Future Weekly

#470 - ChatGPT Apps, Sifted Top 250 ohne Österreich, Startup Lifecycle Verlängerung

Markus Raunig, Hannah Wundsam Episode 470

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 50:58

🦹 Open AI integriert Spotify, Canva & co
🇪🇺 Sifted Top250 Scaleups ohne Österreich
🍒 Softbank übernimmt ABB Robotics
🦄 Startup Lifecycle Verlängerung
🧠 Newsrooms.ai Investment
👨‍🚀 Tumbleweed - Exploring Mars
🦖  Empfehlung: Entbürokratisierungs-Umfrage
🎸 Rockstars: Jürgen Mayerhofer, Wolfgang Eichberger & Team

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Markus

Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, willkommen bei Future Weekly. Heute mit mir Markus und der großartigen Hannah. Hallo, Hanna, hallo ihr da draußen. Wir starten mit großartigen Themen heute. OpenAI macht einen App Marketplace schon wieder, aber diesmal mit echter Integration. Siftet kürt die Top 250 schnellstwachsenden Scale-Ups in Europa und Österreich ist nicht dabei. Softbank übernimmt ABB Robotics und Europa schaut zu. Ja, das Founder Westing in Amerika wird hinterfragt, ob das noch in Line ist mit dem verlängerten Startup Lifecycle. Newsroom bekommt ein Investment von der Hanswoman Group und Hermann Futter. Tumbleweed schleicht bald über den Mars. Speed Invest macht eine Survey mit unter anderem auch uns zum Thema Entbürokratisierung, Deregulierung, ganz schnell gemacht, in zwei Minuten. Und wir haben natürlich auch diese Woche wieder großartige Rockstars der Woche bis zum Ende dranbleiben, dann wisst ihr, wer es ist. Future Weekly, here we go. Und wir starten mit den News und da gab es die OpenAI Developer Conference. Und ja, da wurde unter anderem announced, dass OpenAI jetzt nochmal einen neuen Versuch startet, externe Apps direkt in OpenAI einzubinden, zum Beispiel Spotify, kein Wandkurs, dass man dann direkt in OpenAI, in ChatGPT diese Apps steuern kann, beziehungsweise diesen Apps auch Aufträge erteilen kann. Also man könnte jetzt zum Beispiel auch Spotify sagen, erstell mir eine Playlist für XY. Und das kommt mit einer SDK, also einer Plattform, so dass eigentlich alle App-Developer, alle bestehenden Plattformen da draußen jetzt eigene Apps für ChatGPT bauen können. Das ist natürlich auch immer so ein gewisses Frage, ob das ist eine gute Frage, ob man das will oder nicht, weil gleichzeitig verliert man natürlich auch ein bisschen Zugang zu den Usern. Man gibt dann das Interface an eine Third-Party ab, die dadurch natürlich an Macht gewinnt und potenziell auch irgendwann mal entscheiden könnte, dass dieser Zugang monetarisiert wird. Andererseits befinden sich natürlich die Leute dort. Die Leute sind auf ChatGPT. Und es ist ein Weg, wie man an Relevanz gewinnt, wie man vielleicht auch eine Hürde abbaut. Was sagst du dazu?

SPEAKER_00

Ja, spannend. Also erst einmal wird es nur in den USA im ersten Schritt gelauncht. In Europa ist das tatenrechtlich noch nicht möglich. Da muss man da ja dann auch schauen, welche Daten werden dann alle geteilt, etc., um auch hier eine gute User Experience überhaupt bieten zu können. Ich glaube, das wird noch ein bisschen dauern, bis man sich das in Europa auch ausgehandelt hat. Grundsätzlich erinnert es mich ein bisschen an, was Facebook auch schon vor einiger Zeit probiert hat, beziehungsweise einfach dieser Kampf um was ist das quasi Interface, das alles bündeln kann. Im asiatischen Markt hat sich ja WeChat da als das Interface quasi herausgetan, dass alles auf einer erbündelt. ChatGPT hat diese Möglichkeit, damit würden sie sich halt auch von anderen Plattformen absetzen. Ich glaube, was ich noch ein bisschen schwierig finde, also wenn du, bei Spotify kann ich es mir relativ einfach vorstellen, das glaube ich ist ein gutes Beispiel, wie das auch mit Sprache recht einfach zu managen ist. Aber wenn du jetzt zum Beispiel Canva hast, das ist auch integriert, dass du dann halt einfach sagen kannst, okay, zuerst überlegst du dir die Texte auf GBT etc. Und dann bitte erstell mir jetzt einen Flyer. Da ist es halt dann trotzdem, wenn dann der Flyer erstellt ist, dann willst du das ändern. Dann ist es, glaube ich, relativ umständlich, das alles via Sprache zu machen, anstatt dass du einfach in die Canva-App gehst und dort halt mit ein paar Klicks das so designst, dass es halt passt. Also ich glaube, es ist gar nicht für jeden Use Case so praktisch, das im Interface ChatGPT zu haben.

Markus

Absolut. Da ist auch durch die Frage, was die Limitationen der Plattform sind. Ich habe jetzt Screenshots gesehen von Booking, wo du zumindest dann schon auf einen Button klicken kannst, also wo es nicht nur Sprache als Interface ist. Aber grafische Designs anpassen ist natürlich von der Komplexität wahrscheinlich so schwer, dass das nicht in der App gehen wird. Und du hast sicher recht. Es ist Sprache nicht immer das beste Interface.

SPEAKER_00

Und ich glaube, wo es halt auch ein großes Fragezeichen ist, ob das die anderen Plattformen verkraften können, ist, wenn dann ihnen dadurch ihre ganzen Werbeeinnahmen eigentlich entgehen. Weil im Endeffekt, wenn du das dann alles auf GBT direkt machst, dann hast du ja niemanden mehr, der auf deine Plattform geht und dann auf der Seite die ganzen Werbeschaltungen sieht.

Markus

Ja, absolut. Ich meine, das hängt natürlich auch vom Geschäftsmodell der einzelnen Plattformen ab. Ich weiß jetzt zum Beispiel, Canva, glaube ich, nicht schalten die Werbung auf. Glaube ich eigentlich nicht, aber es gibt genug Antools. Ja, Booking ist natürlich schon werbefinanziert auch. Also da sind oft die ersten Anzeigen auch welche, die dafür zahlen, dass sie höher gelistet sind. Es kann natürlich sein, dass Booking das auch in ChatGPT so einbaut. Also wenn quasi Booking die App für ChatGPT baut, dass da auch als erstes eine Werbeempfehlung kommt und sie so das erhalten können. Aber ja, es ist so oder so, ist es natürlich ein großes strategisches Risiko, dass man dadurch den Zugang, den direkten Zugang zu den Nutzern verliert. Weil de facto, was das Beste ist, das Allerbeste für ein Online-Plattform, wenn man es schafft, dass der Nutzer direkt, also wenn ich eine Reise buchen will, dass ich weiß, mein Weg geht zu Booking. That's the place to be. Was schlecht ist, oder was weniger gut ist, ist, wenn man googelt, nach Reisebuchen und nur so kommen die Leute zu Booking. Was weniger gut ist, dass die Leute eine Werbeanzeige auf Facebook sehen. Was weniger gut ist, ist, dass die Leute das über ChatGPT machen, weil du verlierst den direkten Kontakt zum Nutzer und dadurch bist du abhängig von diesen anderen Plattformen. Gleichzeitig natürlich, um zusätzliche Nutzer zu gewinnen, um halt auch in irgendeiner Form, also bei Facebook war das ja genau eben bei Spotify, wenn ich mich recht erinnern kann, gab es da so eine gewisse Zeit, wo dann laute Leute angefangen haben, dort gab es so eine Integration, was man gerade hört oder so. Und das hat halt dazu geführt, dass Spotify schon auch viel Werbung dadurch bekommen hat und Leute deshalb angefangen haben, Spotify zu nutzen, damit die das dann dort auch posten können. Also das ist ein strategisch super schwierig zu navigierendes Feld, wo man abwägen muss, wie sehr zusätzliche Traffic, die zusätzlichen Nutzer wert, dass ich potenziell strategisch abhängig wird von einem größeren Player. Und die Realität ist einfach, dass OpenAI muss in irgendeiner Form Revenue Channels generieren, weil sie einfach so viel Geld verbrennen. Die schaffen es, dieses Geld aufzustellen, aber irgendwann willst du auch die Kurve kratzen. Irgendwann wird diese AI-Bubble, die es aktuell auf der Investment-Ebene gibt, wird platzen. Und dann zählt es, wer schafft es auch, auch so stabil dazustehen, so viel Revenue auch zu haben, dass trotzdem die Plattform weiterlaufen kann. Und da glaube ich, probieren sie halt die unterschiedlichsten Wege jetzt gerade auch aus. Und das wäre natürlich dann ein Hebel, um auch einen gewissen Leverage zu haben, wenn es soweit ist.

SPEAKER_00

Auf der anderen Seite für sie auch nicht ideal, wenn du halt sagst, du suchst, du promptest bitte ich möchte das günstigste Zimmer in Paris buchen. Und über Booking ist eigentlich nicht das Günstige, findest du eigentlich nicht das günstigste, mit denen haben sie aber die Partnerschaft, dann wird dir trotzdem Booking gezeigt, anstatt, I don't know, von irgendwo von Hostel Words oder was weiß ich, für eine Plattform, wo du es vielleicht günstiger haben könntest. Das könnte Personen natürlich, wenn sie das, wenn sie so eine Erfahrung immer wieder haben, auch dazu bringen, dass sie entweder eine andere Plattform nutzen oder doch dann direkt buchen auf den Plattformen, die sie präferieren.

Markus

Absolut. Also das ist ja ähnlich auch das Google-Dilemma, wo es auch immer darum geht, okay, wie viel Werbung kannst du quasi schalten? Und das ist bei Open Air oder bei JetGPT ist es keine Werbung, aber es ist dann potenziell, wie viele kannst du präferieren oder bevorzugen in deinen Resultaten die Player, die eine App in deinem App Store gebaut haben und wie sehr ist es dann doch sinnvoll, dass du halt alle Ergebnisse einbindest.

SPEAKER_00

Also eigentlich noch viel gefährlicher im Sinne von, der Nutzer kennt sich dann überhaupt nicht mehr aus, weil auf Google, das siehst du zumindest, wenn du die ersten Anzeigen, da steht halt dann auch gesponsert dabei. Und wenn du jetzt auf ich meine ja.

Markus

Aktuell könnte ja theoretisch jedes jede Buchungsplattform sich einen, also zumindest das so wie ich das verstanden habe, der Plan, dass jede Buchungsplattform sich eine ChatGPT-Integration machen kann. Das ist zumindest weniger pay-to-be-listed als bei Google. Aber natürlich, irgendwann kann man das auch drehen und irgendwann wird das vielleicht auch, da wird das sehr wahrscheinlich das Businessmodell von ChatGPT auch sein, dass du zumindest für die App-Plattformen gewisse Gebühren zahlen wirst müssen. Also ja, das ist einfach, was passiert, wenn ein neues Ökosystem entsteht und so wie halt Chatbots bzw. diese Conversational Agents wie ChatGPT unser Userverhalten stark verändert haben. Da ist dann immer, da geht es dann darum, wer kriegt halt auch von diesem großen Kuchen, der da entsteht, wie kann man sich positionieren, wer hat starke Verhandlungspositionen und das ist aktuell einfach noch unklar. Aber es sind auch immer die spannendsten Zeiten in einem Zyklus der Technologie. Insofern bin ich gespannt, was am Ende bleibt und was vergeht, weil auch diese Spotify-Geschichten auf Facebook sind vergangen, haben aber Spotify am Ende durchaus geholfen. Ja, bringt uns zu unserem nächsten Thema. Ein Trending Topics-Artikel hat für Aufsehen gesorgt in unserer österreichischen Startup-Bubble, nämlich gibt es von Sifted, das ist das internationale Startup-Medium von The Financial Times, gab es eine Top 250 Scale-Ups in Europa oder top 250 schnellstwachsenden Scale-Ups in Europa. Und tragischerweise unter diesen 250 Scale-Ups ist keines aus Österreich. Das muss man dazu sagen. Wir wissen bei jeder Statistik immer, es kommt darauf an, wie werden die Daten erhoben, wer macht da mit, wer macht da nicht mit. Dort ist es tatsächlich so, dass die Unternehmen ihre Daten mit SIFT teilen müssen, ihre Umsatzdaten. Das heißt, du hast natürlich einen Bias drin, dass das wahrscheinlich nicht alle Unternehmen bereit sind zu tun. Es gibt natürlich ein Incentive, dass man bereit ist zu tun, weil wenn man da gelistet ist, dann bedeutet das wahrscheinlich, dass man sich einfach Mitarbeiter Visibility auf allen Ebenen. Aber ja, es ist natürlich die Frage, haben die österreichischen Scale-Hubs da einfach nicht mitgemacht? Oder wachsen wir wirklich langsamer?

SPEAKER_00

Ja, vor allem, also Bratislava ist dabei, also die Slowakei, Kroatien, Italien. Das wäre schon.

SPEAKER_01

Es ist ja ziemlich alles dabei. Es ist so rund. Die Slowenien ist auch nicht dabei, aber sonst ist so rundum auch Österreich überall. Babbels. Und Österreich ist so ein freies Feld.

SPEAKER_00

Eine leere, eine leere Landkarte. Also ich glaube schon, mir fehlen da schon ein Refrab, deine Starbucks. Also, dass gerade Starbucks nicht dabei ist, zum Beispiel, hat mich jetzt schon gewundert. Also ja, aber es ist definitiv so, dass nicht genügend schnell wachsende Scale-Ups in Österreich vorhanden sind, weil sonst hätte zumindest eines davon hier sicher sich bereit erklärt, auch Daten zu teilen. Was ich auch ganz spannend fand, einfach in der Analyse dieser Daten, ist, dass Fintech weiterhin dominiert. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass in den letzten, dass der Fintech-Hype oder diese Industrie sich doch in den letzten Jahren noch ein bisschen entspannt hat, um es positiv zu formulieren. Aber 31% der Unternehmen, die hier genannt wurden, sind in dem Bereich, gefolgt von B2PSARs, gut, das hat mich jetzt nicht gewundert. Und Deutschland und Frankreich führen die Liste an. Die haben am meisten Startups, die hier genannt werden. Und was mir natürlich jetzt auch nicht komplett verwundert, aber die KI-nativen Startups sind ordentlich in die Höhe geschossen. Also es waren letztes Jahr noch sieben KI-native Startups in der Liste und jetzt sind es schon 18. Und was auch ganz spannend ist, ist, wie sich die Umsatzzahlen und Profitabilität vor allem auch entwickelt hat. Daran erkennt man auch, dass das gesamte Ökosystem in Europa einfach noch erwachsener wird, dass mehr und mehr Unternehmen profitabel sind. Also im Vorjahr waren es noch 37, jetzt sind 57. Und im selben Atemzug geht aber die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern runter. Das heißt aber auch, dass quasi so der durchschnittliche Umsatz bzw. auch Profitabilität pro Mitarbeiter sehr stark gestiegen ist und sicher auch ein Zeichen dafür ist, dass halt Startups auch nicht nur diejenigen sind, die KI entwickeln, sondern auch die, die als erstes KI implementieren in ihre eigenen Prozesse, um halt effizienter zu arbeiten.

Markus

Ja, ich glaube, wenn nochmal auch zurückkommend auf dieses Thema mit, wo ist Österreich und welche Startups sind da dabei. Es steht zwar Scale-ups, aber ich glaube, dass da schon noch, also die Definition, was ist ein Startup, was ist ein Scale-Up, ist ja nicht klar und ich glaube, in dem Fall bedeutet Scale-Up eher, dass das halt Unternehmen sind, die jetzt schnell skalieren gerade. Weil es geht ja da um die prozentuelle Steigerung des Umsatzes. Und deshalb ist es auch unwahrscheinlich, dass da ein Reverbed oder ein Starbucks dabei sind, weil die halt einfach schon von einer so großen Basis starten, dass sie jetzt sich wahrscheinlich nicht innerhalb von einem Jahr verzehnfachen, so einfach. Besonders Starbucks ist ja auch physisch. Das heißt, du hast wahrscheinlich eher einen Sweetspot, ein bisschen früher auch im Startup Lifecycle, wo natürlich der Product Market Feature da sein muss und wo es dann halt einfach darum geht, das Ding hochzuskalieren. Das ist auch, wenn man sich die Namen jetzt der Unternehmen anschaut, in den Top 10, das ist Fin, Jasen, TLDV, Vertiz, Electra, Reaver, Robin AI, FinMid, Navi, Payment, Switchy. Das sind jetzt nicht so die riesengroßen Start-up-Namen oder Scale-Up-Namen in Europa. Spanien ist auch zum Beispiel Lovable nicht dabei. Vielleicht sind sie noch überhaupt zu jung. Ich glaube, es sind über die letzten zwei Jahre. Aber ja, ich glaube, was es schon sein kann, ist, dass wir halt auch genau in dem Segment, also in den wahrscheinlich vor zwei, drei Jahren gegründet, AI empowered und in einem Segment, das auch sehr schnell wachsen ist. Also wahrscheinlich auch die Sales-Cycles eher kürzer sind. Also jetzt vielleicht nicht die Medizintechnik-Branche, wo es ewig lang dauert, bis man mal an jemanden verkauft. Dafür sind es dann halt große Tickets, aber eher vielleicht die Fast-Moving-Industries, vielleicht sind wir halt auch in dem Segment einfach nicht besonders gut. Vielleicht ist es auch einfach so, dass wir unsere Daten nicht teilen wollen. Ich weiß es nicht. Aber ja, mein Bauchgefühl ist schon, dass wir halt auch einfach ein bisschen den Anstoß, besonders bei den Neugründungen, da verloren haben an andere Standorte in den letzten Jahren und dass das vielleicht jetzt auch sichtbar wird.

SPEAKER_00

Ja, möglich.

Markus

Ja, anderes Problem in Europa. Wir verkaufen ja gerne unsere allerbesten Technologien. Das war ja bei Verkaufen, viele unserer besten Technologien waren dann auch irgendwie woanders hin. Wir haben ja in Österreich, wenn wir jetzt zurückkommen auf das letzte Thema, haben wir zwei sehr gute oder sehr spannende AI-Companies eigentlich quasi hervorgebracht, die dann aber in Amerika jetzt eigentlich umgesetzt werden. Und das ist ganz Braindrain. Thema AI ist ein großes Thema. Aber jetzt gibt es natürlich ein Feld, wo auch gerade sehr spannend ist, was sich tut, auch im Hinblick auf die Zukunft, ist wahrscheinlich im Technologiezyklus ein bisschen nachgelagert zur AI und das ist Robotics. Das ist ja da, wo der Elon Musker jetzt mit seinen komischen Optimus-Robotern Zukunftsvisionen. Anspielt. Und da war Europa einmal in einem Zeitanreich recht gut und hat jetzt schon recht viel auch in dem Bereich verkauft. Und jetzt ist auch ein weiterer, durchaus relevanter Player aus der Schweiz mit ABB Robotics an Softbank verkauft worden für 5,4 Milliarden Dollar. Und ich muss sagen, ich finde es interessant, dass der Deal durchgeht bei all dem, was wir jetzt von technologischer Souveränität und Dual Use und wir müssen jetzt unsere, wir müssen halt schauen, dass wir hier in Europa unsere Player halten und dass das ist einfach das Fundament auch, dass wir souverän bleiben können und ja, jetzt verkaufen jetzt passiert halt so, dass einer unserer führenden Player in dem Bereich doch für gutes Geld natürlich und es hat auch positive Effekte, so ein Exit kommt ja auch Geld zurück. Aber ja, finde ich schon interessant.

SPEAKER_00

Ja, finde ich auch interessant, dass da nicht irgendwie die EU-Behörden aufgeschrieben haben. Vielleicht sind sie auch beschäftigt mit so vielen anderen Themen gerade. Aber ja, das ist für Europas technologische Souveränität sicher kein guter Schritt. Auf der anderen Seite, die Mitarbeiter bleiben großteils in der Schweiz. Es gibt sicher viele Personen, die durch so einen Exit auch profitieren und wo vielleicht dann auch wieder frisches Kapital im Umkreis investiert wird, vielleicht Mitarbeiter da auch profitieren und dann selbst in eine unternehmerische Tätigkeit gehen. Also ich glaube, es tut dem generell nicht sehr liquiden Exit-Markt, den wir in Europa haben, durchaus auch gut. Aber ja, Softbank ist natürlich ein japanischer Investor. Und ich finde es überhaupt spannend, Softbank zu beobachten, wo die überall mittlerweile schon ihre Finger im Spiel hatten und haben. Ist schon spannend und für mich irgendwie so wirkt das sowieso eine unendliche Geldquelle.

Markus

Ja, besonders haben sie auch schon viel Geld verbannt. Eben. Du hast vollkommen recht, es gab diese extreme Hypephase, wo Softbank und Tiger Global dann diese unfassbaren Runden gemacht haben in auch immer wieder Startups, die halt sehr wenig Substanz hatten.

SPEAKER_00

WeWork war sie auch einer der größten Investoren.

Markus

Die WeWork-Story ist bekannt. Also da ist schon die Frage auch, inwiefern das ein positives Signal ist. Ich glaube, sie probieren sich da jetzt auch ein bisschen wieder mehr ein Fundament zu geben, ein substanzielles Fundament und auch sich neu zu positionieren, die haben auch einen Chiphersteller gekauft, haben auch historisch ein bisschen einen Background im Robotikbereich. Aber ja, es ist aus einer Sicht von AWP finde ich es sehr spannend, weil sie eigentlich einen Börsengang geplant hatten. Also nämlich spezifisch mit dieser Abspaltung dieser Robotikssektion und die an die Börse bringen. Und das sie jetzt stattdessen an Softbank verkaufen. Schon interessanter.

SPEAKER_00

Ja, das ist, da war jemand anscheinend sehr überzeugend bei Softbank.

Markus

Ich kenne mich zu wenig aus mit der Valuation von solchen Companies, um zu beurteilen, ob das jetzt ist, weil die Chancen für einen Börsengang scheinbar irgendetwas, dass sie daran gezweifelt haben, dass der erfolgreich ist oder ob einfach der Deal jetzt so gut war. 5 Milliarden sind viel Geld, aber es ist halt auch eine Branche, die gerade sehr entkommen sind und ja, auf Wettbewerbssituation.

SPEAKER_00

Und durchaus Japan ja auch bekannt ist dafür, dass sie Robotics auch in der Care-Arbeit schon einsetzen und so weiter und da auch offener sind. Also zumindest ist das das Bild, das ich von Japan habe. Ich habe jetzt mit einem Freund gesprochen, der vor kurzem da war, der gesagt hat, er hätte sich eigentlich im Alltag erwartet, dass man mehr Roboter sieht. Aber wenn man jetzt durch Tokio geht oder so, auf den Straßen oder auch in den Geschäften gibt es relativ wenige. Aber ich glaube, es ist halt dann schon sehr spezifisch, also eben zum Beispiel in der Kerbert, weil du hast ja dort auch die am stärksten alternde Gesellschaft.

Markus

Man kann natürlich auch sein, dass die Roboter so gut sind, dass man sie gar nicht mehr erkennen kann.

SPEAKER_00

Es sind gar keine Menschen. Genau.

Markus

Jo, let's see. Bin ich sehr gespannt, was Softbank damit macht. Was Europa macht. Der deutsche Player Cooker wurde ja schon vor einigen Jahren nach China verkauft. Auch das hat damals für viel Furore gesorgt. Das ist wieder ein Player weg. Mal schauen, was bleibt, was noch kommt, ob wir es da schaffen, dann doch irgendwie uns auch in dem Bereich ordentlich zu positionieren. Schauen wir auf die andere Seite des Atlantiks. Da hat gerade eine Diskussion gestartet über das Thema Founder Vesting. Vielleicht kurz als Reminder, Vesting ist, dass man die Anteile an einem Startup erst mit fortlaufender Dauer auch tatsächlich bekommt, beziehungsweise einem diese Anteile auch dann erst wirklich zustehen. Idee ist, dass wenn jemand nach einem Jahr beschließt, naja, das ist doch nicht das Richtige für ihn, dass dann nicht diese ganzen Anteile bei einer Person gebunden sind, die nicht mehr im Unternehmen ist, was einfach für das Unternehmen oft ein totes Urteil ist. Und deshalb ist der Standard bisher eigentlich immer gewesen, dass man ein Vesting aufsetzt, das meistens für vier Jahre läuft, wobei das erste Jahr eben erst dann gewestet ist, also erst dann dieses 25% der Anteil an einem Zustände, sobald das erste Jahr komplett vorüber ist. Und das Ganze ist entstanden in einer Zeit, als Startup-Exits noch so irgendwo zwischen sieben und zehn Jahren nach der Gründung passiert sind. Jetzt ist aber so, dass besonders, wenn es in Richtung IPOs geht, dass sich abgezeichnet hat, dass das viel länger dauert. Das ist übrigens auch ein Riesenproblem für VCs, dass halt ihre Investmentperioden sich dadurch so stark verlängern, dass sie nicht schnell genug Liquidität an ihre LPs zurückspielen können, also an ihre Investoren wiederum. Aber das ist eben auch fürs Foundervesting natürlich ein Thema, weil das bedeutet, dass man Menschen eigentlich viel länger auch halten sollte und auch viel länger inzentivieren sollte. Deswegen ist jetzt da gerade eine Diskussion ausgebrochen, ob es nicht klüger wäre, dass das Standard hier nicht vier Jahre wäre, sondern sechs, potenziell sogar acht. Was denkst du darüber?

SPEAKER_00

Also grundsätzlich verstehe ich absolut, wo das herkommt. Und ich finde grundsätzlich, Westing ist ja eine super Absicherung auch für die Gründer selber, weil es, also einer der größten Gründe, warum Startups scheitern, ist, weil es einen Co-Founder-Konflikt gibt und man sich nicht einigen kann und einer der Co-Founder das Unternehmen dann verlässt. Und wenn du dann sagst du, du hast irgendwie 20% der Shares, die bei diesem Co-Founder liegen, und der ist dann nach drei Jahren weg und du hast aber noch zehn Jahre bis zu einem Exit, dann ist das halt, dann tut das halt richtig weh. Und ist natürlich auch für jegliches Folgeinvestment extrem schwierig, Investoren zu verkaufen, dass hier quasi Dead Equity ist.

Markus

Du hast vollkommen recht, das ist für die Investment ohne schlecht, aber es ist auch psychologisch für die Leute, die in dem Unternehmen arbeiten, das tut richtig richtig. Also das ist ständig in deinem Hinterkopf, dass du da jemanden mitziehst, irgendwie mitschleppst mit seinen Anteilen, der eigentlich nicht mehr produktiv ist. Und das ist echt ein Problem.

SPEAKER_00

Und wo du vielleicht sogar in einem Konflikt auseinandergegangen bist. Also das ist wirklich problematisch. Auf der anderen Seite, diese Zeit, die Gründer investieren, gerade in den ersten Jahren, die ist so viel wert. Und wenn du jetzt sagst, du hast einen Investor, der halt einen gewissen Prozentsatz an Anteilen dann hält und dann aber auch nicht mehr weiterfinanziert oder keine weiteren Runden mehr mitgeht, ist das ja auch Date Equity, wenn du so möchtest. Und quasi die werden dann besser behandelt, wenn man möchte, als die Gründer, die halt nicht vielleicht nicht so viel Geld, aber dafür extrem viel Lebenszeit hinein investiert haben. Das heißt, ich verstehe auch von einer Gründerperspektive, wenn man sagt, also wenn ich da jetzt vier Jahre meines Lebens hineingesteckt habe, dann möchte ich auch dementsprechend Anteile halten können.

Markus

Ja, ich meine, es ist bei sowas, finde ich, immer schwierig, vom, weil es so auch von der individuellen, vom Background abhängt. Wenn jetzt zwei Gründer ein Unternehmen über Jahre hinweg gebotstrappt haben und da ist eigentlich alles vorhanden, der Product Market Fit is ready und dann verstehe ich, dass es wahrscheinlich als da ist schon sehr viel Arbeit reingeflossen und dann ist es auch, finde ich, fair, dass das Westing vielleicht begrenzt ist, kürzer ist, dass dein Teil eben schon gewestet ist. Gleichzeitig muss auch aus der Gründergründerinnen-Perspektive, glaube ich, immer einfach im Vordergrund stehen, was ist der Weg, wie die Company langfristig funktionieren kann. Und da ist das, was kommt, immer entscheidender als das, was schon war. Ist einfach die Realität. Das heißt, ich bin da auch eher auf der Seite der sechs Jahre. Macht schon Sinn, dass man eher immer ein bisschen länger denkt, dass man möglichst viel in gewästeten Shares hält, auch wirklich eben im Interesse der Company. Man muss dazu sagen, es ist oft auch ein Verhandlungsraum.

SPEAKER_00

10% von einem Unicorn ist mehr wert als 100% von nix. Also es ist halt, ja, wenn man dadurch dem Unternehmen schadet und ja. Aber ich glaube, selbst wenn man, also da müsste man ja fast noch längere Westingperioden ansetzen, wenn man das so sieht, oder? Also es macht es dann einen Unterschied auf vier oder sechs Jahre. Ich meine, acht Jahre okay, das ist dann kann wirklich sein, dass es dann quasi bis am Schluss der bis zum Exit quasi noch weiter gewestet wird. Aber warum dann nicht gleich auf zehn Jahre aufsetzen?

Markus

Es ist natürlich oft mit jeder Investmentrunde dieses Thema wieder angegriffen. Kann restrukturiert werden, kann noch einmal prolongiert werden. Also oft ist es ja so, dass dann ein neues Westing startet mit einer Investmentperiode. Das ist natürlich aber von der Verhandlungsposition der Gründer versus der Investoren, je besser, desto je mehr man halt schon tatsächlich hält, desto stärker ist die Verhandlungsposition für weitere Anteile und man muss auch schauen, dass die Founder am Ende nicht zu sehr diluten. Also das ist schon da, wo man auch die Kehrseite sehen muss, dass halt irgendwann Investoren auch natürlicherweise, das sind ja nur Verwalter von Geld und die tun alles, um mehr Returns auch zu erreichen. Das heißt, da ist der natürliche Weg, natürlich zu schauen, dass man aus der Zitrone möglichst viel rausbekommt und dann auch hart verhandelt, wenn es um solche Sachen geht. Das heißt, man darf den Bogen, glaube ich, auch nicht überspannen, weil dann nimmst du den Gründern in jeglichen Investmentverhandlungen den Leverage. Insofern, ja, ich finde, darüber nachzudenken, das ein bisschen zu verlängern, jetzt auch im Hinblick auf den längeren Lifecycle, den es oft bis zum Exit braucht, finde ich durchaus sinnvoll, jetzt in Richtung 10 Jahre zu denken. Ich glaube, dann ist die gesamte Dynamik zwischen Found und Investor eine andere und das ist dann schon, weiß nicht, ob das dem Markt gut tut.

SPEAKER_00

Ist vielleicht auch demotivierend. Und es kommt halt auch voll drauf an, was für ein Startup man überhaupt aufbaut. Also es wird anders für ein Live-Science-Startup sein, das einen längeren Zyklus hat als vielleicht ein B2P-Saar-Startup. Und da sollte man diese Gedanken in seine Überlegungen mit einbeziehen. Was ist mein Zeithorizont? Was ist mein Ziel? Strebe ich ein IPO an, strebe ich vielleicht schon einen früheren Exit an. Dementsprechend kann man das dann auch so aufsetzen, dass es für die Company Sinn macht.

Markus

Ja, und für die Company hat ein Investment definitiv Sing gemacht namens Newsrooms. Das ist nämlich unsere nächste Story. Newsrooms ist ja, ich glaube, das spin-off von Trending Topics. Wobei es ist die Frage überhaupt, wer jetzt noch die Mutter und Tochter und so weiter. Ich glaube, da wird da ziemlich rumgespinnt, weil es steht ja jetzt auch, ich glaube, auf LinkedIn steht Trending Topics by Newsrooms. Also vielleicht ist ja jetzt sogar Newsrooms eigentlich so. Die Mutter. Aber ja, das ist ein Startup im AI-Medium-Bereich. Sind da durchaus namhafte altbekannte Investoren eingestiegen, zum Beispiel die Hans Woman Group oder der Hermann Futter. Und die haben 750.000 Euro aufgestellt, um eben ein Tool zu bauen, das Journalisten dabei unterstützt, mit AI Content zu produzieren. Und wird eben von Trendic Topics, glaube ich, schon sehr intensiv genutzt, weil da steht quasi bei jedem Artikel oben, dass das Copel-Dused by Newsrooms ist.

SPEAKER_00

Ja. Ja, also gratuliere einmal dem Team für diese erste Runde. Die Vision ist ja, dass man quasi mit nur einer Person die Content-Erstellung quasi eines gesamten Verlags übernehmen kann. Ich habe mir gedacht, das ist eigentlich nicht nur spannend für Verlege. Also auch wenn ich mir jetzt überlege bei Austrian Startups, wenn man jetzt ein Thema hat, das man auf unterschiedlichen Kanälen positionieren möchte, im Newsletter auf unserer Plattform, im Blog, auf LinkedIn, im Podcast, das direkt mit wenigen Klicks so aufbereitet zu bekommen, dass es gut auf allen Kanälen Zielgruppen gerichtet formuliert ist, fände ich das schon auch spannend, muss ich sagen. Und würde, glaube ich, uns einiges an Arbeit auch abnehmen. Ich habe dann gleich auf die Website geschaut, was denn da das Pricing ist, aber da muss man dafür ein Gespräch buchen. Also habe ich noch nicht herausfinden können. Aber ja, grundsätzlich glaube ich spannend, vor allem in Zeiten, wo halt AI von Content-Producern so stark schon genutzt wird, dass man sich halt überlegen muss, was ist denn das Businessmodell der Zukunft in dem Bereich und wie können sich auch Medien weiterhin langfristig am Markt halten. Ich glaube, es ist halt eine super feine Linie zwischen, ja, also man kann dadurch halt sehr viel Content auch schnell nochmal produzieren. Und es ist schon, ich glaube, es braucht eben trotzdem noch stark die Zusammenarbeit. Also auch bei Training Topics lese ich besonders gerne die Artikel, wo halt dann auch dabei steht, dass der Jakob Autor ist, weil ich einfach sehr gerne seine Artikel lese und die Art und Weise, wie er Sachen verpackt. Und ja, auch wenn er dann natürlich das Tool auch nutzt, um nochmal mehr Artikel formulieren zu können. Ja, für mich geht gerade was Medien betrifft, dann schon Qualität über Quantität.

Markus

Ja. Wie ist das bei dir? Definitiv. Und halt generell ist Quantität ein Problem, glaube ich, jetzt auch gar nicht. Selbst wenn die Qualität gut ist, ist halt zu viel Quantität überfordernd. Und das ist ein Problem, was sicher auf uns zukommt. Nämlich, wie schaffen wir es bei diesem Content Overload? Also es wird natürlich durch Automatisierung nochmal viel mehr Content produziert werden, auch durch Repurposing. Also es steht auch ganz explizit, dass eben ein ganz wichtiger Aspekt dieses Tools ist, dass bestehende Content auch in andere Content-Formen schnell übersetzt werden kann, was auf jeden Fall Sinn macht, weil es ist total anstrengende, repetitive Arbeit. Aber natürlich bedeutet das dann auch auf allen anderen Plattformen wieder ein zusätzliches Content-Piece. Und wenn das alle machen, ja, also dann gibt es einfach mehr und dann trotzdem den Überblick zu bewahren und die relevanten, für einen persönlich relevanten Sachen zu finden, trotzdem nicht zu sehr nur in der eigenen Bubble zu sein. Ja, also das ist etwas, was gesellschaftlich viele Herausforderungen mit sich bringt. Kannst du natürlich algorithmisch lösen, dann hast du halt aber auch das Problem, wie funktioniert der Algorithmus? Ist das Engagement-driven? Wenn es engagement-driven ist, dann ist das Polarisieren der Content in erster Linie. Also es ist dann erst recht wieder etwas, was Populismus und unsere Demokratie in Gefahr bringt. Also super tricky fällt. Es wird sowieso passieren, muss man auch ganz klar sagen. Insofern glaube ich gut, dass da auch Österreich einen Player hervorbringt, der etwas tut und vielleicht auch einen, der das ein bisschen mitdenkt und vielleicht auch schon in die Richtung überlegt, wie man das framen kann. Ziel von Newsrooms ist jetzt der europäische, der europäische Markt. Bleibt natürlich zu hoffen, dass ihnen das gelingt und das sehr erfolgswelt. Sind auch mit dieser Expansion und hoffentlich damit auch für die österreichische Startup-Szene ein cooler Case entsteht.

SPEAKER_00

Das kann ich mir gut vorstellen. Vielleicht noch ein Gedanke zum Thema eben Medienkonsum und was lässt sich monetarisieren oder wie kann man da auch besser monetarisieren. Ich habe das Gefühl, dass schon das, was gerade mir persönlich am meisten Mehrwert bietet, ist jedes Format, das für mich die persönlich interessantesten Artikel etc. herausfiltert. Und ich habe zum Beispiel einen Newsletter, den ich extrem gern mag, weil ich bin nicht wirklich auf X oder Twitter oder wie auch immer man es jetzt nennen will, unterwegs, aber ich habe seit Jahren einen Newsletter, der heißt Five Tweet Tuesday, wo ich dann jeden Dienstag einfach so fünf Tweets und vom Autor Sean Puri dann seine Gedanken dazu bekomme. Und ich lese den extrem gerne. Und habe irgendwie so das Gefühl, wenn ich dazu mehr lesen will, dann kann ich dann auf X gehen. Aber ja, das bietet irgendwie für mich einen Mehrwert. Und das ist ja auch, was wir mit Future Weekly machen. Wir lesen extrem viele Themen zum Thema, was passiert in der Tech-Welt und versuchen eben die interessantesten für euch herauszufiltern.

Markus

Ja, ich glaube auch, dass eine menschliche Koordinierung etwas hat, was ein Algorithmus zumindest aktuell noch nicht bieten kann. Also das ist halt keine Fundamentaldaten, auf der wir solche Entscheidungen aufbauen. Das ist halt ein Instinkt und das ist sicher ein bisschen Pattern Recognition dabei, aber es ist schon auch persönliche Leidenschaft, Cutfeeling. Ich weiß es nicht. Aber das ist etwas, wo ich viel Potenzial auch sehe in den nächsten Jahren, dass die menschliche Curatierung in diesem Content-Dschungel schon eine sehr wichtige Rolle spielen wird. Finde ich auch spannend, ob das irgendjemals mal ersetzt werden kann von einer künstlichen Intelligenz oder ob das ein menschliches Held bleibt. Gut.

SPEAKER_00

ChatGPT will das ja auch schon launchen. Dass du ich glaube, es gibt jetzt auch die Möglichkeit, dass du die Top 5 News, die relevant für dich sind, auf ChatGPT bekommst.

Markus

Ja, sind sie sicher gut. Wenn du Chat-GPT viel nutzt, wird es ja schon sehr stark adaptiert auf das, was du machst. Aber wir müssen nur mal schauen. Wir können ja nächste Woche mal probieren, wir fragen Chat-GPT, was es für Themen für Future Weekly vorschlägt. Und mal schauen, was kommt. Dann kann man ja kurz darauf reflektieren, ob wir können ja trotzdem unsere normale Kuratierung machen, dann legen wir es nebeneinander und lassen die Zuhörer abstimmen, was besser ist.

SPEAKER_00

Wir vertrauen auf eure Watings. Okay. Sehr gut.

Markus

Gut, worüber möchtest du noch reden, Hanna?

SPEAKER_00

Was ich diese Woche noch spannend fand, wir hatten ja vor am Anfang des Sommers einen Deep Dive während der Youth Entrepreneurship Week im Sommerfest von Tumbleweed, beziehungsweise einem der Gründer, dem Julian. Und die sind ein ganz spannendes Startup, weil also der Julian hat das Ganze aus der Schule heraus eigentlich gegründet und ist ein Space Tech-Startup, das jetzt auch die Mars Exploration weiter vorantreibt, aus Österreich heraus. Und da haben sie quasi so kugelförmige Rover, die sich quasi vom Wind antrei lassen und somit auch eine kostene effiziente Erforschung der Mars-Oberfläche ermöglichen. Und da werden gerade in Österreich auch Feldversuche von dem Team gestaltet, eben auch mit der Zusammenarbeit von internationalen Space Agencies. Und finde ich schon cool, dass da einfach ein Startup aus Österreich heraus, das von Schülern damals erträumt wurde, aus der Schule heraus, mittlerweile seit mehreren Jahren da super Arbeit leistet, einfach zu einem Unternehmen gewachsen ist, die mittlerweile 40 Personen beschäftigen, aus 20 Ländern und ein zentraler Player im Space Tech-Bereich wurden.

Markus

Ja, und wenn man das Bild von diesen Feldversuchen sieht, dann finde ich, macht der Name Team Tumble with gleich nochmal viel mehr Sinn, weil das schaut tatsächlich so aus wie eins von diesen, ja, diesen Steppenläufer, glaube ich, ist das deutsche Wort. Das ist dieses Ding, was halt im Wind durch die Gegend fliegt und sich sofort bewegt. Es hat schon eine gewisse Ähnlichkeit, dieser Mars Rover. Also finde ich sehr cool, das Ganze jetzt auch in Action zu sehen. Und kann es kaum erwarten, dass wir das irgendwann nochmal hoffentlich am Mars sehen werden.

SPEAKER_00

Gut. Ich würde sagen, gehen wir in eine Empfehlung für diese Woche. Und zwar, wie ihr alle bestimmt wisst, setzen wir uns ja sehr stark dafür ein, dass die politische Landschaft in Österreich besser wird für Startups. Und ein Thema, das uns sehr stark schon seit Jahren beschäftigt, ist die Bürokratie und Überregulierung. Und wir haben jetzt gemeinsam mit Speedinvest und Invest Austria eine kurze Umfrage, die dauert wirklich nur zwei Minuten, erstellt, um euren direkten Input zu bekommen. Was sind die Bereiche, die euch am meisten wehtun, wenn es ein Gesetz, ein Thema gibt, das wir deregulieren könnten? Was wäre da eure Top-Priorität? Habt ihr da einen Vorschlag, ein Beispiel oder auch nur eine Geschichte, wie quasi euch derzeitige Regulierung behindert? Wir haben nämlich am 24. September, äh, November dann ein 26. November gibt es dann ein Event beim Staatssekretär für Deregulierung, dem Sepp Shellhorn, wo wir ihm die Ergebnisse vorstellen werden und auch Startups einladen, um halt noch einmal ihre Geschichten zu teilen und dort wirklich zu diskutieren, okay, was können wir umsetzen, um für Startups ein besseres Umfeld zu schaffen auf politischer Ebene. Also wenn ihr zwei Minuten Zeit habt, während ihr einen Kaffee trinkt, eine Kaffeepause macht, nehmt euch die für unsere Umfrage und gebt uns Feedback. Was braucht es auf politischer Ebene? Was braucht es für Deregulierungen?

Markus

Perfekt. Unbedingt machen dauert wirklich nur zwei Minuten. Jedenfalls worth it. Gut, und das bringt uns zum Abschluss und unser Abschluss sind natürlich unsere Rockstars der Woche. Und das sind diese Woche der Jürgen Meyerhofer, der Wolfgang Eichberger und das ganze Team von Inspired. Das Wiener Energy Startup hat nämlich 15 Millionen Euro aufgestellt an zusätzlichem Investment im Rahmen ihrer CRSB. Also die haben nochmal aufgestockt und sind natürlich ein großartiges Beispiel von, ja, ich würde sagen, der Kombination von zwei Feldern, die gerade sehr relevant sind, einerseits der Energiebereich, andererseits der AI-Bereich und die nutzen halt die Kombination aus den beiden Feldern, um das Ganze effizienter zu machen, sind damit sehr erfolgreich.

SPEAKER_00

Ja, also diese 15 Millionen an zusätzlichem Kapital, die kommen jetzt zu der Series B-Runde quasi dazu und schafft damit eine 40 Millionen Euro für Series B. Also auch richtig stark und haben hier jetzt auch spannende neue Märkte, die sie angehen, haben auch in Japan jetzt eine Kooperation mit Benpo Next, einem Anbieter von Net Zero-Lösungen, also auch richtig cool aus Österreich heraus einen globalen Player in Energie- und KI-Bereich zu sehen. Und ja, auch es gibt einen super einen Deep Dive schon von vor einiger Zeit mit Jürgen Meyerhofer. Große Empfehlung, die auch nachzuhören. Ich finde, auch beim Scale Up Award fand ich einfach das Team und die Energie und Klarheit, mit der sie präsentiert haben und auch ihren Progress des letzten Jahres vorgestellt haben. So inspirierend. Von dem her sehr verdiente Rockstars.

Markus

Absolut. Folge 385 ist der Deep Dove mit dem Jürgen. Definitiv eine Hörempfehlung. In diesem Sinne, vielen Dank fürs Mit dabeisein, vielen Dank fürs Co-Hosten, Hannah. Und wir wünschen euch noch eine schöne Woche und hören uns nächste Woche.