Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#476 - Anthropic, Swing Kitchen, AI Impact
🛍️Billa stoppt Hauszustellung
🧠Anthropic kontert, OpenAI unter Druck
🍔Swing Kitchen Insolvenz
🙇Junge bewerten AI Impact am negativsten
🎸790 Millionen Euro Bewertung für Grazer Emerald Horizon
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Ein wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend oder auch gute Nacht und herzlich willkommen zu Future Weekly, dem schnellsten Podcast, weil wir es alle richtig eilig haben. Denn Bella stoppt die House to stellung and Trophics macht ganz viele irre Dinge, die OpenAI vielleicht kann oder auch nicht. Swing Kitchen kann nicht mehr so viel. Junge sagen, hey, AI ist echt ein Problem. Und zeigt gleich, reden wir über Mini-Atomkraftwerke, die man jetzt bestellen kann. Bald. Noch nicht, aber vielleicht. Auf jeden Fall, auf los geht's los. Und los geht's mit den News. Es war schon eine ganze Weile, Markus. Wie ist das Wertewohlbefinden? Sehr gut. Mir geht's dir. Du, mir geht's gut. Lustig, ich war ja letzte Woche in Saudi und da war das schöne Saudi-Arabien so das erste Mal. Super cool, vor allen Dingen aber auch 27 Grad. 27 Grad. Und kennst du das, wenn du so Langstrecke fliegst und du bist so, du ziehst die halt etwas Bequemes an und dann hast du aber auch so, weil es kalt ist, so mehrere Schichten und Mantel und hast dann irgendwie in deinen Sachen geschlafen und du kennst doch das, wenn du dann so nach so einem langen Flug aussteigst, okay. Und ich steig aus und gehe so durch den Schlauch. Ich glaube, so nennt man das so vom Flugzeug dieser Schlauch und gehe raus. Da war so eine erste Kontrolle, um zu schauen, ob man weiterfliegt oder nicht. Und direkt danach kommt ein Mann auf mich zu, ein junger Mann, perfektest, Imakulatest, angezogen in der örtlichen Kleidung und sagt zu mir, Are you Daniel Cronin? Und ich denke mir, und dieser Kontrast, ich sah aus wie so ein Obdachloser, der gerade aus seinen Sachen geklettert ist, der Typ immakulat. Ich so, uh yeah? Und er, Hello, I'm here to help you. Ich so, what? Und das war so dieser Zugang zu arabischer Gastfreundschaft. Kannte ich in der Form gar nicht so, der mich dann quasi durch die Sicherheitskontrolle gebracht hat, zu meinem Gepäck und zu meinem Fahrer. Und das Arge war aber, ich einfach, der ich in meinen Sachen geschlafen habe, ich bin das super lange Strecken gemacht und der Typ da einfach in diesem Pristine White alles und ich hab mir, das war ziemlich cool. Und da ist mir noch eine Sache passiert, das musste ich dir erzählen. Vielleicht erzähle ich mehr von der Veranstaltung so und da habe ich auch einen Vlog zu gemacht und weiß der Teufel, aber treffe ich einen Typen, den kannte ich von meiner Zeit in Berlin mit Founders Lane, so diesem Venture Builder, und der ist Bulgare und sagt zu mir, ja, hier, er ist Nikola, ja, super geil, dich wiederzusehen, macht er macht so Venture Building dort. Und er freut sich total mit, sagt irgendeinen Namen, bla bla bla bla bla bla auf der Bühne gewesen zu sein, der daneben stand. Ich so, ah, okay, cool, super, hi. Und ich hab gedacht, es hat irgend so ein Founder. Sagt dir der Name, ich muss nochmal ablesen, Dimitar Berbertoffers. Na klar. Fußballlegende. Okay, mir nicht. Und ich hatte keine Ahnung, wer der Typ ist. Und ich habe dann an seiner Körpersprache gemerkt, dass er überrascht war, dass ich scheinbar nicht so reagiere wie die meisten anderen. Ich habe, du hast irgend so ein Typ, der wahrscheinlich irgendeine Start-up gegründet hat. Ja, und dann musste ich irgendwie an dich denken. Ab so aus Weiter.
Markus:Der hat nicht bei Liverpool gespielt, sondern bei Manchester United und Tottenham. Also es ist jetzt nicht mein Lieblingsspieler, aber der war schon ganz gut, ja.
Daniel:Und das Lustige war einfach, wenn man auf Leute trifft, die es gewohnt sind, dass man genau weiß, wer sie sind und sie dann auf den einen Typen treffen, der Nüsse Ahnung hat, wer es ist. Ich war einfach so, okay, toll, der ist super. Also ich und Fußball, das ist dann, und Rio Ferdinand war scheinbar auch da, aber den kannte ich irgendwie vom Namen her. Ja, hätte ich auch nicht erkannt, muss ich sagen. Ist der besonders?
Markus:Ja, du hast, glaube ich, nochmal eine Hausnummer größer wahrscheinlich. Okay. Aber ich eben, wenn es nicht vier Räder haben. Aber auch falsches Dread. Also das ist enttäuschend.
Daniel:I swear to God, ich habe noch ein drittes Mal an dich gedacht, dann steige ich in das Flugzeug ein und die hat mir quasi sehr schöne Tickets organisiert und er saß neben mir einen Typ und ich bin so als einer der letzten eingestiegen, weil bei Flugzeugen habe ich es nie eilig einzusteigen und die ersten 30 Sekunden, die ersten 20 Sekunden war ich überzeugt, I shit, you know, dass es Jürgen Klopp war. War dann nicht, aber er sah genau aus wie Kloppo. Und ich gedacht, okay, wenn mir das jetzt passiert, dann wird es ein bisschen unruhig werden, glaube ich. Was hätte ich denn dann fragen sollen, wenn es er gewesen wäre? Was wäre eine gute Frage an Jürgen Klopp, wenn du den triffst?
Markus:Boah, was würdest du eine gute Frage an Jürgen Klopp? Ja, schon für mich war das eine Kunst, einen Verein, der einfach von seiner Mentalität, seiner Dynamik so ein bisschen in einem Schlendran, in einem eher negativen Spirale drin war, wo man halt auch nicht wirklich daran geglaubt hat, dass die Veränderung möglich ist und dadurch, dass man nicht daran geglaubt hat, war es dann auch nicht möglich, wie es geschafft hat, das zu verändern und dieses, den Glauben an den Erfolg zu wecken. Kennst du das eigentlich war schon eine Kunst? Kennst du die Antwort? Nein, was wirklich, also ich meine, natürlich, gewisse Dinge hat er Public gemacht, die dazu beigetragen haben, aber ich glaube, da war viel, was halt nicht sichtbar ist. Und das würde mich interessieren, was er bereit wäre, da zu teilen. Spannend.
Daniel:Ich stelle dir vor, er sagt, keine Ahnung, ist halt passiert. Oder geht total uninspirierend. Weil es ist halt lustig, wenn man immer diese.
Markus:Ich glaube, es ist gar nicht so unrealistisch, dass er sagt, weiß ich auch nicht. Harte Arbeit und. Ist geil.
Daniel:Weil das Lustige ist weißt du, ich habe mit einem Typen eine Session gemacht, heißt Steve, und Steve ist ein Verhandlungsgott oder wie auch immer, der übrigens jetzt am Weg in die Ukraine ist, um dort irgendwie so mitzuverhandeln. Und der hat tatsächlich elf Formel-1-Fahrer mental begleitet bei Verhandlungssachen, auch unter anderem einige sehr, sehr, sehr bekannte. Dann habe ich ihn nach einem Fahrer gefragt und so, ja, der war einfach ein Arschloch. Das war so, okay, sehr nett. Und du kannst jetzt nicht sagen, wer sie ist. Nein, möchte ich an der Stelle nicht, weil ich glaube, ihr es publik nicht so sagen würde, kann ich dir nachher sagen, aber keiner von denen, für die ich sonderlich schwärme. Sagen wir mal so, aber einfach eine sehr bekannte Person. Eine sehr erfolgreiche Person? Sehr erfolgreich. Okay, ja, gut. Also so eine, die man auch, also nicht irgendein Testfahrer, der mal irgendwann da irgendwie drei Stunden testen durfte, sondern jemand, der in den Annalen eingegangen ist. Und ja. Anyway, sonst verrate ich mich. Aber ja, super Schricken einfach. Da habe ich so einen Typen kennengelernt, so einen Jungen, der glaube ich, keine Ahnung, 12, 14 ist, Inder und der ist irgendwie so der Gedächtnisweltmeister. Und er konnte sich irgendwie so und so viele Millionen Fragen merken. Und da habe ich mich so in die Scheiße gesetzt, weil er war mit seinen Eltern und ich tue mir manchmal mit bestimmten Akzenten ein bisschen schwer. Und einer von denen ist der indische Akzent. Und da ist so ein High-Performer, der irgendwie Guinness-Buch der Rekorde und Blau und hast du halt eine Zahl genannt und hat angefangen, so wie so ein Human Computer loszurechnen. So ein bisschen schräg. Und ich kam gerade von der Bühne, hatte das Adrenalinpumpen und dann sagen die Eltern zu mir halt irgendwie, dass er, und ich habe verstanden, 16 Guinness-Buch Rekorde hat. Und ich so, wow, 16, das ist ja Weltklasse. Das ist sehr beeindruckend. Nein, nein, nur 6. Und ich habe in dem Moment gesagt, aber ich meinte es mit Humor, oh, that's disappointing then. Und die Eltern waren fertig. I'm sorry, I'm sorry. It was a joke, that's amazing in your age. Oder irgendwie habe ich irgendwie so gesagt, oh, that's disappointing then. Und ja, die waren ziemlich humorbefreit. Also ich nehme an, der arme Kerl muss jetzt noch mehr kalkulieren. Aber ich glaube, der wird das auch verkraften. Aber ja, so viel Tanz. Ja, Humor.
Markus:Helikoptereltern.
Daniel:Ja, aber die waren krass, die waren beide daneben und sind zu jedem gegangen mit so einem Taschenrechnung und gesagt, Tell it's a number, go kalculate the number now. Und dann musstest du halt irgendwas sagen. Und es war so, ja, weiß ich nicht, 789 mal 693. Man wollte ja gar nicht. Er hat er angefangen loszukalkulieren. Ja, das machst du super. Ja, weiß ich nicht. Du weißt, was ich meine. Ich finde das eher cool, wenn der, keine Ahnung, weiß ich nicht, mit Sex mit dem Motorrad ein Rückwärtshalto kann. Weil es halt kaum treffen kann, denke ich mir. Daniel mag die Strebe. Nein, aber weißt du, wenn ich so einen armen Kerl sehe, der da irgendwie jedem vorkalkulieren muss, denke ich mir, wahrscheinlich hat er ein paar Dinge verpasst.
Markus:Ja, muss man aber auch sagen, das ist auch bei Spitzensportlern, die von den Eltern getrimmt werden. Ist ja oft der Case. Das stimmt schon. Was war da? Ich glaube, die österreichische Schwimmgeschichte, wo es die eine Familie gab, wo die Kinder beide Profischwimmer geworden sind und gefühlt die Eltern präsenter waren in den Medien als die Kinder.
Daniel:Oh, ich erinnere mich. Nicht meins. Du bist ja auch die berühmte Geschichte von Max Verstappen, der bei irgendeinem Rennen zweiter war und sein Vater Joost Verstappen, ist ja auch Formel-1-Fahrer, war so wütend, dass er ihn bei einer Tankstelle hat, einfach ausgesetzt. Und hat ihn nicht geholt, und die Mutter hat ihn dann mehrere Stunden später geholt. Ist jetzt nicht die Erziehungsmaßnahme, die ich unbedingt vorschlagen würde. Ja, ich glaube, das sind die Eltern echt manchmal so ein bisschen schwierig. Ja, aber schwierig ist ja auch irgendwie, jetzt komme ich nach Europa zurück, war ein paar Tage dort, habe den Fortschritt kennengelernt und einer der Dinge, die ich auch hier immer extrem geschätzt habe, ist jetzt vorbei. Schockschwere Not. Es gibt keine Billahaus-Zustellung mehr. Und das trifft mich wirklich. Das trifft mich wirklich, muss ich sagen. Das fand ich jetzt, das habe ich jetzt so nicht erwartet. Das ist wie wenn man sagt, ab jetzt gibt es kein feuchtes Klopapier mehr oder kein warmes Wasser mehr, weil es so wahnsinnig gerne Wasser bestellt hat. Und ich glaube, genau das ist halt das Problem. Könnte ich mir vorstellen, wie ich. Wir haben halt immer so das Maximum ausgereizt. Ich misst lügen, irgendwie so Sechserltragerl, 1,5 stilles Wasser und 5-6-Saltragerl und dann irgendwie noch so irgendein Öl dazu oder sowas. Ja, total. Und ich weiß halt so, die Marge daran ist nicht gut und verstehe mich nicht falsch. Gerade stilles Wasser ist so mit Kindern ganz praktisch und ein prickelnde Mineral mag ich halt sehr gerne. Das ist auch das Einzige, was ich irgendwie trinke aus der Kaffee zurzeit und meine Frau auch. Das verbrauchen wir halt in rauen Mengen und das halt immer zu tragen, ist halt echt mies. Und wenn die das halt anbieten, ja. Und ich habe mir halt schon immer gedacht, die wollen ja eher die Hauszustellung 3 Wölf, Clicot und Domperion und vielleicht noch dazu Kavi an. Dann haben sie die Margen und nicht den vollen Jog, aber ja, trifft sich das auch?
Markus:Ja, eher weniger, weil ich ausschließlich eigentlich mittlerweile bei Google bestelle. Noch immer. Dort sicher einer der umsatzstärksten Kunden ist, weil ich wirklich ausschließlich dort bestelle. Dort auch Premium-Kunde oder wie heißt das, irgendwie halt so diese monatliche Mitgliedschaft auch habe. Was beinhaltet die? Asking for a Friend? Du kriegst Gratisz-Zuställe unabhängig vom Warenwert. Du kannst, glaube ich, viermal im Monat auch nur ein Produkt oder so, also gibt es überhaupt keinen Mindestbestellwert. Und du hast auf alle Bio-Waren, hast du 10% Rabatt oder so, also für mich zahlt sich das locker aus. Bloß, ich glaube, ab. Ja, und wenn du dann, wenn du Kinder hast, also in diesem Familienclub-Mitglied bist und über 120 Euro bestellst, dann kriegst du quasi für jede Bestellung drüber 14 Tage Gratis-Mitgliedschafter und dann für zweimal im Monat das und für viermal im Monat kriegst du dann noch einmal Rabatt für Babywa. Also es zahlt sich locker aus für mich. Nice. Und ist von einfach von der Qualität der Waren auch sehr gut. Also wahrscheinlich not so secret anymore, aber das ist ein Produkt, was mir sehr wehtun würde. Also wenn Gurkell aufhören würde, in Österreich zu bestehen, dann würde das meine Lebensqualität massiv einschränken.
Daniel:Bist du, Depper, die würden so viel zahlen für diesen Satz von dir? So richtiger Heavy User, Influencer, Brand Ambassador von Gurkal. The Golden Gurkel.
Markus:Aus Überzeugung. Ich hoffe, dass sie dadurch lange weitermachen können.
Daniel:Du, ich muss sich mir auch mal anschauen, weil Billa ist halt echt schade und wenn Gurkall Wasser hat, I'm there to ruin your business. Ein Spaß. Also da. Es hat mir auch immer so ein bisschen leid getan, wenn ich das bestellt habe. Aber weißt du, es ist ja auch so, wenn es das Angebot gibt, dann let's go. Oder? Habe ja auch immer noch Pasta dazu gestellt, um es abzurunden und noch was anderes.
Markus:Sehr fein. Da ist richtig viel Marge drauf auf der Pasta, bin ich mir sicher.
Daniel:Ja, aber auch frischer Hafermilch noch an top.
Markus:Okay. Ist auch ein bisschen schwerer zum Tragen, ist auch gut. Aber ich finde es aus einer Marktperspektive schon interessant. Weil natürlich während Corona dürfte das ein wichtiger Bestandteil des Umsatzes auch gewesen sein. Ich schätze, sie haben jetzt da eher abgebaut. Sie haben halt von der Servicequalität sicher nicht mit den spezialisierten Playern, also besonders Gurkle, vielleicht auch Alphis mithalten können. Also da gibt es einfach gewisse Dinge. Bei Gurkle kannst du bis zu einem gewissen Cut-Off-Point dann auch Dinge auch hinzufügen. Es ist deutlich flexibler, du kannst Lieferfenster reservieren. Also es ist einfach von der Usability ist das viel mehr optimiert. Bei Bila war das halt immer so ein Side-Business, wo sie halt das mitgenommen haben. Aber der Fokus war immer auf dem stationären Handel. Und insofern kann ich mir schon vorstellen, dass das wahrscheinlich im Großen und Ganzen Sinn macht. Wenn jetzt mehr Menschen wie ich denken und mehr komplett Lebensmittel online machen, dann ist es natürlich ein interessanter Schritt, weil der Spar hat auch schon, also in dem Fall der InterSpar hat auch schon die Online-Zustellung zugesperrt. Das heißt, es gibt jetzt eigentlich, Alfis ist österreichisch zumindest, aber Gurkel ist ja eigentlich, gehört einer tschechischen Mutter. Das heißt, es ist schon auch aus einer Standortperspektive interessant, dass jetzt die beiden großen Player die Online-Zustellungen in Österreich eingestellt haben. Es gibt immer noch Click and Collect, was auch ein sicher, also ich glaube, wenn jetzt Gurkel es nicht mehr gäbe, dann würde ich wahrscheinlich viel Click and Collect machen. Aber ja, ich finde es schon interessant, das ganze Thema E-Commerce ist ja sehr eingebremst nach Corona, sehr schwierige Zeiten durchlebt. Ob das jetzt stagniert oder ob das halt auch durch den anhaltenden Generationenwechsel, ob du dann halt doch wieder dieses organische Wachstum hast, was dann dazu führt, dass irgendwann dann doch der Großteil vom Lebensmittelhandler auch online passiert.
Daniel:Wir haben es schon so oft diskutiert, aber ich sehe es noch immer so fertig, also fertigprodukte, also abgepackte Produkte gerne, aber alles, was irgendwie Obst und Gemüse ist, das will ich einfach sehen, riechen und anfassen. Da tue ich mir unfassbar schwer, weil ich so sehr genaue Vorstellungen habe, was ich möchte. Oder auch, was meine Frau und mein Sohn und meine Tochter wollen. Und es ist so, man muss es riechen. Selbst Tomaten, weißt du, ich bin so ein Typus, ich stehe da, ich rieche dran und du packst fünf Packungen an und drückst du ganz leicht drauf. Ich weiß verboten, aber ich bin halt ein Rebell. Ich liebe, dass da auf der dunklen Seite zu leben. Und dann riecht man dran. Und kennst du diesen richtig geilen frischen Cherry-Tomatengeruch? Wahrscheinlich. Wahrscheinlich ist ein klares Nein. Okay, gut. Aber es ist so, man riecht, es denkt sich, mhm, that's the one. Under du kaufst frisches Basilikum und ist der, man merkt, mein Frühstück war noch nicht vorhanden. Also so, weiß ich nicht, das ist schon was wert. Während, wenn jemand halt das erste Produkt einfach in irgendeinen Zackerl packt und fertig und dann kriege ich halt das.
Markus:Ja. Ja, also ich meine, ich glaube, so wie es Gurker löst, ist halt meines Erachtens so, dass du halt unterschiedliche Anbieter hast. Und dann gibt es halt den Super Premium-Anbieter, der halt, glaube ich, sehr stark aussortiert und dann halt kostet auch ein bisschen mehr, aber dafür kriegst du halt normalerweise nur A-Ware. Und ja, wenn etwas nicht gut ist, dann kriegst du Geld zurück.
Daniel:Ja, aber selbst da, du erinnerst dich doch noch, wie hießen diese Startup, wo auch der Michi Ströck involviert war und der Felix ist Liefer-Startup Anfang der 2010er. Du weißt, welche ich meine, oder? Kochabo, Kochabo. Und das ist halt so spannend, um diesen Startup-Bogen ein bisschen zu holen. Ich kann mich erinnern, dass sie gesagt haben, es gab ein riesen Problem, weil Kochabo hat im Prinzip, korrigiere mich, aber sobald ich mich erinnern kann, quasi, fertige Menüs verschickt, die man quasi nur noch kochen musste. Also alle Zutaten mit Anleitung und dann musstest du es machen. Jetzt ist aber das Thema, wenn da steht zum Beispiel ein Apfel ist dabei, dann werden bestimmt du, Markus und ich und jeder von euch da draußen eine andere Vorstellung haben, wie der Apfel ist. Zum Beispiel, der ist rot und knackig und die anderen sagen eher so ein bisschen grün. Und das Problem ist aber, dass wahnsinnig viele Personen dann diese Dinger zurückschicken oder nicht glücklich sind mit der Qualität. Was sehr subjektiv ist. Und das ist schon eine Banane. Das Lustige ist, wie kauft man da Bananen? Ich habe gestern einen Haufen grüne Bananen gekauft, weil ich weiß, die möchte ich in zwei, drei Tagen haben. Während wenn ich Bananenbrot mache, kaufe ich die möglichst dunklen, die ich aber nie kaufen würde, wenn ich viele. Das macht es schon echt trickreich. Und ich glaube, da wird aber, da glaube ich, ist aber viel Potenzial. Und was ich mir immer wieder überlegt habe, ich habe es noch nicht gemacht, vielleicht ist es auch eine Geschäftsidee, ist einfach, es wäre lustig, all meine Einkaufsrechnungen in ChatGPT zu stellen und sagen schon mal, hier sind alle meine Rechnungen basierend darauf, erstelle mir die ultimative Einkaufsliste, die ich wann und wo kaufe. Und vor allen Dingen aber auch zu sehen, wenn ich dann noch Fotos abgleiche aus meinem Kühlschrank und aus meinem Vorratsraum, was ich zum Beispiel zu oft kaufe. Das müsste eigentlich total einfach sein. Ich kaufe einmal die Woche, keine Ahnung, Gurke, aber deswegen liegen drei Gurken im Kühlschrank herum, die dann, weißt du, was ich meine?
Markus:Aber dafür brauchst du nicht ChatGPT, oder? Doch.
Daniel:Kannst du Urlaub selbst einwarten. Das war so ein Beispiel, aber du weißt, was ich meine, oder? So wird quasi Prediktet und sage, jetzt hast du schon wieder Gurke gekauft, brauchst du doch gar nicht, hast ja noch welche. Und mir quasi darauf sagt, ich sollte idealerweise eine Gurke pro Woche kaufen, aber vier Packungen Milch und ein Joghurt und dann brauche ich auch nicht mehr. Ich hätte es gesagt.
Markus:Ich glaube, das ist ja passenderweise hat CGBT diese Woche einen Shopping-Assistent gelauncht. Also ich glaube, in ihrer Welt übernehmen die grundsätzlich deinen Einkauf dann. Wie gut das funktioniert, ist eine andere Frage.
Daniel:I don't know. I don't know. Wie fandest du die gefakten Bilder da von den ganzen Oberhornschuss? Hast du es gesehen vor ein paar Tagen? Nein, hab ich nicht gesehen. Dieses wunderbare Bild, wo Sam Altman und Mark Zuckerberg und da Zigarre rauchen, Autos fahren und saufen. Und ich hab nur gedacht, sehr nice. Wie viele Leute glauben, dass es halt wieder real ist? Und wahrscheinlich sage ich, ja, das ist die moderne Verschwörung.
Markus:Und das war wahrscheinlich das neue Google Nano Banana, oder? Korrekt. Was er vorgebracht hat.
Daniel:Korrekt. Hast du schon damit gespielt? Oder dürfen wir das noch nicht?
Markus:Also ich glaube anfanlich schon. Ich habe grundsätzlich mit dem neuen Google Gemini rumgespielt. Da hört man ja jetzt von einigen Größen, dass das jetzt der Riesenquantensprung ist. Also Mark Benioff zum Beispiel hat gemeint, er hat die letzten Jahre ChatGPT jeden Tag genutzt und hat nach zwei Stunden Gemini 3 sein Abo gekündigt und ist jetzt umgestiegen. Keine Ahnung, was der auch für vested interests hat. Aber ich muss sagen, ich fand jetzt den Quantensprung nicht so dramatisch. Ich habe nicht viel damit rumgespielt. Also ich habe mir jetzt, nachdem ich das gelesen habe, mir nochmal vorgenommen, ein bisschen intensiver zu testen. Aber man, also es wirkt jetzt schon so ein bisschen als, also es hat Andropic diese Woche ein neues Cloud, Opus 4.5, rausgebracht, was jetzt nochmal Gemini beim Coding Benchmark wieder schlägt. Also die haben gleich gecontert. OpenAI hat nicht gekontert. Und bisher war jemand wieder Zyklus, dass OpenAI hat den ersten Schritt gemacht und dann haben sie die anderen nachgezogen. Also es war schon ein bisschen jetzt ein, hat sich der Wind ein bisschen gedreht und OpenAI ist wirklich unter Druck. Sowohl intern als auch, also wie kann man diesen unfassbaren Kapitalisierungsniet, den sie haben, wie kann man den stemmen? Es wird jetzt wirklich auch über Börsengang spekuliert. Scheinbar auch schon Leute angerufen, ob sie bereit wären, 50.000 bis 100.000 Euro in einen Börsengang zu stecken. Der Sales oder dieser Shopping Assistant, das ist auch so ein Thema, wo man sagt, ja, vielleicht jetzt irgendwie zusätzliche Revenues rund um Black Friday. Warte, das geht mir zu schnell. Wer hat wen angerufen mit 50.000 bis 100.000 Investment? Wenn du einen IPO vorbereitest, dann rufst du meistens vermögende Kunden an und wer war das? Testet halt OpenAI.
Daniel:Ah doch, dann habe ich doch richtig gecheckt. Spannend.
Markus:Ja, also die dürften halt Testing the Waters machen, gerade mit einem IPO. Und tatsächlich habe das gelesen, dass jemand in Deutschland angerufen worden ist. Also das ist dann schon recht konkret, wenn die sogar in Richtung Deutschland blicken, glaube ich. Aber die Realität ist halt einfach, die haben Commitments gemacht für die Infrastrukturinvestments, die die da machen wollen. Da brauchen sie sehr, sehr, sehr viel Geld. Und das eine, was sie da machen, ist natürlich die ganzen Staaten angehen und schauen, ob die halt nicht investieren wollen für irgendwelche Staatsmodelle. Und das andere ist, ja, sie brauchen Public Money im Sinne von Aktienmärkten. Und das dürfte schon recht konkret sein. Und sie wissen halt, wenn jetzt, wenn, besonders wenn jetzt gerade halt das Momentum schwingt, dann müssen sie echt aufpassen, dass das, was ihnen ein IPO natürlich so versüßt, ist dieser unglaubliche Markt macht, sie halt immer noch mehr als sicher mehr als 50% der AI-Nutzung sind. Aber wenn sich das jetzt dreht, dann kann es sehr schnell sehr schwierig werden für sie, dass dieses Kartenhaus zu erhalten ist.
Daniel:Ich meine, das Thema, also ich habe im Übrigen gerade das wahrscheinlich eh gesehen, dass ich mich so rübergedreht und rumgetipstelt. Ich habe gerade nochmal Gemini ausprobiert, weil ich nutze Gemini zu selten, muss ich dazu sagen. Nur ganz kurz back to tracken. Ich bin einfach so bei default Chat-GPT, weil ich das einfach mag und das Ding mich auch ganz gut kennt. Ich sage eben immer auch, merkt ihr alles. Aber ich habe Gemini mal so zum Spaß gefragt, was ist das am häufigst gekaufte Lebensmittel in Österreich, das aber nicht konsumiert wird und letztendlich weggeschmissen wird? Hat mich mal interessiert, ob es auch so. Was glaubst denn du?
Markus:Ja, dann irgendwas Frisches wahrscheinlich.
Daniel:Das ist ja auch immer die Frage, wie das Ding argumentiert. Weißt du jemand, welche Daten es aufgreift für die Argumentation, deswegen wäre ich neugierig. Es war auf jeden Fall schon schneller als du. Das war interessant, weil Gemini hätte sehr schnell geantwortet. Ich frage mal parallel auch meine Freunde von ChatGPT.
Markus:Es müsste wahrscheinlich auch etwas sein, das relativ schnell so schlecht wird, dass man es dann wirklich nicht mehr essen will. Wo ich mir denke, bei vielem Gemüse kann man sie schon irgendwie noch verwerten, wenn man es kocht oder so. Also in dem Sinne vielleicht Wengemüse, sondern wahrscheinlich die Gurke, weil die Gurke ist das Einzige, was man nicht wirklich kochen kann. Aber vielleicht eher so irgendwas was Fleischiges oder so, weil es dann halt wirklich zum Schimmeln beginnt. Falsch.
Daniel:Gut argumentiert. Tatsächlich steht da, und ich finde das auch smart, wäre ich auch nicht so drauf gekommen, die Lebensmittelgruppe, die in Österreich am häufigsten in den privaten Haushalten weggeworfen wird und somit nicht konsumiert wird, ist Brot und Backwaren.
Markus:Ah, stimmt, ja.
Daniel:Total, total. Und dann sagen sie halt, obwohl Obst und Gemüse, hohen Anteil, jada, jada, jada. Pro Jahr landen fast 100.000 Tonnen Brot und Gebäck, was etwa 18 Kilogramm pro Person entspricht. Und das Interessante ist, hat sehr schnell und sehr klar argumentiert, ich habe ChatGPT auch dasselbe gefragt, und es hat 5, 6 Sekunden länger gebraucht, obwohl es eigentlich gar nicht mal so eine komplizierte Anfrage ist und hat nicht so eindeutig geantwortet, sondern sagt eher, ja, keine öffentliche Statistik, die das eindeutig sagt, was weggeschmissen wird in Anführungszeichen. Aber laut mehreren Studien und Berichten aus Österreich sind Brot und Backwein eine der Lebensmittelgruppen, die am häufigsten weggeworfen werden. Interessant ist aber aber von der Argumentationslinie Gemini viel schneller, viel klarer und keine großartigen Alternativen. Sagt dann aber auch, ChatGPT argumentiert dann aber auch. Und das Lustige ist, und das habe ich gerade so gelernt, ich habe ja zum dritten Mal wieder meine Lehrveranstaltung als Bootcamp for Entrepreneurs mit AI abgehalten, vor zwei Wochen auf der WU. Und das Arge war wieder zu sehen, wenn du dieselbe Frage in die verschiedensten Tools hineinstoppst, wie unfassbar unterschiedlich die Antworten sind. Und so einfache Sachen wie Tam Sam Som zum Beispiel, die wir alle so kennen, Marktgrößen fragen. Wenn dir dann das eine Tool sagt, ja, dein Markt ist, ich mach mal zum Spaß, 50 Euro und das andere Tool sagt, dein Markt ist 5 Milliarden Euro, dann merkst du halt auch schon, wie unterschiedlich diese Tools funktionieren und argumentieren. Sehr, sehr wild. Sehr, sehr wild. Und ja, das ist vielleicht für mich so bottomline, so richtig gebacken hat es noch keiner, muss man einfach so sagen und jeder macht's. Und was du eben so mit ChatGPT und dem Börsen, äh Open AI und dem Börsengang gerade gesagt hast, was ich halt so spannend finde, ist, alle gehen ja davon aus noch immer, dass es halt so energy heavy ist und dass Energie das große Thema ist. Man muss halt nur überlegen, was es bedeuten würde, wenn da der große Durchbruch kommt. Wie dann diese Wette, die sie machen, plötzlich zerstört werden würde. Und jetzt bin ich zu sehr der Spinner mit der Tinfoil hat, aber wie groß das Interesse ist wahrscheinlich, dass das auch nicht so bald erfunden werden würde, weil ja sonst das Kartenhaus auch ein bisschen wackeln könnte.
Markus:Aber was meinst du, wenn was gelöst werden wird?
Daniel:Energie. Du brauchst ja unfassbare Energie, um zu.
Markus:Energieinfrastruktur, dass diese ganzen Investments dann eigentlich unnötig wären.
Daniel:Ja. Weil ich meine, stell dir vor, du hast dann plötzlich einen Durchbruch und du hast unfassbar günstige Energie und unfassbar simple, triviale, schnelle Rechenoperationen auf gut Deutsch Quantum Computing und irgendwo eine wunderbare Art um Energie zu erzeugen. Das würde schon nachhaltig die Geschäftsmodelle und dieses Investment hinterfragen, diese ganzen Gigadinger, die sie bauen oder die Idee Reaktoren zu bauen.
Markus:Naja, wobei, also es ist natürlich, diese ganzen Investments sind dann wertlos, gleichzeitig ist ihre Marge dann plötzlich unermesslich. Weil dann ist aktuell das große Problem von den AI-Playern, dass sie halt anders als die ganzen anderen Softwareplayer, kostet sie jede Anfrage tatsächlich ordentlich Geld. Und das würde damit wegfallen. Das heißt, ja, du hast dann diese Investments in seinem Kosten, auf der anderen Seite ist deine Profitabilität viel höher und das sind ja trotzdem die Player, die einfach die besten Modelle aktuell haben. Also du hast recht, das ist dann nicht mehr dieses. Ja. Aber ich glaube, die würden wahrscheinlich das sogar nehmen.
Daniel:Aber meinst du nicht, dass ihre Investments per se in Energiegewinnung dann total für die Cuts wären und sie sich da auch total verlaufen würden?
Markus:Nein, wäre natürlich. Ich glaube nur trotzdem, das sind ja dann alles Sunkosts.
Daniel:Aber glaubst du es dann, die Profitabilität dieses Investments, das dann abzuschreiben, wäre schnell genug gedeckt? Da erinnert es mal so um.
Markus:Also schnell genug, das wird sicher nicht sofort gedeckt sein, aber ich glaube, da hast du genug Leverage in die Zukunft, dass du sagst, da kriegst du Geld am Kapitalmarkt, dass du das decken kannst. Weil was ist deine Competition? Niemand anderer ist bei den Modellen soweit. Also da ich glaube, dass die großen AI-Player, wenn du denen jetzt quasi an den Knopf gibst und sagst, es gibt Free Energy oder es gibt Free Compute, dass die dann drücken würden. Weil sie genug Vorsprung im Modell haben, dass sie selbst ihre abgeschriebenen Investments da decken könnten.
Daniel:Wäre aber auch ein Window of Opportunity für andere, die dann wahrscheinlich mit viel schlankeren Modellen möglicherweise da disruptieren.
Markus:Die Frage jetzt, brauchst du dann überhaupt schlankere Modelle? Wenn es Free Energy gibt, dann kannst du eigentlich das fette Riesenmodell nehmen, wo die Effizienz nichts mehr wert ist.
Daniel:Ja. Ich meine, ich habe nebenbei auch nochmal ChatGPT befragt. Ich war neugierig. Und argumentiert ähnlich wie du. Das heißt, hier warst du schneller als mit dem Brot. Man sieht klar, wo deine Kompetenz ist. Weniger essen, aber so, ist ja falsch.
Markus:Aber wäre das Brot eigentlich sehr einfach gewesen, weil auch bei uns wird. Ah, aber da denkst du zu wenig drüber nach. Hier denkst du, da sind mehr drüber nach.
Daniel:Aber es sagt eben, Trainingskosten kollabieren, also Margen steigen, Wachstum wird noch schneller, exponentiell. Limits verschwinden, bab bab bla bla bla. Man könnte ständig retrainieren, sehr interessant. Aber eben auch neue Player betreten den Markt, weil die Eintrittsbarrieren sinken würden, dass es hunderte neue KI-Startups gäbe. Das ist natürlich schon spannend. Und da entstehen natürlich so Dead Spots, Blind Spots, die man vorher nicht gesehen hat. Und das wäre dann natürlich wieder die Möglichkeit, aufzulösen. Ja, ja. Neugierig. Ich bin sehr neugierig, ob und wann das passiert. Willst du ein paar Aktien kaufen?
Markus:Open AI, jetzt. Boah, ich weiß nicht, ob ich mich kaufen, also ein bisschen was würde ich wahrscheinlich schon kaufen. Aber so richtiges Fette Investments weiß ich nicht, ob ich mich trauen würde, nämlich jetzt spezifisch mit diesem Switch, wer ist der Leading Player? Wer gibt quasi die, wer ist Innovationsführer? Und wie wirkt sich das auf die Userzahlen aus? Weil das ist die Frage der nächsten Wochen. Wie sticky sind die AI-Modelle? Das ist genau das, was du gesagt hast. Dieses AI-M, ChatGPT kennt dich besser, das ist irgendwie dein Modell, mit dem du eine enge Beziehung pflegst. Was braucht es damit, wie viel besser muss Gemini sein, damit du dahin über wechselt? Was gibt es da auch für Argumente, die dafür und dagegen sprechen?
Daniel:Weißt du, was das Witzigste ist? Ich glaube, man ist halt so ein Gewohnheitstier. Es ist so lustig. So wie ich einfach Safari nutze, weil ich Safari nutze. Und Chrome halt einfach selten nutzt. Genau wie du sagst, du hast deine Chrome-Extensions, die sind da und die sind heilig und da fährt die Eisenbahn drüber. Genau, und da bist du halt einfach drin. So ein bisschen wie das Wahlverhalten der Österreicher, oder? Na, die hat schon der Papa gewählt und die Mama.
Markus:Aber ihr Gewohnheit. Es gibt ja schon eine rebellische Phase mit den meisten Leuten, gell? Also wenn sie studieren oder jung sind, dann sind sie vielleicht anders und am Ende kommen sie dann zurück.
Daniel:Ja, ja, das stimmt schon. Ja, aber anyway, ich meine, es ist halt interessant und ich glaube aber das Lustige ist für mich immer, bottomline ist immer, das merke ich auch bei meinem Pitch-Trainings, egal wo ich bin, dass ich Leuten immer vermitteln muss. Und das darf man nie vergessen. Menschen entscheiden sich sehr selten für das beste Produkt. Es ist einfach so, man entscheidet sich für die beste Story, die höchste Convenience oder andere Faktoren, aber äußerst selten, bis auf ein paar wirklich hochgradig involvierte Personen, sehr, sehr selten für das beste Produkt. Und das ist eben das Lustige.
Markus:Ja, das ist eh auch schon die These, die ich letzte Woche so ein bisschen aufgestellt habe. Ich glaube, besonders im Consumer-Bereich stimmt das. Und besonders im Consumer-Bereich, glaube ich, macht der ChatGPT auch wahrscheinlich deshalb so schnell niemand was vor. Ich glaube, im Professional-Bereich war ja schon bis jetzt Cloud im Coding-Bereich klar der Führende, also im B2B-Segment. Und ich glaube, auch da macht natürlich Google Sinn, weil viele Leute halt auch mit der Google Cloud arbeiten. Also in Richtung Google Drive und Co. Und da hast du natürlich auch eine Superschnittstelle. Ja, OpenAI hat das eher mit Microsoft, aber diese Beziehung griselt ja auch gerade ein bisschen und wie gut jetzt, sag ich mal, der Copilot gerade vom Modell aus gestattet, ist auch nicht klar. Also da bin ich gespannt, ob nicht das der Engel ist, wo Google dann in, sag ich einmal, im Tandem mit Tropic da halt jetzt einfach ChatGPT eher den Markt wegfrisst. Apropos wegfressen.
Daniel:Hast du das von Swing Kitchen gehört?
Markus:Ja, habe ich. Bin ich gespannt, was du dazu sagst. Ich bin ja eher ein Fleischmensch, insofern war das jetzt sowieso nicht mein Lieblingsrestaurant, aber du als jemand, der sehr wenig Fleisch isst, was ich weiß. Richtig. Besonders wenn er woanders isst.
Daniel:Stimmt ja, stimmt ja. Pizza Margherita ist da mal mein Zugang. Ich meine, ich muss ja sagen, ich bin nach wie vor Carnivore. Ich esse auch gerne Fleisch, aber wie du richtig sagst, sehr selten. Aber so ein richtig gutes Filet-Steak, da, also es geht. Und ich mache auch richtig gute Filet steht. Ich kann nicht sehr gut kochen, aber ich mache echt gute Filet-Steaks. Wirklich, oh, da habe ich jetzt schon wieder Bock drauf. Das kann ich auch in rauen Mengen essen, muss ich einfach so sagen. Aber eben, ich fand Swing Kitchen, also zur Erklärung, das ist ein veganer, veganer Burger-Shop, hätte ich jetzt mal so erklärt, die im Sommer schon ein bisschen Probleme hatten. Und ich fand die auch immer relativ lecker, muss ich dazu sagen. Also die Burger waren gar nicht schlecht, waren tatsächlich recht gut. Was richtig, richtig gut war, waren die Chicken Nuggets, muss man so sagen. Also die vom Geschmack eins zu eins gleich geschmeckt haben. Und ich muss sagen, so es lustige ist, wie erkläre ich das, ich esse sehr gerne auch klassische Burger. Weil ich weiß, in guten Hotels, in guten Burger-Shops ist auch hochwertiges Fleisch drin. Aber ich habe seit, ich müsste Lügen, zehn Jahren keine Chicken, Nuggets oder Fischtäbchen oder so etwas gegessen oder länger, weil ich einfach weiß, was da drin ist. Ist das Letzte und Schlimmste und auch von Tieren, denen es auch wirklich definitiv nicht so richtig gut ging. Ich meine, mir ist klar natürlich auch, mein Steak war nicht glücklich in den letzten Minuten, aber wenn es natürlich ein sehr, sehr, sehr hochwertiges Fleisch ist, dann ist es unter bestimmten, ich sag mal, Auflagen aufgezogen worden. Aber ich fand Chicken Nuggets immer sehr lecker. Haben die aber ewig nicht gegessen und dort waren die einfach wahnsinnig gut. Wahnsinnig gut. Und ja, im Sommer sah das schon alles recht schlecht aus. Dann hat man gedacht, die werden saniert und jetzt ist es scheinbar. Und das habe ich erst gerade eben durch dich tatsächlich erfahren, durch unser Tool, das wir nutzen, dass die scheinbar jetzt final in Insolvenz gegangen sind. Ich meine, mich trifft jedes Unternehmen, das insolvent wird. Das finde ich immer schade. Tatsächlich war ich seit Monaten nicht mehr da. Und ich glaube, das ist so ein bisschen das Problem, weil es einfach auch immer teurer geworden ist. Und ich so für mich auch irgendwann entschieden habe, okay, so ein bisschen Fleisch ist auch mal okay. Und ja, irgendwann ist es immer blöd, auf jemanden zu treten, der dem es nicht gut geht. Ich habe halt auch immer gemerkt, wenn ich diese Sachen gegessen habe, dass es ein anderes Satt ist, als so, da waren halt schon eine ganze Menge subjektiv empfunden Dinge drin, die mich dann doch recht durstig haben werden lassen und am nächsten Tag auch immer so. Kennst du es, wenn du am nächsten Tag aufwachst und du hast einfach richtig geil gegessen und fühlst dich so, als dass du Bäume ausreißen kannst? Und dann gibt es Tage, da hast du halt ausbaufähig gegessen und spürst das auch?
Markus:Tatsächlich sehr wenig. Ich habe grundsätzlich, ich glaube, diese Verbindung von meinem Verdauungssystem zu meinem Gehirn ist irgendwie eingeschränkt. Ich fühle da auch wenig Hunger und ich bin da generell wenig physiologische Bedürfnisse rund um das Thema Essen. Wirklich, das muss ja Spaß machen, mit dir zu kochen. Das heißt nicht, dass ich gern gute Sachen esse.
Daniel:Ich bin halt eher ein Genießer als ein Hungeresser. Achso, es klang so eher so, was gibt es zu essen? Weiß ich nicht, ist mir auch völlig egal, schmeckt alles gleich und morgen kommt es sowieso wieder raus.
Markus:Nein, aber es ist so, dass ich einfach manchmal aufs Essen vergesse und auch wenn ich jetzt zum Beispiel viel zum Mittag esse und was Schweres zum Mittag essen, ist mir das Wurscht. Also kann ich danach genauso gut arbeiten, wie wenn ich was Leichtes esse oder auch. Also ich habe einfach wenig Reaktion physiologisch auf Essen.
Daniel:Okay, verstehe ich. Was ist denn dein Go-To-Essen, wenn du unterwegs bist? Unterwegs. Wenn du auf Reisen bist oder einfach so an normalen Tagen, wo du wenig Zeit hast, gibt es da was? Oder gibt es Sachen, die du auf jeden Fall nicht essen bist? Morgen gibt es nichts Spezielles. Gibt es Sachen, die du bewusst ablehnst? Ich gebe dir ein Beispiel. Zum Beispiel morgen hast du eine fette Keynote, würdest du das Sushi bei der Tankstelle essen?
Markus:Nein, hohes gefunden. Besonders gern.
Daniel:Okay. Würdest du den Döner bei Oma Ecke am Gürtel kaufen? Um mit Döner?
Markus:Wahrscheinlich auch nicht. Kein Döner.
Daniel:Okay.
Markus:McDonald's. Ich weiß, was du meinst. Ich würde. Nein, wahrscheinlich würde ich nicht. McDonalds ist einmal probiert und ja, einmal haben wir schon probiert, aber holt mich weniger ab, als ein Flashburger einzuführen. Aber ja, das ist. Nachdem wir beide festgestellt haben, hat sich bei dir was geändert?
Daniel:Nein. Also ich habe das ewig nicht gegessen. Ich hätte es jetzt auch nicht so bald gemacht. Ich meine, jetzt haben wir beide festgestellt, dass wir vielleicht kulinarisch nicht unbedingt einen Podcast starten müssten, weil wir da beide, glaube ich, eher so im Mittelfeld der Expertise mitschwimmen. Lass uns doch mal über die Insolvenz per se reden. Lass uns mal auf Fakten konzentrieren. Kennst du noch Fokus früher? Fakten, Fakten, Fakten. Helmut Markwort? Die Werbung? Fakten, Fakten, Fakten. Lass uns dabei bleiben. Fakten, Fakten, Fakten. Leg los, was willst du noch?
Markus:Ja, ich meine, die Mixer, die angedacht war, ist gescheitert. Das bedeutet, die machen jetzt wirklich zu. Es gibt, glaube ich, zwei Franchisenehmer in zwei auch davon in Wien, am Schwedenplatz und an der Josef-Städterstraße, die jetzt mal vorerst offen bleiben, wo man mal schauen muss, wie es da weitergeht. Aber die tatsächlich direkten Filialen von Swing Kitchen werden geschlossen. Das war ja schon wirklich eine Kette. Für mich ist nicht ersichtlich, ob das jetzt eben, ob die halt zu schnell gewachsen sind, ob halt einfach. Manchmal gibt es halt schon dieses Valley of Death, wo es sehr schwierig ist, sag ich mal, den Koordinationsaufwand, der mit vielen Filialen einhergeht. Du hast dann einfach nicht mehr so viel Fokus auf die einzelnen Filialen, kannst nicht so gut sicherstellen, dass dort die Präsenz der persönliche Touch und so weiter, das ist nicht einfach ein Ding groß aufzuziehen. Und die Skaleneffekte sind bei zehn Filialen oder wie viele waren es, sieben, sind jetzt auch noch nicht so groß. Das heißt, es ist jetzt schon, es kann einfach sein, dass diese Skalierung gescheitert ist. Oder es kann halt schon auch sein, dass einfach weniger Leute auf vegane Burger abfahren. Da tue ich mir schwer, es einzuschätzen. Kenne ich jetzt auch nicht die Daten, wie grundsätzlich aktuell der Anteil der Fleischesser ist und wie sich das auch im letzten Jahr sich das grundsätzlich mit diesem Anti-Hype von ökologischen Startups auch, also das ist ja auch, die tun sich unglaublich schwierig, aktuell Finanzierung aufzustellen, ohne dass sich in den Rahmenbedingungen viel geändert hat. Das ist halt einfach jetzt, weil durch Trump und so weiter so ein bisschen eine Gegenbewegung da ist, die sicher nicht rational begründet ist, sondern halt einfach Sentiment ist. Und trotzdem führt das dazu, dass sich Green Tech-Startups schwer tun. Vielleicht ist das auch ein bisschen in den Konsumentenmarkt vorgedrungen. I can tell, es ist aber natürlich schade, weil ganzheitlich sind solche Modelle schon bereichhand und ich finde auch grundsätzlich das Ansehen zu wachsen und das ist ja auch etwas Gutes, insofern schade, dass es da nicht geklappt hat.
Daniel:Ja, absolut. Absolut. Ich fand das Konzept grundsätzlich gut und smart und ja, alles so ein bisschen das Kind seiner Zeit, aber wie du es gerade angedeutet hast. Schau mal, wie sich das die nächsten Tage und Wochen noch weiter verhält. Ein paar Filialen, wie du gesagt hast, bleiben offen. Let's see. Wo magst du denn noch drüber sprechen? Worauf hättest du was? Das würde ich glücklich machen.
Markus:Ich habe eine ganz interessante Studie gesehen, wo Menschen befragt wurden, wie sie den Einfluss von künstlicher Intelligenz auf die Gesellschaft insgesamt sehen. Und da sehr interessant wurden in Alterskohorten eingeteilt, bis 30, bis 49 und über 50. Und interessanterweise die jüngsten, also die bis 30-Jährigen, sehen da deutlich, wirklich mit Abstand, den schlechtesten Einfluss von Gesellschaften. Also weiß ich nicht. Ich könnte mir vorstellen, also vielleicht auch um das in eine Größenordnung zu bringen, 71% der unter 30 Jahren sagen, dass künstliche Intelligenz auf die Gesellschaft einen sehr negativen oder eher negativen Einfluss hat. Also klarer Überhang von negativem Einfluss. Ich glaube, da kommen zwei Dinge da zusammen. Einerseits sind sicher die Jungen, die am ehesten das Potenzial oder sage ich jetzt mal auch die Stärke von künstlicher Intelligenz so richtig spüren, weil sie halt jetzt das auch in der Schule erlebt haben, wie ihnen das die Hausübungen macht und vielleicht auch dadurch ihren Lernerfolg schmälert. Und andererseits, glaube ich, viel Angst vor dem Jobmarkt. Ich glaube, das hat sich jetzt schon sehr rumgesprochen, dass auch diese Junior Jobs besonders wegfallen durch AI. Und auf der Ebene ist dieses Thema, glaube ich, gerade sehr präsent.
Daniel:Ich habe da eine wahnsinnig interessante Gegenthese gelesen, die mich nicht ganz loslässt. Und zwar argumentiert das, dass diese Generation aufgewachsen mit Apps. Das heißt, du hast ein fertiges Produkt, wo du drauf tapst. Ich will das. Nein, ich will das. Ich will das. Während quasi meine Generation, ich weiß nicht, wie es bei dir genau musst du gleich sagen, meine Generation ist mit C. Doppelpunkt Backslash aufgewachsen. Mit DOS. Und da sitzt du dann davor und musst halt drauf loslegen. Du wirst wahrscheinlich schon die Windows-Generation, die ich klicke drauf losgeht. Definitiv die Windows-Generation, ja. Okay, nein, ich bin noch DOS-Generation. Und du hast aber auch noch wahrscheinlich einiges an Computerwissen mitbringen müssen, bevor die Anwendung losging. Genau wie ich. So und diese grundlegenden, die Intelligenz, die Logik des Systems verstehend und wissen, dass das Ding mal nicht funktioniert und man bastelt rum, bis es funktioniert. Blue Screen of Death, bla bla bla, Software-Updates, Treiber, Jada, Yada, Jada. Und diese Generation ist so, da ist es, tap, ich will das, nein, ich will das. Und dann gibt es oft diesen Trugschluss, dass die sich technisch halt wahnsinnig gut auskennen. Und ich habe da irgendwo gelesen, nein, nein, nein, die sind App-Natives, aber nicht Te-Natives. Und wenn du dir AI anschaust, dann sitzt du genauso wieder vor diesem blanken Interface, das sagt, was willst denn du von mir? Und da musst du wieder drauf lostapsen, also drauf losschreiben und dass sie das tatsächlich so ein bisschen überfordert. Die sind quasi so die, jetzt trigger ich bestimmt den einen oder anderen, aber was ich ja auch immer sehr gerne mache, das heißt, wir sind quasi die, die am Naschmarkt aufgewachsen sind und uns die Rezepte, also die Zutaten gekauft haben und ein Rezept überlegt haben. Ja, und die, die sind quasi, die bei McDonalds da auf dem Screen drücken und sagen, ich will den Cheeseburger und ich will den Milchshake und eine Juniortüte nehme ich noch on top. Naja, und das heißt natürlich, wenn sie jetzt plötzlich vor Gemüse stehen, sagen sie, was ist das? Dann tapsten sie drauf und es wäscht sich nicht von alleine und geschnitten ist es auch nicht. Das ist das Problem.
Markus:Also grundsätzlich, ich gebe dir recht, ich glaube, dass die jüngste Generation weniger Tech-Native ist, als unsere Generation ist. Gleichzeitig, wenn es um AI-Native geht, dann bin ich mir nicht sicher. Also wenn ich jetzt meine jüngsten Geschwister, die 16 und 19 sind, 16 und 19. Und gleich, also wenn meine Eltern Computersupport brauchen, dann kommen die zu mir. Aber wenn es um AI geht, dann sind die schon recht fit, weil sie halt in der Schule gelernt haben, AI einzusetzen. Also gelernt. Das ist halt einfach, irgendwann war klar, das kann ihnen die Hausübung machen und jegliche Fragen beantworten. Also da ist schon ein sehr stark, ich meine, es ist wahrscheinlich vielleicht die kritische Kompetenz, Dinge da zu hinterfragen, ist was anderes. Aber ich glaube, ich bin sehr überzeugt davon, dass AI sehr stark oder sehr viel Einfluss auf unsere Welt haben wird.
Daniel:Da haben sie ja auch recht, aber ich würde jetzt deinen Geschwistern unterstellen, dass sie wahrscheinlich sehr gut ausgebildet sind und aus einem Umfeld kommen, wo man auch gelegentlich ganz gerne nachdenkt, miteinander redet und Bildung auch natürlich ganz oben steht. Ich nehme mal an, die sind wahrscheinlich ähnlich aufgewachsen wie du und du bist ja nun auch nicht jetzt so der Allerblödeste. Weißt du, was ich meine? Und du bist wahrscheinlich auch aufgewachsen in einem Umfeld, wo du viel mit deinen Eltern, mit deinen Großeltern, mit deinem Umfeld gesprochen hast, gelesen hast, Museen besucht hast, gereist bist, wo Bildung ganz oben stand. Aber ich glaube, so für die, die vielleicht dann einfach nur so vor TikTok gesetzt wurden, ist das natürlich vielleicht schon eher eine Challenge. Heißt ja auch nicht alle in der Statistik, aber.
Markus:Ja, ist sicher eine Challenge. Aber mein Gefühl ist trotzdem, dass ein negativer Blick auf den Einfluss von AI eher über dieses Job-Thema kommt.
Daniel:Also doch, das. Ich meine, wir müssen es natürlich ehrlich sein, ich meine, wenn man das mal umdreht, meine Argumentationslinie, dann sind sie wahrscheinlich, ähnlich wie du gesagt hast, vielleicht auch die, die am stärksten verstehen, was da gerade mit ihm passiert und sehen natürlich auch die Unsicherheit, die da passiert, weil wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, dann war es ganz klar, dass die Lehrer schon grundsätzlich wussten, wovon sie reden. Ich meine, ich challenge das immer und waren eher so eher auf der bequemeren Seite, aber grundsätzlich, ja, sie wussten, was sie tun. Jetzt sind es natürlich die, die da hinten nachhängen, mit den Tools nicht nachkommen und auch die Jobperspektiven sind nicht gegeben, ändern sich und verändern sich. Und das heißt, die Unsicherheit wird wahrscheinlich am stärksten dort auch wahrgenommen und gespürt.
Markus:Ja, nein, nein, das ist sicher der Fall. 100% und ja, es ist wahrscheinlich auch nicht von der Hand zu weisen, dass da schon schwierige Zeiten auf die nächste Generation zukommen.
Daniel:Für die, die sie nicht nutzen. Aber that being said, du musst weiter. Ich höre meine jetzige Generation auch munter.
Markus:Ich habe noch einen Rockstar der Woche. Ja. Und zwar wurde eine sehr spannende Finanzierungsrunde eingeteasert. Und zwar Emerald Horizon aus Graz. Die Razen gerade mit einer Bewertung von 790 Millionen Euro ist ein Energietechnik-Startup, ist auf die Entwicklung von Small Modular Reactors, also Nuklearenergie, im Mini-Format spezialisiert. Und ja, die haben jetzt schon zu dieser Bewertung ein bisschen Geld eingesammelt, sind aber jetzt gerade im großen Fundraising International, wo quasi, sage ich einmal, die Runde gefüllt werden soll. Aber das ist natürlich schon eine ziemliche Hausnummer und glaube ich definitiv einen Shoutout wert. Congrats an dieser Stelle an das Team. Und wir hoffen, dass wir dann bald auch über die fertig gekloste Runde sprechen können. Ich glaube, solche News braucht es mehr.
Daniel:Sehr spannend. Small Modular Reactors. Sehr aufregend. Ist das ein Spin-off?
Markus:Das weiß ich jetzt gar nicht. Wird wahrscheinlich schon irgendwie einen universitären Background haben, ob es ein echtes Spin-off ist oder nur irgendwie eine Beziehung gibt, die da genutzt würde, weiß ich jetzt nicht.
Daniel:Steht im Artikel, Emerald Horizon entwickelt Torium-basierte Mini-Atomkraftwerke, die in Containergroßen Modulen Strom als Energy as a Service zu sehr günstigen Preisen. Saugeil. Und du so? Ich hab ein Porsche. Und du? Ich hab ein Mini-Atomkraftwerk. FUC, das ist auch ein Flex, oder? Ja. Schon ganz gut. Das ist geil. Mini-Atomkraftwerk. Sicherlich irgendwelche Schurkenstaaten, die das bestellen. Just for a friend. Nein, Spaß in mir, klar, das kann man nicht. Völlig was anderes, völlig unqualifizierte Aussage. Mein Hirn wird ja nie älter als zwölf. Aber sehr stark. Sehr, sehr stark. Gute Schlussworte. Oder? Finde ich auch. In dem Sinne, nächste Woche ist es zwölf und eine Woche alt. Wieder eine große Freude, mit dir zu plaudern. Take care, stay safe. Bis zum nächsten Mal und Bye.