Future Weekly

#482 - Made in Europe, AI Werbung, Claude Cowork

Daniel Cronin & Markus Raunig Episode 482

🇪🇺 EU Tech Alternativen

💩 AI Werbung is coming

🏄‍♂️ Claude Cowork

🍎 Apple goes Gemini

🌱 Newcomer: Hofrat

🎸 Rockstars: 11 Mio für Vitrealabs

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Daniel:

Einen wunderschönen guten Morgen, guten Abend, gute Nacht. Großnäußer auch nochmal von mir. Ich bin wieder mal zurück. Ich freue mich, irre wieder mal beim Future Weekly Podcast zu sein. Einfach dem attraktivsten Podcast, seitdem es Video-Podcasts gibt. Oder Markus?

Markus:

Ja, wisst ihr auch? Oder Markus. Markus seit Video. Ja, okay, also gut. Ich spare mir in den Kommentaren. Ich freue mich ja auch hier zu sein.

Daniel:

Ich finde auch, mein Gott, man könnte mal so unsere Bilder zwischen ersten Podcast und jetzigem Podcast übereinander liegen und sehen, wie wir gealtert sind und welche Punkte in unserem Podcast am meisten mit dem Altern korrelieren. Was hättest du gesagt? Covid oder Kinder? Kinder.

Markus:

Aber ich möchte auch erwähnen, weil du gesagt hast, seit es Videopodcast gibt, dass, glaube ich, 99,5% unserer Hörer nicht bei Video dabei sind. Also vielleicht sollte uns das auch etwas sagen, was unsere Attraktivität von unseren Stimmen versus unserem Antlitz angeht.

Daniel:

Ja, aber das Lustige ist, ich schaue ja auch nie einen Videopodcast. Aber ich finde es gut, dass es das gibt. Aber irgendwie sehen muss ich die Vögel auch nicht. Oder?

Markus:

Ja, scheinbar ist das auch die allgemeine Meinung. Ja, oder?

Daniel:

Deswegen sage ich wahnsinnig attraktiv. Nein, auch nicht. Aber man müsste ja mal reingeschaut haben, um das zu sehen, wie wir da beide in Frauenkleidern seit Monaten das Ding runterziehen, aber passiert nichts. Anyway, reden wir über Dinge, über die wir uns tatsächlich auskennen, denn wir reden über EU-Tech-Alternativen zu den Großen dort draußen. Naja, wir müssen natürlich auch über die Großen dort draußen reden, denn da ist auch unfassbar viel passiert. Apple and Gemini, da ist was passiert. Claude Ballard Gmail hat auch was. Wir besinnen uns auch auf österreichische Werte und reden über einen ganz besonderen Titel. Muss man aber ganz bis zum Ende durchführen. An beeindruckenden Titel, den man sich wirklich verdienen muss, der auch Tor und Tür öffnet. Und wir haben natürlich auch Rockstars. Und wie immer jede Menge wunderbare Geschichten. In dem Sinne, auf los geht's los. Los geht's mit den News. Erstmal Markus, frohes Neu von mir. Wir haben uns ja noch nicht gehört.

Markus:

Jawohl, 14.

Daniel:

Jänner.

Markus:

Frohes Neu.

Daniel:

Ja, weißt du, ich habe da so mein typisches Leben halt gelebt. Auf den Malediven, Champagner, Kaviar. Wie man das halt so macht, weißt du? Ich habe es auf Instagram gesehen, Daniel. Richtig, genau das. Nee, also erstmal auf frohes neues Jahr zu dir, der du oder die du zuhörst, war natürlich nicht auf den Malediven. Hätte ich auch nichts dagegen. Habe tatsächlich die Zeit mit meinen Kindern verbracht, mit meiner Frau. Und ich bin neugierig, Markus. Wie war denn dein neues Jahr jetzt das erste Mal so richtig als Papa?

Markus:

Sehr intensiv. Wir haben gerade eine Schlafregression, das heißt. Ja, er steht schon auf, hat Aufstehen gelernt und er nimmt das ja wörtlich, würde ich sagen. Das heißt, jedes Mal, wenn irgendwie so ein Auge in der Nacht aufgeht und das passiert ja durchaus oft, dann ist es ein Grund aufzustehen und zu zeigen, dass man das kann und auch zu schauen, ob eh alles noch in Ordnung ist im Raum. Und dann ist das Einschleifen natürlich sehr schwierig. Das bedeutet, ich bin gerade etwas übernächtig, aber es ist natürlich auch eine sehr, sehr schöne und coole Zeit. Wie habt ihr das neue Jahr verbracht? Ja, mit entspann zu Hause. Also keine große Party.

Daniel:

Das ist ja das Lustige, ich finde so am 31. man weiß ja immer so ungefähr, was man so an dem Tag gemacht hat, die Jahre auch vorher. Und wir haben das vorher so gemacht jetzt mit zwei Kindern. Den kleinen haben wir aufgeweckt kurz vor, weil er wollte unbedingt das Feuerwerk sehen, fand er auch endgeil. Die Kleine hat geschlafen, ist dann irgendwann aufgewacht. Aber du weißt ja nicht genau. Und dann irgendwie so gegen 8 am Abend war ich richtig müde und dachte, boah, leck mich, ich würde mich so gern hinlegen. Und dann musste ich mich daran erinnern, was man so früher so alles gemacht hatte. Irgendwie bis 11 Uhr am nächsten Tag im Volksgarten abfeiern. Und man denkt sich, ja, das brauche ich nicht mehr. Das ist aber schon relativ lustig. Und ich fand es aber total cool, das Feuerwerk zu beobachten. Fand es aber krass, wie wahnsinnig wenig Feuerwerk es gab. Zumindest bei uns. Neunter Bezirk.

Markus:

Ja, es ist, finde ich, ein Trend, der sich schon über die letzten Jahre hält, dass es weniger wird. Halt schon auch irgendwie mehr Leute sich an das Feuerwerksverbot dann auch halten. Man muss auch sagen, dass dieses Jahr war das Wetter ja ganz okay, aber es waren schon im letzten Jahr noch einige Jahre dabei, wo man sehr wenig gesehen hat, weil es halt so diese Hochnebeldecke über Wien war, wie so oft aktuell im Winter. Und dann ist es halt auch irgendwie nur halb so impressive. Und ja, ich schätze, für die Haustiere da draußen ist es jedenfalls eine gute Entwicklung.

Daniel:

Das ist es auf jeden Fall für die Haustiere. Und ja, ich meine, es ist halt witzig. Ich meine, wenn ich mich an meine Jugend erinnere, da war irgendwie so dritter Weltkrieg, alles voll geballert, alle haben geballert, alle waren besoffen. Und jetzt ist so keiner ballert und ich habe heute eine Statistik gesehen, wie wahnsinnig wenig die neue Generation eigentlich trinkt, was ich sehr, sehr, sehr begrüßenswert finde. Aber es ist ganz krass, wenn man daran denkt, 80er, 90er, alle rotze voll, alle mit Feuerwerk auf der Straße. Man denkt sich, ja, das wird wohl schon gut gehen, denke ich mir. Und jetzt passiert das natürlich nicht mehr so in der Form. Finde ich schon ganz gut. Aber ich habe eine Zahl gesehen, dass die Alkoholindustrie in den letzten vier Jahren, weil die Gen Z nicht trinkt, 830 Milliarden Dollar Verlust hat. 87% der Gen Z trinken weniger, durch die Kiffen wie die Weltmeisters, das wissen wir eh alle. Aber diese Industrie leidet. Sehen wir uns ehrlich. Also insofern, die finden ja alle Alternativen. Aber es ist wirklich krass, wie das mit dem Alkohol zurückgegangen ist. Und Silvester ist für mich aber auch so ein, weißt du, da gibt es diese Memes von Harald Junke, Silvester da, Saufen, auch die Amateure. All diese Silvester war früher Saufen und Feuerwerk und das ist eigentlich echt krass, wie sich das gewandelt hat.

Markus:

Ja, es ist schon ein anderer. Also die allgemeine Stimmung ist eine andere. Ich glaube, das schlägt sich ja viele Punkte nieder und es ist natürlich auch die jüngeren Generationen deutlich gesundheitsbewusster. Und das ist ganz klar, dass Alkohol einfach, also auch die negativen Folgen von Alkohol sind besser erforscht und klarer erkennbar. Wir haben ja schon oft über unsere Aurorrings gesprochen, die sehr schön ausschlagen, wenn, oder sehr unschön ausschlagen, wenn man auch nur ein Zweigläser Alkohol trinkt, wie sieht man, wie sehr die Schlafqualität auch darunter leidet. Das heißt, ich glaube, da spielen unterschiedliche Dinge mit. Und aus einer Gesundheitsperspektive ist das natürlich gut. Gleichzeitig, ich habe letztens ein Buch gelesen, wo es darum geht, wie Kinder zunehmend im physischen Raum keinen Freiraum mehr haben oder eigentlich sehr eingestrengt sind und sehr wenig auch Fehler machen, sehr wenig einfach halt auch ausleben und gleichzeitig im digitalen Raum überhaupt keine Grenzen gesetzt werden und dort eigentlich halt dann diese Grenzen, die sie früher im normalen Leben ausgetestet haben, oft auch mit Alkohol und halt dort auch einmal über die Stränge schlagen, dass das jetzt zunehmend halt kompensiert wird durch das, was im digitalen Raum passiert. Und ich weiß nicht, ob das unbedingt besser ist. Also ein Plädoyer für Saufen und jungen Jahren. Das habe ich nicht gesagt, aber ich glaube, das zu kompensieren durch Social Media sucht, ist wahrscheinlich auch nicht klug.

Daniel:

Nee, gebe ich dir komplett recht. Und ich meine, das Interessante wird aber sein, wir haben ja schon über die ganzen Verbote von Social Media und Co. gesprochen. Wir sind ja auch beide sehr, sehr, sehr kritisch, was das betrifft, haben wir auch eine klare Meinung, wie das dann wieder umschlagen wird, wenn man vielleicht dann gar nicht mehr im Online-Bereich sich so sehr auslebt und all diese Dinge macht. Ja, vielleicht gibt es dann wieder das gute alte Mobben und so weiter an den Schulen, so offline, nicht mehr online wie jetzt, sondern geht man halt hin und zieht jemanden die Unterhose richtig hoch, so diese Dinge halt. Das glaube ich, kann man sparen, aber. Aber du weißt schon, was ich meine. Wenn ich jetzt mal so ganz überspitzt bin, es gibt ja so ein paar Menschen, die man heutzutage trifft und sich denkt, weißt du, hätte mal gut getan, wenn man nicht einfach Kopf über ein Mistkübel gesteckt hätte, als du dich nicht benommen hast. So wie man das so früher in der Schule regulierend gemacht hat, in guten alten 80ern. Und jetzt ist natürlich so, würde man das tun, dann werden alle anderen therapiert und diese Person kommt immer durch. Und weißt du, meinmal, und das finde ich ja so gut am Teamsport, meinmal ist es ja so gut, so ein soziales Regulativ zu haben, dass gerade den Jungen, gerade besonders den jungen Herren der Schöpfung, so ein bisschen auch ihre Grenzen aufzeigt, was es früher immer sehr einfach gab. Das hieß ja auch bei Tieren ganz wunderbar, dann kommt der adoleszente Hund und dann kommt der alte Hund und schon klar, wer Chef ist. Und das hat dann natürlich eine ganze Weile gefehlt. Und online ist das natürlich kein Problem. Da kann der Neunjährige, dann den 35-jährigen Kampfsportler gerne sagen, ich mach schlimme Dinge mit deiner Mutter und der kann sich dann auch gar nicht wehren. Und in der realen Welt, hm.

Markus:

Ja, manchmal mehr Grenzen setzen, glaube ich, wäre gut tun. Gleichzeitig, ich weiß nicht, ob Mobbing oder Hazing da jemals eine gute Regulative waren. Ich glaube, das hat eher mehr für psychologischen Schaden gesorgt. Aber ja, ich weiß, was du meinst. Ich glaube, manchmal braucht es auch Grenzen, manchmal braucht es auch Widerrede, manchmal braucht es du hast auch das Korrektiv, einen Feedback-Zyklus, wie man in unserer Start-up-Welt sagen würde, der aktuell nicht vorhanden ist.

Daniel:

Ich hab das Wort, menschliche Chihuahuas. Es gibt zu viele menschliche Chihuahuas. Und es sind diese Chihuahuas, die quasi aus 15 Meter Entfernung aus dem Arm des Frauchen oder Herrchens quasi den Pitbull anbellen. Würden sie dem Pitbull aber quasi Nase an Nase stehen, würden sie das eher nicht tun. Aber weil natürlich sie immer beschützt werden und weil der Pitbull immer zurückgezogen wird, glaubt der Chihuahua irgendwann, dass er der mächtigste Hund auf der Welt ist. Und ich habe mal vor Jahren so einen menschlichen Chihuahua kennengelernt und der war auch so einer, da hast halt einfach gemerkt, Schnuckelhase, es hätte dir mal gut getan, hättest du mal kennengelernt. Ja, dass du halt einfach nur ein kleiner Chihuahua bist und dass jeder andere Pitbull einfach echt nett ist zu dir. Und der war ich mich selber auch irre zusammenreißen müssen mit dem. Ich bin nicht der Typ dazu, aber der war einer, der hätte das echt mal gut vertragen. Ich weiß, es gibt bestimmt eine andere, wie kannst du das sagen, wie kannst du das schreiben? Aber ich finde, das Schöne ist ja, dass man, wenn man das halt früh kennenlernt, was Grenzen sind und wie man auch in ein soziales Gefüge passt, dass es dann später kein Problem ist, wenn das immer unreguliert war, dann kommen da halt auch menschliche Schmuckstücke raus, die dann mit 25 absolut unkontrolliert herumlaufen und glauben, ihnen steht alles zu und das ist natürlich grundsätzlich schwierig. Und deswegen ist das für mich vielleicht um den Bogen nochmal so in trockene Tücher zu kriegen, ist ein Plädoyer dafür, dass man Kinder früh Sport machen lässt, dass man selber früh in Gruppen gemeinsam Dinge macht und auch sieht, okay, man wird nur gut, wenn man sich das sehr hart erarbeitet. Man sieht so ein bisschen auch, wo man hingehört und wo man hin möchte. Und das ist sehr viel wert. Ich sehe es bei meinem Kleinen, der Taekwondo macht und da voll aufgeht. Und dann natürlich auch sieht, hey, da sind andere, die echt das viel besser können und die sind auch größer und stärker, aber auch sehen, wie sie mit viel harter Arbeit dann kommen. Und wie sie sich aber auch unterordnen müssen. Das ist super spannend. Wie sieht es mit eurem aus? Habt ihr schon Sport irgendwie so oft? So ich überlegt? Ich meine, Fußball ist klar, ich weiß, da ist schon vorgeplant, aber.

Markus:

Sein erstes RFC-Trikot hat er natürlich schon. Das klettert er gerade ganz fresig auf unserer Couch und so herum. Nein, aber sonst noch keine konkreten Pläne.

Daniel:

Okay, cool. Okay, cool. Du und ich meine, das sind natürlich so ein bisschen so die privaten Themen. Es passiert aber auch wahnsinnig viel in der Tech-Welt. Und es ist klar, ich meine, wie beide haben jetzt eine Weile nicht gehört, Venezuela, unfassbar krass, was passiert, es ist unfassbar krass, was im Iran passiert. Die ganze Welt verändert sich, die Welt verändert sich täglich und irgendwie ist es so, wir sind dann mittendrin und bei uns ist das Ganze noch, bei uns meine ich, europäisch, Europäische Union ist das noch alles relativ ruhig. Aber wenn man so möchte, ist es so, wie man in einer Hafenstadt ist und die Wellen schlagen, aber so richtig fest gegen die Hafenmauer. Man sieht aber auch irgendwo am Radar, dass der Sturm dich nachlässt und immer stärker wird. Und irgendwann denkt man sich, ja, diese Hafenmauer wird vielleicht nicht für immer halten. Was tun wir? Man bräuchte mehr Zement. Das Problem ist, der Zement kommt aber genau auf der anderen Seite des Meeres. Dort, wo irgendwie so alles sich zusammenbraut, dann ist es eigentlich keine Chance, über das Meer rüber zu fahren und mehr Zement zu holen. Und so ist so ein bisschen, finde ich, gerade die gesamteuropäische Lage, dass man sich denkt, wir bräuchten Lösungen, aber die Lösungen sind gerade eigentlich von denen, wo das Problem so ein bisschen herkommt. Ich weiß, ich habe letzte Woche schon über viel gesprochen und da kam auch so relativ interessantes Feedback. Vielleicht kannst du so ein bisschen so die Überleitung bauen. Für die, die vielleicht jetzt auch zum ersten Mal reinhören oder auf letzte Woche nicht reingehört haben.

Markus:

Ja, also wir haben viel über technologische Souveränität gesprochen und wie abhängig wir von auch besonders eben amerikanischen digitalen Lösungen, digitaler Infrastruktur sind und dass das eigentlich in Zeiten, wo Donald Trump aktiv einen Einspruch auf Grönland ausgesprochen hat, ja, suboptimal ist, sagen wir so, und dass wir da viel versäumt haben als Europäische Union, dass wir da viel früher eine eigene Tech-Industrie aufbauen hätten müssen, Startups viel eher einen Nährboden geben hätten sollen, weniger Protektionismus der bestehenden Wirtschaft machen hätten sollen, und dass es da besonders auf staatlicher Seite eben ganz wichtig ist, jetzt schnell in die Gänge zu kommen, sowohl was die, sag ich mal, die Verteidigungsfähigkeit, also die Rüstungsindustrie angeht, als auch die technologische, digitale Infrastruktur, dass man da mehr auf eigenen Beinen steht. Und was dann tatsächlich von zwei Leuten, vom Tima Rubanow und vom Alois Bauer, unabhängig voneinander auch als Feedback gekommen ist, ist, das finden sie genauso. Und gleichzeitig sehen sie das durchaus auch als nicht nur als Verantwortung der Politik, sondern als auch Verantwortung von jedem Einzelnen zu überlegen, wie kann man denn vielleicht auch individuell selbst mehr auf europäische Lösungen setzen und einen Beitrag zu dieser Souveränität leisten, was ich ein sehr guten sehr gutes Feedback, einen sehr guten Input finde, der nicht immer leicht umzusetzen ist. Das muss man auch sagen, weil was natürlich ein amerikanisches Tech-Ökosystem legt, auch von der Interoperabilität. Das heißt, viele Tools sind dann halt auch so gebaut, dass sie sehr gut interagieren mit anderen amerikanischen Tools und dort, wo ich glaube, dass es halt dann wiederum kritisch ist, wenn man sagt, man hat einen gröberen Produktivitätsverlust, muss ein schlechteres Tool nutzen, um diese Souveränität zu erreichen, dann ist das wahrscheinlich für viele Unternehmen schon ein Stretch, das sind viele Personen, weil man natürlich dann erst recht wieder im eigenen Wettbewerb einen Nachteil hat. Das heißt, es gilt jetzt sicher auch darum, natürlich zu identifizieren, wo gibt es schon alternative Lösungen, die zumindest ähnlich gut funktionieren wie die bekannten amerikanischen und wo gibt es das noch nicht, wo sind dadurch vielleicht auch, wo gibt es Opportunities dadurch, weil das Thema kommt, das Thema ist präsent, das heißt, es ist natürlich auch eine Opportunity auf der Business-Seite, dass man sich in so ein Feld reinsetzt und was Cooles baut, was heutzutage schneller geht als je zuvor. Aber vielleicht drei Optionen, die jetzt zum Beispiel der Team konkret angesprochen hat. Statt Uber kann man Bold nutzen. Und das ist, finde ich, ein sehr easy Quick Win. Weil das, also ich habe da schon immer beide Apps gehabt und die nehmen sich relativ wenig, sowohl von den Preisen als auch von den Features. Und wenn das eine europäisch ist und das andere amerikanisch, dann kann man da relativ schnell, glaube ich, eine Präferenz setzen. Statt Chrome kann man Vivaldi verwenden. Vivaldi funktioniert auch, also noch ein Chromium-Browser. Das heißt, theoretisch müssten auch die Extensions und ähnliches großteils funktionieren. Auch da bin ich jetzt gerade dabei, ein bisschen auszuprobieren, wie sehr halt jetzt, das ist ein gutes Beispiel, ich hatte eine Zeit lang, glaube ich, Sidekick hat es geheißen, einen anderen Browser statt Chrome und der hat dann immer wieder Probleme gemacht, tatsächlich jetzt mit unserem Podcast-Recording. Das heißt, da gilt es dann auch zu testen, wie sehr funktioniert sowas dann auch mit den unterschiedlichen Anforderungsprofilen. Da werde ich in den nächsten Wochen dann auch reporten, wie gut das funktioniert. Und dann hat er vorgeschlagen, und das finde ich, ist wahrscheinlich für mich persönlich der schwierigste Punkt, statt Gmail Proton zu verwenden. Ich glaube, auf privater Ebene ist das wahrscheinlich relativ einfach, besonders auf geschäftlicher Ebene. Dort, wo das Ganze halt mit der ganzen Google Workspace Suite kommt, dort, wo viele Produktivitätstools direkt an Gmail auch angeschlossen sind, da stelle ich mir das schon deutlich schwieriger vor, diesen Schritt zu machen. Aber in jedem Fall, glaube ich, mal ganz gute Pointers. Und vielleicht auch einen Anreiz an alle, die heute zuhören, sich mal zu überlegen, was sind eigentlich Tools, die man aktuell nutzt, wo es eine gute europäische Alternative gibt und gerne auch uns dann schicken. Wir teilen das dann gerne nächste Woche. Also unbedingt.

Daniel:

Ich finde das sehr gut. Ich sehe es aber auch wahnsinnig kritisch. Warum? Also, es ist ja ein zutiefst menschliches Problem. Es ist ja so, wenn du etwas hast, was für dich gut funktioniert, und dann musst du etwas nehmen, was nicht ganz so gut funktioniert, dann ist es in der Realität so, dass das nur ein paar ganz wenige Leute machen würden. Und insofern muss eigentlich der Aufruf eher so sein, dass man sich selber mittlerweile wesentlich bessere Tools zu bauen. So dumm das klingt. Und die probiert so schnell wie möglich auch auszurollen, weil, sind wir uns ganz ehrlich, und es ist jetzt total unkorrekt, was ich sage, aber es ist so. Ich bin zum Beispiel begeisterter Apple User. Warum? Weil es funktioniert. Weil ich mich nicht darum kümmern muss. Und das ist etwas, wenn ich etwas anderes bekomme, was europäisch is and ähnlich funktioniert, all for it. But that was then complexer is and complicated and then 47 Schritte, that is Du weißt, was ich meine. Es gibt dann einen kleinen Anteil von Menschen, die das machen. Das ist so ein bisschen so wie die Leute, die sagen, ach, sie machen alles mit dem Zug. Finde ich total toll, wenn sie dann irgendwie sagen, sie fahren mit dem Zug von Wien nach Stockholm und Retour und dann steigen sie 17 Mal um, finde ich super cool. Das kann ich mir mit meinem Leben und meinen Verantwortung in meinem Leben nicht leisten zeitlich. So. Und das werde ich mir auch nicht leisten können. Und wenn es aber eine Alternative gibt, die genauso gut ist wie das, was es gibt, finde ich das super. Und das muss eigentlich der Ansporn sein, dass man überlegen kann, wie kann man ein Ökosystem schaffen, das bessere Lösungen baut. Und wie kann man auch probieren, aber auch Sachen zu bauen, die. Und warum sind andere Produkte gut? Weil sie schnell gebaut werden, weil sie schnell ausprobiert werden, weil sie am Kunden weiterentwickelt werden, weil sie nicht sperrig sind, weil sie schnell Reichweite erzeugen. Und da gibt es immer so ein mahnendes Beispiel, das haben wir, glaube ich, letztes Jahr aufgegriffen und man darf es nicht vergessen. Die deutsche Bundeswehr hat ja letztes Jahr probiert, ein eigenes, einiges Produkt einzuführen, um intern zu kommunizieren. Kennst du die Geschichte mit dem Chat-Tool, das sie verwendet haben? Nein, glaube ich nicht. Unfassbar geil. Sie haben internes Chat-Tool gebaut, das sie schneller und leichter kommunizieren können. Mit dem Thema, dass die Übertragungszeiten für Chatnachrichten bei 59 Minuten lagen, Stellungsskizzen 25 Minuten, mehr als 20 Funkteilnehmerkonten nicht stabil miteinander geschaltet werden, zusammengeschaltet werden. Später ist man dann, glaube ich, auf WhatsApp umgeschwenkt. Aber der Punkt ist der, es ist ja eh toll, wenn man das macht, aber ich verstehe nicht, dass man etwas baut, das so viel Anforderungen hat, dass dann so etwas als Lösung rauskommt. Das ist für mich so ein macht es, probiert es, aber probiert nicht ein schlechteres Produkt zu bauen und zu hoffen, dass ein paar wenige für die größere Sache es trotzdem probieren, sondern baut ein verdammt besseres Produkt. Sonst lass es.

Markus:

Ja, nein, nein, bin ich voll bei dir. Ich glaube, es darf nicht mit einem großen Opfer verbunden sein. Ich glaube, nur das, was man nicht unterschätzen darf, ist, dass es besonders bei den Infrastrukturprojekten oftmals tatsächlich gleichwertige Produkte gibt. Es ist eine reine Bequemlichkeit, dass man halt auf der aktuellen amerikanischen Infrastruktur aufgebaut ist, ohne dass das jetzt besonders, da gibt es wenig USP, die für dich eine Abhängigkeit erzeugt. Das ist einfach nur, man kennt die europäische Alternative nicht, man will sich nicht damit beschäftigen. Und ich glaube, dort, wo es gleichwertige Lösungen gibt, ist aktuell ein guter Zeitpunkt, sich zu überlegen, macht es jetzt nicht Sinn, diese zehn Minuten zu investieren, wo man sagt, okay, es läuft genauso gut nachher. Es wird wahrscheinlich nicht viel besser laufen, weil das ist besonders bei so Infrastrukturprojekten, gibt es wenig Raum, sich dann noch groß zu differenzieren. Ich gebe dir recht, bei allen Produkten, wo es diesen Raum gibt, muss natürlich der europäische Anspruch, und das ist auch ein Appell an die Startups da draußen zu sein, man muss halt das beste Produkt schaffen. Und das ist immer das beste Argument. Wir sind große Fans vom Aura Ring, weil es der beste Health-Tracker ist. Jetzt kann man natürlich überhaupt sprechen und so weiter und die nehmen sich je wenig und das ist eine große Philosophiefrage, aber Aura ist europäisch und ist cool, dass es europäisch ist. Und hat amerikanisches Visikkapital, kann man jetzt auch da wieder drum sprechen. Aber ich glaube, da gebe ich dir recht. Ziel muss immer sein, ein besseres Produkt zu schaffen, aber besonders in den Bereichen, wo die Differenzierung nicht viel möglich ist, dann halt ein gleich ein Produkt, das gleich gut ist. Und dann, glaube ich, liegt es aber auch am Kunden, am Consumer zu sagen, man nimmt dann präferiert die europäische Lösung, weil es eh wurscht ist. Absolut. Aber ja, ich finde eigentlich, das könnte ja auch etwas sein, was wir hier bei FutureWiki machen. Wir machen eine kuratierte Liste an Tools, die gleichwertig sind oder fast gleichwertig mit den amerikanischen. Und falls ihr da was habt, dann schickt es uns gerne zu. Wir testen es und werden dann dazu berichten. Gut.

Daniel:

Und jetzt archäische Produkte als amerikanische.

Markus:

Jetzt kommen wir zurück zu den amerikanischen, weil vielleicht AI hat sich unglaublich viel getan diese Woche und leider auch diesmal wieder fast nur amerikanische News auf der Ebene.

Daniel:

Ja, beziehungsweise auch die News auf europäischer Ebene sind auch nicht ganz so prickelnd. Ich weiß nicht, ob du das sehr gehört hast, der. Oh Gott, wie. Wie heißt das große KI-Startup aus Deutschland? Alef Alpha. Dankeschön. Da hat gerade der Co-Gründer gesagt, dass er sich so aus allem komplett zurückzieht. Und den kenne ich und den hatte ich auf der Bühne und mir fällt sein Name nicht ein. Das ist so stilldemens. Jonas Andrulis.

Markus:

Ja, ist irgendwas, glaube ich.

Daniel:

Irgendwie sowas erkennen. Der Typ da halt. Das ist ja auch so peinlich, wenn man sagt, CEO von Apple, CEO von Microsoft, CEO vom deutschen Unternehmen. Hier, der Typ da, hier, weiß ich nicht, du weißt hier der eine, der ohne Haare. Ja, krass, also da ist so ein bisschen, da ist irgendwas im Busch, muss man einfach so ganz sagen, dass er sagt, per sofort zieht er sich da aus all seinen Rollen zurück. Let's see.

Markus:

Man muss jetzt sagen, halt auch, das ist Schnappwartung. Das ist long time coming. Man muss jetzt sagen, es gab in Europa zwei Unternehmen, die, sag ich mal, wirklich den Anspruch hatten, Foundational Models im Bereich KI zu machen. Es gab wahrscheinlich mehr, eh klar, aber zwei, die halt aus Deutschland und Frankreich gekommen sind und als High Potentials gehandelt wurden und das war Mistral und das war Aleph Alpha. Und Aleph Alfa schon seit, was wird das jetzt sein? Ich glaube mehr als ein Jahr oder so, ganz klar von diesem Weg abgekommen, haben gesagt, diese Materialschlacht kann man mit dem Kapitalmarkt in Europa nicht gewinnen. Wir gehen jetzt sehr stark eher in Richtung spezifischer Lösungen für die Industrie und sind damit halt eine andere Richtung gegangen. Ich schätze, schon damals kann ich mir vorstellen, dass das CEO das aus Notwendigkeit gemacht hat, weil er keinen anderen Weg gesehen hat. Aber das ist für ein Unternehmen, glaube ich, schon hart. Das sagt immer die große Vision, große Vision und dann sagst du, naja, das wird nichts, machen wir was anderes. Ich kann mir schon vorstellen, dass das halt jetzt Schritt für Schritt die Folgen davon waren. Ehrlicherweise auch von Mistal hört man aktuell jetzt nicht unbedingt nur Gutes. Es gibt Geflüster, dass sie auch den Consumerbereich jetzt eigentlich komplett depriorisieren. Auch das ist eigentlich, wie gesagt, aus einer europäischen Souveränitätsperspektive tragisch. Das ist in dem Fall sicher wirklich auch ein Problem des fehlenden Kapitals. Der Kapitalmarkt in Europa ist nicht stark genug, um dieses Arms Race, was es gibt im Bereich der KI, da mitzuhalten. Und das ist jetzt halt auch leider so, dass da schon ein ziemlich Gap entstanden ist. Besonders eben auf der Consumer-Seite, wo, ja, mal schauen, vielleicht müsste er kämpft, glaube ich, aber ich sehe jetzt gerade auch nicht die Quantensprünge bei Ihnen in dem Bereich.

Daniel:

Ja, ich meine, Jonas Andrulis heißt er, habe ich jetzt nochmal nachgeschaut. Ich meine, ich habe den, das Lustige ist, ich hatte den auf der Bühne und ich war neugierig auf ihn. Ich habe ihn ja so sehr reserviert erwartet. Der Mann hat unfassbare Energie, ist rhetorisch, ist ein richtiger, ist so eine richtige Gründerpersönlichkeit, den man folgen möchte. Ich könnte mir vorstellen, ohne irgendwas zu wissen, nur so einen Instinkt, dass der vielleicht auch einfach seine Begeisterung für diese Frontier-Arbeit, die der so gerne macht, verloren hat in so einem großen Konglomerat, das so behäigig geworden ist. Vielleicht baut der einfach im Hintergrund schon was viel Geileres, viel schnelleres, viel Schlankeres, was alles wegfeuert. Und das ist natürlich interessant. Wem wir nicht vergessen dürfen, ja, hier, den vergisst man immer, sind natürlich unsere Freunde, die Black Forest Labs, die sind natürlich unfassbar und die haben gerade wieder eine Runde gerast. Die hat man ja nicht immer so ganz im Radar, die hätte ich übrigens auch mit auf der Bühne. Auch ganz, ganz, ganz, ganz spannend. Und bei denen scheint alles doch sehr, sehr gut zu laufen. Also muss man da nicht so ganz den Kopf in den Sand stecken. Aber Problem ist natürlich irgendwie, wie du es gerade gesagt hast, dieser Arms Race vom Star Geht, wer kann mehr Kohle schneller mobilisieren. Das ist natürlich ein bisschen Thema, das wir nach wie vor hier haben. Also hier meine ich.

Markus:

Also ich glaube auch als spezifische Verticals bei Black Forest ist ja, glaube ich, Image, wenn ich mich recht erinnere. Ja, genau. Es geht da sehr stark um die Bildgenerierung. Ich glaube, da kann Europa auf jeden Fall mithalten, weil es halt auch nicht ein ganz so arges Arms Race ist. Es ist auch Application Layer, also Lovable ist ja wirklich gut unterwegs auch. Ja, ja, super. Aber so diese großen Large Language Models, wirklich Foundational. Das haben wir halt leider auch den Anschluss verloren gefühlt. Bitte auch korrigieren, falls da jemand zuhört, der Einblicke hat, aber mein Eindruck, da spitze ich halt gerade dieser Kampf ab zwischen den vier großen amerikanischen Playern. Und das ist Gemini, das ist ChatGBT, das ist Entropic und das ist Grog.

Daniel:

Entschuldigung, ich muss dich hier unterbrechen, hier ist das Ding, bevor wir jetzt auf die News davon eingehen, man darf eins nicht vergessen, diese Dinge sind schon sehr schwer aus unserem Leben wegzusehen. Die sind Teil unseres Workflows, Teil von eurem Workflow, Teil von unserer Art, wie wir denken, uns an Probleme annähern und haben einen brutal hohen Wert. Die sind eigentlich schon fast nicht mehr wegzudenken. Und die pumpt natürlich Kohle rein ohne Ende. Und die pumpt natürlich Kohle rein von nicht Leuten, die einfach an das höhere Gut denken, sondern es sind natürlich Leute, die im weitesten Sinne alle diese Zero-to-One-Ideologie haben, Monopol bauen und dann richtig melken. Melken, was das Zeugs hergibt. Und es ist einfach ein schmales Zeitfenster, das wir eigentlich nur haben, um Alternativen zu finden, bis dann da die Monopole bezogen sind. Und dann kommt natürlich die Monetarisierung. Und dann wird plötzlich gesagt, hier ChatGPT Pro, ja hier die, weiß ich, ich habe keine Ahnung, was es kostet. Ich hab's, weil es so toll ist. 20 Euro, weiß ich nicht. Und dann sagt man plötzlich, ja, 200 Euro, ja. Würde ich auch sofort zahlen. Würdest du auch zahlen? Würdest du ohne mit der Wimper zu zucken zahlen? Und wir sagen, jemand Tausender. Ja, boah, leck mich am Weister hier so, mh. Und das wird früher kommen, als man so denkt. Es gibt eine ganz tolle Black Mirror-Folge zu, habe ich auch schon mal angedeutet, so im weitesten Sinne. Und dass das passieren wird, ist sowas von dermaßen auf der Hand. Weil dieser Arms Race, wie du ihn gerade genannt hast, der muss natürlich auch den Return bringen. Also insofern, ein erhobener Zeigefinger-Kinderchen. Das ist jetzt nicht so ein Spaßthema, das ist ein sehr ernstes Thema, was da gerade passiert. Die Dealer verteilen quasi gerade kostenlos die Drogen, wir finden sie alle richtig geil. Ja, und die Dealer hören halt irgendwann auf damit zu sagen, hier sind die Päckchen, probier mal. Und dann verkaufen wir Omas Fernseher. Und das ist im Prinzip genau das, was passiert.

Markus:

Ja, ich glaube, was Hoffnung geben kann, ist, es gibt schon unterschiedliche Meinungen, ob diese Large-Language Models die Technologie sind, die uns zu dieser ultimativen General Artificial Intelligence, Super Intelligence bringen wird. Es gibt viele smarte Leute, die sagen, ja, man muss das halt einfach skalieren. Es gibt viele smarte Leute, die sagen nein, da brauchst du nochmal einen anderen Approach. Es wird sich zeigen, wer da recht hat. Wenn es die Large Language Models sind, dann haben wir wirklich schlechte Karten in dem Bereich und dann ist natürlich das Problem, dass diese ganze Wertschöpfung, die da entsteht, die, ja, wie du richtig sagst, dann halt auch, da wird die Q dann gemolken. Das ist halt dann alles, passiert alles in Amerika, es wird die ganzen Gewinne entstehen in Amerika, das ist für europäische Wettbewerbsfähigkeit, europäischen Wirtschaftsstandort, europäischen Sozialstaat schlecht. Wenn es ein anderweg ist, dann haben wir schon wieder Chancen, weil wir haben super Forschung in Europa. Wir müssen nur dann jetzt es schaffen, dass dieser Kapitalmarkt sehr schnell jetzt entsteht, weil wenn nicht, und das ist ja generell dieser gemeinsame europäische Wirtschaftsraum, diese gemeinsame europäische Identität entsteht, weil wenn nicht, dann wird das beim nächsten Zug auch wieder passieren, so wie es im Bereich Mobile, so wie es im Bereich Web. Es war ja immer, jedes Mal wäre wieder die Möglichkeit gewesen. Europa, jetzt reißen wir uns zusammen, schaffen wir, dass wir hier eine eigene Industrie aufbauen und es ist jetzt wieder halt Wind of Opportunity, Next Gen AI. Aber gut, jetzt predigen wir jede Woche, müssen wir nicht wieder in die Tiefe gehen. Reden wir darüber, was an Neuigkeiten im Bereich des Eigens. Genau. Es ist ein sehr passendes Bild. Ich sehe, warum du das so siehst und kann auch nicht widersprechen, dass natürlich eine Abhängigkeit entsteht. Wir haben vor Weihnachten darüber gesprochen. Ich glaube, aktuell ist es immerhin noch nicht die Incentivlage, dass sie an Eyeballs interessiert sind, sobald Werbung ins Spiel kommt, was ChatGPT ja auch aktiv schon angekündigt hat, kommt das toxisch auch noch dazu. Ich bin mir nicht sicher. Wie intensiv sie das pushen werden, aber ja, das ist schon eine Maschinerie, die da im Gang ist und manchmal.

Daniel:

Aber Entschuldigung, nur um es ausgesprochen zu haben, da ist jemand, nehmen wir es mal jemand, der dich jetzt seit Monaten kennt, wie du tickst, worauf du ansprichst, worauf du nicht ansprichst, was deine Ängste sind, deine Sorgen, du weißt, was ich meine. Und dann zu sagen, so, und jetzt geben wir dem genau das Produkt. Hey, du würdest, und ich meine jetzt dich, Markus, du würdest wahrscheinlich nach ein paar Wochen etwas kaufen, was du gar nicht brauchst, einfach weil das Ding dich so perfekt kennt und so perfekt nudgen könnte. Aber du weißt, was ich meine? Das ist aus Marketingsicht, es ist machbar, wenn es nicht hochreguliert wird.

Markus:

Da könnte ich auch etwas kaufen, was ich genau brauche. Also Werbung ist ja nicht. Werbung hat ja auch einen positiven Aspekt, dass ja dadurch Unternehmen die Kunden finden, die tatsächlich an ihrem Produkt interessiert sind. Es ist nur gleichzeitig durch dieses Geschäftsmodell werden die Produkte, auf denen die Werbung angezeigt wird. Ja, da gibt es Shitification.

Daniel:

Entschuldigung, das Thema ist ja Werbung ist ja emotional. Das ist ja genau meine Lieblingsbaustelle. Und dieses, es möchte ja auch Desires wecken, es möchte deine tiefsten Empfindungen haben. Und dass das dann damit wirklich immer Integer umgeht, das würde ich halt sehr bezweifeln. Verstehe mich nicht falsch, wenn es die perfekten Produkte für dich findet und sagt, hey, du solltest jetzt das bestellen für deinen kleinen Mann, weil in zwei Wochen wird er das brauchen, saugeil. Saugeil. Und das ist ja eigentlich, eigentlich ist ja Werbung früher per Definition ein Verbraucherhinweis. So war das ja früher mal ganz ursprünglich geil. Aber so quasi jetzt ist es ja eher so, es probiert einem immer Dinge zu vermitteln, die man so gar nicht braucht. Und man ist in seiner Bubble drin und das ist dann schon, es ist schon saugefährlich. Und wenn wir dann natürlich dran denken, da muss jemand sehr schnell sehr viel Geld verdienen, dann sind wahrscheinlich die Industrie, mit dem Geld, das schnell Return bringen kann, vielleicht nicht immer die Industrie mit den nützlichsten Produkten.

Markus:

Was ich jetzt dabei sehr spannend finde, ich kann mich erinnern, wie Facebook auf den Markt gekommen ist, war ja das große Talmud geschrieben, ja, irgendwann werden die was dafür verlangen und das ist ja schrecklich und dafür Geld zahlen dann. Und gefühlt hat sich das jetzt gedreht durch all diese Erfahrungen der letzten 20 Jahre. Und aktuell, zumindest in meiner Bubble, höre ich sehr oft, wenn ChatGPT Werbung einführt, dann sind sie mich als kundelos. Dann drehe ich das ab. Tun sie nicht. Ich glaube, solange.

Daniel:

100 pro. 100 pro. Das sage ich mal, das ist auch schnell, weil gesagt.

Markus:

Ich glaube, es kommt halt jetzt genau auch in einer Zeit, wo die Dominanz von ChatGPT anfängt zu bröckeln. Und ich glaube, dass das schon dann auch. Also Gemini.

Daniel:

Aber schaut, das sind dann die fünf, die dann damals auch bei, als ich nach Twitter war, gewechselt haben, auf diesen anderen Anbieter, den ich schon wieder längst vergessen habe. Weißt du, was ich meine? Da gab es irgendein so ein Alternativding, was eine Zeit lang dann und bei den Intellektuellen ganz populär war. Siehst du, weißt den Namen auch nicht mehr. Und dann sind die alle ganz schön. Ja, aber da gab es so ein, zwei, die so ein bisschen populärer waren. Das Armin Wolf mit viel Getöse rübergewechselt und bla bla bla. Ja. Das ist ein Bubble-Ding, die Leute bleiben. Und schau mal.

Markus:

Und ich glaube, das, was schon geblieben ist, als Twitter ein alternatives Plusguy. Also das ist das, wo sage ich immer als eher die Armin Wolfbubble rübergewechselt ist und immer noch dort ist. Das ist halt einfach, es sind halt jetzt parallel weiten Twitter eher für die eher rechtskapitalistisch orientierten Menschen und Plusky eher für links intellektuell. Ich bin jetzt vielen Leuten auf den Schlips getreten, ich weiß, aber es hat sich halt ein bisschen Bubbles gebildet. Ich glaube, dass viele Leute gerade grundsätzlich überlegen, ist ChatGPT noch das richtige Tool für sie? Ich glaube, wenn du da jetzt Werbung drauf hast, ich bin mir nicht sicher, ob sie sich das trauen im aktuellen Umfeld. Es hat jetzt gerade, damit kommen wir zu der News, Cloud wird massiv gehypt über das Cloud Code, das für alle, die halt entwickeln, mit Code, mit Terminal arbeiten können, schon seit jetzt einiger Zeit ein unfassbares Produktivitätstool ist. Also Leute, die sich in den ganzen Productivity-Code darin aufbauen und eigentlich ihr gesamtes, zumindest einmal Arbeitsleben darin managen, aber noch viel mehr und das auch vollautomatisieren dort. Die haben ja jetzt ein Produkt rausgebracht, das heißt Cloud Cowork, wo quasi genau diese Tools auch zugänglich werden für Leute, die nicht mit Code arbeiten, die nicht mit Terminal basiert sind. Ich glaube, das kann sehr mächtig sein. Das ist ein Riesending auch für die ganzen Agent-Startups da draußen. Das kann ein ziemlich Killer für sie werden. Ich glaube, da schauen Leute aus unserer Bubble gerade sehr stark hin als ChatGPT-Alternative auch. Es hat Apple gerade announzt, dass sie mit Schiff. Hast du es schon reingeschaut?

Daniel:

Hast du schon ausprobiert?

Markus:

Ich habe es nicht ausprobiert, weil man dafür eine 200 Dollar Subscription braucht, aktuell. Also das ist, man kann sich auf eine Warteliste setzen lassen, dann ist es für mehr Leute zugänglich. Aber viele Leute, denen ich sehr viel Vertrauen schenke in der Welt von AI, sagen, also mit Cloud Code kannst du aktuell am meisten auf die Beine steigen. Na, Cloud Code. Also das ist quasi das, wo man coden sollte oder können, oder jetzt müssen wir ein bisschen Verständnis dafür haben sollte. Und Cobal ist jetzt das ohne. Ecoding-Verständnis, das ist quasi für die breite Masse, aber arbeitet nach dem gleichen Prinzip. Dafür, dass das Cobalt kostet halt Geld oder viel Geld, 200 Euro pro Monat, deswegen habe ich noch nicht gemacht. Aber da glaube ich, sind smarte Leute gerade am überlegen, es hat Apple gerade anunzt, dass sie Siri jetzt auf Basis von Gemini aufbauen oder relaunchen. Das ist ein Rieseninterface, was da reinkommt. Auch hier, dann kann man wieder anfangen. Wenn mein iPhone eigentlich nativ Gemini hat, ist es dann klug, dass ich meine ganzen Infos an ChatGPT eigentlich füttere, obwohl das dann nicht nativ ist. Gmail kriegt jetzt massiv einen Relaunch mit AI. Auch hier würde natürlich die Gemini Connection. Also ich glaube schon, dass es aktuell ein harter Zeitpunkt ist, Werbung einzuführen, ChatGPT.

Daniel:

Ich glaube es noch immer easy. Ich glaube, es halt Werbung ist nicht Werbung. Also versteh mich nicht falsch, sondern es ist so ein. Es wird ein Nudging sein. Es wird ein sanftes Nudging sein und wurde dann irgendwann, ich gebe dir ein Beispiel, seit Wochen, seit ich bereite mich auf den Marathon vor und seit Wochen füttere ich das Ding einfach jedes Mal, wenn ich laufe, mit meinen Garmen-Daten und sage, schau mal, was hältst du hiervon, Billy, wie ist das on track? Was denkst du da? Mega-Laufcoaching, mega Laufcoaching. Und wenn das Ding dann mir plötzlich sagen würde, du mal, ich sehe, so langsam sollst du über neue Schuhe nachdenken und basierend auf den anderen Fragen mit den Rückenschmerzen und so weiter und so fort, würde ich dir diesen Schuh vorschlagen, kaufe ich. Und so wird das sein. Das wird nicht sein, hier Rauchmalbüro. Und ich denke mir, nee, ich rauche eh nicht und hau ab, sondern es wird so sein. Und es ist ja halt die Frage, ob es mir dann wirklich das Beste vorschlägt oder nur von einer bestimmten Marke. Und diese Marke wird dann natürlich dafür zahlen, dass es wirklich das ist, was ich brauche. Vielleicht ist es ja auch wirklich gut, aber der Punkt ist, diese Marken kriegen dann natürlich dieses Supply, diese ganzen Daten.

Markus:

Aber ich glaube, rein rechtlich müssen sie sie erkennzeichnen, wenn es eine Werbung ist. Und glaubst du diese Empfehlung? Echt. Also ich würde sofort massiv skeptisch werden, wenn ich sehe, das ist eine bezahlte Anzeige, dann glaube ich doch an dieser Empfehlung nicht mehr.

Daniel:

Nein, das anders, aber stell dir mal vor, es ist so etwas, was dich so langsam hinnautscht. Die wissen, dass sie dir in sechs Wochen den Schuh verkaufen wollen. Und ich wette mit dir, dann ist letztendlich die Anzeige. Wenn du sagst, jetzt zeig mir mal die passenden Schuhe, dann steht da wahrscheinlich überall bezahlt. Und dann wird das Ding aber genau auf einen besonders die Wochen davor hingewiesen haben. Achte drauf, dass es das hat, achte drauf, dass es die Farbe hat, achte drauf, dass es. So dass du am Ende des Tages ohnehin nur ein oder zwei Entscheidungen triffst. Das ist das, was ich meine. Stell dir vor, du hast den besten Body. Oder du kennst du den Andi Wuther? Das ist so der herausragendste österreichische Läufer. Der hat einen richtig coolen Laufschob, We Move. Das ist jetzt übrigens keine Werbung, sondern geilertyp. Ich folgte den seit Jahren auf Instagram. Der ist auch Zweiter geworden beim Wings for Life-Lauf weltweit. Der Typ ist eine Maschine. Und ich hatte dem, ich mal vor zehn Jahren, glaube ich, ein Pitchtraining gehabt, wo er zugehört hat, seitdem folg ich ihm und bla. Wenn der mir plötzlich irgendwann sagt, du, ich beobachte dich schon eine Weile und mir ist aufgefallen hier, also probier mal den Schuh, natürlich kaufe ich das. Klar, wenn der das sagt. Und das ist natürlich diese Art und Weise, wie ein ChatGPT das machen würde. Weißt du, was ich meine? Und nicht ein Badabing, hier kommt die Werbeeinschaltung. Markus, du bräuchtest heute Hockeyschläger. Und du sagst, Hockeyschläger brauche ich doch nicht. Sondern so ein super trustworthy, super langfristiger Begleiter. Du weißt, da kommen nur bitte Hinweise. So meine ich das. Und das ist, und zum Beispiel, wenn ich neue Laufschuhe brauche, und das ist das Interessante, mir ist Marke mittlerweile egal, mir ist Aussehen egal. Ich gehe in mein Laufgeschäft, dem ich vertraue, das ist dann Remove in dem Fall, wieder keinerlei eingeschaltete Werbung. Ich stelle mich da irgendwo drauf, ich bringe Ihnen meine alten Laufschuhe mit, da schaut sich dann irgendein Typ, der seit Jahren nichts anderes macht als laufen, meine Sola und sagt, aha, aha. Da gibt er mir drei Schuhe, mir ist das völlig Latte, was das für Schuhe sind. Da könnten rosa Unicorns drauf sein. Weißt du, was ich meine? Es ist mir Latte. Und ich weiß, einer von den drei kaufe ich. Völlig egal, was das ist. Und da waren schon Marken dabei, von denen habe ich noch nie gehört. Schuhe, die schon, meine jetzigen, ey, die schauen aus wie Transgender-Gummiboote. So hätte ich das mal gesagt, so schaue meine Laufschuhe gerade auf. Ich hätte never ever, never ever diese Schuhe gekauft. Von all den Dingen, die mir heilig sind, das sind die geilsten Schuhe ever. Weil mir der Typ gesagt, hey, probiere mal, und jetzt später komme ich drauf, das ist super. That's your ChatGPT, aber plötzlich in allen Lebensbelängen, aber viel früher, als ich es eigentlich weiß. Ich gehe immer Laufschuhe kaufen, wenn man meinen Rücken anfängt, weh zu tun. Dann ist das Profil durch, dann sind sie so und dann sind sie mir so gut. Ah ja. Und das, also die wären Idioten, wenn sie es anders machen würden. Und nicht vergessen, aber du weißt noch, diese alte Überschrift, die wir hatten vor sieben, acht, neun, zehn Jahren. Facebook weiß lange bevor dir, dass du dich trennen wirst. Hey, das wussten die vor 10, 15 Jahren schon. Was meinst du, was die jetzt von dir wissen?

Markus:

Gebe ich dir alles recht. Ich glaube, es ist rechtlich ein. Komm, rechtlich ist doch Dynami ist scheißegal. Na, Dynami ist schon, aber das ist. Achso, dann kommt das, glaube ich, der Schabier drängt halt ab. Ich glaube, dass Werbung da schon reguliert wird. Aber es ist eine gute Frage, wo Werbung reguliert wird, aber ich glaube, viel wichtiger. Dann kaufst du neue Lovsteuer und dann sind die nicht gut. Da brauchst du Chatschip. Na wieso? Das ist ja ein Interessenkonflikt.

Daniel:

Die werden das ja langfristig so machen. Nur der Punkt ist der, es gibt Produkte, die du brauchst und Produkte, die du nicht brauchst. Weißt du, was ich meine? Und der Punkt ist der, wenn du halt so lange genugcht hast, dass du jetzt genau das brauchst, dann läufst du halt rum wie.

Markus:

Aber okay, jetzt bei den Laufsturen, dann sagst du mir eigentlich, das, was der Laufverkäufer da macht, das ist eigentlich ja Bullshit. Nein, nein, nein, das meine ich gar nicht.

Daniel:

Das mache ich gar nicht. Nur mir geht es darum, manchmal kannst du auch Dinge entdecken, viel früher. Und das kann ja auch nützlich sein. Aber der Punkt ist, sehr, sehr oft wird ja auch ein Demand erstmal künstlich geschaffen. Und vielleicht ist es mit den Lauf schon so, das ist ja ein wirklicher Demand bei mir und ich will das ja auch wirklich. Der Punkt ist der, ich bringe da ein gewisses, mir ging es eher darum, dass ich dieses blinde Vertrauen mitbringe. Natürlich probiere ich es aus und wenn das mal nicht passt, dann bin ich sauer. Es hat immer gepasst. Aber es ist so ein, dieser Demand kommt ja eigentlich von mir. Ich gehe ja dort bewusst hin, weil ich das weiß und ich das will. Aber was ist, wenn das Ding über Wochen hin mich nutscht in alle möglichen Ecken und Enden und das geht super einfach.

Markus:

Gebe ich dir vollkommen recht, aber es ist halt trotzdem der Outcome. Dieses Ding hat ein anderes Incentive-System als dein Schuhverkäufer. Weil ein Schuhverkäufer ist ein Merchant, der macht seine Marge auf alle Schuhe, der hat ein Incentive, dir den besten Schutz zu verkaufen, weil dann kommst du wieder und kaufst wieder was. ChatGPT ist eine Werbeplattform, die verkaufen keine Schuhe, die verkaufen diese Werbefläche, also wenn sie Werbung in diese Richtung machen. Das heißt, da geht es darum, wer schibt ihnen am meisten Geld, wer gibt ihnen überhaupt Geld dafür, dass du diesen Schuh siehst.

Daniel:

Drehen wir es um. Entschuldigung, wenn ich dich unterbreche, du hast komplett recht. Aber ich will auf was anderes hinaus. Mein letzter, mein vorletzter Laufschuh war einer von einer Mark, ich habe schon wieder vergessen, heißt irgendwie Kahu. Hast du schon mal von Kahu gehört? Nein. Ich auch nicht. Das ist irgendwie so der älteste finnische Laufschuh von 1900, schieß mich tot, whatever. Die würden doch niemals dort aufscheinen. Weil die sicher nicht das Budget haben, gegen einen bei einem Mit 40er, der für ein Marathon läuft, mitzubieten, gegen einen Adidas und einen Nike, die sich gerade gegenseitig wegballern, wer dort angezeigt wird. Und was ich meine ist, wirst du denn überhaupt angezeigt? Vielleicht muss man es auf der Ebene sehen. Und da sind bestimmt auch gute Laufschuhe dabei. Aber was nicht dabei sein wird, ist eben dieser eine wilde krasse Schuh, den keine Sau kennt, da hinten im Lager ist aber genau richtig für mich, sondern eben Adidas Puma, Nike. Take it or leave it, einer von denen ist es. Und dann vielleicht auch auf einer Ebene, die ich vielleicht gar nicht so brauche. Weil sie müssen viel Kohle reinholen.

Markus:

Schau, wir werden ja sehen, wie es geht. Voll bei dir. Ich glaube, das Kohlethema ist natürlich das alles Entscheidende. Irgendwie müssen sie diese unfassbaren Infrastrukturinvestments, die sie tätigen, müssen sie stellen. Aber ich bin gespannt, ob ChatGPT mit Werbung bestehen wird können. Gegen tatsächlich übermächtige Gegner und das ist ja auch jetzt zum Beispiel, warum sich ein Elon Musk massiv echauffiert, dass jetzt Apple mit Google gemeinsame Sachen machen, weil das halt jetzt das Imperium ist, die ganz andere Möglichkeiten noch einmal haben. Und der Share an Usern, die auf ChatGPT setzen, ist konstant sinkend. Ist immer noch sehr darum, immer noch mehr als 50%, aber es geht runter. Und das war jetzt, glaube ich, schon eine ziemliche Richtungsentscheidung. Und wer kriegt diese riesen, weil die Alternative wäre gewesen, wenn jetzt zum Beispiel Apple gesagt hätte, sie machen das mit ChatGPT gemeinsam, dann hätte halt ChatGPT diesen direkten Layer gehabt auf die Hardware-Ebene. Und das wäre schon ein Faktor gewesen, wo du gegenüber Google, die haben halt über Search Interface einen unglaublichen Hebel drin. Also diese, wenn du irgendwas in Google suchst und werden dann die AI-Resultate angezeigt, das ist halt auch etwas, wo du einen sehr guten Entry Point hast für deine AI. Und du hast, die haben auch viel, also YouTube und so weiter, also viele strukturelle Vorteile, die Google hat. Und jetzt zusätzlich auch noch diese Partnerschaft mit Apple, das ist schon ein ziemlicher Hebel. Und also ich muss sagen, keine einfache Lage aktuell für Sam Altman und das Team, weil die müssen jetzt gleichzeitig schauen, wie können sie es produkttechnisch wieder irgendwo einen massiven Schritt machen, sodass sie weit einen klaren Vorteil bieten gegenüber allen anderen und gleichzeitig müssen sie die Finanzierungsthematik lösen, die du angesprochen hast, wo natürlich Werbung ein potenzieller Hebel wäre. Aber ja, also das wird spannend, die AI-Awards bleiben spannend.

Daniel:

Ich denke aber auch an Mischlösungen. Also ich sehe es bei meinem Amazon Prime so. Da gibt es Filme und obwohl ich quasi einen Amazon Prime-Account habe, da ist trotzdem Werbung davor geschaltet. Ja. Und dann ist das halt so. Weißt du, was ich meine? Es ist halt wirklich interessant. Trotzdem nutzt du es. Oder bei Instagram, ich habe eine Zeit irgendeinen Pro-Account gehabt, bin drauf gekommen, ich finde das total sinnlos. Reichweite ist eh nicht interessant in meinem Fall auf Instagram. Und dann habe ich halt irgendwie diese fünf Sekunden Werbung, die mir angezeigt werden. Finde ich's nervig, jupp. Akzeptiere ich es, jupp.

Markus:

Ja, nur die Frage ist, wenn sowieso allerlei Dinge dafür sprechen, dass ein anderes Tool besser ist als Amazon Prime oder YouTube, dann wird die Werbung auch ein Grund sein, warum du nochmal mehr denkst, oder?

unknown:

Stimmt.

Markus:

Aber jetzt. So ist es. We'll see. Ich meine, es ist. Ich glaube, wir werden das relativ bald sehen. Ich glaube, das wird jetzt 2026 dieses Rennen sehr klare Formen annehmen. Also es ist Crunch Time.

Daniel:

Genau das, was ich gerade sagen wollte. Das siehst du halt auch. Jetzt wird es bezogen, jetzt wird es integriert, jetzt ist es tief drin. Ja. Du, ich muss langsam springen. Was magst du noch machen?

Markus:

Ja, lass uns noch zurückkommen nach Österreich. Wir haben einen lustigen Newcomer und ein paar sensationelle Rockstars. Unser Newcomer der Woche ist LiveNets Mechanics mit einem Produkt namens Hofrad. Und diese KI hilft bei Behörden wegen. Das ist genau mein Humor. Aber jedenfalls ist ein spannender Approach. Ich bin ein großer Fan von jeglichen Formen von Rack oder Legal Text, einfach diese massive Challenge, die wir in Europa haben, dass wir halt unfassbar viel Bürokratie, zu viele Behördenwege haben, das technologisch zu lösen, sodass man nicht auf den Policymaker warten muss, halte ich immer für sehr cool. Die sind schon lustig, oder?

Daniel:

Hast du dir die verschiedenen Namings angeschaut für ihre Produkte? Schießlos, was? Also das Ding heißt Hofrad. Es gibt drei Varianten. Die Gratis-Version heißt Hofnarr. Die Bezahlversion heißt Betrügerin. Die Bürgerin bitte nicht Betrüger. Oh, Bürgerin, ich habe Betrügerin gewesen. Oh my bad. Weißt du warum? Weil ich war quasi schon vorgeprimed, die IP-Version, die ja wie heißt.

Markus:

Herr Benko hört zu, ja. Also das ist, finde ich, ist eine schöne Persiflage auf Österreich. Aber auch, glaube ich, ein Rechtspieler.

Daniel:

Leibniz Mechanics. Auch geil, dass sie sich Leibniz Mechanics nennen, oder? Die sind also eine ziemliche Humorabteilung, obwohl das Foto schaut auch aus wie jemand, der am Amt arbeiten könnte mit der Rotzbremse.

Markus:

Wenn man die es will, aber wenn er das hört, da.

Daniel:

Nein die Rotzbremse ist super, weil da kannst du dir auch richtig so Credibility am Amt einkaufen. Ich glaube, der fett. Nee, schaut gut aus.

Markus:

Der hat aber, bitte hat gearbeitet bei der ersten, bei der Finanzmarktaufsicht, bei der Nationalbank und bei KPMG. Also er kennt alle Seiten. Zeig ich doch.

Daniel:

Nee, finde ich cool. Ich finde das Branding sensationell, es passt auch und das passt alles von vorn und hinten. Schön. Und Hofrad ist natürlich ganz geil. Da kann der am Amt sagen, nur der Hofrat hat mir geschrieben. Das ist der Titel ist alles. Stark.

Markus:

Also wir halten die Daumen, dass das fliegt. Coole Geschichte. Und das bringt uns zu unseren Rockstars der Woche. Da gibt es eine ja, durchaus bemerkenswerte Finanzierungsrunde, mit der das Jahr gestartet hat für Vitrea Lab. Das ist ein Deep Tech-Startup, das sich mit Augmented Reality beschäftigt und zwar spezielle Lichtchips für Augmented Reality bei Ihnen macht. Es ist ein Wiener Startup und die haben eben 11 Millionen Dollar in einer Series E-Runde eingesammelt. Und ja, glaube ich, ein wichtiger Schritt auf ihrem Weg. Die Augmented Reality ist schon etwas, was, glaube ich, ist ja schon lange im Werden. Aber ich habe jetzt letztens mein erstes AR oder eigentlich ist es vielleicht MR, ich bin mir nicht sicher. Ich habe eine Skibrille gekauft oder auf Kickstarter quasi finanziert. Ich hoffe, sie kommt an und funktioniert, die bei schlechten Sichtbedingungen. Ah Gott, ich müsste schauen. Red auch ein bisschen, ich schaue in der Zwischenzeit was, wie es heißt.

Daniel:

Das Lustige ist immer dieses AR, MR, man weiß so gar nicht genau, was ist. Ich bin jetzt so gespannt, was es kommt, weil ich eier ja noch immer bei den Metabrillen rum, dass ich mir denke, irgendwie brauche ich die, irgendwie will ich die, brauche ich sie nicht, ich will sie, ich will sie nicht, ich will sie. Und ich finde das einfach zu geil.

Markus:

Und dass du da zeitgleich da in sowas reingehst, finde ich schon Ja, also das Ganze heißt ProVu ist ein Schweizer Startup und ist eben eine schiebt relativ bei schlechten Sichtbedingungen über XRS, das deutlich verbessert. Ich, ja, wie gesagt, hat es sehr cool ausgeschaut, ist ein Riesenproblem. Also jeder, der gerne besonders bei frischem Bulfoschnee sich ins Skigebiet bewegt, der weiß, dass das ein Riesenthema ist, dass du halt überhaupt, du siehst keine Unebenheiten mehr, weil du bist quasi Schneeblind. Und das scheint da echt ein Quantensprung zu sein. Ich hoffe, es ist jetzt auch in der Produktion, in der Serienproduktion etwas, was sich gut replizieren lässt und es endet besser als mein erster Kickstarter-Ausflug. Das waren damals die Armabrush-Zahnbürste, die da nicht funktioniert hat.

Daniel:

Scheiße, jetzt hat er wiederbestellt.

Markus:

Ja, also ich werde berichten, Ende des Jahres kriege ich diese Brillen. Hoffentlich.

Daniel:

Sehr stark. Jetzt brauchst du nur noch Schnee und dann ist alles cool. Nee, aber das ist halt echt gut. Davon gibt es aktuell genug. Das Android für Skifahrer. Finde ich cool. Finde ich sehr cool. Toll. Hat Spaß gemacht. Haben wir dafür weitergebracht, oder? So ist es. Dann würde ich sagen, an der Stelle. Freue ich mich, hat Spaß gemacht und schön. Bis zum nächsten Mal. Bye-bye.