Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#508 - Florian Pflanzl über Skibrillen, Bootstrapping und warum Naivität beim Gründen schützt
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Florian Pflanzel hat Naked Optics mit 7.500 Euro und einer simplen Beobachtung gestartet: Skibrillen sind zu teuer, der Online-Markt kaum besetzt. Zwölf Jahre später verkauft das Unternehmen täglich 74 Brillen, ist komplett bootstrapped und arbeitet an Österreichs erstem gesichtsscannenden, 3D-gedruckten Sportprodukt.
Im Deep Dive sprechen wir darüber, wie ein Auslandsjahr in Singapur den entscheidenden Produzentenkontakt gebracht hat, warum Corona für Naked Optics das beste Geschäftsjahr war, was ein selbst gedruckter FFP2-Maskenclip mit viralem Marketing zu tun hat, und wie ein schwerer Fahrradsturz mit drei gebrochenen Halswirbeln die eigene Perspektive auf Unternehmertum verändert.
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag oder auch guten Abend und willkommen beim Future Weekly, dem Startup Podcast. Heute mit der Hanna und weil Deep Dive-Tag ist, mit einem großartigen Gast, nämlich dem Florian Pflanzel. Willkommen Florian.
SPEAKER_01Hallo Hanna, danke für die Einladung. Freut mich sehr.
SPEAKER_03Ja, sehr schön, dass du da bist. Wir haben schon vor einem Jahr mal kurz Kontakt gehabt für einen Hike in Albach und von dem her freue ich mich sehr, dass wir uns jetzt online beim Podcast aufnehmen wiedersehen. Du bist nämlich Geschäftsführer bei Naked Optics. So steht das auch auf deiner Tagline auf LinkedIn, wenn ich hier nachschaue. Kannst du uns ein bisschen mehr erzählen? Was ist Naked Optics? Wer bist du?
SPEAKER_01Genau, das erste zu Naked Optics. Naked Optics ist unsere Firma. Also ich bin einer der drei Gründer von Naked Optics. Wir haben vor jetzt fast zwölf Jahren angefangen mit einem wirklich klassischen Studenten-Schrägstrich-Garagen-Startup, wo wir einfach den Need gesehen haben in unserer Studienzeit vom Skifahren, wo halt die Produkte sehr teuer sind, gesehen haben. Da kann man einen Markt finden für Direct-to-Consumer-Produkte und haben uns somit dann auf qualitativ hochwertige Skibrillen im ersten Schritt und später auch auf Sportbrillen fokussiert, die wir aktuell ausschließlich in unseren eigenen Webshop und auf Amazon vertreiben. Und das großteils in Dachraum bzw. in Europa.
SPEAKER_03Sehr cool. Ich bin zum ersten Mal auf euch gestoßen während meiner eigenen Studienzeit, als wir als einer meiner Mitstudenten, der aus Tirol kam, eure Brille beim Skip anhatte und ich diese wechselbaren Gläser bestaunt habe und mittlerweile ist meine halbe Familie mit euren Brillen ausgestattet. Wie war das da schon?
SPEAKER_00Das ist sehr gut.
SPEAKER_03Wie war das damals, dieses Brillenaustauschen? Ich habe das bei euch zum ersten Mal gesehen. War das die Innovation oder war das ein Aspekt, den ihr euch von wem abgeschaut habt? Wie war das damals?
SPEAKER_01Die Innovation von uns war das nicht. Wir haben damals angefangen 2014, wo immer 2013 haben wir angefangen, 2014, dann die ersten Brillen verkauft. Bei uns war wirklich so diese erste Innovation, dass wir reingestartet sind, Online-Skibrillen zu verkaufen. Und das war 2014 auch nur ein ziemlich ein anderes Game. Wenn man überlegt, dass Instagram so 2012, 2013 in Österreich groß worden ist und wir das einfach dort schon angefangen haben, wo das halt einfach nicht nativ war. Was uns dann wirklich abgehoben hat, waren diese auffälligen und zu der Zeit innovativen Designersigns. Also wir haben das Band anders da bedrucken lassen, das ist so ein Digitaldruck. Und bei uns waren die ersten Topseller waren, so diese Flamingo-Brille, diese Bergmotiv-Brillen, das haben uns abgehoben und auch ziemlich, ziemlich schnell, wie du gesagt hast, ist dieses Magnetsystem gekommen. Das ist damals von Burton bzw. Annen entwickelt worden, aber da gibt es kein Patent drauf. Und wir haben das dann übernommen und seit 2017 machen wir auch nur mehr unsere aktuellen entwickelnden Brillen das Magnetsystem, weil wir einfach diesen Riesenwerbe sehen.
SPEAKER_03Cool, sehr spannend. Da könnten wir jetzt schon tiefer eintauchen, aber ich würde gerne ein, zwei Schritte zurückgehen. Nämlich wenn du an den kleinen Flow denkst, an deine Kindheit. War damals schon Unternehmertum ein Thema, das di beschäftigt hat, oder was mehr das Skifahren, das dich damals schon begeistert hat, war. Wo waren deine Anfänge?
SPEAKER_01Die Anfänge kommen definitiv mehr aus dem Skifahren, würde ich sagen. Ich bin in der Jugend rennmäßig skigefahren und war da, würde ich sagen, bis zu einem gewissen Grad erfolgreich und dann sehr überschaubar erfolgreich, wo man dann auch festgestellt hat, dass das bis an diesen Punkt geht und nicht mehr viel weitergehen wird in dieser Skikarriere. Und das Lustige ist so eine Geschichte, die meine Mama immer gerne verzählt ist, ich habe aus neun-, zehnjähriger Pub, wo wir den ersten Computer zu Hause gehabt haben, dann so meine Zeitung gedruckt selber, wo ich so Interviews mit Sportlern geführt habe oder halt mehr oder weniger das umgesetzt habe und dann die einen Nachbarn verkauft. Also so dieses gewisse Unternehmertum war schon immer gegeben, aber dass sie das in diese Richtung dann so entwickelt, war wahrscheinlich bei dem jungen Floh nicht ganz abzusehen.
SPEAKER_03Und du hast dann studiert, du warst, ich sehe hier in Innsbruck an der Universität und da auch schon recht früh im Marketing und Sales. Da hat dich da auf der Uni, war es für dich klar, du möchtest Wirtschaft studieren, war das ein eben durch diese ersten unternehmerischen Erfahrungen schon ein Thema für dich oder was hat dich damals bewegt?
SPEAKER_01Es ist ein bisschen anderer gekriegt. Ich bin dann, ich war vorher eben im Sportgymnasium, eben wegen Skifahren und ich war gerätet und da war ich verhältnismäßig mehr erfolgreich wie im Skifahren. Bin dann in die HTL in Salzburg gegangen, in Elektrotechnik-Zweig. Und das war soweit Abstand die falscheste Entscheidung, die ich getroffen habe, weil es war einfach nichts für mich und das war nicht meine Begabung. Und ich muss danach herweisen, ich habe mir dann irgendwie dort diese fünf Jahre durchgewurstelt, wie man auf gut österreichisch sagen wird. Habe diese Matura dann geschafft, oft Fragenswürdigkeiten, wie das gegangen ist. Und habe dann gesagt, okay, jetzt muss ich das probieren, was mir Spaß macht. Und dann waren halt Wirtschaftsthemen an mich immer interessiert. Und ich bin dann nach Innsbruck auch absichtlich Wirtschaft gewählt, weil es in Salzburg nicht studierbar ist, außer auf der FH. Und ich aus dem Nest meiner Eltern einmal flüchten wollte. Und halt auch gewusst habe, wenn man diesen Studenten-Lifestyle Schrägstrich mit Partys anlang schlafen, zu Hause leben will, wird das schwierig mit den Eltern. Und deswegen bin ich dann nach Innsbruck geflüchtet und habe mich da für internationale Wirtschaft entschieden. Und das war wirklich vom ersten Tag richtig, weil dann sind die Noten auch wieder sehr ins sehr gute gedriftet, was in der Hotel nicht der Fall war. Und da habe ich dann einfach gemerkt, okay, das ist meine Passion. Und meine Passion ist ja dann dort für das Marketing gekommen. In jeder Form, ich war dann eben, ich glaube, da können wir nicht mal auf das eingenommen, mein Auslandsjahr in Singapur, wo dann auch im Marketing in verschiedenen Bereichen gemacht habe, da sehr viel Real Estate Marketing, weil ich da sehr spannende Kurse gehabt habe. Habe aber dann mein Diplomarbeit, muss man auch fairerweise sagen, oder meine Magisterarbeit in VWL geschrieben, weil es einfach umsetzbar war und ein cooles Projekt ausgeschrieben worden ist, wo wir das ökonomische Entscheidungsverhalten von Kleinkindern untersucht haben.
SPEAKER_03Spannend. Und wenn du sagst, du warst in Singapur, was hast du da auch etwas gelernt, wo du sagst, sind sie unternehmerischer oder hat dich diese Zeit beeinflusst in deinem unternehmerischen späteren Werk?
SPEAKER_01Komplett. Also das war so das prägende Jahr, glaube ich, in meinem Leben bis jetzt. Diese Uni ist, die National University of Singapore, die NUS, die ist sehr hochgerankt im globalen Uniranking. Und man muss schon fair sagen, ich habe drei Unis angekreuzt für mein verpflichtendes Auslandsjahr und mir wurde Singapur zugeteilt. Und habe mich schon informiert, aber nicht sehr im Detail. Und die anderen Exchange-Studenten, die dort waren, das war einfach eine andere Liga. Das muss man mal so sagen, wie es ist. Und da habe ich dann auch gemerkt, okay, du solltest jetzt vielleicht echt ein bisschen mehr Gas geben. Und das war dann in Singapur und Singapur, die Uni ist halt, man merkt halt, in dem Staat ist richtig viel Geld für Bildung da und das sieht man am Campus, das sieht man an den Möglichkeiten dort und an den Vortragenden und das war einfach von den Kontakten, die ich gerekert habe, von den Leuten, die ich kennengelernt habe und auch wie ich mich entwickelt habe mit Abstand, das wichtigste Jahr, glaube ich. In meinem Leben, sonst weiß ich nicht, wo hinkommen, wo ich, wo wir dann waren. Und was halt dort eingestanden ist, ist diese Naked-Edee entstanden und diesen Kontakt. Weil den habe ich, wie man es wahrscheinlich erahnen kann, über was redet man in Singapur bei 30 Grad in Vorlesungen über Skifahren. Ich habe jetzt einen asiatischen Freund gehabt, mit dem habe ich sehr viele Real Estate-Kurse besucht. Also von dem war der Papa der CEO von einem Mittelständer und die sind zum FIFA immer nach Europa oder nach Japan geflogen. Und der hat eben gefragt, ob ich mitpflege. Und ich habe gesagt, das geht sich leider nicht aus, ich habe das bescheinet, ich bin ein Jahr jetzt da und das muss man irgendwie finanzieren. Und wir haben dann immer philosophiert über Skifahren. Philosophiert über den neuesten Ski, kostet als die rote österreichische Marke. Die hat der Papa dann immer mitgebracht, wenn er so eine Europabesuche gehabt hat. Und das war unser Go-To-Thema in jeder Vorlesung. Und ich habe dann eben zu immer mal gesagt, sage ich, ich finde das einfach vermühsam, dass die Produkte gerade die Skibrillen so teuer sind, weil wenn es da ein Glas zerkratz kostet, ist bei dieser Marke mit dem großen O hat gleich mal 100 Euro aufhört. Und dann hat er gesagt, er versteht das Problem nicht, er kauft es direkt aus der Firma raus. Da habe ich gesagt, okay, das klingt sehr spannend, aber man den Kontakt teilen kann. Da haben wir dann den Kontakt geteilt und so sind wir zu unserem Produzenten gekommen, bei dem wir lustigerweise immer noch sind, nach jetzt im vierten Jahr.
SPEAKER_03Wirklich, okay, cool. Und der ist in Singapur oder?
SPEAKER_01Ja, der sitzt in China. Also der hat halt der Papa-Uhr quasi seine Trips, die waren halt Europa und Asien, beziehungsweise China, wo halt die operiert haben. Und dadurch, dass in Singapur es ja sehr wenig produzierendes Gewerbe ist, da sind ja nur Dienstleistungen oder quasi Asia-HQs und der Crossteil kommt dann aus China bzw. den anderen asiatischen Ländern.
SPEAKER_03Und du hast deinen Co-Founder aber dann doch in Österreich geholt, den Chris, wie ist es dazu gekommen?
SPEAKER_01Ich bin mit dem Chris in die HTL gegangen, von da kennen wir uns. Haben uns dann sehr lange aus den Augen verloren und nicht mehr wirklich viel miteinander zum Tor gehabt, den HTML sehr viel. Und das Lustige war, der Chris war dann zur gleichen Zeit in Singapur wie ich. Der hat dann dort von einer österreichischen Firma aus gearbeitet und ich studiert, wo wir halt schon sehr viele Überschneidungen gehabt haben. Ich bin dann nach meinem Studium in Singapur zurück nach Österreich, habe mein Magistertort abgeschlossen und bin auf Jobsuche gegangen, habe mich dann beworben bei Red Bull für dieses European Graduation Program für Marketing und Sales, wo ich dann reinkommen bin ins Sales-Team. Und bevor ich da angefangen habe zu arbeiten, bin ich nochmal zurück zum Chris nach Singapur, der noch immer dort war. Habe bei ihm einen Monat Urlaub gemacht auf seiner Couch und habe ihm dann diese Idee gepitcht. Also ich habe gesagt, hey, du, ich glaube, wir haben, oder da gibt es Potenzial im Markt für Skibrillen, dass mir das halt direct zu consumer-mäßig aufzieht, coolere, innovativere Designs macht. Und habe die Idee schmackhaft gemacht und seine Antwort war nette Weise drauf, das ist die größte Scheiße, die hergekehrt. Okay. Das war der Start von der Firma und dadurch einen Monat geblieben bin, habe ihn dann doch überzeugen können und der dritte Mitgründer, der Philipp, den habe ich auch in dieser Zeit kennengelernt. Da war ich eine Woche in Sri Lanka zum Kreuzurfen und habe dort eine schlechte Unterkunft gewählt. Also muss man sich vorstellen, die hat drei Wände gehabt. Also vorne war er offen und nur so halb hoch und dann hinten waren halt die drei anderen Wände. Und habe er dann halt am ersten Tag getroffen und habe mir ein bisschen mehr oder weniger meine Unterkunft getan, dass das halt nicht so fein ist und der hat ein Haus gemietet gehabt, weil er glaube ich war zwei, drei Monate dort. Und der hat dann zu mir einfach gesagt, hey, du, wenn du willst, über ziehen wir über, kannst du gerne zu mir ziehen. Und das war dann so der dritte Mitgründer bei uns im Bunde. Also das heißt, diese ganze Idee und das Firmenkonstrukt ist in Zentralasien, Südostasien entstanden, weit weg vom Winter oder auch vom Boden.
SPEAKER_03Sehr witzig. Ich habe das Gefühl, Kitesurfen, das ist so ein Sport, der zieht sich bei Gründerinnen und Gründern durch. Ist auch definitiv etwas, wo man sehr gut dann auch abschalten kann von den vielen Themen, die einem da beschäftigen. War es für euch je ein Gedanke, dass ihr in Singapur gründet und nicht in Österreich, wenn dort irgendwie auch schon so viele Sachen zusammengekommen sind, die euren Staat begünstigt haben?
SPEAKER_01Ich habe überlegt nach dem Jahr, ob ich nicht in Singapur arbeite. Aber gerade in dieser Zeit, das war dann so 2012, haben die diese Visumspolicies massiv raufgefahren und dann war es fast unmöglich, dass du dort arbeitest ohne Erfahrung und auch, dass du gründest. Aber gründen war ganz ehrlich zu der Zeit für uns ganz klar, dass wir das in Österreich machen werden, weil Skiprodukte brauchst du die Nähe zu den Bergen, du musst die Zeit am Berg selber haben, um die Produkte zu entwickeln und zu testen. Also das ist dann eigentlich gar nicht so zur Frage gestanden.
SPEAKER_03Und du hast dann gesagt, du warst dann bei Red Bull, hast dort Marketing und Sales ein Geneship gemacht. Hast du dann Naked neben als Sidhustler am Anfang angefangen oder wie waren da die ersten Shotter?
SPEAKER_01Genau. Ich bin dann halt zurückgekommen, wir haben halt unser Team dann zu dritt formiert, haben dann geschaut, okay, wie starten wir. Ich habe dann parallel schon bei Red Bull gearbeitet, weil das war halt ein Projekt, wo jetzt, wenn man überlegt, wo wir jetzt stehen und was damals am Anfang war, hätte jetzt keiner träumt, dass wir nur ansatzweise dahingekommen. Wir haben dann jeder 2.500 Euro in die Hand genommen. Also das war unser Startbudget 2013. Da kann ich mich auch noch erinnern, dass ich zu den zwei Jungs gesagt habe, ihr werdet dieses Geld nie wiedersehen. Es wird weg sein. Wir haben mit diesen 7.500 Euro dann die ersten 350 Stück an Brillen gekauft, haben eine Website gebaut für ungefähr 1500 Euro, wo wir einen Webdesigner-Seron darum beziert haben, dass der uns das macht und sind dann so gestartet. Also ich habe dann mal, so wie gesagt, das Zeithustle war ein Naked und ich habe meine Vollzeitstelle bei Red Bull gehabt, was am Anfang super war, weil auf der einen Seite habe ich in der Zeit bei Rebool sehr viel gelernt und sehr viele Sachen, die mir jetzt helfen. Und auf der anderen Seite habe ich dann halt selbst auch bei Naked of Sachen umsetzen können und quasi dort probieren und schauen, wie das funktioniert oder eben auch nicht.
SPEAKER_03Das ist ja oft der Anfang von Ideen, dass sie quasi auf der Seite gestartet werden. Was war so der Punkt für dich, wo du gesagt hast, okay, jetzt kann ich das nicht mehr auf der Seite machen, jetzt muss ich das eigentlich zu einem meinen Zeitfokus da auch draufsetzen?
SPEAKER_01Der ist einfach dann mit den Jahren gereift, weil irgendwann war halt, wie sie immer gerne sagt, Naked war, einfach zu groß und klein zu sein, aber auf der anderen Seite leider auch zu klein um groß zu sein. Aber es war so, dass wir zumindest sagen, okay, ich kriege einen Gehalt, der wahrscheinlich weniger wie die Hälfte war, was ich vorher verdient habe. Aber wo es einfach so war, okay, es ist quasi now or never diese Chance, muss man irgendwann probieren. Und wenn es halt nicht funktioniert hätte, okay, dann hätte ich mir wieder was gesucht, war vielleicht wieder zu Red Bull zurückgegangen. Ich habe dort ein super Verhältnis gehabt mit meiner damaligen Chefin, die hat das gewusst, ich habe das ein Jahr vorher kommuniziert, wann ich aufhören werde. Es war wie beide Seiten wirklich ein sehr emotionales Gespräch. Das ist alles von beiden Seiten fair und gut abgewickelt worden. Und dann war es einfach, okay, jetzt ist halt der Zeitpunkt da und es war halt dann, ich habe halt Anfang 2019, Anfang 2020 gekündigt, wo halt dann diese Corona-Thematik gekommen ist und ich selbst habe gesagt, okay, das wird jetzt nicht helfen, wir werden es jetzt probieren müssen.
SPEAKER_03Ich sehe, du warst sieben Jahre bei Red Bull. Also du hast dann relativ lang eigentlich die zwei, also Nacket quasi auf der Seite gemacht. Wie war das bei deinen Co-Foundern? Waren die auch da noch Fazit woanders beschäftigt und habt ihr dann gleichzeitig quasi gesagt, okay, jetzt gehen wir Fazit in das Business oder wie ist das damals abgelaufen?
SPEAKER_01Der Chris hat es ein bisschen anders gemacht, wie? Also der ist direkt nach der Hotel Arbeiten gegangen, hat da bei einem Maschinenbauer in Salzburg angefangen und hat dann gearbeitet, glaube ich, bis ca. 2013 und hat dann zum Studieren angefangen. Also wir haben uns in Innsbruck die Klinke in die Hand gegeben. Im Endeffekt bin ich von Innsbruck nach Salzburg gezogen und er ist von Salzburg bzw. Singapur nach Innsbruck gezogen. Und er hat halt nebenbei studiert, hat selbst ein halt das Stipendium gehabt, was jetzt dann auch diesen finanziellen Druck Gott sei Dank von uns genommen hat. Und wir haben das so nebenbei gemacht. Und der Philipp, der in Wien wohnhaft ist und in Wien auch studiert hat, hat auch nebenbei studiert. Somit waren wir halt am Anfang nicht angewiesen auf einen Gehalt, den wir uns zwar müssen, sondern es gut ist, und haben das Projekt einfach so nebenbei starten können und jeder die Zeit investiert, die er zur Verfügung gehabt hat.
SPEAKER_03Und dann war es Corona, das war ja jetzt für die Schiefer-Branche natürlich auch kein sehr gutes Ja. Wie seid ihr damit dann umgegangen? Also wie waren dann diese Schritte?
SPEAKER_01Man muss jetzt das bisschen relativieren. Für uns war Corona ein sehr gutes Jahr oder sehr gute zwei Jahre. Ja, das hat diesen Faktor gehabt, wie du gesagt hast, für die vielen Industrie war es schlecht. Was man nicht beachten muss, ist, der stationäre Handel war zugesperrt. Aber die Onlineshops nicht. So. Und man hat ja, wie das Corona gekommen ist, hat es ja sehr lange dauert, wo man nicht gewusst hat, ob man Skifahren darf oder nicht. Und der Vorteil war dann, in Österreich ist ja der Skifahren die heilige Kuh. Und damit die Lifte sind offen geblieben und du hast das Skifahren können. Und jetzt haben wir hier diesen Riesenvorteil gehabt, dass der stationäre Handel war geschlossen und wir haben online verkaufen können. Und deswegen ist halt auf uns sehr viel quasi Traffic-Kunden, Besucher wie immer abgefallen, die halt wir sehr erfolgreich konvertiert haben. Ich kann mich noch erinnern, in dieser Zeit hat dieses Telefon bei uns einfach wirklich den ganzen Tag durchgeläutet und durchgescheppert. Und da waren halt einfach großteils Kunden, die halt nicht in unseren Kundenkreiszielgruppe sind. Also da waren Damen und Herren, die jenseits von 70 waren, die halt irgendwo auf der Piste von uns gehört haben, gesehen haben und dann angerufen haben, ja, wo sie denn diese Nacket-Skibrille kaufen können und dann erklärt haben, ja, im Online-Shop. Und man dann mit ihnen halt den kompletten Prozess durchgangen ist oder gemerkt, dass die haben halt online bestellt, was ja ganz klar ist. Und jetzt waren halt alles solche Corona-Sachen, die uns super in die Karten gespürt haben und wo wir auch gemerkt haben, wie stark das unsere Community schon ist. Und wir haben halt dann nur eine Sache gehabt, die den Corona exportiert ist. Du kannst sie sicher erinnern, man hat ihn nur mit diesen FFP2-Masken fahren dürfen. Genau. Und hinter die Ohren unter dem Helm, das war echt immer sehr unungenehm. Und der Griff. Ja, genau, man kann sich fast schon immer erinnern, aber die war richtig unangenehm, gerade in der Gondela. Oder im Lift und ein Chris hat das sehr genervt. Und wir haben zu der Zeit auch schon einen 3D-Drucker gehabt und der ist dann einfach hergegangen und hat so einen Maskenclip-Design selbst. Maskenclip haben wir dann einen Block dazu geschrieben, da haben wir gesagt, hey, also wir haben eine Idee, also du tust auf die Brillenbänder, diesen Maskenclips hängst ein, das war so ein Haken nach hinten, dann hast du die FFP2-Maske einhänger und hast so über das Gesicht gefahren und die hat nicht auf die Ohren gedruckt. Wir haben dann einen Block dazu geschrieben, ich glaube, das ist bis heute noch unser all-time-bestperformender Blog. Und haben wir eingeschrieben, wir sehen das quasi als Nutzen an den Kunden. Wir bieten das an, dass ihr kriegt diese Clips kostenlos für uns, es ist nur das Porto zu zahlen. Und wir drucken die auf unseren 3D-Drucker. Das ist so dermaßen explodiert. Also ich glaube, wir haben in der Pike 4.000, 5.000 vernünftig verkauft. Und haben die als erster, wirklich die ersten, glaube ich, 500, 600, haben wir auf unseren eigenen Drucker gedruckt und der ist dann einmal fast ins Burnout gegangen, also der ist 24-7 durchgelaufen. Hat schon irgendwann nicht mehr richtig gut funktioniert. Dann haben wir sich einen Lohndrucker in Vorarlberg gesucht, der halt mehr und schneller drucken kann. Haben dann verschiedene Farben noch angeboten und haben es halt dann verkauft, weil wir einfach gesehen haben, okay, die Nachfrage ist so groß und die Leute haben uns dann nicht auch schon geschrieben, so hey, sie wollen die Clips hier zahlen, das ist kein Thema, nur sie wollen das jetzt. Und das ist halt dann komplett explodiert und das war halt so für uns auch diese Corona-Thematik war halt unter dem Strick, glaube ich, wie für alle nicht gut und unvorhersehbar und nicht planbar und schwierig. Und wir haben halt echt so geschaut, okay, wie können wir vielleicht irgendwie das Beste daraus machen? Oder wie können wir einen Mehrwert schiffen für die Seafahrer oder für die Community und uns irgendwie durch diese Zeit durchnavigieren, weil wie du gesagt hast, man hat ja nur in Österreich schief und dürfen in Deutschland nicht und uns sind halt auch 95% vom Umsatz in Deutschland wegbrochen. Das ist ja unser stärker Markt aktuell. Also wir haben schon kompensieren müssen, aber haben das halt mit guten anderen Sachen geschafft, wo wir im Gespräch geblieben sind und haben so sehr viele Kunden gewonnen, wo es uns ekaufen hat.
SPEAKER_03Spannend. Und dann, ich meine, mittlerweile braucht wahrscheinlich niemand diese Clips mehr. Wie war das dann, das wieder runterzufahren? War das easy oder ist jetzt da auf einigen dann sitzen geblieben? Oder wie war das?
SPEAKER_01Wir sind auf einigen Sitzen geblieben, ich glaube, wir haben letztes Jahr dann aus dem Lager entsorgt. Ich glaube, das waren dann was nicht so tausend Stück oder was. Wir haben die dann auch in fünf, sechs Farben angeboten und was weiß ich was. Also für uns war nie die Absicht, mit diesem Produkt Geld zu verdienen. Also das war wirklich nie der Hintergedanke, deswegen haben wir so am Anfang ja gratis gemacht, nur halt Porto verlangt, dass wir halt nicht drauf sind. Und dadurch, dass das so explodiert ist, haben wir dann gesagt, so, okay, unterstrich, das ist übrigblieben, aber es war wahrscheinlich das genialste Marketing, was wir gehabt haben. Und es hat einfach einen Mehrwert für die Like gestiftet, was halt nur wichtiger war.
SPEAKER_03Absolut, ja, sehr cool. Und mittlerweile verkauft ihr nicht nur Skibrillen, ihr habt es seid ihr auch expandiert zu Rennrad, oder nicht nur Rennrad, aber Fahrradbrillen. Ja, auch ein Thema Fahrradfahren, das explodiert ist während Corona, gerade der Rennradsport. Und auch andere Accessoires habt ihr mittlerweile, wie war, da der Schritt, wo ihr gesagt habt, okay, quasi ihr wollt euren Fokus erweitern. Was war da der Prozess?
SPEAKER_01Der Prozess war, wir haben halt dann irgendwann festgestellt, das war Gott sei Dank vor Corona schon, dass wir es nur saisonal sind. Also wir machen es nur im Winter. Müssen wir fairerweise dazu sagen, aber dadurch, dass er das 100% Boot gestrappt, jedes Jahr sich verdoppelt oder oft verdreifacht hat und wir halt nebenbei noch studiert oder gearbeitet haben, war es auch gut, dass wir diese Off-Season gehabt haben, wo wir mehr oder weniger so viel die Batterien wieder aufgeladen haben, Sachen vorbereiten haben können und alles. Wir sind aber dann trotzdem drauf gekommen, okay, wenn das halt irgendwie nur seriös in der Richtung gehen soll, dann müssen wir ein Sommerbusiness haben und uns quasi auf zwei solide Standbeine zu stellen. Und deswegen haben wir dann 2018 angefangen mit der ersten Eigenentwicklung von einer Multisport-Brille, die eben, wie du gesagt hast, für Rennradfahren, Laufen, Mountainbiken, Wandern, Beachwallerboy, you name it, entwickelt wurde und die haben wir nach 2019 mit einer Kickstarter-Kampagne gelauncht, dass wir halt die Kosten vorfinanziert, quasi unsere Moldkosten, die wir haben, somit gleich abdecken und die erste Scharf produzieren können. Und genau seit 2019 probieren wir, da haben wir unser großes Ziel, dass wir unsere Umsatzstandbeine 50-50 aufteilen. Also da heißt 50% Winter, 50% Sommer. Im Idealfall wird es wahrscheinlich sogar einmal mehr im Sommer sein, weil einfach der Markt, wahrscheinlich Marktpotenzial ist 10- bis 20-fach, also im Vergleich zum Winter. Sommer aktuell leider noch nicht wird. Also aktuell sind wir so circa 65% Winter, 35% Sommer, aber die Entwicklung ist in der richtigen Richtung, dass der Sommer größer wird und gestärkt wird.
SPEAKER_03Und du hast vor allem kurz angesprochen, ihr seid bootstrapped. War das je ein, also war das eine aktive Entscheidung? War das je ein Gedanke, hey, wollen wir Venture Capital aufnehmen? Gab es da vielleicht auch mal, wen der euch angesprochen hat? Wie war da der Gedankengang?
SPEAKER_01Die ersten Jahre nicht, weil es ist einfach so bei uns Side Hustle mitgelaufen. Und ich meine, wir haben halt lustige Businesspläne auch geschrieben am Moment, die man dann auch irgendwann einmal für Banken braucht, wenn man so einen Konto Korrentkredit würde oder so. Und ich weiß so, alle unserer allerersten Visionen war, wo wir gesagt haben, ich glaube nach der zweiten Saison, wenn wir eine Skibrille am Tag verkaufen, wie wir es ja auch gesehen haben, war das richtig geil. Da waren wir richtig gut. Also das waren halt dann 365 Stück. Und wenn man das jetzt nochmal runterbricht, waren wir halt da meilenweit weg von dem, dass du irgendwie ein Venture Capitalist sowas reinholt würdest, weil einfach unser eigenes Mindset und Anspruch noch nicht so dazu gepasst hat. Je mehr wir dann erwachsen geworden sind mit der Firma, haben wir Gespräche geführt, einige, und sind aber dann drauf gekommen, dass halt so dieser Fit nicht da war. Und bei uns trotzdem, wo wir halt glauben, du brauchst an den Marktfit von einem Investor. Weil bei uns war nie so dieses Thema, dass wir großen Cash-Bedarf gehabt hätten, weil wir uns alles aus dem Cashflow bzw. Working Capital finanzieren können, gerade am Anfang, weil wir halt keine Gehälter gezahlt haben über Ewigkeiten wie der Chris hat 2018 seinen ersten Gehalt gekriegt. Also das ist, wenn man überlegt, fünf Jahre nachdem das wir gestartet haben. Wahnsinn. Genau, also so ist das halt am Anfang bei uns gestartet worden, also wirklich das Herzensprojekt. Und dann, wo halt das Thema gekommen ist, wo wir mit den Investoren geredet haben, war halt eher so, okay, ihr kriegt es Cash und aber nicht das Netzwerk, wo wir den riesen Mehrwert gesehen hätten. Und aus dem Grund haben wir dann bis jetzt immer gesagt, nein, benötigen wir nicht. Und aktuell sind wir so sehr gut gefahren und man muss auch sagen, es hat schon Vorteile, wenn man halt jede Entscheidung nicht irgendwie rechtfertigen oder abstimmen muss, sondern einfach selbst entscheiden.
SPEAKER_03Wie viele, jetzt mal nur auf die Skibrillen geschaut, pro Tag verkauft ihr heute?
SPEAKER_0127.365, keine Ahnung, was das sind.
unknownOkay.
SPEAKER_03Ein paar mehr als eine Portal.
SPEAKER_01Ein paar mehr 74 Stück ungefähr ein Tag.
SPEAKER_03Pull. Secret.
SPEAKER_01Ja, aber das war für uns, also ich habe Gott sei Dank nur so einen alten Ort, wo wir so Visionen und Themen für uns niedergeschrieben haben. Und wenn man wirklich so diesen kleinen oder diesen, würde ich sagen, jugendlichen Florian diese Geschichten verzählt, so wie du vorher eingangs erwähnt hast, nicht den kleinen, sondern den Jugendlichen. Das hätte dann nicht, also wie das sich entwickelt hat, das hätte sich nicht träumen können. Also wir haben nach dieser Vision, wir verkaufen 365 Brünner, haben wir mal gesagt, so, wenn wir 200.000 Euro Umsatz machen im Jahr, war für jeden super, dann verdient jeder, keine Ahnung, im Jahr nur 10.000 Euro dazu zu seinem Gehalt und es war mega. Und ja, also das ist, ich glaube, diese Naivität, gerade am Anfang, wenn man gründet, die sind schlecht, sie beschützt an vor gewissen Sachen Fehlern. Ich glaube, wenn man alles gewusst hätte, was auf einen zukommt, weiß man nicht, ob man die Reise dann wirklich geht.
SPEAKER_03Ja, dann bist du nicht der Einzige, der diese Ansicht hat. Wie viele seid ihr jetzt im Team?
SPEAKER_01Wir sind von den drei Gründern, ist der Chris und Nisan operativ der Geschäftsführer und die Anteile haben sich da ein bisschen verändert, weil der Philipp ist operativ, glaube ich, so 2018, 2017, 18 raus. Der ist jetzt nur mehr quasi ein Shareholder und im Team sind wir aktuell an Top 5 Leute, also insgesamt zu siebt. Ja, cool, was man dann, und alle sitzen in Innsbruck und wir sind in Salzburg, wir haben das Office 2000, ja genau, wir kommen ursprünglich aus Salzburg, also E-Comme aus der Stadt unter Chris von der Salzkammergutregion in Strobel und wir haben dann das Office 2019 nach Salzburg zurückgeholt, genau.
SPEAKER_03Okay, sehr cool. Ja, auch kein schlechter Ort, aus dem raus man skalieren kann. Wenn du ein Thema, das du am Anfang erwähnt hast, beschäftigt mich noch, nämlich du kommst eigentlich aus dem Skisport, Profisport bzw. auch Gymnastik, hast du gesagt. Wie hat dich das in deinem weiteren Lebensgang geprägt? Ich habe das Gefühl, es kommen tatsächlich viele Personen, die später gegründet haben, haben in ihrer Jugendsport auf der einen oder anderen Weise ein bisschen professioneller angegangen, haben in Verein gespielt, etc. Wie hat dich diese Zeit geprägt? Was glaubst du, hat das für einen Einfluss zu gemacht?
SPEAKER_01Sehr würde ich sagen, weil gerade beim Geräteturnen, ich habe halt mal halbe Kindheit in der Halle verbracht, weil wir haben halt drei bis viermal die Woche trainiert. Und generell, was du halt im Sport, wenn du das irgendwie leistungsorientiert machst, lernst du diese Disziplin. Du musst kontinuierlich an Ziel arbeiten. Und ich meine, das Gerätetonin ist halt, ich habe halt diese zwei spannenden Sportdaten gehabt. Auf der einen Seite Skifahren, das ist der Nationalsport von Österreich, wo du sehr viele Leute hast und sehr große Dichte. Und zu meiner Zeit war ja nur viel erfolgreicher wie leider jetzt gerade. Also ich bin zum Beispiel in Salzburg mit einem Marcel Hirscher, die Landeskauprenne gefahren. Der war damals schon in einer Galaxie wieder gefahren. Jetzt hat man damals schon gesehen, dass wahrscheinlich die Reise in den Weltcup gehen wird. Du hast auf der einen Seite diese Sportart, die so riesig ist in Österreich und du hast so viele Wettkämpfe, wo du einfach im Jahr in dieser Jugendligen deine 15 bis 25 Rennen fährst. Und auf der anderen Seite das Geräteturnen, das halt einfach eine komplette Nischensportort ist. Und wo du wenige Wettkämpfe hast. Aber ich trotzdem über das Jahr gesehen viel mehr Zeit in der Naturnalle verbraucht habe, wie auf einer Skipiste. Und du halt einfach diese Geduld haben musst, du arbeitest lang hin für einen Wettkampf und dann ist halt dieser Tag X, wo du liefern musst. Und das funktioniert natürlich nicht immer. Und gerade beim Geräteturnen, wenn du mehr Kampf machst, hast du deine sechs Geräte, wo du bessere oder eine schlechtere hast. Und es ist halt einfach immer so komplettes Mindgame. Und ich war in der Jugend damals auch nicht so gut, da war immer sehr nervös und dann oft vielleicht angefangen beim ersten Gerät. Und du musst halt dann hast immer kontinuierlich nicht die Nerven weg, kann einfach fragen, okay, ich kann das, ich muss mich wieder fokussieren, ich muss mich wieder konzentrieren, jetzt kommt das nächste Gerät. Einfach wirklich komplett abschalten, schauen, dass du runterkommst und wir gehen dann weiter. Und das glaube ich ist eine gute Eigenschaft fürs Business, fürs Gründen, weil du hast halt gerade am Anfang mehr Rückschläge als irgendwelche Erfolge, wenn wir ganz ehrlich sind. Du hast immer Sachen, die du aus dem Weg räumen musst und gerade wenn du ein kleines Team hast, bist halt du für gefühlt alles verantwortlich. Das war halt auf der anderen Seite, wenn man es dann mit Rebool vergleicht, bist halt du in einem Bereich, wo du spezialisiert bist, wo du operierst und wo du ein Team hast, dass du unterstützt alles und du fokussierst auf das und schaust, dass du den besten Outcome raus willst, was natürlich auch nicht einfach ist, das sind andere Probleme, aber wenn du halt quasi das mit Sport und Unternehmertum vergleichst, ist halt einfach, du bist für alles zuständig und du musst halt immer fokussiert bleiben und einfach schauen, dass du jetzt in dem Moment die beste Entscheidung triffst mit den Möglichkeiten, die halt vorhanden sind.
SPEAKER_03Was ich auch spannend finde, das sind beides Sportarten, wo du eigentlich sehr auf dich gestellt bist. Also du bist meistens trittst du da nicht im Team an. Das heißt, irgendwie auch so dieses, du musst dich auf dich selber verlassen können. Und gerade am Anfang ist das ja auch, also du hast zwar zwei Co-Founder gehabt, aber trotzdem ist es so ein kleines Team, da muss einfach jeder extrem selbst diszipliniert sein. Und ja.
SPEAKER_01Das stimmt, aber ich habe parallel immer sehr viel Mannschaftssport in der Freizeit gemacht. Also sei es jetzt Fußballspielen oder sowas. Aber ja, du musst dich verlassen können und halt trotzdem auf die Selbstdisziplin aufhaben. Bin ich ganz besser.
SPEAKER_03Cool. Wenn wir jetzt noch ein bisschen in die Zukunft schauen, wo möchtest du Naked noch hinentwickeln? Was sind so eure nächsten Schritte? Wollt ihr eher in Richtung unterschiedliche Märkte skalieren? Gibt es andere Produktbereiche, wo ihr noch hineinwollt? Wie sieht die Zukunft für euch aus?
SPEAKER_01Generell, wenn wir unsere ganz große Vision anschauen, ist unsere Vision, dass wir die Nummer 1 Brand in Europa für Skibrillen und Sportbrillen online werden wollen. Also wenn du Entschuldigung, wenn du online eine Brille kaufst, Skibrille, Sportbrille nicht optisch, das ist ganz wichtig, gar keine optischen Brillen, ist unser Ziel, dass du an uns denkst, dass wir zumindest Top of Mind oder in diesen erweiterten drei, vier Mindbrands sind bei dir. Da wollen wir hinkommen. Auf der einen Seite sind wir kontinuierlich dabei, weitere Märkte zu erreichen und zu öffnen. Wir haben aktuell natürlich dem Deutsch geschuldet einen sehr starken Dachfokus. Das sind unsere Kernmärkte mit Deutschland, Österreich und Schweiz, was wir die letzten Jahre sehr stark aufgebaut haben. Da haben wir jetzt eine vernünftige Zolllösung, dass der Konsument da jetzt keine Hindernisse mehr hat und auch keinen Einflussumsatzsteuer nachzahlen muss an der Tür, was die Kunden sehr abgeschreckt hat. Und aktuelle Fokusmärke ist halt Holland und Italien, die wir dazu nehmen, wo wir ein sehr gutes Wachstum sehen und halt so sukzessive Europa ausbauen, dass wir da weiterkommen. Und auf der anderen Seite haben wir kleinere Line-Extensions beim Produktportfolio vor. Wir werden nächstes Jahr Skihelme das erste Mal bringen. Da arbeiten wir jetzt auch schon, glaube ich, vier, fünf Jahre dran, dass wir da was Vernünftiges haben, wo wir sagen, das liefert wieder einen Mehrwert für Kunden. Weil der Fidschi-Brille Skihelm halt einfach gegeben ist und sehr oft nachgefragt wird. Und was wir vor, glaube ich, sieben Tagen online gestellt haben, ist so unser allererstes Customized-Produkt. Also wir haben eine Fortbrille jetzt entwickelt und das Coole daran ist, mit der haben wir es geschafft, dass wir über 50% der Wertschöpfung nach Österreich zurückkommen. Weil Kuramen wird 3D gedruckt in Puchurstein in Salzburg. Der Hintergedanke, und das ist, was das Produkt jetzt spannend macht und da unseres Wissens nach ist es so das erste in der Branche, was so ist. Also wenn du bei uns auf die Homepage gehst, das Produkt hast Gift, kannst du dir dann gerne anschauen. Du tust dein Gesicht, das ist ein Gesicht scannen, der wird dein Gesicht gescannt und im Hintergrund noch deine Breite von deinem Gesicht berechnet. Und da gibt es auch Fragen nur dazu, quasi, wie schätzt du dich selbst ein? Hast du ein schmales, ein mittleres oder breites Gesicht? Und wir passen dann für dich einen breiten angepassten Rahmen, der wird irgendwie errechnet, den drucken wir noch in Buchhurstein für dich aus. Dieses Produkt wird dann in Hallein bei unserer Logistiker zusammenbaut und zu dir geschickt. Also wir gehen jetzt weg von dem One-Size fits all, sondern wir probieren jetzt wirklich maßgefertigte Produkte für den Konsumenten anzubieten. Weil wir gerade in diesem Sportbrillenbereich sehen, wir haben A hohe Retour, wo wir glauben, jetzt unsere Hypothese ist, dass wir die Retouren runterbringen. Und Nummer zwei, dass wir einfach so glauben, dass der Kundenmehrwert richtig groß sein wird, wenn du einfach ein Produkt hast, das geil passt.
SPEAKER_03Sehr cool, das ist sehr spannend. Ich sehe, ich bin jetzt auf eurer Webseite, habe ich mich kurz verloren. Ich habe gesehen, zum Kitesurfen hat sie auch, ist die Brille auch geeignet? Welche Brille würdest du zum Kitesurfen, welches Modell empfehlen?
SPEAKER_01Ich würde auf jeden Fall seine Kildsbrille empfehlen, also was du durchs Glas hast. Und dann von uns Richtung Hawkerbolt oder eben Adershift. Das ist, kann man, glaube ich, die drei ohne Probleme alle dafür verwenden. Sein Gott.
SPEAKER_03Ja, das ist nämlich der zweite Sport in meiner Familie, der sehr stark gelebt wird. Das heißt, das ist sehr gut zu wissen. Super, die Zeit ist schon recht fortgeschritten. Von dem her möchte ich unbedingt noch unsere Speedround und auch unsere Moonshots und Predictions mit dir machen. Von dem her starten wir hinein in die Speedround. Was ist dein größtes Learning?
SPEAKER_01Das größte Learning hat zweimal drei Buchstaben. Und das erste ist tun. Also man muss tun. Es ist bei uns, wir haben so ein bisschen die Kultur, wir reden gern darüber und machen wenig. Und unser Learning ist, wir müssen uns einfach einmal trauen und anpacken und einfach einmal machen. Gefolgt von meinem zweiten Learning auch wieder drei Buchstaben, was Mut ist. Mut, was Neues zu probieren und einfach einmal schauen, ob es funktioniert oder nicht. Und bei uns ist auch in der Firma Philosophie und Team so, und es ist lieber, wir probieren und scheitern, also wir probieren es nicht. Und wenn das Wichtige ist, wenn wir scheitern, dass wir einfach kurz evaluieren, warum sind wir gescheitert und einfach schauen, dass wir die Fehler nicht mehr machen. Und wenn man das hinbringt, glaube ich, kann man sehr viele Sachen erreichen. Und das ist so etwas, was unser bissel oder nie durch unser Unternehmertum bringt, dass mit diesen zwei Wörtern wir doch sehr viel schon erreicht haben und sehen, dass das einfach gerade den Unterschied ausmacht, ob man erfolgreich ist oder nicht.
SPEAKER_03Sehr schön. Hast du einen Lifehack für uns?
SPEAKER_01Ja, ich habe einen Lifehack. Also ich könnte jetzt den klassischen Lifehack sagen, was halt Board ganz wichtig, Schlaf ganz wichtig, Quality Time mit Freunden und Familie ganz wichtig, aber seit drei Jahren, weil Lifehack ist, du wirst es nicht glauben, einen Surfhut beim Wellenreiten Schrägstrich-Surfut. Wie man vielleicht sieht, habe ich schon etwas schütteres Haar dem Alter geschuldet. Und ich habe einfach immer dermaßen einen Sonnenbrand gekriegt. Und ich habe mich bei diesem Surfhut geweigert, weil der schaut nicht gut aus, der schaut beschissen aus. Ich war dann in Mexiko vor drei Jahren und habe so einen Sonnenbrunnen gekriegt. Und man muss so fairerweise sagen, ich war dir immer komplett um den Zimtkremen alles gehabt, wo du eigentlich keinen Sonnenbrand kriegen kannst. Haben da so einen Sonnenbrunnen gehabt, wo das nicht mehr gegangen ist, hat mir da diesen Surfhood gekauft und wie alle, die es jetzt nicht kennen, das ist jetzt nicht ein normaler Hut, sondern kann man zumachen, dass man die nicht verliert. Und ich muss echt sagen, das ist seit drei Jahren vom Surfen ärgster Gamechanger.
SPEAKER_02Ich lieb's, ich war letztes Jahr in Brasilien und habe mir auch zum ersten Mal sowas zugelegt, weil in Brasilien die Sonne einfach so brutal war.
SPEAKER_01Also es ist, wenn man ganz ehrlich ist, es schaut beschissen aus, aber die Funktion von dem Produkt ist einfach ein Wahnsinn.
SPEAKER_03Ja, vielleicht braucht es ihr hier ein neues Accessoire, das ihr bei Naked anbietet.
SPEAKER_02Da gäbe es noch viel Optimierungspotenzial bei dem Design.
SPEAKER_01Du wirst lachen, ich habe sogar wirklich kurz in das Produkt geschaut, weil ich diesen Surffoot glaube ich für 80 oder 90 Euro kaufen habe müssen, weil natürlich in Mexiko am Strand wurden. Ja, da kann man verlangen. Habe ich echt kurz geschaut, ob das nicht vielleicht der Case war, aber ich habe es nicht verfolgt.
SPEAKER_03Gib Bescheid, falls das doch nochmal kommt. Und wenn du jetzt in der Hängematte in Sri Lanka liegst nach dem Ketten und ein Buch liest, was ist deine Buchempfehlung für uns?
SPEAKER_01Ich habe zwei Buchempfehlungen. Und die erste, die hat einfach an Chris und Mii so arg beeinflusst und deswegen haben wir ja dieses Projekt gestartet, das ist Kopfschleck Kapital vom Günter Faltin. Weil einfach auch diese Teekampagne, was da drin beschrieben wird, und alles so für uns ein bisschen ein Blueprint war, was man probieren muss und auch quasi beschrieben wird, so, hey, es muss oft nicht einfach die krasseste Innovation sein. Es reicht einfach, weil man bestehen ist, bis es besser macht. Und das ist unter dem Strich das, was wir am Anfang gemacht haben. Wir haben ja weder die Schiebrille neu erfunden oder irgendwas, sondern wir haben halt in ein fades Produkt innovative Designs gebracht und uns halt dann sukzessive mit Innovationen gesteigert. Und das war halt für uns echt so dieser Start, wenn ich ganz ehrlich bin, und jedem, wenn wir irgendwie mit Gründer zusammen sind, empfehle ich dieses Buch, weil es halt einfach sehr viel Wahrheit drin hat und einfach oft das Einfachere näher liegt, als wie man denkt. Und als zweite, Buch ist der Alchemist von Paolo Coelho. Ich hoffe, ich spreche es so richtig aus. Was aktuell, glaube ich, sehr gut in unsere Zeit passt. Es ist eine super nette Story, dass man auf sein Herz hören soll, dass man seine Träume verfolgen soll und dass halt oft die guten Sofa näher soll, was ich mir denkt.
SPEAKER_03Sehr schön. Hast du ein Lieblingsprodukt?
SPEAKER_01Ja, natürlich habe ich ein Lieblingsprodukt und das ist die Schiff-Diele von uns, die jetzt seit Arbeit teste und mit der wirklich happy bin, aber natürlich würde dich interessieren, welche Produkt du hast du. Ich glaube, so ein Lieblingsprodukt, und das ist jetzt nicht, weil ich es so geil finde, aber weil es halt einfach so viel verwende und brauche, ist mein Handy, mein iPhone. Es ist einfach diese Use-Zeit, die ich drauf habe. Und wenn ich überlege, was dieses Produkt alles für mich übernimmt. Das ist abgesehen von meinem Autoschlüssel, über Termin managen, Zäulen, Telefonieren alles. Und auch muss ich fairerweise sagen, Aparol Spritz im Sommer ist auch Lieblingsblut.
SPEAKER_03Herrlich. Und hast du noch ein Lieblingsschimpfwort? Ein Salzburgerisches.
SPEAKER_01Bei uns ist auch Eider, also ich sage sehr oft Alder, was halt einfach sehr universal verwendbar ist. Ob es jetzt positiv oder negativ ist und ich glaube auch oft ist Fakt bei mir vorhanden.
SPEAKER_03Ja, da bist du in guter Gesellschaft. Sehr gut. Und zum Schluss, bräuchte ich noch von dir? Einen Moonshot und eine Prediction.
SPEAKER_01Mein Moonshot ist, dass bis 2035 Querschnittslähmung heilbar sein wird. Okay. Den hast du jetzt nicht gerechnet, das ist hier ging nicht. Wir haben eingangs drüber geredet, das ist ein bisschen meinen Unfall geschuldet. Ich habe im letzten Sommer einen sehr schweren Radlumfall gehabt, wo ich mein drei Halswirbeln gebrochen habe. Und da gesehen habe, wie schnell das gehen kann. Dass du halt von in Sekunden von einem sehr guten normalen Leben in einer Rollstuhl dann sitzt und wenn du Halswirbel theoretisch querschnittsgelämmt bist, dann ist es wirklich nicht mehr lustig, weil du hast sehr wenig Möglichkeiten. Und ich glaube, dass wir da am guten Weg sind, da gibt sehr viele gute Ärzte dafür. Es gibt gute Forschung. Man muss auch ein Weise sagen, was Wings for Life dazu macht, auch mit dem World Run, ist richtig gut. Und ich glaube, dass mein Mund schaut, dass das heilbar ist, weil das sehr vielen Menschen einfach wieder diese Lebensqualität zurückbringt und auch wenn die nur ein bisschen gegengehen. Und ich habe halt dann einfach viel Leute, Gesundheit, ich habe halt dann sehr viel Leid gesehen, wo das halt nicht so gut ausgegangen ist wie bei mir. Und das ist halt dann wirklich ein ganz, ganz arger, arger Game Changer, der halt wirklich von 0 auf 100 eintritt und einfach ganz schnell bei allem passieren kann.
SPEAKER_03Naja, hat das bei dir in deinem Mindset oder auch in deiner Art, wie du zur Arbeit stehst oder zum Leben stehst, das veränderte Unfall? War das ein Einschnitt?
SPEAKER_01Schon ja. Also das ist, ich habe vorher schon immer gewusst, dass ich oder wir aktuell unseren Traum leben dürfen. Das ist schon, man kann es jetzt mit allem Negativen, Positiven, was so ein Unternehmertum mitbringt, aber man muss am Ende des Tages schon auch noch schauen, was wir machen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, wir entwickeln Produkte, die ich selbst verwende, die ich selbst teste, die entwickle ich, weil ich Spaß an der Materie habe, die entwickle ich, weil ich Spaß dran habe. Wenn ich unter der Woche Skifahren gehe und Produkte teste, verbinde ich, habe ich mit dem Beruf. Und man oft einmal an schönen Sommertagen um vier Auf zum Arbeiten und anfangen gehen, das ist schon, man muss das in eine Relationnummer setzen, was das eigentlich heisst. Und dass du halt erfolgreich genug dazu bist. Also das ist, wenn man dann überlegt, wie viel so ein Selbstständig und wie viel so erfolgreich, echt ein Anteil. Und deswegen war das für mich, dieser Unfall, ehrlich gesagt, das hätte ganz anders ausgegeben. Und es war einfach dann so, diese Dankbarkeit zu gewissen Themen ist viel größer nochmal geworden, dass ich einfach sage, okay, ich muss für das dankbar sein, was da ist. Und was auch so besorgt gibt, ich bin einfach ein sehr sparsamer Mensch und habe bei gewissen Sachen, ob es jetzt große oder kleine Beträge waren und selbst die Großen sind nicht in die Tausenden, sondern eher in den hohen Hunderten, lang überlegt, ob wenn man das kaufe oder nicht, und unterstrich sonst bei mir Sachen, die kaufst du an Sportsachen, weil alles andere habe ich relativ wenig Ausgaben. Und das hat sich auch so ein bisschen geschifft, dass ich einfach da jetzt so mehr denke, so hey, kaufst du doch, weil das macht dich glücklich. Und du verwendest das oft und wenn es dir taugt, cool und wenn nicht, dann ist es ja der Willhab-Projekt geworden und hast du ein bisschen drauf zu weit. Also das sind so die Sachen, also wirklich gefühlt diese Dankbarkeit, was gekommen ist, und bei so einem Unfall siehst du da immer, wer für dich da ist. Also du siehst, wer deine Frenzen sind, wer anrufen, wer kommt und das ist schon viel zurück.
SPEAKER_03Sehr schön. Da auch alles Gute, dass alles vielleicht noch nicht ganz verheilt ist, auch gut verheilt. Und gehen wir über zum letzten Punkt. Hast du noch eine Prediction, etwas, wo du dir recht sicher bist, dass das auch eintreten wird?
SPEAKER_01Ja, auch, da eine, die dich wahrscheinlich überraschen wird, eine bolder Prediction. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren Europa seine Renaissance erleben wird. Ich bin davon überzeugt, dass wir zur alter Stärke zurückfinden, dass wir unseren Aufschwung bekommen. Wir werden dafür ein bisschen mehr Unternehmertum brauchen. Wir werden dafür meine zwei, drei buchstäblichen Wörter mit Tun und Mut brauchen. Aber ich gehe davon aus, dass das in alten Plant in die nächsten Jahre zurückführen wird.
SPEAKER_03Schön. Damit reißt du dich gerade in einen Trend ein. Die letzten drei Gäste, die ich hatte, haben auch für Europa, für ein gemeinsames Europa, für ein starkes Europa plädiert. Von dem her glaube ich, dass dieses neue Europa sehr stark aus der Unternehmertums- und Start-up-Welt auch herausgebaut werden wird. Sind wir alle überzeugt, dass es das braucht. Und ja, vielen Dank, Florian, für deine Zeit, für deine Geschichte, für all das, was du in Salzburg Spannendes aufbaust. Und wir werden weiter beobachten. Und ich freue mich schon auf alle weiteren Produkte, die wir da austosten können. Hab einen schönen Tag, danke.
SPEAKER_01Ebenfalls danke für die Zeit und echt Spaß gemacht.