Future Weekly

#515 - AI Layoff Gründe, E-Commerce Realität & Alexa+

Luisa Schiffke & Markus Raunig Episode 515

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🤖 Wahre Gründe für AI Layoffs 

🛒 E-Commerce Realität in Europa 

🎓 AI Education Implications 

🎵 Spotify mit Badge für menschliche Musik 

🤝 Anthropic, Blackstone, Goldman mit Joint Venture 

📣 Alexa+ kommt nach Österreich & Deutschland 

👀 Mira Murati Comeback 

🔔 Empfehlung der Woche: Vienna Up & Entrepreneurship Avenue 

🎸 Rockstar der Woche: Team Heizma

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Markus

Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, willkommen bei Future Weekly. Heute mehr Markus und der großartigen Luisa. Hallo Luisa, hallo ihr da draußen. Wir haben einiges im Gepäck. Wir reden über die Wahngründe hinter den AI-Layoffs, die uns die letzte Woche beschäftigt haben. Wir reden über die durchaus herausfordernde E-Commerce-Realität in Europa. Nein, es geht nicht um die Paketabgabe, sondern es geht um etwas, was es schon länger gibt und was uns eher bürokratisch beschäftigt. Wir reden über AI Education und wie sich diese mittlerweile auswirkt auf unsere Schulen und Universitäten. Wir reden über Spotify, die einen Badge für menschliche Musik machen, über Anthropic Blackstone und Goldman, die jetzt ein Joint Venture für eine Agency machen. Wer hätte das gedacht? Alexa kommt zurück mit Alexa Plus, auch in Österreich und Deutschland. Mira Murati macht mit ihr neun Company-Schlagzeilen und wir haben eine Empfehlung und einen Rockstar der Woche. Future Weekly, here we go. Wir starten mit den News. Und wenn man da so in den letzten Wochen die Schlagzeilen liest, dann folgt eigentlich eine Hiobs-Botschaft die andere, wenn es ums Thema Layoffs geht. Also viele, viele große Tech-Konzerne, besonders aber auch in anderen Branchen große Firmen bauen Stellen ab. Durchaus beträchtlich. Also zum Beispiel, Meta hat letzte Woche announzt, dass sie 8000 Stellen abbauen. PayPal hat vor ein paar Wochen 5000 abgebaut, Cloudflare über 1000 und schon, ich glaube, ein Monat her, Oracle mit 30.000. Also wirklich gewaltige, auch prozentuell, wirklich substanzielle Zahlen, die da verlautbart werden. Ja, und natürlich die Handschrift dabei durchscheint und die natürlich da jetzt auch alle in den Wald schreien ist, das sind AI-Layoffs. Also Entlassungen, die darauf basiert sind, dass Unternehmen mittlerweile mehr automatisieren können, gewisse Tasks, die bisher ein Mitarbeiter gemacht hat, in Zukunft von einer Maschine gemacht werden. Und letzte Woche hat jetzt ein Essay-Wellen geschlagen, der das Ganze ein bisschen analysiert hat auf tiefen Ebene, wie diese AI-Layoffs eigentlich zustande gekommen sind und was da auch die wahren Gründe dahinter sind. Luisa, magst du kurz vielleicht einen Einblick geben, was da so die Kernerkenntnis ist?

SPEAKER_03

Yes, sehr gerne. Grundsätzlich, das Essay wurde von einem Mitarbeiter von Meta veröffentlicht, der das auch so gestartet hat, dass er gesagt hat, er möchte das vor der Bekanntgabe der Liste veröffentlichen, also bevor er weiß, ob er betroffen ist oder nicht, damit das möglichst unbiased quasi auch veröffentlicht werden kann. Und er hat gesagt, grundsätzlich eben, es gibt diese Aussage, ja, AI ersetzt uns alle. Und die Grundthese von diesem Essay ist, dass er sagt, nicht unbedingt, sondern aktuell wird einfach unglaublich viel mit AI gemacht. Es wird der Input verfünffacht, zehnfacht, je nach Unternehmen. Aber der Output und der tatsächliche Outcome, also Revenue, erhöhen sich nicht in einem gleichen Ausmaß. Und er sagt, dadurch, dass aber so viel an Budget in AI gerade hineingesteckt wird, muss das an anderer Stelle dann eben gesichert werden oder eingespart werden. Und da kommen dann die Mitarbeiter eben ins Spiel, die gekündigt werden, um mehr Platz für AI zu schaffen, bis die Resultate von AI sich tatsächlich auszahlen und man tatsächlich mehr Revenue macht. Ich fände, das ist eine sehr, sehr spannende Sichtweise auf das Ganze. Und hatte ich so noch nicht am Schirm, aber macht, finde ich, voll Sinn. Und in diesem Essay, ich finde, es lohnt sich definitiv, das Essay einmal selbst durchzulesen und die Gedanken da durchzuspielen. Ein Faktor war auch, was bedeutet das, wenn plötzlich eben zehnmal so viel Kapazität da ist und man zehnmal so viele Ideen umsetzen kann. Was für Ideen werden denn tatsächlich umgesetzt? Sind das wirklich die grandiosen Ideen, die einem so viel bringen? Oder sind es einfach die Ideen, wo man sich mal denkt, naja, probieren wir mal schnell, kann ja sowieso jeder machen. Und dann wird das umgesetzt und dann kommt man vielleicht drauf, okay, so toll war das gar nicht, aber gekostet hat es halt trotzdem schon. Also ein paar super spannende Gedanken dazu und Einblicke, der dort in der Essay gegeben hat.

Markus

Ja, also de facto ist es eigentlich so, dass wir noch nicht gut genug im Einsatz von AI, damit wir damit auch tatsächlich bottomline genug Profitabilität erzeugen können, um das im aktuellen Organisationssetup darstellen zu können, weil einfach so viele Kosten damit einhergehen. Es ist auch bezeichnet, dass das jetzt von einem Meta-Employ kommt, dass auch Meta einer der Companies ist, die das jetzt machen. Weil bei Meta gab es ja vor ein paar Wochen auch, sag ich mal, ein paar Leaks, wo es darum ging, dass dort interne Leaderboards gibt, wer am meisten AI-Credits verbraucht, also wer am meisten Geld ausgibt für AI-Coding. Und dass das dort eher ein positives Signal ist. Weil eben viele, viele, besonders in der Tech-Branche, viele Unternehmensleader aktuell sagen, wir müssen in AI investieren, wir müssen mit AI arbeiten, wir müssen da native werden und dementsprechend das gut finden, wenn Leute viel Credits verbraten, so sehr, dass auch, wie du schon richtig angedeutet hast, aktuell mehr Schrottflinte ist als gezielter Einsatz dort, wo es wirklich sinnvoll ist. Also es ist ganz bewusst viel Tinkering viel einfacher mal drauf losarbeiten. Und die Rechnung kommt dann natürlich in, ja, die Rechnung kommt von Antropic oder von OpenAI oder wo auch immer, wo dann halt monatlich schon unfassbare Beträge mittlerweile gewesen werden. Und ja, das heißt, man muss Kosten irgendwo reduzieren, um das zu finanzieren. Und da ist bei großen Unternehmen an für sich immer irgendwie möglich, Mitarbeiter zu reduzieren. Weil das, was große Unternehmen, besonders erfolgreich großen Unternehmen haben, die haben einfach eine gewisse Anzahl an Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen, die wahrscheinlich nicht unbedingt gebraucht werden, die manchmal schon gut sind, besonders in Peak Times, da gibt es Redundanzen, das hat ja auch Sinn, wenn jemand einmal ein paar Monate ausfällt, dass dann die Company nicht sofort zum Stillstand bringt, also sehr auch bei Design. Aber kurzfristig kann es tatsächlich auch so sein, dass wenn man jetzt, sage ich einmal, von dieser unfassbaren Zahl an Mitarbeitenden, wie viele großen Firmen mittlerweile haben, haben wir da ein bisschen reduziert und das straffer macht und damit auch vielleicht ein paar Entscheidungen schneller macht, dass dann zumindest kurzfristig sehr wohl auch Produktivitätsgewinne da sind, wo es vielleicht eher ein bisschen langfristig dann halt Probleme gibt, ist, wenn Redundanzen gut wären, wenn Leute ausfallen, wenn es gerade einmal Krisenszenarien gibt, wo man zusätzliche Kapazität braucht, das ist dann halt der Battle-Test für solche Layoffs, ob das wirklich der Produktivitätsgewinn ist. Es wird, glaube ich, auch die Zeit zeigen, ob das, wie ob und wie schnell jetzt durch AI eine neue Architektur auf Company-Ebene passiert. Das ist das, was jetzt der Blog-CEO, auch der ehemalige Twitter-Founder, der ist ein großer Proponent, der sagt, es wird einfach durch AI eine ganz andere Architektur, eine andere Organisationsdiagramme geben. Und je früher man das probiert umzusetzen, desto besser. Jetzt muss man das halt genau abwägen, sind wir schon gut genug in AI, dass wir erkennen können, was wird die Organisationsarchitektur der Zukunft sein? Und können wir damit schon Resultate erzielen? Oder ist es eben noch die Shortflint? Und da werden sich auch, ich glaube, in ein, zwei Jahren wird sich herausstellen, wer da den richtigen Zeitpunkt erwischt hat und auch diese Transition gut gemanagt hat, weil ja, ein Layoff kann auch ziemlich nach hinten losgehen, aber es kann auch sehr erfolgreich sein und eine Organisation viel effizienter und stark macht.

SPEAKER_03

Ja, ich finde tatsächlich dieses eine Beispiel, was er gebracht hat, mit wenn früher zehn Ideen im Raum standen, die umgesetzt werden könnten und das Development Team gesagt hat, ja, aber wir haben nicht die Kapazität, alle zehn umzusetzen und deshalb dann die most valuable zwei Ideen rausgefiltert werden und die entwickelt werden, dass das dann halt einen signifikanten positiven Impact hat. Und wenn es jetzt einfach darum geht, gut, wir setzen aber alle zehn Ideen um und wir prüfen gar nicht mehr, ob das jetzt wirklich so valuable ist oder nicht, ich finde, dass es eigentlich fast schon erschreckend, dass das überhaupt so gemacht wird, wo man sich ja denkt, okay, es muss ja eine gewisse Bildung auch da wieder einhergehen, dass man weiß, wie nutzt man solche Tools jetzt tatsächlich, dass es dem Unternehmen auch wirklich was bringt und man nicht einfach nur all seine Träume Realität werden lässt, die jetzt vielleicht gar nicht so gut und hilfreich sind.

Markus

Ja, ich finde, das ist aus zwei Perspektiven spannend. Einerseits, was eine gute Organisation normalerweise ausmacht, ist auch irgendwie Organisational Learning. Also dass mit der Zeit Leute besser werden zu erkennen, welche Entscheidungen, welche Investitionen zahlen sich aus und was nicht. Und das ist genau das, wo aber AI aktuell noch, ich sage mal, Schwierigkeiten hat. Es ist besonders das, reliably über längere Zeiträume zu machen, das ist immer noch etwas, was gewisse Limits gibt. Und gleichzeitig muss man natürlich auch sagen, was immer auch ein Faktor ist, es gibt genug Organisationen, wo die Leute, die diese Entscheidungen treffen, diese Entscheidungen nicht gut treffen, wo es auf ego-basierend ist, wo es auf keiner Selbsterkenntnis, was kann man gut, was kann man nicht. Da geht es nur um den Titel und die Person sagt, das machen wir und das machen wir nicht. Also es kann schon auch negative Seiten haben, dass es da Gatekeeper gibt, die sagen, das ist gut, das ist schlecht und viele gute Ideen werden auch in einem Corporate natürlich so im Sand erstickt. Ich glaube trotzdem, dass es schon ein sehr valider Punkt ist, dass die komplette Schrotflinte einfach alles mal machen, ohne dem Ganzen auch die notwendige Aufmerksamkeit schenken zu können. Ich weiß nicht, ob es so viel besser ist, weil wenn man Dinge nicht ernst umsetzt, sondern halt nur so halber. Gibt es im VC den Ausdruck Spray and Pray, wo man halt einfach ganz breit kleine Investments macht und irgendwas wird schon was werden. Die Counterthese dazu ist halt, dass es auch zählt, dass man proaktiv drin ist und dann halt auch Türen öffnet und so weiter. Und da ist es dann wieder besser fokussiert auf gewisse Aktivitäten zu zielen. Und da fehlt dann wiederum die Bandriff, also auch in der Organisation die notwendige Kapazität, diese Ideen alle gleichzeitig gut mit genügend Aufmerksamkeit auszustellen und ordentlich auszuprobieren. Da hat dieser Weg sicher Limits. Aber hat schon auch irgendwie Reize, wo sich zeigen wird, wie gut wir es schaffen, wie gut wir auch werden, AI einzusetzen, ob wir diese Limitationen von bisherigen Organisationen tatsächlich überbrücken können.

SPEAKER_02

Yes.

Markus

Ja, dann kommen wir zu einem anderen Thema, nämlich E-Commerce in Europa. Auch hier hat eine Story letzte Woche für Wellen gesagt, nämlich ein deutsches E-Commerce-Unternehmen, relativ klein, jetzt nichts Großartiges, heißt Prokify.de, und die haben geschrieben, wir verkaufen gerne in Europa und hören uns trotzdem damit auf. Schon spezifisch auf das österreichische Beispiel rausgenommen, wo zum Beispiel ein Paket nach Österreich 14,50 Euro kostet für den Menschen, der das kauft, und gleichzeitig für sie aufgrund einer relativ geringen Stückzahl 135 Euro pro Paket anfallen, weil du relativ hohe Fixkosten hast, um überhaupt imstande zu sein, in einem Land Pakete senden zu können. Da gibt es gewisse Auflagen, die erfüllt werden müssen und diese Fixkosten bedeuten, dass kleinere Betriebe, die nicht viele Pakete versenden, dass die einfach pro Paket unglaublich hohe Kosten decken, wenn man diese Fixkosten quasi aufs einzelne Paket runterdeckt. Und auf der Ebene für sie einfach gar keinen Sinn mehr macht. Da geht es zum Beispiel darum, dass man, wenn man in Österreich ein Paket verschickt, dass man spezifisch eine Lizenzierung braucht, dass dann der Abfall, der durch das Paket entsteht, dass der quasi zumindest nominell entsorgt wird. Und da muss man quasi einen Partner finden, da sind dann auch wieder wen wundert es, es braucht Notare für die Vollmachtsbeglaubigung in diesem Bereich. Und es braucht einen Verpackungsbeauftragten. Es ist so alle Klischees der österreichischen Bürokratie sind erfüllt und führen eben dann dazu, dass so eine Lizenz, um in Österreich Pakete oder nach Österreich Pakete zu schicken, dass ich das für viele schon nicht auszahlte. Andere Länder ähnliche Probleme. Frankreich verlangt zum Beispiel ein eigenes Logo. Und ja, es bezeichnet wieder schön die Challenges, die wir in Europa haben und wo halt der Binnenmarkt noch nicht funktioniert.

SPEAKER_03

Ja, und der Punkt ist eben, es ist nicht, du zahlst einmal eine Gebühr und dann darfst du in ganz Europa Pakete versenden, sondern eben jedes Land hat seine eigenen Auflagen. Und für jedes Land, in das du exportieren möchtest oder Pakete versenden möchtest, hast du die eigenen Auflagen und zahlst eben dann entsprechend. Ich fand das, ich habe das überhaupt nicht am Schirm gehabt, dass es so etwas gibt. Ich habe irgendwie gerade, also als ich mir das selbst durchgedacht habe, wenn ich selbst jetzt ein Unternehmen gehabt hätte, was in die Richtung gegangen wäre, wo eben irgendein Versand angestanden hätte, hätte ich überhaupt nicht drüber nachgedacht, sondern hätte einfach ein Paket versendet. Also alleine der Gedanke, sich darüber zu informieren, wäre mir in dem Fall gar nicht in den Sinn gekommen, weil ich überhaupt nicht wusste, dass es da was in die Richtung gibt. Und dass es dann eben so kompliziert ist, egal wie groß dein Unternehmen ist, ist, finde ich, ja, wieder ein Punkt, wo man einfach sieht, es gibt, wir könnten in Europa noch deutlich, deutlich stärker sein, wenn da mehr zusammengearbeitet wird. Und es teilweise eben vereinheitlichte Regulierungen gibt, die uns das Leben nicht so schwer machen.

Markus

Ja, das Absurde ist, ich bin mir sicher, dieses Beispiel wird jetzt wieder von vielen Leuten genutzt werden, um zu sagen, ja, die EU, die macht zwar da Bürokratie und so weiter. Dabei ist es ja effektiv eben genau kein europäisches Thema, sondern es ist ein Mitgliedstaaten-Thema. Es wäre deutlich besser, wenn es da eine gemeinsame europäische Richtlinie gibt. Oder besser sogar, wenn man jetzt in der Fachsprache braucht, eh eine Verordnung, weil eine Richtlinie will bedeuten, dass die Länder das dann wieder separat umsetzen. Das wollen wir nicht. Aber ein schönes Beispiel eben, wie tief Bürokratie auf den unterschiedlichsten Ebenen greift. Du findest in jedem Land, in jeder Branche, für jedes Thema viele solche Auflagen, die Unternehmen erfüllen und die Unternehmertum damit auch unattraktiv machen. Weil das ist genau das, wenn du dir schon den Mut nimmst, dann was aufzubauen, was am Anfang super klein ist und niemand glaubt daran und es bringt überhaupt kein Geld ein. Es ist wirklich, man tut sich alles an und dann, anstatt dass man sich darauf konzentrieren kann, wie kann ich wachsen, wie kann ich mehr Kunden finden, wie kann ich bessere Produkte schaffen. Womit muss man sich lange und breit beschäftigen? Man muss sich damit beschäftigen, was gibt es für Auflagen in den unterschiedlichen Bereichen. Und das ist einfach eine Situation, die unserem Wohlstand in Europa schadet. Weil eben uns fehlt die Dynamik in unseren Volkswirtschaften, es kommt zu wenig nach, Unternehmertum ist strukturell einfach viel zu wenig verankert. Und wenn sich das nicht ändert, dann wird nach und nach unser Wohlstand wegbröckeln, weil die Leitbetriebe von morgen nicht mehr in Europa sind. Und da klarer Appell, 27 unterschiedliche Einzelmärkte funktionieren nicht. Es braucht diesen gemeinsamen Markt.

SPEAKER_03

Und ich finde, es ist ja eben noch eine Sache, wenn man sagt, also grundsätzlich, dass die Verpackungen gesorgt können und so weiter. Bin ich ja voll dabei. Aber wenn es eben, also ich finde, da kann es ja auch ein paar Mengengrenzen etc. geben. Also das ist einfach, teilweise sind gewisse Dinge nicht sonderlich durchdacht, wenn es um Unternehmerfreundlichkeit geht, ohne dass das jetzt irgendwie der Gesellschaft schaden würde im Sinne von, wenn es diese Regulierung nicht gäbe, würde Österreich deutlich schlechter darstellen stehen. Ist ja überhaupt nicht so, sondern eigentlich genau umgekehrt, gerade weil es diese Regulierung gibt, wird jetzt beispielsweise bei dem Fall nicht mehr nach Österreich geliefert.

Markus

Absolut. Und das Ding ist halt auch, es verdienen ja viele Branchen genau an dieser Bürokratie. Es gibt viele Berufsstände, die es nur gibt, weil es so ein bürokratisches System gibt, weil die Komplexität so hoch ist. Und das ist einfach, am Ende ist es eine künstlich geschaffene Bürokratielayer, ein Transaktionskosten-Layer in unserer Wirtschaft, die dafür sorgt, dass wir weniger Wohlstand generieren, weil das Ganze halt in diese Transaktionskosten fließt. Insofern, schönes Beispiel, mal wieder, aber schreckliche Realität, möge es hoffentlich bald besser werden. Bringen wir zurück nach Amerika, dort gab es eine Studio, Studie in amerikanischen Schulen und Universitäten zum Thema AI Usage im Bereich Education, also im Bildungsbereich. Weil dort, ja klar, ist einfach ein Riesenthema, ein ganz wichtiges Fundament, auf dem die westliche Bildung aufgebaut war. In den letzten Jahrzehnten waren so Take home assignments, schreib halt einen Essay oder mach eine Hausübung, wo du zwei, drei Seiten schreibst. Und das ist halt etwas, was mittlerweile mit AI einfach 100% automatisierbar ist, in sehr guter Qualität, und zwar in einer Qualität, was auch sehr schwierig ist, die Sprache der AI noch rauszulesen. Es gab ja dann eine Zeit lang Tools, mit denen man probiert hat, das herauszufinden, was das AI-Sprech, aber auch das war nie wirklich seriös und am Ende sieht man in dieser Studie, dass jetzt einfach auch die Schulen und die Universitäten darauf reagieren und sich verändern.

SPEAKER_03

Ja, spannende Entwicklung und ich finde eigentlich fast positiv, weil wie die Universitäten und Schulen jetzt darauf reagieren, ist, dass sie sagen, gut, es gibt keine Home Assignments mehr, weil es bringt nichts. Nur, dass die KI beschäftigt ist, dafür sollte es keine Hausübungen geben. Und stattdessen machen sie solche Writing-Exams oder Writing Assignments jetzt direkt in der Schule, da sind die halt kürzer. Aber dadurch ist es tatsächlich handschriftlich oder zwar am Laptop, aber mit einem bestimmten Screening, dass man kein AI verwenden kann. Ich finde es gut, dass das Thema aufgegriffen wird anders darauf reagiert wird, dass man nicht einfach sagt, naja, getan is getan. Ich finde grundsätzlich is es auch, KI hat an sich ein bisschen mehr Fairness reingebracht, würde ich fast behaupten, wenn es eben darum geht, wenn es früher Hausübungen gab, die man zu Hause geschrieben hat, dann hing es halt davon ab, hat man einen guten Nachriffelehrer oder gute Eltern, die einem da helfen können. When hat man ein besseres Essay geschrieben, wenn nein, dann halt der schlechtere. Von dem her, finde ich, ist es jetzt auch gar nicht so fair gewesen. Und zweiter Punkt, ich finde es gut, dass sich tatsächlich darüber Gedanken gemacht haben. Werden, wie man die Jugendlichen besser fördern kann. Und dass man jetzt eben nicht einfach sagt, man macht sich die Arbeit ein bisschen leichter und gibt halt irgendwas als Hausübung auf, sondern muss sich da schon ein bisschen mehr Gedanken machen, was bringt tatsächlich was? Was ich einen sehr spannenden Punkt finde, wenn es eben um solche Essays geht. Ich glaube, früher war sehr oft, sind sehr oft auch Essays aufgegeben worden, wo man sich halt wirklich die Frage stellt, muss das jetzt sein, ist das jetzt so sinnvoll? Und wenn es jetzt darum geht, solche Essays, also diese generischen Essays, die können halt sehr, sehr gut von AI generiert werden. Wenn es etwas Persönlicheres ist, wo du auch ein bisschen mehr Persönlichkeitsentwicklung integriert hast, während du das schreibst, weil du reflektierst beispielsweise, dann ist es eben schon schwieriger, KI dort zu verwenden. Ich glaube, es heißt nicht unbedingt, nur weil jetzt Essays nur in der Schule geschrieben werden und nicht mehr zu Hause, dass der Nutzen für die Jugendlichen deutlich größer ist. Aber zumindest dass gewisse Dinge eben hinterfragt werden, weil es einfach keinen Sinn macht, die so weiterzutun, wie man es davor gemacht hat, sehe ich als positive Entwicklung.

Markus

Ja, gute Punkte. Ich glaube auch, dass auch wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke und da gab es natürlich noch keine AI, aber damals gab es schon Scanner und wie oft wir uns halt auch ausgemacht haben, wer macht jetzt diese Hausübung und wer macht dafür die nächste und dann halt voneinander abgeschrieben haben. Also das muss man schon sagen, es war T-Commes, es hatten immer Lücken, die man nutzen konnte. Gleichzeitig ist es natürlich schon eine Downside, die ich aktuell sehe, wenn jetzt nur mehr darauf gesetzt wird, dass man in der Klasse direkt vor Ort schreibt, ist dann schon von der Länge und von der Reflexionszeit auch, die vorhanden ist. Es ist sehr begrenzt. Und ich glaube, besonders sich mal länger mit einem Thema zu beschäftigen und dann Dinge auch niederzuschreiben, das ist schon ein Skill, der sehr, sehr wichtig ist auch. Also ich glaube, das Denken stark mit dem Schreiben zusammenhängt und dass das Schreiben auch dabei hilft, Gedanken besser zu strukturieren. Also das ist schon etwas, wo ich dafür plädieren würde, dass man trotzdem Wege findet, wie das geht. Aber ich war schon immer eigentlich ein Fan von, für mich, also natürlich eine persönliche Meinung und ich glaube, es hängt auch von der Persönlichkeit ab. Aber ich fand immer am besten als Weg, wie man lernt, dass man, sag ich mal, Take-Home-Materialien, Insights, was auch immer bekommt, mit der man sich dann, mit der man sich halt längerfristig vorbereiten kann. Und dann gibt es aber eine Session gemeinsam mit anderen im Classroom, wo diskutiert wurde zu dem Thema. Auf Basis des Take-Home-Assignments, das man bekommen hat. Ob man das dann macht oder nicht, ist eine andere Frage, aber es ist schon natürlich in der Diskussion eine ganz andere Ausgangsbasis, wenn man sich wirklich inhärent damit beschäftigt hat. Und das ist, glaube ich, auch ein bisschen näher dran an der Realität, wo es ja auch darum geht, wenn man ein wichtiges Meeting hat oder eine Präsentation, sieht man ja auch dann. Wenn man sich besser vorbereitet, dann ist man da auch in einer besseren Position, dass man tatsächlich Wert stiften kann. Insofern, ja, ich glaube, das funktioniert immer noch und macht nur mehr Sinn mit den aktuellen Voraussetzungen.

SPEAKER_02

Ja, ich stimme dir zu.

SPEAKER_03

Ich habe auch jetzt gemerkt, ich habe jetzt Whisper Flow ausprobiert, wo man ja alles Mögliche einfach nur, also was quasi ein Diktiergerät ist und das übersetzt dann oder verschriftlicht dann die Texte, die man gerade gesprochen hat. Und ich habe gemerkt, für manche Tasks ist das super und es ist tatsächlich deutlich schneller. Und bei anderen Tasks bin ich eigentlich schneller, wenn ich sie schreibe, weil ich während dem Schreiben schon denke, wie die Struktur genau aussehen soll von dem, was ich da gerade verfasste, etc. Und wie das Schreiben und das Aktive mit der Hand etwas tun, mir dabei hilft zu reflektieren. Und ich glaube, das ist einfach etwas, wo wir als Menschen uns sehr gut überlegen müssen, wofür setzen wir KI ein und wo sind eben auch Punkte, die wir als Mensch oder Menschheit behalten wollen und wo wir unsere Persönlichkeit eben dadurch auch stärken wollen und persönlichen Stärken. Und das können wir als Erwachsene sehr bewusst entscheiden und als wenn wir, wenn es um Jugendliche und Kinder geht, müssen wir, glaube ich, einfach sehr gute Herangehensweisen finden, dass den Kindern und Jugendlichen auch klar wird, also der Mehrwert klar wird. Dass es jetzt eben nicht einfach nur irgendein Hausübung ist, sondern dass es etwas ist, was für sie gerade sehr, sehr wertvoll ist und sie da auch aktiv mitzunehmen.

SPEAKER_00

Ja. 100%.

Markus

Also das ist gern, also das zeigen auch die ersten Studien, ist natürlich, wenn man sehr viel in einem Bereich AI nutzt, wird der eigene Muskel im Gehirn, der diesen Skill betrifft, nicht strapaziert und dadurch wird das schwächer. Und das, das dementsprechend, glaube ich, muss man sich auch gut überlegen, wo, wie man sich hundertprozentig auf AI verlassen und wie sehr macht einen das dann halt auch zum mentalen Krüppeln in dem Bereich. Das ist ein Gedanke, der uns, glaube ich, schon länger begleitet. Ja, und dazu passend hat Spotify jetzt einen Badge announced für menschliche Musik. Weil die Masse an AI-generierter Musik wird größer und größer. Und Spotify sagt jetzt, es ist an der Zeit, dass man die menschliche Musik kennzeichnet.

SPEAKER_03

Yes. Finde ich sehr spannend. Ich habe die Woche gerade einen Podcast gehört von einem österreichisch-polischen Podcast, wo es auch genau darum ging, wie geht man mit KI-generierter Musik um? Ich finde so einen Badge grundsätzlich gut, kommt dann drauf an, wie verifiziert er tatsächlich ist. Instagram hat ja auch diesen Authenticity-Badge und dafür musst du aber zahlen. Von dem her bin ich gespannt, wie das genauer eingeführt wird. Die Diskussion in dem Podcast war auch, ist künstlich generierte Musik schlecht oder gut? Und ein Argument war, solange es tatsächlich Gefühle auslöst und die Personen diese Musik genießen können, warum sollte es das nicht geben? Und es ist ähnlich wie sich der Cartoon entwickelt hat, also die Comic-Filme, die animierten. Am Anfang war alles handgezeichnet und jetzt geht es immer mehr oder mittlerweile ist es nicht mehr handgezeichnet, sondern halt alles computeranimiert. Und auch, dass selbst KI-generierte Musik die richtige gute, aktuell noch einen Skill braucht, dass man trotzdem weiß, wie Musik zusammengeführt wird. Bin mir da nicht hundertprozentig sicher, ob das tatsächlich so ist oder ob der Großteil einfach eine Idee eingegeben wird und dann ist die KI das eben, die das selbstständig macht, ohne irgendeinen menschlichen Skill. Aber finde ich an sich eine positive Entwicklung, weil es auf Spotify eben schon unglaublich viel KI-generierte Musik geben muss. Im Moment weiß man das halt jetzt nicht so gerade bei den ganzen Electronic-Tracks oder bei den seichteren Stücken, die man sich irgendwie ganz gut nebenbei anhören kann. Ist mir persönlich bei den Stücken eigentlich auch relativ egal. Aber ja, spannende Entwicklung. Ich bin gespannt, ob mein Badge, mein Song den Badge bekommen wird oder nicht.

Markus

Bin ich auch gespannt. Wenn jemand deinen Song anhören will, was gibt man da einen auf Spotify?

SPEAKER_03

Das muss man herausfinden.

Markus

Belasten wir es dabei. Spotify hat gemeint, dass sie 75 Millionen Spam-Tracks im letzten Jahr entfernt hat. Viele von denen sicher auch AI-Generated. Es gibt natürlich andere AI-Generated Tracks, die nicht Spam sind. Aber ja, ich glaube, was schon spannend ist, wir sehen ja auch im Influencer-Bereich, dass es jetzt einige, zumindest laut Follow-Anzahlen, sehr erfolgreiche AI-generierte Profile gibt. Die Frage ist, ob man das auch mehr eben im musikalischen Bereich spüren wird, dass da halt Personas geschaffen werden und vielleicht sogar die Musik gar nicht AI-generated ist, vielleicht trotzdem noch von Menschen geschrieben wird, aber das Gesicht, was quasi präsentiert wird zu der Musik, ist dann AI-Generated. Wenn man sich anschaut, wie manche Künstler und Künstlerinnen in den letzten Jahren halt auch sehr spezifisch positioniert wurden, produziert wurden, ist der Sprung jetzt auch nicht mehr so weit. Dann ist die Frage, ich glaube, dass nämlich Spotify, wenn ich das richtig verstanden habe, so eine Musik dann trotzdem nicht den Human Badge geben würde. Also es braucht auch quasi beim Face. Das Face der Musik muss auch menschlich sein. Und ja, let's see, wo sich die Welt hinentwickelt. Es auch gibt, ist ein interessantes Trend Venture, was angekündigt wurde von Anthropic Blackstone und Goldman Sachs zum Beispiel. Also es gibt noch ein paar andere, ich glaube Hellman and Friedman ist auch noch dabei. Aber es soll ein KI-Dienstleistungsunternehmen sein, also quasi eine Agency. Und mit allerlei A-Tier-Investoren, also zum Beispiel Sequoia oder General Atlantic oder Apollo, die da recht viel Geld reingesteckt haben. Hättest du mir vor fünf Jahren gesagt, da stecken lauter A-Tier-Investoren in eine de facto Dienstleistungskombination, also in eine Agency gewaltige Beträge, dann hätte ich dich für verrückt erklärt. Aber es ist schon ganz interessant, wie halt jetzt auch dieses Thema Agencies gerade wieder ein bisschen ein Pfadgewinn, dadurch, was potenziell möglich sein kann an Effizienzgewinnen durch AI in dem Bereich. Also das ist, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist das schon hier auch ein Ziel, dass man sagt, man will mittelständische Unternehmen dabei helfen, durch AI effizienter zu werden und ist damit halt einfach eine Consulting-Bode für solche Cases.

SPEAKER_03

Ich finde das super spannend, weil es ist ja einerseits, also du baust einmal ein Produkt auf, dann positionierst du das Produkt so, dass sich jeder denkt, okay, damit muss man arbeiten. Dann machst du aus deinem eigenen Produkt eine Dienstleistung, indem du jedem jetzt zeigst, wie dieses Produkt halt am besten implementiert wird. Ich meine, ein bisschen wie bei SAP, denke ich. Und ich habe mir gedacht, es ist auch die beste Positionierung, damit du jedem, der noch irgendwie da an den großen Organisationen und Personen mitredet, auch ganz klar machst, das muss jetzt, da muss weiter Geld reinfließen in diese Entwicklung, weil wenn nicht, dann sind alle möglichen Unternehmen einfach komplett unter Wasser, weil sie alles Mögliche auf AI umgestellt haben. Also finde ich einen spannenden Ansatz. Und ich meine, an sich auch, es macht, finde ich, absolut Sinn. Das Einzige, was mich überrascht, ist, dass Entthropic da tatsächlich Kapazitäten auch reinsteckt. Weil ich so erwartet hätte, gut, alle Kapazitäten und der komplette Fokus liegt auf der Entwicklung der KI. Und ich hör so gesehen, okay, wahrscheinlich werden Consulting-Firmen aus dem Boden sprießen, weil das bietet sich halt gerade super an, kann man unglaublich viel Geld machen damit. Aber ich hätte es nicht erwartet, dass es von Anthropic selbst kommt.

Markus

Ja, ich meine, das kann man auch durchaus Ihnen vorwerfen, im Sinne von, nämlich kann man glaube ich sowohl positiv Ihnen gratulieren, aber auch ihnen vorwerfen, weil was sie generell den letzten Monaten gemacht haben, ist ganz stark auf der Produktebene zu innovieren. Und zwar in einer Industrie nach der anderen. Und damit eigentlich eben den Fokus weg vom Foundational Model, Focus weg vom Coding, wo sie eigentlich halt massiv dominiert haben. Hinzu jetzt gibt es halt Cowork und jetzt gibt's spezifische Skills für die unterschiedlichsten Jobs. Und damit sieht man, man sieht das in den Aktienkursen der diversen Tech Companies, die ein Tropic angegriffen hat mit ihren Skills, die massiv abstürzen. Also das passt gut zu dieser Strategie. Also sehr tief eigentlich vertikal zu integrieren und direkt in die Competition zu treten mit anderen Akteuren. Gleichzeitig muss man jetzt sagen, es ist gerade wieder so ein bisschen eben am Schwenk, wir haben glaube ich letzte Woche darüber gesprochen, in der Developer-Szene, also dort, wo es ums Coding geht, dort ist gerade wieder ein Schwenk weg von Cloud hin zu ChatGPT zurück. Wirklich. Weil, und dort gibt es dann eben den Vorwurf auch, wo sie sagen, naja, Cloud, anstatt dass sich beschäftigen, dass dieses Modell wieder besser wird und besonders effizienter und weniger auch die Kostenexplosion und die Qualität des Tools hat laut manchen Menschen wirklich abgenommen, auch durch diesen enormen Zuwachs an Usern, die sie haben und sie haben einfach nicht genug Computer für. Und ja, da ist vielleicht diese sehr breite Strategie viel dann auch an Produkten zu entwickeln, die auch echt tief vertikal verankert sind. Hat auch Nachteile, die damit dann hergehen. Gleichzeitig müssen sie irgendwie finanzieren und da liegt natürlich auch viel Umsatz. Mal schauen, dieses Rennen, ein Shopping gegen OpenAI, wird uns dieses ganze Jahr beschäftigen. Die bereiten beide Börsengänge vor. Beide sind massiv geleveraged, im Sinne von unfassbaren Commitments haben sie abgegeben für Rechenpower, die de facto unfinanzierbar sind. Also das muss man, selbst mit einem Top-IPO, ist es schwierig zu erkennen, wie so viel Geld entstehen kann. Das heißt, den unfassbaren Druck, dass sie Geld verdienen müssen. Ja, mal schauen, welche Wege sie finden, um so viel Geld auch aufzustellen. Ein alter Bekannter, der in diesem Rennen nicht ganz so viel Schlagzeilen gemacht hat in den letzten Jahren, ist die gute alte Alexa von Amazon. Das war ja vor fünf bis zehn Jahren, war ja das irgendwie so das Größte der Gefühle, wenn es um EIA gibt, dass man seine Alexa darumstehen hatte, mit der man dann sprechen konnte. Und der Nutzen von der war eigentlich immer recht begrenzt. Also wenn man Glück hatte, hatte sie verstanden, welchen Song man spielen sollte und welches Produkt man in den Amazon-Warenkorb geben sollte. Aber ich glaube, bei den wenigsten hat sich das wirklich etabliert.

SPEAKER_03

Ich wollte gerade fragen, nutzt du die noch?

Markus

Nein, habe ich aber nie genutzt. Also ich hatte nie wirklich Alexa. Gleichzeitig muss man natürlich sagen, grundsätzlich diese Idee des Sprechens mit der AI jetzt auch als, ich war jetzt, bin ab nächster Woche zurück, ich war jetzt zwei Monate in Karenz. Jetzt zum Beispiel mit einem Kleinkind, das ist super, ich würde unglaublich gern mit der KI sprechen können, gescheit, anstatt dass ich in mein Handy Dinge eingeben muss, weil das Schlimmste, was man einem Kind antun kann, ist, dass man neben ihm in den Bildschirm reinschaut. Weil das ist eh, wissen wir eh, wie süchtig machend Smartphones sind. Und das heißt, wenn ein kleines Kind ständig sieht, dass die Erwachsenen ins Handy schauen, ist das das Worst-Beispiel. Und gleichzeitig für viele Sachen auch jetzt in der, weiß nicht, wenn man eine Frage hat zur Ernährung für Kinder, ist es total praktisch, wenn man mal schnell Cloud fragen kann. Und wenn man das mehr Heinzorn hätte, einfach so dem Gedanken nach, wie Alexa ursprünglich sicher auch mal von der Vision her funktionieren hätte sollen, hätte das, glaube ich, eigentlich recht viel Potenzial. Und Amazon probiert da jetzt eine Neustadt mit Alexa Plus, wo quasi diese Lautsprecher genutzt werden können, um jetzt State of the Art neue Modelle auch laufen zu lassen. Und das kommt jetzt auch nach Österreich und Deutschland. Kannst du dir vorstellen, sowas zu holen?

SPEAKER_03

Für die Arbeit ja, privat nein. Ich bin tatsächlich dafür verantwortlich, dass wir keine Alexos mehr nutzen. Ich habe die irgendwann einmal verbannt, weil ich gesagt habe, mir ist das irgendwie ein bisschen zu viel eindringen in die Privatsphäre. Und ich finde, je advanster die Modelle werden, desto weniger würde ich das wollen. Ich finde eben für die Arbeit bin ich da ein großer Fan von KI. Und je mehr, desto besser. Und fürs Privatleben finde ich das tatsächlich scary, wenn man da so viel teilt. Weil das dann, also da bist du wirklich komplett durchleuchtet quasi.

SPEAKER_02

Es taugt mir nicht so. Bei dir?

Markus

Ja, also ich glaube, für mich würde der Case schon Sinn machen. Ich teile deine Bedenken bezüglich Privacy. Ich glaube, dass das schon etwas ist, was man nicht, und wir haben letzte Woche auch drüber gesprochen, dass halt ja es ging darum, dass jemand mit AI gemeinsam eine Normung aufgeplant hat. Und dann war die Frage, gibt es die AI Company, das schlägt die quasi Alarm und sagt der Polizei, hey, da muss man eingreifen. Oder gibt ja nicht die Daten und die Polizei darf dann entscheiden, ob sie eingreifen sollen. Oder nein, weil das ist Privacy und wenn man die Tür öffnet, dann ist es schwer auch wieder zuzumachen. Und wahrscheinlich in einer westlichen Demokratie ist dann die natürliche Antwort ja, auf jeden Fall müssen die Daten hergegeben werden, weil wir wollen ja verhindern, dass ein Armutlauf passiert, aber gleichzeitig, wenn man das halt schon weiter spinnt und man in einer Diktatur lebt, wo einen Überwachungsstaat gibt, dann wird das schon sehr heikel. Und ich glaube, das muss man schon auch mitdenken, wenn man mit AI spricht, dass diese Daten jetzt irgendwo dann auch rumliegen. Deswegen gibt es ja auch einen Trend jetzt auch zu lokalen AI-Models, wo das nicht irgendwo von einem Server rumliegt. Ich hole jetzt schon recht weit aus. Aber zurückkommend auf Alexa, ich finde Sprache als Interface spannend. Wie auch immer man das man dann nutzt. Aber mit der AI zu sprechen und nicht zu schreiben, finde ich schon cool, dass das besser funktioniert als aktuell, wo es immer noch übers Handy funktionieren muss eigentlich. Man kann da sicher irgendwie sich zusammenstöpseln auch zu Hause. Aber trotzdem, ich glaube, insgesamt das mehr usable zu machen und damit mehr Leute anzusprechen, ist eine Chance. Ob das dann Amazon ist, jetzt auch spezifisch, wenn es um die Privacy-Vorbehalte geht, lasse ich mal so stehen. Es arbeitet auch OpenAI an Hardware-Produkten. Auch bei denen ist die Frage, ob die sich jetzt in europäischen Haushalten sich so etablieren. Vielleicht ist das ja etwas, wo ein europäischer Player sich positionieren kann. Wäre jedenfalls positiv. Gut, und wir haben noch eine AI-Story. Da gehen wir jetzt schnell drüber, weil die Zeit lennt uns schon davon. Demira Murati, die Ex-CTO von OpenAI, hat ja vor einem guten Jahr eine eigene Company dann gestartet, nämlich Thinking Machines Lab. Und die haben jetzt ein bisschen für Wellen gesagt, weil sie was vorgestellt haben, was sie neu auf dem Markt gebracht haben. Worum geht's da?

SPEAKER_03

Grundsätzlich ist es ein Tool, was quasi other KI-Entwicklern auch dabei helfen soll, ihre KI besser zu machen, so did I just forstand? Und was jetzt neu auf dem Markt is, ist das Tool not nur when you asked a Prompt eingibst darauf reagiert, but it's a very good thing. Sondern auch, du gibst einen Prompt ein, dann wird es bearbeitet, wird geantwortet und du kannst währenddessen schon weiterarbeiten. So hätte ich das verstanden, dass das ihre größte Neuerung ist, weil man dadurch eben noch interaktiver ist und noch mehr Flow hineinkommt. Ich muss sagen, ich war jetzt nicht, es hat mich noch nicht so überzeugt. Also ich habe mir das Video dazu angeschaut und habe mir gedacht, okay, vielleicht habe ich es nicht durchschaut, was die große Neuerung ist. Aber für mich klingt das jetzt noch nicht so wellenschlagend, weil es einerseits eine Sache, die sie als Beispiel gebracht hatten, war, du sprichst mit ihr und währenddessen erstellst du dir dann schon irgendwelche Charts. Dann habe ich mir gedacht, das klingt mir eigentlich relativ ähnlich wie zu Claude Coburg. Oder wenn es darum geht, dass es nicht nur so stark nach Air klingt, habe ich mir gedacht, die Version, die einer unserer Erfolgsstartups in Österreich gerade, Phonio letzte Woche rausgebracht hat, die is way more fluent. Genau, also von dem er mich jetzt nicht so ganz abgeholt und überzeugt, siehst du das anders?

Markus

Ja, ich glaube, wo ich dir recht gebe bei der Latenz ist das Video, was sie jetzt, also weil ein Faktor, warum sich Dinge halt immer noch eine Roboter anfühlen und nicht männlich, ist halt, dass es eine Verzögerung gibt. Du sagst etwas, AI berechnet und gib dann eine Antwort. Und da glaube ich auch, dass Phonio tatsächlich sind halt auch Phone Agent, also sind ganz spezifisch auf den Case spezialisiert und da sind sie deutlich besser übergekommen in dem Video, finde ich jetzt. Also Phonio als das, was in dem Video von Thinking Machines durchkommt. Das, was Thinking Machines, glaube ich, nochmal ein bisschen differenziert, ist dieses Multitasking, wo quasi dann, man redet weiter und gleichzeitig machen sie im Hintergrund schon, arbeiten sie an was. Ich denke mir, dass auch aktuell, wenn man mit AI spricht oder AI schreibt, aktuell eher, du sagst was und dann wartest du halt auf eine Antwort und dann fällt dir eigentlich ein, naja, das wäre eigentlich noch gut, wenn ich das noch hinzufüge. Auch das ist etwas, wo es noch Limitationen gibt. Irgendwo habe ich jetzt gelesen, dass das jetzt bald anders sein wird. Aber da einfach mehr einen natürlichen Flow an hin und her auf der Arbeitsebene, weil ich glaube, also von ja ist ja auch auf der Kompositionsebene darauf spezialisiert, dass das nicht nur A oder B, sondern halt auch mehr nach einem natürlichen Gespräch kommen. Aber tatsächlich, dass dann halt auch sofort die Arbeit dahinter je nach Case gut sofort adaptiert werden kann. Das, glaube ich, ist das, was schon ein bisschen ein Durchbruch ist. Aber ja, mal schauen. Ich glaube, sowas muss man immer erst in der Wildnis sehen, muss man im Use Case sehen und nicht in einem Promo-Video. Aber ich meine, gut, dass sie mal was veröffentlicht haben. Ich glaube, das schadet sicher nicht. Gut, wir kommen noch zu zwei finalen Oblicken. Du hast eine Empfehlung der Woche, oder?

SPEAKER_03

Yes, eine Empfehlung der Woche. Ich meine, grundsätzlich ist aktuell ja die Woche der Vienna ab. Dann in der kommenden Woche sind ganz, ganz viele spannende Events. Ein Event aus der studentischen Szene ist die Entrepreneurship Avenue, die am Montag stattfindet, im Sinne von das Finale der Entrepreneurship Avenue findet dort statt. Dort gibt es spannende Pitches und Panel Talks. Da werde ich auch vor Ort sein. Und einen zwei Minuten, zwei Millionen-Ableger moderieren. Und ansonsten, ja, ich glaube generell die Wären ab, sich anzuschauen, welche Events dafür entspannt sein können, zahl sich auf jeden Fall aus.

Markus

Sehr fein. Gut, und dann haben wir Rocks aus der Woche. Und das sind euer alte Bekannte, die waren schon einmal Rocks aus der Woche, aber jetzt haben sie ein ziemlich cooles Announcement gemacht und werden dadurch wieder Rocks aus der Woche. Doppelrocks das der Woche. Schwer verdient. Das Team von Heizmar, also die Stellvertretung für das ganze Team, der Mischakovachev, der Valentin Perkonik und der Alexander Waltinkocher, die haben nämlich announced, dass sie 2 Millionen Euro Monatsumsatz geknackt haben bei Heizmar. 25 Monate nach Gründung, also ziemlich steile Wachstumskurve. Ja, die machen Wärmepumpen, Solar und Co., also alles irgendwie nachhaltige Energie und haben irgendwie gezeigt, dass halt auch so ganz klassische Industrie neu interpretiert sehr, sehr schnell wachsen kann und treiben damit die Energiewende voran. Coole Geschichte.

SPEAKER_03

Und schlagen auch international Wellen. Ich bin mir jetzt gerade nicht sicher, ob es New York Times oder Financial Times waren, aber auch dort waren sie neulich vertreten.

Markus

In einer internationalen Times. Perfekt. Luisa, vielen Dank fürs Co-Hosten. Euch da draußen vielen Dank fürs Mitdabeisein. Wir hören uns wieder nächste Woche. Aber ihr hört die Hannah schon am Wochenende mit einem Tipp Teil. In diesem Sinne, noch eine schöne Woche.

SPEAKER_03

Ciao.