space-Ökonomie. Magst du uns da einen kurzen Einblick geben, wie kann man mit Space Startups Geld verdienen? Wie funktionieren die Geschäftsmodelle dahinter? Das vorher angeschnittene Satellit ist vielleicht auch ein Thema für euch. Wie schaut die Industrie eigentlich aus?
SPEAKER_01Ja, also grundsätzlich, es gibt eine sehr, sehr grobe Aufteilung, einen sogenannten Upstream und einen sogenannten Downstream. Downstream ist ein Großteil vom Markt. Downstream ist, hey, ich verwende, und das ist ganz, also das ist oft ganz, ganz subtil, aber wir verwenden unglaublich viele Satelliten- und Space-Related Produkte jeden Tag. Wenn du euch Google Maps aufmachst, verwendet man die Satellitenkarte, Satellite-Based Positioning, GPS, das ist alles mit Satelliten. Das heißt tatsächlich, der größte Teil vom Space-Markt sind Leute, die mit diesen Satellitendaten was machen und Applications bauen. Das ist oft hat das dann gar nicht so viel mit Satelliten zu tun. Das Schöne ist, es muss nichts mit Satelliten zu tun haben, dadurch ist es wahnsinnig skalierbar. Weil Satelliten bauen, das ist dann Upstream, ist deutlich schwerer zu realisieren. Upstream, da gibt es natürlich ganz klassisch die Firmen, die bauen dir einen Satelliten und verkaufen ihn dir. Da gibt es die sogenannten Primes, das sind sehr große. Airbus zum Beispiel, Thales Alenia, Boeing. Das sind so sehr große Unternehmen, die zum Beispiel der Europäischen Weltraumagentur einen Satelliten verkaufen. Das sind sehr lange Projekte, hunderte Millionen Euro. Es gibt natürlich die Launchers, das sind SpaceX ist der bekannteste. Es gibt aber auch immer mehr, sag ich mal, Vertical Integration und das ist durchaus disruptiv. Da gibt es Leute wie Planet oder Spire, gegründet von Österreicher, oder ISI, die sagen, sie starten selber Satelliten, sie bauen selber Satelliten und verkaufen dir dann aber Datenprodukte, die verkaufen dir dann Satellitenbilder, die verkaufen dir zum Beispiel Daten, wo shift gerade sind, etc. Das heißt, das ist echt, da kann man dann echt wirklich sagen, okay, I have Daten and verkaufe die. Sag ich mal, what the really value generation is, the examples of industry stützt derzeit, sind Daten. It is einfach, the fact is, it is wahnsig and wahnsinnig teuer, was ins Weltall zu bringen und wir zurückzuholen, wenn es nicht einfach Nullen and Einsen sind. Das heißt, der Weltraum hat wahnsinnig viel Potenzial, aber wir nutzen halt jetzt einfach gerade die Daten, weil das so leicht hin und her schickbar ist. In der Zukunft sieht es natürlich auch anders aus. In Space Manufacturing ist was, was wir sehr exciting finden, da kann ich auch nochmal drauf eingehen, aber in Space Research, da geht es dann zum Beispiel darum, die Schwerelosigkeit auszunutzen. Weil das können wir natürlich auf der Erde so nicht herstellen. Schwerelosigkeit hat einige sehr, sehr spannende Applications. Aber das ist gerade im Common, das ist gerade im Aufbauen und da gibt es viele, viele Scaling-Hurdles, an denen wir gerade arbeiten.
MarkusUnd wenn da jetzt im Publikum jemand ist, der sagt, Space, da habe ich unglaubliche Leidenschaft dafür, was würdest du dieser Person empfehlen? Ist das, sagst du dann, okay, kommt es zu uns? Was für Leute sucht ihr? Wie ist ja auch ein Einstieg in das Weltraum geschehen?
SPEAKER_01Ja, es ist interessant, die Weltraum-Community ist sehr, sehr klein, sehr eng verbunden und hat oft weniger mit so diesen, wie vielleicht sich das denken könnte, so Nerds zu tun, sondern es ist eine sehr vibrant Community, sehr cool. Alle haben wahnsinnig viel Leidenschaft, für was sie tun. Oft liegt es daran, dass sie mit denselben Fähigkeiten woanders viel mehr Geld verdienen könnten. Das heißt, sie machen das alle aus Leidenschaft. Das ist natürlich cool. Es gibt natürlich die sehr realen Entry Barriers, weil es gibt zum Beispiel in Österreich. Es gibt nur einen sehr kleinen Lehrgang, wo man was mit Weltraum machen kann. Schau dort FAWINA Neustadt. Aber zum Beispiel, ich bin in den Niederländer gegangen, um dort mich ausbilden zu lassen. Jetzt gibt es aber, besonders mit technischen, aber auch non-technischen Sachen, sehr viele Firmen, die immer mehr danach suchen, eigentlich Leute einzustellen. Und diese Edge, dass man zumindest zehn Jahre Space-Erfahrung braucht, die es vielleicht früher mal gab, ist immer weniger. Und ich kann sagen, aus unserer Erfahrung, die besten Leute, die wir haben, die haben oft gar keine Space-Erfahrung. Weil, und das ist vielleicht die Flip Side, wir sind so eine enge Community, das ist ein bisschen so eine Echo Chamber, und da neue Perspektiven reinzukriegen, ist wahnsinnig wertvoll. Das heißt, für uns, wie wir es sehen, ist es einfach ganz stark ein, es ist viel leichter als man denkt, einfach bewerben. Und viele Leute brauchen jetzt in vielen Rollen nicht unbedingt die wahnsinnig lange Space-Erfahrung.
MarkusDu hast schon gemeint, du hast in den Niederlanden studiert. Ich weiß auch, dass ein Teil von eurem Team eigentlich oder vielleicht sogar der größte Teil vom Team in den Niederlanden zu Hause ist. Was glaubst du denn jetzt aus einer Standortperspektive, auch wenn du sagst, du möchtest vielleicht zum österreichischen Bundeskanzler oder dem Wirtschaftsminister etwas mitgeben, wie man auch Österreich als Space-Standort besser positionieren könnte?
SPEAKER_01Talente. Talent, Talent, Talent, Talent. Das ist das Einzige. Funding-mäßig als Early Stage Startup Österreich wirklich weit vorne mit dabei. Das muss man wirklich sagen, sehr anerkennend. Bürokratiemäßig, wir finden es zwar alle nervig, aber da hat jeder, der sich über die österreichische Bürokratie aufregt, hat noch nie eine niederländische Bürokratie probiert. Ja, da geht es noch ganz anders zu. Also wir haben wirklich schon viel geschaffen. Es gibt auch via Space Hub, das etabliert wird von der Funny-Perspektive super, vom Netzwerk super, von Leuten, die, sag ich mal, ein Netzwerk aufwerten und selber die Erfahrung mitbringen, dass sie mal ein Startup hatten oder dass sie wirklich verstehen, was Startups wirklich bauen, wirklich gut. Was wir brauchen, oder was, sag ich mal, für uns, die Niederländer, eine unfair advantage haben, ist, dass dort, dass sie das drittbeste Aerospace Engineering Fakultät der Welt ist. Und das heißt, da gibt es halt MIT-Great Leute in den Hundertenschaften, die da jedes Jahr rauskommen. Und diese Talent-Density hat Österreich im Space-Bereich einfach noch nicht. Und da gibt es auch keine wahnsinnig einfachen Antworten. Da ist was, woran wir natürlich auch als Startups gefordert sind, wir müssen die Talente nach Österreich holen mit coolen Projekten, weil die Workforce ist sehr mobil. Also Leute, ich kenne kaum Leute, die ihr ganzes Leben lang in einem Land gearbeitet haben in der Space Industrie. Die ziehen besonders in Europa wahnsinnig viele hin und her. Das heißt, das ist gar nicht so das Problem. Aber wir müssen hier Schwung reinbringen und dann schauen, dass sich die Talente ansiedeln. Auf der anderen Seite natürlich von den universitären Sachen her, wir müssen einfach mehr tun. Wir müssen mehr im Aerospace-Bereich aufbauen. Es gibt gute Bemühungen, aber da muss es einfach zu einer Größenordnung mehr passieren.
MarkusJetzt haben wir da im Publikum viele Schüler und Schülerinnen. Ich bin mir sicher, einige von denen wollen was gründen, können sich vielleicht vorstellen, was zu gründen. Gibt es etwas, was du ihnen mitgeben willst, wo du sagst, das ist ein besonders wichtiger Tipp, ein besonders wichtiger Schritt auf ihrem Weg?
SPEAKER_01Ja, ich glaube, beim ersten Schritt zu sein, und das ist natürlich auch sehr meine persönliche Erfahrung. Ich kenne kaum Gründer und Gründerinnen, die gesagt haben, so und ich gründe jetzt. Das kommt wenig vor. Das wird viel romantisiert, so wir gründen ein Startup, cool, und das ist cool, ich mach's, ich finde es cool. Aber man fängt viel öfter, sieht man das, dass Leute anfangen mit was kann ich gut, was finde ich cool. Und das Startup und das Gründen ist dann eher oft ein Produkt daraus, dass sie eine größere Vision haben als der Rest. Dass sie sich noch mehr darum bemühen, dass sie noch mehr Passion, noch mehr Drive haben. Aber das heißt, fang mit einem Problem an, fang mit einer Passion an, mit einer Leidenschaft an. Und der Rest, und das klingt jetzt romantisch, der kann sich dann fügen, der wird sich fügen. Nur wenn du einfach sagst, okay, und das sieht man natürlich auch viel, hey, ich gründe jetzt ein Startup, weil ich wollte immer schon mal ein Startup gründen, das merkt man sofort, wenn ein Gründer oder eine Gründerin einfach ein Startup for Startup Sake gegründet hat.
MarkusBe a project that becomes a startup and not a startup that becomes a startup.
SPEAKER_01Genau, genau, exakt, exakt.
MarkusOkay. Wenn du jetzt so ein bisschen in die Zukunft blickst, in deine persönliche Zukunft, wo würdest du gern mit Tumbleweed, ich sage jetzt mal, in zehn Jahren stehen?
SPEAKER_01Am Mars ist die einfache Antwort. Nein, aber seriously, da ist das Ziel. Also wir wollen in 10 Jahren, sag ich mal, an einem Punkt sein, wo Deep Space for Everyone so real ist, dass wir es ermöglichen, dass du, wer auch immer, natürlich mit dem richtigen Geld, also es wird Geld kosten, wir sind eine Firma, aber dennoch Dinge zum Mars schicken kannst, Dinge in den Erdorbit schicken kannst. Weil es gibt so viel Potenzial, von dem, das wir noch nicht mal verstehen, von dem wir noch nicht mal wissen, einfach weil, sag ich mal, 99,9% aller kreativen Köpfe dieser Welt nicht nutzen, weil sie es nicht nutzen können.
MarkusUnd wenn du jetzt zurückblickst auf the last years, before we get a speedrun came, gabs was for dichotomested? Where do the gear hattest, boah, eighteen if this is a sin machine, where there's a bit of the lust vergangene, where the leadenschaft had.
SPEAKER_01Every day is a roller coaster, nein. It's angefangen one year in that one of the co-founder aufgehört, eine Woche for einer riesen Deadline. But I think hard war, and im Nach auch wahnsinnig produktiv war, war vor 15 Monaten, also Anfang letzten Jahres, wo ich einfach realisiert habe, okay, wir haben den derzeitigen organisatorischen Kontext, den ich mir geschaffen habe, I outgrew it. Ich habe gemerkt, okay, ich investiere so viel Energie und der Multiplikator von der Organisation ist nicht da. Und das zu realisieren war hard, weil plötzlich einfach das ganze Kartenhaus irgendwie zusammengestoßen ist. Aber im Nachhinein, das hat uns wirklich katalysiert zu sagen, okay, was sind die Scaling Hurdles für uns als Organisation? Was müssen wir erreichen? Wir haben gesehen, okay, mehr Proximal Business Case, das heißt, wir müssen die Zwischenschritte mehr actionable machen und dann einfach wirklich, bei der Lightning Round kommen wir vielleicht auch noch mal ein bisschen drauf zurück, wirklich zu schauen, so Touchgrass. Einfach, du kannst dich nicht einfach die ganze Zeit Technologie entwickeln, sondern du musst einfach rausschauen, welche Probleme kann ich lösen, etc. Und das geht, dann geht es so schnell. Wenn man wirklich rausgeht, offen und sagt, okay, du hast ein Problem, kann ich es lösen und darauf dann wirklich die nächsten Schritte setzt.
MarkusDeine Follow-up-Frage. Ich hab so ein bisschen rausgehört, okay, es gab so einen Moment so einen Breaking Point, ein bisschen, wo du auch so gezweifelt hast, dass in dem Organisationssetting das dorthin führt, wo auch deine Vision eigentlich hingehen soll. Wie hast du das angesprochen? Wie hast du diese Veränderung, die es gebraucht hast, dann auch katalysiert?
SPEAKER_01Ja, das war durchaus interessant. Ich bin grundsätzlich ein Zweifler, würde ich sagen. Also, dass ich zweifle, ist nichts Neues. Und meine wundervollen Kolleginnen und Kollegen helfen mir da oft, dann wieder ein bisschen von 180 runterzukommen. Aber in dem Moment war es einfach sehr, sehr klar. Und ich kann mich daran erinnern, ich war dann auf so einer Startup-Konferenz und habe dann wenigstens zurückgekommen, das klingt voll blöd auf. Ich war dann so, ja, das kann ich auch. Und das ist dann der Moment, wo ich dann zurückgekommen bin und gemerkt habe, okay, diese negative Gefühl, diese Blockade, das muss ich jetzt nicht gegen mich selber richten, weil das war so am Anfang das Ding, was kann ich besser machen? Sondern das muss ich externalisieren. Ich muss erwarten, dass das alle mittragen. Wenn sie es nicht mittragen, no deal. Auch gut? Dann sagen wir jetzt Tschüss, no hard feelings und wir haben Tschüss gesagt zu recht vielen Leuten. Aber auch all on good terms. Also so, aber einfach sehr offen, sehr klar sein, hey, wir müssen den nächsten Schritt gehen, weil wir investieren alle viel zu viel Energie darin, dass das nichts wird. Und das hat dann wirklich die Leute so angespannt, dass wir, also jetzt ein KPI zu nennen, ein Key Performance Indicator, unser Engineering Cycle Time is for a month to two times. Was a Wahnsinn. And if you're winning, you do more winning. And the key thing was that we said, okay, we are not winning, but we can. And I think that was the key communication, where then the willing people, and this was really a gross teil. We have not 90% from the team. A growth teil of the people have said, okay, let's do it. And more commitment, more drive, mehr Selbstvertrauen. Insbesondere when you den Mars anschaut, and many rausgeht in der Nacht kann man da raufschauen, da ist der Mars und der ist so weit weg. Da wird man gern ehrfürchtig. Und ich glaube, da mutiger zu werden, selbstbewusster zu werden und einfach viel mehr jetzt nicht die ultimative Strategie zu suchen, sondern die Actionable Next Step. Weil das ist immer das Wichtige. Es ist relativ, die Strategien kann man entwickeln, wie man will. Der nächste Schritt ist 99% der Fälle das Wichtige.
unknownCool.
MarkusUnd eine schöne Überleitung zu unserer Speedround. Fünf Fragen, fünf schnelle Antworten. Wenn du jetzt zurückblickst auf die letzten Jahre, was ist dein größtes Learning?
SPEAKER_01Touchgrass. Also auf Deutsch übersetzt, wovor du am meisten Angst hast, das ist meistens das Richtige. Sei immer noch ein bisschen mutiger und ein bisschen scheiße weniger. Geh auf die Leute zu und schlag's ernsthaft vor. Gib Leuten die Option, mit dir zusammenzuarbeiten, anstatt dass du sagst, okay, aber bevor ich. Es gibt immer tausend Ausrichten, ja, aber unser Pitchsteck ist noch nicht perfekt. Oder ja, aber wir brauchen auch diesen technischen Meinungsend. Das gibt es immer. Ignoriere's.
MarkusUnd dein best life hack?
SPEAKER_01Draußen arbeiten.
MarkusWie konkret? Das heißt, du haust dich auf die Terrasse oder auf dem Balkon und sitzt draußen oder geht es eher darum, dass du Walking Meetings hast?
SPEAKER_01All of the above, ich glaube, was der Werdegang, mein Werdegang gezeigt hat, ist, ich habe die ganze drei Monate in einem Unternehmen, das nicht mein eigenes gearbeitet ist in mein ganzes Leben. Welches war das? Das ist Ubotica, das ist dann auch Space Entertainment, machen sehr cool so Space AI Applications. Und da war es das erste Mal so, okay, du hast jetzt einen Desk Job. Ich habe einen coolen Desk zu Hause, whatever, aber die besten Seiten sind oft am Flughafen, im Flieger, wo auch immer. Und ich glaube, den Mut zu haben, zu sagen, okay, ich ändere jetzt mein Umfeld und bin trotzdem produktiv. Großer Lifehack für mich.
MarkusHast du eine Buchempfehlung für uns?
SPEAKER_01Okay, da muss ich ein bisschen ein Preface machen. Ich finde, es werden in der Startup-Szene viel zu viele Bücher gelesen und viel zu viele Bücher geschrieben. Will ich jetzt gar niemandem zu nahe treten, aber es ist einfach ein Ding aus der Praxis. Also man kann tausend Bücher über Fußball lesen. Man wird da nicht Lionel Messi. Und Startup ist sehr ähnlich. That being said, ich glaube, ein Buch, das mir in dieser Phase sehr, sehr gut geholfen hat, war Good to Great. Good to Great von Jim Collins, glaube ich. Man muss es mit 10 Prisen Salz lesen, weil es 20 Jahre alt ist und nicht für Startups. Also genau das ist die Stärke, würde ich sagen. Weil sie geben dir keine Tipps, mach diese zehn Schritte und dann wird ein Startup erfolgreich. Sondern sagen dir einfach, anhand von sehr klarer Datenlage, okay, als CEO, sag kein Arschloch, stay humble, hol dir gute Leute und setze mir den nächsten Schritt. Und ich habe mich damals in dem Buch wahnsinnig wiedergefunden, weil ich einfach das gut, das mich so frustriert habe, gesehen habe. Und das hat mir die Perspektive ein bisschen gegeben, how can it be great?
MarkusHast du ein Lieblingsprodukt?
SPEAKER_01Okay, ein massiver Shoutout geht raus an die IKEA elektrisch höhenverstellbaren Desks. Die sind so gut. Es ist kriminell, dass die so wenig kosten. Aber also ich beklage mich nicht, aber danke IKEA. Powering startups everywhere. Nee, es war, als wir die Funding Round geschlossen haben, war das erste, das zweite, was wir gemacht haben, sind zu IKEA gerannt und haben uns elektrisch höhenverstellbare Tische gekauft.
MarkusSo, jetzt stell dir vor, du willst wieder einen elektrisch höllenverstellbaren Desk beim IKEA kaufen und du kommst drauf, IKEA hat das aus dem Sortiment genommen. Was ist dein Lieblingsschimpfwort?
SPEAKER_01Ficken. Es ist so grindig. Eine Freundin von mir hat damit angefangen, das zu machen. Es ist so ein grindiges Wort, aber it hits the spot. Das muss ich wirklich sagen. Ich habe lang debattiert, ich habe ja vorher die Frage getan, ob ich das auch so bringen soll. Aber ich habe das dann in einem Team erzählt und ich verwende das offensichtlich genug, dass sie alle gesagt haben, musst du bringen. Also sorry für die Unflart, aber ist so.
MarkusDu bist, also man muss sagen, du bist die erste Person im Podcast. Wir haben jetzt sicher schon 150 bis 200 Gäste im Podcast gehabt. Du bist die erste, die das auf Deutsch verwendet. Du bist in guter Gesellschaft, wenn man das die englische Übersetzung auch heranzieht, aber auf Deutsch bist du der erste, insofern auch ein Innovator hier. Und es bringt uns zu unserer letzten Rubrik, und das sind Moonshots und Prediction. Das ist natürlich die beste Frage an dich, weil wir sagen immer, wir wünschen uns von unseren Gästen einen Moonshot. Frei nach JFK, der damals gesagt hat, in der nächsten Dekade bringen wir einen Menschen auf den Mond, darfst du eine große Vision aufstellen, die du für sehr wünschenswert hältst. Und dann, das ist Aufgabe eins, und dann wollen wir von dir eine Prediction, also eine Vorhersage for the Zukunft, von der du Felsen Festival sagt.
SPEAKER_01Yeah, I mean, ich habe es schon ein bisschen vorweg genommen, and I think my growth Zukunftsvision is I think when a sightreisender from 300 years in the Zukunft to me would and we're saying, Okay, we live all not off the earth and not off the earth, and we have the potential da draußen forgotten. Yeah, I think it would have been what I can tropeninsel, whatever, Hängematte. Also for me is this vision I think the Menschheit hat for better or worse, strebt immer nach außen. And man kann das natürlich auf sehr schlechte Art machen, man kann es aber auch auf sehr gute Art machen. And I think for me, this vision of the Menschheit is more than the Erde, is my growth Zukunfts vision. And not nurse, cool is inspirierend is, sondern weil es einfach so viele benefits haben kann. And what's concreted for us, ich mein Marshot, in 10 years sollten we all den Mars nutzen können. We sind uns ganz klar, the grad erscheint der Mars so weit weg, dass wir noch nicht mal wissen, was genau das Potential ist. We have a bit of ahnung, aber da liegt so viel Ungeborgenes, dass im Welt generell und Mars spezifisch, das ist natürlich unbiased here, aber dass einfach der springende Punkt sein wird, können wir es nutzen, können wir es für alle, alle, alle nutzbar machen.
MarkusCool. Also vom Moonshot zum Mars-Shot. Genau, das ist unsere Teigleitung. Damit bist du natürlich ein großartiger Gast. Julian, vielen Dank fürs Mitdabeisein, fürs Erfahrungen teilen. Ich hoffe, wir konnten da draußen einige auch inspirieren, dass sie sich auch für das Weltall interessieren. Vielen Dank auch an euch im Publikum und natürlich auch an euch virtuell, die wieder mal mit dabei sind. Wir hören uns wieder am Donnerstag mit den News und wünschen euch einen guten Start in die Woche.