Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#478 - EU vs Big Tech, Netflix kauft WB, OpenAI Code Red
⚖️ EU vs US Big Tech
🎬 Netflix kauft Warner Bros
🤖 VC Investments per AI
🚨 OpenAI Code Red
🥽 Meta streicht Metaverse?
🧯 Wexelerate Brandanschlag
📊 rankmystartup
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, willkommen bei Future Weekly. Heute mit mir Markus und der große Ding.
SPEAKER_02:Hanna.
Markus:Hallo Hanna, hallo ihr da draußen. Wir haben auch diese Woche wieder sehr spannende Themen im Gepäck. Wir reden über den großen Kampf zwischen US Big Tech und der EU-Kommission. Wir reden über Netflix, das sich Warner Bros kaufen will, über eine KI, die jetzt VC-Investor wird, über OpenAI, die den Code Redd ausgerufen haben, über Meta, die das Metaverse streichen, Fragezeichen. Über Week Selared und einen Brandanschlag dort und über ein neues Ranking in der Startup-Szene namens Rank MyStartup. Future Weekly, here we go. Ja, wir starten mit den News und da war diese Woche LinkedIn voll mit hin und her zwischen Amerika, Europa, zwischen Elan und der EU-Kommission, zwischen Messages, dass die Amerikaner jetzt rechtspopulistische Parteien dabei unterstützen wollen, die EU zu sprengen, weil es eine neue Sicherheitsdoktrin gibt. Also viel Staub, der da aufgewirbelt wurde. Und das alles während der Verhandlungen zwischen Ukraine, Russland, Amerika, Europa. Also das geopolitisch bewegt sich gerade sehr, sehr viel. Und da spielt Technologie durchaus eine gewichtige Rolle, weil das irgendwie auch ein bisschen etwas so wie die Zölle der Amerikaner, viele Industrien, die in Europa zu Hause sind, quasi weniger attraktiv machen, nach Amerika zu exportieren, gibt es von europäischer Seite schon länger die Tendenz, dass man amerikanische Big Tech-Konzerne straft mit Regularien, die man natürlich auch einhalten könnte, muss man schon sagen, aber die halt schon sehr viel Pain auch verursachen, die teilweise in Richtung, wie es halt auch der Wettbewerb gestaltet sind. Das heißt, alle, ja ich denke, fast alle amerikanischen Tech-Konzerne haben jetzt schon mal Strafe gezahlt bei der EU-Kommission. Ich würde auch mich trauen zu sagen, das ist ein bisschen ein Ersatz für eine Digitalsteuer, die ja mal im Gespräch war. Stattdessen gibt man jetzt halt Strafen. Und in der letzten Woche ganz konkret hat jetzt zum Beispiel der Elon Musk sich sehr darüber aufgeregt, dass X eine 120 Millionen Euro Strafe bekommen hat und da vielleicht auch noch mehr kommen sollte. Und das hat ihn zu einem großen Wutanfall über die EU angeregt und das hat ein bisschen auch den Stein jetzt in Rollen gebracht. Wie siehst denn du das?
SPEAKER_02:Ja, ich finde es spannend, wie strategisch das eigentlich durchaus wirkt von den USA aus, weil es wurde ja durch die Heritage Foundation quasi dem Think Tank hinter Trump und hinter Trumps Kandidatur für diese Periode dieses Project 2025 veröffentlicht. Und das ist im Endeffekt ein Plan, wie sie Amerika und im Endeffekt die gesamte Welt auch umbauen wollen. Nach dem Gedanken der Republikaner unter Trump. Und da ist ein Element, auch Europa, und da steht ganz klar drin, das Ziel ist es, starke nationale Staaten, aber ein schwaches Europa. Europa zu zerschlagen, indem man die Rechtsextremen, die nationalistischen Leader quasi in Europa stärkt. Und was ich spannend finde, ist, dass jetzt jeder anders, jedes Mal wenn die EU etwas gegen einen amerikanischen Konzert oder Konzern oder gegen die USA im General macht, wird quasi wieder darauf hingewiesen, na, die EU, die ist ja das Schlimmste quasi, was einem überhaupt passieren kann, weil die ist ja gegen Meinungsfreiheit und quasi eine Doktrin, die den Nationalstaaten überhaupt keine Souveränität lässt, etc. Und damit quasi spiegeln sie ja auch sehr stark das wider, was eben die lokalen rechtsextremen Parteien sagen. Und jetzt finde ich eben besonders spannend immer wieder dieses Argument der Meinungsfreiheit. Bei Exis ist das ja einfach nur einfach nur lächerlich, wenn Trump die ganze Zeit sagt, die EU lässt keine Meinungsfreiheit und dann blockt er die Accounts von EU-KommissarInnen, weil sie etwas sagen, was ihnen stört. Also irgendwie so ein bisschen unterschiedliche Verständnis von Meinungsfreiheit finde ich da sehr spannend.
Markus:Nein, das Argument der Meinungsfreiheit finde ich ziemlich hohl. Ich finde auch, ganz ehrlich, ideologisch hat das keinen Unterbauer da. Also jetzt sag ich mal, das kannst du rational nur schwer verkaufen. Es ist halt ganz simples amerikanisches Interesse, wenn man America First fährt und man möglichst viel aus der Partnerschaft mit Europa rausholen will, eine möglichst starke Verhandlungsposition haben, dann ist es einfacher, wenn man Europa zersplittert, viele unterschiedliche Verhandlungspartner hat, die man gegeneinander ausspielen kann, wo man halt einen viel größeren Überhang auch an Macht hat, als wenn es da einen großen Block gibt. Das ist halt, so wie Amerika gerade denkt, ist es auch nachvollziehbar, dass das ihr Ziel ist. Die Argumentation dahinter ist schwach. Also die Meinungsfreiheit, ja, es gibt gewisse Grenzen an Meinungsfreiheit in Europa, aber das hat seine Gründe, das hat auch historische Gründe. Warum man jetzt Wiederbetätigung zum Beispiel in Österreich nicht okay ist, das haben wir ja gesehen, warum das Sinn macht, warum es gewisse Bruchlinien gibt, wo man sich darauf geeinigt hat, das sind Dinge, die man nicht sagen kann. Das kann man jetzt, wenn man das ganz ideologisch sieht, kann man sagen, ja, da ist die Meinungsfreiheit eingeschränkt. Aber das macht, glaube ich, Sinn. Und wie du richtig gesagt hast, auf der anderen Seite in Amerika gibt es ja genauso gewisse Einschränkungen der Meinungsfreiheit, vielleicht nicht auf der gesetzlichen Ebene, aber dann halt auf der Company-Ebene. Und dazu muss man auch sagen, dass auch die Amerikaner lustigerweise ja gerade das, besonders der Trump, das genau das Gegenteil predigt von dem, was er in Europa predigt. Nämlich da sagt er, ja, viel Souveränität auf der lokalen Ebene und es braucht nicht die große Übermacht. Aber natürlich in Amerika macht er genau das Gegenteil, weil da geht es gerade um die AI-Regulierung, wo er gerade sagt, ja, es kann nicht sein, dass wir 50 unterschiedliche Regulierungen haben für AI und es wird jetzt einen Presidential Act geben, dass es nur eine gibt. Und also das Ganze hat sehr wenig faktische Basis, aber strategisch gesehen muss man halt sagen.
SPEAKER_02:Der übernimmt ja sogar mit Militärgewalt die Lenkung einzelner Staaten. Einfach, indem man sagt, ja, nein, da müssen wir jetzt quasi mit unserem Militär eingreifen, weil da ist so viel Kriminalität in Kalifornien oder Chicago.
Markus:Wenn man jetzt halt sein Playbook und seinen Machtanspruch sieht, dann macht das alles für sie aus einer spieltheoretischen Perspektive Sinn. Weil natürlich ist in einem Dornen im Auge, dass Europa da diese ganzen Strafen auf die amerikanischen Konzerne legt. Das ist Teil einer Verhandlungsstrategie, dass er darauf halt jetzt Druck aufbaut und dass es ihm das nicht recht ist. Und das muss man auch sagen, das ist etwas, woran darüber sprechen kann, ist, dass man für freie Märkte ist und wie gewisse Regularien da halt auch spezifisch so gebaut wurden, dass sie in erster Linie halt als Digitalsteuer agieren, da kann man durchaus darüber diskutieren. Und da kann man auch, ich finde, da muss man auch unterscheiden zwischen manchen Regularien, die sinnvoll sind, also einer Wettbewerbsperspektive, wo es einfach klug ist zu sagen, es muss, Plattformen müssen offen sein, sie müssen auch Startups erlauben, dass sie damit in einen Wettbewerb treten können. Es kann nicht ein Closed System sein. Und teilweise sind es halt ja relativ banale Instrumente, um halt für Europa Revenue Streams zu, oder für die EU-Kommission in irgendeiner Form Revenue Streams aus dem Digitalbereich zu schaffen, die sie leider nicht haben. Und das bringt uns natürlich auch zum Kernproblem, dass Europa die Digitalwirtschaft fehlt. Also Europa hat weniger Steuereinnahmen aus eigenen Tech-Unternehmen, als sie aus diesen Strafen generieren. Und das sorgt halt auch für die falschen Incentives. Insofern, ich glaube, es wäre wichtig, dass Europa hier die Souveränität aufbaut, eigene digitale Steuereinnahmen zu generieren, einfach über die klassischen Instrumente, damit man in dem Bereich nicht abhängig ist von Strafen von Amerika, weil all das unterstreicht nur etwas, was wir jetzt hier in dem Podcast und auch gunst schon lange sagen. Wir können uns auf Amerika nicht mehr verlassen als strategischen Partner. Wir müssen auf eigenen Beinen stehen. Das sagen sie, wenn man sich die Sicherheitsdoktrinen etc. durchlässt. De facto hört sich das schon länger so an. Es gibt schon länger den Pushuk, Europa muss mehr eigene Verteidigungsausgaben haben. Bis jetzt haben wir das halt nicht ernst genommen. Und jetzt haben wir halt einen Typen im Weißen Haus, der relativ blant ist und die Dinge dann nochmal ein bisschen härter ausspricht, aber damit eigentlich schon ein bisschen die Linie weiterverfolgt, die sich in den letzten Jahrzehnten schon angedeutet hat. Wir müssen einfach da aufwachen und dürfen uns nicht auf den großen Bruder aus Amerika mehr verlassen.
SPEAKER_02:Also ich glaube, das ist einer der Stichpunkte Souveränität Europas, nicht nur in der Digitalwirtschaft, sondern eben auch, wenn es um Verteidigung geht. Und da gibt es eh schon einige PolitikerInnen, die das schon länger predigen, aber ich glaube auch jetzt, heute habe ich einen Politiker-Artikel gelesen, das jetzt ein Interview war von Trump, wo halt auch richtig gebasht hat, dass die unterschiedlichen Führungspersönlichkeiten und Politiker in Europa schwach sind und inkompetent sind und er wird jetzt quasi diejenigen unterstützen, die er als kompetent sieht. Also wieder mal ein Hint, dass das die rechten und eher radikaleren Politiker sind. Und da gab es auch eben ein bisschen einen Aufschrei zumindest und vielleicht wieder mal ein weiteres Erwachen, dass wir uns auf eigene Beine stellen müssen. Vielleicht noch kurz auf deinen Punkt, so dass die Tech-Giganten quasi deren Strafen höher sind als die Einnahmen aus Steuern von den europäischen Tech-Firmen. Was man da schon denken muss, das sind einmalige Einnahmen, die Strafen und die Steuern sind zumindest wiederkehrende Revenue Streams, aber ja, es können auch immer wieder Strafen auf die Frage.
Markus:Wiederkehrende Strafen sind das wahrscheinlich auch bis in einem gewissen Grad.
SPEAKER_02:Tech-Firmen gelegt werden. Aber es ist schon ein sehr bezeichnendes Bild. Und da ist die Frage: Wie schaffen wir es aufzuholen? Also brauchen wir eine gewisse Zerschlagung in Europa der großen Tech-Firmen, um überhaupt die Chance zu haben, hier genauso große Unternehmen auch auf europäischer Ebene aufzubauen? Brauchen wir Innovationen aus ganz neuen Bereichen oder eher die mit diesen Firmen arbeiten, um hier Anwendungsfelder zu schaffen, die dann quasi wachsen können? Und können dann die vielen Anwender genauso groß werden wie... Weil wenn du dir anschaust, die meisten dieser großen Tech-Firmen, die bauen ja auch irgendwie die Infrastruktur für unsere Digitalwirtschaft. Und die Frage ist, können Nutzer quasi dieser Infrastruktur je so groß werden wie die Infrastruktur Provider?
Markus:Also ich finde, da ist schon jetzt AI ein gutes Beispielfeld. Wo wenn wir es halt geschafft hätten, in Europa Technologie wirklich eine Chance zu geben als Sektor, wenn wir das fördern, wenn wir Unternehmertum fördern, wenn wir Innovation sinnvoll nur regulieren und nicht überbordend mit unglaublicher Bürokratie und Hürden, dann hätte halt OpenAI oder ein Tropic auch aus Europa kommen können. Wäre vollkommen realistisch. Ist es halt nicht, weil wir nicht das, wir schaffen nicht den Nährboden dafür. Natürlich, jetzt kann man sich anschauen, was aktuell gerade passiert mit dem Bett auf mit Google. Es hat natürlich bestehende Player haben in so einem Feld auch gewisse Vorteile, Infrastrukturvorteile besonders. Also es kann sein, dass in manchen Bereichen so viel Marktmacht gibt, dass neue Player in dem Bereich nicht hochkommen können. Und dort macht dann meines Erachtens auch eine wettbewerbstechnische Regulierung Sinn. Aber wie gesagt, also ich finde Open Air und Anthropic sind aktuell absolut wettbewerbsfähig und das sind eigentlich Player, die aus Europa hätten können, kommen können. Und wir müssen einfach schauen, dass wir jedes Mal bei einer neuer technologischer S-Kurve daherkommt, also ein neues Interface, eine neue, wirklich massive Technologie. Da muss Europa wirklich vorne mit dabei sein und nicht Leute verschrecken, weil wir hier bekannt sind in erster Linie für Regulierung. Und aktuell ist halt einfach auch das Meme da draußen, ist, dass Europa reguliert und andere machen die Innovation und das, so kann man nicht weiter. Und da rauszukommen, auch aus dem Mindset, besonders jetzt auf der bürokratischen Ebene, weil dort alle, das ist ja auch ein Mantra, das man vorgibt. Wenn man so ein bisschen die Weltpolizei für Tech-Regulierung ist, dann muss man erst einmal da rauskommen, dass man dann sich sieht als ein Ebler von Technologie. Also das ist sicher die große Herausforderung, aber es ist alternativlos. Weil auch was, was du angesprochen hast, da geht es um Verteidigung auch jetzt, da geht es um, wie schützen wir unser Wertesystem, wie sind wir wehrhaft. Und Wehrhaftigkeit kommt halt auch durch Technologie ganz stark. Es hat sich historisch immer bewiesen, dass halt technologische Durchbrüche halt auch dafür sorgen, dass man auf einer nationalstaatlichen bzw. auf einer geopolitischen Ebene mitreden, mitgestalten kann. Und wenn wir da hinten nach sind, dann wird das nicht passieren. Insofern.
SPEAKER_02:Fand ich auch sehr spannend. In Albach habe ich mit Signal, nicht Gründerin, aber deren Chief Operating Officer gesprochen. Und die hat gesagt, dass in Amerika schon, also als die Telekommunikation aufgekommen ist, dass da eine ganz, ganz hohe sicherheitspolitische Relevanz hatte und sie und Amerika alles darin gesetzt hat, die Telekommunikation zu kontrollieren, weil wer die Kommunikation kontrolliert, der kontrolliert im Endeffekt auch, wie Wissen weitergegeben wird, hat quasi hier die Oberhand. Und deswegen hat sie auch gesagt, dass Signal so ein sicherheitspolitischer wichtiger Player, weil es halt eine unabhängige und Non-Profit-Struktur ist, die ganz, ganz stark auf Datenschutz quasi und Anonymität setzt und deswegen auch von so vielen politischen Instanzen genutzt wird.
Markus:Ja, das fand ich stark. Ich habe sie gefragt, wie sie halt mit Government Intervention umgeht, weil ich mir das vorstellen könnte, dass da jetzt auch ein Trump oder halt seine Gefolgsleute da jetzt halt zu probieren, sich da schon einzumischen und auch diese Nicht-Knackbarkeit von Signal, also dass halt auch im eigenen Antiterror-Vollzug etc., dass man dazugriffen will. Und da hat sie gemeint, der für sie ist die stärkste Barriere für sowas ist es immer, dass halt die Politiker es selbst nutzen, weil sie dann ein eigenes Interesse haben, dass es auch wirklich nicht knackbar ist für die nächste politische Generation oder was auch immer. Also das fand ich gut. Am Ende kann man sich so schützen, indem man halt einen Vested Interest der Zielgruppe aufbaut. Und das ist ja wirklich so. Also auch in Österreich im politischen Bereich verwenden viele Leute Signal, weil nach diesen Chat-Affären, die es gab, sich jeder sonst dreimal auf die Lippe beißt, bevor er irgendetwas sagt. Und ja, ganz gute Strategie, finde ich.
SPEAKER_02:Ja, aber auch Signal, das finde ich, wäre ja ein Player, der eigentlich aus Europa kommen müsste oder auch mit den Werten, die dahinter stehen und so weiter. Also von dem her auch ihre Antwort war quasi darauf, ob es noch Platz gibt, auch für neue Messenger, Provider etc., hat sie gemeint, ja, und es ist wichtig, dass auch welche aus Europa kommen. Weil im Endeffekt muss Europa auch darauf schauen, hier souverän zu werden.
Markus:Gut. Dann gab es noch eine Story, die viele, viele Schlagzeilen gemacht hat, auch durchaus über unsere Bubble hinweg. Da geht es um Netflix, die tatsächlich jetzt angekündigt haben, dass sie Warner Bros kaufen wollen. Also das sehr bekannte Film-Fernsehkonglomerat, das schon sehr mächtig auch in den letzten Jahrzehnten war aus Amerika heraus. Und ist irgendwie auch ein Zeichen der Zeit, wie sich Machtverhältnisse geändert haben, wie stark es halt jetzt da auch in diesem Bereich um Distribution geht. Also wer hat den Zugang zum Endkonsumenten, wie sehr sich das auch verändert hat von Kino als große Plattform hin zu Streaming, von Fernsehen hin zu Streaming. Und ja, in Hollywood löst das eher Panik aus, weil das natürlich auch wiederum eine Frage der Marktmacht ist, die da bei Netflix entsteht. Weil bisher natürlich Netflix sich um die Film- bzw. Serienrechte dann halt halt auch wirklich bemühen musste, aber auch sehr viel Macht hatte, dann eine Serie halt zu einem Hype zu verhelfen, weil sie halt einfach sie kontrollieren, wer was zu sehen bekommt, wer was empfohlen bekommt. Und das ist, glaube ich, halt die zwei strategischen Interessen, die sie da haben. Einerseits, indem sie quasi eine von diesen Produktionsfirmen Studios In-house bekommen, haben sie natürlich mehr Markt gemacht, weil sie automatisch damit auch viele gute Formate automatisch bei sich haben und da jetzt nicht mehr in harte Verhandlungen gehen müssen. Andererseits haben sie dann halt auch mehr Leverage drin, weil das bedeutet, sie können auch diese Formate, die entwickelt werden, mit ihrer Distribution, mit ihren Distribution Channels mehr pushen. Also wenn sie es schaffen, einer Serie zum Hype zu verhelfen, dann haben sie damit auch mehr die Möglichkeit davon zu profitieren. Was das für die anderen Studios bedeutet.
SPEAKER_02:Und das hat sich ja immer und immer wieder auch gezeigt, dass Netflix das kann. Und nicht nur dann für die Serie einen Hype geboten. Also man denke nur an Queen's Gambit oder Formel 1, wo dann plötzlich bei Queen's Gambit alle angefangen haben, Schach zu spielen, mehr inklusive. Oder auch bei Formel 1 hat dann im Endeffekt noch mehr als Netflix die Firmen davon profitiert, die Formel 1 streamen, weil plötzlich die Leute angefangen haben, wieder Formel 1 zu schauen. Also Netflix hat da extrem viel Macht zu beeinflussen, wo auch Hypes hingehen. Auch Serien wie Suits zum Beispiel waren ja gar nicht, gab es schon bevor es Netflix quasi aufgenommen hat, aber es sind irgendwo herumgedümpelt und dann hat Netflix ihnen zum Hype verholfen. Von dem her finde ich grundsätzlich spannend, dass jetzt der nächste Schritt für Netflix ist diese Integration von Content. Sie machen ja schon grundsätzlich eigenen Content, der qualitativ zur Beweiten meiner Meinung nach nicht so gut ist oder nur sehr wenige ihrer Produktionen, die wirklich vergleichbar sind, jetzt auch mit den Top-Filmen von den Warner Brothers oder Serien. Aber trotzdem, was sie halt so gut können, ist verstehen, was man schauen möchte. Und im Endeffekt finde ich ja diese ganze Entwicklung der Hollywood-Branche spannend, durch Netflix auch zu beleuchten. Also wenn sich anschaut, okay, ganz am Anfang war recht viel Macht bei den Kinos, von denen gab es nicht so viele. Das war quasi der zentrale Punkt. Dann ist die Macht eigentlich mehr zu den Producern gegangen, die die Filme herstellen, weil die haben damit auch ein viel besseres Revenue-Modell gehabt, weil ein Kino jeder nicht besetzte Sitzplatz ist ja quasi ein vergangener Umsatz. Und Filme kann man immer und immer wieder streamen. Dann ist der Fernseher rausgekommen, damit sind noch weitere Revenue-Quellen quasi für die Filmproduzenten entstanden. But what sich mit den Streaming-Anbietern anders the internet has is that there's so an overflow of content that unbedingt the best content had, sort of the one that for them the best user experience makes us that in effect aggregate can the forgotten and the content that for them the spannendstone is. We won't even abgestimmte Inhalte haben, etc. Wir haben jetzt eh schon seit langem reden wir darüber, wie KI auch die Industrie revolutionieren wird. Und im Endeffekt glaube ich, dass auch Netflix in der besten Position ist, um KI gestützte Filme und Serien zu produzieren, die dann auf deinen persönlichen Geschmack ausgelegt sind. Also warum jetzt Warner Brothers und Legacy-Filme und Serien kaufen für sehr, sehr viel Geld schon einen extrem teuren Einkauf, den sie da machen, anstatt ihre Ressourcen auf die Zukunft zu fokussieren.
Markus:Ja, ist eine spannende Frage. Ich glaube schon, dass bei Netflix auch die Erkenntnis ist, dass die Qualität des Contents schon ein sehr relevanter Punkt ist. Du hast vorher auch gerade erwähnt, die Serien, die Netflix bisher produziert haben, die waren jetzt nicht so gut. Also das hat schon so ein bisschen durchscheinen lassen, dass es nicht trivial ist, eine Serie wirklich zu einem Hit zu machen, dass da die Distribution, die Rolle des Aggregators ist nicht zu unterschätzen, du hast vollkommen recht halt. Du kannst guten Content irgendwo versinken oder er kann dir aufscheinen, kann gepusht werden und kann dadurch einen ganzen Hype in einer Industrie auslösen. Aber gleichzeitig schlechter Content, ich glaube, die Leute schauen das halt dann nicht weiter. Und da diese kreative Fähigkeit, die halt ein Filmstudio mitbringt, die auch die Erfolgsserien, man muss sagen, du hast Suits zum Beispiel angesprochen, das ist eine Serie, die ja schon vor Jahrzehnten produziert wurde. Und das ist halt dann eine Content Library, die du als Netflix auch immer wieder verwenden kannst. Ja, AI finde ich auch spannend in dem Kontext. Vielleicht wollen sie halt auch eine Library, die sie halt an einer AI füttern kann. Eine wirklich gute Library mit vielen Erfolgsformaten. Ich glaube, HBO ist da auch drin. Also auch ein paar der wirklich erfolgreichsten Formate der letzten Jahrzehnte. Und natürlich gleichzeitig genau dieses AI-Thema ist der große Albtraum von Hollywood. Dass halt jetzt Netflix ausgestattet mit der kreativen Kompetenz, mit der technologischen Kompetenz und der Marktmacht, die dadurch entsteht, dass das halt eine Situation auslöst, wo die anderen Studios einfach gar nicht mehr gebraucht werden. Deswegen kommt da gerade auch Widerstand, deswegen kommen viele laute Rufe daher, die sagen, das muss man verhindern, diese Acquisition. Ich glaube, der Trump selbst hat sogar gesagt, die Wettbewerbsbehörde soll das verhindern, aber das kann er nicht. Also das muss die Wettbewerbsbehörde selbst entscheiden. Aber ja, mal schauen, ob das überhaupt durchgeht. Es ist schon ein Erdbeben, was da gerade passiert ist in der Welt des Contents.
SPEAKER_02:Und es ist ja Netflix nicht der Einzige, der sich da ins Rennen geschmissen hat. Es gibt ja auch Paramount, die ein Angebot gemacht haben und quasi gesagt haben, ja, sie würden mehr auf Kinofilme damit pushen und quasi hier versuchen, eher die Old-Industry-Flagge hochzuhalten. Und das ist ja, glaube ich, schon auch eine große Sorge der Industrie, dass mit dieser Acquisition das Kino jetzt dann komplett an Wert verliert, weil es wird so gesagt, okay, es gibt dann noch so drei Wochen Fristen, drei Wochen lang hat es das Kino exklusiv und dann wird es auch auf Netflix gestreamt. Aber ich glaube, es geht den meisten Leuten so, sobald mal eine Serie oder ein nicht eine Serie, ein Filme auf Netflix zum Streamen ist, schaue ich mir das nicht mehr im Kino an. Also das ist. Da muss es schon ein richtig guter Film sein, der davon lebt, auf einer großen Leinwand mit gutem Sound gespielt zu werden. Sowas wie Dune. Dune habe ich mir nur im Kino angeschaut.
Markus:Ja. Jetzt schon auch etwas, wo ich mir denke, jetzt für das, was wir vorher besprochen haben, wie kann man Europa unternehmerischer, innovativer, zukunftsfähiger machen. Eigentlich bräuchten wir ein Netflix-Format, was wirklich durch die Decke geht zum Thema unternehmerisch anpacken. Okay. Falls jemand von unseren Zuhörern jemanden bei Netflix in relevanter Position kennt, vielleicht kann man mal ein Intro machen, es fände ich spannend, dazu zu quatschen. Ich darf Warner Bros für uns ein Format gestalten, was dann Netflix an die Massen rausspielt, dann hätten wir, glaube ich, ganz gute Karten, dass man vielleicht einen Hype auslöst in diese Richtung, der substanziell ist und vielleicht auch getragen von den richtigen Motiven, also jetzt anders. Es gab ja schon Hypes, die ausgelöst wurden durch diese klassischen Shark Tank-Ableger.
SPEAKER_02:Was hältst du von Silicon Valley, der Serie?
Markus:Ja, also nicht ganz, aber ich hat schon auch, finde ich, also es ist wahrscheinlich sogar, mein Gefühl ist wahrscheinlich sogar ein bisschen nachhaltiger als jetzt zum Beispiel Shark Tank 2 Minuten 2 Millionen, weil du halt nur diese Spitze des Icebergs mit, du pitchcht eine Idee und kriegst Geld dafür. Da ist, glaube ich, Silicon Valley hat mehr halt auch die Realität, aber auch die aufregende Realität davon. Aber es ist halt schon noch sehr stark in einem Persiflage, wodurch du meines Erachtens wiederum nur eine spezifische Zielgruppe ansprichst. Also ich glaube, du müsstest das Ganze ein bisschen breiter framen als nur Silicon Valley Bubble.
SPEAKER_02:Ja, ich glaube, wenn man nicht in einer Tech oder Startup-Bubble isst, dann versteht man viele der Jokes auch nicht.
Markus:So ist es. Gut. Was haben wir sonst noch gesehen? Wir haben Bordie Ventures wieder gesehen. Ich glaube, wir haben schon einmal kurz davon berichtet im Podcast. Bordie ist eine AI, die sich mit Startup-Investments beschäftigt. Und die hat bisher quasi so ein bisschen Matchmaker und hat Startups geholfen, relevante Investoren zu finden. Einfach über LinkedIn Messages. Also du kannst mit der quasi sprechen und die macht dir dann Intros. Und tatsächlich haben wir jetzt gehört, das Ganze hat so vielversprechend angemutet, dass daraus jetzt ein Fonds entstehen soll. Also Boardy ist gerade dabei, einen 200 Millionen Dollar Venture Fund mit Angel Liste aufzustellen. Und ja, sucht dafür jetzt Scouts, die dann auch sehr beträchtlich am Carry beteiligt werden mit 50%. Das ist deutlich höher als ein klassischer Scout-Deal. Sucht natürlich LPs. Also wenn man Geld übrig hat und das am liebsten einer AI vertrauen würde, dann kann man da auch dabei sein. Und natürlich gute Funde. Was hältst du davon? Würdest du dein Geld einem AI-Investor geben?
SPEAKER_02:Boah. Schwierig. Würde ich mein eigenes Geld. Also ich glaube, ich würde es noch eher an Speed Invest anvertrauen als an Body. Aber ich würde es sehr stark beobachten, wie sich das entwickelt. Grundsätzlich finde ich es sehr spannend. Also auch, du hast jetzt nur kurz im Vorbeigehen angesprochen, Scouts bekommen 50% des Carries. Ich meine, das kannst du ja halt auch nur leisten, wenn du halt sonst komplett über AI aufgesetzt bist. Das heißt, du hast wahrscheinlich auch kaum das Mai-Kosten. Das heißt, du kannst hier eigentlich die besten Scouts, wenn du möchtest, bekommen. Die Frage ist, wie gut ist diese Body AI auch dazu dann herauszufinden und dann im Endeffekt die finale Investmententscheidung, wer trifft die dann? Also das alles steht. Wer steht? Es muss ja trotzdem irgendwer hinter Body stehen. Wer steht hinter Body?
Markus:Es ist eine Firma, glaube ich. Also gibt es wahrscheinlich Gründer, die.
SPEAKER_02:Aber gibt es dann noch eine finale Instanz, die dann tatsächlich die Investmententscheidung trifft oder ist das wirklich komplett automatisiert? Und dann ist natürlich schon die Frage auch, wenn das jetzt komplett schief geht und da Personen richtig viel Geld hinein investieren und das verbrannt wird. Bei wem beschwert man sich?
Markus:Ja, also bei der Firma Baldy. Also da schätze sind dann schon die Gesellschafter. Ja, und das ist eine gute Frage, ob es irgendwie ein Investment Committee gibt, wo dann doch irgendwie Menschen involviert sind. Aber ja, also man, wie gesagt, man müsste sich registrieren, um halt die LP-Documents zu bekommen. Das habe ich jetzt nicht gemacht. Da wird dann sicher drin stehen, was sind wirklich die Terms im Sinne von wie werden Entscheidungen getroffen und co. Aber ja, das Ding mit AI ist halt, dass glaube ich, wenn es funktioniert, dann kann es richtig gut funktionieren. Es ist das Incentive-Modell, dahinter ist ja ganz interessant, eben mit dieser starken Rolle für Scouts. Damit hast du viel stärker halt ein Incentive als Scout. Also was ist ein Scout? Ein Scout ist jemand, der eine Empfehlung ausspricht für einen, der oft dann früh ein besonders cooles Startup sieht und dann halt einem VC-Investor, das quasi weiterleitet, ob das nicht ein cooler Lied wäre. Und normales kriegt er einen ganz, dann eine kleine Belohnung dafür, oft eben auch vom Carry, aber sicher nicht 50 Prozent, weil eben der Fonds sein Team von diesem Carry auch oder den Upside für sein Team bezahlen muss. Gibt es auch eine Management-Fee, die ist dann eher für das laufende Gehalt. Aber ja, das ist natürlich bei einer AI deutlich leaner, wie du angesprochen hast, also weniger Team involviert, dementsprechend mehr Carry übrig für die SCATs. Und man muss sagen, natürlich, eine der ganz relevanten Fähigkeiten eines VCs ist, die besten Startups da draußen, die besten Talente da draußen, wenn es nur ein frühphasiger Investor ist, möglichst früh zu finden, sodass man noch zu einem guten Preis dort einsteigen kann. Und da kann dieses Modell schon Sinn machen. Andererseits muss man sagen, besonders in der Frühphase ist es halt doch auch oft Instinkt. Das ist nur bedingt die Dinge, die man am Papier auch chutchen kann. Aber das ist jetzt halt sicher die These dahinter, dass man sagt, na, am Ende ist dann doch entscheidend, auf welchen Universitäten die Person war, wie die Person sich ausdrückt im Chat oder halt in einem AI-Telefonat. Da werden dann, es gibt schon viel Potenzial. Im AI-Telefonat kann man sich auch hören, wie Leute reagieren auf gewisse Fragen, welche Tonlage, welche Persönlichkeitsstruktur durchscheint. Also es ist scary, aber ich sehe schon Potenzial in solchen Dingen auch, muss man ganz ehrlich sagen.
SPEAKER_02:Ja, und ich glaube, es gibt schon auch Pattern und ich habe auch letztens einen Artikel gelesen zum Thema, wie wichtig doch denn die initiale Idee ist. Also quasi ein bisschen eine Gegenüberstellung. Ja, es gibt natürlich viele erfolgreiche Firmen, die irgendwo gepivotet haben, aber es gibt auch sehr viele Beispiele, wo es wirklich dann bei der initialen Idee geblieben ist und dass viele der Pivots tatsächlich fehlen, weil eben entweder man zu sehr noch an der initialen Idee hängt oder im Endeffekt gar nicht die Idee der entscheidende Faktor war, warum ein Produkt nicht geflogen ist, sondern weil das Team zum Beispiel nicht gepasst hat. Also wenn da quasi es so gewisse Kriterien gibt, zum Beispiel Co-Founder, dass die analysiert werden im Sinne von, wie wahrscheinlich ist es, dass das Team sich splittet oder nicht, etc. Ich kann mir schon vorstellen, es kommt halt irgendwie darauf an, wie viele Daten dann auch die Bordy zur Verfügung bekommt. Ich wüsste gerne, wie der Prozess dann ist, quasi gibt es da einen AI-Call oder musst du dann ein langes Formular ausfüllen oder alle möglichen Sachen angibst oder schickst du einfach nur dein Pitch-Tag? Also wie der Prozess ist, glaube ich, wäre spannend hier zu wissen. Was ich auch noch ganz interessant fand, Michael, unser Kollege bei Austrian Startups, hat einen Post gemacht, wo er auch so ein bisschen gezeigt hat, was passiert ist, eigentlich in der Zeit, seitdem es Body gibt. Und anscheinend irgendwie vor drei Wochen hat die Firma noch gemeint, ja, sie wollen einfach nur 100 Gründern dabei helfen, ihre Runden vor Ende des Jahres zu closen. Und sie haben halt ihre eigenen Ziele so hart überschossen, dass sie jetzt diesen Fonds aufgestellt haben. Also haben mit über 6000 Gründern in der Zeit gesprochen, die quasi über 20 Milliarden Dollar raisen, mit 800 Investoren gesprochen, haben innerhalb von Stunden Startups und Investoren quasi gematcht, die dementsprechend gut gepasst haben, haben komplett oversubscribed Hunden damit auch hinbekommen und haben dann im Endeffekt diesen Fonds jetzt von 200 Millionen Dollar sind sie angegangen gemeinsam mit Angelist. Also schon impressive.
Markus:Ja. Man muss bei solchen Sachen, finde ich, immer aufpassen, was Startups gut machen, sie engineieren auch Hype. Das heißt, wie viel von diesen innerhalb von drei Wochen ist das und das passiert, das kannst du natürlich auch gut ein bisschen planen, indem du Dinge schon im Vorhinein vorbereitest und dann plötzlich diesen Impression generierst, dass alles ganz schnell passiert, aber womöglich ist das sogar alles schon gut im Vorhinein vorbereitet worden. Man muss sagen, Polly hat im Jänner eine 8 Millionen Euro Seed-Runde abgeschlossen mit Creandum. Creandum ist ein sehr bekannter VC-Investor auch. Also da ist schon Kapital dahinter, da ist auch, glaube ich, durchaus ein Masterplan dahinter. Aber wie du richtig gesagt hast, es hat schon echt Potenzial sowas. Und da wetten auch einige VCs drauf, dass es Potenzial hat, obwohl das vielleicht dann auch Konkurrenz für sie wäre, aber wahrscheinlich hat man dann lieber da ein Invested Interesse im Projekt, als dass man nur Zuschauer ist. Also wir werden das gut beobachten in den nächsten Monaten.
SPEAKER_02:Ein strategischer Investor ist das halt nicht, der dann an deinem Board sitzt und der Immott gibt. Das kann für viele vielleicht auch etwas Angenehmes sein, aber.
Markus:Stell dir vor, die Creandum-Investoren sind in zwei Jahren an dem Punkt, wo sie sich denken. Ja, also das ist ein Mega-Fund-Returner. Das lässt uns Aussagen für definitiv den Fund und den nächsten, aber gleichzeitig schaffen wir eigentlich unseren Job hier ab. Bin ich gespannt auf die Diskussion im Boardroom. dann, wie man das Ding dann angeht. Aber die Realität bei solchen Sachen ist natürlich immer, wenn du es nicht machst, wenn du nicht dabei bist, dann mache ich es immer ein anderer und es ist dabei. Also deshalb ist diese ganze Thematik auch mit wir verhindern Disruption, indem wir Dinge kaufen oder Investoren von etwas werden, das ist ein Spiel auf Zeit. Weil am Ende ist es nur, dann kommt der Nächste daher und dann bist halt nicht mehr an Bord bei der Distruption. Also da muss man auch sehr aufpassen. Insofern glaube ich, dass uns sicher Entwicklungen in diese Richtung bevorstellen werden. Es wird uns auch sicher ein Gegentrend bevorstehen, wo eben halt dann Leute ganz bewusst über die menschliche Ebene investieren und nicht nur die AI-Kriterien haben, aber der Bereich ist heiß und wird uns sicher begleiten auch in den nächsten Monaten. Ja, und ist damit in Line mit OpenAI, die hier auch quasi ein Season-Ticket bei uns gebucht haben im Podcast. Das ist ja jede Woche quasi. Und diese Woche ist es natürlich, wir haben berichtet über den Google-Angriff, der scheinbar durchaus erfolgreich ist. Also wir haben ja viel darüber gesprochen, dass man jetzt sehen wird, wie sticky sind AI-User, wie sehr, wie treu sind AI-User auch. Also wie sehr ist halt meine Beziehung zu OpenAI mit all den Informationen, die ich da schon preisgegeben habe, mit der Freundschaft, die ich vielleicht aufgebaut habe, wie sehr ist das ein Grund, nicht zu Gemini zu wechseln, wenn Gemini jetzt bei allen Leaderboards vorne ist. Ja, und wir kennen keine Zahlen, aber wir wissen, dass Sam Altman Code Red ausgerufen hat und sagt, ja, wir pausen und passieren jetzt alles, was wir gerade an neuen Projekten machen, in Richtung Produkte, in Richtung Monetarisierung und Co. Wir haben jetzt den Fokus, dass sie wieder on top of the Leaderboards kommen. Was für mich darauf schließend ist, dass die Leute halt nicht ganz so sticky sind, sondern dass sie wahrscheinlich den Abfluss von Leuten gerade durchaus spüren. Und was gefährlich für sie ist, weil natürlich ob man erlebt vom Narrativ, mehr erlebt von wachsenden Userzahlen und wir werden schon irgendwie groß genug werden, damit wir diese unfassbaren Infrastrukturkosten, die wir uns da jetzt aufgeholzt haben, tragen können. Und ja, sie arbeiten jetzt ganz hart an einem GPT 5.2, das potenziell noch diese Woche kommen soll und angeblich dann wieder Top of the Leaderboard sein soll. Ob das gelingt, werden wir sehen.
SPEAKER_02:Also erstmal finde ich es spannend, weil es einfach so ganz klar zeigt, wie sehr Wettbewerb einfach ein Ansporn ist für Innovation und für Weiterentwicklung. Also ich glaube, das kann man in kaum einem Sektor so gut gerade beobachten wie hier. Ob es wirklich nur ist, weil dieser Code Red und dieser Focus, weil in den User abspringen, oder weil es auch ein bisschen pissing contest is zwischen den Leadern der unterschiedlichen AI-Companies and Tech Companies, bin ich mir nicht ganz sicher. Aber ich glaube, dass there schon ein riesen Ärger is. And that these leaderboards einfach so ein riesen Signal nach wer gewinnt this AI-Race. Es ist ja wirklich from Narrative auch so stark darauf gepusht. Das heißt, ich glaube, es wird schon Personen geben, die einfach nach dem besten Modell entscheiden. Ich glaube immer noch, dass es eine gewisse Stickiness gibt mit einem Tool, wo du einfach die Usability schon kennst und dass du jetzt eingestellt hast auf deinem Fast-Knopf am iPhone, dass du gleich einmal GGPT aufmachst und irgendwas fragst. Ich glaube, da gibt es schon sehr, sehr viele, die einfach bleiben, einfach weil man auch als General User, der jetzt nicht das für spezifische Sachen nutzt, wo vielleicht die Modelle einen größeren Unterschied machen, dass da viele eher danach entscheiden, was sie jetzt schon gewohnt sind und wo sie das beste User Interface haben. Ich habe heute auf ChatGBT zum Beispiel die Frage bekommen, was für einen Ton ich gerne hätte, ob ich den Standardton hätte oder einen freundlichen, einen professionellen, einen quirky Ton. Ich bin tatsächlich beim Standard geblieben. Aber ja, ich glaube, dass sie schon auch verstehen, dass die User Experience hier einer der großen Punkte sind.
Markus:Ja. Also ich glaube, sehr valider Punkt zu sagen, dass das Ego da hier sicher eine Rolle spielt. Was für mich ein bisschen dafür gesprochen hat, dass das schon auch ist, weil sie User verlieren, ist, dass diese React, das hat ein bisschen gebraucht. Und wenn es reines Ego gewesen wäre, dann hätte ich erwartet, dass das sofort Code Red wird, in dem Moment, wo Gemini auf allen Leaderboards oben ist, dann Sam Altman sofort gesagt hätte. Dass er jetzt was drei Wochen abgewartet hat und dann sagt, das ist Code Red, ja, lässt für mich zumindest schließen, dass irgendwie jetzt schon Signale gab, dass da Leute auch abwandern. Das Ego spielt trotzdem eine sehr große Rolle, da hast du sicher recht. Was ich aber interessant finde, und das ist eher ein bisschen, was du jetzt auch angeschnitten hast, am Ende ist ja das ein Abnutzungskampf, den sie gerade führen. Das ist einfach nur, wie kann man irgendwie auf diesem Leaderboard vorne sein, das ist ganz enges Rennen, es sind Nuancen, es ist eine unfassbare Materialschlacht. Also es kostet unfassbar viel Geld, da auch kompetitiv zu sein. Und eigentlich wäre ja aus einer strategischen Sicht womöglich sogar besser, wenn man sich überlegt, was kann tatsächlich ein Differentiator sein, was kann ein Produktfeature, ein Interface, ein Grund sein, warum Leute, auch wenn das Modell jetzt eben nur mehr Platz drei oder vier ist, aber trotzdem ist klar, ich bleibe bei meinem AI-Modell, weil das hat X-Feature. Und das, ja, teilweise kann das natürlich eben die Persönlichkeit sein, kann das das Knowledge, was schon drinsteckt, das sind alles Stickiness-Features. Aber ein Produkt, was halt dann wirklich nochmal eine andere Stickiness hätte, zum Beispiel Hardware wäre dann natürlich ein relevanter Faktor, weil das kann man nicht so schnell austauschen. Da glaube ich, müsste man eigentlich hinkommen. Aber scheinbar.
SPEAKER_02:Arbeitet Open My Eye schon an Hardware?
Markus:Ja, ja, da ist ja der John Ive, die haben ja ein romantisches Video gemacht, Sam Altman und Johnny Ive. Ob was Sinnvolles dabei rauskommt. Naja, es ist unklar, was es ist. Es gab kryptische Meldungen, die vielleicht auf einen Pinch lesen lassen, aber es gab nur dieses Love Affair-Video, das wirklich sehr cringy war. Aber ja, alle arbeiten sie sicher irgendwie an halber Devices, weil das eben, das ist ja der Grund, warum Apple, obwohl sie überhaupt nicht mehr innovativ sind die letzten Jahre, halt trotzdem noch mega Profite schreibt, weil halt so aus einem Hardware-Ökosystem rauszukommen, das kostet dann halt schnell einmal super funktioniert, ja. Aber selbst wenn jetzt Google ein bisschen besser wäre mit ihren Hardware-Devices als Apple, das bedeutet, du musst Telefon, Tablet, Laptop, Uhr, Kopfhörer, alles tauschen. Und das bedeutet, du bist halt weiß nicht, irgendwo bei 5.000 bis 10.000 Euro wahrscheinlich. Also das ist, das macht jemand nicht so schnell und das gibt dir halt viel mehr Ruhe und Möglichkeit auch strategisch zu denken, anstatt im Hamsterrad zu sein. Und deshalb glaube ich, Hardware, deshalb probieren sie sicher auch eben wegzukommen von diesem Abnetzungskampf. Aber ja, it's a long journey. Wer davon gut berichten kann, ist es Meta. Meta, die ja vor einigen Jahren ihren Namen von Facebook in Meta geändert hat, bei Stachmarke Meta, weil sie all in gegangen sind, wenn es ums Metaverse geht. Und das ist eine Wette, die wahrscheinlich nicht aufgegangen ist. Denn man hört jetzt, dass Meta beschlossen hat, dass sie sehr, sehr viel Geld aus diesem Bereich abziehen, dass sie quasi die Metaverse Division zusammenstreichen, wird schon trotzdem noch weiter was in dem Bereich gemacht. Man hat ja da auch die unterschiedlichen Classes. Aber das ist jetzt kein Fokusthema mehr so. Und eben viel Budgetkürzungen. Und ja, ist schon ein bisschen ironisch, wenn man seine Company dann danach genannt hat und dann einsehen muss, dass das halt doch nicht das next big thing ist und dass das wahrscheinlich eher AI ist, wo man jetzt stattdessen das Geld eher investiert. Aber ja.
SPEAKER_02:Ich finde, es hat eh lang gebraucht, bis sie diesen Schritt gegangen sind. Also auch die Oculus, das ist ja alles nicht geflogen. Die ganzen VR-Brillen. Der einzige Bereich, wo das wirklich funktioniert, ist im Gaming. Und da ist auch der Update nicht so, wie man sich das noch, also das gibt es ja auch schon seit zehn Jahren heißt, das ist die Zukunft und so wirklich integriert ist das noch immer nicht. Mein Freund hat mir jetzt letztens erzählt, dass es in der SCS einen Zombie, nicht Lasertag, aber so eine Art Zombie-Shooter gibt mit VR, wo du halt dann mit der VR-Brille herumläufst und die Zombies abschießt. Soll anscheinend eine tolle Experience sein. Nicht für mich, aber dass es 2025 werden muss, als sowas überhaupt in die Shoppingcenter in Österreich kommt.
Markus:Bitte, bitte, bitte, Hanna. Es war direkt neben unserem ehemaligen Office, da in der Lindengasse, wo du auch gewohnt hast, gab es das Café Frei. Das war ein VR-Café und da gab es auch einen Zombies-Shooter, der ziemlich immersiv schon war, 2000, also war das 19 oder so. Also da musste technologisch, also wird sicher heute nochmal viel besser sein, aber ich kann mich erinnern, das war damals schon so, dass ich da 30 Minuten gespielt habe und den Bezug zur Realität verloren habe. Da war es so immersiv drin, dass ich wirklich vergessen habe, dass meine andere Existenz auch besteht. Aber ja, es ist halt gleichzeitig, wie du schon gesagt hast, so der Uptake im täglichen Leben ist nicht wirklich gelungen. Und ich glaube, wo sich Mark Zuckerberg auch wirklich verzockt hat, wahrscheinlich auch aus der Erfahrung mit Facebook, wo ja auch am Ende Privacy das große Thema war und alle Panik geschoben haben, Privacy, Privacy, Privacy. Und am Ende haben dann trotzdem alle Facebook, Instagram, WhatsApp, whatever. Es wird genutzt. Die Leute scheißen auf die Privacy. Aber das war dann halt mit den Brillen, weil ich glaube natürlich, der Big Bad ist, dass du halt deine Ray-Ban Meta trägst und halt einfach anstatt dem Handy hast du halt das Device, das filmt alles, nimmt alles auf. Nur da haben die Leute dann, glaube ich, das geht ihnen zu weit. Das sorgt, glaube ich, dann für soziale Konflikte, weil Leute sich ungern filmen lassen und ja, das hat, zumindest bis jetzt, hat es diese Privacy-Concerns, glaube ich, nicht überwunden.
SPEAKER_02:Ich glaube aber nicht, dass Privacy da das einzige Thema ist. Das ist, glaube ich, auch, also the Added Value von der Brille ist nicht groß genug. Ich glaube, auch die Probleme, die es von Anfang an mit VR gab, sind nicht gelöst, dass dir, wenn du die zu lange oben hast, gerade als Frau schwindig und schlecht wird. Da sind einfach noch so viele Elemente, die einfach die User Experience nicht gut genug machen und das nicht sticky genug ist dadurch, dass es nicht dich so hockt wie eine Social Media Plattform umsetzt.
Markus:Sehr guter Punkt. Also das Suchtpotenzial davon ist natürlich auch geringer, weil dieses Haptische, das hat schon etwas, glaube ich, sehr tief im Gehirn verankertes.
SPEAKER_02:Gleichzeitig, also für mich ist schon eine Brille, dass ich halt nicht das Telefon rausnehmen will, wenn ich ein Foto machen will, dass das Dinge halt, dass ich aber da hast du immer noch die Illusion der Kontrolle, du kannst es wegstecken und dann hast du das Handy mal außer Sicht und ich glaube schon, dass es eine weltweite oder auch das Verlangen danach gibt, dass man irgendwie das kontrollieren kann und ein Bewusstsein schon auch gibt dafür, dass das nichts Gutes ist, dass du diese ständige On-Sign, ständige Erreichbarkeit etc. hast. Das heißt, mit dem Handy hast du zumindest noch irgendwie dieses physische, du steckst das jetzt weg oder du legst es absichtlich nicht auf den Esstisch, weil das Handy hat jetzt beim Essen nichts verloren. Solche Themen sind dann halt mit der Brille viel schwieriger und das, finde ich, hat so einen Einfluss auf die One-on-One-Interaktion mit jemandem anderen. Das Handy auf dem Tisch, selbst mit Bildschirm nach unten liegend, beeinflusst, wie du mit jemandem von dir gegenüber sprichst. Und wenn du das gar nicht mehr weggibst, weil du hast das im Gesicht, dann ist das, dann hast du im Hinterkopf gleich trotzdem immer, filmt er mich jetzt oder ist er eigentlich präsent oder trifft er der ab?
Markus:Stimmt definitiv. Also ich glaube auch, dass das, wie das Gegenüber darauf reagiert, dass das eine sehr starke Rolle spielt und es ist vielleicht gar nicht nur Privacy, sondern halt auch die Qualität der sozialen Interaktionen dadurch. Man könnte natürlich auch genau das nutzen, dass man nicht mehr auf das Handy und die ganzen Social Media Plattformen schauen muss, sondern die ganzen guten Funktionen des Handys dann einfach über die Brille macht. Ist jetzt eine naive Vorstellung, weil natürlich würde Mark Zuckerberg dann seine ganzen Social Media Networks auch über die Brille pushen und das Suchtverhalten dann quasi direkt vor den Augen. Da hast du vollkommen recht. Es wird schon gut sein, dass das Ding nicht geflogen ist. Mal schauen, wie es weitergeht, ob das Metaverse doch noch mit zunehmender technologischen Weiterentwicklung dann irgendwie inevitable ist oder ob es dann doch ein AI-Pin ist oder ob wir halt für immer an unsere Handys gebunden sind. Wir werden sehen. Ja, kommen am Ende noch zu zwei News aus Österreich. Eine hat mich ziemlich geschockt. Im Excel Rate findet ja einmal im Jahr eine Konferenz statt, die Future Forward. Und da gab es dieses Jahr einen Brandanschlag. Ziemlich geschaut, wie ich das im Standard gelesen habe. Eine antizionistische Bewegung hat dort, ja Gott sei Dank nicht am Tag der Konferenz, sondern am Tag nachher, aber trotzdem einfach shocking, finde ich. Weil dort auch israelische Personen involviert fahren oder sind. Ja, an einem Brandanschlag verübt Gott sei Dank ist niemand zu Schaden gekommen. Aber echt crazy, oder in was für Zeiten wir leben, was für Trottel unterwegs sind. Egal wie man zu der Situation im Nahen Osten steht. Also absolut zu verurteilen und wirklich Ork auch.
SPEAKER_02:Ja, also einerseits finde ich, das sind nur weil Personen involviert sind in der Future Forward Konferenz, das jetzt als zionistisches Treffen zu bezeichnen und dann einen das zu nutzen, um hier eine Protestaktion zu starten, die aber mit potenziellem Personenschaden auch noch ineinander geht. Also es ist absolut unverständlich, um zu verurteilen. Wirklich hat mich wirklich geschockt, als ich das gelesen habe. Und ich habe letztes Jahr bei der Future Forward schon mitgewirkt, da haben wir einen Hackathon gemeinsam mit der FFG, das Gigalab im Zuge der Konferenz auch veranstaltet. Und ich kann mich erinnern, dass da schon Sicherheitsbedenken gab, weil der Botschafter von Israel eben ein paar Worte hätte sagen sollen, weil einfach ja extrem viel Innovation auch in Israel entsteht. Wir können auch sehr viel lernen von Startups, die aus diesem Ökosystem entstehen. Und da gibt es ja auch spannende Personen, die sowohl in Österreich als auch in Israel hier an Innovationen bauen. Und das wurde dann aber auch eben abgesagt aus Sicherheitsgründen. Und ich habe mir damals gedacht, ja, das ist eine Tech-Konferenz, was soll denn da schon passieren? Und als ich das gelesen habe, habe ich mir gedacht, wow, also im 21.
Markus:Jahrhundert in Österreich. Also das ist echt gestört. Okay, kommen wir zu positiveren News aus Österreich. Es gibt eine neue Plattform bei Trending Topics, die nennt sich Rank My Startups und soll Startups die Möglichkeit geben, ein bisschen mehr Transparenz in ihre Zahlen zu bringen und damit aber auch Sichtbarkeit zu bekommen, eben in diesem Ranking. Bin ich ein spannender Ansatz. Ist ein Ansatz, der, glaube ich, der Szene gut tun würde, gleichzeitig natürlich auch nicht einfach ist, weil nicht alle Startups gerne ihre Zahlen regelmäßig veröffentlichen, weil dann können natürlich auch Storys entstehen aus bei diesem Startup ist der Umsatz innerhalb der letzten drei Monate um X% gefallen. Das ist halt für ein Startup auch nicht so einfach. Also das ist schon auch nicht trivial, aber besonders die Startups, denen es gut geht, kann ich mir vorstellen, dass das eine sehr coole Möglichkeit für sie auch ist, sichtbar zu werden. Vielleicht auch für viele Hidden Champions, die keine Finanzierungsrunden machen und dementsprechend nicht typischerweise eine ständige Medienpräsenz bekommen. Und ja, Plattform gibt es jetzt seit einer guten Woche, glaube ich, so circa. Und es sind schon einige Startups, die jetzt mittlerweile gelistet sind.
SPEAKER_02:Was uns natürlich freut. Super spannend. Oben steht gleich einmal Fonio an erster Stelle, über die ja letzte Woche schon gesprochen wurde, mit ihrer vor kurzem veröffentlichten ersten Business Angels. Runde von 3 Millionen Euro. Also ja, ich finde es auch cool, schon ein Fokus auch auf frühphasige Startups, auch mit dem Startup Launch Pack, wo Startups, die jünger sind als 48 Monate drauf gelistet sind. Ja, kann man jedenfalls beobachten. Und es macht ja auch irgendwie Sinn, aus der Historie von Trending Topics, wir haben ja schon sehr stark in den letzten Jahren noch immer die Investitionsrunden verfolgt und haben da auch so Leaderboards gehabt, wo man verfolgen kann, wer wie viel gerased hat. Und das fand ich auch immer einfach super interessant zu verfolgen und auch immer wieder darauf zurückzugehen und zu schauen, wenn wir für Austrian Startups Speaker oder so gesucht haben, war das durchaus eine Quelle, auf die wir geschaut haben. Von dem her werden wir das sicher auch nutzen für unsere Events und Co, um zu schauen, wo gibt es Role Models, die wir auch gerne mit Austrian Startups vor den Vorhang holen wollen. Von dem her, Shoutout zu Trending Topics.
Markus:Ja, eine coole Initiative. Bin gespannt, was ich noch spannend fände, ist, wie aktuell man seine Daten halten muss. Weil natürlich bin ich mit sich, dass Training Topics verhindern will, dass ein Startup halt mal einen Mega-Monat schreibt und das dann eintragt und das dann für jahrelang so stehen lässt. Startups grundsätzlich wollen immer wachsen und jahrelange Stagnierung ist meistens auch nicht gut. Aber natürlich, es gibt ganz gute Anreize, mehr Daten auszufüllen. Also der Algorithmus ist auch so gepolt, dass je mehr man auch bereit ist, die unterschiedlichen Daten, Umsatz, Team, Finanzierung etc. einzutauen, desto höher wird man dann auch gerankt. Ja, und gleichzeitig fände ich es spannend, das habe ich jetzt in FAQs nicht gefunden, welche Anreize es gibt, den Score auch aktuell zu halten, weil das ist natürlich ein wichtiger Punkt. Aber ja, insgesamt schon mal ganz spannende Insights, die wir hier sehen. In diesem Sinne werden wir da auch immer wieder mal reinschauen und berichten, was sich da tut in diesem Leaderboard. Perfekt. Hanna, das bringt uns zum Ende. Eine gute Stunde war das jetzt. Sehr spannende Thema diese Woche. Vielen Dank fürs Co-Hosten.
SPEAKER_02:Danke dir.
Markus:Vielen Dank auch an euch da draußen fürs Mit dabeisein. Wir hören uns nächste Woche wieder und wünschen euch bis dahin noch eine schöne Woche.
SPEAKER_02:Ciao.