Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#491- Peter Steinberger goes OpenAI, Das Ende der Software-Startups & Antitrust auf Österreichisch
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
🦞 Peter Steinberger goes Open AI & Armin Wolf
🥬 Das Ende der Software Startups?
🌀 Antitrust auf Österreichisch
👶 Newcomer der Woche: One100
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
E wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend oder auch gute Nacht. Und herzlich willkommen zu Future Weekly, dem Starter Podcast. Wie immer mit mir, Daniel, und wie immer mit dem Markus. Siehst du das, wenn man so richtig traditionell anmoderiert? Finde ich auch nicht schlecht. So, wir reden über Open Claw. Dann reden wir über Petersteinberger. Dann werden wir wieder über Open Claw reden. Um wieder Petersteinberger zu streifen und dann wieder über Open Claw. Warum? Weil es einfach unfassbar ist, was da in einer Woche passiert ist, passieren sollte und passieren dürfte. Wir haben eine Menge Hypothesen, eine Menge Insider-Wissen und noch mehr. Dann werden wir aber auch über das Ende von Software-Startups reden. Und über Newcomer der Woche und uns noch so ein bisschen anständig über die Europäische Union aufregen. Also ich und Markus probiert das Ganze wieder in Kontext zu setzen. Dazwischen beleidigen wir ein paar Leute und lesen einen wirklich knackigen, ich hätte gesagt, Tweet, aber es gibt es ja nicht mehr. Link in Nachricht von einem Partner von der Speed Invest vor. Da haben wir noch Newcomer der Woche. Das habe ich, glaube ich, schon erwähnt, oder? Allerdings. Nächste Woche sollten wir übrigens über unsere 500. Folge reden, fällt meinen, das haben wir heute noch gar nicht gemacht.
MarkusNein, das ist ja nicht. Oder haben wir das jetzt schon? Machen wir das jetzt. Bei uns steht bald die 500. Future Weekly Episode an. Und das muss natürlich auch angemessen gefeiert und zelebriert werden. Deswegen gibt es ein Live-Recording für die 500. Episode. Und zwar am 17. März am Abend, also ab 18.30 Uhr, im Rahmen des Austrian Startup-Stammtisch auf der TU. Und da seid ihr natürlich alle herzlich eingeladen. Wir werden reflektieren auf das, was in den letzten, was ist es jetzt, sechs Jahren passiert ist, wie sich die Welt der Startups, der Technologie, des Unternehmertums verändert hat und wollen das gemeinsam mit euch machen.
DanielMarkus, asking for a friend, wie kommt man denn da hin, wenn man da jetzt sagt, ich würde da jetzt gerne dran teilnehmen? Die Karten sind ja relativ limitiert.
MarkusJa, hast du eine Idee, wie man sich dafür qualifizieren kann?
DanielJa, mich würde interessieren, also wir könnten ja, das machen wir jetzt mal so ganz spontan, so zehn Special-Tickets hergeben, weil ich weiß noch gar nicht wie, aber das machen wir. Wenn uns Leute schreiben, was für sie bis jetzt die coolste Folge war. Und warum? So irgendwas, was in Erinnerung geblieben ist, The Good, The Bad, The Ugly, wo sie immer nochmal wieder drüber nachdenken. Das wird mir gefallen. Gegeben kriegen wir so ein goldenes Ticket. So wie Donald Trump. Fein! Starten wir doch einfach rein, oder?
MarkusJawohl.
DanielLos geht's mit den News und es ging schneller, als ich gedacht habe, aber Erda Peter Steinberger geht zu OpenAI. Das war ja irgendwie predictable. Wir haben es ja noch letzte Woche besprochen, dass da bestimmt eine Menge coole Angebote rumzwitschern, die auch wahrscheinlich nicht sind, so hier so viel und so viel und das ist ja Company Car, weil das ist ihm ja auch relativ wurschtvoll alles. Sondern wahrscheinlich eher, wie kannst du das, was du tust, am schnellsten breiten, wirksam und tiefgehend einsetzen. Und es gab da unglaublich viel Diskussion, ich glaube, wir dröseln das Ganze mal von hinten auf. Aber es gibt eine Sache, die ich schon mal ganz interessant fand, ist, das Projekt ist wie alt drei Monate oder so etwas. Und was ich so interessant fand, ist, es gab doch schon eine Reihe von Exits, die wir gesehen haben, die passiert sind und bla bla bla. Aber diese Geschichte ist schnell auch medial sehr breit und wirksam geworden. So sehr, dass der Peter von Armin, nein nicht Armin Wolf, doch Armin Wolf heißt er dann. Ich vergesse immer, wie die Fernsehen ist so irrelevant geworden. Armin Wolf, ich dachte, ich sage jetzt Armin Assinger, ich weiß ja nicht mehr, wie die heißen. Der eine unfrundliche aus den Nachrichten immer probiert, einen Skandal zu entdecken. Was er auch tut bei rechten Politikern, finde ich sehr gut, aber bei allen anderen probiert er es auch, ist immer ein bisschen sehr investigativ. Aber Armin Wolf, das ist schon mal etwas. Wenn man da gleich bei Armin Wolf ist und 20 Minuten, ich glaube 20 Minuten, 25 Minuten Gesprächszeit bekommt, dann merkst du, das ist jetzt richtig wichtig. Und ganz Österreich hat da jetzt eine Meinung dazu, bis das Nächste passiert. Irgendjemand wird im Keller entdeckt oder irgendjemand verliert beim Skifahren, man weiß es nicht. Aber erstaunlich.
MarkusIch meine, das Ganze hat ja auch schon Tradition. Ich glaube, es gibt genug Sprichwörter, die in die Richtung gehen, damit du in Österreich wirklich dir einen Namen machst oder ernst genommen wirst oder geschätzt wirst, musst du im Ausland erfolgreich sein. Und das ist ein schönes Beispiel wieder davon, dass halt man dadurch auch quasi jetzt auch sicher stolz auf ihn ist und quasi sagst, das ist doch auch ein Österreicher, der jetzt international wirklich erfolgreich ist. Es ist irgendwie halt auch ein, genau, es ist eine sehr österreichische Seele. Aber grundsätzlich cool, ja, dass das Thema halt dadurch jetzt auch breiten Wirksamkeit bekommt, sowohl künstliche Intelligenz als auch, man muss auch schon sagen, ich finde der Peter hat in dem Interview, das ist halt unglaublich authentisch, so wie er ist, halt einfach ein Builder. Also der merkt halt wirklich, ihn interessiert das An the Frontier, also dort, wo halt wirklich die spannendsten Dinge passieren, dort zu bauen und zu tüfteln und einfach sich wenig mit allem rundherum zu beschäftigen. Und ich finde, das ist da ganz stark durchgekommen in dem Interview. Und ich finde auch, dass es wirklich gut gemacht hat. Also Armin Wolf ist ja jetzt nicht einfach als Interviewpartner, aber er hat das einfach durch seine Authentizität und durch sehr ehrliche, straighte Antworten gut gemeistert, finde ich, und damit auch hoffentlich Menschen da draußen in Österreich die Lust gemacht, dass man auch ein bisschen mehr von diesem Builder Mindset hier in Österreich wiederfinden wird.
DanielIch meine, erstmal das zweite glaube ich gar nicht so sehr. Es wäre natürlich wünschenswert, dieses Builder Mindset, aber das glaube ich nun nicht. Wäre aber sehr wünschenswert. Aber was ich sehr interessant fand im Interview, ist, wie du sagst, er war a extrem authentisch und B, was ich extrem gut fand, ist auch die Art und Weise, wie er nachgedacht hat. Also er hat nicht drauf los. Und das Schöne war, es war nicht so eins dieser, ich kann sie gar nicht immer sehen, weißt du, diese, da wird ein Politiker interviewt, die warten auf das Schlüsselworte, weißt du, was ich meine, und die dann schon mal so die Hände übereinander halten und sagen, Herr Wolf, danke, dass Sie mir diese Frage stellen. Wir von der X-beliebige Partei denken, X-Beliebiges, aber es geht um die Kinder, wo du denkst, ey komm, verpiss dich. Sondern du hast gehört und gesehen, wie er die Frage aufgenommen hat, nachgedacht hat, du siehst, wie er denkt und sie dann in dem Moment authentisch, wie du sagst, beantwortet. Und das war auch, das war einfach wunderschön zu sehen. Und wie du aber auch merkst, dass er fast immer eine Sprache gewählt hat, die für das Publikum war. Es gab so zwei, dreimal Momente, wo er so ein bisschen in Anglizismen verfallen ist. Aber das ist ja auch völlig in Ordnung. Das macht ja auch einen Sportler, weißt du, was ich meine? Wenn ein Sportler über sein Material redet, dann ist das halt einfach so. Aber er hat wahnsinnig gut gesprochen. Und das war einfach cool. Und ich finde, er ist ja eine sehr facettenreiche Persönlichkeit, wie man ja auch in unserem Podcast-Interview mit ihm sieht. Und das Interessante ist, finde ich, die breite Öffentlichkeit hat viele von diesen Facetten noch gar nicht so entdeckt. Und das macht ihn, und darauf will ich hinaus, eben nicht zu so einem Klischeecoder, nicht zu so einem Klischeekid, das so ein Wunderwuzi, der über Nacht bei Mama irgendwas programmiert und aber socially awkward is. Das ist er halt nicht, sondern er ist sehr, sehr eigen. Und das meine ich positiv. Und das ist cool. Man muss natürlich auch sagen, was sagst du, das Builder-Mindset, es ist das einzig Logische für ihn, nach Amerika zu gehen. Weil es ist wie wenn du ein Fußballer bist und jemand sagt dir, du bist ein Welttalent, dann darfst du nicht in Österreich bleiben. So wenig ich von Fußball verstehe, du weißt, was ich meine, du gehst dorthin, wo die besten Clubs sind, wo die besten Spieler sind, die besten Trainer, weil du willst der Beste sein. Und das ist halt so. Und ich glaube, es wäre was anderes, wenn du in Marokko irgendwo so ein Slalom-Kind-Talent entdeckst beim Skifahren, dass der dann vielleicht nach Österreich kommt zu den Besten. Ich weiß jetzt gar nicht, wie es läuft, aber so generell macht das ja auch Sinn, oder Langläufer, die nach Norwegen gehen, aber in Österreich ist jetzt, was KI betrifft.
MarkusJa, wobei ich, also ich gebe dir natürlich grundsätzlich recht, dass es aus vielen Dimensionen Sinn macht, aber ich glaube, was bei ihm schon nochmal speziell relevant is, ist, er hat explizit gesagt, er will nicht wieder eine Company aufbauen. Also he has gerade keine Lust auf Company Building. He will einfach bauen. Und wo kannst du on the frontier, also dort where the spannend passieren, am besten bauen? They are the things that the Grenze the Möglichsen kannst. That's the four gross AI Labs in America. When I ask a company bowed wollen, then gave it all arguments for America. But then gave it meines in our position auch viele Argumente for Europa, weil er hätte, sag ich mal, das Gesicht von AI in Europa werden können. And that hätte es dann glaube ich schon noch viel Support and viel Talent Attraction. And that hätte man spinnen können, warum es Sinn macht. Aber wenn er einfach bauen will, dann gibt es überhaupt keine Alternative. Weil also in Europa wahrscheinlich am ersten Misstall, aber die sind einfach in einer ganz anderen Dimension auch unterwegs, was die Möglichkeiten angeht. Und dementsprechend finde ich, macht es für alle Sinn. Es macht auch für Open AI unglaublich viel Sinn. Also das ist jetzt auch vom Narrativ her, die sind die letzten Monate massiv unter Druck gekommen durch Enthropic, weil genau Enthropic innen in dieser Zielgruppe einfach alles abgegraben haben. Wenn du mit Developern sprichst die haben alle Opos verwendet. Das war alles Entropic, Enthropic, Entropic. Cloud Code, es ist ja auch quasi, muss man jetzt sagen, OpenClaw ist ja ursprünglich aus Cloud Code Environment entstanden. Ich glaube, das Meet-up, was da in Wien war, das hat glaube ich, wie hat es geheißen? Ich glaube, Cloud Code Anonymous oder so, irgendwas in diese Richtung sogar geheißen. Und Claude hat es halt dann verschissen, weil sie dem Peter, anstatt dass sie ihn hofiert haben, haben sie ihm halt ein Anwaltsbrief geschickt, das sein Name, der ursprüngliche Name von OpenCloud, nämlich Cloud Wort, dass das nicht geht und haben ihn angedroht. Und das hat halt jetzt der Sam Altman auch als Chance erkannt, diesen Narrativ zu shiften, zu sagen, jetzt das heißeste Agentigai-Talent da draußen, das geht zu uns. Und wir bringen gleichzeitig auch noch eine neue Version heraus, die halt jetzt seit ein paar Wochen für Wellen sorgt und für ein bisschen ein Counter-Narrativ sorgt. Und genau da hat das, glaube ich, gerade geschafft, durch diesen Move auch dieses Narrativ ein bisschen zu kippen. Heute ist jetzt wieder ein Jobing mit einem neuen Modell rausgekommen. Kann sein, dass das jetzt wieder ein bisschen dreht. Aber grundsätzlich hat das für beide Seiten einfach unglaublich viel Sinn gemacht. OpenCloud bleibt unabhängig und open in einer Foundation. Das, glaube ich, ist jetzt auch einmal grundsätzlich ein guter Weg, um den Open Source Charakter zu erhalten, wie sehr es gelingt, dass dieses Projekt trotzdem so viel Dynamik behält. Das werden wir sehen, weil es ist natürlich der Peter bei OpenAI. Peter wird jetzt eher OpenAI Produkte bauen, dort sicher die Agentic Division aufbauen. Da wird viel Geld auch dahinter stecken. Das heißt, mal schauen, ob das jetzt dann Open Cloud in Rang abläuft. Aber OpenCloud selbst, glaube ich, wird tatsächlich Open Source bleiben und damit, sage ich mal, auch da den ideologischen Unterbau erhalten.
DanielHast du mal auf die OpenAI Instagram-Seite geschaut? Nein. Mach das mal kurz. Ich bin sehr gespannt auf deine Reaktion.
MarkusOkay.
DanielSchau mal auf die OpenAI. Könnt ihr auch zu Hause mal ausprobieren, also zu Hause, wo auch immer ihr unterwegs seid. Schau mal auf die OpenAI Instagram-Seite. Sag mir, wenn du es siehst.
MarkusJa, Peter ist Peter ist dort angepinnt.
DanielJa, und was ich so interessant finde, ist, OpenAI ist eigentlich Sam Altman. Und dass dieser Deal, der da zustande kommt, auch seine Person so viel, ich sag mal so, hufiert und ihn dort positioniert und es wird, ich glaube, heute oder morgen ein Gespräch mit ihm veröffentlicht. Ich weiß nicht mit wem, ich hoffe mit Sam Altman, das wäre großartig. Aber quasi, er ist nicht einfach so ein Developer, der da jetzt herkommt und einfach einen schönen Schreibtisch kriegt, sondern es wirkt so, als würden, das ist jetzt auch ein komplettes Café-Suit-Lesen, aber es wirkt so, als würden sie ihn als Person und auch ihn als Aushängeschild dort positionieren, um einer breiteren Community zu sagen, hey, look what we have. And that finde ich is so ein extrem aufregender Move. Und worauf ich hinaus will, ist Peter natürlich kulturell sehr stark dieses Produkt geprägt hat. Und wenn jetzt OpenAI ihn so ein bisschen auch dort positioniert, bin ich neugierig, wie stark diese Kultur, die er mitbringt, auch in neue Produkte einfließt. Und jetzt komme ich auf das eigentliche, worauf ich hinaus will. Was ich so spannend finde, ist das, was ein Open Claw kann, das haben wir letzte Woche auch schon beide gesagt, finde ich grundsätzlich total toll, aber ist uns beiden eine Baustelle zu weit. Und jetzt bin ich gespannt, wie schnell es Peter schafft, mit OpenAI, mit den Unlimited Funds Produkte zu bringen, wo unser eins davon profitieren kann. Und das wäre natürlich ein Riesensprung nach vorne.
MarkusJa, ich glaube, das ist auf jeden Fall der Plan, weil das ist ja grundsätzlich diese Revolution, die gerade passiert, ist eben, man geht weg vom Chatbot hin zum Agenten und das, sag ich mal, sicherer zu machen, user-friendlier für Non-Tachis. Das ist definitiv der Masterplan, der da dahinter steht. Und das ist auch das, was den Peter reizen wird. Das muss man schon sagen. Er hat auch einfach gesagt, er hat einfach Bock, das dort zu bauen, er hat Bock, das zu erleben. Und das, was du jetzt auch gesagt hast, es ist schon auch ein Paradigmenwechsel, nochmal stärker hin zu einem, das ist etwas, was wir schon öfter besprochen haben in den letzten Monaten. Die Welt geht immer mehr von Organisationen und Strukturen zu Personen. Also das ist auch, wenn man sagt, Influencer starten ihre eigenen Companies oder Funds oder ähnliches. Es ist das Face, was davor steht, mit der Audience, mit den Werten, mit der Kultur, für die dieser Mensch auch steht, wird immer essentieller. Weil das, muss man jetzt sagen, das ist kein Exit für OpenClaw, das ist ein Exit für den Peter. Und das ist de facto einfach, der Peter geht als Mitarbeiter zu OpenAI. Und das schlägt unglaubliche Wellen.
DanielAber was glaubst du, du machst das mit ihm als Person? Also schau, es gibt ja so Sachen wie Apple, Steve Jobs, Wozniak und dann gab es noch Johnny Ive, der als Personenkult auch die Marke so ein bisschen befeuert hat. Und dann gibt es noch so ein paar andere Beispiele, wo quasi ein Designer oder jemand im Motorsport gab es Red Bull und Adrian Newey, den legendären Designer, der jetzt bei Aston Martin ist. Vielleicht gibt es ja so eine wird ja so ein Aushängeschild der Textszene, die auch außerhalb Strahlkraft haben. Und das ist natürlich dann wieder eine ganz andere Baustelle.
MarkusDu meinst außerhalb der Textszene?
DanielJa.
MarkusJa, wie gesagt, meine Hoffnung, das ist auch eh vielleicht, dass wir noch zurückkommen können, weil du hast gemeint, du glaubst eigentlich nicht, aber meine Hoffnung ist schon, dass er inspiriert Menschen da draußen auch mehr zu diesem Builder-Mindset, dem Creator-Mindset, dass das, was so wie er sich halt das auch lebt, das hoffentlich auch mehr Menschen diesem Geist dann folgen. Und er ist eine Wahnsinnschoryphäe. Also sein Footprint aktuell in der Tech-Welt, das ist nicht zu unterschätzen, was, also sein Gesicht, sein Name da draußen mitspringt, weil er halt auch viele, also natürlich, er kommt aus einer privilegierten Position, dass er diesen Exit schon hatte. Mehr als zehn Jahre. Richtig, deswegen sage ich mal, ist er jetzt auch in einer Rolle gewesen, wo er fuck your money hatte, wo er halt einfach viel drauf losprobieren kann. Und ich glaube, der hat in den letzten Monaten 50 plus Apps bzw. Produkte gebaut, nicht Apps. Und genau dieses Builder-Mindset, man macht das einfach aus Überzeugung, aus dem Spaß heraus etwas zu bauen. Das ist für viele Menschen da draußen ein hehres Ziel. Und dass dann sowas so explodiert und dass er das auch mit als quasi Kopf dieses Movements, des Open Claw Movements, dass er das schon sehr idealistisch auch geführt hat. Das glaube ich, hat ihn zu einem sehr interessante kulturelle Rolle auch gegeben in der gesamten Techbubble.
DanielDu, also, ich meine, erstmal zu den vorherigen, natürlich hoffe ich, dass er da ganze Generationen inspiriert. Das hoffe ich sehr. Es bleibt halt offen zu sehen, inwiefern das auch funktioniert, weil es ist schon sehr, sehr, sehr unique, wie er das gebaut hat und wie er es auch auf Schiene gebracht hat. Also es ist jetzt nicht so einfach replizierbar. Das meine ich jetzt nicht wertend, aber es ist nur nicht so, dass es darum geht, dass du eine Idee hast, die du codest und stellst es zum Beispiel in den App Store und mit etwas Glück wird das aufgegriffen und dann nimmt das Momentum an, sondern das ist schon erstaunlich, wie er so viel Momentum quasi bauen konnte. Aber auch mit seiner Reputation, die er so lange schon vorher verdient hat. Ich bin wie sage ich das. Vielleicht ist es aber so, dass diese Inspiration einfach global wirken kann für die, die in einer ähnlichen Position sind. Vielleicht kann man es so sehen und sagen, dass du sehr schnell sehr viel erreichen kannst mit so etwas. Ich habe es zuerst darauf bezogen, dass es jetzt sozusagen The Regular Joe in Österreich in irgendeiner Form inspiriert. Das glaube ich nun nicht. Aber eben auf einer globalen Ebene, dass er dann so ein Role Model für Coder wird, die ohnehin schon sehr weit vorne sind, das glaube ich schon.
MarkusWarum glaubst du das nicht?
DanielIch glaube, das ist zu weit weg. Also ich glaube, es ist, es ist, um das zu können, was er kann, musst du dich erstmal hinsetzen und zehn Jahre arbeiten. Und das ist dann vom Inspirationslevel zu weit weg für einen 15-Jährigen, der das wird. Also zum Beispiel Felix Krauses Geschichte, das ist so eine Geschichte, wo einer sozusagen im Kinder, ich übertreib mal, aber im Kinderzimmer anfängt zu programmieren und etwas baut, aus dem Kinderzimmer heraus, was dann, das ist eine Geschichte, die kannst du auch jemandem an der Schule erzählen. So, wenn Felix jetzt was Neues baut, dann ist es halt auch schon schwieriger, weil es zu viele Zwischenstufen gibt. Während die Geschichte von Peter, da müsste man die Geschichte vom PSPDF-Kit erzählen. Und ich finde das ja noch immer so geil, die Geschichte, die er uns erzählt hat. Also die, die in Wahrheit breiten wirksam wäre, die er erzählt hat damals mit der U6 und Gay Romeo, weißt du noch? Das ist eine Geschichte, die geil ist, dass er in der U6 ist, will die App starten und es nervt ihn, weil immer wenn sie in den Tunnel fahren, muss er das Ding irgendwie neu laden. Und, und jetzt kommt der eine Punkt, den ich so inspirierend finde. Anstatt wie wahrscheinlich alle anderen User, die Hunderttausenden oder Millionen, die es zu dem Zeitpunkt gab, sie einfach das hinzunehmen, hat er sich hingesetzt und gedacht, okay, verdammt, wie löse ich das? Und hat dann probiert, eine Lösung zu entwickeln. Und das ist eine inspirierende Geschichte.
MarkusAber ich finde tatsächlich hatte er das in dem ZIP-Interview ja wieder ganz ähnlich gesagt, weil das ist die Kernessenz von Peter. Er hat gesagt, im Frühjahr ist er da gesetzt, dann hat sich gedacht, warum machen das nicht die Apple und warum macht das nicht? Das wird schon kommen. Und im Herbst ist er immer noch dargesetzt. Und dann hat er gesagt, naja okay, irgendwann baue ich mir das halt selbst. Und ich glaube, dieser, so auch wie er das erzählt. Und also für alle, die jetzt die Gay Romeo-Geschichte nicht kennen, Episode 146, Future Wiki. Oh, der feine Herr 146. Gleich mal runterladen, ja, ja. Ja, also das ist wirklich sensationell. Es war damals nach dem PSPDF-Kit Exit. Und glaube ich lernt den Peter nochmal auf eine ganz andere Art und Weise kennen. Aber ich finde, also ich glaube schon, dass dieses Interview Menschen inspiriert, auch die besonders die jüngere Generation, was schon aus Österreich heraus auch möglich ist. And ich finde, er macht das auf eine. Auch was ist danach passiert? Es ist ja jetzt quasi schon die zweite Welle des Interesses zu dem Thema, weil er sich gestern noch geäußert. Hat, hat eine deutsche Ex-Ministerin, hat quasi so ein bisschen in den Raum gestellt, okay, warum konnte oder wollte Europa dieses Talent nicht halten? Weil um Geld allein ging es immer ja offensichtlich nicht. Und dann hat der Peter tatsächlich persönlich geantwortet. Okay, okay, sie hat sich kein Platz vor dem Mund genommen, hat es gesagt. In den USA sind die meisten Menschen enthusiastisch. In Europa werde ich beschimpft, Leute schreien Regulierung und Verantwortung. Und wenn ich wirklich hier eine Firma baue, dann kann ich mich mit Themen wie Investitionsschutzgesetz, Mitarbeiterbeteiligung und den lebenden Arbeitsregulierungen abkämpfen. Bei OpenAI arbeiten die meisten Leute sechs bis sieben Tage die Woche und werden dementsprechend bezahlt. Bei uns ist das illegal. Und mein Set, wie ich nach drei Jahren suchen, wieder Purpose gefunden habe, USA, oh mein, das ist so great. Let's build something cool. Österreich, ja, aber passt schon auf dich auf. Nicht, dass du wieder einen Burnout kriegst, gell? Also mach ein bisschen langsamer.
DanielFleck mich am Arsch. Okay, das ist geil. Das habe ich noch nicht. Okay, das ist groß. Und wie ist die Resonanz auf das? Weil das ist ja eigentlich alles in a nutshell, oder? Ich meine, mehr brauchst du nicht sagen.
MarkusEs ist sehr, also ich meine, natürlich wird die Arbeiterkammer rotieren wegen der 6- bis 7-Tage-Woche und ich bin mir sicher, dass sie jetzt rauf und runter diskutiert werden in allen politischen Perspektiven. Aber er bringt tatsächlich, ich beschäftige mich mit diesem Thema ja mehr als mit allem anderen. Und ich finde, er hat das für mich nochmal ein bisschen unlockt, was besonders für Leute wie ihn das Problem ist. In Amerika macht das Spaß, Dinge zu bauen, weil du dich nicht mit den ganzen Downsights und dem ganzen Pain beschäftigen musst, der ja auch irgendwo eine Berechtigung hat. Ich meine, wir wollen ja auch, dass es irgendwie, sage ich mal, Guard Radels gibt. Aber gleichzeitig ist genau das, wo halt jemand, der in erster Linie einfach mal drauf losbauen will, ist das das, was wirklich wehtut. Und wenn du das verknüpft mit dem Naseer, dem Owizara-Mindset, wo halt jeder, wenn du hier was Neues startest, kommt zuerst, bitte warum tust du dir das an? Das wird ja nie was und pass auf dich auf quasi. Und während dort sagen alle, yeah, let's go. Und das ist, glaube ich, wirklich die Essenz. Das ist die kulturelle Essenz, die wir in irgendeiner Form lösen müssen. Ohne dass man jetzt wirklich, also natürlich sollte man nicht alle Arbeitnehmerschutzrechte ersprengen und so weiter, aber einmal grundlegend zu hinterfragen, welche Regeln sind wirklich notwendig und wie stehen die im Verhältnis zu was ist an Spaß und an Dynamik und was ist von der Freude des Bauens, des Kreierens, des Unternehmens, was es da wegnimmt.
DanielAber ich meine, das ist so, ich weiß nur nicht genau, wie ich es umlegen soll. Aber was ich so interessant finde, ist, wenn ich dem zuhöre, es gibt ja keinen Bereich, auch in Europa, wo du, wenn du Exzellenz willst, mit 9 to 5 auskommst. Das ist einfach so. Und ich gebe dir eine Reife, ich habe so ein bisschen darüber gegrübelt. Und das Problem ist aber, dass quasi Arbeit per se ja als etwas gesehen wird, was negativ ist, in vielen Fällen und schützenswert. Und da muss man natürlich sagen, klar, wenn du im Kohlebergwerk arbeitest, dann muss das genauso bleiben. Das ist 1000 Prozent richtig. Was es aber geben sollte, wäre ein, und das müsste man in irgendeiner Form, Notar ist jetzt der Falsche, aber beglaubigen können, dass das wirklich, äh, wie heißt das, ohne Druck und komplett freiwillig ist, dass man ein Opt-out machen kann für bestimmte Bereiche. Und ich gebe dir ein Beispiel. Ich glaube nicht, dass der Burgschauspieler, die in zwei Wochen Premiere haben, um Punkt 17 Uhr sagt, so, genug Text gelernt, das muss jetzt reichen. Die sitzen da bis drei Uhr morgens. Ich glaube nicht, dass der Fußballer da sitzt und sagt, ja, fantastisch. Die Ballerina oder ich weiß gar nicht wer. Auch in meinem Fall ist es so, hey, wenn ich irgendeine tolle Keynote habe, auf die ich mich vorbereite, ich habe es dir erzählt, vor drei Wochen riesen Keynote, unglaublich toll. Ich habe rund um die Uhr daran gearbeitet. Das heißt übrigens rund um die Uhr, immer dazwischen, wenn es zwischen meiner Familie ging. Auch um drei Uhr morgens. Warum? Weil ich das liebe und weil ich will 100% geben. Wenn ich mir dort vorstellen müsste, auf meinem Bereich jemand würde kommen und allen Ärzten sagen, ich muss um Punkt 17 Uhr den Stift fallen lassen, komm schon. A, könnte ich meinen Job gar nicht machen. B müsste ich etwas darstellen, also etwas produzieren, was nicht der Qualität entspricht, die ich wirklich kann. Und C, what the fuck? Das ist doch meine freie Entscheidung. Aber das Lustige ist, dass es weder bei Schauspielern noch Sportlern noch zum Beispiel in meinem Bereich irgendjemand kritisieren würde, sondern nur bei solchen Sachen. Da kommen wir wieder auf die ganzen Gewerkschaften und Co. wo man sagen muss, ja, Kohlebergwerk ist echt cool. Aber das trifft nicht auf jeden mehr zu. Und ich habe vor einem halben Jahr eine Diskussionsrunde moderiert in Deutschland und da waren Gewerkschafter dabei. Und das war so unfassbar weltfremd, was der Typ von sich gegeben hat. Und du hast gemerkt, wie die Arbeitnehmer mehr wollen, du hast gemerkt, wie die Arbeitgeber mehr wollen. Und diese Gewerkschaften hingen nur dran, um etwas zu schützen, was kein Mensch in der Form mehr braucht. Nicht kein Mensch, aber sie haben ein völlig altes Bild.
MarkusSie haben halt einen Bias, der ist auch ganz natürlich, weil du halt in erster Linie landen dort halt auch die Fälle, die eben super negativ sind, weil es halt irgendwelche wirklichen Ausbeuter gibt, die sich unglaublich unmoralisch verhalten. Und das sind halt dann die Cases, die ein Gewerkschafter auf seinem Schreibtisch hat die ganze Zeit. Und natürlich entsteht dann ein Weltbild, das komplett weltfremd ist und total verzerrt ist. Und das ist eben aber auch das Problem jeder Interessensvertretung, du baust diese Biases auf und hast dadurch eine verzerrte Realität. Und was man halt sagen muss, ich weiß ja nicht, wie illegal das tatsächlich ist. Also das ist jetzt vielleicht auch das, wo man sagt, weil der Burgschauspieler und der Profisportler, natürlich machen die mehr als fünf Tage die Woche.
DanielAber stopp, ganz kurz. Aber du sagst, natürlich machen sie es. Und das ist aber genau das Thema, dass kein Mensch würde das diskutieren, dass sie es tun. Kein Mensch würde das sagen, sondern jeder sagt, natürlich tun sie das. Und eigentlich müsstest du sagen, dass jemand, der jung und motiviert ist oder Bock und motiviert ist, was zu verändern, sagt, natürlich tust du das. Geil. Entschuldigung, jetzt ich dich so brutal unterbreche an der Stelle, nur natürlich tue ich das. Natürlich will ich das. Sorry.
MarkusJa, aber ich bin mir auch nicht sicher, ob jetzt tatsächlich, ich meine, Startups sind ja genau das gleiche. Es ist jetzt auch nicht so, dass das Arbeitsinspektorat oder wer auch immer dann daherkommt und das am Samstag beim Startup läutet und schaut, ob eh niemand arbeitet. Ist das Notebook noch warm? Genau. Also da muss man, glaube ich, auch aufpassen, dass man jetzt das jetzt nicht so darstellt, als wäre es, aber das Gefühl, was wir in Europa erzeugen, und das entsteht schon auch durch natürlich oder die Limits in dem Bereich, aber es entsteht eben auch durch viele andere Regularien. Das ist halt einfach, dass es schwer ist und dass es anstrengend ist und dass man sich mit sehr vielen Dingen beschäftigen muss, die nicht mit dem Bauen, mit dem Kreieren zu tun hat. Und das, also mir hat das schon nochmal auch die Augen geöffnet, weil da steht eben auch, Leute schreien Regulierung und Verantwortung. Und Verantwortung schreien will ja auch oft. Das sagen ja auch oft, Unternehmertum ist Verantwortung. Aber tatsächlich gibt es, wenn man sich den Peter anschaut, ist ja halt, der will einfach bauen. Und der wollte ja auch kein Unternehmen aufbauen. Aber genau dieses Setup ist, es ist schon einfach dieses, es macht nicht so viel Spaß hier, wie es da drüben macht. Das tut wirklich weh.
DanielJa, und ich meine, man muss natürlich ein bisschen aufpassen gerade und das wissen wir. Und schrei mal, wenn ihr die Diskussion zu weit geht. Aber das Problem ist, dass wir gerade in Europa so eine wahnsinnig, in vielen Fällen eine wahnsinnig erfolgsnegierende Kultur schaffen, wo auch dieses gnadenlose Umverteilen einfach Dinge zerstört. Ist das die Niederlande, wo dieser Gesetzestext ist, dass nicht realisierte Gewinne versteuert werden müssen? Hast du das mitbekommen?
MarkusNein, habe ich nicht mitbekommen.
DanielDas soll so sein, ich glaube Niederlande, lass mich schauen. Das soll 2028 kommen, dass nicht realisierte Gewinne versteuert werden müssen. So, was würde das bedeuten? Ich gebe dir einen Abstimmung erfolgreich, genau. Niederlande plan Steuern auf unrealisierte Gewinne. So, das wurde jetzt tatsächlich schon, der Gesetzentwurf wurde zugestimmt am 12. Februar. Was würde das bedeuten? Das würde bedeuten, du hast zum Beispiel einen Bitcoin und den hältst du. Und dann sagt jemand, Moment, du hast den doch gekauft, ich mach mal ganz, ganz plakativ, für 1000 Euro. Und der Bitcoin ist jetzt, auch jetzt kommt eine runde Summe, weil ich weiß, jetzt irgendwo bei, keine Ahnung, irgendwie bei 80.000. Und dann sagt jemand, oh, 80.000 ist das Ding jetzt wert. Ja, müssten wir jetzt eigentlich diesen Gewinn, den du gemacht hast, jetzt versteuern. Was würde das bedeuten? Du sagst, ja, aber ich habe doch jetzt hier keine, was weiß ich, ich glaube, es sind 36% dort. Sagen wir das, wir wären jetzt 20.000 Euro, ich kalkuliere jetzt nicht. Ich habe doch keine 20.000 Euro. Ja, aber die musst du jetzt zahlen. Was musst du tun? Du musst dann 20.000 im Wert des Bitcoins verkaufen, um diese Steuer zu bezahlen. Und beim nächsten Jahr wäre das dann wieder so und wieder so. Das heißt, irgendwann bleibt dir fast gar nichts mehr übrig. Genauso wäre das mit Aktien, genauso wäre es mit Beteiligung von Startups. Das ist das Allerschlimmste. Stell dir vor, du bist beteiligt an einem Bootstrap-Startup und jemand sagt, das hat jetzt eine Bewertung von illiquiden Assets auch. Ja, ja, ja. Soweit ich das verstanden habe, soweit ich das verstanden habe, bitte, bitte, ich habe mich noch nicht im Tiefen damit beschäftigt, ich habe es erst vor ein paar Tagen gesehen, es ist auch nicht komplett durch, der Gesetzentwurf wurde beschlossen. Was würde das denn bedeuten? Jetzt sagen wir, 50 Millionen Euro ist deine Beteiligung wert und dann sagt jemand, mein Freund, hier, die Steuern hätten wir gern drauf, in der Klasse bist du, zumindest in Österreich, also schon so, dass du da 50 Prozent abdrückst, dann kommt die Rechnung für 25 Millionen. Verkauf mal deinen Anteil von deinem Startup, um diese Kohle zu kriegen, das kriegst du ja gar nicht hin. Das würde ja jeder Investor sagen, nee, komm, leck mich, das geht doch gar nicht. Worauf ich hinaus will, ist, solche, würde das auch in Österreich passieren, ich wäre sofort weg. Ich wäre sofort weg, weil das kann ich mir nicht leisten. A, und B wäre jegliche Art, jegliche Art, an Wohlstand zu akkumulieren durch Investieren und Halten und Risiko aufnehmen, weg. Und das sind natürlich Dinge, die ganz, ganz, ganz schlimm sind. London hat das, äh, äh, UK hat ja letztes Jahr das auch gemacht, dass du, bis dato musstest du deinen Wohlstand nur in, der nur in UK war, versteuern, und dann kam ein neuer Gesetzentwurf, dass du deinen globalen Wohlstand in UK versteuern musst mit dem Ergebnis, dass, glaube ich, 1200, 1400 Millionäre innerhalb von einem Jahr abgewandert sind. Und wenn du dann aber sagst, dass ein Sozialstaat ja eigentlich davon funktioniert, dass auch die, die viel haben, auch viel zahlen, wenn die, die viel zahlen, plötzlich gehen, uiuiui. Und solche Dinge sind natürlich ein ganz, ganz, ganz, ganz, ganz fürchterliches Signal. Bitte, bitte, wenn ihr mehr darüber wisst, über das, was in den Niederländer passiert, bitte, bitte mich korrigieren. Das ist das, was ich so ein bisschen oberflächlich mitbekommen habe. Es wurde scheinbar am 12. Februar 2026, hat das Unterhaus den Gesetzesentwurf zu dieser Reform zugestimmt. Ja, es soll im 1. Januar 2028 in Kraft treten. Und wie gesagt, der Punkt ist, Steuern finde ich okay, finde ich gut, Sozialstaat stehe ich zu 100% dahinter, finde ich auch fantastisch. Aber würde man mir die Möglichkeit nehmen, in irgendeiner Form Wohlstand zu akkumulieren durch harte Arbeit und Verzicht. Und Verzicht heißt für mich, wenn ich vor fünf Jahren 5000 Euro in Bitcoin stecke und dann das halte, obwohl, du weißt doch, ich meine, hoch und tief und dann ist das irgendwann mehr wert, dann ist das ja meine Entscheidung. Wenn ich quasi gezwungen werde, da Jahr für Jahr, das ist ja dann auch irgendwann nichts mehr übrig. Und Untergang. Randover. Aber schau, damit ist das der Punkt. Und wenn solche Zeichen kommen, das muss man umdrehen. Da muss man sagen, ja, natürlich baust du ja, natürlich ist das geil, dass du hier baust und natürlich ist das schön, dass du es hier machst. Aber ich habe einfach das Gefühl, ja. Da müsste man schon sehr umdenken.
MarkusJa, nein, ohne Frage. Es ist kulturell ein breiter Weg, den es braucht, um das zu drehen. Aber es ist sehr alternativlos, weil sonst fehlt uns dann halt der Wohlstand, den man auch in einer Sozialstaat stecken kann. Also das Problem ist zunehmend, glaube ich, auch bekannt. Wie man es löst, ist, glaube ich, ein anderes.
DanielIch habe gerade LinkedIn aufgemacht. Es tut mir so leid, dass ich wieder unterbreche, Markus, ich weiß. Ich mache nur LinkedIn auf, ich wollte Peters Kommentar sehen, da sehe ich Andreas Schwarzenbrunner, seines Zeichens General Partner at Speed Invest. Ist ja auch wer. Und er schreibt, sorry for the rant incoming. I had to rewatch it again because I got so angry and couldn't believe it. Das ist seine Bildinterview. Ich hab's nur überflogen. Und ganz unten steht ab. Steht, that sums it up. And it's symbolic how we treat AI in Europe. Fuck, Republic Österreich. And also European Commission. Get your shit together. Hmm.
MarkusYeah.
DanielIf this is how we say this technological revolution, prepare yourself to sell schnitzel. Sauber.
MarkusEs ist interessant, wie sehr dieses Thema Wellen schlägt. Ich habe am Montag in der Früh, Dienstag in der Früh, na Dienstag in der Früh habe ich gepostet zum Peter und warum ich glaube, was Europa tun muss, damit der nächste Peter quasi in Europa auch bleibt. Und dieser Post hat auf LinkedIn über 70.000 Impressions mittlerweile. Wirklich? Ja, also sicher, ich weiß nicht, fünfmal mehr als mein nächstes bester Post. Also dieses Thema polarisiert unglaublich. Ich finde tatsächlich aber das ZIP-Interview fand ich relativ okay. Es wäre natürlich schön gewesen, wenn Armin Wolf noch ein, zwei Fragen auch über, sag ich einmal, ein bisschen so die Pläne für die Zukunft oder so gefragt hätte. Aber insgesamt fand ich das relativ okay. Für die Audience der ZIP war das jetzt nicht so, als wären nur ungute Fragen gekommen. Also ich den Random Andy finde, hätte ich jetzt, weiß nicht, hätte ich jetzt nicht so gesehen, muss ich sagen. Grundsätzlich hat er natürlich viel Recht mit dem, was er sagt, aber den Auslöser ZIP, wenn ich das richtig verstanden habe, fand ich jetzt, I don't know, hätte ich jetzt noch nicht gesehen.
DanielJa, nee, ich glaube, er hat es ein bisschen breiter bezogen, aber.
MarkusOkay.
DanielIch meine, schau, dass das Grundproblem ist einfach, wie sage ich das? Es ist ja auch okay, dass Europa per se vorsichtig ist und es ist per se, dass Europa auch ein gewisses Konsensprinzip braucht. Und was man natürlich nicht haben möchte, ist irgendein so ein Irren, wie in den USA da einfach über Nacht entscheidet, so machen wir das. Irrespective of was auch immer und Putin-Style braucht man auch nicht. Aber man muss schon so ein bisschen auch bereit sein, riskante Entscheidungen zu erlauben und zuzulassen. Und das Problem ist, ich sag mal so, wenn man im Start-up-Umfeld ist es ja ein bisschen wie wenn man Raketen bauen will. Weißt du, was ich meine? Und bei Raketen brauchst du auch Menschen, Astronauten, die sich in das Ding reinsetzen, wohl wissentlich, dass da ein gewisses Level an Risiko auch dabei ist. Und dass das Ding halt sauschnell fliegt und dass das auch schon ein paar Mal explodiert ist. Und weißt du, was ich meine? Und es ist so, du wirst wahrscheinlich nur schnell und gut Raketen bauen können, wenn du akzeptierst, dass du die Dinger startest, obwohl da eine gewisse Chance ist, dass das Ding explodiert.
MarkusUnd ich gebe, also das ist ja auch, wir haben jetzt eh lang darüber diskutiert. Ich glaube, das ist eben genau dieses, in Amerika geht es halt nicht automatisch um die Risiken und Verantwortung und so weiter, sondern es geht einfach mal, ja, bau und schau, wo es hingeht. Also da bin ich voll bei dir. Ich finde nur in einer bewusst sehr qualitätsorientierten Nachrichtensendung, in einem Langform-Interview, natürlich geht es da auch um die Risiken, natürlich geht es da auch um, was bedeutet das für die Gesellschaft. Und der Peter hat selbst in Kommentaren dazu geschrieben, dass er die Fragen eigentlich relativ gut fand. Er hätte sich vielleicht eben ein, zwei mehr in eine andere Richtung noch gewünscht. Aber ich finde eher dann die Reaktion teilweise auf das ZIP-Interview von manchen anderen Medien. Also ich glaube, die Presse hat zum Beispiel einen Artikel geschrieben, wo ich mir denke, das ist sorry, aber what's your expectation? Weil sie da eher kritisiert haben, dass der Peter da jetzt nicht auf alles eine Antwort hatte. Aber ich fand die ZIP selbst, fand ich relativ okay. Ich glaube auch, dass die Reaktion von Peter dann danach, dieses, das sag ich mal, das ist ein bisschen der Rent zu Europa, dass das eher dann entstanden ist aufgrund von ein paar Kommentaren, die zu diesem Interview entstanden sind. Aber auch diesen eigentlich, also ich habe mir auf YouTube die Kommentare angeschaut, dass die meisten sind und sagen, hey cool, der Dude hat es geschafft, was zu bauen aus Österreich heraus. Also ich finde auf der Ebene hat er das gut gemacht und ich fand das TIP-Interview war ein gutes Aushängeschild auch für das Mindset, was wir auch pushen wollen.
DanielJa, ich meine, schau, es ist ja nicht per se schlecht, ich glaube, es geht einfach generell um die Ausgangssituation. Und was ich halt so schwierig finde, ist, dass wir in Europa zunehmend so ein, du merkst halt, dass sich diese Mentalität schon zu tief in uns verankert hat. Dass halt Leute sagen, ich will was Neues bauen, ah, bloß nicht hier. Und zeitgleich hast du in der breiten Masse, aber auch zum Beispiel so ein, das habe ich schon ein paar Wochen irgendwo geteilt und geschrieben. Das lässt mir aber keine Ruhe, dass zum Beispiel in den 60ern, 70ern in Europa, 80ern, auch 90ern dieses Exzellenzprinzip tief in der Kultur verankert war. Weißt du, wie ich mir zum Beispiel deutsche Qualität, pünktlich die Deutsche Bahn, das machen wir, die Post liefert. Und jetzt ist es so, die breite Masse weißt, dass der Zug wahrscheinlich ankommt, oder auch nicht. Man weiß es nicht. Man schaut mal, ob das Ding da ist. Wenn du zuhörst, wie zum Beispiel in Deutschland die Schaffner die Ansagen machen, dann sagen sie nicht, meine Damen und Herren, wir sind gerade eben in Berlin angekommen, sondern sie sagen, meine Damen und Herren, man glaubt es nicht, aber wir waren heute tatsächlich pünktlich. Weißt du, was ich meine? Das ist so tief in der Kultur. Oder dass die Post Sachen zustellt, ist man auch so, wow, cool, in vier von fünf Fällen ist es da, aber nicht immer und Zustellversuch, Mayas, passiert sowieso nicht, wenn es schwer ist. Das macht was. Das macht was. Son steht da Tropfen. Das heißt, einerseits die Elite, also die Peters dieser Welt, und andererseits aber so ganz alltägliche Dinge. Oder natürlich ist der Flughafen sieben Jahre zu spät und kostet zwei Milliarden mehr. Natürlich ist das so. Weißt du, was ich meine? Natürlich ist er korrupt. Natürlich ist ein Skandal. Ach komm, das nervt langsam. Weißt du, und das ist nicht das Europa, auf das wir alle stolz sind und das wir so lieben, weißt du was ich meine. Das ist auch nicht das Europa, das, glaube ich, unsere Eltern irgendwie so erlebt haben in der Form, sondern es ist irgendwie so ein mediocres Ding halt.
MarkusWeißt du, so ohne Frage. Also, dass wir den Kulturwandel brauchen, da sind wir uns, glaube ich, alle einig.
DanielUnd letzten Satz, und das finde ich halt krass, dass ich das sage. Wenn man dann in ein Land wie Saudi fährt oder Emirates, wo alle so sind, hey, wir bauen das am schnellsten, am besten, am härtesten. Let's go, let's do, lass uns anpacken. Ich verstehe, dass da ganz viele Facetten sind, warum das jetzt schlecht ist und dass auch vieles nicht so funktioniert, wie man will. Aber auch das macht was mit der Seele der Leute. Und das ist dann natürlich schon sehr krass. Das und das, ja, kriegen wir hin. Das und das, ja, haben wir Budget. Das und das, brauchen wir die Besten der Welt. Ja, ja, machen wir. Das ist halt auch spannend. Und das muss man jetzt zehn Jahre nach vorne rechnen auf all diesen Ebenen. Bei den Amis ist es okay, wir sind alle ein bisschen irre und schießen jeden Tag auf irgendwelche Leute. Ja, I don't know about that. Schwierig.
MarkusAber auch die Saudis, wenn du dir jetzt anschaust, was mit dieser tollen Stadt passiert ist, die sie da großvisionär gebaut haben und jetzt wird das doch wieder nichts.
DanielAber hier ist hier ist ein Gegenkommentar. Gebe ich dir zu 1000 Prozent recht. Aber, und ich habe das Ding ja selber kritisiert wie ein Weltmeister, ich finde das Ding ja auch irre. Aber wenn du es umdrehst, eigentlich, eigentlich ist das ja wünschenswert, dass Leute sagen, wir bauen das Verrückteste und Größte. Und wenn man dann irgendwann akzeptiert, es funktioniert nicht und es dann abdreht, ist das nicht viel besser, als wenn man A, es nicht probiert und B, dass dann halt 47 Jahre lang lang schleppt, bis es halt irgendwann so eine Ruine ist.
MarkusJa, ich mein persönlich ideologischer North Star ist halt, ich glaube nicht, dass es der richtige Weg ist, dass Staaten dieses Mindset haben von ja, wir also jetzt staatliche Akteure dieses Mindset haben, sondern dass das Individuen sein sollten. Also ich glaube genau in dem Bereich sehr stark an An den Markt und ich glaube an die Freiheit des Einzelnen und nicht an die Freiheit von einem Herrscher, der dann halt mit viel Ausbeutung und so weiter seine Ideen durchpeitscht. Also das glaube ich auch, dass einfach der Weg des Markts historisch gesehen einfach bessere Resultate gezeigt hat, weil es da Wettbewerb gibt, während es den Wettbewerb in dem Kontext wahrscheinlich nicht gibt. Dass natürlich das dann auch abfärbt auf die Kultur des Landes, wenn, sag ich mal, eben in der Politik alle immer nur auf Regulierung und Bremsen und warum geht das nicht, ist, da hast du vollkommen recht und das ist ein Riesenproblem, was es diese Nicht-Bewegung, diese Nicht-Dynamik auf der politischen Ebene färbt natürlich kulturell ab und das ist ein Riesenproblem für Europa. Ich glaube halt, ja, ich glaube, wenn man sich, sag ich mal, den guten Case für absolutistische Regimes oder individuell gesteuerte Regimes, dann würde ich eher nach Singapur schauen als nach Saudi oder so.
DanielJa. Und warum?
MarkusWeil du dort historisch einfach wirklich gute Resultate hast. Du hast mehr Menschenrechte, mehr für mich ein stärkeres Wertiger ist, das auch meinem entspricht. Und mehr Erfolg auch. Also muss man schon sagen, halt, dass Neum ist schon eine, wie es ausschaut, eine riesen Fehlerinvestition gewesen.
DanielDann schauen wir nach Singapur. Jetzt haben wir 42 Minuten über dieses Thema gesprochen. Das zeigt, wie sehr uns das wichtig ist und wie sehr das diskutiert werden muss. Was wollen wir noch machen?
MarkusDer Andre Klinger hat diese Woche ein sehr spannendes Video gepostet. Das beschreibt, was gerade diese Agentic AI Revolution auch mit der Startup-Szene macht und besonders auch, wie sie Investmentthesen macht. Weil wenn man das ein bisschen weiterspinnt, bedeutet das eigentlich, dass Software-Startups, so wie wir sie jetzt die letzten Jahre eigentlich als Blueprint gelebt haben, dass das wahrscheinlich so keinen Sinn mehr macht, besonders SARS-Startups. Weil de facto bedeutet diese Agentic Revolution, dass sich eigentlich dein Agent die Software, die er braucht, relativ einfach selbst bauen kann. Das ist die klassischen SaaS-Modelle vielleicht für viele Unternehmen gar nicht mehr notwendig sind. Das ist natürlich jetzt eine sehr radikale Sichtweise. Man kann natürlich auch sagen, Unternehmen, da geht es ja nicht nur darum, die Funktionalität, da geht es auch um, sage ich mal, die Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Es geht um den Trust, die Security, die Compliance, die damit einhergeht. Also ist nicht A oder B, aber natürlich kommt SARS aktuell stark unter Druck durch die Möglichkeiten, die dafür Unternehmen auch entstehen, Dinge einfach selbst zu machen. Und das ist etwas, wo der Andre ein Video auch dazu gemacht hat, wo viele gerade da draußen diskutieren, wenn ich jetzt ein Startup gründe, wie musst du es ausschauen? Geht nur mehr Deep Tech oder haben Software Cases auch noch an eine Zukunft? Also auch etwas, was gerade rauf und runter diskutiert wird.
DanielIch habe gestern mit einem ziemlich bekannten Investor telefoniert eine Weile, an der dann auch zum Thema Software gesagt hat, ich glaube, ich habe den Begriff Shotgun genommen. Tja, ja, Software-Themen, alles, so SAS und Cro. Dann nehme ich das, dann nehme ich das und verwende ein Programm namens Shotgun und dann habe ich das Ding in zwei Stunden nachgebaut. Boom. Und hat gesagt, das ist ein halbes Portfolio. Da mittlerweile auch, dass er da rumzittert, weil das einfach ein Problem. Und das fand ich aber sehr, sehr, sehr wild und sehr krass. Ich bin neugierig, was das bedeutet, wenn man es aber zu Ende denkt. Weißt du, was ich meine? Weil es ist natürlich, ja, das stimmt. Aber eigentlich ist es doch. Eigentlich ist es ja, wenn du Sachen nur kopierst, ist es ja kein Fortschritt per se. Sondern ja, alle werden kopierbar. Aber was musst du dann tun, um dich upzuheben? Und das ist das Interessante, es ist einfach nur eine Veränderung der Art, wie entwickelt wird. Weißt du, wie ich das rübergebracht wird, könnte man genauso argumentieren wie in dem Moment, wenn Computer aufgekommen sind, wie wenn Internet aufgekommen ist, oder einfach, dass man eine Festplatte kopieren konnte, eine Festplatte, weißt du, wie man diese Disketten und so weiter kopieren konnte. Geschwindigkeit ist halt das Thema. Und das ist das Brutale, dass so etwas natürlich normalerweise sehr viel Mind erfordert und sehr viel Zeit und sehr viel Geld, sehr viel Ausbildung. Und wenn du es halt so instant kopieren kannst, dann ist die Frage, wer viel in etwas reinsteckt, um diesen Sprung zu machen. Aber auch das wird schnell geklärt werden.
MarkusWeil das, glaube ich, was die wirkliche Herausforderung ist, dass oft war ja der erste Kunde für ein Softwarestartup waren andere Startups, weil die sind bereit, neue innovative Dinge auszuprobieren und dann handelt man sich halt vor, weiter in die breite Wirtschaft. Und ich glaube, genau diese Kunden fallen jetzt weg, weil die Startups sind die, die dann halt schnell selbstagendig Lösungen programmieren. Die kaufen dann nicht mehr ein, sondern die sparen halt auch Geld und machen Dinge sehr spezifisch auf ihre Bedürfnisse hin, getrennt mit den Möglichkeiten, die es aktuell gibt. Und gleichzeitig glaube ich, dass die anderen Cases, die technologisch nicht so weit sind, das aktuell natürlich das sicher noch nicht machen. Und auch langfristig eben besonders in der Enterprise, aber den größeren Unternehmen, de facto das, was aktuell Consulting ist, das ist ja auch oft, Unternehmen wissen eh, was gemacht werden muss, aber sie brauchen halt eine externe Sicherheit, dass da jemand herkommt, der sagt, ihr müsst jetzt XY machen, das wisst ihr eh, aber ich gebe euch mal einen Stempel. Und das bedeutet, wenn du das machst, dann wirst du nicht gefeuert, falls es schief geht, weil du kannst sagen, ja, das haben aber die Mackenzies gesagt. Und ich glaube, da gibt es schon noch diesen Case für Software, wo man sagt, ja, bevor die sich dann irgendetwas das selbst zusammenstöpseln bauen, kauft man halt einfach den Marktführer oder die Software, die bekannt ist. Dafür brauchst du halt erstens, da muss es ein gutes Produkt sein, aber du brauchst halt auch dieses Distribution Network, also den Trust quasi. Und du brauchst Security und Compliance. Also es ist schon, also es macht es nicht einfacher, Dinge zu bauen gerade. Und gleichzeitig, was der Andi auch sagt, am Ende schau dir nur den Peter an. Der hat jetzt auch nicht groß die Idee gehabt, ein Startup zu bauen, der hat halt einfach sein Produkt gebaut. Also quasi als Solo-Individual Bauen des Bauens wegen. Und oft passieren auch so dann Dinge, die dures Potenzial haben.
DanielIch musste gerade über was nachdenken. Es gibt ja diese alte These, dass es immer Bundling und Unbundling gibt, Bundling und Unbundling. Und eigentlich, was ja jetzt theoretisch passieren könnte, wäre wieder so ein Bundling. Also die These ist sozusagen, dass es immer so losgeht, dass es eine Innovation gibt. Zum Beispiel jeder baut irgendwo Internetseiten, die man direkt ansteuern muss und jeder muss halt auch irgendwie wissen, dass es die gibt. Und dann kommt etwas drüber, wie eine Suchseite wie in Google oder Yahoo, die quasi alles bündeln. Du hast eine zentrale Anlaufstelle, findest dort alles. Super. App Store auch so. Und eigentlich wäre es ja relativ faszinierend zu sagen, dass jetzt gerade in der KI-Welt gerade jeder schustert da drauf los und macht sein Ding und mit Lovable und Chron, jeder kann das bauen. Und irgendwann ist es dann so, dass eigentlich die Smartesten der Smarten gehen dann irgendwann, sobald sie aufploppen zu den ganz Großen und bauen dann da ihr Ding auf der Plattform, die ein OpenAI Claude oder wer auch immer zur Verfügung stellt. Vielleicht ist das gerade so ein Vorbote von dem, was wir sehen, weil gerade im AI-Bereich muss man gerade vom starken Unbundling reden. Also ich habe es in meinem Bereich gerade gesehen, wo wir gesagt haben, was ist mit Competitors und dann sagen wir, da gibt es so viele mittlerweile. No idea, keine Übersicht mehr. Ja, vielleicht ist das so ein Vorbote.
MarkusEs ist jedenfalls eine sehr spannende Zeit, wenn man etwas bauen will. Ich glaube, einer der interessantesten Einstiegspunkte ins unternehmerische Dasein aktuell, mit den meisten Möglichkeiten, aber auch den meisten Fragezeichen. Also man muss, glaube ich, sehr offen sein für Unsicherheit. Vielleicht auch noch eine Story, die Hannah letzte Woche gepostet hat. Es war mal wieder, der Peter hat eh auch gesprochen über Investitionsschutzkontrollgesetz, gab einen Exit einer der immer United, also Immobilien Software Company, an Immonscout 24, wurde von der österreichischen Wettbewerbsbehörde gekillt. Also quasi dieser Merger, dieser Exit aus Wettbewerbsrecht verhindert. Jetzt muss man sagen, ich bin grundsätzlich, ich glaube, es ist gut, dass es Wettbewerbsrecht gibt. Das ist, damit der Kapitalismus und grundsätzlich der Marx funktioniert, braucht es Wettbewerb. Insofern ist es auch gut, dass es Wettbewerbshüter gibt. Womit ich ein bisschen Probleme habe, ist die Art und Weise, wie das bei Exit sehr eng ausgelegt wird. Also wirklich, wo ich natürlich verstehe, wenn ich irgendeine wichtige Technologie, ein absoluter Technologieführer in der Robotik, wenn der nach China verkauft wird, dann verstehe ich, dass man da vielleicht auch aus einer Souveränitätsperspektive bedenken hat. Ich verstehe auch, wenn man jetzt sagt, okay, Spar und Bilder würden fusionieren. Verstehe ich und finde ich es richtig, dass man sagt, naja, das wird der Markt nicht besonders gut tun. Was ich dann allerdings nicht verstehe, ist, dass wir uns bei solchen Themen dann, ja, Immobiliensoftware, okay, weiß ich nicht, wie grammatisch die Folgen wirklich wären, wenn die beiden fusionieren. Und gleichzeitig haben wir halt dann hier so Themen wie eine Gewerbeordnung, die einfach verhindert, dass Wettbewerb entsteht, weil Leute es unglaublich schwer gemacht wird, in den Markt reinzugehen. Also wir bauen Eintrittsbarrieren auf. Und wir haben sowas wie einen Gebietsschutz zum Beispiel, wo man sagt, okay, es gibt in gewissen Branchen gibt es einfach eine limitierte Anzahl an Wettbewerbern. Und das wird dann oft vererbt. Das heißt, es ist überhaupt kein Wettbewerb möglich, zum Beispiel Notare oder Apotheken oder ähnliches. Und da macht die Wettbewerbsbehörde aber nichts und sagt auch nichts. Also ich finde, da sind wir nicht ehrlich zu uns selbst in Österreich und setzen an den falschen Stellen an, anstatt dass wir uns mal wirklich überlegen, okay, wo happert es wirklich beim Wettbewerb.
DanielEs wäre schön, wenn man mal alles, was gewesen ist, einfach mal lassen kann und solche Dinge mal komplett von Null aufbauen könnte. Das wäre fangen.
MarkusJa, eine grundsätzliche Sunsetting-Rule fand ich auch cool. Zu sagen, einfach alle Gesetze laufen in fünf Jahren. Was ist das? Sunsetting. Es ist eine politische Theorie, die eben sagt, dass wenn du ein Gesetz beschließt, dann musst du immer ein Ablaufdatum auch festlegen. Oder vielleicht gibt es ein generelles Ablaufdatum, Gesetze gelten nur für zehn Jahre. Und dann kann man es natürlich verlängern, wenn man will. Aber das Baseline ist, es läuft ab. Und du schaffst damit quasi automatisch eine Diskussion, ist das eigentlich noch sinnvoll?
DanielÄhnlich wie beim Schulsystem letzte Woche schon angedeutet. Ja, das wäre fantastisch. Das ist ja super. Ich meine, das ist ja. Ja, nein, aber ich meine, schau mal, ich meine, genau so und nicht anders sollte es sein. Und ich meine, ich sehe es ja auch aus meiner eigenen Warte. Ich meine, wie du weißt, und der eine oder andere loyale Zuhörer ja auch, ich meine, ich bin ja einer der Original-Cogründer von Austrian Startups. Weißt du, damals war das sinnvoll für mich, da auch involviert zu sein auf einer Vorstandsebene. Jetzt werde ich bald 45 und bin so weit weg von dem Thema, dass es vor ein paar Jahren auch gar keinen Sinn mehr gemacht hätte, wenn ich dabei bin. Und wir haben ja auch so eine Regel, dass man nur so und so lange dabei bleiben sollte. Das finde ich auch gut. Man stelle sich vor, beispielsweise, ich würde da einfach an Bord bleiben, bis ich 85 bin und würde da mit tun. Ich finde das zielführend, weißt du, was ich meine? Dass man das an Personen, aber auch vor allen Dingen an Gesetze knüpft. Sieht Donald Trump anders? Aber auch das sieht schon anders. Aber das ist ein anderes Thema. Du, wir sind eigentlich schon mit der Zeit sehr fortgeschritten. Wir haben ja beide gesagt, so und so viel Zeit haben wir. Ich würde sagen, vielleicht ist das jetzt schon ein richtig guter, schöner Plauder-Podcast geworden, wo wir mal so richtig wieder Luft verschafft haben. Krasses im Übrigen finde ich, das ist noch eine Sache, die ich gesehen habe. Den Peter Steinberger, den ich jetzt nicht sonderlich gut kenne, aber man kennt sich dann doch seit irgendwie 15 Jahren mal vom Sehen hier und da, ein oder andere frühen Stammtische mit ihr moderiert und plötzlich sehe ich den so einen Podcast wie Lex Friedman und so solche Sachen, wo ich mir denke, fuck, du bist aber ganz schön weit gekommen, mein Freund. Und das ist so, manchmal sind so diese Sachen, die vielleicht nicht so wichtig sind, aber sie sind irgendwie dann doch sehr wichtig zu merken, was für eine Strahlkraft der der ja so hat. Und wenn OpenAI den postet und Lex Friedman-Podcast, dann hat er irgendwie 600.000 Views, dieser Podcast, den ich jetzt noch nicht gesehen habe. 622.000 Views. Ja, in sechs Tagen. Okay, aber trotzdem, leck mich am Arsch, ist das cool. Und ja, ja, das ist schon ganz geil, dass da so ein Typ, der, glaube ich, im 9. wohnt irgendwie und da rumläuft und plötzlich macht er, das ist schon ganz geil. Also. Ja, mal schauen. Vielleicht wird die U6 irgendwann nach ihm benannt. Wäre ja auch was.
MarkusWarum die U. Okay, ja gut, die U-6 wäre in der Story mit. Genau. Ja, okay, verstehe ich ja.
DanielDas wäre doch was, das ist der Gay Romeo-Tunnel.
MarkusOder wir bauen eine neue U-Bahn und die wird dann auch U-6.
DanielAber toll, im Übrigen die Wiener Linien jetzt überlegen zu verbieten, dass man laut telefonieren darf. Das finde ich immer gut. Weil das ist echt immer das Allerschlechte. Nee, finde ich gut. Aber ehrlich, das ist schon schlimm, wenn er irgendein Typ da mit seinem Bruder telefoniert über FaceTime und sagt, Bruder, komm ich spalt zu dir, oder? Und der andere sagt, wo bist du, Bruder? Ich höre dich nicht, Bruder. Vom Feinsten. Vom Feinsten. Das sind ja auch meistens so relativ bildungsferne Personen, die da immer so ihre Gespräche führen. Sehr laut, die auch so das Miteinander nicht so gut können. Ja, mir tut nur die Person leid, die dieses Gesetz dann auch umsetzen muss. Verzeihung, Herr Bruder, können Sie bitte nicht mehr so laut telefonieren?
MarkusWir haben zum Abschluss noch Newcomer der Woche. Auch das sind heute Bekannte, die schon im Podcast waren, zumindest der Karl. Die Hockeyfigh-Gründer haben jetzt präsentiert, an was sie die letzten Monate gearbeitet haben. Und das ist ein KI-Telefonassistent für den Gesundheitsbereich, also für Arztpraxen, wo natürlich die administrative Arbeit einer der Effizienz Minderten ist. Also etwas, was glaube ich sehr viel auch an der Produktivität und der Effizienz nagt in eine Arztpraxis. Und da reinzugehen, ist mir sicher ein spannender Punkt. Auch spannender Punkt, weil sie wollten zuerst in Richtung Longevity gehen und haben sich jetzt entschieden, der Hebel, wo man hier was bewirken kann, ist tatsächlich in der administrativen Ebene bei den Ärzten und haben schon zehn Kunden, also haben da schon gute Arbeit geleistet und sind jetzt auch quasi ganz offiziell mit dem Namen One 100 da draußen unterwegs. Also die Ärzte da draußen, vielleicht ist das ja etwas, was euch das Leben und den Alltag ein bisschen einfacher macht.
DanielCongrats an die Jungs. Ja, stark. One 100. Ist vielleicht interessant auch für den Bereich, aber gut. One 100, grüß Gott. Und dann ist dann irgendein älterer Arzt. Was? Spaß. Spaß. Macht sicher Spaß, die E-Mail-Adressen telefonisch durchzugeben. One, was? 100? 101? Nein. Oh ne. Ohne was? ONE. Ach so. Und jetzt 100? Ja.
MarkusSpaß. Aber Daniel, das One 100 wird doch am Telefon gar nicht genannt. Das ist ja nur Ihr Firmenname.
DanielGenau, aber da müssen Sie sagen, schicken Sie uns das doch mal zu an unsere E-Mail-Adresse. Die Ärzte sind da ja nicht so mit dem Internet. Deswegen ist das ja auch.
MarkusIch verstehe, okay, wenn sie Ihre Code Calls. Okay. Nein. In dem Bereich ist, glaube ich, Cold Calling, glaube ich, grundsätzlich nicht so the way to go.
DanielJa, glaube ich auch. Nee, aber geil. Ich finde es immer gut, wenn so echte Seriengründer da reingehen und feuer frei machen. Ja, geil. Finde ich toll. Schön. Markus. Spaß gemacht. Allerdings. Gut. Vielen Dank. Dann sehen wir uns nächste Mal. Dankeschön und bye bye.