Future Weekly

#504 - Natascha Fürst über Female Founders, Investment-Gap & digitale Gewalt

Hannah Wundsam & Natascha Fürst Episode 504

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In diesem Deep Dive spricht Hannah mit Natascha Fürst, CEO von Female Founders, der größten Plattform für Frauen im europäischen Tech-Bereich, über eine der teuersten verpassten Chancen Europas: Warum Frauen systematisch weniger Zugang zu Kapital bekommen und was das gesamtwirtschaftlich kostet.

Sie sprechen über:

  • Warum Frauen 80–85% aller Konsumentscheidungen treffen und trotzdem nur 3% des globalen Venture Kapitals bekommen
  • Was passiert, wenn Europa die Gründerinnen-Lücke schließt: +7% BIP-Wachstum pro Jahr
  • Den globalen Wealth Shift bis 2030 und was er für Investitionen bedeutet
  • Warum Frankreich und Spanien beim Female Entrepreneurship weiter sind als der DACH-Raum
  • Digitale Gewalt gegen Frauen: Was gerade politisch in Österreich passiert
  • Wie man als Frau anfängt, sein Geld aktiv zu investieren, auch ohne 250.000 Euro

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

SPEAKER_01

An wonder morning, good or good amendment and welcome by Future Weekly, the Startup Podcast. And heute with Hannah. And while Deep Dive Dark is, I'll get a wonderful gast, and zwar der Natasha Fürst. Welcome, Natasha. Thanks for having me, Hannah. Ich freue mich sehr, dass wir uns heute hören. Sehr schön. Can you a bit more sagen? Who bist du? What machine?

SPEAKER_00

Yeah, these LinkedIn-Profile, game. Man findet so viel heraus über die Menschen. And teilweise sind das auch immer so große Zuschreibungen. Also erste oder warum CEO of Female Founders als erstes steht, ist einfach, weil das den Großteil meiner Zeit einfach in Anspruch nimmt. Und ich wirklich mit großer Leidenschaft diese große Plattform, die es seit zehn Jahren gibt, die größte Plattform für Frauen im Tech-Bereich Europas führen darf und auch führe. Genau, und wir glauben bei Fime Founders einfach daran, dass Innovation und all die Dinge, die wir in Zukunft brauchen, um für möglichst viele Menschen ein gutes Leben auch in irgendeiner Form zu gestalten, dass da einfach Frauen maßgeblich mit beteiligt sein müssen, was sie zurzeit noch nicht sind. Aber wir sind oder ich bin hoffnungsvoll, dass da jetzt ein Umdenken gerade stattfindet und auch stattfinden wird, einfach weil man auf die Potenziale der Mehrheit der europäischen Bevölkerung nicht mehr verzichten mag oder kann. Das zweite Jahr, ich habe auf einem rein weiblich besetzten Forschungsschiff 2019 den Nordatlantik übersegelt, um Frauen. Also das verbindet auch wieder das Thema Entrepreneurship, Frauen in der Forschung, um Frauen grundsätzlich sichtbarer zu machen. Ich glaube, du siehst oder man sieht sehr gut einen Teil meiner Bücherwand, wo ich sehr viele Bücher stehen habe, wo es um strukturellen Wandel geht, um die unerzählte Geschichte, weil tendenziell ja die Männer die Geschichte erzählt haben. Und ich glaube, dass wir ein neues Narrativ brauchen, wenn es um Frauen geht und auch die Potenziale, die sie mit sich bringen. Und da war Expedition oder Ex-Expedition, also es steht für die zwei weiblichen Chromosome, im Endeffekt ein super ein super Happening unter Anführungszeichen oder ein super Projekt, das so vieles verbindet. Ich gehe auch wieder zurück auf dieses Segelschiff und werde im Mai den Südpazifik übersegeln. Einfach weil das Thema Ozean noch immer ein Riesenthema ist, weil er größter Lebensraum und so weiter. Gleichzeitig der Wettermacher schlechthin und da braucht es einfach noch mehr Bewusstsein. Und das Thema Frauenunsichtbarkeit ist ohne ihn eines, ja. Ich glaube, da sind wir uns einig, da kann man nicht oft genug darüber sprechen. Genau. Und was ist das noch dort? Habe ich was vergessen?

SPEAKER_01

Ocean Lover, aber das passt ganz gut zusammen und Woman in Innovation. Okay, das passt gut zusammen. Genau. Großartig. Voll spannend. Ich glaube, da könnten wir jetzt schon eintauchen, aber was mich da interessiert, wenn du jetzt zurückdenkst, an die kleine Natascha, war Female Empowerment immer schon ein großes Thema, hattest du starke Frauen, die dich da geprägt haben in deiner frühen Kindheit. Erzähl uns mal ein bisschen, wie war das damals?

SPEAKER_00

Ich hatte das Glück, also zum einen habe ich eine sensationelle Mama und auch sehr großartige Großmütter, die mich sicher geprägt haben, die ja, teilweise meine Oma ist Fotografin und war da einfach schon immer so die kreative Selbstständige, die einfach ihr Geld verdient hat und einfach auch Geschichten erzählt hat, indem sie Frauen porträtiert hat und so weiter. Ich glaube, dass ja dieses If You Can See, do you can be it definitiv enorm wichtig ist. Gleichzeitig muss man auch sagen, dass ich da auch immer gerne die Väter in die Verantwortung nehme. Weil, also ich mag dieses Narrativ von Väter erzieht eure Töchter oder Mütter erzieht eure eure Söhne gut. Nicht so sehr, weil wir wissen, dass vor allem Burschen sich immer aufgrund des Similaritätsprinzips anschauen, wie agiert mein Vater oder wie agiert die männliche Person. Und deswegen glaube ich, könnte man, also ich finde das eigentlich fast eine Ungeheuerlichkeit, dass man das den Frauen auch wieder umhängt und sie dann irgendwie in die Verantwortung zieht und man sagt, dein Sohn ist ein Trottel geworden oder der ist irgendwie ein Frauenhasser und so weiter. Also ich glaube, da haben Männer irgendwie einen anderen Hebel oder männliche Rollenbilder oder Vorbilder, das sollte man auch irgendwie ein bisschen besprechen oder neu definieren, in meinen Augen. Also da gibt es große Potenziale. Und ja, es waren immer die Frauen, die mich geprägt haben, gleichzeitig hat aber auch mein Vater sicher als Partner auf Augenhöhe für meine Mutter ganz viel dazu beigetragen, ohne dass mir das damals zu dem Zeitpunkt bewusst war. Das muss man auch ganz ehrlich sagen. Und ich glaube, dass mich auch wirklich ganz viele Schriftstellerinnen geprägt haben. Also ich weiß, ich habe ganz früh diese Geschichten von Edith Bleiten gelesen, also Nöstlinger natürlich. Und da gab es natürlich, und Pipi Langstrumpf war so meine erste, also ich bin im Fasching, da hinten steht eher ein Bild von mir. Also ich glaube, das war mein absolutes Lieblingskostüm. Und ich wollte auch als Kind war mein Nummer eins Reiseziel Tagoland. Also ich wollte mit meiner besten Freundin damals unbedingt Pipi Langstrumpf besuchen, weil mir das so imponiert hat, ja, dass sie im Endeffekt, ja, die war einfach eine coole Socke. Und das war sicher auch, also diese Bilder, die man einfach auch in Kinderbüchern und diese Frauenfiguren, die waren ganz wichtig und haben mich sicher auch sehr geprägt.

SPEAKER_01

Und wann ist dann das Thema Technologie und Innovation dazugekommen? Weil also gerade Frauen im Tech-Bereich, das ist ja dann nochmal eine weitere Nische, wenn man möchte.

SPEAKER_00

Ja, das stimmt. Ich habe meine ersten, die ersten Stationen beruflicher Natur waren in einem Unternehmen, in einer kleinen Unternehmensberatung, wo wir in unterschiedlichen Ländern beraten haben und da vor allem Startup-Beratung gemacht haben. Da war das Thema Startup in Österreich noch gar nicht so präsent etc. Und da habe ich einfach auch gesehen, und das war auch eine Frau, die mich damals sehr geprägt hat, die hat eine Medizinerin, die Ovarial-Karzinom-Forschung betrieben hat und versucht hat, ein Forschungslabor in Österreich, also eigentlich ein großes Labor und eine Produktionsstätte in Österreich zu errichten. Und damals gab es dieses Bewusstsein nicht, sie war aber die Chief Scientific Officer und war einfach eine Sensation. Also die war einfach so großartig. Und da haben wir gedacht, okay, wie kann das sein, dass man für so ein wichtiges Thema, Frauengesundheit, wieder keine Investorengelder findet, etc., beziehungsweise die Investorengelder nicht oder Investorinnengelder nicht in Österreich, weil wir dann also mit ihr in San Francisco waren und versucht haben, dort von großen Pharmakonzernen im Endeffekt das Geld aufzustellen. Und da war dieser Anknüpfungspunkt schon sehr da. Also A, dieses Thema, was oder warum gibt es die Aufmerksamkeit für Karzinome nicht, die vor allem, also die Frauen betreffen, warum gibt es das Geld nicht, obwohl es so viele Frauen betreffen könnte, und so weiter. Und das, glaube ich, war sicher eines der Augen öffnendsten, also der Moment, wo ich mir gedacht habe, okay, da muss man was machen. Ja. Ich glaube, das war so ein bisschen der Moment, ja.

SPEAKER_01

Ja, voll spannend. Wir haben schon öfter darüber gesprochen, dass das eigentlich einer der größten Untapped Potentials ist, die Innovationskraft der Frau. Kannst du jetzt, wo du dich schon viele Jahre damit beschäftigt hast, uns so ein bisschen Einblick geben in deine Insights? Was verpassen wir als Gesellschaft, als auch vielleicht quasi in Bezug auf unsere Wettbewerbsfähigkeit? Hast du da ein paar Zahlen für uns? Wie würde Österreich oder auch Europa ausschauen, wenn wir es schaffen würden, dass Frauen genauso viel Budget Opportunity in Europa hätten wie unsere Männer?

SPEAKER_00

Ja, also eins kann ich das sagen, es gibt ein sensationelles Buch, das ich an dieser Stelle auch immer gerne empfehle, und zwar ist Das weibliche Kapital von Linda Scott, die in ihrem Buch schon einmal darüber schreibt, also zum einen sieht sie sich natürlich sehr klar auch die ganze unbezahlte Arbeit an, die Frauen weltweit leisten. Wenn man das in eine Volkswirtschaft gießen würde, wäre da, wären wir Gissiv Mitglied. Also das ist einfach unfassbar, was da einfach schon einmal an quasi volkswirtschaftlicher Kraft da ist. Grundsätzlich, und das vergessen wir gerne, sind ja Frauen die Hälfte der weltweiten Bevölkerung, in Europa sind wir sogar die Mehrheit. Und natürlich ist man als Unternehmen nicht wahnsinnig schlau, wenn man auf die Mehrheit der europäischen Bevölkerung als Kundin verzichtet. Gleichzeitig, also nicht nur, wenn man die Seite, also die Kundinnenseite anschaut, muss man sagen, dass Frauen natürlich aus dem Grund auch enorme Kaufkraft mit sich bringen. Und schon jetzt, und das finde ich, ist so eine arge Zahl, im Endeffekt die globale Ökonomie leiten. Warum? Frauen, und ich habe vorhin von der Care-Arbeit gesprochen, treffen noch immer den Großteil aller Konsumentscheidungen, nämlich zwischen 80 und 85% weltweit. We leben in nicht nur einer kapitalistischen Gesellschaft, sondern auch in einer Consumer quasi capitalistic society. And deswegen macht natürlich der Consumanteil über 60% des Global GDPs aus. Das heißt, wir leiten, we sind jetzt schon im Endeffekt die Checkerinnen. Also wir sind jetzt schon die Personen, die im Endeffekt die Weltwirtschaft leiten. Wir haben teilweise nicht das Gefühl, dass es so ist, weil wir einfach in ganz vielen Räumen nicht präsent sind, vor allem in Vorständen und Co. Aber grundsätzlich ist das natürlich in meinen Augen eine Zahl, die wir uns, also die wir weder als Unternehmensbauerinnen noch als große Corporates, noch als Investorinnen in irgendeiner Form, also die dürfen wir einfach nicht vergessen oder außer Acht lassen in Zukunft. Und wenn es um das Thema Unternehmerinnentum geht, habe ich auch noch eine Zahl für dich mit. Es gibt jetzt Predictions, dass wenn wir alleine nur diesen Zugang zu Unternehmerinnentum oder zu hochskalierbaren Unternehmen in Europa schließen würden, hätten wir ein Potenzial von 7% GDP-Growth und zwar auf einer jährlichen Basis. Also 7% würde ich nehmen, ehrlicherweise bei all dem, was gerade wirtschaftlich so abgeht. Das sind einfach Potenziale, die man nicht mehr liegen lassen darf. Das ist einfach ehrlicherweise deppert, wenn man es nicht tut.

SPEAKER_01

Ja. Spannend. Ich habe letztens auch eine Zahl gelesen aus einem McKinsey Report, das sich anschaut, wie viel das globalen. Kann gut sein. Aber im Endeffekt des globalen Vermögens liegt dann in den Händen der Frau und dass wir da gerade einen globalen Shift sehen und gerade in Europa bis 2030 um die 48 Prozent, glaube ich, waren es. Das europäischen Vermögens in weiblicher Hand sein werden. Jetzt gerade sind es um die 38. Also da werden wir einen Shift sehen. Was glaubst du, wird das auch bewirken? Wird dadurch automatisch auch mehr Geld in Startup-geführte, äh Frauengeführte Startups fließen? Oder ist das nicht so ein, kann man das nicht so eins zu eins übersetzen?

SPEAKER_00

Doch, kann man. Und danke, dass du diese Studie, also es war ja die HSBC-Chefin, die das vor, glaube ich, zwei Jahren oder so auf einem Panel gesagt hat. Wir haben das dann aufgenommen und seitdem sind wir bei Feeling Founders auch wirklich sehr auf diesem Thema Financial Literacy und Women as Investors. Also was ja auch zu sagen ist, ist ja, dass die Gründerinnen von Feme Founders, die vor zehn Jahren dieses Netzwerk gegründet haben, jetzt ja selbst im VC-Bereich tätig sind und eine Fund geredet haben, um eben zum einen viel versierter und konkreter in Unternehmen mit diverser Gründerinnen und Gründerstruktur zu investieren und gleichzeitig natürlich auch sicherzustellen, dass die Limited-Partnerinnen im Fonds auch zumindest oder idealerweise die Hälfte darstellen, wenn nicht sogar über die Hälfte. Also das heißt, man muss natürlich auch zum einen die Gründerinnen fördern, aber auch das Thema Investment bei Frauen, weil wir wissen, dass Frauen einfach sensationell gut sind mit Geld, weil Frauen nachhaltiger mit einem höheren Social Return on Investment, also der ist ihnen einfach um 50% wichtiger als Männern, was natürlich zu einem sozialen Ripple-Effekt führt, zu einem positiven sozialen Ripple-Effekt, um auf deine Frage zurückzukommen. Und natürlich, geldfrei wird für Innovation, die dringend benötigt wird, um möglichst sinnvolle und für viele Menschen gute Zukunftsszenarien im Endeffekt zu bauen, bedeutet, Gründerinnen bauen ja vor allem Unternehmen in den Bereichen Health Tech, Education, Sustainability, also alle Themen, die enorm wichtig sind. Und wenn jetzt auch dieser Wealth Shift dazu kommt, also wir sagen das in den early 2030s, also das sagt der Report, schon über 50 Prozent des weltweiten Equities in Frauenhand ist, dann führt das natürlich zu einem Domino-Effekt, der in meinen Augen uns alle sehr hoffnungsvoll machen sollte. Weil, wie gesagt, die Themen Ressourcenschonung, die Themen Gesundheit und die Themen Bildung einen ganz anderen Push bekommen werden. Und das macht mich sehr zuversichtlich.

SPEAKER_01

Sehr schön. Also da spielt uns gerade auch die gesellschaftliche Entwicklung ein bisschen zumindest in die Hände. Ich sehe auch auf LinkedIn, dass du 2023 ins Board of Advisors von G Capital gegangen bist und dort bis heute bist. Hast du selbst auch dann angefangen, Business Angel Investments zu machen? Was war da dann Anspann? Was ist G Capital?

SPEAKER_00

G Capital steht also G.Kapital haben wir damals mit anderen Frauen gegründet, beziehungsweise wurde es von einer Frau gegründet und wir beraten, um unter Anführungszeichen gerade diese Sichtbarkeit für frauengeführte Unternehmen auch im hochskalierbaren Bereich zu schaffen. Und ja, ich habe auch begonnen, das Thema Investment für mich zu entdecken unter Anführungszeichen und zu sagen, was kann ich denn mit meinem Geld an sinnvollen Dingen quasi mitfinanzieren? Weil wir wissen, dass Kapital nicht neutral ist, das sagt meine liebe Kollegin aus dem Fund F immer, die Carina Roth. Und die Zukunft wird ja dort oder Zukunftsszenarien entstehen ja dort, wo das Geld hinfließt. Also das sind ja ganz bewusste Entscheidungen. Das heißt, wir haben eine Möglichkeit, mit diesen Entscheidungen auch Szenarien zu finanzieren, die für uns dienlich sind, die gleichberechtigter sind, die nachhaltiger sind, die friedvoller sind. Und ich glaube, dass wenn man in so einer privilegierten Situation ist, dann hat man und ein bisschen Geld auf der Seite, dann ist das im Endeffekt nur die logische Konsequenz, dass man hier aktiv wird.

SPEAKER_01

Ich war letzte Woche in Innsbruck und habe dort bei einem Female Founder oder Female Empowerment Stammtisch gesprochen und es ging eben auch um die Investment-Lücke quasi. Wenn wir sehen, dass obwohl quasi ja auch Frauengeführte oder von mindestens einer Frau mitgegründeten Unternehmen erfolgreicher sind, was schnellere Profitabilität zu erreichen betrifft, was im Endeffekt im Durchschnitt die Umsatzzahlen auch betrifft, beziehungsweise sogar habt ihr mal einen Report gemacht, wo man gesehen hat, dass sie sogar einen schnelleren Path to exit haben. Von dem her ist es eigentlich ein Paradox, dass nur 3% des globalen Venture Kapitals tatsächlich in Frauen geführte Unternehmen fließt. Wie erklärst du dir dieses Phänomen?

SPEAKER_00

Genau, also es ist ein strukturelles Thema, das gewachsen ist über die letzten Jahrzehnte. Und gerade im VC-Bereich sehen wir, dass 80% der VC-Partner männlich sind. Und ich werfe den Männern dann auch gar nicht vor, dass sie in etwas investieren, was ihnen am ähnlichsten ist. Das ist psychologisch erklärbar nach dem Similaritätsprinzip. Also etwas, was ausschaut wie Erfolg, was mir am ähnlichsten ist, ist Gleichsicherheit. Was ich aber nicht mehr gelten lasse, ist das Argument, das mir oft gleich einmal zu Beginn entgegengeworfen oder entgegengerufen wird, nämlich, ja Natascha, es gibt halt auch viel weniger Gründerinnen. Deswegen kann natürlich auch nicht das gleiche Äquivalent an VC-Money in diese Unternehmen fließen. Ja, fair enough. Wenn ich mir aber anschaue, und du hast das jetzt gerade gesagt, weltweit fließen einfach nicht einmal 3% des VC-Moneys in rein weibliche Teams. Wenn wir uns jetzt aber anschauen, dass in Österreich 22%, ich glaube, das sind jetzt die Zahlen aus dem Jahr 24, rein weibliche Teams im Startup-Bereich gegründet haben, dann müsste zumindest dieses Äquivalent in diese Teams fließen und das tut es ja auch nicht. Also da kann man auf jeden Fall nachschärfen und da zitiere ich jetzt, oder darf ich mich quasi dem Druck oder dem, was die Lisa Fassel immer auch von VDF sagt und die Nina Wös, da müssen wir einfach auch quasi das Bild von der Frau als Investorin schärfen, müssen Frauen dazu wirklich auch ermutigen, sich mit dem Thema Investment und Risikomanagement und Portfolioaufbau entsprechend auch zu beschäftigen und sich heranzutrauen, weil wir, wie gesagt, wissen, dass Frauen auch extrem gute Investorinnen sind. Warum? Weil sie weniger emotional sind, weil sie weniger risikoaffin sind, ist so. Also Frauen sind auch, was Zahlenartenfakten belegen, bessere Investoren, weil sie auch dieses langfristige Mindset, dieses sogenannte Money-Mindset, auch wirklich haben.

SPEAKER_01

Ja, das finde ich auch so spannend und trotzdem investieren ja sehr, sehr viele Frauen noch nicht an der Börse. Also ich glaube, das ist ja, weil viele vielleicht noch nicht das Budget haben, jetzt gleich in ein Startup-Investment hineinzugehen. Das würde ich jetzt auch noch nicht als erster Investment-Schritt empfehlen, sondern man sollte erst einmal anfangen, sich anzuschauen, okay, was bedeutet das in ETFs vielleicht zu investieren, mal mein Risiko mehr zu streuen, weil wenn ich mein gesamtes Vermögen in ein Startup stecke, ist die Chance sehr hoch, dass ich das wieder verliere. Also das sollte man mit Geld machen, das okay ist, wenn man es verliert. Aber dass man sich schon früh damit beschäftigt, wie kann ich mir ein langfristiges Vermögen aufbauen, wie kann ich die ganzen Neobroker, die es jetzt gibt, nutzen, mit denen man ja schon mit einem Euro anfangen kann, an der Börse zu investieren. Das finde ich bräuchte es nochmal eine ganz viel stärkere Awareness. Du hast vorhin von Financial Education gesprochen. Also ich glaube, da fängt es an und auch viel mehr darüber zu reden, mit seinen Freundinnen darüber zu reden. Also ich muss auch sagen, ich habe erst am Ende meiner Studienzeit angefangen, mich damit zu beschäftigen, my Geld in ETFs etc. anzulegen. And habe mir dann schon gedacht, jetzt bin ich ja schon fast sehr spannend. Spät dran, hätte ich schon vor zehn Jahren damit eingefangen, dann hätte ich, auch wenn ich nur monatlich sehr kleine Beträge investiert, durch den Zinseszinseffekt mir schon ein ganz schönes Pölsterchen aufbauen können. Also das ist echt spannend. Ist das etwas, womit ihr euch bei vielen?

SPEAKER_00

Also mein Appell an Frauen ganz intensiv. Wir haben auch schon mit Banken, also im Fall mit einer Schweizer Bank, eine Kooperation, wo wir genau das Thema, also Art zum einen erheben wir Zahlen, Daten und Fakten, weil wir können nichts verbessern, was wir nicht messen können. Das ist uns ganz, ganz wichtig. Also da gibt es ja auch noch eine große Lücke, was Daten betrifft, deswegen ist es auch so wichtig. Also wir erheben Daten ja auch so, genauso wie ihr das macht, zum ganzen Startup-Ökosystem wir natürlich immer mit dieser Gender Lens, also mit dieser, okay, wie viele Frauen gibt es denn jetzt da konkret und wie viel Geld wird auch in ihre Unternehmen investiert. Also das ist uns ganz, ganz wichtig, weil nur so können wir Dinge verbessern. Und ja, ich glaube, dass auch Banken da einen großen Hebel haben. Weil wenn die solche Dinge angeboten werden, wenn du, und wir sind natürlich in Österreich noch immer, haben wir das Mindset, okay, wir gehen zur Bankberaterin zum Bankberater und fragen einmal, wie wir dann da starten könnten. Das ist ja schon mal der erste gute Schritt, wenn wir dann soweit sind und sagen, okay, wir beschäftigen uns jetzt damit. Und dann ist es so, dass man idealerweise jemanden hat, der einem gegenübersitzt, der sagt, okay, gut, die Kernkompetenz jeder Bank ist Risikomanagement. Deswegen gibt es jetzt auch Startup-Beteiligungen in diesem Portfolio, weil man ja Diversifikation überall liest und hört. Und ich glaube, dass das auch die Kernkompetenz von Banken wäre, wenn wir wollen, dass Geld in den Markt fließt, Stichwort Kapitalmarktverständnis und Kapitalmarktunion auf europäischer Ebene, dann muss es da einfach auch Banken geben, die sagen, okay, wir wollen das hebeln und wir wollen auch oder wir sind uns dessen bewusst, dass Innovation nicht nur aus öffentlicher Hand in Zukunft finanziert werden kann, sondern dass es da auch ganz, ganz dringend private Personen braucht, die entsprechende Investments tätigen. Das macht uns als EU und europäischer Kontinent resilienter. Das macht uns wirklich tatsächlich technologisch unabhängig. Und ich glaube, jetzt ist genau der Zeitpunkt, wo wir das richtig angehen und entsprechendes Geld auch nicht mehr aus Europa in die USA fließen lassen, um dort die Innovation zu finanzieren, sondern idealerweise auch Stichworte EU, Inc und Co. dem Investorinnen, den internationalen Investoren die Möglichkeit geben, nach Good Old Europe entsprechend zu investieren, weil wir brauchen das Geld, um diese ganzen Innovationen zu finanzieren.

SPEAKER_01

Wenn wir das jetzt aus einer Praxisperspektive anschauen, sagen wir, ich bin eine Young Professional, wie kann ich mit meinen ersten und dann vielleicht auch späteren Investments schon tatsächlich aktive Entscheidungen treffen, dass mein Geld auch in frauengeführte Unternehmen fließt? Gibt es da etwas, was ich mir zum Beispiel schon anschauen kann? Gibt es da ETFs, die das als Fokus haben? Oder kann ich da Crowdfunding-Plattformen? Vielleicht magst du uns mal so ein bisschen Tipps geben, wenn wir uns mit dem Thema beschäftigen und gerne wollen, dass unsere Investments da auch verstärkt reinfließen. Was können wir denn machen?

SPEAKER_00

Also ja, ehrlicherweise und das muss man ganz sagen, also es gibt einfach die Möglichkeit, jetzt auch mit KI und Co. einfach Recherche zu betreiben und zwar auf einer Big Scale. Also im Endeffekt auch sagen, okay, mir sind nachhaltige Investments, also A, natürlich mit der Bank sprechen und oder mit unterschiedlichsten Apps unter Anführungszeichen sich da einlesen und schauen, okay, wofür stehen die, welche Werte haben die, welche Produkte bieten die grundsätzlich an. Und ganz konkret, und ich glaube, das ist auch so wichtig, dass wir einfach auch diesen Blindspot bei Banken und unterschiedlichsten Anbieterinnen und Anbietern dadurch schärfen können oder aufdecken können, wenn wir konkret sagen, haben Sie eigentlich Unternehmen in Ihrem Portfolio, in die ich investieren kann, die sich um das Thema rare Erden kümmern oder solche Dinge. Also ich glaube, da muss auch oder da darf der Druck auch vom Markt kommen oder ja, das ist ganz, ganz wichtig, damit diese Awareness einfach auch kommt, also in die Köpfe kommt, ja, eben bei dann den großen Hebelumlegern, wie Banken beispielsweise. Also ich recherchiere einfach, schaue mir dann auch an, welche Möglichkeiten es gibt, frage teilweise einfach KI-Systeme, also LLMs, die mir teilweise sinnvolle Dinge sagen, teilweise mache ich dann halt noch weitergehende Recherche. Also ich glaube, dass man da wirklich über das Internet sehr viele Möglichkeiten hat, sich entsprechend auch zu bilden. Es gibt unterschiedliche Bücher zu dem Thema, es gibt mittlerweile ganz tolle Podcasts wie Financial Feminist, oder da gibt es unterschiedliche Anbieterinnen, auch im deutschsprachigen Raum, die dir einfach sagen, wie wichtig es ist, dass du dich um deine Finanzen kümmerst und nicht erst dann, wenn du in Pension gehen möchtest als Frau und dir realisierst, ich kann es mir eigentlich nicht leisten. Also dieses langfristige Vermögen aufbauen und schauen, dass wir im Alter nicht arm sind, ist, glaube ich, muss das Ziel sein. Von Politikerinnen, von Banken, von allen. Da braucht es wirklich eine gesellschaftliche Anstrengung.

SPEAKER_01

Und wenn man mehr auf der Seite hat, dann in Fand F investieren. Ab was für einem Ticket?

SPEAKER_00

Limited Partnerin bei Fand F, genau.

SPEAKER_01

Wie groß ist so ein Einstiegsticket?

SPEAKER_00

250.000 Euro.

SPEAKER_01

Genau. Okay. Da muss man schon ein bisschen mehr auf der Seite haben, damit das geht. Aber es ist Money Wellington. Du bist ja mit Female Founders nicht nur in gutes Investment. Du bist ja mit Female Founders nicht nur in Österreich aktiv, sondern in ganz Europa. Wenn du dir jetzt ein bisschen die europäischen Länder vergleichst, gibt es da Länder, die gerade im Bereich Female Entrepreneurs um einiges weiter sind als wir, wo wir uns abschauen können und was haben die richtig gemacht?

SPEAKER_00

Da fallen wir gleich Frankreich und Spanien ein, weil das Thema Vereinbarkeit dort einfach ganz anders geregelt wird, weil Ambition und Karriere bei Frauen positiv gesehen werden, beziehungsweise man einfach keinen Unterschied macht, gefühlt, ob Frauen jetzt Karriere machen oder die Männer. Das heißt, man bespricht dort auch, und wir waren jetzt gerade kürzlich erst in Spanien, man spricht dort nicht über diese Themen Vereinbarkeit, weil man schon einen Schritt weiter ist. Frankreich auch, wo man dann einfach sieht, dass die Gründerinnenquote halt auch einfach enorm hoch ist, dass dort in Inkubationszentren einfach die Quote oder die Verteilung Männer-Frauen viel näher an 50-50 ist als bei uns. Also man sieht, dass die strukturellen Themen, wenn die politisch angegangen worden sind, dann ist das natürlich ein absoluter Vorteil für das ganze Ökosystem. Das ist wirklich messbar und sichtbar.

SPEAKER_01

Gibt es da konkrete politische Initiativen, die hier gewirkt haben? Weil gerade Spanien ist ja auch eher ein konservatives Land von der Kultur etc.

SPEAKER_00

Ja, das stimmt, wobei auch Karenzmodelle dort anders sind, weil man dort wirklich versucht, Frauen im Arbeitsmarkt zu halten und nicht für eine gewisse Zeit unter Anführungszeichen zu verlieren. Also das hat schon auch einen direkten Effekt. Und unabhängig von dem Mindset, und ja, ich gebe dir recht, wir wollen jetzt gar nicht abdriften und zu philosophisch oder zu in die katholische oder in diese Richtung gehen. Aber natürlich gibt es dieses Thema mit, welche Rollenbilder gibt es, welche Frauen gibt es dort, die einfach am Markt sehr, sehr präsent sind. Wie sieht es mit Frauen in Führungspositionen in großen Corporations aus? Also in dem Moment, wo du diese Normalität hast, was es ja eigentlich sein sollte, weil again, wir sind die Mehrheit in der europäischen Bevölkerung, es sollte normal sein, dass Frauen gleichberechtigt vertreten sind in unterschiedlichsten Gremien politischer Natur, also auch im unternehmerischen Kontext, dann passiert ganz viel mit jungen Frauen, die nämlich sagen, es ist nicht utopisch, dass ich jetzt sage, ich möchte Karriere machen, sondern es ist einfach State of the Art. Und es ist in diesen Köpfen einfach ganz anders verankert. Und da müssen wir im deutschsprachigen Raum, also im Dachraum, wirklich noch hinkommen.

SPEAKER_01

Ja, absolut. Ich würde gerne, wir sind jetzt schon recht fortgeschrittener Zeit, aber ich würde gerne auf ein Thema noch eingehen, das ich gesehen habe, dass du auch sehr stark unterstützt hast und das gerade letzte Woche uns, glaube ich, alle sehr getroffen hat. Und das ist das Thema digitale Gewalt im Netz. Ingrid Prodigy. Ja, die gerade zuhören, die Natascha hat gerade ein Buch in die Kamera gehalten, Feindbildfrau. Genau, und das ganze Thema Fernandes, vielleicht magst du uns kurz erzählen, was du jetzt auch in Österreich hierzu angestoßen hast, was sich in Deutschland für eine Bewegung aufgetan hat, nachdem der Fall Fernandes auch publik geworden ist.

SPEAKER_00

Also es gab aufgrund dieses Falles, der kein Einzelfall ist, sondern eigentlich nur ein Simple dessen, was Gewalt sowohl digital, also was männliche Gewalt gegen Frauen sowohl im digitalen als auch im tatsächlichen Leben mit Frauen anrichtet. Es gab diese Initiative, die ein Role Model von mir gestartet hat und auch eine sehr liebe Freundin von mir, Christina Lunz, die mit Ricarda Lang und Düsen Thekal gesagt hat, okay, wir brauchen jetzt politisches Handeln, wir brauchen jetzt das Verständnis, dass es da um eine Riesenherausforderung, also das handelt sich um eine Riesenherausforderung, wo wir strafrechtlich vor allem ganz dringend nachschärfen müssen, um eben Frauen, Mädchen, die ja auch schon massiv davon betroffen sind, aber auch grundsätzlich unsere Jugend im digitalen, also wir müssen einfach Schutzmechanismen jetzt etablieren. Und die haben eine Unterschriftenaktion gestartet, die 250 prominente Frauen oder Frauen, die quasi sich, die auf viel Gehör stoßen, also die haben das unterschrieben und versuchen dadurch jetzt Druck auf die deutsche Regierung auszuüben, um entsprechende Rahmenbedingungen in die Wege zu leiten. Und nachdem ich das mitbekommen habe, auch mit unterzeichnet habe, übrigens mit anderen österreichischen Frauen auch, die da dabei waren, habe ich mir gedacht, okay, wir sollten dieses Momentum jetzt nutzen und im Endeffekt diese Initiative auch nach Österreich bringen, was ich auch getan habe und hatte dann mit der Justizministerin Anna Sporrer und unserer Frauenwissenschaft- und Forschungsministerin Eva-Maria Holzleitner, gemeinsam mit Gertrod Kemm und eben Ingrid Brotnik war auch mit dabei und die Beatrice Frasel eine Abstimmung zum Thema, was braucht es denn jetzt? Und eine Sache muss man wirklich sagen, wir haben mit dieser Regierung einfach oder mit diesen zwei Frauen in der Regierung wirklich Befürworterinnen für genau diese Initiativen und auch das Nachschärfen, was rechtliche Komponenten betrifft. Also da sind wir im Endeffekt unseren deutschen Nachbarn und Nachbarinnen schon einen Schritt voraus. Und genau, es wird jetzt auch einen weiteren Austausch geben, wo im Endeffekt unterschiedlichste Stakeholderinnen aus dem österreichischen Markt etc. oder aus Österreich dabei sein werden, um diese Initiative auf allen Ebenen auch entsprechend auszurollen und umzusetzen.

SPEAKER_01

Großartig, gibt es da was, was man als Individuum machen kann, um das zu unterstützen?

SPEAKER_00

Also zum einen ja als Männer einfach sich würdevoll und normal verhalten und im Endeffekt digitale Gewalt ist genauso fürchterlich wie, also ist reale Gewalt. Und sich dessen Bewusstsein, dass man damit Existenzen und Leben zerstören kann und dass das nicht lustig ist und dass das nicht das ist, wie wir unser Zusammenleben gestalten wollen. Und das heißt im Endeffekt wirklich sich normal verhalten und würdevoll verhalten und aufhören, Frauen als Sexobjekte zu sehen und entsprechend zu denunzieren, sowohl öffentlich, also sowohl digital als auch im echten realen Leben. Also das ist einfach ein Appell, dass man eine enorme Bedrohung ist für uns Frauen. Vor allem Frauen, weil wir vor allem davon betroffen sind, von dieser Gewalt.

SPEAKER_01

Danke für die Bahnhof. Danke dir auch für deinen Einsatz. Super, dass das jetzt auch durch dieses Momentum einfach auf politischer Ebene diskutiert wird. Vielen Dank, Natascha, für diese Einblicke in viele verschiedene Richtungen von deiner eigenen Geschichte zu den Zahlen, zu jetzt der sehr aktuellen Debatte zur digitalen Gewalt gegen Frauen. Ich würde gerne zu unserer letzten Kategorie quasi, unseren letzten zwei Kategorien übergehen. Und zwar unserer Speedrun und dann noch den Moonshots und Predictions. Für die Speedrun starten wir mit Hast du einen größtes Learning für uns?

SPEAKER_00

Man lernt immer außerhalb der Komfortzone. Hast du einen Lifehack? Man kann nie genug Bücher haben und nie genug lesen.

SPEAKER_01

Das passt dann zur nächsten Frage. Hast du eine Buchempfehlung für uns?

SPEAKER_00

Oh ja, ich habe ganz viele zum Thema Weibliches Kapital von Linda Scott, habe ich eh schon erwähnt. Feind Bitfrau for all these people who with the theme digital giving and so we're von Ingrid Brodnik beschäftigen. Moralische ambition from Rudger Bregman and a book that I wahns lie is Glenn and Doyle Untamed. And eines noch Cassandra Speaks from Elizabeth Lesser. This is so my Bible.

SPEAKER_01

Oder meine Antithese bisher im Podcast genannt wurden. Hast du noch ein Lieblingsprodukt für uns?

SPEAKER_00

Ein Lieblingsprodukt? Ja. Ich liebe Handcreme. Ich meine, gerne. Tatsächlich irgendeine Naturkosmetik-Handcreme. Ich finde, es gibt nichts Schlimmeres als trockene Hände. Also.

SPEAKER_01

Und ein Lieblingsschimpfwort in FutureWiki.

SPEAKER_00

Fetzenschädel. Fetzenschädig. Also ich sage wahnsinnig gerne Fetzenschädel und meine Nummer eins selbst quasi entwickelte Schimpfwort ist patriarchale Fickscheiße. Aber das verwende ich gerne um den Status quo.

SPEAKER_01

Sehr gut. Und dann zum Schluss. Hast du noch einen Moonshot für uns? Etwas, was noch in ein bisschen weiterer Ferne ist, aber in zehn Jahren zu erreichen. Und eine Prediction, etwas, wo du dir sehr sicher bist, dass das kommt.

SPEAKER_00

Ja, wir werden in einer gleichberechtigten, friedvollen Welt leben.

SPEAKER_01

Okay, die Prediction.

SPEAKER_00

Das ist die Prediction. Und der Moonshot passt auf eure Gesundheit auf. Weil im Endeffekt wird Gesundheit das Statussymbol Nummer eins und das muss man sich leisten können. Und deswegen ist es gerade für Frauen so wichtig, dass sie bitte auf sich selbst achten und sich selbst auch an erste Stelle geben. Weil fuck selflessness, das ist nicht gut. I want women to be full of themselves. Das brauchen wir zurzeit.

SPEAKER_01

Und auch in Zukunft. Das sind großartige Schlusswörter. Vielen Dank, Natascha, für deine Zeit und deine Insights. Die nächste Future Weekly Episode seht ihr dann wieder am Donnerstag mit den News. Von dem her einen schönen Sonntag euch noch. Tschüss!