Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#475 - Slush, Gemini 3, State of European Tech 25
☃️ Slush Eindrücke
🇪🇺 State of European Tech 25
🧠 Gemini 3
🦚 Meta macht 10% Revenue mit Scams?
🥕 Figma IPO Revisited
🎸 Rockstar: Kathi Binder
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Einen wunderschönen guten Morgen, guten Tag, guten Abend, willkommen bei Future Weekly. Heute mit mir Markus und der großartigen Hanna. Hallo Hanna, hallo ihr da draußen, willkommen bei Future Weekly. Wir haben einige wirklich spannende Themen im Gepäck. Du berichtest live on the Slush. Wir hören uns an, was the State of European Tech zum Jahr 2025 zu sagen hat. Wir reden natürlich über Gemini 3, das neue Google AI Modell, das alles bisherige sprengt. Wir reden über Meta, das scheinbar 10% vom Umsatz mit Scams macht. Und schauen uns an, wie haben die IPOs aus dem Tech-Software Bereich performt, wenn man das Ganze ein paar Monate zurückschraubt. Und wir haben natürlich einen großartigen Workstart der Woche. Lasst euch überraschen. Future Weekly Here we go. Und wir starten mit den News. Und wie ihr uns schwer erkennen könnt, ist die Hannah heute nicht im Startup-Haus, sondern woanders. Und du bist tatsächlich auf der Konferenz, auf der viele Startup-Leute diese Woche sind, nämlich der Slush, einer der führenden Tech-Konferenzen Europas in Helsinki. Erzähl uns, was verpassen wir, wenn wir nicht in Helsinki sind?
SPEAKER_00:Ja, eine ziemlich starke Energie. Helsinki zeigt sich von seiner besten Seite. Es war gar nicht slushy und regnerisch und hat geschneit, sondern die Sonne hat geschienen. Und ich muss zugeben, es ist mein erstes Mal auf der Sush und ich finde es ziemlich overwhelming. Also super viele Leute, mehrere tausend Besucher, unterschiedlichste Stages and vor allem ganz, ganz viele Side-Events davon lebt die Slush. Also ich war schon in der Sauna mit anschließenden Eisbaden im Meer. Ich war in der Früh bei einem Hitworkout mit anschließendem Networking bei einem Proteinshake quasi. Also es ist recht witzig und natürlich ganz, ganz viele Investoren, Startups vor Ort und auch ein fulminanter Start. Also hat in der Früh hat es begonnen mit der Eröffnung und dann war gleich mal ein Fireside-Chat mit dem Anton, dem Gründer von Lovable, gefolgt von der Präsentation vom Atomico State of European Tech und danach war Aura, der Gründer von Aura, in einem Fireside-Chat, wo ich als Fangirl natürlich ganz excited war. Genau, also sehr starkes Line-Up. Und ich war aber die meiste Zeit beim Österreich-Booth heute. Wir haben nämlich als Österreich durch Advantage Austria einen relativ großen Stand mit einer Gondel, die uns ganz klar als Österreich markiert. Und da durfte ich einen Fireside-Chat hosten mit dem Andi Klinger und habe ihn persönlich ausquetschen können, wie es ihm denn geht in seiner Lobbying-Rolle für eine EU-Inc, was sehr spannend war. Er hat gemeint, erstes Quartal 2026 sollte etwas kommen. Wie es dann genau aussieht, das ist noch die Frage, aber es ist auf Schiene. Was ich auch spannend fand, in den letzten Wochen haben wir viel diskutiert zum Thema, wird das Ganze eine Regulierung oder eine Directive. Und er hat gemeint, das ist jetzt angekommen. Also es ist von allen Seiten jetzt anscheinend gewollt, dass es wirklich eine Regulierung wird, dass es von allen europäischen Staaten dann auch gleich umgesetzt wird. Was jetzt das nächste Thema ist, was gerade viel diskutiert wird, ist, es ist gerade der Wunsch quasi von einigen Stakeholdern, dass das nur für Start-ups eine Rechtsform ist. Und wir wollen eigentlich, dass das für jede Art von Firma dann möglich ist, eine EOINC zu gründen. Das soll kein Nischenthema sein. Und wenn wir uns jetzt da auf Startups festlegen, dann braucht es man eine Startup-Definition. Und da sind nur viele andere Themen, also ja, das ist jetzt der nächste quasi Baustein, an dem gearbeitet wird, dass das wirklich eine breite Rechtsform wird.
Markus:Ja, war gut zu hören, zumindest, dass wir mittlerweile auf dem Weg zu einer Regulierung sind. Das war ja im, ich glaube, Working Paper der Kommission für nächstes Jahr stand dann ja wieder Directive drin. Sich schon fragt, okay, wie oft müssen wir das noch sagen, aber wenn der Andi sagt, das ist aktuell, schaut es gut aus, dann ist das immer ein gutes Zeichen, weil der ist da echt nah dran. Jetzt hast du schon auch kurz den State of European Tech angesprochen, das ist ja sowas wie die große Studie zur europäischen Startup-Szene, wo eigentlich dann auch jeder mal gespannt ist, wie schaut es da wirklich aus? So ein bisschen das Gegenstück zum Ostschrawn Startup Monitor auf österreichischer Seite. Du warst bei der Präsentation. Was sind da die wichtigsten Erkenntnisse gewesen?
SPEAKER_00:Ja, also grundsätzlich ist jedes Jahr eigentlich hier auch im Atomico zu sehen, dass die europäische Startup-Szene wächst, relevanter wird, vernetzter wird und größer wird im Generellen. Eine Zahl, die ich besonders interessant finde, ist 15% des GDPs von Europa, kommt aus dem Startup-Sektor. Und das ist eine Zahl, die eben stetig wächst, seitdem man das trackte. Das erste Mal war 2016, da waren es noch 4% nur. Also schon eine ziemlich starke Entwicklung und ein Zeichen dafür, wie relevant der Startup-Sektor für die Zukunft Europas ist.
Markus:Ja, definitiv. Das ist auch wirklich etwas, wo man gesehen hat, noch vor Corona in den Jahren, beziehungsweise eigentlich, wenn man sich die letzten zehn Jahre anschaut, ist die amerikanische Wirtschaft dreimal schneller gewachsen als die europäische. Und dieses Delta, das kommt einfach nur von der Technik. Das ist genau das, was uns hier gefehlt hat. Und es ist gut zu sehen, dass sich hier jetzt etwas tut, dass ein Momentum auf europäischer Ebene entsteht. Und das andere, was ich gesehen habe im Report, was mich positiv überrascht hat, weil ich fürchte, dass wir da in Österreich wahrscheinlich auch so ein bisschen ein verzerrtes Bild haben, was bei uns nicht so gut ausschaut. Aber die Anzahl der gegründeten Startups, beziehungsweise der Gründer und Gründerinnen, da ist 2025 ein Rekordjahr. Das war noch nie so viel, es ist wirklich höher auch als im 2020, was damals ein großer Ausschlag war, dann ist es ziemlich eingebrochen, 2022, 2023. Aber es schaut auf europäischer Ebene nach einer Founderwelle aus, einer Gründungsweelle. Und das freut mich doch, weil ich hatte ein bisschen die Befürchtung, dass das, was wir in Österreich sehen, wo wirklich aktuell eher das Gegenteil ist, wo wir einfach wissen wie, haben wir oft besprochen, Unternehmertum uns kulturell fehlt, dass das auf europäischer Ebene ähnlich ist. Aber diese Zahlen sagen jetzt definitiv was ganz anderes aus.
SPEAKER_00:Ja, finde ich auch spannend. Also das war ja schon vor einigen Monaten, habe ich es gelesen, dass es in Deutschland eben eine Gründerwelle gibt und dass mehr Startups-Gründungen sind. Und das ist anscheinend ein europäisches Phänomen. Ich glaube, dass das schon auch damit zusammenhängt, dass es jetzt durch AI einfach nochmal viel einfacher geworden ist und ein Unternehmen zu gründen und schnell aufzubauen und schnell mal ein erstes Produkt auf den Markt zu bringen. Also unsere Vermutungen und unsere Diskussionen schlagen sich jetzt in den Zahlen wieder, das finde ich auch super spannend. Was auch damit zusammenhängt und sehr positiv ist, ist, dass nachdem wir jetzt in den letzten Jahren seit 2021 war, wo wir natürlich da ganz besonders hohe Zahlen hatten, aber abdem es eigentlich Jahr für Jahr ist das Volumen an Investments des Geflossenes gesunken. Und jetzt 2025 haben wir wieder eine erste leichte Steigung gesehen. Also es wird wieder mehr investiert. Das ist auch ein gutes Zeichen. Natürlich auch ein bisschen verzehrt im Sinne von viel fließt in AI. Und es gibt auch einzelne größere Runden, die hier ausschlaggebend sind. Aber es ist trotzdem konstanter über die Bereiche verteilt als in anderen Ländern und Kontinenten. Also USA zum Beispiel hat überhaupt Rekordwerte an Investmentsummen, die aufgestellt und investiert wurden. Aber da sind halt ganz klar einzelne AI-Organisationen, also die Riesensummen, die in OpenAI und Co. geflossen sind, ausschlaggebend für diese absurden Zahlen.
Markus:Ja, und diese Summe braucht es auch, um irgendwie kompetitiv zu sein. Aktuell ist das ein Abnetzungskampf. Wir werden nachher eh nochmal über AI sprechen, aber da muss man halt auch in Österreich. Es ist nichts Schlechtes, wenn da auch ein paar Mega Runden dabei sind. Das wird lovable und Co-werden das brauchen, wenn sie mit ihren amerikanischen Konkurrenten mithalten wollen.
SPEAKER_00:Ja, aber nur um das mal ein bisschen in Relation zu geben, also wenn man sich nur anschaut, was für Kapital in Deep Tech investiert wurde, sind das in Europa 2025 16 Milliarden Dollar gewesen. Das ist 10% mehr als im Jahr davor. In den Staaten 130 Milliarden.
Markus:Das ist fast Faktor 10. Und man sieht es auch in den anderen Sweets. Wo in Österreich ein, ich glaube, ein Datencenter mit einem 1 Milliarden-Investment wird groß gefeiert. Und in Amerika sind es halt eher die 100 Milliarden Dollar-Commitments. Faktor 10 aktuell muss natürlich auch sagen, wie sustainable das ist. Das wird oft jetzt auch gerade in Frage gestellt. Es ist ja auch Peter Thiel daraus gegangen bei Nvidia. Es gibt gerade Signale, wo man sagt, platzt die Bubble bald. Es gibt genauso gut auch Signale, die nicht darauf hindeuten. Auch dazu werden wir nachher noch sprechen. Aber was ich jetzt im State of European Tech auch nochmal spannend fand, ist, die haben sich ja auch die Policy-Seite kurz angeschaut. Haben da Founder und Policymaker gefragt, wo sie die Prioritäten sehen. Da gibt es zwei Kategorien, wo sie sich sehr ähnlich oder wo sich sehr einig sind, dass das wichtig ist. Das ist Market Fragmentation und das ist Access to Capital Markets. Das sind auch No-Brainer, weil es ist ganz klar, das sind halt einfach die beiden Riesenpunkte, die in Europa einfach viel schlechter funktionieren als in Amerika. Interessant und dann gibt es eine Divergenz, wo die Founder das sehr hochgewichten bei der Besteuerung, also generell einfach Steuern. Und andererseits beim Thema Employment and Labor Regulations, wo jeweils die Policymaker das gar nicht hochgewichten, also auch nicht quasi glauben, dass das ein relevanter Problem für Startups ist. Es ist natürlich die Frage, welche Policymakers wurden da wirklich gefragt. Aber diese Divergenz ist schon auch interessant, muss man sagen.
SPEAKER_00:Aber zeigt, glaube ich, auch, also ich glaube, was ich spannend finde, gerade in der politischen Debatte, ist, es war sich das Startup-Ökosystem europaweit, glaube ich, noch nie so einig wie jetzt, was gerade so die erste Priorität ist. Und das ist eben die Marktfragmentierung und eben auch dieser Push für die EOINC, also dass da wirklich, egal wen du fragst, die als erstes die EOINC oder das 28 Regime nennen, ist, glaube ich, ein bemerkenswerter Schritt für ein vereintes Startup-Ökosystem auf der politischen Agenda.
Markus:Wir müssen uns übrigens auch in Österreich was abschneidend. Also wo wir hier besonders gut auch darin sind, dass wenn es dann mal eine Initiative gibt, dass dann jeder nochmal kritisiert, warum das jetzt nicht die richtige Initiative ist, dann sind wir schon auch Weltmeister. Das sieht man jetzt am Dach von auch wieder, der. Natürlich kann das alles besser sein, aber es hilft natürlich überhaupt nicht, wenn der erste Artikel, der aus der Startup-Szene kommt, zu einer Initiative, die Regierung kündigt etwas an, sofort ist, warum das das Falsche ist oder warum das schlecht ist. Wie gesagt, es gibt ja oft wirklich Raum zur Verbesserung, aber gleichzeitig wird man so politisch nichts weiterbringen, wenn man sofort immer nur drauf hat. Und das, glaube ich, ist wirklich dem Andi, muss man eben auch ein Kompliment aussprechen und gleichzeitig auch der europäischen Szene, dass sich da jetzt alle auch einfach dahinter klemmen und sagen, das ist die Top-Priorität und das ist do it or die as Europe. Das gelingt bis jetzt sehr gut und ich hoffe, das bleibt auch so, wenn wir auf die Detail-Ebene gehen. Ja, das hoffe ich auch.
SPEAKER_00:Das sieht man schon jetzt, dass es natürlich auch in gewissen Ländern dann andere Prios gibt und es gibt auch zum Beispiel, ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast, die Nordic Inc. Kampagne. Die nordischen Länder haben gesagt, wenn die EU Inc. es nicht schafft und nicht durchkommt, dann schaffen sie einfach eine Nordic Inc. Dann tun sich die.
Markus:Das ist sehr spannend. Das haben sie jetzt schon gemacht.
SPEAKER_00:In den nordischen Ländern zusammen. Das ist eine Initiative von nordischen Startup-Ökosystem-Personen, die das quasi, die jetzt schon sagen, ja, wenn das nichts gescheit wird, dann machen wir eine Nordiging.
Markus:Weil das könnte schon auch ein Druckmittel sein, bis zu einem gewissen Grad, weil natürlich, woran es jetzt scheitern kann, ist, dass halt einzelne Mitgliedstaaten sich nicht anschließen und dann quasi das blockieren. Deutschland und Österreich definitiv vorne mit dabei bei solchen Themen, wenn es uns darum geht, Deregulierung zu blockieren. In der Vergangenheit, es gab schon einmal das Ansinnen europäischen Rechtsform, was gescheitert ist an genau dem Widerstand der Notariatslobby in Deutschland und Österreich. Also ich hoffe, jetzt auch im Sinne, dass natürlich Österreich diesmal nicht dabei ist. Aber natürlich ist der Druck auch zu sagen, hey, dann machen wir es einfach ohne euch. Das heißt nur die Nordics oder das heißt alle anderen, die dafür wären, schafft natürlich Druck für den lokalen Politiker, weil der weiß dann, okay, wenn es dann eine gemeinsame Rechtsform gibt, die sich als Standard etabliert und mein Land ist nicht dabei, dann bedeutet das, dass meine klugen Köpfe, meine klugen Gründer sehr wahrscheinlich das Land verlassen werden, weil das der einzige Weg ist, relevant auf internationaler Ebene zu arbeiten. Also bin ich auch gespannt, ob das muss man natürlich dann auch so kommunizieren. Aber es wäre, glaube ich, gut, das auch als Szenario zu haben, zu sagen, wenn sich dann einzelne Mitgliedstaaten querlegen, so be it, dann machen wir es einfach ohne die.
SPEAKER_00:Ja, ich glaube, es ist nochmal schwieriger, weil es gibt keinen, also wer geht da in ein Lied quasi? Also das kann dann nicht wirklich die Kommission machen, wenn nicht alle Mitgliedstaaten dabei sind. Wobei, maybe.
Markus:Nein, kann sie wahrscheinlich nicht. Ich weiß nicht, ob das ein S22 Regime funktioniert. Aber ist die Frage, was es da für rechtliche Verwurstellungen gibt, um das vielleicht trotzdem durchzubringen. Sind wir zu wenig Anwälte natürlich. Irgendwie braucht es natürlich ein, also schauen wir mal, vielleicht ist jetzt auch einfach der Leidensdruck der Wirtschaft so groß, dass jetzt auch alle politischen Akteure sich durchsetzen gegen die Bremser, die es in jedem Land gibt. Wenn nicht, wäre es sicher gut, ein Druckmittel zu haben. Wie das dann auch ausgestattet ist, werden wir sehen.
SPEAKER_00:Wir werden weiter für eine EU-Inc pushen.
Markus:Sowieso. Gut, wir haben eh schon AI angeschnitten. Da gibt es natürlich richtig Big News, weil es wurde schon lange spekuliert und jetzt ist es passiert. Google hat Gemini 3 hervorgebracht. Und das ist ein ziemlicher Quantensprung, ist ihr neues AI-Modell. Und egal welchen Benchmark man sich ansieht, die sind der neue Spitzenreiter. Setzen sich also ganz klar da jetzt als bestes AI-Modell fest. Und das ist insofern spannend, weil der Marktführer ist ganz klar Open AI. Der Marktführer ist ChatGPT mit einer gewissen Stickiness auch. Also die Leute sind ja auch an dieses Tool gewöhnt, die Leute zahlen dort dann oft die Pro-Version, Leute sehen das auch als Companion, ihre Infos sind da drin. Also da gibt es schon gewisse Faktoren, die auch dafür sprechen, einem AI-Modell treu zu bleiben. Und ich glaube, das ist jetzt ein ganz spannender Test für den ganzen Markt. Relativ klar, also erste Praxisberichte sind auch sehr impressive, aber wird sich natürlich jetzt in den nächsten Wochen dann auch in der Praxis zeigen. Aber alles deutet darauf dahin, dass eigentlich jetzt Google das bessere Modell aktuell hat. Und jetzt ist die spannende Frage, wie viele Leute sagen, aha, wenn das bessere Modell bei Google ist, gehe ich jetzt zu Gemini. Und wie viele sagen, nein, ChatGPT ist mein Freund und Helfer und ich bin an denen gewöhnt und tue mir nicht an, dass ich da wechsle, weil das sagt sehr viel über die Stickiness in dem Markt aus und das wird auch sehr viel Aussagen, während dem Markt am Ende vielleicht auch der dominante Player wird. Weil, wie gesagt, Google hat viele Vorteile, den Zugang zu vielen, vielen Daten, die haben auch hardware-technisch Vorteile gegenüber den anderen Playern. Also wenn man sich einfach Also die Rahmen, mit dem die Voraussetzungen anschaut, dann ist alles da, dass Google hier Dominator wird. Andererseits, OpenAI ist der First Mover. OpenAI sind die, wo Leute immer, sagen immer noch die meisten Leute, sagen einfach ChatGPT. Die meisten Leute nutzen noch ChatGPT. Und wer die User hat, wird am Ende auch der führende Player sein. Und wie sehr das mobil ist oder nicht, bin ich jetzt sehr gespannt die nächsten Wochen.
SPEAKER_00:Absolut. Ich sehe sie auch bei meinem eigenen Nutzerverhalten. Das erste, was ich gemacht habe, ist, dass ich ChatGPT gefragt habe, was sind quasi jetzt die Vorteile von Gemini 3 und wie unterscheidet sich das von anderen Modellen? Einfach weil es so, es ist schon fast ein Reflex. Man hat das irgendwie dann in seinen Shortscuts auf dem Handy. Und wenn man mal die Pro-Version hat, dann ist es schon mittlerweile ein Pattern. Auf der anderen Seite, es hat so schnell gegangen, dass man sich an ChatGPT gewöhnt hat. Ich glaube, es ist dann auch eine Preisfrage, wenn du im Endeffekt das Gefühl hast, hey, Google gibt mir das viel günstiger oder gratis. Mit Gemini und warum sollte ich da jetzt weiterhin die 20 Euro im Monat für mein Pro ChatGPT-Abo zahlen, dann könnte das auch die Stickiness sehr schnell reduzieren. Ich bin gespannt. Also ich glaube, die Thematik ist halt die Ebene, also ja, auf allen Benchmarks ist Gemini zwar besser, aber braucht der normale, der normale, der Standardnutzer Gemini 3 oder spürt der diesen Unterschied oder die diesen Unterschied sowieso nicht? Und dann, wenn das für mich nicht spürbar ist und es jetzt nicht preislich einen großen Unterschied macht und ich jetzt auf ein System quasi antrainiert bin, ist die Frage das sich auch wieder verbessert und da denkt man sich vielleicht dann auch, bevor ich jetzt irgendwie wechsle, dann schaue ich mir, warte ich noch ab. Ist die Frage, wie einfach man wechselt.
Markus:Das ist ein sehr guter Punkt. Wie sehr ist der Quantensprung, der scheinbar gelungen ist, auch für den Standard-User? Frage, gibt es überhaupt einen Standard-User, aber für den Großteil der User ist der überhaupt relevant. Die ersten Erfahrungsberichte, die ich gelesen habe, sprechen von, dass man, also zum Beispiel Vibecoding ist jetzt sensationell und es ist halt von der Effizienz nochmal deutlich besser. Es hat natürlich generell Google hat den Vorteil, dass es eine Seamless Integration gibt mit dem ganzen Google Workspace. Das heißt, du kannst quasi all deine Excels und Google Slides und all das ist dann quasi part of your ecosystem. Da gibt es Elemente, die, glaube ich, im Workspace definitiv für Google sprechen. Gleichzeitig muss man sagen, was ChatGPT wirklich gut hinbekommen hat, und dafür wird sie auch immer wieder kritisiert, aber es ist halt schon sehr charmant und hat mehr Persönlichkeit, sagen viele Leute. Gemini ist mehr so dieses neutrale, maschinenartige, während ChatGPT mehr Personality hat. Und den Leuten auch natürlich irgendwie einen Arsch kriegt und halt ihnen quasi das Gefühl, dass es ein persönlicher Assistent, der zu ihnen aufschaut. Das ist natürlich für den Everyday-User ist vielleicht genau dieser Charme und diese persönliche Beziehung, die sie da mit der AI auch aufbauen. Vielleicht ist das auch mehr wert als die Power-User-Features von Google. Das wird sich zeigen, ja.
SPEAKER_00:Ja, ich bin gespannt. Also ich glaube, was schon noch ein Key-Faktor sein wird, ist, was ist besser integriert mit anderen Workflows. Also wo ich Google Gemini sehr stark nutze, ich nutze noch immer die Google-Suche halt extrem häufig. Und dann hast du ja am Anfang gleich diese Zusammenfassungen etc. von Gemini. Also ich gehe jetzt selten auf den eigenen Gemini quasi Chat. Aber diese Zusammenfassung und da dann auch noch weiter hineinzugehen, das schon. Auf der anderen Seite hat ChatGPT und OpenAI halt voll viele Produkte, mit denen sie mittlerweile, oder andere Firmen, mit denen sie kooperieren, wie Spotify und Booking und so weiter. Und wenn es halt über, also da ist halt die Frage, ob sie es da schaffen, irgendwie exklusive Deals zu haben. Aber wenn ich halt meine Spotify-Listen nochmal besser personalisieren kann oder, keine Ahnung, dann vielleicht selber Musik über ChatGPT plötzlich machen kann, weil das eher alles AI generiert sein wird und meine Flüge buchen kann, easy über ChatGPT, dann glaube ich, wird das auch ein ausschlaggebender Faktor sein, was für ein Interface ich nutze.
Markus:Ja, für mich schärft sich das Bild, dass ChatGPT vielleicht im privaten Space Vorteile hat, während Google für den professionellen Case gedacht ist. Ja, auch interessant, wenn man dann vergleicht, weil der professionelle Space war ja bisher schon, also besonders halt der Coding-Space war ja eher ein Tropic. Vielleicht geht Gemini tatsächlich eher in Konkurrenz mit einem Tropic. ChatGPT bleibt bleibt das Private, wobei man auch natürlich sagen muss, eine Persönlichkeit kann man auch nicht immer so einfach in privaten und beruflich teilen. Also das ist schon auch etwas, wo, glaube ich, die AI natürlich auch davon profitiert, wenn das gemeinsam genutzt wird, weil man dann halt auch einen höheren Kontext Knowledge hat. Ja, ich bin sehr gespannt, auch wie scharf dass Google jetzt jetzt einfach weiterspielt und wie sehr sie da am Gas bleiben. Weil natürlich der Grund, warum Google nicht First Worber war, weil sie gleichzeitig damit auch ein bisschen ihr eigenes Geschäftsmodell kannibalisieren. Weil sie es wahrscheinlich nicht so notwendig hatten und obwohl sie wahrscheinlich jegliche Skills hatten, so etwas wie ChatGPT zu bauen, haben sie es halt nicht gemacht. Jetzt kam dann der Punkt, wo es einfach notwendig wurde, weil man natürlich sonst ChatGPT das Feld komplett überlässt. Ob man jetzt weiter so der Treiber bleibt, ob der Zug jetzt einfach fährt und jetzt kann man ihn nicht mehr aufhalten. Oder ob wenn die Notwendigkeit nicht mehr da ist, jetzt vielleicht wieder ein bisschen weniger Ressourcen da auch einstecken. Bei all der Craziness, das wird sich zeigen. Bleibt natürlich auch spannend, was machen die anderen jetzt als Reaktion auf diesen Quantensprung. Ich glaube, jetzt rein faktisch gesehen, was das auch beweist, ist, dass es schon noch Raum für echten Fortschritt. Gab ja auch die Narrative, wo man gesagt hat, ja, das ist jetzt alles nur mehr inkrementell und da passiert gar nichts mehr wirklich groß. Und jetzt sind eigentlich diese ganzen Investments, die da passieren, da gibt es keinen Return mehr. Ich glaube, das war jetzt schon auch ein Ausrufezeichen, dass sehr wohl da ordentlich noch Raum ist und dass das sehr wohl gelingen kann. Und Google hat jetzt schon auch die Capabilities, die sie haben, ganz gut aufgezeigt. Also nicht sie. Ein Konkurrent in dem Space, der sich ja weniger gute Karten hat, bis jetzt ist Meta. Die probieren alles, um hier irgendwie relevant zu werden mit ihren Modellen, setzen ja stark auch auf Open Source, nutzen eigentlich viel von dem Revenue, was sie bekommen über ihre bisherigen Geschäftsmodelle, um eben in AI und VR neue Modelle zu entwickeln. Da ist diese Woche auch eine Story rausgekommen, die ich schon ziemlich hart fand. Die vollkommen, also es passt auch zu meinem Bild von Meta mittlerweile, aber dass es dazu jetzt alle auch Zahlen gibt, steht nämlich, Meta macht, wenn das so richtig ist, 10% seiner Revenues mittlerweile mit Scams. Also Scams im Sinne von, dass Leute, die Advertisement-Plattformen von Facebook nutzen, um ihre Scams an Leute rauszuspielen. Das ist gewaltig.
SPEAKER_00:Das sind 16 Milliarden Dollar. Das ist schon verrückt. Also irgendwie Meta entwickelt sich so zu dem Evil Player in dem Space. Ich habe das Gefühl, jedes Mal, wenn ich bei Future Weekly als Host einspringe, gibt es eine Story, wo Meta das nächste grenzlegale hier verlautert oder wo eine Story herauskommt von den Sex-Chatbots bis hin zu jetzt dem Revenue, den sie über Scams machen. Ja, also wie gesagt, von dem her überrascht es mich jetzt fast gar nicht, aber 10% ist schon echt heftig. Und ich meine, ist auch eine interessante Entwicklung, weil grundsätzlich begonnen hat das Ganze damit, dass sie gesagt haben, es braucht free speech. Und quasi mit Trump ist jetzt die Era gekommen, wo sie weniger überprüfen und Inhalte löschen etc. Das hat natürlich alle Türen für Scams geöffnet. Und wenn sie das schon machen, dann können sie auch noch davon profitieren und darüber Geld machen. Und das ist natürlich dann wiederum ein weiteres Incentive, wenn das so lukrativ für sie ist, noch weniger zu überprüfen und zu löschen und zu monitoren. Und damit machen sie sich aber ihr eigenes Produkt eigentlich komplett kaputt, weil ja.
Markus:Also mein Gefühl, der Zug ist halt schon lange abgefahren. Man muss auch sagen, diese Daten stammen aus einem internen Report, der quasi geleakt wurde. Und da sind dann schon auch Maßnahmen aufgelistet, was man tut, um die Anzahl des GMs runterzubringen. Wie sehr man diese Maßnahmen dann ergreift, bleibt aber natürlich offen, wie du schon richtig gesagt hast. Ich glaube, irgendwo und mich hätte ja wirklich die Konversation interessiert, die damals vielleicht auch geführt wurde. Wahrscheinlich war es keine Konversation, sondern es war so ein schleichendes Ding. Aber irgendwo ist man beim Meta halt einfach abgebogen und hat gesagt, diese Produkte, die wir in den letzten 20 Jahren gebaut haben, die sind jetzt Trash. Wir jetzt einfach so viel Geld raus wie nur möglich. Wir pressen die Zitrone bis zum letzten Tropfen aus. Und wir glauben nicht daran, dass die in dem Sinne die Zukunft der Company sind, aber das ist so, wie wir das Geld hernehmen für das, was spannend ist, was auch dem Zuckerberg Spaß macht wahrscheinlich. Also ich glaube, es ist schon wahrscheinlich auch irgendwie die persönliche Dimension, dass er sagt, irgendwie interessiert jetzt Facebook nicht mehr als Plattform, sondern er will halt jetzt AI und VR und wie kann er die bestehenden, das, was er hat, wie kann er das möglichst gut nutzen, möglichst viel Kapital rausholen, dass er da halt wirklich mutig investieren kann. Und ja, was das mit der Gesellschaft macht, wenn sie ständig Trash aufs Auge gedrückt bekommen, das ist natürlich eine andere Story und definitiv viel Kollateralschein. Ich war letzte Woche auch bei einem Roundtable von Journalisten zum Thema Google AI und da hatte ich schon auch ein ziemlich düsteres Bild. Also generell die Medienbranche ist in a very dark place. Also war nur die Frage, wer hat gerade nicht Leute gehen lassen. Da spielt natürlich Social Media, da spielt AI eine sehr tragende Rolle. Und ja, irgendwie diese unintended consequences, die da entstehen, sind echt nicht schön. Nicht gut für die Demokratie auch.
SPEAKER_00:Ja. Ja, Qualitätsjournalismus geht zurück. Es ist alles, alle Nachrichten werden nur in den eigenen Bubbles konsumiert und Fake News und Scams haben die freie Hand quasi. Es ist echt fast mittelgruslig.
Markus:Ich meine, was ich da spannend fand, ist, dass, was jetzt gerade eben das große Drama ist mit den Medien, ist, dass scheinbar Google plant auf ihrer Explorer-Seite. Das ist, wenn du bei Android, ich glaube, nach rechts swipst oder so, gibt es halt so einen Type, wo die irgendwelche News-Stories angezeigt werden, so basierend auf deinen Interessen. Und scheinbar war das ein unfassbar wichtiger Treiber für die Klicks von Online-Medien. Bin ich bewusst gewesen. Ich habe das, ich habe das im iPhone nicht, aber keine Ahnung, zumindest auf den Google-Fones dürfte das ein Main Traffic-Driver sein. Und das soll jetzt nach und nach durch AI ersetzt werden. Also dass du nicht mehr quasi die News Stories hast, sondern halt stattdessen werden dir halt die Zusammenfassungen angezeigt oder ähnliches. Und das dürfte ein Riesenthema sein zwischen Medien und Google halt auch. Aber es zeigt schon. Also es ist auch in der Medienbranche, muss man halt sagen. Ich weiß nicht, ob das jetzt der qualitativ hochwertige Traffic ist, den du eigentlich willst, weil das sind natürlich dann wieder Clickbait-Headlines, wo Leute dann draufklicken, weil es oft halt nicht klar ist, aus der Headline raus. Also auch das ist kein gesundes System.
SPEAKER_00:Aber selbst das wird automatisiert.
Markus:Spannend. Was zu du? Hoffen wir, dass wir auch auf medialer Ebene neue Wege finden, wie man Qualitätskontent gewinnen kann. Dafür braucht es einen europäischen Kapitalmarkt natürlich auch. Und ja, Kapitalmarkt ist generell so ein Thema, weil für einen, damit Missies Exits generieren können, braucht es IPOs. Lange war das eher nicht funktionierend, war das IPO-Window geschlossen. Dieses Jahr haben sich wieder einige rangetraut und da sieht man jetzt halt nach einigen Monaten auch die tatsächlichen Resultate. Viele von denen hatten einen sehr guten IPO-Pop. Also dass direkt nach dem IPO die Zahlen massiv gestiegen sind, oftmals ein Vielfaches bekommen. Leider zeigt sich jetzt einige Wochen, Monate später, dass dieser Pop eher nur kurz ist. Das heißt, egal wo man hinschaut, Figma, Circle, Klana, Itol, Omada, also die ganzen IPOs, die gegangen sind, die sind alle rauf und seitdem aber irgendwo zwischen Durchschnitt 44% wieder runter. Zum Pop, nicht zum IPO-Price. Also Figma ist jetzt zum Beispiel das Beispiel, was wir uns anschauen können, wo da war der IPO-Price 33, also das ist das, was quasi die, die den Exit gemacht haben, dann für ihre Shares bekommen haben. Das ist zwischenzeitlich hat sich das vervierfacht. 130 Dollar Shareprice. Und mittlerweile sind wir wieder zurück bei 38. Und das ist so eine BCD-Story, die sich zeigt. Die initiale Euphorie war nicht richtig, der tatsächliche Preis war wahrscheinlich ganz gut. Das heißt, das ist jetzt auch nicht die komplette Katastrophe, wo alles tiefer fällt als der IPO-Price, aber es ist auch nicht die Riesen-Euphorie, muss man tatsächlich konstatieren.
SPEAKER_00:Ja, schade, weil es war ja schon sehr promising, diese IPO-Props, vor allem von Fickman, jetzt auch kleiner. Schauen wir uns mal an. Ich meine, es ist immer noch nicht super viel Zeit vergangen. Da gab es vielleicht auch einfach einen generell typischer Zyklus von jetzt frischen IPOs. Also ich glaube, da muss man sich die Performance von den unterschiedlichen Firmen jetzt einfach über die nächsten Monate auch noch weiter anschauen. Vielleicht was grundsätzlich dazu auch zu sagen ist, weil du hast angefangen mit, das braucht auch einen europäischen Exit-Markt und das ist auch etwas, was jetzt hier auf der Slage sehr stark diskutiert wurde und auch klar so von der Startup-Szene nach der EO-Inke so die zweite Priorität gesehen wird, dass es einen einheitlichen Kapitalmarkt braucht und dass es aber vor allem auch einen Exit-Markt braucht. Es ist ein Kreislauf, der Startup-Zyklus quasi. Und für diesen Kreislauf braucht es irgendwann einen Exit, damit wieder frisches Kapital zur Verfügung steht, das dann auch wieder in das Ökosystem fließt. Und wenn diese Exits in Europa nicht möglich sind, zumindest nicht im Sinne eines IPOs oder eben sehr, sehr selten nur passieren, dann ist einfach sehr viel Geld, das aus dem Ökosystem herausfließt. Und ja, das mal vorab gesagt. Abgesehen davon, ja, spannende Zahlen, aber ich würde jetzt auch noch keine voreiligen Schlüsse daraus ziehen.
Markus:Da hast du vollkommen recht. Am Ende zählt eher, wie sich die langfristigen Finanzierungskosten auf die Start-up Companies dann entwickeln. Da ist ein guter Schöpfungpreis jedenfalls positiv. Kurzfristig, glaube ich, schaut so aus, als wären die IPOs insofern erfolgreich gewesen, dass zumindest alle ihren Share bekommen haben, ihren Exit zu einem guten Preis hingelegt haben. Das heißt, das ist vielleicht trotzdem hoffentlich ein positives Signal. Wir sind weit weg von den Crazy Times 2021, wo wir eine Flut an IPOs gesehen haben. Aber es beginnt langsam wieder. Ich glaube, man kann schon darauf aufbauen. Hoffentlich geht es jetzt nicht dramatisch weiter runter, weil dann hast du natürlich einfach das Incentive für weitere Companies, das sie machen. Dann werden die Refinanzierungsverfahren. Kosten dadurch wieder sehr unattraktiv. Und dann überlegt man sich zweimal, ob man es macht. Insofern. Hoffentlich fängt sich der Markt, was da sicher blöd wäre, wenn die EA-Blase so richtig platzt. Das wäre.
SPEAKER_00:Und der gesamte Markt.
Markus:Genau, weil das zieht den gesamten Markt runter. Und ja, dann glaube ich.
SPEAKER_00:Und wir brauchen davor noch ein paar Exits.
Markus:Die RPOs davor insofern darf die Blaserück noch ein bisschen wachsen. Gut. Hannah geht schon langsam der Akku aus, sehe ich. Das heißt, wir kommen eine Rubrik und das ist unser Rockstar der Woche. Und das ist auch diese Woche mal wieder eine alte Bekannte, eine ehemalige Austrian-Startups, wollen die ja schon lange im Startup-Ökosystem unterwegs, hat jetzt aber einen anderen Weg eingeschlagen, ist unter die Buchautorinnen gegangen. Die Rede ist von der Katharina Binder, die ein Kinderbuch geschrieben hat, dafür auch gleich einen Verlag gestartet hat und mit einer Kickstarter-Crowdfunding-Kampagne binnen 24 Stunden ihr Funding-Ziel von 10.000 Euro gleich einmal erreicht haben. Das heißt, es geht jetzt auch tatsächlich jedenfalls in den Druck und potenziell gibt es auch noch mehr, aber eine größere Auflage als geplant, weil da so viel Interesse ist. Also big congrats on the Kati. Ziemlich coole Sache. Wie heißt das Buch, Hanna?
SPEAKER_00:Ja, das Buch heißt Du bist ein Wunder. Und ihr neu gegründeter Verlag heißt Studio Wonder Worlds. Also schon mal sehr promising. Und es geht eben darum, dass ein Kind so ein bisschen seine eigene innere Welt entdeckt. Und es ist nicht nur für Kinder gedacht. Auch die Erwachsenen, die das Kind in sich stärken wollen und wiederentdecken wollen, können hier aus diesen handillustrierten Geschichten einiges mitnehmen. Von dem her wirklich schön. Ich glaube etwas, das auch gerade in Zeiten, wo sich so viel tut und so viele äußere Eindrücke und Einflüsse und Meinungen auf einen zuprasseln, die Zeit zu nehmen, sein inneres Kind zu stärken, auf jeden Fall etwas Schönes ist. Und ich habe das Gefühl, im Startup-Ökosystem sind gerade so viele neue Daddies und Mamis, die aufpoppen. Und das ist ja auch ein Thema, das hoffentlich nochmal viel stärker miteinander Hand in Hand leben kann. Familie und Startup-Gründung. Von dem her eine große Empfehlung an alle großen und kleinen Kinder.
Markus:Das hast du schön gesagt. Ja, nein, also wirklich eine coole Geschichte. Konwitz Kathi und Team. Sie macht das nicht alleinen, sondern hat auch Co-Autorinnen und Illustratorinnen, aber natürlich sie repräsentativ unserer Rockstar der Woche. Vielen Dank an dich, Hanna. Liebe Grüße nach Helsinki. Dankeschön. Vielen Dank auch an euch da draußen fürs Zuhören. Wir wünschen euch noch eine schöne Restwoche und hören uns nächsten Donnerstag wieder.
SPEAKER_00:Ciao.