Future Weekly

#506 - Damian Boeselager über die Gründung von Volt, Europas Binnenmarkt & die demokratische Krise

Hannah Wundsam & Damian Boeselager Episode 506

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In diesem Deep Dive spricht Hannah mit Damian Boeselager, Co-Founder von Volt Europa und Mitglied des Europaparlaments, über eine der ungewöhnlichsten Gründungsgeschichten der letzten Jahre: Wie man zu dritt, aus New York heraus, eine paneuropäische Partei aufbaut und damit tatsächlich ins Europaparlament einzieht.

Sie sprechen über:

  • Warum der Wahlabend von Hillary Clinton 2016 der eigentliche Startschuss für Volt war
  • Was eine Parteigründung mit einem Startup gemeinsam hat und wo die Unterschiede liegen
  • EU Inc.: Was der Vorschlag wirklich bringt und warum er das Binnenmarktproblem nicht löst
  • Warum der AI Act gut gemeint war, aber zu früh kam
  • Weshalb Europa entweder zur parlamentarischen Demokratie wird oder auseinanderfällt
  • Und warum Damian findet, dass Beschwerden ohne Parteimitgliedschaft verschwendete Energie sind

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

SPEAKER_00

Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag oder auch guten Abend und willkommen bei Future Weekly, dem Startup Podcast. Heute mit der Hannah und weil Deep Dive Tag is, auch mit einem großartigen Gast, dem Damian Böselager. Hallo Damian.

SPEAKER_01

Hallo, danke für die Einladung.

SPEAKER_00

Sehr schön, dass du da bist. Wenn ich auf LinkedIn schaue und mir anschaue, was dein Tagline steht, steht Co-Founder und MEP of Voilt Europa, Vice Chair of ECON Committee, Engage in Positive European Politics Together and Fear Driven Nationalism, Take Up Responsibility, Join Volt Europa. Ich glaube, das ist die längste Tagline, die ich mit meinen Gästen ein bisschen hatte. Kannst du uns kurz erzählen, wer du bist und was hinter dieser Tagline steht?

SPEAKER_01

Super gerne. Also Co-Founder and MEP of Volt Europa heißt das, dass ich jetzt mal vor neun Jahren eine europäische Bewegung gegründet habe und für die ins Europaparlament gewählt wurde, jetzt zum zweiten Mal Vice Chair auf E-Con ist einfach nur bei LinkedIn, muss man ja cool sein. Und deswegen habe ich versucht, bei LinkedIn so eine coole Rolle da reinzuschreiben. Ehrlicherweise ist ein Vice-Chair eine total überflüssige Geschichte. Man darf manchmal sozusagen die Vorsitzenden des Econ-Ausschusses, des volkswirtschaftlichen Ausschusses auf europäischer Ebene treten, wenn sie mal nicht da ist. Aber es ist für mich der spannendste Teil meines Lebens. Und was danach kommt, ist ein bisschen meine Grundüberzeugung, dass wir halt entweder Zuschauer sein können und eben sehen können, wie der Rechtspopulismus und der Nationalismus eben unser Europa zerstört und auch irgendwie unsere Zukunft zerstört. Oder wir können halt optimistisch in die Zukunft schauen und dafür auch was tun. Und nämlich versuchen, uns politisch zu engagieren. Und ich glaube, das ist einfach in der heutigen Zeit wichtig, weil wir alle von Politik beeinflusst werden. Egal, ob wir nur zuschauen oder versuchen, es zu verändern. Aber die Veränderung ist da und sie ist stark. Und für mich ist der Aufruf da drin, eben zu sagen, hey, lass uns irgendwie aktiv werden und was verändern.

SPEAKER_00

Super spannend. Normalerweise haben wir Unternehmensgründer bei uns vorm Mikrofon. Diesmal habe ich dich als Parteigründer eingeladen, weil ich auch so spannend finde, wie ihr wollt neu gedacht habt. Das ist nämlich ja die erste paneuropäische Partei. Kannst du uns kurz erklären, wie das aufgesetzt ist?

SPEAKER_01

Ja, gerne. Also ich habe mit einer Französin und einem Italiener in New York studiert in 2016, was ich, also und hatte vorher bei McKinsey gearbeitet und 2016 war halt spannend, weil da gerade das Brexit-Referendum abgestimmt wurde und dann im Herbst eben der Wahlkampf von Hillary Clinton und Donald Trump war. Und ich im Wahlkampfzentrum war, als Donald Trump gewählt wurde. Ich war im Wahlkampfzentrum von Hillary Clinton, als sie verloren hat, in der Weihnacht mit 30.000 anderen Leuten. Also es war jetzt nicht sehr exklusiv, aber es waren alles so Hillary-Clinton-Wahlkämpfer. Und das war halt krass, weil die sich halt irgendwann alle hingesetzt haben und angefangen haben zu weinen. Und wenn man halt mal mit so zwischen 30.000 Leuten sitzt, die da halt irgendwie weinen und sich irgendwie das Ergebnis anschauen, was sie nicht glauben können, dann ist das irgendwie ein krasser Moment so. Und genau daraus kam dann so ein bisschen die Frage, krass, irgendwie Rechtspopulisten gewinnen überall, auch in Europa. Und dann haben wir zurückgeschaut und da ist gerade die AfD stärker geworden in Deutschland, Inquistelle, Lega Norte in Italien und Marine Le Pen in Frankreich. Und dann haben wir gesagt, okay, was heißt denn das eigentlich für uns? Sollten wir irgendwas versuchen zu verbessern? Haben kurz überlegt, wir können ThinkTank bauen. Und das hat sich dann nicht so ergeben. Und dann haben wir gesagt, okay, lasst uns halt eine Partei gründen. Und das war so ein bisschen die Grundidee dahinter zu sagen, wir wollen nicht nur zuschauen, sondern eben was anderes machen. Und für uns war relativ klar, dadurch, dass wir halt eben aus unterschiedlichen europäischen Ländern kamen, dass das Gegenmodell zur nationalistischen, rechtspopulistischen Partei eben eine faktenbasierte europäische Partei ist. Und das haben wir dann angefangen, haben so angefangen zu hosten und dann sind dann immer mehr Leute dazugekommen. Und jetzt sitzen wir eben zur fünfte im Europaparlament mit Leuten aus den Jahrland und aus Deutschland und sitzen im niederländischen Parlament und im zypriotischen Parlament und wachsen so in allen europäischen Ländern vor uns hin.

SPEAKER_00

Super spannend. Da gibt es jetzt ganz viele Punkte, wo ich schon hineingreifen könnte. Aber ich würde gerne noch ein, zwei Schritte davor zurückgehen, wenn du jetzt an den kleinen Damian denkst. War das Thema Selbstwirksam sein, politisch aktiv sein oder auch Unternehmertum schon früher in deiner Kindheit ein Thema? Oder wann hat sich das erstmalig bei dir angebracht?

SPEAKER_01

Ehrlicherweise wusste ich nie, was ich mit meinem Leben anfange. Das wäre wahrscheinlich auch nicht zu einer Beratungsfirma gegangen. Das ist ja schon so der Weg der Unentschlossenen, würde ich sagen. Also ich glaube, ja, ich hätte halt Philosophie und VWS studiert, das ist breit genug und war so ein bisschen auf der Suche nach Dingen, die mich interessieren. Ich glaube, mir war schon bei McKinsey relativ klar, dass die öffentlichen und Sozialsektorprojekte mich vielleicht mehr interessieren. Also ich war bei SNS Kinderdörfer in Innsbruck zum Beispiel und habe da deren internationalen Strategie mit begleitet und auch im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2015 in Deutschland. Und genau, also das waren schon so Projekte, die mir mehr Spaß gemacht haben. Und dementsprechend war es, glaube ich, klar, dass ich eher in diese, sagen wir mal, öffentliche Richtung mich interessiert. Aber ich könnte mir auch immer wieder vorstellen, wieder zurück in die Privatwirtschaft zu gehen, weil ich es auch einfach spannend finde und coole Sachen da erlebt habe. Aber die Gründungssache ehrlicherweise hätte ich, glaube ich, nicht gemacht, wenn es nicht diesen Volk hinter jener gegeben hätte, der eben damit mir irgendwie losgelegt hätte. Ist eher dann doch zufällig. Hat mir aber mega viel Spaß gemacht und macht mir auch immer noch viel Spaß.

SPEAKER_00

Und ich meine, wenn man mal bei McKinse ist und da hat man ja doch dann ein ganz nettes Gehalt und irgendwie auch immer wieder Abwechslung und sehr spannende Projekte. Wie kam dann für dich der Schritt raus in die politische Welt und ich meine, in die USA dann auch?

SPEAKER_01

So die USA, also war exact relativ normal, dass man nach drei Jahren dann irgendwie so einen Master nochmal draufsetzt. Ich hätte auch nur einen Bachelor gemacht vorher und dann habe ich sozusagen ein paar einen Master angefangen und die Idee wäre sonst gewesen, wieder zurück zu McKinsey zu gehen danach. Also das war tatsächlich noch so im normalen Rahmen. Und aber dann in den USA kamen halt eben diese politischen Erfahrungen, von denen ich gesprochen habe und das war dann so ein bisschen der Trigger in diese Richtung zu gehen.

SPEAKER_00

Und was war es, das dich getriggert hat, auch da in den Wahlkampf einzusteigen? Also gab es da irgendwie eine Person, die dich inspiriert hat oder war das einfach ein Job-Ad, den du gesehen hast und da dachtest, na gut, warum nicht?

SPEAKER_01

Nee, ich war tatsächlich, also ich hab das wäre anmaßen zu sagen, dass ich den Wahlkampf von Hillary Clinton geholfen hätte. Ich habe einen Freund, der hat sozusagen im Coding, also R ist hier so ein statistischer Code und der hat so ein Modell mitgebaut, ein Voter-Mobilisation-Tool für Hillary Clinton, wo die sozusagen sich ganze ganzen USA angeschaut haben und gesagt haben, okay, wo muss wer hinreisen, welches Messaging funktioniert wo? Und das war mit vier, ich weiß nicht, mehr als 20 Leuten da so ein Code, äh, so ein Tool gebaut und der hat uns damals mitgenommen. Nee, ich war einfach nur im Wahlkampfszentrum zufällig während der Wahl nach da. Also das hat sich so ergeben.

SPEAKER_00

Spannend. Und dann hast du eben diese Freundesgruppe gehabt, wo er gemeinsam gesagt hat, okay, gründen wir eine Partei. Wie sind die ersten Schritte, wenn man eine Partei gründet? Ich meine, das ist ja gar nicht jetzt so banal, vor allem wenn das eine recht neuartige Form ist, die dann auch paneuropäisch aufgestellt ist. Wie war es da auch, ein gemeinsames Programm zu finden? Weil gerade wenn du dann national dich auch zur Wahl stellst, dann sind die Themen, die man dort ja auch propagieren muss, meistens eher fokussiert auf die nationalen Gegebenheiten. Wie waren da eure ersten Schritte?

SPEAKER_01

Wir haben einfach angefangen rumzuposten. Damals gab es eigentlich hauptsächlich Facebook. Was witzig ist jetzt heute, weil ich glaube, das letzte Mal war ich auf Facebook schon vor ein paar Jahren. Aber also, genau, haben wir halt gesagt, hey cool, wir wollen hier so eine europäische Bewegung, eine europäische Partei mitbauen, äh aufbauen. Wir wollen gerne 2019 mit 25 Abgeordneten aus sieben Ländern in das Europaparlament einziehen. Das war schon so unsere Idee, als wir zu dritt da waren. Und dann sind immer mehr Leute dazugekommen. Dann haben wir so erste internationale Conference-Calls gemacht, weil es ja noch gar nicht so Zoom und diese ganzen Sachen wirklich gab, was du beziehst. Und haben dann halt eben, genau, dass sich 100 Leute angemeldet am Anfang und davon sind dann irgendwie zehn übrig geblieben, die dann mit uns angefangen haben und dann sind sozusagen immer mehr Leute dazugekommen, dann haben wir die in so Teams aufgeteilt, einer macht Kommunikation, dann nächste macht es ein bisschen Policy, Fundraising, keine Ahnung was. Und dann haben wir halt die Struktur immer weiter angepasst und dann irgendwann, ich glaube, ein Jahr später die erste Partei gegründet, also wirkliche sozusagen nationale Partei in Deutschland. Und dann kamen eben andere Länder damit dazu und dann sind wir aus sieben Ländern 2019 für die Europabahlen angetreten. Genau. Das war so das Ziel. Wir haben dann nicht 25 Besitze gewonnen, sondern nur einen aus Deutschland, auf den ich dann gewählt wurde. So hat es halt angefangen, dass man irgendwie einfach die Leute, die dazukommen, also erstmal Leute motiviert und die dann sich auch anschaut. Das fand ich auch einen coolen Unterschied zu Privatwirtschaft, dass du ja eigentlich den nicht ausdrucken kannst, bekommt. Wenn die Leute sagen, halt Bock zu helfen. Und dann musst du die Leute in Ruhe anschauen und sagen, hey, wo kann der oder die denn eigentlich am besten unterstützen? Das verändert auch so ein bisschen das Menschenbild, weil du halt so eher auf die Stärken von jedem schaust und sagst, okay, wie kann ich der Person am besten helfen, uns zu helfen? Und das hat mir echt große Freude gemacht von Anfang an.

SPEAKER_00

Sehr spannend. Und wie und wie haben sich dann die weiteren Länder auch ergeben, also unabhängig jetzt von denen, die quasi ganz am Anfang mitgegründet haben, hat dann einfach jemand gesagt, hey, ich möchte jetzt Wald Österreich zum Beispiel starten und hat sich dann quasi bei dir beworben.

SPEAKER_01

Genau, also beworben ist fast ein bisschen viel, ja. Die haben sich sozusagen einfach einen Zahl abgemacht und dann haben wir mit denen telefoniert und haben gesagt, cool, hey, cool, dass du dabei sein möchtest, du bist jetzt die Ehe oder der Erste in Österreich. Hier, wir helfen dir gerne, wie du ein paar mehr Leute finden kannst. Geh mal an eine Uni, geh mal irgendwo dahin, versuch mal mit Leuten zu reden, hat so ein bisschen Struktur gegeben, wir haben die dann zusammengeführt, eben mit so europäischen Strukturen, sodass sie halt auch nicht alleine sind, sondern dann irgendwie das mit alles aufbauen können. Wir haben dann auch relativ schnell angefangen, so Reisen, so Roadtrips durch Europa zu machen, wo wir dann in irgendwelchen Bars oder so halt mit den paar Volunteers, die dann da waren, halt so erste Meetings organisiert haben. Was echt witzig war, also ich habe auf sehr vielen Sofas depend und sehr viel zu lauten Bars irgendwie erzählt, dass wir jetzt hier Europa verändern wollen. Aber es war eine coole Zeit, einfach um so ein Ding halt irgendwie hochzuziehen. Jetzt sind es halt, ich glaube, wir sind jetzt 45.000 Leute, also es sind jetzt ein paar mehr. Und da helfen auch sozusagen, also da wächst es irgendwie auch dann organischer. Am Anfang, ich meine, ich glaube, es hat ein halbes Jahr gedauert, bis wir wirklich irgendwie so, sagen wir mal, 100 wirklich aktive Leute dabei hatten. Also das dauert einfach eine exponentielle Wachstum, es ist halt am Anfang flach, ne? Also es ist schon viel Herz, Glut und Zeit reingegangen, die am Anfang eben so zu motivieren und so zu organisieren, dass man, dass sie halt auch daran glauben, dass man aus dem Nichts heraus eine Partei, eine europäische Partei gründen kann. Das ist ja sehr viel Motivations- und Überzeugungsarbeit mit dabei.

SPEAKER_00

Ja. Und wenn du jetzt so zurückdenkst, kannst du herauskristallisieren, was war so der Zeitpunkt, wo du im Startup-Sprech Product-Market-Fit gefunden hast, wo du gemerkt hast, okay, mit diesem Messaging, mit dieser Positionierung schaffen wir es jetzt wirklich auch quasi den Hockeystick nach oben zu treiben. Gab es da einen Moment, der dir im Kopf geblieben ist?

SPEAKER_01

Es ist ein bisschen schwierig, den Verdacht zu finden, weil ehrlicherweise haben wir uns ja einfach ein Messaging überlegt. Wir wollen eine europäische Partei bauen, um den Rechtspopulisten was entgegenzusetzen, weil Europa soll nicht auseinanderfallen, sondern zusammenwachsen, gerade wenn die Welt um uns verrückter wird mit Klimawandel, mit dem entfrückten amerikanischen Präsidenten und wir in Europa eigentlich eben dringend wettbewerbsfähiger werden müssen. Das geht nur durch Zusammenwachsen. Das haben wir jetzt als Messaging überlegt und seitdem versuchen wir es in die Welt zu schreien. Es kommen halt immer mehr Leute dazu. Also ich glaube, das Messaging selber hat sich ehrlicherweise nicht besonders angepasst. Es hilft tatsächlich nicht, dass die Welt verrückter wird, auch so blöd es ist, ja. Aber ich glaube ja auch, dass die Rechtspopulisten im Endeffekt oder die Nationalisten auch nur versuchen, eine Antwort zu finden oder ihre Antwort auf die Überforderung eigentlich auszudrücken und die sagen halt, diese Überforderung können wir nur entgegengehen, wenn wir halt die Grenzen wieder dicht machen, wenn wir uns wieder um selber kümmern. Und unsere Antwort ist halt zu sagen, ja, exakt haben wir alle Souveränität schon verloren, sowohl die, die uns zu verteidigen, als auch unsere Kinder abzusichern in den sozialen Medien oder so. Das geht alles nur noch, wenn wir eben europäisch zusammenarbeiten oder auch den Klimamel zu bekämpfen. Das geht alles nur, wenn wir europäisch zusammenarbeiten, dann können wir Souveränität zurückkriegen. Und das sind ja eigentlich so die zwei, wenn man will, konkurrierenden Vorstellungen gerade. Ich glaube, was die meisten Parteien halt immer noch sagen, ist, ach, das ist einfach das Charles Quo verteidigen. Und das wird halt meiner Meinung nach funktionieren. Wir werden entweder auseinanderbrechen, zurück in den Nationalständen, oder wir werden uns eine parlamentarische Demokratie auf europäischer Ebene entwickeln. Und das, was wir versuchen, ist, eben dafür zu mobilisieren, eben für diese europäische Demokratie. Und ja, ich glaube, ehrlicherweise gibt es bei jeder Wahl jedem Zeitungsartikel, jeder neuen Person, die dazu kommt, die sich eben entscheidet, mitzuhelfen, die Möglichkeit, dass die halt uns weiter nach oben bringt. Das ist eher so ein mühsames, sich nach oben arbeiten und dann gibt es manchmal so Momente, wo die Leute dann irgendwie krasse Erfolge sehen. Also wir haben jetzt irgendwie 4,7% in München geholt oder 10% in Darmstadt oder so bei der lokalen Wahl. Und dann sagen alle, ja, war ja klar, bei Europa ist es alle wichtig. Aber der Weg dahinter ist natürlich sehr, sehr viel Arbeit in den Strukturen, die Leute zu trainieren, zu mobilisieren, Fund zu raisen, Kommunikation zu machen. Da ist, gibt es bei, ich glaube bei Demokratie nicht so einen wirklichen Shortcut, aber haben wir unser Messaging angefasst, weniger. Wir arbeiten konstant daran, die Strukturen anzupassen, an die Größe und halt immer jede neue motivierte Person möglichst gut wieder einzusetzen, weitere zu motivieren. Das ist eigentlich eher so die Frage.

SPEAKER_00

Ja, der Multiplikatoreneffekt und im Endeffekt, den man dann hat.

SPEAKER_01

Wir sind eine freiwillige Organisation, ne? Also im Endeffekt müssen wir halt Leute motivieren, mehr Leute motivieren für ein besseres Zusammenhängendes Europa zu kämpfen, als halt die Rechtspopulisten motivieren, für ein zersplittertes Opa zu kämpfen. Das ist der, also wir sind gerade einfach in einem Mächte-Kampf und ich hätte es ja auch nicht angefangen, wenn wir nicht das Gefühl hätten, dass eben gerade Rechtspopulisten verlieren und dass wir dem entgegen gewinnen und dass wir dem dementsprechend was entgegensetzen müssen, was stärker ist.

SPEAKER_00

Ja. In der Start-up-Perspektive gab es schon einen Moment, finde ich, den man bestimmen kann, wenn man sich überlegt, was für ein Momentum gerade auf europäischer Ebene in Bezug auf Startup-Politik auch geschehen ist. Da gab es einen Report vor mittlerweile eineinhalb Jahren von Mario Draghi, der aufgezeigt hat, dass der Grund, warum Europa wirtschaftlich hinter den USA so stark hinterher ist, einerseits das Thema Fragmentierung ist, dass Europas Markt einfach viel zu viel stärker fragmentiert ist als in den USA. Und auf der anderen Seite wir es nicht geschafft haben, genug in Innovation in Startups auch zu investieren und dass es hier einfach eine Veränderung braucht. And da hat sich auch von der Leyen wirklich mit ihrem Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit draufgesetzt. Ich habe das gefühl that's sehr viele ambitionen, die versuchen entgegenzuwirken. Wie bekommst du das gerade aus World, aus Parlamentarier Sicht auch mit? Spürst du diese Veränderung? Was heißt das auch für euch as Partei? You have to schon sehr intensiv auch dafür einige der Themen eingesetzt.

SPEAKER_01

Erstmal verzeihen wir den Ortswechsel, ich habe jetzt hier nachso grundsätzlich ist es, glaube ich, klar, dass unser Wirtschaftsmodell in Europa unter Schwierigkeiten leidet. Ich sage es jetzt mal zum Beispiel, gerade Fokus auf Deutschland. Wir haben billiges Gas aus Russland gehabt. Das haben wir nicht mehr, weil Russland seinen Nachbarn angriffen hat. Ich bin sehr froh, dass wir kein russisches Gas mehr kaufen. Aber das ist natürlich eine Energiekostenveränderung. Wir hatten einen billigen Zulieferer in China, der immer mehr zum Wettbewerber wird. Und wir hatten einen zahlungskräftigen Absatzmarkt in Amerika, der aufgrund der Zölle sozusagen uns zumindest weniger wettbewerbsfähig macht. Das ist eine Situation, die es uns sehr schwierig macht. Und wenn man sich zum Beispiel Marcani anschaut in Canada, sieht man that er mit seinem Absatzmarktproblem in Amerika so gegangen, dass er zwischen den Provinces in Canada versucht, alle Hirn abzubauen, seinen eigenen penalischen Binnenmarkt zu stärken. And im letzten halben Jahr hat es geschafft, 12 Handelsatomen mit anderen Geographien abzuschließen. Also das kann man, Binnenmarkt stärken und halt irgendwie diversifizieren, was die Handelsbeziehungen angeht. And this Ragi, also sagt natürlich ein paar otheren, but in the line sagt this out. And then vereinfachen von EU-Wider Zero. And this is what we have to do. Also wir haben, wir können es ja mal durchgehen. Alles hat vor, okay, Mercurs vielleicht geschafft, aber nicht ohne Kratzer. Weil sie ganz Frankreich und alle Bauern dagegen gestellt haben. Und ansonsten gibt es noch nicht so krass viele Abkommen jetzt, also so eine Idee, eine Intention mit Indien und so, aber noch nicht so wirklich viel. Und was den Binnenmarkt angeht, ist das einzige, was Frau von der Leyen in dem Kontext eigentlich immer gesagt hat, is EU Inc. Hat sie sozusagen auf die europäische Startup-Industrie gehört, auf so Andreas Finger, Herkemann und Philipp Herkmann, die sich halt da sich für eingesetzt haben und auch wirklich sehr erfolgreich laut geworden sind. Das ist richtig cool. Aber die EU Inc., da können wir gleich hier nochmal im Detail drüber reden, ist jetzt kein volles Binnenmarktprogramm. Und ehrlicherweise macht es mir Sorge, wirklich große Sorgen, dass Frau Vorderlein auf die Frage, was machst du für den Binnenmarkt, als einzige Antwort bis jetzt EU Inc. sagt. Da können wir gleich nochmal drauf eingehen, aber es ist wirklich das Problem. Was du eigentlich machen müsstest, ist dir anzuschauen, wo kommen denn die Hürden für Dienstleistungen ander in Europa? In one sector hinweg, Chemie, was weiß ich, Finanzinstationen and so weiter. Finanzen are the measure fast integrated. But that this integration to train. And that he is early so often not weniger in European side, but one of the European areas, which 27 national. And that is the great thing. We read much about vereinformer, we read but not over harmonisation. And harmonisation he says the gleich in Oberammergau, in Bana, in Lissabon. The gleich. And so when I product ironwood, then it is überall automatisch zugelassen. And that is a Fähigkeit. Oder wenn ich jemanden einstellen möchte in Italien, weil es da einfach mehr Sonne ist, und die lieber da wohnen wollen, dass es halt ohne Probleme geht. So das sind so die großen Binnenmarktthemen. Und da sehe ich viel zu wenig. Und deswegen, so Problemanalyse ist toll. Aber ehrlicherweise bei der Umsetzung haben wir einfach das Problem, dass die Nationen protektionistisch handeln und denken. Und wir eben deswegen exakt auch die Europäische Union verbessern müssen, weil die Entscheidungsprozesse diese nationalen Egos leider immer noch unterstützen.

SPEAKER_00

Ja. Wir sehen das jetzt auch auf der weiteren Verhandlung für jetzt allein schon die EU Inc., dass es zwar jetzt den Vorschlag der Kommission gibt, der ja in vielen Hinsichten schon dem entspricht, was wir, was wir auch gefordert haben als Szene, aber immer noch bei so vielen Themen dann gesagt wird, und das muss dann das nationale Recht regeln. Und die eigentliche Idee war ja, dass es einen achtundzwanzigstes Regime gibt und die Dieses 28. Regime auch eine gewisse Gesetzgebungskompetenz hat. War da das Startup-Ökosystem irgendwie ein bisschen delusional, dass wir gedacht haben, natürlich ist das Teil von dann einem Vorschlag? Oder wäre das möglich, dass man sagt, es gibt eine europäische Gesetzgebung, auf die man dann auch zurückgreifen kann?

SPEAKER_01

Also, jetzt kommst du ein bisschen natürlich auf die Wörter an, die bei den Moments. Also ich glaube, was die Startup-Szene wollte, ist halt, also schaut sich halt Delaware Inc. an, beziehungsweise ist das ja keine US Inc., sondern es ist eine Staats-Inc. Was ist da bei der Delaware, also in einem State, yeah? Was ist bei Delaware interessant? Ich kann in Boston, Massachusetts, sitzen, remote a Delaware Inc. grün, and in the gleich moment eine License to operate for Massachusetts holder. Also it dauert a party and then have this gemacht. Das heißt, was eigentlich spannend ist an der Delaware Inc. is, dass ich in einem State so gründen kann und in einem anderen Operational sein kann. Das zweite, was spannend ist, ist, dass ich eine Standard sozusagen Geschäftsform habe, die dann die Investoren kennen und auch ihre Rechte kennen. Und das Dritte ist, dass sie wissen, dass ihre Rechte immer gleich umgesetzt werden von den Courts und den Lawyers, die sich sozusagen in Delaware sich darauf spezialisiert haben. Das sind so die Vorteile der Delaware Inc. Also erstmal interessant zu sehen, dass es eigentlich scheißegal ist, ob es eine New Inc. ist oder einfach eine der nationalen Rechtsformen, die einfach über angewandt werden könntet. Gut, die EU hat sich jetzt, auch die EU Inc. hat sich dann halt dafür entschieden zu sagen, nee, wie wäre es denn, wenn wir die gleiche Rechtsform in allen Ländern schaffen? Und was kann man machen? Das haben wir jetzt geschafft. Wenn diese EU Ink regulation durchkommt, gibt es die gleiche Rechtsform in EU Inc. und allen Ländern. And da kann man auch sagen, dass sie halt irgendwie einigermaßen gleichen Organisationsstrukturen intern folgt. Aber Gerichte, and then fangen wir so an, wie ich es auch gesagt habe, License to operate in anderen Ländern. Ehrlicherweise ist dadurch nicht verändert, weil, was ich ja am Anfang gesagt hatte, der Binnenmarkt hat das Problem, dass die Produktzulassung und Dienstleistungszulassung in einzelnen Ländern unterschiedlich sind. Und Zulassung in einem Mitgliedsland nicht unbedingt bedeutet, dass die Compliance im anderen Mitgliedsland gegeben ist. Also hast du die License to operate nicht so mit der EU Inc. gegeben. Du hast zwar die gleiche Rechtsform in allen Ländern, aber die Rechtsform EU Inc. in Deutschland hat nicht automatisch die Zulassung für ihre Produkte und Dienstleistungen in Österreich. So ist es halt so. Und das zweite Thema ist dann halt, okay, was passiert, wenn die EU Inc. jetzt pleite geht oder wenn ich halt Anteile, keine Ahnung, verkaufen möchte oder so, na verkaufen wir was anderes. Sagen wir, bleiben wir mal bei den Pleite gehen. Also wenn du pleite gehst, dann gilt halt das Insolvenzrecht der Nation. Und was die U Ink jetzt eigentlich schafft, ist, dass man halt Regeln darüber schafft, wie schnell sie online angemeldet werden soll, wie hoch das Eigenkapital sein muss. Und dass es halt keine Notare mehr gibt, was in Deutschland echt ein riesiger Vorteil wäre. Hilft so ein bisschen den Investoren, aber das Binnenmarktproblem lässt sich dadurch nicht lösen. Und deswegen ist her to beantworten the rechtsgrundlage in the European Union is unzureichend, um that to erreich, what we either. Not a gemeinsame social system, gemeinsame Steuersystem, gemeinsame Zulassungssysteme. And that is the ground where the thing is. But the Hauptkritik, you erwähnt hast, zum Beispiel der EU Inc-Initiatoren und der Szene ist gerade, dass es eine europäische Gerichtsbarkeit für Insolvenzverfahren in der EU Inc. gibt und dass es kein europäisches, wirklich gemeinsames Registry gibt, was sozusagen nur europäisch verankert ist und nicht national. Und das geht mit den Deutschen, sorry, mit den derzeitigen europäischen Verträgen einfach nicht. Kann man sich nicht drüber erärgern oder nicht, aber vielleicht sollte man einfach die europäischen Verträge verändern, was eh das ist, was Wolf erreichen möchte.

SPEAKER_00

Was bräuchte es, um die europäischen Verträge zu verändern?

SPEAKER_01

Einfach, wir haben 2048 den Vertragsveränderungsprozess ausgelöst durch das Europäische Parliament im letzten Mandat. Das haben wir geschafft. Und die Antwort der Regierung müsste eigentlich sein, dass 14 der Regierungen dafür stimmen, die europäischen Verträge zu öffnen. Also nur die Hälfte, mehr als die Hälfte. Wir sind ja 27, also 14 ist sozusagen die Hälfte, 13 Hälfte. Und dann würden die Vertragsveränderungsverhandlungen geöffnet werden, der sogenannte Konvent, und dann müssten am Ende alle einstimmig zustimmen, dem neuen Vertragsentwurf zuzustimmen. Was gerade passiert, ist, dass die europäischen Regierungschefs das gar nicht auf die Agenda packen. Also sie sind eigentlich gerade vertragsbrüchig, weil sie den Vertragsveränderungsprozess, der angestoßen wird oder im Europäischen Parlament stoppen, in dem sie gar nicht drüber reden. Das ist eine Verschnappungstaktik, die die Regierungschefs bei ganz vielen Sachen machen. Warum machen Europäische Regierungschefs das, also nationale Regierungschefs, weil sie halt dumm und kurzsichtig sind, was die europäische Eigentung angeht? Also sorry, aber es ist einfach so, hey, ich bin Parteichef geworden, hey, ich hab's geschafft, Kanzler zu werden oder Premierminister, ich bin der größte Baruhr aller Zeiten. Und hab' halt leider nicht verstanden, dass ich gerade eine historische Chance verpasse, eine historische Chance verpasse und mein eigenes Land um die Unbedeutsamkeit zu sein, manövriere, weil mein Ego zu groß ist für meine eigene Thema. Und das ist meine Analyse. Also warum bin ich eine europäische Vereinigung? Weil wir als Nation unsere Souveränität vertrauen haben und die nur zurückkriegen können, wenn wir eben europäisch gemeinsam arbeiten. Und dafür braucht man aber eine europäische Regierung, die nicht durch kleine Regionalfürsten aufgehalten wird. Und das ist das, wo wir gerade uns befinden. Aber man kann das ändern, indem man, jetzt ist es wieder meine nicht sehr versteckte Streichwerbung, indem man im Volt mit mir aufbaut, kann man auch neben seinem normalen Job machen, einfach aktiv werden und eine europäische Partei bauen und dann in die nationalen Parlamente und ins Europäische Parlament einziehen. Und dann können wir auch in Koalitionsbehandlungen dafür sorgen, dass sie vertragsfreien in allen anderen Geld benutzt werden.

SPEAKER_00

Spannend. Vielleicht noch einmal zurück zu den Themen, die gerade auch auf europäischer Ebene diskutiert werden im Parlament. Es gab ja auch den AI-Act, da warst du ja auch involviert. Was ist da dein Fazit? Wie ist das jetzt, ist das jetzt gut für die Startup-Szene? AI ist ja der Sektor, in dem die meisten Startups entweder als Core-Technologie oder zumindest es nutzen, um ihre Produkte effizienter und ihre Systeme aufzubauen. Das heißt, was ist da dein Fazit zu dem, was erreicht wurde? Und was sollten vielleicht Salab-Gründer wissen, weil noch ist ja gar nicht alles von diesem AI-Act in Kraft. Ja, was da auf sie zukommt.

SPEAKER_01

Also die ehrliche Antwort ist, dass ich nicht den AI-Act mit verhandelt habe. Manchmal bin ich auch ganz dankbar drum. Das Ding ist folgendes. Der AI-Act hatte eigentlich zwei ganz punktuelle Elemente. Das erste war zu sagen, hey, lass uns AI lieber auf europäische Ebene regieren, als auf nationaler. Das wäre jetzt so ein bisschen auf das zurück, was ich vorhin gesagt habe: Harmonisierung, also besser eine Regel für alle, als unterschiedliche und zu dem Zeitpunkt haben einzelne Nationen schon angefangen, AI-Regulierungen zu schreiben. Und deswegen war es gar nicht so dumm zu sagen, lass uns lieber auf europäische Ebene regeln. Das zweite, was gut war, war, dass sie sich eigentlich im System ausgedacht haben, ein Framework, wo sie gesagt haben, wenn der potentielle Grundrechtseingriff niedrig ist, zum Beispiel Spotify Algorithmus, also wenn man sozusagen auf dem Grundrechtseingriff Skala relativ weit unten, dann brauchst du keine Regulierung des Algorithmus zu machen. And when the potential Grundrechtseingriff relativ weit oben is, das wäre dann sozusagen ein automatisiertes Waffensystem, brauchst du vielleicht ein Verbot. And when du halt irgendwie Grundrechtseingriff durch Discrimination im HR-Ausfallprozess haben kannst, dann brauchst du vielleicht eine Zulassung or so. Dass man sozusagen eine Skala from niedriger or gar kein Grundrechtsangriff potential to sehr hoher Grundrechts-Aingriff potential. Und in diesem Framework wurde den Nation forgiven, organisieren. That's eighteen dummy. And then is there was closes passification? Dann had OpenAI named leider too front ChatGPT verofflid. And then many regulatory nervous geworden and have said, yeah, what passed these unterschied Grundrechtseingriffe zu einer General Purpose AI, where so you know the purpose jail is and so jeder potential purpose dafür benutzt werden kann. And then hat man da so ein bisschen rumgewurschelt, um das noch einzupacken. Dann hätte die General Purpose AI einfach rauslassen sollen und erstmal nur dieses System aufbauen sollen. Das wäre, glaube ich, besser gewesen und sich dann Ruhe drüber nachdenken, Ruhe drüber Gedanken machen können, was man mit General Purpose Airma. Ich glaube, ja, man kann darüber streiten, dass wir ein bisschen zu früh reguliert haben. Ich glaube, wichtig ist immer, dass jede Regulierung natürlich irgendwo einen Markteindrückbarrieren für kleinere Unternehmenschaft. Das ist einfach eine Problematik, die wir haben und deswegen wäre es manchmal, glaube ich, besser, weniger oder nicht zu regulieren. Und wenn man reguliert, dann eben sehr eindeutig und klar, sodass man keine Anwälte braucht, um es zu verstehen. Ich glaube, das ist vielleicht jetzt bei der A-Regulierung nicht so krass gelungen. Jetzt gibt es eine Überarbeitung, die ich mir noch nicht im Detail angeschaut habe, wie jetzt kommen wird. Weil genau es ist nicht mein Kerngesetz, deswegen müsste ich da, glaube ich, nur auf dieser Ebene bleiben.

SPEAKER_00

Ja, aber trotzdem spannend, ein bisschen hinter die Kulissen zu schauen, auch was die Ambition war. Und ich glaube auch, also grundsätzlich, Rechtssicherheit ist ein Thema, das für Startups relevant ist. Wenn ich am schwierigsten ist, wenn unklar ist, was jetzt kommt, wie man confirmed sein kann, auch mit den Regulierungen.

SPEAKER_01

Und da kein Vertrauen in das ganze Ökosystem, das ist ganz spannend, weil wir jetzt, also es sind halt sehr viele Regulierungen in the last mandat gemacht worden, gerade was auch den Green Deal angeht. Was ganz interessant ist, weil als ich 2019 in the Parliament eingesucht bin, war halt so Fight is for Future the coolstep of the world. Also es waren sozusagen, die Leute haben sich für Klima interessiert, the Green are gewählt worden. Und zwar so aus dieser ganzen Logic, hey, lass den Planeten retten, kam halt sehr viele Regulierungen, die ich auch grundsätzlich von der Regulierungsausrichtung für sinnvoll hatte. So and then umgeschwungen in hey, we must unbedingt vereinfachen. And what's jetzt aber erstaunlicherweise passiert, is that man, this regulierungsshoop, den es da jetzt gab, versucht wieder rückgängig zu machen, or to schon in Teilen rückgängig zu machen, was aber eigentlich den Regulierungsaufwand by the firm wieder erhöht. When you einmal regulierst the accountants and keine Ahnung, was einmal lernen, was jetzt die neuen Regeln sind, dann gibt es viele Unternehmen, die mir sagen, ja, dann lass es jetzt halt einfach erstmal so. Also das Wichtigste ist, nichts mehr zu verändern. Und dann entstehen auch klar halt bei den Gedichten, auch bei den neuen Startups, die Systeme werden billiger, der Aufwand, also die Anfangsinvestitionen sind sozusagen verkraftet und so weiter. Aber dadurch, dass wir jetzt sozusagen die gleichen Themen wieder aufmachen, schaffen wir wieder Rechtsunsicherheit und schaffen wieder einen Aufwand, dass man dann verstehen muss, was jetzt diese neuen veränderten Regeln bedeuten. Also manchmal ist eine Vereinfachung auch einfach, es erstmal ruhen zu lassen. Und ich glaube, dass sich da einige Lobbyisten in Brüssel leider selber ins eigene Knie schießen, weil sie halt jetzt auf einer Vereinfachung hinwirken, wie alt er nur eine Veränderung ist. Und eine wirkliche Vereinfachung von Berichtspflichten habe ich noch in keinem der vorgeschlagenen Vereinfachungsgesetze gesehen. Aber vielleicht kommt das ja nicht.

SPEAKER_00

Ja, spannend. Da tut sich gerade super viel. Ich sehe, wir sind schon recht fortgeschritten mit der Zeit und du bist sicher schon wieder am Weg zum nächsten Termin. Von dem her würde ich gerne noch in unser Speedround gesehen. Und hätte da as erste Frage. Hast du einen größten Learning mit uns für uns?

SPEAKER_01

Yeah, my learning in this nine years Partei-Aufbau in Europa is that man in the Politik sehr viel mehr verändern kann, als man denkt. It is not so that we die verlieren, sondern wir haben auch die politische Mitte verloren. Einer oft hat Bock auf Politik. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist. Es ist einfach ein sehr uns sexy beruf vom Image her. Und gleichzeitig wird Politik alle angehen. Und my hauptlearning is, man kann krass viel verändern, wenn man sich einfach mit ein paar guten Leuten hinsetzt und selber politisch mitmischt. Da muss man Demokratie neu lernen, weil das haben wir alle verleart. Aber hauptmessage an euch alle is, tretet in der Partei ein, egal in welcher normale pro europäische Partei. And when die euch nicht gefällt, dann wechselt einfach von zur nächsten. Macht die Hürde in eurem Kopf kleiner, in der Partei einzutreten und am politischen Geschehen mitzuwirken, weil es geht. Und nur beschweren bringt nichts. Wir werden mit dieser Zukunft leben, die auf uns zukommt. Und wir können sie gestalten. Und das ist mein Learning. Ich habe einfach mit zwei Freunden mir überlegt, ja, lass mal eine europäische Partei. Man sitzt jetzt seit 2019 im Europa. Also man kann Dinge verändern und das ist mein Learning.

SPEAKER_00

Yeah. Normalerweise kommentieren wir nicht die Speedrun, aber da muss ich jetzt kurz drauf eingehen. Was für mich schon auch jetzt in den letzten Jahren bei Austrian Startups ein Learning war, auch wenn man, selbst wenn man nicht in einer Partei ist, aber wenn man politisch denkt, kann man sich für Themen spezifisch auch unparteiisch sehr intensiv einsetzen. Und das finde ich gerade so spannend bei Austrian Startups, dass wir eben mit allen Parteien diskutieren und versuchen quasi hier ein Verständnis, eine Awareness für die Wichtigkeit von Innovation und Startups für unsere Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen. Und einfach als politischer Mensch, und ich glaube, das sind wir irgendwo alle, sich für die Themen auch einzusetzen, die man hat.

SPEAKER_01

Ich bin bei dir, aber ich will trotzdem unterstreichen. Wenn du sozusagen nur Leute hast, die um die Parliament herumwandern und sagen, hey, lass mal in den Parliament and then niemand drin sitzt, der irgendwie diese Themen aufnimmt. Und ich glaube, das Problem ist jetzt nicht nur Wettbewerbsfähigkeit und Startups, sondern das Problem is exactly the Democratie als solche und Europa, dass halt gerade, wenn man sich den Trend sich anschaut, einfach auseinanderfällt. Also wir gewinnen, sind nur Rechtspopisten überall, dann ist es nicht genug, nur drum herum zu wandern. Und deswegen, also ich verstehe deinen Punkt und halte den auch für wichtig. Aber ich glaube, wir machen uns gerade in meinen Freundeskreisen oft so einfach, dass wir sagen, ja, ich schreibe dir mal einen Brief und ich mache ja auch in diesem Zirkel mit und versuche auch so. Nee, geh in eine Partei rein. Die Parteilichenschaft seit 1980 hat sie kalbiert in Europa. Es geht keinen Arsch mehr in die Parteien. Der Durchschnittsalter in der CDU in Deutschland ist 65. Die Leute sterben aus. Es ist so. Und wir sind immer vielleicht ein bisschen Krisenawareness zu schaffen. Wir sind in einer demokratischen Krise und wir brauchen dringend, dringend mehr Leute in den Parteien. Sorry.

SPEAKER_00

Ja. Ne, alles gut. Gehen wir zur nächsten Frage. Hast du einen Lifehack für uns?

SPEAKER_01

Genug abschalten. Ich glaube, jeder musste seine Grenzen kennen, seine mentale Gesundheit ernst zu nehmen und seine Motivation ernst zu nehmen, ist fundamental wichtig, sonst kann man nichts von dem erreichen, was man möchte. Und außerdem geht man allen Leuten unsicht herum auf die Nerven, wenn man schlecht gelaunt ist. Also ich finde es wirklich, also gerade wenn du mit Schneidingen arbeitest, ich finde es aber auch am Job sonst, kümmere dich um dich selber und um deine psychische Gesundheit. Das hilft massiv auch den Daubnummissarin.

SPEAKER_00

Was ist da dein Go-To?

SPEAKER_02

Schön.

SPEAKER_01

Also natürlich kann man sich auch professionelle Hilfe suchen, aber ich glaube, gerade in so einer Welt in der Start-up-Welt, wo immer Hassle, Hassle, Hassle, so wirklich ist, finde ich auch. Ich mag arbeiten sehr, sehr gerne. Aber ich finde, man muss sich seine Freiräume schaffen zu sagen, so, ich mache jetzt einfach mal gar nichts und wenn dann jemand fragt, so, oh, was machst du am Wochenende? Ich schaue mir halt diese blöde Netflix-Serie an oder keine Ahnung, hängt mit meinen Freunden ab und ich habe gar nichts Produktives geschafft, das finde ich auch mal ganz gesund.

SPEAKER_00

Mein Gott, hast du eine Buchempfehlung für uns?

SPEAKER_01

Zwei Herren am Strand, Herr Kurmeyer, ist sogar Kulsmeier oder so. Großartiges Buch. Geht um eine Freundschaft von Charlie Chaplin und George. Sie ist am liebstenliteratur ein Großartigesbuch.

SPEAKER_00

Muss ich mehr notieren.

SPEAKER_02

Hast du noch ein Lieblingsprodukt? Das ist mein Lieblingsprodukt. Muss ich darüber nachdenken?

SPEAKER_01

Vielleicht nicht sehr sexy, aber ich finde iPhone schon ziemlich geil. Ich weiß nicht, also das ist jetzt ein Windbeispiel, aber ich finde so dieses Ding, dass du so dein Handy an das Handy von jemand anders halten kannst und dann so einen Kontakt drüber fliegt. Finde ich irgendwie so eine User Experience. Ich treffe sehr viele Leute. Die macht dir viel Spaß. Keine Ahnung, ist jetzt vielleicht nicht der Einflusszeichen, aber finde ich schon ganz geil.

SPEAKER_00

Passt perfekt. Bist du nicht der Erste? Und zu guter Letzt noch ein Lieblingsschimpfwort. Normalerweise sind da irgendwelche österreichischen. Vielleicht hast du dein deutsches.

SPEAKER_01

Ich muss natürlich dann direkt irgendwie an so Adlergewand solche Sachen denken. Aber wenn ich auf Deutsch schaue, was sind denn so meine Lieblingsp.

SPEAKER_00

Du bist in Brüssel ganz ruhig auf Französisch schimpfen.

SPEAKER_01

Jaja, also was die, also Französisch-Kanadier schimpfen ähnlich wie die Bayern oder auch vielleicht irgendwie die Österreicher, auch über so Heiligtümer, also Sakrament oder so, gibt es da, die sagen zum Beispiel, ich glaube Ostil oder so, also so Hostil, so ein Schimpfwort in Französisch-Kanada. Das liegt aber auch daran, weil die Kirche den Quebec-Leuten gesagt hat, wenn ihr keine Kinder kriegt, dann dürft ihr keine Kommunion haben. Es war so, weil die gesagt haben, die müssen ganz, ganz viele Kinder haben, deswegen haben die da alle so 16, 17, 18 bis 23 Kindergartenzeit lang so vor 100 Jahren. Und deswegen haben sie einen kleinen Hass auf die Kirche bekommen im Nachhinein. Aber das ist eine andere lange Geschichte, sorry, ich habe jetzt gerade ein bisschen verwortet. Ne, habe ich nie, ja, Herrgotteszeit noch einmal, keine Ahnung, weiß ich auch nicht. Ich ehrlich gesagt, ich schimpfe immer auf Spanisch im Auto. Ich weiß nicht, beweg dich endlich, hau ab oder so. Ich weiß nicht, wo das herkommt, aber das ist eigentlich so der Moment, wo ich am meisten sehr, sehr, sehr gerne schimpfe.

SPEAKER_00

Ja, da kann man gut ein bisschen die Aggression loswerden. Zum Schluss noch, hast du für uns eine Prediction, etwas, wo du dir ziemlich sicher bist, dass das eintreten wird, und einen Moonshot, was du dir wünschst.

SPEAKER_01

Also die Prediction ist, dass das derzeitige Europa nicht stabil ist. Europa wird entweder auseinanderfallen in Nationalstaaten oder sich weiterentwickeln in eine parlamentarische Demokratie, wo wir europäischen Parteien sehen können, die eine europäische Regierung stellen. Und das, was gerade existiert, wird nicht bleiben. Und wir haben eine Illusion der Stabilität in unserer Welt sowieso. Es gibt gar keine Stabilität. Alles verändert sich immer. Auch die politischen und gesellschaftlichen Systeme, die wir jetzt ganz fest annehmen, verändern sich. Und das ist eine Erfahrung, die wir alle haben müssen. Und ein Moonschaft ist tatsächlich, dass wir es schaffen, eine europäische demokratische Union aufzubauen, die in der Lage ist, das eben zusammenzuhalten, unsere Souveränität zu bewahren, uns eine Stimme zu geben im internationalen Kontext und Wettbewerbssicherheit zu schaffen. Und einfach ein besser Leben für alle European und European. And that's the moonwork, an demand ich gerade versuche, die Rakete dafür zu bauen. Und wenn überhaupt so Lust haben, mitzubauen, sind die ganze Zeit eingedringen.

SPEAKER_00

Sehr schön. For two weeks were out the Moonshot Vereinighted von Europa. Also we have here answering a run for this thing. Vielen Dank, Damian, for deine Zeit and deine insights. Super schön, dich dabei zu haben. And yeah, for alle anderen da draußen. We sehen uns wieder und hören uns wieder am Dienstag mit den News. Tschüss.