Future Weekly

#483 - Industriestrategie, 2026 Venture Economics, Why startups leave

Hannah Wundsam & Markus Raunig Episode 483

🏭 Industriestrategie

📉 2026 Venture Economics

🔒 Wege aus der Liq Pref Hölle?

👩‍💻 Top Tech Hiring Reality

✈️ Why startups leave

⚖️ Double Equity als Exit-Hindernis

🧠 ChatGPT & Health


Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Markus:

Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, willkommen bei FutureWiki. Heute mit mir Markus und der großartigen Hannah. Hallo Hanna, hallo ihr da draußen. Wir haben spannende Themen im Gepäck, welch Wunder. Wir reden über die Industriestrategie. Die hat lang gebraucht, aber hat jetzt doch Hand und Fuß. Wir reden über Venture Economics im Jahre 2026, da hat sich einiges getan. Unter anderem gibt es eine Liquidation Preference Hölle und wir reden über potenzielle Wege aus dieser Hölle. Wir reden über die Hiring-Realität eines Top-Tech-Unternehmens mit unfassbaren Zahlen, die uns dazu gespielt wurden. Wir reden über die Gründe, warum europäische Startups abwandern, über Double Equity als Exit-Hindernis und über ChatGPT und sein neues Health-Produkt. Future Weekly, here we go. Und wir starten mit den News. Und die News der letzten Woche war, dass Österreich unglaublicherweise nach circa einem Jahr Arbeit daran mit vielen Arbeitsgruppen und vielen Inputs von den Sozialpartnern eine Industriestrategie hat. Hurra! Hanna, du hast dir das angeschaut, hast sogar einen LinkedIn-Post dazu gemacht. Vielleicht magst du uns berichten. Hat das Hand und Fuß, was in der Industriestrategie drin steht?

Hannah:

Ja, also es ist schon ein Aufschlag. Zumindest haben sich einige Themen wiedergefunden, die wir ja auch im Vorhinein schon viel diskutiert haben, wo wir auch unseren Input geliefert haben, vor allem wenn es um Richtung Entbürokratisierung geht. Und das Ganze hat ja als Kern quasi, dass sie neuen Schlüsseltechnologien festgelegt haben. Also von AI über Mobilität, über Quantum Computing haben sie hier neuen Technologien quasi herausgesucht, wo sie sagen, anstatt jetzt Gießkanne auf die gesamte Wirtschaft zu schütten, gibt es jetzt einen Fokus. Und im Zuge dessen gehen wir auch einige Schritte für die Möglichkeit, auch kleinere Unternehmen zu zukünftigen Industriegrößen zu skalieren. Und das fand ich ganz spannend. Also dieser, das explizit in der Industriestrategie genannt wird, das Ziel ist, dass Startups zu Technologie und zu Industrieunternehmen heranwachsen und skalieren. Und da steckt eine Erkenntnis drin, die, glaube ich, bisher in der Politik noch nicht so verbreitet war. Nämlich, dass Startups nicht so eine kleine, lustige Zielgruppe sind, die jetzt schöne neue Apps bauen und mit denen man gute Fotos machen kann, sondern dass das unsere Wirtschaftstreiber, unsere Großunternehmen der Zukunft werden. Und von dem her sind da ein paar Schritte auch genannt, hinter denen wir uns durchaus auch stellen. Also einerseits, dass mehr aus der Forschung tatsächlich auch in die Wirtschaft transferiert wird. Das bedeutet, einerseits Universitäten sollen in ihrer Leistungsvereinbarung Spin-Offs auch stärker festhalten. Es heißt, es soll mehr auch in Forschungsförderung fließen, spezifisch in diesen Schlüsseltechnologien. Und es soll auch der Dachfonds kommen, das wurde ja jetzt schon öfter angekündigt. Und dieser Dachfonds soll sich auch spezifisch auf Scale-Up-Finanzierung und Spin-Off-Finanzierung fokussieren und soll mit 2027 operativ werden. Was operativ werden heißt, das finde ich noch ein spannendes Thema. Also heißt es, dann fängt er mal an, zu Fundraising zu gehen oder heißt das, dann werden die ersten Investments getätigt. Ich hoffe sehr, das heißt, dann werden die ersten Investments getätigt. Was denkst du, Markus?

Markus:

Das hoffe ich auch. Wenn man 2027 erst anfängt mit dem Fundrais, denkt dann gute Nacht. Aber ich glaube, das wissen unsere politischen Stakeholder auch. Ich hoffe, sie tun mit dem Wissen dann halt auch das Richtige und treffen mutige Entscheidungen. Das ist natürlich etwas, wo politische Entscheidungen jetzt auch gefragt sind. Da muss man halt an sich auch in den Koalitionspartnern in der Abstimmung einigen, wo das angesiedelt ist und wie die Kriterien ausschauen für das Management. Und das muss halt wirklich, es darf keine Freundalwirtschaft sein, das muss ordentlich international kompetitiv sein, weil nur dann wird das Fundraising auch erfolgreich sein. Nur dann wird es dem Fonds gelingen, Geld aufzustellen und da muss dann natürlich auch die öffentliche Hand mithelfen und Klinken putzen gehen.

Hannah:

Genau. Also ich glaube, da das wird ganz wichtig sein, dass da auch die Kontakte alle aktiviert werden und wir diesen Fonds groß genug aufsetzen. Weil, also du hast mir vorhin erwähnt, ich habe es auf LinkedIn gepostet und da kam halt schon von vielen, naja, wenn wir 2027 erst anfangen überhaupt, da brauchen wir gar nicht mehr eine AI investieren, weil dann sind wir eh schon abgehängt. Und diese Industriestrategie, die steht ja ganz groß auch im Fokus der Wettbewerbsfähigkeit und Österreich wettbewerbsfähig machen. Und ich glaube, da, um da hinzukommen, müssen wir einfach auch schneller und flexibler werden. Und ich glaube, das ist auch noch ein Punkt, der schon noch angesprochen wird, in dieser ganzen Förderlandschaft, dass die flexibler gestaltet wird und auch unbürokratischer mit einem One-Stop-Shop für Antragstellung und Abrechnung, mit mehr Lambsam-Finanzierung und weniger quasi einzelner Stunden abrechnen. Ich glaube, da gibt es schon noch ganz, ganz viel, wie wir das Geld, das ja vorhanden ist, also es sollen ja auch 2,6 Milliarden, wenn ich das jetzt im richtigen Kopf habe, hineinfließen, quasi in diese Schlüsseltechnologien, dass wir das Geld, das da jetzt genutzt wird, auch smart verwenden und nicht wieder in Bürokratietöpfe fließen lassen und dass dann jeder dritte Berater, der Berater, auch noch was da mit verdienen muss.

Markus:

Ja, es geht wie immer um die Execution hier. Das muss man ganz klar sagen. Es ist schön, wenn das im Papier steht. Auch da gibt es natürlich philosophische Ansichten, ob ein Staat eigentlich Schlüsseltechnologien vorgeben kann. China sagt natürlich ja, auf jeden Fall. Man muss auch sagen, das, was Amerika zunehmend macht, ist ja auch durchaus staatlich getriebene Industriepolitik. Dort kam halt der Push initial eher aus der Industrie, also von den Start-ups, um es banal zu sagen. Und die Politik hat es dann aufgegriffen und amplifiziert. In China ist es eher der große Masterplan mit schon sehr früh auf Elektromobilität setzen und da Technologieführer werden und die Batterietechnologie und also da, glaube ich, sieht man schon immer noch Unterschiede. Und wie gut ein Staat dann darin ist, das auch vorherzusehen, was relevant ist, das ist der wirklich spannende Aspekt. Da sind oft die Unternehmen am Markt besser, das zu erkennen. Gleichzeitig darf man nicht unterschätzen, wie zentral auch der Markt als Abnehmer und als Impulsgeber in Europa ist. Wir haben Staatsquoten von um die 50 Prozent. Das heißt, da kann natürlich durch staatliche Impulsgebung auch sehr viele Signale gesendet werden. Insofern macht es wahrscheinlich schon Sinn, dass man das in dem Fall probiert. Das Wichtige ist, dass sie auch, diese Strategie darf nicht für jetzt für die nächsten 20 Jahre entsteing gemeißelt sein, sondern man sollte das jährlich überarbeiten und jährlich anschauen. Gibt es neue Punkte, die dazukommen, natürlich sollte man dem Ganzen auch einen gewissen Zeithorizont geben, damit Investitionen getätigt werden können. Das braucht ja auch eine gewisse Sicherheit. Aber wenn jetzt ein neues Technologiefeld aufpoppt, was eine Riesenchance ist, dann sollte man deshalb nicht, nur weil es nicht in der Industriestrategie drinsteht, dann dort keine Impulse setzen. Ich glaube, das ist ganz essentiell.

Hannah:

Ja, hundertprozentig. Und du hast noch einen Punkt erwähnt, der auch super wichtig ist, nämlich der Staat und die öffentliche Hand als Kunde und auch als erster Kunde für Startups. Und ich glaube, das ist so ein großer Hebel, wenn wir es schaffen, dass auch mehr Startups als Kunden des Staates genutzt werden. Und im Moment ist das oft noch sehr, sehr schwierig, überhaupt hier in diese Prozesse hineinzukommen. Weil natürlich der Staat sehr, sehr vorsichtig ist und gerne auf etablierte Player, wo er weiß, wie er mit denen zusammenarbeitet, setzt, wo auch weiß, da quasi gibt es das notwendige Backing und quasi die Man-and-Woman-Power dahinter, um das gut umzusetzen. Aber das hindert halt oft, dass da innovative, neue Unternehmen auch Auftragnehmer werden. Und da gibt es, glaube ich, international ganz gute Beispiele, dass hier mehr mit Challenges gearbeitet wird, die Sprint-Initiative in Deutschland, die dann große Challenges ausschreiben, wo sich Startups drauf bewerben und dann wirklich richtig große Budgets auch locker gemacht werden für innovative Projekte, die oft dann mit Startups und Großunternehmen gemeinsam geschaffen werden. Ich glaube, da gibt es viel zu lernen und zu kopieren und bin ich gespannt, wie sich das weiterentwickelt.

Markus:

Ja, mein Gut, dass die Dinge in die Bewegung kommen. Die Industriestrategie meines Erachtens hätte man auch in zwei Monaten fertigbringen können und im Sommer präsentieren. Das wäre besser gewesen als jetzt, aber besser spät als nie. Und es ist auch gut, dass da drin zumindest jetzt auch mal Startups als die Leitbetriebe der Zukunft erwähnt werden. Weil mein Eindruck in den letzten Monaten war schon auch sehr stark, dass sich die Politik aktuell irgendwie probiert, daran die bestehenden Industrieunternehmen irgendwie zu retten, irgendwie in dem aktuellen geopolitischen Umfeld wettbewerbfähig zu machen. Und das ist einfach sehr schwierig, weil sich die geopolitischen Umstände wohl nicht mehr so schnell dorthin zurückorientieren, wo sie dahergekommen sind. Das heißt, eigentlich müsste man neu erfinden, was österreichische Industrie bedeutet, wo hier auch technologische Schwerpunkte und Zukunftsindustrien liegen. Und ja, auch wenn natürlich in der Industriestrategie dann auch sowas wie ein Industriesturmpreis und sowas, sag ich mal, eher in Richtung auch bestehender Industrieunternehmen drin ist. Was kann man ja auch durchaus sagen, jetzt in der Wettbewerb mit Deutschland, das macht schon Sinn. Aber ja, es kommen auch die Startups vor und das ist zumindest einmal ein Schritt in die richtige Richtung. Gut, dann schauen wir von der großen Industriestrategie in die Startup-Szene. Da sind diese Woche zwei Posts in unserem Feed gespült worden, die sich anschauen, wie denn so die Economics von Venture Startups, also Venture-Backed Startups, 2026 ausschauen. Und da zeichnet sich schon ein Build up, das ziemlich hart ist. Also wenn man das vor ein paar Jahren herangezogen hätte, dann hätten, glaube ich, viele gedacht, es ist komplett wahnsinnig, was da erwartet wird. Aber also der Harry Stebbings, ein recht präsenter VC, der auch Podcaster ist und immer wieder ganz interessante Insights shart, er hat zum Beispiel als Benchmark geschrieben, wenn man eine Runde raced, dann sollte man sich an gewissen Growth Rates orientieren, wenn man in der nächsten Runde erfolgreich sein will. Und der sagt, wenn man 300% pro Jahr, also schon ein gewaltiges Year-Over-Year Growth wächst, dann ist das super, dann hat man gute Karten. Und das Ganze bewegt sich, muss man jetzt sagen, schon im Wachstumssegment. Also 5 bis 15 Millionen durchschnittliches Revenue per Year ARR, Recurring Revenue per Year. Also da ist 300% Wachstum schon eine gewaltige Zunahme. Das ist jetzt nicht so, dass man von drei auf neun Kunden wächst. Mit 200% hat man gute Karten, wird wahrscheinlich nicht die allerbesten VCs bekommen, aber es geht noch alles gut bei 100%, also einer Verdoppelung. Sagt er, es wird hart. Er glaubt, dass das schon sehr schwierig wird und 80% oder weniger, da kann man eigentlich gleich in Richtung Profitabilität schauen und lieber die Burn Rate runterbringen. Und das ist schon, also das State of Venture aktuell ist ein hartes Geschäft.

Hannah:

Irre. Also 300% bei dieser Ausgangslage schon ist eine Ansage und kenne ich auch nicht so viele in Österreich, die so stark wachsen. Es spiegelt halt einfach auch wieder, wie sich der Gesamtmarkt im Finanzierungsfeld entwickelt. Venture Capital ist einfach 2021 war es irgendwie noch für jede Startup auch klar. Quasi, wenn ich Technologie mache, dann gehe ich auch den VC-Weg und ich kriege das Geld auch, das stelle ich auch auf, wenn ich eine gute Idee habe und ein sauberes, diversifiziertes Team darstellen kann. Und jetzt geht das halt auch nur mehr mit Technologien, die dieses schnelle Wachstum auch zulassen. Also wir sehen ja auch, es wird hauptsächlich im AI-Bereich investiert. Da geht das auch noch. Das ist auch irgendwie so ein neues Feld, wo eben auch die Wachstumsmöglichkeiten extrem groß sind. Aber da kannst du jetzt nicht mit einem klassischen, also auch gerade einem Live-Science-Produkt oder wo du halt dann erst einmal das alles aufbauen musst, dann musst du schon schauen, wie du da hinkommst, dass du auch mal überhaupt solche Growth Rates hinlegen kannst.

Markus:

Ja, man muss natürlich sagen, das schreibt jetzt der Harry Stoppings, das heißt nicht, dass das in allen Industrien und in allen Cases tatsächlich auch so ist, aber es ist schon ein Trend, denn wir sehen, dass die Erwartungen an Wachstum einfach deutlich größer werden. Und um das nochmal zu materialisieren, wenn du vier Jahre mit 100% Year-over-Year Growth wächst, dann kommst du von 2 auf 16 Millionen Annual Recurring Revenue. Also es ist eigentlich eine sensationelle Unternehmensstory, oder? Wo du normalerweise sagst, es ist doch richtig cool, also ein Unternehmen, das einfach kontinuierlich wächst und sich in die richtige Richtung entwickelt. Aber für die aktuelle Situation am Markt ist man damit halt auch nicht mehr bei den Besten dabei, weil halt viele unglaublich schnell wachsen. Also das ist, gibt es auch, gibt es ein paar Beispiele jetzt auch hier bei uns in Europa, wo letztens mit einem Investor gesprochen hat, gemeint hat, ja, dann ganz einfach das ChatGPT-Wrapper-Startup im Portfolio, gebootstrappt ohne Investor, 15 Millionen Jahresumsatz innerhalb eines Jahres. Andere Startup seit Juni gelauncht und schon 8 Millionen Jahresumsatz. Also es ist in dem Umfeld kann man aktuell sehr, sehr schnell viel Umsatz machen. Und das ist dann halt eine Benchmark mit dem.

Hannah:

Gegenwärtig ist das? Das ist natürlich die Frage. Wie lang schaffst du es zu replizieren und wie, also ich glaube, das ist halt, eben, das sind diese AI-Rapper-Startups, die gerade auch von den Kunden gehypt werden. Und das kann aber sehr schnell sein, dass sich das halt wieder alles auch zurückentwickelt und dann musst du eine Downrun machen oder ja.

Markus:

Ich meine, wenn du Bootstrap bist und überhaupt keine Investmentrunde machst, dann hast du natürlich den Druck nicht. Aber du hast vollkommen recht, wenn es ein Venture Case ist und du dann halt mit so unglaublichen Zahlen eine Megabewertung erzielst und dann diese Growth Rate eben nicht erhalten kannst, was natürlich passieren kann, wahrscheinlich auch gar nichts unwahrscheinlich ist, dann hast du ein Problem. Und das ist eigentlich genau das, was man auch aktuell sieht. Was das große Problem in der VC-Szene aktuell ist, ist es eigentlich eine Liquidation Preference-Hölle. Es sind viele Unternehmen, die halt am Hype vor drei, vier Jahren fette, fette Runden geraced haben von oftmals halt internationalen Investoren. Unglaubliche Bewertungen, aber halt für diese unglaublichen Bewertungen dann sehr unangenehme Liquidation Preferences akzeptiert haben. Das heißt, da hat dieser letzte Investor, also die Investoren der letzten Investmentrunde, die eben dann zu dieser besonders hohen Bewertung eingestiegen sind, der hat hineingeschrieben, dass wenn das Unternehmen nicht zu einem gewissen Wachstum, nicht eine gewisse höhere Bewertung erzielt wird, dann jegliche Proceeds von einem Verkauf an ihn fließen. Und dann gibt es normale Liquid Prefs, wo man, sag ich, als Cap hat das, was investiert wurde, aber dann gibt es auch eben Liquidation Preferences, wo ein gewisser Multiple schon einberechnet wird. Das heißt, du musst nicht nur mal in deine Bewertung reinwachsen, sondern du musst dann auch noch diese Bewertung erhöhen. Und das bedeutet, da sind jetzt total viele, ich nenne es jetzt irgendwie so Zombie-Startups unterwegs, die per se oft teilweise Funktionierende, aber die sind funktionierend in dem Sinn, dass sie oft profitabel sind, aber die haben einen VC drin sitzen, beziehungsweise viele VCs dann oft auch schon, die brauchen einen Exit, da ist dann unglaublich viel Druck da, hey, wir müssen irgendjemanden finden. Gleichzeitig zahlt niemand genug, dass die Liquidation Preference ausgehebelt wird. Das heißt, ein Exit würde eigentlich nur diesen letzten Investoren was bringen. Das heißt, die Incentive-Lage passt überhaupt nicht. Die Gründer sagen, warum sollen wir verkaufen? Wir kriegen Ehren an, wir machen gute Umsätze, wir kriegen ein ordentliches Gehalt. Wir werden doch sicher nicht jetzt für quasi uns selbst Null verkaufen. Die ganzen frühen Angel-VC-Investoren aus den früheren Runden, die würden auch durch die Finger schauen. Das heißt, auch die müssen halt irgendwie schauen, wie können sie Returns erziehen. Und das ist natürlich Gift für die ganze Szene.

Hannah:

Voll, weil damit fließt nichts zurück und kann auch nicht reinvestiert werden. Und auch die frühen Mitarbeiter, die hier maßgeblich am Erfolg natürlich auch teilgenommen haben, selbst ins Risiko gegangen sind, indem sie einfach in so Einem risikobehafteten Unternehmen, das jederzeit auch zusprengen, wieder kann, mitgearbeitet haben, die können auch nicht mit profitieren. Es ist echt spannend, beziehungsweise ein Problem für die gesamte Szene, wenn die da jetzt quasi vor sich hin weiter treiben. Ich meine, das ist vielleicht auch unfair gesagt, weil es, wie du sagst, es sind oft gut funktionierende Unternehmen, aber irgendwann möchte ja auch der Gründer dann, das sind ja oft Leute, die viele Ideen haben und die theoretisch was Neues machen könnten. Und diese kreative Energie wird nicht genutzt, weil, ja, wie du sagst, sie festhängen.

Markus:

Und das ist dann auch das, wo das Ganze teilweise wirklich unangenehm wird. Weil natürlich gibt es dann diese Late-Stage-VCs, die darauf hoffen, dass die Gründer die Lust verlieren, weil dann können sie das Unternehmen zumindest zu einem gewissen Preis verscherbeln, kassieren das komplett ab und haben immerhin ein bisschen Geld zurückgeholt. Vielleicht sogar auch mit einem bisschen Return, wenn sie eine harte League Pref drin haben. Das heißt, die machen das dann so richtig unangenehm für alle Beteiligten. Also da ist die Incentivlage einfach richtig beschissen, wenn du so harte Liquidation Preferences drin hast. Und das ist eigentlich, glaube ich, auch ein Learning für die ganze Szene. Das muss ein Red Flag sein, weil das nicht dem Erfolg des Unternehmens am Ende gut tut. Das sorgt für total viele toxische Situationen. Und da müsst ihr eigentlich gut aligned haben, dass alle an einem Strang ziehen. Und das ist in so einem Setup nicht gegeben. Und das funktioniert natürlich, wenn die Erfolgswelle weitergeht, das Marktumfeld weiter wächst, dann wächst man halt in eine Liquidation Preference auch rein. Aber das ist schon eine Hardcore-Wette und also ich glaube, es ist da viele auch auf der Gründerseite, auf der Investorenseite auch, dass diese aktuelle Putz-Situation, die hilft niemandem. Ist auch ganz interessant, wie es führt dazu, dass viele jetzt gerade sich überlegen, wie schaut eigentlich die Zukunft von Venture Capital aus. Ich habe jetzt diese Woche einen Post gelesen, dass es eigentlich so eine Bifurcation gibt. Zwei Strategien, die man jetzt noch sieht. Es gibt die großen Plattformen, also die richtigen Brandnames, Sequoia, General Capital und Co. die halt einfach über die Brand und den Namen und den Access, den sie haben und halt auch auf, besonders auch dann auf der Kundenseite und so weiter, die können halt viele Türen öffnen, dass die eine Strategie sind, auch durch die Größe, die sie erreichen können, durch das Kapital, das sie haben. Und dann das andere extrem eher, sag ich mal, oft Solo-GPs, also ganz kleine Investoren, kleine VC-Fans, die sehr stark über die eigene Brand, über die eigene Reichweite, über die Undie-Klingers dieser Welt.

Hannah:

Der DS ist einen 15 Millionen aufgestellt für Prototype, seinen eigenen Fonds, wo er hauptsächlich in Robotik, in europäische Robotik-Startups investiert, was ich auch super spannend finde.

Markus:

Ja, und das sind effektiv One-Man- oder One-Woman-Shows, die halt durch ihre Erfahrung, durch ihr Netzwerk, durch ihre Brand total viel wie ein Magnet sind für interessante, spannende Gründer und gleichzeitig sehr wenig Fees quasi haben, weil sie eigentlich nur sich selbst erhalten müssen.

Hannah:

Ja, dass wir das Ganze auch super lean aufsetzen können mit halt den Tools, die du jetzt hast. Also wenn du jetzt neu sowas aufsetzt für dich, dann kannst du das halt mit Hilfe von AI-Tools mega smart aufsetzen. Ich meine, es gibt jetzt, ihr habt es eh auch schon im Podcast über Bodie, Broody, wie hörst dieser AI-Tool. Der AI-Investor ist, man kann es auch komplett automatisieren. Aber ich meine, bei Beispielen wie beim Andi, da hast du halt einfach auch diesen persönlichen Aspekt und dass du halt auch den Andi als Person gerne in deinem Board hast, der halt dir extrem gute Kontakte legen kann und einfach sicher sehr, sehr smarter Insights auch mitbringt. Und da hast du es halt dann in einem klassischen Fonds, wenn du sagst, auch als, also eigentlich geht es dann nur mehr darum, diese Extreme Outlier zu finden und versuchen da irgendwie reinzukommen in diese dann oft sehr eigentlich auch überladenden schon Deals, ist ja auch keine lustige Rolle, da jetzt ein VC-Analyst oder Manager zu sein, ein VC zu sein, da ein Mitarbeiter zu sein in einem VC Fonds. Weil im Endeffekt geht es jetzt nicht darum, dass du die coolen Deals als erstes findest, sondern dass du halt irgendwie in den großen Deals drinnen bist.

Markus:

Ja, und das gelingt ja dann oft auch wirklich nur durch Brand. Also da sind dann halt die großen Namen, die es Markt gibt, immer präferiert, weil es auch ein Signal ist. Und da bist du halt, wenn du dann da irgendwann zwischen diesen zwei Strategien gefangen bist, also in so einem Mid-Sized-Fund, der stage orientiert, in eine gewisse Stage geht, mit einem klassischen Team, das muss man aufpassen, dass man da halt nicht in diesen zwei Extremen zerquetscht wird. Das kann natürlich jetzt auch wieder ein zyklischer Trend sein und das kann sich alles wieder normalisieren, aber aktuell sehen wir schon Entwicklungen in diese Richtung und was auch natürlich interessant sein kann, im Zuge jetzt auch nochmal zurückkommen auf diese Liquidation Preference, es entsteht ja dadurch, dass es mehrere Runden gibt. Was schon ein Trend ist, den wir aktuell auch auf der Startup-Seite sehen, ist Heatstrapping. Also Startups, die eine Runde raisen und dann keine weitere. Die sagen, okay, sie holen sich ein bisschen Geld jetzt einmal, um das Ganze auf die Beine zu stellen, um das initiale Marketing, also diese erste Hürde, die schon sehr hart ist als Stand-up. Und dann aber läuft das über organisches Wachstum. Und da vielleicht ist auch eine Nische, wo sich ein VC zunehmend reinsetzen könnten, dass sie sagen, okay, es in einem Zeitalter von AI, wo man mit einer guten Strategie auch ohne unglaublich viel Geld wirklich sehr schnell, sehr weit wachsen kann. Vielleicht ist eine Runde genug, um dann trotzdem einen großen Exit irgendwann mal zu schaffen. Und dann ist natürlich die Dilution, also die Prozent, die man am Unternehmen hält, attraktiver.

Hannah:

Es ist halt echt die Frage, ob du da trotzdem dann diese 10 Acts hinbekommst, weil schon auch mit jeder quasi Runde hast du eine neue Bewertung auch des Unternehmens. Wenn du jetzt nur eine Runde raced, dann quasi schaut sich der, wirst du vom externen Markt auch nicht nochmal so validiert und so quasi, also jede Runde, die du racest, das bringt dir auch extrem viel Media, das bringt extrem viel Hype, das bringt dir wieder neue Mitarbeiter, die dich sehen und wo du wieder das beste Talent vielleicht abholen kannst. Also ich glaube, dass das sicher kein einfacher Weg ist, dann eben mit dieser einen Runde weit genug zu kommen und muss auch eben wiederum ein das Modell haben, dass das so wachsen kann, so organisch. Und vielleicht ist da jetzt gerade ein Sweet Spot dafür, weil eben der Markt das gerade hergibt und du halt irgendwie, ja, auch die Kanäle hast. Ich meine, du kannst ja auch jetzt über ChatGPT gefunden werden und das ist irgendwie auch nochmal ein Kanal, wenn du das schaffst, das zu knacken, dann kannst du vielleicht auch nochmal besser internationalisieren, weil das auch, ja. Also ich glaube, da gibt es schon viele Möglichkeiten. Ich habe auch beim, ja, das habe ich ihr schon erzählt letztes Mal, diese jungen Burschen, die ich kennengelernt habe, die schon einen ersten Exit gemacht haben. Vor ein paar Jahren jetzt arbeitet sie quasi bei dem amerikanischen, bei der amerikanischen Firma, die sie akquiriert hat und bauen halt nebenbei eine Dienstleistung mit dein oder deinen Rechnungen einfacher quasi sammeln und sortieren kannst. Und die sind global tätig, das ist alles quasi ein Sid-Hassel nebenbei und haben da schon Tausende an Kunden auf der ganzen Welt ihre Lösung nutzen. Und das ist halt, wenn du, wenn du raushörst, wie du den Code knackst und wenn du eine Idee hast, die wirklich auch viele, für viele ein echtes Problem löst, dann kann das auch eine Nische sein. Aber du hast halt irgendwie Zugang zu einer sehr großen Zielgruppe.

Markus:

Ja, ich glaube auch wenn, dann funktioniert es jetzt. Es ist schon etwas, was man ja aktuell von vielen smarten Leuten auch hört, dass sie eigentlich entweder komplett Bootstrappen oder Seatstrappen. Viel auf der Gründerseite natürlich. Auf der VC-Seite habe ich es noch nicht so viel gehört. Da habe ich es eher von Family Offices oder ähnlichem gehört. Oder Business Angels, die sagen, ja, eigentlich sagen sie ihren Startups auch gerade muss nicht unbedingt der VC-Case sein. Vielleicht schauen wir mal, ob wir mit der Runde nicht recht weit kommen und gleich auch genug Hebel generieren, dass da wirklich der 10X auch ohne quasi VC-Unterstützung kommt. Also es beschäftigt die Szene definitiv gerade.

Hannah:

Was auch viele machen, ist, dass sie schauen, dass sie halt am Anfang länger Bootstrappen und mal ohne eine Pre-Seed-Runde auskommen und einfach direkt eine Seed-Runde raisen, um eben auch weniger Dilution drinnen zu haben. Ist auch eben jetzt, glaube ich, viel besser möglich als noch vor ein paar Jahren. Einfach weil du durch die ganzen Tools viel weniger Mitarbeiter brauchst, um weit zu kommen und einfach schon sehr viel selber machen kannst. Ich habe jetzt, ich weiß late to the game, aber ich habe jetzt meine erste Website mit Lovable gebaut. Für meine Hochzeit habe ich mich damit gespielt. Und es ist einfach ein Wahnsinn, wie du halt keine einzige Zeile Code schreiben musst. Und so schnell, also echt, in einer halben Stunde hatte ich schon eine Website, die komplett funktional war. Dann kannst du natürlich dich spielen und irgendwelche Formen und dann über irgendwie R-Thebel integrieren und so weiter. Also ist jetzt viel fancyer als ich es gebraucht hätte, aber einfach weil es so schnell so gut geht. Und das ist schon ein extrem spannender Hebel. Und macht so viel Spaß, das einfach so selber bauen zu können.

Markus:

Ja, das ist aber auch cool, dass dieses selber bauen, weil das ist ja, ich glaube, viele Menschen probieren das nie aus. Diesen Spaß am selber bauen, das ist schon etwas, was, glaube ich, ein ganz essentieller Teil des menschlichen Wesens ist. Und das ein bisschen mehr wieder zu aktivieren, das wäre schon sehr wichtig auch für die europäische Seele, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Insofern ist es ja gut, wenn solche Tools auch aus Europa kommen. Du hast vorher schon angesprochen, einer der großen positiven Nebeneffekte einer Investmentrunde ist oft, dass es dadurch einfacher wird, gute Leute ins Unternehmen zu holen. Also das Hiring wird plötzlich einfach, weil plötzlich viele Menschen sich für das Unternehmen interessieren, dass sich da auch bewerben. Nicht alle von denen sind gut, oft sind da auch Trittboard-Fahrer dabei, die vielleicht gar nicht so hart arbeiten wollen, sondern nur halt jetzt auf der Erfolgsweile mitschwimmen. Und besonders da kommt es natürlich auch darauf an, wie gut man ist im Empfinden der richtigen Leute. Denn was wir auch gesehen haben diese Woche, ist Statistiken zu den einigen der erfolgreichsten bzw. auch bekanntesten Startups aktuell, die bereit waren, transparent zu machen, wie viele Applications sie bekommen und wie viele sie für eine Rolle dann halt auch tatsächlich anstellen. Die Hiring Rates sind schon gewaltig bei. Also 11 Labs, einer dieser wenigen europäischen AI-Champions mit Hauptsitz in London mittlerweile, die haben für 300 Hires im letzten, ich glaube letzten Jahr wahrscheinlich, 210.000 Applications bekommen. Also eigentlich 700 Applicants per Hire. Das ist natürlich jetzt top of the Pyramid. Aber es zeigt schon, was für eine was für eine Gravitationskraft da auch mitgeht, wenn man mal auf so eine Erfolgsschwelle schwimmt. Aber auch was für Systeme notwendig sind, um halt dann auch diesen Schwall an Bewerbungen zu bewältigen.

Hannah:

Vor allem. Ich habe mich schon vom Selfie geworfen. Irre. Und ich glaube, was halt auch dazu kommt, ist mehrere Faktoren. Einerseits der Arbeitsmarkt ist natürlich gerade nicht sehr einfach. Es ist ein sehr arbeitgeberfreundlicher Markt gerade. Es sind viele auch auf der Suche. Zweitens, Tech ist als Arbeitgeber einfach extrem attraktiv, auch im Vergleich zu anderen historisch sehr beliebten Jobs. Also ich habe auch einen Vergleich gesehen im Tech-Jobs und Consulting-Jobs, das halt auch viel attraktiver im Te-Bereich mittlerweile zu arbeiten, während die Top-Talente mittlerweile literally zu den Scale-Ups gehen als zu den McKinseys der Welt. Und das finde ich is a very positive entwickle.

Markus:

Noch besser when she grüned, but it is a little shit.

Hannah:

True, true. And what man auch sieht is, it is einfach so viel einfacher, a bewerbung jetzt auch abzuschicken, die halbwegs gut ist. Also with help of ChatGPD kannst du halt einen decent coverletter und CV, der einfach gut aussieht, innerhalb von fünf Minuten schreiben. Und der kann auch noch super individualisiert und personalisiert sein. Auf quasi das Scrape und sagt man einfach, ja, bitte anpassen für die Firma so und so. Und schau dir vielleicht auch spezifisch an, was der CEO of LinkedIn gepostet hat, das wäre jetzt schon ein bisschen ein Step weiter, aber trotzdem, also dass auch das, was dauert, dann vielleicht, das braucht ihr vielleicht nochmal zehn Minuten mehr. So, das heißt für die Personen, die sich das anschauen, ist es natürlich extrem schwierig, herauszufiltern, was ist da wirklich ein guter Kandidat. Und das heißt, um da in dieser Menge jetzt herauszustechen, da musst du halt dann wirklich extraordinary sein. Und das ist die Frage, wie schafft man das in so einem das und da herauszustechen.

Markus:

Ja, also ich glaube tatsächlich, dass die Zukunft, also mal schauen, wie sich das kunstlich entwickelt, aber ich denke, dass die meisten wirklich relevanten Positionen schon jetzt und in Zukunft nochmal mehr, eher durch Outbound Outreach gefüllt werden. Also nicht, es gibt ein Application-Formular, wo sich dann alle bewerben können, sondern man findet die Leute, indem man auf LinkedIn nach gewissen Profilen sucht, indem man nach Empfehlungen fragt. Und das ist, wie gesagt, das ist jetzt nichts komplett Neues, aber ich glaube, dieser Trend wurde massiv verstärkt durch AI. Und das ist schon auch schade, weil natürlich dadurch auch gewisse Profile wahrscheinlich verloren gehen, die vielleicht jetzt noch nicht das stärkste Netzwerk haben, die vielleicht nicht die größte Social Media Präsenz haben, aber die eigentlich super wären und in einem Bewerbungsprozess normalerweise herausgestochen werden, aber jetzt halt dann halt in der Masse untergehen. Kann natürlich auf der anderen Seite jetzt auch AI-Tools geben, die es dann schaffen, solche Leute auch aus der Masse rauszuholen. Aber es ist nicht trivial und schwierig und ich glaube, dass sich das halt eher mehr in Outbound drehen wird, oder nochmal zusätzlich in Outbound drehen wird. Und dass dementsprechend ja schon auch sowas wie Headhunting und so weiter, dass hier auch gerade wahrscheinlich Rückenwind da ist.

Hannah:

Absolut. Und ich glaube, deswegen ist es schon wichtig, auch dass einem bewusst ist, was es für einen Impact haben kann, wenn man einfach eine Präsenz online sich aufbaut. Egal was die eigene Rolle ist. Und hier mit Building in Public oder einfach auch seine Meinung nach außen zu kommunizieren, aufzuzeigen, proof of work quasi was man selbst schon so auch in seinem Job kreiert und geschaffen hat. Oder auch wenn man explizit sich wo bewerben möchte, hier mit ganz spezifischen Themen auf dizommt, wie hey, keine Ahnung, wenn ich jetzt ein Produktmensch bin, auch a Customer Experience in der Interaktion mit diesem Produkt, da habe ich das Gefühl, von meiner Perspektive aus diesem und diesen Bereich könnte man verbessern, sodass sie quasi gleich mal sehen, dass es jemand, der einfach errascht dicht mit seinem Engagement und der sich jetzt schon darüber Gedanken macht.

Markus:

Ja, und auch tatsächlich mit dem inhaltlichen Input. Also ich glaube, weil wahrscheinlich eine AI könnte auch banale Dinge, also wenn man da AI auftragt, dass es sowas mit reinnimmt, aber wenn es dann wirklich gut ist und etwas ist, wo man sagt, okay, es kann nicht die 0815 AI, die vorschlagen, sondern es ist ein unique Insight, dann stichst du damit heraus. Ich könnte mir auch vorstellen, wenn man zeichnet, nicht das Netzwerk hat, nicht das Profil hat, nicht die Strahlkraft hat. Vielleicht wirklich offline als Weg anzugehen, also an einen Brief schreiben oder noch besser wirklich vorbeikommen oder so. Das kann manchmal auch voll in die Hose gehen und komplett falsch ankommen, besonders bei einer Tech-Firma, aber am Ende ist wahrscheinlich rausschlecht.

Hannah:

Wo ist der Gründer, wo ist der Gründer Speaker und dorthin gehen und dann schauen, dass man den irgendwie ab? Mit Einholt oder ich meine alle Konferenzen, da kannst du ja sowieso auf die, hast du ja meistens eine, kannst du alle Teilnehmer durchsuchen, dann kannst du schauen, wer ist Mitarbeiter bei diesen Firmen. Oder man schaut sich auf LinkedIn an, wer ist Mitarbeiter und versucht sich irgendwie mit denen einen Café auszumachen. Also ich Glaube, da muss man neue Wege gehen, auch als Bewerber. Aber es ist sehr spannend. Vor allem, ich fand es witzig, weil du hast dieses Thema in unsere Podcast-Notizen gepostet. Und kurz davor habe ich mit einem Freund von mir telefoniert, der von Revolut angeschrieben wurde. Also einer der Firmen auf der Liste, wo ich jetzt gesehen habe, irgendwie eine Million 600.000 Bewerbungen, aber auch 5000 Hires. Jedenfalls bauen die jetzt oder heiren sie erstmalig jetzt auch in Österreich. Und er wurde eben kontaktiert und ist jetzt schon durch zwei Interviewrunden von vier gegangen. Also auch Wahnsinn, was das für ein Prozess dahinter ist. Und dem sehr intensiv mit wirklich Case-Studies und wo sie eben auch noch wirklich, also er hat das Feedback weitergeschickt, das er bekommen hat und die sind voll auch inhaltlich auf seinen Case eingegangen. Also die scheinen auch sehr viel Wert drauf zu legen, da wirklich die richtigen Leute auszuwählen.

Markus:

Ja, also ich glaube, dass der Erfolg eines Startups hängt massiv davon ab, wie gut man im Hiring ist. Und die Besten da draußen sind da schon sehr, sehr gut. Ja, was auch mobil ist, sind Talente nicht nur innerhalb eines bestehenden Jobmarkts, sondern auch darüber hinaus. Das ist auch der Grund, warum nicht alle Startups dort bleiben, wo sie ursprünglich gegründet werden. Besonders für Europa war das in der Vergangenheit teilweise sehr bitter, weil sehr gute Research, sehr gute Startups, sehr gute Leute, sehr gute Ideen zwar hier geboren wurden, aber nicht hier umgesetzt oder nicht hier zum Wachsen gebracht. Und da gab es jetzt eine Studie von der EU-Kommission, die sich angeschaut hat, warum diese Startups Europa verlassen haben, oft nach Amerika, aber nicht immer. Was kam denn dabei raus?

Hannah:

Ja, sehr spannend, weil sie halt wirklich mit 400 Gründern da auch Interviews geführt haben und gesprochen haben. Und es ist jetzt nicht super überraschend. Also die meisten sind gegangen, weil sie, wo außerhalb von Europa mehr Finanzierungsmöglichkeiten hatten, also auch die Investoren explizit zum Teil eben verlangt haben, auch weil sie eben größere, einheitlichere Märkte gesehen haben, also genau die Themen, die wir mit unserem Engagement für eine EU-Inc die ganze Zeit preachen, dass auch ein gemeinsamer europäischer Markt sehr viel attraktiver wäre für unsere Startups. Und was ich auch als spannenden Inset fand, war, es ging eigentlich niemandem darum, Europa per se zu verlassen. Also die meisten haben gesagt, sie würden hätte, gäbe es einfach dieselben Markt- und Finanzierungschancen in Europa, wären sie geblieben. Die meisten haben kritische Fazilitäten auch noch weiterhin in Europa behalten. Also entweder für Research oder auch einfach um weiterhin Zugang zu dem Talentepool zu haben, beziehungsweise auch viele, die quasi Förderungen in Europa in Anspruch genommen haben. Und dann aber quasi eine Delaware Inc. oder ähnliches gegründet haben, um halt wirklich zu skalieren. Und das fand ich eben auch einen spannenden Aspekt, weil ich war letzte Woche in Graz, auch für eine Penny-Diskussion zum Thema Internationalisierung. Und da war dann die Frage zu den Gründerinnen, die am Penny saßen, mit mir gemeinsam, warum seid ihr in Österreich und habt nicht woanders gegründet oder euch euren Sitz irgendwann dann mal geändert? Und die eine Gründerin hat ganz klar gesagt, weil sie Förderungen in Österreich hat und die ihr verbieten dass sie anderem Land sich ansetzt. Also ja. Was ist da dein, was ist dein Blick darauf, Markus?

Markus:

Ja, also ich glaube, dass natürlich dieser Trend durch die Entwicklungen der letzten Monate wahrscheinlich sowieso etwas aufgehalten wurde. Es gibt genug Stad sie trotzdem jetzt noch hinübergehen, weil einfach der Markt so viel besser in Amerika ist, weil dort halt, wenn man mit Leuten spricht, die beide Märkte wirklich kennen, es gibt einen substanziellen Unterschied. In Amerika ist einfach von der Kultur her Default ja, und hier ist default nein. Und das ist so ein grundsätzlicher Vertrauensvorschuss. Wenn du als junger Startup dort zu einem potenziellen B2B-Kunden gehst, es ist der Ursprungsgedanke dort, yeah, let's take a chance, let's bet on them wurscht, ob man die schon vorher kennt, ob man da irgendwie schon lange eine Vertrauensbasis aufgebaut hat oder nicht. Also es ist viel mehr der Hang zum Risiko, die Bereitschaft auch mutig zu sein. Europa genau umgekehrt, das ist Default. Nein, es ist erst einmal, da kommen irgendwelche Wursteln daher. Wir haben überhaupt keine Ahnung, ob die erfolgreich sein werden. Wenn das nicht erfolgreich ist, dann muss ich in meiner Firma den Kopf hinhalten. Das heißt, es ist einfach eine Risikoaversion da. Und das ist meines Erachtens der Grund, warum schon viele einfach, besonders in dem Segment, dann den amerikanischen Markt sehr attraktiv finden. Aber man muss schon sagen, da ist viel Unsicherheit gerade politisch da. Das Land ist in einer Phase, die sehr turbulent ist. Ich glaube, die Lebensqualität in Europa ist aktuell eindeutig besser. Auch das kann sich drehen, wenn wir ökonomisch weiter an den Boden verlieren. Aber es gibt schon, ich kenne viele Leute, die aktuell explizit sagen, sie würden nicht nach Amerika ziehen, weil ihnen das aktuell zu heikel ist. Das spricht dann natürlich auch eine gewisse Risikoaversion der Europäer, aber vielleicht auch eine Überzeugung der eigenen Werte. Und das hilft uns sicher ein bisschen bei diesem Problem. Man könnte es halt auch an der Ursache ansetzen und das europäisch lösen, indem man zum Beispiel eine EOINK umsetzt, wirklich einen europäischen Markt schafft, dann hast du schon einmal von der Skalierung etwas bessere, also eine andere Rahmenbedingungen hast du eine viel schnellere Möglichkeit, in ganz Europa am Markt zu sein. Plus die kulturelle Ebene, an der muss man halt auch ansetzen. Das tun wir ja mit der Stiftung und da sind wir nicht alleine. Also da gibt es diese Erkenntnis, die gibt es auch auf politischer Ebene, sowohl auf europäischer als auch auf österreichischer. Also da, ich glaube, Problemerkenntnis ist da, Kulturwandel dauert, das ist eh klar. Aber things are happening.

Hannah:

Ja, und ich glaube, deswegen, es ist gerade ein super spannendes Momentum. Ich glaube, wir können eben, ich habe das Gefühl, jede Woche kommt auf der politischen Seite ein neuer, ein weiterer Impuls, dass mehr Menschen verstehen, dass es Startups, Innovation für unsere Zukunft und unsere Wettbewerbsfähigkeit braucht. Ich glaube trotzdem, also ich glaube, 2026 wird ein Schicksalsjahr für Europa. Und ich glaube, wenn, also im März kommt der erste Vorschlag der Kommission zum 28th Regime, also quasi dem Hoffentlich der EU-Inc. Hoffentlich der EU-Inc, genau, ja. Diesem 28. Regime, dass diese 27 unterschiedlichen Regime in Europa vereinheitlichen soll. Und ich glaube, wenn das im Zuge einer EU-Ink kommt und wirklich eine Startup, eine Variante ist, die dem Startup-Ökosystem hilft, dann ist das so ein positives Zeichen, dass, glaube ich, auch da ganz viel auslösen könnte im Sinne von Startups glauben daran, dass die Politik sie ernst nimmt. Und wenn das aber ein Scheiß wird und wenn das eine Directive wird, die dem Ganzen eigentlich nicht gut tut und eigentlich nur alles nochmal kompliziert und bürokratisch macht, dann glaube ich, da kann noch so viel in den USA passieren. Da werden die Leute trotzdem sagen, ja, in Europa funktioniert nichts, ich gehe. Und vielleicht ist es dann nicht die USA, vielleicht ist es dann Dubai.

Markus:

Absolut. Also da tun sich, glaube ich, andere Opportunities auf, wenn die USA es komplett verbockt, aber die Leute werden kluge Leute gehen dorthin, wo sie das Gefühl haben, sie können ihre Visionen, ihre Ideen, ihre Träume realisieren. Und wenn sie das Gefühl haben, das funktioniert in Europa nicht, dann verlassen sie Europa für den Ort, wo sie das am besten können. Und der ist dann relativ flexibel. Also das höchste Eisenbahn, dass wir da was ändern. Ja, ein Thema, was es da auch gibt, was uns natürlich immer wieder beschäftigt, ist, dass es dann so wirklich strange Situationen gibt, wo man sagt, es wirkt so, als würden einem in Österreich, in Europa, einfach als Startup-Steine in den Weg gelegt werden. Und es wird extra kompliziert und schwierig gemacht werden. Konkret geht es darum, wie teilweise es gewisse Förderungen erschweren, auch Exits zu machen, besonders Exits, die jetzt nicht die Riesenerfolgsexits wären, sondern halt aber dann schon dafür sorgen, dass das Unternehmen weiter besteht, dass zumindest auch ein kleiner Upside vorhanden ist. Und da haben wir jetzt schon mehrere Cases gehört. Eines jetzt gerade im Dezember von einer Firma, die uns auch sehr nahe steht. Vielleicht erzähl einmal ein bisschen, was für Insights du da gehört hast, Hannah.

Hannah:

Ja, wir haben uns entschlossen, das jetzt in den Podcast aufzunehmen, weil wir finden, dass es, man sollte vorbereitet auch in die Gründung und in Finanzierungsrunden gehen. Und eben das Investmentprogramm oder das Förderprogramm, um das geht es, ist AWS Double Equity. Und was bei dem Programm passiert, ist am Ende für die, die es nicht kennen, du bekommst ein Investment and quasi bekommst von der ersten Bank einen Kredit, der ist von der AWS quasi mit einer Garantie hinterlegt, einer Ausfallsgarantie. Das heißt, die Bank bekommt das Geld jedenfalls zurück. Du zahlst trotzdem 3% Zinsen auf diesen Kredit. Also es ist nicht so, dass es jetzt irgendwie ist.

Markus:

Obwohl es risikolos ist. Ich glaube, es muss auch nicht die erste Bank sein, aber in der Praxis ist es fast immer die erste Bank, oder? Also ich glaube, es muss einfach eine Bank sein.

Hannah:

Ich habe es noch nie mit einer anderen Bank gehört, von dem habe ich das jetzt. Aber ja, genau, meistens ist es die erste Bank. Und die Thematik ist, wenn ein Konkurs passiert, dann ist das eben versichert. Das heißt, die Bank, egal welche, bekommt den restlichen Kredit zurückgezahlt und bleibt nicht auf dem Geld sitzen. So jetzt ist es aber nicht geregelt, was passiert, wenn es einen Verkauf gibt, der jetzt nicht so ein toller Exit ist, dass man sowieso alle seine Schulden begleichen kann und alle Investoren einen tollen Exit bekommen, sondern dass man einen Schuldenschnitt bräuchte. Und da ist es dann so, dass es nicht so ist, wie ich es mir gedacht hätte, dass halt dann ein Teil eben direkt an die Bank geht und die AWS-Nummer für den Teil aufkommen muss, der quasi dann übrig bleibt, sondern die Bank müsste eben diesem ganzen Prozess zustimmen und das tut sie aber nicht, weil eben ganz klar geregelt ist, bei einem Konkurs bekommt sie das Geld zurück, aber nicht was passiert, wenn es quasi zu einem Schuldenschnitt kommt. Und deswegen kennen wir jetzt schon zwei Startups, wo es im Endeffekt daran gescheitert hat, dass einer der Hauptgründe war, warum dann ein Exit nicht passiert ist, weil eben die Bank nicht mitgegangen ist in diesem Prozess. Genau.

Markus:

Ja, und das sollte man, glaube ich, einfach mit bedenken. Double Equity ist grundsätzlich sehr attraktiv, weil es natürlich eine Verdopplung eines Equity-Investments schon ein schöner Hebel ist. Gleichzeitig muss man auch verstehen, was es mit dem Unternehmen macht, wenn man eben Fremdkapital inkludiert in den Kapitalmix. Das ist auch bei internationalen Investoren nicht immer gern gesehen. Das ist erschwert bzw. kompliziert die Lage, wenn ein Note-Exit, ein Notverkauf ansteht. Ich glaube, dass oft Unternehmen, ich habe auch gehört, dass manchmal Unternehmen oder Gründer sogar dann persönliche Haftungen unterschreiben für solche Kredite. Auch das würde ich nicht empfehlen. Das muss jeder selbst entscheiden, aber das ist schon, Fremdkapital ist was anderes als Eigenkapital und diesen Mix muss man, glaube ich, gut verstehen, bevor man ihn macht. Und deshalb sollte man sich da auch gut beraten lassen als kurzer Hinweis. Gut, und dann haben wir noch ein letztes Thema. Wir kommen natürlich nicht durch eine Future Wiki-Woche, ohne über einen der amerikanischen KI-Giganten zu sprechen. Diese Woche ist es OpenAI mit ChatGPT. Die haben übrigens auch jetzt konkretisiert, wie Werbung ausschauen wird. Es wird nicht für Pro-User kommen und nicht für Plus-User, sondern nur für Free oder Basic-User. Das ist vielleicht schon mal ein bisschen eine Entwarnung für die, die jetzt schon gesagt haben, dann kündige ich gleich mein Aber, wenn das kommt. Und es wird schon recht klar gekennzeichnet sein, zumindest. Natürlich keine, die ich trotzdem sensor, aber es läuft zumindest jetzt alles mal im geordneten Rahmen ab. Und sie haben auch announced, dass sie ChatGPT Health launchen, also ein dezidiertes Produkt für Gesundheitsdaten, wenn man all seine Daten reinspielen kann. Und das wird dann quasi so eine echte Gesundheitsassistenz, finde ich super spannend. Ist für Europa leider nicht verfügbar. Ich hoffe, dass sich das vielleicht auch nochmal ändert. Manchmal kommen ja die neuen Produkte dann etwas später nach Europa, aber tatsächlich ist es recht kompliziert, wie die Rechtslage bei diesen Themen in Europa ausschaut.

Hannah:

Ja, aber super spannend. Also ich glaube, also ich habe es persönlich GPT auch schon für Health- und Ernährungs- und so weiter-Themen und Trainingspläne für Marathon und so weiter verwendet. Ich habe auch letztens ein Blutbild gemacht und habe da halt irgendwie dann auch nicht meinen Arzttermin abwarten wollen und habe halt auch gleich mal eingegeben, was das alles heißt. Und da habe ich mir dann schon gedacht, will ich eigentlich, dass GGPT diese Daten vor mir hat? Naja, es war mir dann irgendwie doch wichtiger, schnelle Infos zu haben als meine Data Privacy. Aber ja, das ist ja schon noch ein Thema, das sie quasi in diesem Produkt eingehen wollen, dass das dann irgendwie sicherer ist. Besonders geschützt. Ja, besonders geschützt, wie konkret, weiß ich jetzt auch nicht. Aber oder geben sie noch nicht bekannt, aber dieses Tool wird sicher ein Startup-Killer sein für ganz viele Health Tags, die sich halt auf diesen Use Case jetzt auch drauf gesetzt haben. Ich glaube auch nicht, dass es so sein wird, dass jetzt ChatGPT die alle oder OpenAI die jetzt alle aufkauft, sondern die erscheinen da einfach selber an einem Produkt zu bauen, das dann dein Health Assistant wird.

Markus:

Ja, ist natürlich spannend. Ich meine, ich finde diese Frage, ist das jetzt ein Startup Killer oder ist das ein Startup Enabler oder welchen Einfluss das auf die Health-Startups da draußen hat, ich finde das immer sehr schwierig zu beurteilen. Wir haben vorher gerade über dieses ChatGPT-Wrapper-Startup gesprochen, was im letzten Jahr so massiv skaliert hat. Wenn du mich vor einem Jahr gefragt hättest, ob ein Chat-GPT-Wrapper erfolgreich sein wird, dann hätte ich dir wahrscheinlich gesagt, sicher nicht, weil das ist ja alles, hat überhaupt keinen Mode, überhaupt keine Eintrittsbarriere. Das kann man eins zu eins replizieren. Wenn ChatGPT das selber macht, dann haben die so ein Riesenproblem. Also wie sehr das dann wirklich das Damo-Class-Schwert ist.

Hannah:

Interfaces sind schon was wert. Ich glaube schon, dass ich ChatGPT auch so ein bisschen als zukünftiger App Store siehe. Also mehr als die Plattform, wo halt drauf gebaut wird, auch.

Markus:

Ja, vielleicht gibt es jetzt Apps, die halt diese Health-Function verwenden. Könnt ihr vorstellen, vielleicht das Privacy-Thema könnte reinkommen, wenn es eben um Werbung geht. Also vielleicht werden deine Health-Daten nicht verwendet, um Profiling für Werbung zu machen. Vielleicht hat das auch eine Auswirkungen. Noch nicht ganz klar, aber jedenfalls smarter Schritt. Ich glaube, es ist eine von diesen Dingen, die wir in dem Podcast schon sehr lange sagen. Ich glaube, seit Corona tatsächlich ist ja klug als eine Gesundheitsdaten in ein Tool zu geben, das dann halt gesamtheitlich drauf schaut und das kollektive Gesundheitswissen dieser Welt nutzt, um dir dabei zu helfen, Symptome besser früher einzuschätzen, generell deine Lebensstil so anzupassen, dass er für deine Gesundheitsrealität dienlich ist. Also that makes a lot of sense. Natürlich ist Privacy ein Thema, natürlich darf man auch nicht bewirken, dass dann Leute gar nicht mehr zum Arzt gehen.

Hannah:

Aber gerade in den USA, wo du halt Arztkosten hast. Sehr gut, in Österreich ist das was ganz anderes.

Markus:

Absolut. Also ich glaube tatsächlich, dass dieses Produkt vielen Leuten Zugang zu einem Gesundheitssystem zumindest mal gibt, die sonst gar nichts hätten. Und insofern.

Hannah:

Das ist schon auch einen großen Impact haben. Hast du irgendwelche Health-Jahresvorsätze?

Markus:

Das klingt aktuell sehr absurd. Ich habe mir vorgenommen, meine Schlafenszeit in meinem Auto Ring wieder auf 1 Uhr runterzubringen. Und wenn du, man muss dazu sagen, Der Olli ist seit Jahresbeginn sehr intensiv, was den Schlaf wieder angeht. Das heißt, es hat sich eher wieder in die falsche Richtung entwickelt. Es ist eher von zwei wieder in Richtung 3 gewandert. Also ich hoffe, dass das bis zum Jahresende schaffen wir, die Kurve in Richtung 1.

Hannah:

Also niemand dem Markus um neun einen Termin in den Kalender geben.

Markus:

Nein, das habe ich aktuell nicht so gern.

Hannah:

Ich habe tatsächlich mir vorgenommen, nur zu anlässen oder wenn ich echt einfach Lust drauf habe, Alkohol zu trinken. Und jetzt allein im Jänner habe ich schon das Gefühl, das hat schon einen Impact, auch wenn man irgendwie so an einem Samstag halt feiern geht, aber nichts trinkt. Ich war am Sonntag so fit. Ja. Also jetzt keine super neue Erkenntnis, aber für mich trotzdem. Finally bin ich auch dort.

Markus:

Das mache ich schon lange und kann ich wirklich sehr empfehlen. Wie du richtig analysiert hast, der nächste Tag dann deutlich besser und irgendwie, man lernt auch recht gut, ohne Alkoholkonsum trotzdem ordentlich zu feiern, insofern.

Hannah:

Ja, ich war da in der Früh immer noch so motiviert.

Markus:

Und wenn man dann doch einmal einen besonderen Anlass hat und trinkt, dann fühlt es sich umso besonderer an. Also du bist damit auch ganz im Trend, was man so hört von den Alkoholproduzenten. Die sie stecken auch ein bisschen in der Krise.

Hannah:

Gut.

Markus:

Ja, in diesem Sinne. Ja, vielen Dank. Mit diesen weisen Worten beschließen wir den heutigen Podcast und wünschen euch eine gute Restwoche und hören uns am Sonntag mit einem Deep Dive, die Deep Dive sind zurück. Hanna, vielen Dank fürs Co-hosten und ja, bis bald.

Hannah:

Ciao!