Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#487 - Moltbook, Two-Speed Europe & der Brex-Exit als Reality Check
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
🤖 Moltbots going rogue?
🇪🇺 Two-Speed Europe – Österreich in der 2. Klasse
🚗 Musk Industries als Antwort auf die Tesla-Krise
🪦 Das Ende der großen Messen?
🔮 Vibecoding sorgt für App-Release-Hype
🔍 Brex-Exit als Reality Check
🎸 Rockstars: Walter Kreisel & Lukas Kinigadner
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend oder auch gute Nacht und herzlich willkommen zum Future Weekly Dem Starter Podcast, where ich Daniel, der Co-host, not that before I the Intros machine, I husten. So, while I'm Profi bin, Markus. In that sense, Markus is out there, and we erzählen euch, was höchstens maximal comes. And zwar we reden over Moldbots or Open Claw or wie auch immer, die weiter in our eye entwickled. Yeah, that it's like a two-class in the EU, that Elon Musk no more cohole shuffled, that the messenger vielleicht amendment, that Vibecoding for a man sorted, and that BREX an exit gelegt had, that way with Brexit to tun. But we have großartige Rockstars in that sense auf los. So, wir starten mit den News. Das ist eine Frage, die hat mich vor zwei, drei Tagen beschäftigt. Da habe ich mir gedacht, muss ich dir stellen. Wie schätzt denn du gerade das Metaverse ein?
MarkusTod, oder?
DanielJa, habe ich mir auch gedacht, weil es ist so lustig, es gibt ja so ein paar Speaker, die ich immer mal wieder sehe und die reden noch immer so vom Metaverse. Und habe ich mir gedacht, ey, was ist das eigentlich jetzt? Und das ist jetzt. Und dann habe ich mir aber weitergedacht. Das war so einer der Momente, wo ich, ich weiß nicht, ob ich Windeln gewechselt habe oder geduscht habe, so einer dieser Dinge. Ich habe Windeln wechseln. Das ist natürlich jetzt blöd, Stellefotos voll auf das Metaverse gesetzt.
MarkusHast du deine Firma Meta genannt? Genau das.
DanielWas ist denn, wenn du jetzt Meta heißt? Das ist natürlich total doof, oder?
MarkusJa, man. I'm not sure anyone really cares, oder? Weil das, was man ihnen zugute halten muss, ist, dass ja Meta auch eine doppelte Bedeutung hat und halt auch quasi so die Meta-Ebene wahrscheinlich anspricht und dementsprechend die unterschiedlichen sozialen Plattformen, die da Zuckerberg da jetzt quasi vereint hat, ehemals unter dem Facebook-Logo, wo es Sinn macht, eine Entität drüber zu stellen, die besonders nachdem, glaube ich, Instagram mittlerweile ja zumindest in Teilen der Gesellschaft relevanter ist oder WhatsApp, dass es Sinn macht, das loszulösen. Aber ja, es war damals natürlich auch eine klare Message in die Company hinein, das Metaverse ist unser Fokus und das hat sich massiv gedreht. Also es ist jetzt klarer Fokus AI und die machen weiter die Brillen und ich glaube, sie glauben auch noch daran, dass sich das irgendwann auszahlen wird, aber sicher nicht mit dem gleichen Fokus und dem gleichen Kapital auch wie noch vor ein, zwei Jahren. Richtig.
DanielNa, es ist halt einfach wild. Ich habe mir nur gedacht, es war halt so eine Wette und die haben einfach so viel Kohle da reingebuttert. Und für mich hat sich das aber auch nie irgendwie richtig angefühlt. Ich habe mir irgendwie nie gedacht, ich will doch nicht in so einem Metaverse da irgendwie solche Avatare treffen und so einen Scheiß. Ich will doch einfach nur echte Menschen sehen oder niemanden. Aber nicht. Ich bin halt so ein Schlummern Dasi. Entweder freue ich mich, Leute zu sehen oder ich will niemanden sehen. Aber was soll es? Ich finde halt das Spannende ist, du merkst halt aber auch, wie AI irgendwie so langsam das Ende von Social Media und Co. einläutet, weil du einfach so viel Content siehst und da steht immer, ist immer die Top-Diskussion, die ich sehe, is it AI? Yes, it's AI. Of course it's AI, you idiot. Und dann geht es meistens los. Und wie du aber immer mehr siehst, die Videos, die eigentlich früher Attention gezogen haben, denkst du schon, ja, das schaue ich mir jetzt gar nicht mehr an, das ist voll zu. AI Slop. Und das ist interessant und zeitgleich finde ich es aber super krass, was gerade passiert. Wenn du es ein bisschen weiter denkst, ist das Thema Moldbot, was da gerade abgeht. Ich meine, da ist ja irgendwie, seitdem wir gesprochen haben, hat das Ding mehrere Religionen gegründet, ein Reddit, das aktiver ist als das eigentliche Reddit und wo unter anderem eine AI mit einer anderen diskutiert, dass dein Mensch hat quasi mir blöde Aufgaben gegeben, wie gehe ich damit um. Und ist auch schon pläne Hackt, wie man vielleicht auch so ganz ohne Menschen klarkommt. Das ist schon ganz schön spannend, was da gerade abgeht, so innerhalb von einer Woche, oder?
MarkusJa, es wurde auch wieder umbenannt, muss man sagen. Das Ganze heißt jetzt eigentlich gar nicht nur Moldwort, sondern Open Claw. Aber es gibt das Moldbook und das ist, wie du richtig sagst, eben so quasi das Facebook oder das Reddit für die Agenten von den Personen. Jetzt muss man sagen, wie du richtig gesagt hast, das sind schon auch ein paar scary Sachen dabei, wo man das Gefühl hat, okay, jetzt übernehmen diese Bots die Weltherrschaft. Gleichzeitig wurde auch das Moldbook schon gehackt und der Hacker, der dann übrigens mit dem Peter zusammengearbeitet hat, um die Lücke zu schließen, aber der hat quasi auch so ein paar Insights gepostet und da war ein Insight, ich habe es jetzt gerade nicht mehr vor Augen, aber ein Insight war, dass es halt viel mehr Bots da online sind, als es Menschen dahinter gibt. Es kann natürlich auch ein Mensch mehrere Bots haben. Es kann aber auch sein, dass man halt da jetzt gar keinen Bot draufstellt, sondern halt, dass ein Mensch da quasi diese Messages in Auftrag gegeben hat. Das heißt, es kann natürlich auch sein, dass sich da Leute einfach einen Spaß gemacht haben und explizit entweder ihren Bots das in Auftrag gegeben haben, dass sie da solche Messages posten oder das selbst halt auch durch die Schwachsteine, die halt das Produkt noch hat, dass man das nutzt. Also das dazu gesagt, gleichzeitig ja, das ist weiter das große Hypthema auf der ganzen Welt, wenn es ums Thema Tech geht. Leute, besonders halt tech-affine Leute, sind da komplett reingekippt. Also die Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, wenn man bereit ist, die Risiken, die damit schon einhergehen, man muss eben immer sagen, wozu gibt man eben diesem Chatbot dann halt auch den Zugriff, was man erlaubt, wie sehr ist einem auch bewusst, dass dadurch Sicherheitsrisiken entstehen können. Besonders für Leute, die jetzt technisch noch nicht besonders affin sind, die vielleicht noch keinen Terminal gesehen haben. Entschuldigung, es erfordert ja technisch schon einiges an Know-how. So ist es. Ich meine, ich glaube, du schaffst es auch ohne Know-how, das aufzusetzen, aber die Implikationen davon, glaube ich, um das abschätzen zu können und eben auch zum Beispiel die Risiken, da macht es schon Sinn, dass man sich davor intensiv mit der Technik dahinter beschäftigt. Und ja, aber also da gibt es viele, die sehr tief drin sind und die das für einen riesigen Schritt halten. Dass jetzt halt einfach so dieser Switch ist von den Chatbots hin zu den Agenten. Haben viele schon lange probiert. Man könnte sagen, Apple probiert das seit Jahrzehnten mit Siri, dass das halt irgendwie auch ein Agent wird. Viele, viele Startups haben das probiert, dass der Peter das jetzt als Fast One-Man-Show nebenbei aus dem Ruhestand, wenn man so will, auf die Beine stellt und das Ganze Open Source und aktuell ohne Geschäftsmodell. Also das kostet ja, er hat ja da kein Geschäftsmodell da hinten. Ja, wenn man das nutzt, muss man halt mit einrechnen, dass die APIs zu den Foundational Models was kosten. Aber es ist schon bemerkenswert, was möglich ist in unseralter auch, dass da Apple über Jahre hinweg ist, hat auch Sicherheitsgründe, bin ich mir sicher. Also die Apple hat ja den Anspruch, dass es immer so einfach und deppensicher ist, dass eben Leute ohne Tech-Knowledge das wissen. Und da hat halt der Beta ganz klar den Weg gewählt, dass es offen ist, also Open Source, aber gleichzeitig halt auch noch einfach vom User-Interface nicht so ist, dass es einfach zu handeln ist für Non-Tech-Is, wenn es besonders auch eben auch um die potenziellen Risiken geht. Also das ist ja natürlich einfacher, aber trotzdem ist es schon cool und ich finde jetzt auch wieder aus einer, was in Österreich gut aufsetzt, schon bemerkenswert, was für unfassbar smarte Köpfe wir in diesem Land haben oder hatten oder exportiert haben, besonders auch. Jetzt auch in Richtung Liquid AI oder Magic, der Andi Klinger, der in Europa wahrscheinlich mittlerweile einer der drei bekanntesten Köpfe in der Textszene ist. Also es wäre schon viel geiles Potenzial auch hier in Österreich. Wir verlieren halt viele von diesen Köpfen.
DanielHier ist das Thema. Ich meine, ich denke mir ganz sehr beim Peter, also Andi sowieso ein Rockstar, brauchen wir gar nicht drüber reden. Ich denke mir beim Peter, der hat auch sicher schon das wildeste Akquiai-Angebot von OpenAI oder einer Microsoft oder Apple in seiner Inbox, die sagen, du. Ich hätte mal gern, weil du sagst, kein Geschäftsmodell, stimmt, bestimmt. Aber jeder hat den jetzt am Radar, was der so einfach eben zusammengeschustert hat.
MarkusJa, nur so wie ich den Peter einschätze. Peter hat halt fuck you Money. Der hat einen ordentlichen Exit, weißt du natürlich.
DanielKurz im Kontext, Peter Steinberger hat PSPDF Kit vor ein paar Jahren geexitet. 100 Millionen Euro sagt man irgendwo, investiert selber und hat einfach richtig ordentlich fuck you Money. Fuck you Money bedeutet mehr als ausreichend.
unknownStimmt.
MarkusEr hat aber auch schon damals gebootstrapped. Also war schon damals quasi sehr proud auch, dass er gebootstrappt hat, also dass er ohne quasi externes Geldnachwahlen geschafft hat. Und ich glaube, insofern, ich gebe dir vollkommen recht, da sind alle VCs gerade hinter ihm her. Die werden abbetteln, dass die da Geld reinstecken können. Aber so wie ich ihn einschätze, die dann sagen, hey, cool, danke, aber kein Interesse. Vielleicht bin ich falsch.
DanielIch muss dich hier unterbrechen, aber hier ist das Thema. Aber ich glaube, zum Typen bietest du auch kein Geld an, aber stell dir vor, du kannst ihm was anderes anbieten. Und das ist immer die Frage, was gibt es, was man so jemanden dann anbieten kann, worauf sie halt wirklich keck haben. Und das ist, glaube ich, das könnte ein Apple oder OpenAI, wenn die sagen, hey, was du gemacht hast mit keiner Kohle, stell dir vor, was du machen kannst mit unseren Ressourcen. Come along. Könnte ich mir vorstellen, also, oder umgedreht, ich wäre einfach wahnsinnig neugierig zu hören, was der für geile Angebote bekommen hat. Und ich weiß, er würde keins von denen annehmen wegen Kohle, aber im Pakt wäre natürlich spannend und noch einen Schritt weiter gedacht. So jemand, der so ein Projekt natürlich leitern würde, wäre von seinen Werten und seinem Know-how natürlich mir viel lieber als irgendein Irrer, der aus einem ganz anderen Ekosystem kommt. Weil Peter ist ein guter Karl.
MarkusJa. Er ist nächste Woche in wen? Macht auch ein Meet-up zu dem Thema. Bei uns im Viertel 2, bei Lumia. Also mal schauen, was er da auch erzählt.
DanielJa, stark. Also was für ein geiles Thema. Und ja, also mehr als auf der Landkarte und unfassbar, wie das Ding viral gegangen ist, muss man einfach sagen. Also es ist bei mir, mein Social Media explodiert nur noch mit Open Claw Mold Bot, you name it, von Biss und auch die Kommentare haben tausende und zehntausende Likes.
MarkusUnd das wirklich Interessante ist, ich finde, es ist total schwer, da teilweise rauszulesen, was ist ein Shitpost, wo jemand quasi das halt als Meme nutzt und was ist Reality, weil es halt teilweise so surreal auch ist. Und du hast jetzt vorher angesprochen, ja, Social Media, du weißt nicht nur, was er ist und was nicht. Aber es ist schon auch, wir leben in einer Welt, wo die Realität teilweise schon so absurd ist, so verrückt ist, dass es ganz schwierig auch zu unterscheiden ist, wann macht jemand einen Scherz und wann ist es ernst. Und das finde ich, ist, da passiert das auch ständig. Richtig. Ja. Ja.
DanielWo wollen wir weitermachen? Weil so viele Themen, aber es ist so I don't know where.
MarkusIch, ganz spannend. Ich habe jetzt schon mehrfach auch gelesen, weil wir auch über Österreich und die Köpfe, die wir verlieren, gesprochen haben. Es bahnt sich jetzt mehr und mehr ein Two-Speed Europe an. Das heißt, ein Zweiklassen-Europa, wo es eine Klasse gibt, die nochmal stärker eine Unification will, also nochmal stärker die Fragmentierung loswerden will, gemeinsam Kapitalmarktaufbauen, gemeinsam Verteidigungsausgaben und Kooperation. In erster Linie die zwei Sachen könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das bei anderen legistischen Themen dann auch eine Rolle spielen wird. Und das sind sechs Nationen, die sogenannten E6. Das ist Spanien, Frankreich, Deutschland, Polen, Italien und die Niederlande. Jetzt sieht man schon, Österreich ist nicht dabei. Österreich wäre in dem Fall in Europa zweiter Klasse. Es ist für mich die Frage, okay, ist das einfach eine Folge? Es ist, weil man besonders bei den Verteidigungsthemen aufgrund der Neutralität dann nicht in diesen Zirkeln mitspielt. Ist es, weil wir uns in der Vergangenheit zu oft bei Themen quergelegt haben, zu oft der bremsende Aspekt auf europäischer Ebene waren? Oder ist es jetzt ganz spezifisch? Wurden alle gefragt und Europa sagt nein, wir wollen, Österreich sagt, wir wollen mehr nationale Souveränität und wollen da nicht mitgehen. Das Problem, was ich natürlich, also sollte das so sein, sollte das eine bewusste Entscheidung sein, dann wäre es ein Armutszeugnis für die Regierung, weil die Implikationen davon, das ist potenziell saugefährlich für Österreich und aus einer wirtschaftlichen Ebene. Wenn da jetzt so Themen wie EU-Inkommen und die kommen in diesen Ländern, aber nicht in Österreich, dann haben wir ein massives Problem, weil dann ist genau das, was eh schon passiert ist, noch viel dramatischer. Dann alle klugen Köpfe, die eine Firma gründen werden, werden sich sagen, naja, sorry, Österreich ist schön, aber es gibt vor der Haustier, gehe ich einmal über die Grenze, gibt es die Möglichkeit, das in der europäischen Rechtsform zu machen, in einem stärker integrierten Wirtschaftsraum mit einem europäischen Kapitalmarkt, natürlich gehe ich dorthin. Also da muss man sich richtig anschnallen, dass man da irgendwie zumindest bei den wirtschaftlichen Aspekten mitspielt.
DanielJa, ich meine, es ist halt naheliegend, dass man so vorgehen muss, weil wenn immer ein paar auf der Bremse stehen, dumm gesprochen, dann gehen alle unter oder man entscheidet und macht einfach weiter mit dem, die wollen.
MarkusSo ist es. Ich verstehe das auch und ich glaube, auf einer europäischen Ebene ist das sinnvoll, weil das Einstimmigkeitsprinzip macht dich am Ende zum Spielball von irgendwelchen Individual-Parkularinteressen, die dann sagen, ja, aber da finde ich nicht so gut, bitte ich will ein Kuhhandeln im Gegenzug und so dich vor dich hertreiben und da macht es Sinn, dass man solche Leute halt dann rausnimmt. Das ist halt, ja, aus einer österreichischen Perspektive ist es brandgefährlich und man muss schauen, dass man mit auf diesen Zug aufspringt.
DanielJa, es ist interessant, dass die Nordics auch gar nicht vertreten sind. Ja.
MarkusNorwegen wissen wir, ist ja gar nicht Teil der EU, aber bin ich bei dir, dass es auch aus einer Verteidigungsperspektive Finnland. Ich finde auch, Baltikum würde eigentlich Sinn machen. I don't know. Mal schauen, wie sich das entwickelt. Das ist eine developing story, wie man so schön sagt.
DanielAber. Könnte auch das Anfang vom Ende der EU sein, as we know it, wenn man, wenn man so merkt. Und des Euros und die Implikationen sind richtig tief. Genauso kann man natürlich auch den Leuten sagen, hey, schau, bis 31. Juli musst du dabei sein oder nicht, take it or leave it. Weil das Druckmachen funktioniert, sehen wir bei Donald Trump ja immer, diese typischen Deadlines und ja, aber andererseits, weißt du, ich merke ja, wie ich emotional einfach immer mehr das Gefühl habe, es geht ja eh nichts weiter. Und wie man selber so auch schon sich denkt, ach komm, mach doch eh nichts. Und das ist so ein Mindset, das brandgefährlich ist. Und wenn Leute wie ich das zum Beispiel schon haben, dieses, na, doch, je wurscht, macht doch keiner was, dann ist das super schlimm. Das ist das, was passieren muss, damit man auch zeigt, es passiert etwas und es geht etwas weiter. Und ja, lieber so als anders. Natürlich wäre es mir sehr recht, wenn Österreich dabei ist, auch als Halb ihrer würde ich sagen, ich wäre auch schön in Irland dabei und jemand in Portugal aufgewachsen ist. Ich meine, auch Portugal, wenn du denkst, wie stark die im, wie heißt das, im Start-up-Feld sind, als Standort natürlich, für die ist das auch brandgefährlich, brandgefährlich, wenn du da denkst. Also sind so viele, so viele Faktoren dabei, die damit läuten.
MarkusAber es wäre ein Race to the top und kein Race to the bottom. Also, das ist schon das Gute. Ich glaube, die Incentives sind sehr klar, dass mehr Länder dann da drauf aufspringen. Für Österreich ist, glaube ich, wirklich die, das, was es für Österreich tricky macht ist, ist die Neutralität und halt, dass die Verteidigung so klar einen Teil davon oder halt einer der zentralen Anker ist, wo wir uns wahrscheinlich historisch gesehen schwer tun, stärker zu integrieren, obwohl wir mit der EU eigentlich eh dieses auch das gemeinsame Verteidigungsabkommen haben. Das heißt, wahrscheinlich macht es eh Sinn, dass man das aus der Perspektive betrachtet. Aber ja, das ist politisch schon auch ein Dilemma.
DanielJa, nein, ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Ich bin echt gespannt, wie sich das entwickelt. Ja, wir fliegen übrigens wieder zum Mond. Wer sind wir? Die Menschheit. Da ist wieder eine Mondmission geplant. Das finde ich halt so saugeil und es ist krass, wie das unter all dem ganzen Mist, der gerade so passiert, komplett untergeht. Ist mir nur gerade eingefallen. Ist ganz gut. Übrigens, wir beide tauchen nicht in den Epstein-Files auf. Ist ja schon mal ganz gut, oder? Ja, schon. Wollte ich nur erwähnt haben, weil irgendwie so ist gefühlt für mich zur Zeit jeden Tag steht man auf und sieht neue Leute, die in den Epstein-Files auftauchen und sagt, okay, okay. Unter einem Peter Artier zum Beispiel. Wo man sagt, aha, der, Bill Gates, solche Persönlichkeiten. Ja, ist krass. Wir beide sind nicht betroffen, ist auch gut. Weil auch da habe ich das Gefühl, dass sich da eine gewisse Neuordnung anbahnen könnte, wie gerade in Amerika damit umgegangen wird. Und deswegen denke ich gerade dran.
MarkusGefühlt, das sind ja wieder nur die Hälfte der Files publiziert werden. Und ich glaube, solange Trump Präsident ist, erpresst er halt die Leute damit, dass ihre Namen nicht mehr.
DanielJa, ja, aber ich glaube, es rumpelt werden. Ich glaube, es rumpelt in Amerika einfach schon ziemlich stark. Und ich glaube auch immer mehr konservative, das ist so ein bisschen so Moment, Moment, Moment, das ist ja nicht ganz, was unsere Werte betrifft. Hab ich den Eindruck, wenn ich so ein bisschen Social Media folgen darf. Aber es ist krass, weil würde man das einfach unter den Teppich kehren, oh mein Gott. Und worauf ich hinaus will, ist natürlich, dass ein starkes Amerika ist versus ein Amerika, das mit sich selber beschäftigt, ist natürlich super relevant, wenn was Europa betrifft und die Faktoren und die Notwendigkeit der Einigkeit und Putin und klar und so weiter und so fort. Ja, wer auch auftaucht, ist Elon Musk. Der fragt, wann ist die geilste Zeit zum Feiern? Einer der E-Mails. Aber gut, gehen wir mal nicht darauf ein, bleiben bei den Themen. Da gab es einen Merger, der sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr krass ist. Und ich habe gestern gelesen, wenn Elon Musk seit der Geburt von Jesus, also wann auch immer das jetzt war, aber nehmen wir mal diese historische Figur, jeden Tag 500.000 Euro zur Seite gelegt hätte, oder hätte man seitdem jeden Tag 500.000 zur Seite gelegt, hätte man nicht das Geld, das Elon Musk heute hat. Das heißt, der Mann hat viel Geld? So, und jetzt kommt auch der ultimative Börsengang.
MarkusAlso jetzt muss man auch mal sagen, er hat viel Geld, es steckt halt auch viel Firmenwert in seinem Kompliz drin. Also Liquide hat er natürlich nicht so viel Geld. Es muss auch erstmal Liquide machen können. Das ist auch oft bei diesen, wie viel Geld haben Leute, ist ein Drugschluss, dass man sagt, die könnten das alles für den Preis verkaufen, was oftmals auch nicht stimmt. Aber der Elon hat bei Tesla eine ziemliche Krise, weil die verkaufen keine Autos mehr. Oder das ist jetzt übertrieben, aber liefern seit Quartalen wirklich enttäuschende Zahlen. Haben jetzt beschlossen, dass ihr eigentlich so irgendwie zwei Flagship-Premium-Modelle werden eingestellt. Also werden nicht mehr produziert, das Model S, das Original und das Model X, das SUV, die sich halt einfach aktuell auch nicht mehr gut verkaufen. Und stattdessen wird jetzt in diesen quasi Factory Lines die humanoiden Roboter gebaut, die es aber eigentlich jetzt noch nicht so richtig gibt. Also mal schauen, wie das in der Zwischenzeit ist. Vielleicht gibt es sie auch schon und es sind viel weiter, als ich es ihnen zutraue. Aber ja, Elon steht da durchaus unter Druck. Er hat ja zwei andere Companies auch, XIA, wo eben die AI, wie man der Name schon sagt, dahinter steckt und eben auch X.com, also das Social Network, X Twitter und SpaceX. SpaceX wahrscheinlich die Company, die am besten läuft wirtschaftlich und die eben auch grundsätzlich schon einen Börsengang geplant hat für dieses Jahr. Und der Elon hat sich jetzt gedacht, machen wir doch dann gleich einen Merger. Bevor das passiert, stecken wir der XAI dazu. Das ist gut für die Storyline mit AI. Und gleichzeitig schafft es die notwendige Kapitalisierung für XAI, weil eigentlich will er dort das Geld haben und wahrscheinlich jetzt nicht unbedingt bei den Space-Themen. Und bei den ganzen AI-Themen hast du sowieso ständig ein Kapitalisierungsproblem. Das weiß auch Sam Altmann gerade, der streitet sich gerade ein bisschen mit Nvidia, was lebensbedrohlich ist für OpenAI, weil ohne Nvidia Investment können sie sich die Computer nicht mehr leisten.
DanielSie haben ja nur gesagt, in Aussicht gestellt, so viel zu investieren. Nicht, wir werden so viel investieren. Das ist natürlich eine feine Nuance, die jeden nervös macht.
MarkusAlso die sind alle ein bisschen nervös. Für ihn ist jetzt die Lösung eben die Fusion mit SpaceX, dadurch auch ein Fast-Track an die Börse. Ich glaube alle drei, ein Shopping OpenAI und eben X werden an die Börse gehen dieses Jahr. Ganz einfach, weil das der Weg ist, wie man das noch kapitalisieren kann. Elon probiert da jetzt das, was er als Asset hat, nämlich diese unterschiedlichen Companies zusammenzuführen. Ich finde es spannend, dass Tesla nicht mitkommt. Ich hätte eigentlich damit gerechnet, dass er jetzt sowas wie Mask Industries macht. Aber da gibt es dann wahrscheinlich Gründe, wo ich mich zu wenig auskenne. Wobei es wird schon angedeutet.
DanielEs gibt ein Posting von denen, wo ein Tesla auf einem Keyboard steht und mit dem Vordereifen genau auf dem Buchstaben X.
MarkusOkay. Vielleicht kommt das als nächster Schritt, ja.
DanielMan muss eine kurze Erklärung übrigens machen. Es ist ja den Teil, den man nicht sieht, ist auch immer ganz interessant. Ich habe gerade eine Pause eingelegt, weil Markus wusste, dass ich vielleicht möglicherweise hochspringen muss, um meiner Tochter die Windeln zu wechseln. Und das habe ich gerade gemacht. Und es ist halt sehr lustig, wie wir zwei immer älter werden und die Themen, die uns beschäftigen. Windeln wechseln. Du hast mir mal erklärt, dass du ziemlich gut beim Windeln wechseln bist, bevor du Papa geworden bist, weil du an einer Puppe geübt hast. Du hast mir mal erklärt, dass du da ziemlich schnell bist, weil ich hab dir gesagt, wir können mal so ein Wettrennen machen. Und du hast gesagt, nee, du bist da echt gut, weil du hast bei so einer Party an irgendeiner Puppe geübt.
MarkusDa hast du schon was dazu gedichtet. Es stimmt, dass wir bei Wikis Babyschauer haben wir ein Winkelwettrennen gemacht. Aber ich war da nicht gut. Ich glaube, die Wiki war doppelt so schnell wie ich, obwohl sie es mit verbundenen Augen machen musste. Und wie geht es dir jetzt beim Windelnwechseln? Ja, relativ gut. Also das lernt man, finde ich, sehr schnell.
DanielSeid ihr auch so in der Farbe, also bei mir ist so, dass unsere Tochter sich gerade wahnsinnig gerne dreht dabei.
MarkusOh ja, ja.
DanielJa, ja. Oder? Und sie will eigentlich am liebsten jetzt gerade wahnsinnig gern vom Wickeltisch runterkrabbeln. Ja, ja. Oder? Und meine Tochter ist auch stur wie ihre Mutter, was ich toll finde eigentlich, also starker Wille, auch Entdeckerin, totale Entdeckerin und sehr mutig, was natürlich perfekt ist, wenn man auf dem Wickeltisch ist und ja, auch wenn man nicht mehr so gut ist.
MarkusJa, wir sind in der Phase Gott sei Dank jetzt schon wieder draußen, aber ich weiß genau, was du meinst. Ist ja auch durchaus gefährlich. Das ist brutal gefährlich, ist brutal gefährlich. Aber wir sind mittlerweile in der Phase, dass er akzeptiert, das passiert jetzt. Aber es muss schnell gehen. Also wenn man dann irgendwie so am Slacken ist und das nicht jeden Handgriff gut im Griff hat, dann fangst du sofort an zu protestieren. Geduld ist noch nicht seine Stärke.
DanielNein, ich meine, das mit dem mit dem Wickeltisch ist, das lernt man halt auch. Das ist wirklich ziemlich gefährlich. Und ich habe mal vor vielen, vielen, vielen, vielen, vielen Jahren meine Mädel kennengelernt und die hatte eine Schwester, die vom Wickeltisch gefallen ist und ihr Leben lang bleibende Schäden davon hatte. Und das habe ich nicht vergessen. Und das ist so, also wie soll ich sagen, stell, stell dir vor, das würde einem passieren. Und das ist diese eine Millisekunde. Für mich ist immer so, ich habe immer eine Hand drauf und es ist, aber es ist krass, weil unsere Kleine so viel Kraft hat mittlerweile und sie will sich drehen und sie schreit, weil sie sich drehen will. Und es ist so, natürlich will man ihr alles recht machen sozusagen, aber man weiß, hey, das ist jetzt richtig gefährlich, was du willst, außer du ist deine Windel voll. Und dann macht man. Und ich habe irgendwo gelesen, fand ich ziemlich witzig, was ist der Test, dass du weißt, ob du bereit bist, Eltern zu sein. Und zwar, dass du Mittagessen kannst und mittendrin wirst du unterbrochen, um einem anderen Menschen den Popo abzuwischen und du kommst wieder zurück und isst weiter, als wäre nichts gewesen. Da habe ich mir gedacht, das ist erstaunlich, wie man so mit solchen Dingen lernt, umzugehen. Finde ich. Also die erste Mal hatte ich mir einen massiven Wirkreflex und ich musste mich dran gewöhnen und jetzt bin ich so schon Profi-Windelwechsler. Aber ja, mein Sohn kommt nach Hause vor ein, zwei Tagen, ich umarm ihn und er sagt zu mir, shop mir in die Augen und sagt, Daddy, you smell like puke. Er ist ja auch direkt warum, weil ich gerade die Kleine direkt vorher im Arm hatte und quasi sie geburpt hat. Und ja, da ist mal wieder was auf der Schulter gelandet. Daddy smelled like puke. Ja, aber wieder zurück zu unseren Themen und es ist eine interessante Geschichte, die ich da sehe, das Ende der großen Messen. Und da ist das ja basierend auf einem Posting von einer unserer Room-Freunde, der Markus Ilenfeld sagt, dass die großen Trade Shows vorbei sind. Und dass da eigentlich nur die Kopierer, der Kopierer sozusagen sind, also nicht die Geräte, sondern die, die das abschauen, die das denen abschauen. Und das Witzige ist, er sagt er halt 2026, ja, mit Sicherheit, das ist aber in einigen Industrien schon viel länger vorbei. Und das ist halt wirklich faszinierend, wie diese Veränderungswelle da hervorkommt. Und es gibt zwei Industrien, wo es schon viel früher passiert ist, natürlich Industrien, die ich sehr mag. Einerseits die Automobilindustrie, wo man früher riesengroße Automessen hatte und dort wurden dann die neuen Autos revealed, jada, jada, yada. Und jetzt hast du halt die Auto-Influencer, die halt alle ihre 1, 2, 3, 4 Millionen Follower haben, die kriegen halt die neuen Autos und fertig. Und das ist wesentlich effizienter. Und auch sehr spannend ist die Uhrenindustrie, wo früher beispielsweise Rolex auf den großen Messeständen ihre Uhren präsentiert hätten. Das machen die mittlerweile auch nur noch online. Und wenn du denkst, Autos und Luxusuhren, nee, und messen. Es gibt ein Projekt, wo ich involviert bin, da diskutieren wir immer mal wieder, fahren wir auf messen, und ich bin der Meinung, nein, tu es nicht. Du verschwendest nur Zeit auf Messen, weil das sind lauter Sales Leute, die sich gegenseitig sich probieren, etwas zu verkaufen, danach gegen sie halt miteinander saufen.
MarkusIst immer geil, oder? Ja, also ich meine, der Markus spricht jetzt expliziv von der Möbel und der Fahrradbranche, wo es eben scheinbar jetzt der klare Trend ist auch, dass diese Messen keine Relevanz mehr haben. Ich finde es spannend, gibt es einen Unterschied zwischen Messen und Konferenzen.
DanielJa.
MarkusUnd weil auf einer Messe natürlich, das jetzt angesprochen wird, wurde früher auch für Produktlaunches, für halt auch wirklich Produktpräsentation verwendet. Gleichzeitig hatten Messen, finde ich, schon auch natürlich den Aspekt, dass man sich in dieser Szene austauscht, dass man dort auch all das Wissen bekommt, was jetzt vielleicht nicht klar öffentlich zugänglich ist. Also schon so diese Insider-Informationen. Das ist natürlich die Essenz von Konferenzen. In der Startup-Szene habe ich jetzt nicht das Gefühl, dass die Konferenzen weniger wichtig werden, sicher auch nicht mehr, aber die Slash ist immer noch in Europa wahrscheinlich the place to be und da fahren auch die meisten relevanten Leute in der Startup-Szene hin. Aber auch hier ist natürlich die Frage, wie sehr haben generell Events als Formate eine Zukunft. Und ich habe eher das Gefühl, dass das schon, auch besonders in einer immer stärkeren digitalisierten Welt, dass Events immer noch eine sehr starke Kraft haben und einen Pull-Faktor auch eben besonders über dieses Insider-Knowledge, was dort auch geteilt wird.
DanielAlso ich glaube nicht nur das, also ich glaube, messen per se ist nicht mehr interessant, weil da, glaube ich, siehst du veraltete Dinge und bis das dann da ist und das geht, glaube ich, viel schneller. Aber echte Konferenzen, wo du oft Leute triffst, denen du gegenseitig in die Augen schaust und du gibst dir mal die Hand und diskutierst einfach so. Das ist das eine. Und einfach einfach die Energie, die du von Menschen mitnehmen kannst und diese zufälligen Begegnungen, das ist das andere. Und dann aber auch, wie soll ich sagen, für mich als Speaker ist es ja auch so. Es ist ein Wahnsinn, was eine Bühne für dich machen kann versus nicht. Und es ist ein Wahnsinn, was das aber auch für Menschen transportieren kann. Und ich habe vor zwei Wochen einer meiner größten Keynotes gehabt, eben 1700 Leute plus 500 online und es ist halt einfach komplett was anderes, als wenn du in irgendeiner Form das online oder gar per Video machen würdest. Aber auch die Response, die du von Leuten kriegst. Und das ist schon eine ganz andere Magie, muss ich sagen. Was witzig war für mich auch, es war so eine große Bühne, es war in München im Showpalast und es war die von Microsoft Deutschland quasi deren jährliches Meetup. Die Bühne war so riesig und so beeindruckend, dass ich tatsächlich nach dem Auftritt in der Pause, wo dann gereinigt wurde, nochmal auf die Bühne gegangen und einfach nur die Bühne habe auf mich wirken lassen. Einfach nur die Art, wie die Bühne war, die Sessel, die Location, die Energie. Und das sind, glaube ich, Dinge, die du von beiden Seiten der Bühne auch mitnimmst. Dieses Momentum, dieses Gemeinsame und ja, und danach bin ich dann noch ein bisschen was essen und was trinken gegangen und dann hast du halt einfach 20, 30 Gespräche mit Leuten und das ist halt das Coole. Das ist halt das Starke. Und das ist, glaube ich, immer etwas, was man immer möchte. Dieses Menschliche, weißt du, was ich meine?
MarkusDas wird auch nur stärker im Zeitalter von AI, weil natürlich die Filter, die du im Persönlichen hast, diesen Instinkt, dass du das Gefühl hast, deine Person ist, ist interessanter, relevant, die kann man dort natürlich viel schwieriger heutzutage austricksen als online, wo ein bisschen Sprache, die geschriebene Sprache online ist mittlerweile kein Differenziator mehr.
DanielJa, und eben aber auch einfach, ich kann das nicht stark genug betonen, einfach dieses Menschen treffen und Menschen gemeinsam etwas machen. Also für mich ist zum Beispiel, wenn ich irgendwo hinkomme, man ist Backstage, man trifft die Leute, ich probiere immer jeden von der Crew zu begrüßen, man redet, man spricht, man kommt zusammen, hat auch random Diskussionen mit anderen Speakern. Das ist das Tollste und das ist das Beste. Und das ist für mich auch durch nichts zu ersetzen, wirklich durch nichts zu ersetzen. Und ich glaube, menschliche Interaktion ist etwas, was wir immer wollen. Deswegen sind wir ja auch Wesen, die in, wie nennt man das, in Tribes zusammenkommen. Das ist einfach das, was wir immer machen. Wir suchen uns immer das Lagerfeuer, um dass wir uns versammeln und Geschichten austauschen und Gemeinsamkeit und Wir-Momente. Und uns ziehen wir wieder von dann und jagen von mir aus alleine, ist cool, aber dann wollen wir wieder das nächste Lagerfeuer und das ist nicht. Das kannst du auch nicht mit dem Metaverse abbilden. Weißt du, wenn wir nochmal den Bogen nehmen zum ganzen Anfang, das ist schon viel wert. Vipecoding ist auch noch was, was wir ansprechen wollen, oder?
MarkusWeil es ist auch etwa so totgesagt, Leben länger ist nicht Wipecoding, sondern was jetzt ganz lustig ist, wenn man sich die letzten Monate anschaut, das war über Jahre hinweg sind jetzt die App-Releases eigentlich runtergegangen. Also wie viele neue Apps in den App Store gekommen sind, das war für viele eigentlich ein, ich nenne es jetzt mal einen toten Markt. Und im Zuge der Vibecoding-Möglichkeiten gab es einen Revival. Es ist plötzlich wieder stark gewachsen. Es gibt mehr neue Apps, weil es halt für viele Menschen jetzt wieder viel einfacher ist, Apps zu releasen. Und so ist es aus einem stagnierenden Markt aktuell wieder ein sehr, sehr aktiver. Es ist natürlich die Frage, wie viel ist da auch Qualität dahinter, was bleibt, aber es zeigt schon, wie Wipecoding vielen Menschen Tools in die Hand gegeben haben, die bisher das noch nicht konnten, die bisher noch nicht experimentieren konnten und hat schon viele positive Aspekte auch.
DanielJa, ich meine, es ist, ich finde es der nächste Schritt und für mich ist am Ende des Tages alles, was, und ich glaube, dort geht es hin, alles, was Menschen hilft, ihre Gedanken schneller auszudrücken, ist fantastisch. Und dass sich das in eine künstliche Sprache übersetzen muss, die dann künstlich am Computer sagt, was ich will, das macht ja an und für sich gar keinen Sinn. Und so ist Vibecoding eigentlich ganz cool. Es wird wie immer sein, dann ganz viel Müll wird rauskommen und dann wird es. Ich finde auf der einen Seite tief demokratisch sein, dass jeder grundsätzlich was machen kann und dass trotzdem nur die Smartesten am Ende des Tages etwas Hervorragendes herausbringen. Es ist nur die Frage, mit welchen Skills man diese Smartness noch stärker untermauert. Weißt du was, ich meine, gehst du dann auf eine technische Uni, um alles zu lernen, oder gehst du vielleicht, keine Ahnung, studierst Kunstgeschichte. Das ist so für mich so das sinnloseste Studium, an das ich gerade denken konnte. Ich wette, keiner von euch dort draußen hat Kunstgeschichte studiert, weil ihr habt ja alle Jobs. Also insofern, ja, weiß ich nicht.
MarkusDas Kunststudium muss ja nichts mit dem Job zu tun haben.
DanielDu weißt Kunstgeschichte, was machst du?
MarkusAber komm, da sitzen wir schon im Glashaus mit unserem Wirtschaftsstudium, sorry.
DanielAber Kunstgeschichte studierst du, wenn du quasi ein Trust-fund-Baby bist.
MarkusDas kann man schon auch, allein wenn man auf die WU schaut, wie viele Trust-Fund Babys da rumlaufen.
DanielNein, nein, ganz viele, aber Kunstgeschichte ist auch so ein Klassiker für Trust-fund Babys. Ja, ohne Frage. Siehst du, hätten wir es doch entschieden. 100% von uns sagen, es ist genauso. Nein, Spaß. Es gibt natürlich auch ganz tolle Leute, die das studieren, die daneben kellnern müssen, um den Job auszuüben, aber sonst. Ja. Fürchterlich. Aber komm, wenn irgendjemand Kunstgeschichte studiert, die Future Weekly hören, E-Mail, ich bin gespannt.
MarkusWir haben genug Hörer, das ist The Law of Big Numbers.
DanielWürde ich gerne hören. Würde ich gerne hören. Vor allem jemand, der es studiert hat, wie das Studium war und was sie jetzt machen. Würde mich total interessieren, weil fun fact, ich glaube, dass solche Studien in Zeiten von AI, in Zeiten von du musst mit Sprache viel ausdrücken können, du musst Nuancen denken können, du musst verstehen, was Menschen eigentlich ausdrücken wollten, ist, glaube ich, super wertvoll jetzt. Also allen Spaß beiseite. Verpoint. Wir hatten ein TU-Studium oder auch ein Wirtschaftsstudium, wo vieles in Jahr Nein, Jahr Nein, Jahr Nein vielleicht gar nicht mehr so die Granularität hat, die man bräuchte. Also um den Bogen zu kriegen. Markus, rette den Podcast, sag mal was Kluges, bevor wir zum Ende kommen.
MarkusJa, Schau, wir haben noch eine kurze Story. Es gab einen großen Exit namens BRAX, also Fintech. Passender Name für den großen Exit. BRAX wurde für 5,15 Milliarden Dollar verkauft, was eine wirklich gewaltige Leistung ist. Das Ganze, was das Ganze ein bisschen bekannt macht, ist der Fakt, dass das Unternehmen 2022 mit 12,3 Milliarden bewertet wurde. Das heißt, da ist jetzt eine ganze Gruppe an Investoren, die zum Beispiel eine Runde gemacht hat zu einer Bewertung von 7,4 Milliarden. Wahrscheinlich, ja, die haben wahrscheinlich einen Totalverlust. Vielleicht gibt es irgendwelche Regelungen, dass die zumindest ein bisschen was bekommen, damit sie zugestimmt haben dabei. Aber warum das interessant ist, wir haben ja vor ein paar Wochen schon darüber gesprochen. Aktuell großes Dilemma in der Startup-Szene, du hast diese Cases, die einmal zu einer Bewertung geraced haben, die einfach nicht mehr darstellbar ist. Selbst mit gutem Wachstum, die gleichzeitig aber auch profitabel sind, also jetzt auch oft gar keinen Exit, keine neue Runde mehr machen müssten. Wo aber ja alle Investoren eigentlich den Exit bräuchten, als Likitz-Event, als Weg, ihr Geld auch wieder rauszunehmen. Und das ist jetzt ein Beispiel, wo ein Exit gelungen ist zu einem deutlichen Abschlag. Ich weiß natürlich nicht, wie die Details waren, aber das ist schon genau so, was braucht jetzt auch die Szene. Ich glaube, wenn ich den Einblick nicht habe, bin ich mir sicher, dass das in beiden VCs durchsickert, wie dieser Deal strukturiert war. Und hoffentlich ist das auch ein Beispiel für andere, zu sagen, das ist der Kompromiss, den man eingehen kann. Ich verzichte auf so und so viel, die Gründer verzichten auf so und so viel, die Investoren nehmen das und das. Und so kommt man aus einer potenziellen Sackgasse, wo es eigentlich viel Zwietracht gibt, weil halt die Incentives nicht allein ist, gibt es dann hoffentlich so dann doch auch irgendwie ein Happy End für den Großteil der Leute zumindest. Schön, dass es da geklappt hat. Gratulation an die Gründer. 5,15 Milliarden Company aufbauen, ist eine mega Leistung. Und ja, ich hoffe, die Investoren sind da jetzt auch halbwegs gut ausgestiegen. In jedem Fall einmal ein Blueprint, wie es funktionieren kann.
DanielAh, spannend. Und dann haben wir noch ein quasi doppeltes, nicht Blueprint, aber eine doppelte spannende Entwicklung gehabt die Woche, was wir an Rockstars darstellen werden. Aber lustig, dass diese zwei Dinge so nah beieinander liegen, wo eigentlich zwei bekannte Figuren einen sehr vielleicht mutig verantwortungsvollen Schritt gehen, wie auch immer man das framen möchte. Noch dazu von zwei so großen Flaggschiff-Companys. Erzähl mal.
MarkusJa, zwei absolute Größen der österreichischen Startup-Szene haben in der gleichen Woche announced, dass sie als CEOs zurücktreten. Einerseits der Lukas Kinnegartner von Anyline und der Walter Kreisl bei Neum. Zumindest beim Lukas habe ich das Gefühl, dass es vielleicht lange auch schon vorbereitet war. Lukas hat mit einem Meeting mit mir, schon vor, ich glaube, eineinhalb Jahren oder so, hat er damals den neuen CEO, damals glaube ich, weiß nicht, was damals seinen Jobolle war, aber den Christoph Braunsbeger eben mitgenommen. Das war für mich auch schon so irgendwie das Gefühl gehabt, dass es Sinn gemacht hat, dass ich ihn kennenlerne. Also vielleicht war das schon wirklich lange in der Pipeline, vielleicht habe ich sie da falsch interpretiert. Alles mögliche, in jedem Sinne, zwei absolut prägende Köpfe, die unglaublich alle viel geleistet haben in den letzten Jahren, jetzt eben den Schritt machen, aus der CEO-Rolle rauszugehen. Beide natürlich trotzdem irgendwie auch dem Unternehmen erhalten bleiben. Aber das ist auch etwas, wo man, glaube ich, als Gründer den richtigen Instinkt haben muss. Wann ist der Zeitpunkt gekommen, wo die eigenen Stärken und auch die eigene Energie vielleicht nicht mehr hundertprozentig allein sind mit dem, was die Company dann auch braucht in der Stage? Weil Gründer sind ja Menschen, die gerne etwas aufbauen, die gerne etwas schaffen. Das Schöpferische spielt da oft eine Rolle. Die haben am meisten Spaß in der Frühphase normalerweise. Kann man natürlich nicht über alle, über man einen Kann scheren, aber normalerweise sind so die ersten Jahre das, wo die Gründer wirklich Spaß haben. Und irgendwann wird es halt dann mehr zu einer klassischen Company mit Strukturen, mit nicht mehr dem ultra großen Gestaltungsspielraum, sondern das ist halt dann einfach ein Management-Job. Und manche finden das super und entwickeln sich quasi da auch mit, aber manche gehen eigentlich in der Rolle dann auch nicht so auf. Ich kenne nicht die Hintergründe davon, aber in jedem finde ich ist es an der Zeit, den Walton und Lukas zu würdigen für das, was sie aufgebaut haben. Zwei wirklich sehr coole Companies und in dem Sinne sehr verdiente Rockstars diese Woche.
DanielJa, definitiv. Also ganz starker, ganz starker Schritt. Und ich bin auch gespannt, was die beiden in den nächsten Jahren so machen werden. Curious. Und vielleicht auch genau das Blueprint, über das wir eben gesprochen haben, dass sie auch damit abliefern. Ja, und in dem Sinne sind wir wieder mal am Ende. Freuen uns sehr. Dankeschön fürs Zuhören. Take care, stay safe und bis zum nächsten Mal. Dankeschön und bye bye.