Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#517 - Emmi AI Exit, Bitpanda Finfluencer, Smartphone vs Fertilität
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
🍾 Emmi AI Exit an Mistral
🐼 Bitpanda macht Banker zu Influencern
❤️🩹 Smartphone vs Fertilität
💎 Tractive Deal Closing
🍿 Elon verliert Prozess gegen Sam Altman
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend oder auch gute Nacht und herzlich willkommen zum Future Weekly, den Startup Podcast. Wir gehen die Superlative aus. Das kommt mit dem Alter. Ich bin Daniel und ich bin mal wieder da und die Stellung hält der Markus. Und wir haben einiges zu reden. Vor allen Dingen, ja, ich beleidige ein paar Banker in größter Liebe. Wir reden über Al Bondi und dann reden wir aber auch noch über den Emi-Exit. Wir reden über BitPanda, Smartphones und was es mit euren Köten zu tun hat. Ein bisschen über Tractive. Und Elon und Sam haben auch was im Angebot. In dem Sinne würde ich sagen, auf Schluss geht's. Los. So, gib mal wieder News von uns beiden. Ich bin wieder mal zurück. Du bist da, bist zurück aus der Karenz. Das ist auch cool. Aber lass uns einfach gleich in Medias Reh springen. Finde ich. Oder magst du irgendwas so lighthearted? Ich hab was, ich hab was, ich hab was. Ich hab was, ich hab was. Ich habe was erlebt, das habe ich schon länger nicht mehr gehabt. Ich bin mit Ryanair geflogen. Und das ist einfach so, das ist ja wie so eine RTL 2 ATV-Doku in Real, weißt du. Und ich war auf Malta für eine Moderation, da gab es halt nur Ryanair Direktflügel. Und es war unfassbar. Beim Einsteigen hatten die so eine Box, da musste fast jeder sein Handgepäck reinstopfen, wenn es nicht gepasst hat. 75 Euro. Das heißt, da haben sich schon Dramen abgespielt, wie ich weiß nicht wo. Und dann ist mir aufgefallen, da waren unglaublich viele Leute, die sehr leicht bekleidet waren, vor allen Dingen die Herren. Und die hatten alle Tätowierungen, die alle komplett gleich aussahen. Also alle hatten sie Löwen, Kompasse, Clown-Gesichter und irgendwelche Frauen und ein paar Spielkarten. Geil. Wirklich alle dieselben. So machen wir arm voll. Und, und darauf komme ich, bei der Landung wurde applaudiert. Und das habe ich schon richtig lang nicht mehr erlebt. Um genau zu sein, das war mein letzter, also beim letzten Ryanair-Flug habe ich das auch erlebt. Aber Applaus bei der Landung finde ich immer das krass. Wie geht es dir, wenn Leute applaudieren beim Landen?
MarkusDer Mario Ballotelli hat mal gesagt, er hat nämlich nach einem Tor keinen Torjubel gemacht. Und dann hat er gesagt, der Postbooter jubelt ja auch nicht, wenn er den Brief einwirft.
DanielIch bin mir aufgedacht, es wäre so geil, wenn ich in einem Bus bei jeder Station einfach applaudieren würde. Und es ist einfach so. Es gibt wenig Dinge, die so sehr sagen, ich bin Bildungsfern wie bei der Land-Klasse.
MarkusDas ist halt, wenn man nicht dort fliegt, das ist ja auch irgendwie schön, wenn man glücklich ist, dass man sicher wieder am Boden ist. Aber ich finde, Ryanair ist grundsätzlich natürlich. Ich finde, das tut schon im Auge so, wie eh diese Farben, die übrigens.
SPEAKER_01Es gibt ja alles nicht.
DanielSchon. Und die dauernde, die dauernde Werbeunterbrechung quasi. Also ich bin so ein Typus, ich höre mir dann immer irgendwas an oder gehe in so einen Halbdämmer-Zustand. Aber jedes Mal, wenn diese Glöckchen kommt, höre ich dann doch hin, weil ich eigentlich erwarte, dass der Pilot sagt, ja, jetzt haben wir noch irgendwie Stunde 45 zu fliegen oder du weißt, was ich meine. Ich denke, es ist was Wichtiges. Und er ist so, aber meine Damen und Herren, und jetzt können sie noch kurzfristig bla bla bla kaufen. Und ich meine, ach, verpiss dich. Und das ist so alle 10 Minuten. Also schon schon hart, muss ich sagen. Ja, hätten wir das auch geklärt, aber wann ist du das letzte Mal, dass du so einen Moment hattest, wo du einfach gedacht hast, fuck, wo bin ich denn hier?
MarkusSchwierig zu sagen. Fällt mir jetzt spontan nichts ein.
DanielIch habe noch ein Kontrastprogramm, während du nachdenkst. Ich fahre viel mit dem Zug zurzeit. Und dann ist es oft so, also ich bin in der glücklichen Position, dass ich immer in erste Klasse fahren darf, weil ich ganz tolle Kunden habe. Wenn man dann quasi in die erste Klasse fährt, ein paar Stunden, man ist total schön und arbeitet, ob das jetzt Westbahn ist oder auch ÖBB, und dann steigt man um und ist in der U6. Und dieses Kontrastprogramm, von man ist da entspanntes Arbeiten, alles gut und plötzlich BÄM U6. Das ist auch immer Kontrastprogramm.
SPEAKER_01Ja. Definitiv. U6 ist immer eine schöne Erfahrung.
DanielAllfaktorischer Hochgenuss. Jetzt gerade im Sommer wird das ja auch besonders. Aber gut, also dir fällt nichts ein.
MarkusNein. Immer im richtigen Film. Müsste wahrscheinlich mehr Bubble Bursting betreiben, um hier gute Antworten zu geben. Ich bleibe in meiner Komfort. Aber wobei, weißt du, was ich gemacht habe? Es ist klingt jetzt sehr abklärt.
SPEAKER_01Aber ich bin, ich bin ja eigentlich ein großer Freund des Online-Shoppings. Einfach aus Effizienzgründen. Und ich war in meiner Karenz jetzt mehrfach in Offline-Geschäften und Supermärkten, weil mit kleinem Kind ist es natürlich viel besser, als dass man irgendwo am Computer oder am Handy sitzt und dort irgendwas shoppt, als dass man einfach das Kind einpackt und irgendwo hinfahrt, weil es natürlich ja noch abenteuer und spannend und cool.
MarkusUnd so, ja, war ich jetzt ein paar Mal wieder offline einkaufen. Wie ging es dir dabei?
SPEAKER_01In der Vorgekommen. Relativ. Ja, ein bisschen. Ich war zum Beispiel in einem, was ich ganz stark war. Ich war in einem Pflanzengeschäft und da gab es einfach in diesem Pflanzengeschäft so auch eine Tierhandlung. Das war natürlich bei den Kleinen. Sensationell, dass dann plötzlich irgendwelche Fische rumgeschwommen sind oder so. Jetzt habt ihr Hamster. Nein, nein, nein, nein. Keine Tiere.
DanielAber wo der Kontrast richtig arg ist, ist halt, wenn du online zum Beispiel ein Spielzeug kaufst, du schaust es dir an, dann kommt das irgendwann und es kommt ja, du kannst ja auch den Moment wählen und das Geschenk wählen und es dosieren, versus ein Spielzeuggeschäft. Und das ist so für Kinder, so der ultimative mentale Overkill.
MarkusDas ist schon witzig. Aber ich finde, das ist auch interessanterweise ein bisschen eine Generationenfrage, weil Konsum als Erfahrung ist in der Generation über uns, also in der älteren Generation, vielmehr auch eine bewusste Entscheidung. Also wenn ich zum Beispiel mit Leuten über Online-Lebensmittelhandel spreche, in der Generation, kommt fast immer die Frage, aber ist nicht auch die Erfahrung im Geschäft zu stehen und dann sieht man etwas, was einem dann einfach, wo einem das Wasser im Mund zusammenläuft und wo man sich dann denkt, ja, das kaufe ich mir jetzt und da gibt es was Neues. Also diese Erfahrung des Konsumierens, des Einkaufens, die ist, glaube ich, in unserer Generation auch ein bisschen verloren gegangen, interessanterweise.
DanielIch meine, ist das wirklich lustig? Es ist bei mir so, es kommt sehr aus Produkt an. Also wir bestellen mittlerweile auch immer mal wieder online, also Wasser, aber auch gelegentlich mal Obst, aber in Wahr kaufen wir eigentlich noch immer jeden Tag frisch ein, weil wir jeden Tag frisch kochen. Und da ist für mich, das habe ich durch meine Frau gelernt, einfach dieses Obst und Gemüse nehmen, es inspizieren, dran riechen, es drücken und dann das Richtige raussuchen, ist schon ein interessanter Prozess. Also das ist schon wichtig. Ähnlich ist es auch bei lustigerweise, wenn man dann doch mal in ein Spielzeuggeschäft geht, dieses, du darfst dir eins aussuchen und dem Kind zuzuschauen, wie es dann herumwurschtelt und sucht und dann auch findet, also wirklich toll. Was ich zum Beispiel nie wieder machen möchte, ich möchte nie wieder Kleidung kaufen. Also in einem Geschäft. Ich hasse, ich hasse es. Ich hasse es. Es ist so. Ich kann mich noch immer daran erinnern, wie es ist, in so einer Drecksumkleidekabine zu stehen und irgendwie fünf Hosen anzuprobieren. Die sind alle und eigentlich will man nicht. Und dann sucht man irgendwo um ein Geschäft. Ich hasse es. Never ever gonna happen again. Also deswegen meine ich, es kommt bei mir total auss Produkt an und aufs Erlebnis. Und ja, ja. Aber ich habe noch ein Erlebnis, das muss ich auch noch mit dir teilen. Das habe ich gerade auf LinkedIn geschrieben, aber ich weiß nicht, ob ich es gut rübergebracht habe, aber es war schräg. Ich war gestern im Bus mit meinem Großen. Wir waren im Stau, wir haben aus dem Fenster geschaut und neben uns war eine Frau. Ich glaube, es war eine VWID4, aber es ist jetzt egal. Aber die saß da auch im Stau, die hatte vor sich ein Screen. Und neben sich ein Screen. Dann hatte sie am Handgelenk eine Apple-Uhr und du konntest den Screen sehen. Und sie hat dabei telefoniert und hatte also irgendwo auch noch ein Handy. Und ich habe mir gedacht, das ist krass, die sitzt da drin und hat vier Screens, die alle die Uhrzeit zeigen und alle möglichen Daten und yada, yada, yada, bla bla bla. Und irgendwie hat mein Sohn dann gefragt, warum, warum muss sie so oft die Uhrzeit sehen? Und ich konnte, ich habe gesagt, ja, weil das halt geht. Und ich musste mich dann an mein erstes Auto erinnern, ein Zweier-Golf, der hatte so ein paar analoge Instrumente. Und da war, da war, da war, da war gar nichts. Und ich musste mich aber aufs Fahren konzentrieren. Und lustigerweise war ich vor einer Woche bei einer Konferenz namens Podium und hatte wieder irgendein Leihauto, die neueste E-Klasse mit, hey, ich konnte auf den Prozentsatz genau sehen, welche Gaspedalstellung ich gerade habe, wie viel Grad Neigung das ist. Und ich bin die ganze Zeit nur am Rumtüdeln gewesen. Und ich habe mich auf alles konzentriert, nur nicht aufs Fahren. Und ich musste darüber nachdenken, wie viele Dinge wir im Leben gerade machen, wo wir uns nicht mehr auf das Wesentliche konzentrieren, sondern auf alles andere drumherum. Und wir Daten konsumieren, die wir aber absolut nicht brauchen. Ich muss nicht wissen, dass ich gerade 17% Gaspedalstellung habe und dann die Kurve anbremse mit 4% und dabei 3 Grad Neigung habe. Nur weil es geht, braucht man es nicht. Das finde ich so krass. Also weiß ich nicht, das lässt mir keine Ruhe mittlerweile.
MarkusJa, jetzt glaube ich, für viele halt dann eine Zeit lang ist ein bisschen eine Spielerei und interessant und spannend und dann wird sie unnötig und wie du richtig gesagt, Ablenkung.
DanielJa, aber du verlierst halt den Fokus aufs Wesentliche. Also ob das jetzt Auto gefahren ist oder Uhrzeit telefonieren, you name it. Und ich habe auch das Gefühl, dass unglaublich viele. Volkskrankheit. Ja, oder? Dass unglaublich viele Produktentwickler auch den Fokus aufs Wesentliche verlieren. Und natürlich sind diese Telemetredaten toll, wenn du ein Rennfahrer bist auf der Nordschleife und noch die Kurve optimieren willst, aber als normaler Konsument, du brauchst das nicht.
MarkusNur weil es geht nicht. Ja, und das wird mit AI nur noch schlimmer werden, weil du natürlich viel weniger Entscheidungen treffen musst, was ist wirklich relevant, was ist jetzt quasi der Fokus, weil du halt so viele Dinge durch AI parallel, viel mehr halt auch tatsächlich in Production bringen kannst. Und das wird sicher ein Riesenproblem und sicher auch etwas, wo gute Unternehmen herausstechen können, dass das halt nicht alles sloppy überladen ist, sondern halt wirklich nur das Wesentliche, das Essentielle. Ich glaube, da wird sicher ein Counter-Trend geben.
DanielIch habe jetzt beim letzten zwei LinkedIn-Postings zu 100% wieder selbst geschrieben. Einfach weil mich auch diese Art, wie es ist, ich kann es lesen mittlerweile. Du weißt, was ich meine. Diese genau diese Zeichensetzung, diese Formatierung, dieses Es liest sich.
SPEAKER_01Not this, but this.
DanielJa, ja, ja, genau, dieses, it's not that, I'm not that, but. Nein, nein, komm, ich will das nicht mehr sehen. Aber ja, das musste mal raus. Jetzt hat jemand vor ein paar Monaten gesagt, Daniel wurde länger nicht mehr gelüftet. Das stimmt. Focus auf die News. Da gibt es ziemlich starke KI-News aus Europa. Eigentlich, nicht nur aus Europa, sondern aus Österreich. Tatsächlich aus Linz.
MarkusSo ist es. Meine These, dass Österreich da zum nächsten Emerging AI Hotspot wird, ist wieder mal gestärkt worden in diesem Jahr. Nach Open Claw und Liquid AI und allen Konsorten, die da wirklich internationalen Verschlagzeilen sagen, ist es jetzt MEA, die einen Exit hingelegt haben an Mistrol, also ein europäischer Exit, was ja sehr erfreulich ist, dass das jetzt nicht über den Teich wandert. Und zwar durchaus beträchtlicher Exit. Man spricht wahrscheinlich von einem durchaus beträchtlichen dreistelligen Millionenbetrag. Großteil wird wahrscheinlich in Anteilen sein, nicht in Cash, also quasi in Mistral-Anteilen dann. Und das Ganze geht dann her auch mit einem Commitment, dass der Standort in Österreich wachsen soll. Also Mistral will quasi dann auch eben einen eigenen Standort in Österreich haben in Linz. Soll dort das Büro von 15 bis 20, 40 bis 50 Köpfe anwachsen, vielleicht sogar 100 irgendwo, habe ich ja auch gelesen. Und das EMI-Team wird Teil auch von Mistal, also das ist durchaus auch, hat einen AGH-Charakter. Und ja, das ist insofern auch sehr spannend, weil ja MEI ist vom Fokus her ist es ein sehr wissenschaftlich getriebener Approach, besonders in Richtung Industrial AI. Also auf der Ebene, wie kann man AI nutzen, auch in Industrieapplikationen. Und das ist etwas, wo Europa tatsächlich Chance hat, immer noch gestaltend zu sein. Also nicht unbedingt hinterherläuft, auf der Ebene sind wir durchaus führend mit dabei und dass da jetzt auch Mistal als führendes Foundation Model in Europa sich diesem Thema sehr stark widmen durch MEI. Glaube ich, auch ein Signal, dass da jetzt schon Kräfte gebündelt werden, dass wir dieses, diesen Headstart, den wir in dem Bereich haben, auch wirklich nutzen.
DanielSuper spannend. Also super spannend und ich muss gerade noch an eine Sache denken, ich finde es natürlich witzig, also witzig, ich finde es natürlich total spannend, dass sie aus Linz kommen, ich musste gerade an die Fantastics denken, die dann ihren Exit gemacht haben und dann in Tractive und Co. investiert haben, die dann wieder, und das ist ja immer das Schöne, wenn du halt so einen substanziellen Exit hast aus einem bestimmten Bereich, dann was machst du. Du wirst natürlich auch anfangen, wieder so ein bisschen zu investieren, du hast ein bisschen mehr Zeit, du inspirierst natürlich auch irgendwo, du hältst mehr Vorträge, bla bla bla bla bla. Und das ist einfach immer so ein schöner Katalysator für ein Ökosystem, dass da einfach mit so einem Exit so viel passiert. Weißt du, was ich meine? Das finde ich.
MarkusJa, wobei man in dem Fall natürlich sagen muss, dadurch, dass schon der Großteil wahrscheinlich in Equity und nicht in Cash passiert ist, ist wahrscheinlich weniger dieser klassische Reflow ins Ökosystem, weil also zumindest der Chief Scientist und ich glaube schon noch große Teile des Teams bleiben involviert in Misstall. Also das ist eher quasi, man tut sich jetzt zusammen in einer neuen Struktur, macht dabei weiter das, was man bisher gemacht hat. Und auch bei den Investoren.
DanielKriegen wir nicht unterbrechen, ich war ja auch zwei, drei Jahre mit Rantastic und Adidas so.
MarkusAllerdings hatte ich da das Gefühl, dass schon viel Cash-Anteil war. Also das war jetzt nicht der Großteil in Adidas Aktien bezahlt worden wäre. Und besonders auch für die Investoren, glaube ich, in dem Fall. Also es ist ja Speed Invest, Free VC, Push-VC, also sind auch einige österreichische VCs, die damals die Seed-Runde auch gemacht haben. Vor allem, ich glaube, circa einem Jahr. Und ich glaube, auch bei denen wird der Großteil jetzt in Anteilen sein. Bitte, wenn ihr das hört, sonst ist es nicht so, mich korrigieren, aber das ist jetzt ein bisschen das, was ich herausgehört habe. Das heißt, auch die halten jetzt halt Misstallanteile, was für das Portfolio auch super spannend ist. Aber das heißt auch, dass da jetzt nicht direkt der Cash kommt, um wieder in neue Produkte zu investieren. Gleichzeitig muss man halt aber auch sagen, es ist einfach für den Standort, von der Signalwirkung. Wie gesagt, da ist jetzt schon sehr viel aus Österreich in den letzten Monaten rausgekommen. Ich glaube, dass da auf internationaler Ebene jetzt viele sich denken, okay, Österreich sollten wir wirklich irgendwie auch im Auge haben. Das tut uns, glaube ich, sehr gut. Und es ist auch schon ein gutes Beispiel, wie die Spin-Off-Infrastruktur funktionieren kann, weil das MEI ist ausgegründet oder ist rausgesponnen worden als NXAI, das ist vom SEP-Hochreiter dieses Vehicle, was eben Deep Tech Forschung betreibt, aber ganz bewusst anwendungsorientiert mit Fokus drauf, dass man Unternehmen daraus bindet. Und dass das jetzt gleich relativ schnell, also Emmy ist nicht einmal zwei Jahre alt, glaube ich. Relativ schnell diesen Sprung gemacht hat, das finde ich ist super. Weil das befeuert natürlich auch diese Strategie, dass man da jetzt mehr in diese Richtung geht.
DanielAh, ist aufregend. Super aufregend. Was hältst du? Wie baue ich da die Überleitung? Was hältst du übrigens, ganz anderes Thema, was hältst du von der Influencergeschichte von BitPanda? Weißt du, dass sie Bankern, ich nehme erst mal ein Golden Handshake geben, also richtig Kohle geben, dass sie Influencer werden. Ich finde das total spannend. Für mich sind aber auch Banker auch so ein bisschen so steife Leute und ich bin halt neugierig, weil mein Influencer sind ja meistens relativ hohle Hupfdullen, aber können irgendwann dieses, hallo Leute, ich freue mich total und irgendwelche Honks hören denen zu. Aber auch das ist ja eine Kunst. Und für mich sind Banker ja meistens ja immer eher so, wie sage ich das, zehn Jahre lang darauf dressiert worden, möglichst keine Emotion zu zeigen, bis auf am Wochenende, wenn sie irgendwie 15 Wodka getrunken haben. Hast du in einem Satz sowohl die Influencer als auch die Banker beleidigt? Ich freue mich schon über die Reaktionen da. Stell dir vor, ich habe noch was zurückgehalten. Ich wollte noch sagen, wären sie im Babylon irgendwie dann eine Linie Koks-Team. Nee, Spaß. Das habe ich aber natürlich nicht gesagt. Aber, aber ob man es nun schafft, aus seriösen Bankern interessante Leute zu machen, das ist natürlich, also mit interessanten Leute meine ich, nochmal, also natürlich Kontext. Ich habe viele Freunde, die bei Banken sind. Einer meiner engsten Freunde ist bei der Bank, ich liebe alle heiß und innig. Aber trotzdem sind das hochseriöse Menschen, die halt gelernt und gedrillt wurden darauf, hochseriös zu sein. So, that being said, dass du dann plötzlich interessanten Content machst. Sprich, die These ist ja, sie nehmen Leute mit einem hohen, hohen, hohen Wissen und schaffen es innerhalb von kürzester Zeit zu interessanten Content Creatern zu machen. Völlig spannend.
MarkusJa, also vielleicht kurz Background, Bitbanda hat eben recht laut auch quasi vermarktet, dass sie einen Banker sein Gehalt weiterzahlen, der sich aber dazu entschließt, oder vielleicht noch mehrere, dass er eben jetzt Finfluencer wird. Und damit quasi so auch ein bisschen eine Pipeline aufbaut an Finfluencern, die wahrscheinlich dann halt auch über Bitbander berichten. Muss man sagen, es gibt schon Beispiele da draußen, wie heißt der Gold Professor Goldgraf oder so, der hat ja auch, glaube ich, Goldman Background und ist relativ guter und durchaus auch seriöser Typ. Also ich glaube, es gibt schon ein bisschen ein paar Beispiele da draußen, wie das funktionieren könnte. Für Big Banda die Logik ist auch klar. Das ist natürlich, wenn du vergleichst, die Alternative, du machst halt klassisches Marketing über Google Ads und die Custom Acquisition Costs, die du über Google, Facebook oder was auch immer mittlerweile hast, sind halt auch schon ziemlich huppig. Das heißt, da stattdessen On Media aufzubauen, Influencer, die für Bitpanda auch Gas geben. Die Wette kann jedenfalls aufgehen. Die Frage ist halt bei solchen Sachen immer wieder. Also das muss man schon sehr gut hinkriegen, dass es nicht wie einfach Werbemitteilung passiert. Also wenn da jetzt ein Influencer ist, der halt von Bitbandern bezahlt wird, dass das dann trotzdem eine Qualität hat, die auf Unabhängigkeit auch irgendwie hindeutet und nicht reine Werbemaßmachen. Das ist natürlich die Challenge. Aber das geht. Man muss es halt, wie du richtig gesagt hast, man muss schon Leute, die auch interessant sind und mit diesem Spannungsfeld auch umgehen können. Und mal schauen, mal schauen, wen sie finden.
DanielWas Lustige ist, es geht genau um meine These, dass ich sage, es zeigen natürlich auch ganz viele andere, aber meine These ist: was ist jetzt wichtig? Zwei Dinge. Also als Marke, in einer Zeit, wo du mit KI alles bauen kannst, zwei Dinge: Trust und Community. Hast du Vertrauen und hast du Reichweite. So, und wenn du Vertrauen hast und Reichweite, dann bist du natürlich der absolute Gewinner. Und Und ja, ich meine, natürlich, wenn du da so zwei, drei, vier ganz seriöse Leute finden würdest, die durch ihre Art und Weise es schaffen, natürlich stärkeres Vertrauen aufzubauen, gerade wenn man natürlich daran denkt, es darum geht, dass ein paar mehr Leute mal ein ETF oder zwei kaufen, jetzt nicht irgendeinen krassen Kryptogramm, sondern einfach mal was weiß ich. Den Most Straightforward MSCI World oder sowas. Und das erklärt jemand, wie das funktioniert und wie du das machst. Und da hast du ein Depot und da ist ja eigentlich vielleicht auch ganz okay, wenn die Person so ein bisschen, so ein bisschen steif ist. Weißt du, was ich meine? Und da wird sich doch bestimmt jemand finden. Und die haben vielleicht noch ein paar interessante Hobbys. Also insofern kannst du schon aufladen.
MarkusNein, nein, definitiv. Also ich glaube, eine Strategie ist, finde ich für mich, sehr greifbar. Ich sage nochmal, es ist sonst sehr teuer, Custom Acquisition Cost, besonders in dem Bereich. Wenn du ein paar Bankern da Gehälter zahlst, ist das oft immer noch billiger. Und natürlich, die müssen erfolgreich sein und müssen halt ihre paar hunderttausend Aufrufe oder idealerweise sogar mehr erzielen, aber dann zahlt sich das gut aus.
DanielAber BitPanda hat eigentlich auch schon genug Reichweite, als dass sie Leuten helfen kann, möglichst schnell Reichweite aufzubauen. Natürlich.
MarkusMal schauen. Vielleicht laden wir die Person dann mal ein.
DanielAber die muss ich ja dann auch erstmal nach Strich und Faden richtig beleidigen, so wie ich es vorhin schon gemacht habe. Genau, das muss dann schon.
MarkusAber wenn wir schon von Einladung sprechen, vielleicht doch jetzt, um das Emmy-Thema noch formell abzuschließen. Da Dennis, der CEO von Emmy, ist am Sonntag auch im Deep Dive. Stark. Wenn wir da auch nochmal ein bisschen tiefer eintauchen in den Backgrounds, den es da zu diesem Exit gibt. Sehr stark.
DanielUnd natürlich gibt es auch richtig nette, tolle Bänker. Aber ich habe so ein sehr bleibendes Erlebnis vor über zehn Jahren, hatte ich mit einer Bank zu tun, das war in Frankfurt. Und die haben einfach jedes Klischee bedient. Lustigerweise, wenn ich es reflektiere, die Banker, die ich in Österreich kenne, sind nicht so wild, aber die Frankfurter Banker, so vor ungefähr zehn Jahren, das war einfach, das war halt auch eine andere Baustelle. Muss ich, also muss ich wirklich so sagen. Frankfurter Banker vor Covid, meine Fresse. Das waren schon die schmuckigen Leute. Und die sind mit im Bleib der Erinnerung geblieben. Aber ja, was soll's, was soll's. Probieren wir andere Leute auch noch ein bisschen zu beleidigen. Mit wem wollen wir denn noch? Smartphone versus Fertalität. Fertalität. Fertilität, dass ich es rausbringen.
MarkusJa. Das war eines der großen Themen der letzten Woche, die durch alle Medien und auch alle Social Networks gegangen ist. Es gibt eine neue Studie, die von der Financial Times sehr prominent aufgegriffen wurde, wo es um den Effekt von Smartphones bzw. damit einhergehend wahrscheinlich auch Social Media auf die Fertilität geht, haben sich das auf den ganz unterschiedlichen Levels angeschaut, in entwickelten Ländern, nicht entwickelten Ländern, bei reichen Leuten, armen Leuten, bei jungen und alten und es ist eben relativ universell. Der einzige Kit, es ist sehr viel, also ein ganz klarer Hang zu jüngeren Leuten, wo das einen Effekt gibt. Aber was man sieht, weil ja Länder auch unterschiedliche Entry Points für Smartphones hatten, also es waren nicht überall gleichzeitig Smartphones, aber dass immer dort, wo das Smartphone gekommen ist, schon nochmal einen gewaltigen Knick nach unten gab bei der Fertilität. Wenn man da rauszoomt und sich die letzten 100 Jahre anschaut, dann ist der Knick immer noch überschaubar, weil es halt einfach eine langfristige Kurve mittlerweile weltweit ist. Aber der Knick ist definitiv da und es passt ins Bild, was man sieht, das ist eigentlich die Menschen. Grundsätzlich, wenn man sich die Zahlen anschaut, dass Frauen, die Kinder kriegen, immer noch gleich viele Kinder kriegen wie jetzt schon einige Zeit lang her. Irgendwann war es noch nicht viel höher, aber das ist relativ stabil, aber es gibt weniger Couples gibt. Also es gibt einfach weniger Menschen in Beziehungen leben und damit auch weniger Menschen Kinder kriegen.
DanielUnd das liegt daran, dass ich quasi mit dem Handy spiele, nicht mit sich selber.
MarkusAlso es gibt keine Studie, wo es in irgendeiner Form eine Kausalität, aber es wirkt sehr stark, weil die Korrelation eben klar da ist und die These ist natürlich, okay, die Leute sitzen vorm Schirm, anstatt dass sie rausgehen und Leute treffen und soziale Kontakte aufbauen. Also es geht einher mit Einsamkeit und mit sich im Feed ertränken lassen quasi.
DanielUnd glaubst du nicht auch, dass es so ein bisschen was damit zu tun hat? Jetzt lehne ich mich mal ein bisschen weiter aus dem Fenster, weil ich muss ja sagen, ich bin seit 16 Jahren mit meiner Frau zusammen, was total cool ist. Man muss sagen, 2010, da gab es all diesen ganzen Dating-Kram in der Form nicht. Ich habe meine Frau richtig klassisch offline kennengelernt. Das ist ziemlich gut. Aber worauf ich hinaus, ich habe das Gefühl, dass durch Social Media zwei Dinge auch passiert sind, dass Nummer eins, die Menschen so einen Hang zu Perfektionismus haben, also die einen perfekten Partner suchen und das auch sehr analytisch betreiben. Und Nummer zwei natürlich auch, genau wie du sagst, dass das reine Socializen auch nochmal irgendwie abgenommen hat. Ah ja, und Nummer drei natürlich die Depression auch noch zu nehmen. Und es gibt ja auch Studien drüber und das ist jetzt ganz gefährliches Halbwissen. Aber wahrscheinlich triggere ich da jemanden draußen, aber es ist mir jetzt auch ziemlich glatte. Dass scheinbar Frauen sehr selektiv sind bei der Partnerwahl auf Social Media und dass Typen dadurch sehr stark übrig bleiben. Gerade so mittelmäßige Typen, was so die Futterkette betrifft. Es ist ganz, ganz, ganz gefährliches Halbwissen. Aber dass das natürlich dann auch nochmal mehr diesen Lowliness-Faktor hinauftreibt. Und ja, blöd.
MarkusJa, also da gibt es auch gute Wissenschaft dazu, dass das halt für die Gesellschaft eines der größten Probleme ist, die wir haben. Das einfach, weil viele der Gesellschaften, natürlich, Pensionssystem ist klar, haben wir ein Riesenproblem, weil eben zu wenig Kinder geboren werden und dadurch das Pensionssystem, das Umlagesystem eigentlich so nicht mehr funktioniert und wir immer mehr von unserem Haushalt in Pensionen stecken müssen. Es gibt Wege, wo man sich Skandinavien anschaut, wo das deutlich besser vom Pensionssystem aufgesetzt werden, aber grundsätzlich viele, viele, viele gesellschaftliche Probleme entstehen, dadurch, dass wir als Gesellschaft eine zu niedrige Fertilitätsrate haben und dass da spielen die Handys eine Rolle. Das ist natürlich nicht die einzige Rolle, da spielen ökonomische Faktoren, dass halt eben Eigenheim bzw. Wohnkosten unglaublich gestiegen sind, dass andere Lebensmodelle bzw. halt auch Prioritäten im Leben gesetzt werden, was glaube ich auch vollkommen legitim ist. Jetzt kann ja jeder Mensch auch selbst entscheiden. Aber gesellschaftlich ist es einer der großen Challenges, die wir haben. Und da hat das Handy nicht dabei geholt, das Smartphone nicht dabei geholfen, diesen Trend zu drehen, sagen wir so.
DanielDas krasse ist, also ich finde das ein bisschen schwierig, also diese Studie per se, weil, glaube ich, so viele Faktoren damit spielen. Aber immer wieder, wenn ich über das nachdenke und für Leute, die nicht regelmäßig zuhören, ich habe zwei Kinder. Das heißt, also läuft bei mir, was das Thema betrifft. Aber es gibt die eine Sache, die mir keine Ruhe lässt, und das ist Al Bundi. Habe ich jetzt nicht unbedingt gesehen, aber hast du Al Bundi früh gesehen? Kennst du? Aber du kennst die Serie kennst du auch nicht? Nein. Das war so in den 90ern eine unfassbar erfolgreiches Sitcom. Ich weiß gar nicht mehr, wie die hieß. Auf jeden Fall ist Al Bundi, ich kennst du es sicher. Jetzt muss ich mir kurz nachschauen. Auf jeden Fall ist es. Eine schrecklich nette Vermögensheit. Dankeschön. Genau, genau. Hast du bestimmt irgendwann mal gesehen? Du weißt davon zumindest. Okay. Ich habe es auch nie wirklich gesehen, aber hier ist das Thema. Al Bundy ist Schuhverkäufer. Und er hat in der Serie ein Einfamilienhaus, zwei Autos, zwei Kinder und eine Frau. Und er ist Alleinverdiener. Und das ist aber Amerika in den 80ern und 90ern, dass ein Schuhverkäufer natürlich ein Einfamilienhaus hat mit zwei Kindern und einer Frau und dort arbeitet, das ist eigentlich auch grundsätzlich kein Thema. Und es gibt unfassbar viele Studien, die genau das analysieren. Und wenn du jetzt sagst, boah, also ein Einfamilienhaus, da bist du, hast du wahrscheinlich irgendwo ein Exit gemacht, oder? Oder du hast geerbt, aber läuft bei dir. Und das ist eigentlich so ein Riesenthema, wenn du denkst, wenn du in einer Familie planst und ein Einfamilienhaus mit Garten so absolut unfassbar nicht möglich ist, mit einem normalen Gehalt, dann ist es natürlich auch etwas, das wahnsinnig auf diese, auf diese, auf die Fertilität drücken wird, weil musst du mal so ein Kind erhalten, geschweige denn zwei oder drei. Und diejenigen, die sich darüber Gedanken machen, nicht die, die bei Ryan eher klatschen, die sind ja dann eher die, die dann das schon sportlich nehmen, aber die, die so ein bisschen, ich sag mal, mit mehr Planung ans Leben herangehen, die kommen dann oft zu dem Schluss, dass sie so ein Kind vielleicht gar nicht wirklich richtig erhalten können in der Form, wie sie es wollen. Und dann wird es doch das Rennrad. Und das ist so ein bisschen das Thema. Jetzt habe ich wieder ganz schön viele Leute getriggert.
MarkusAlso ich glaube, dass ökonomische Faktoren hier eine große Rolle spielen. Das ist ganz klar. Und dass Kinderbetreuung, fehlende Kinderbetreuung hier auch eine Rolle spielt, ist auch, also das sagt doch die Studie nicht, dass das nicht der Fall wäre. Es ist einfach klar, dass die Smartphones besonders in der jüngeren Generation nochmal dafür gesorgt haben, dass weniger Kinder geboren werden. Nein, das sagst die Studie nicht. Studie ist nämlich nicht kausal, aber es wirkt einfach sehr, sehr stark danach, weil eben, wenn du dir das zeitlich anschaust, dass jedes Mal diese Kurve noch einmal stark sinkt, wenn in einem Land Smartphones wirklich in die Breite gekommen sind. Aber gleichzeitig hast du recht. Es ist natürlich so. Und das ist mittlerweile auch eben kein Thema mehr der entwickelten Welt. Es ist global. Es ist überall unabhängig von ökonomischer oder sozialen Faktoren. Es ist grundsätzlich einfach ein Problem. Ein Thema, dass wir weniger Kinder bekommen. Und es wird zunehmend zu einem Problem für uns als Gesellschaft, besonders für uns auch als Volkswirtschaft.
DanielJa, wie gut, dass wir zusammen drei Kinder haben. Also nicht wir beide miteinander, aber.
MarkusImmer noch, also eigentlich unter Replacement Rate.
DanielJa, ja, ja.
MarkusWie viel müssten wir haben? Ich habe 2,2. Also es müssten deutlich mehr Menschen eigentlich auch drei oder mehr Kinder haben. Ja, auch unglaublich viel. Das hat unglaublich viel Kinder bedeutet.
DanielAlso ich muss ja sagen, zwei ist manageable, aber drei ist halt schon echt. Das ist eine Nummer, weil die sind ja dann in der Überzahl. Also das ist dann, glaube ich, noch schwieriger. Also ja. Was wollen wir da noch machen?
MarkusWir haben nochmal good news, nämlich Tractive, der wahrscheinlich größte Startup-Exit der österreichischen Geschichte, der vor einem Monat circa announced wurde, der ist jetzt auch geclosed worden. Also dieser Verkauf ist jetzt durch. Es haben sich in dem Zug auch der Michael Hurnaus, der Gründer und sein Co-Geschäftsführer, der Wolfgang Reisinger, haben sich auch jetzt nochmal gemeldet und haben auch gesagt, dass ich jetzt mit in einem nächsten Schritt dann zurückziehen werden, auch aus der Geschäftsführung, also dass das übergeben wird an den neuen Eigentümer Bending Spoons. Und auch ein bisschen zurückgeblickt auf die letzten, ja doch, ich glaube 13 Jahre waren es. Und da einfach auch sehr coole Insights geboten. Da Hansi, der ihr größter Investor war, der hat auch eine Rückschau quasi gemacht, was alles passiert ist. Also das sieht man schon auch wieder. Es braucht viel Geduld und viel einfach die Fähigkeit, auch dabei zu bleiben, dran zu glauben, um halt dann auch unfassbaren Erfolg quasi einzufahren. Sie hat auch so transparent wie er immer ist, seinen DPI, also einen DPI von 330 Mal von der Pre-Set-Runde, also von seinem ersten Investment, hat er nochmal nachinvestiert. Aber das ist schon echt, echte Champions League.
DanielDa muss man sagen, das ist natürlich, es ist, also DPI ist ja, wie heißt das, Distribution to Paid and Capital? Das heißt, wie stark hat sich das, was du eingezahlt hast, vermehrt? Richtig?
MarkusAlso wenn du einen Euro einzahlst, dann würdest du 330 zurückbekommen.
DanielUnd jetzt, um nichts Falsches zu sagen, aber was ist ein typisches Business Angel Investment? Zum Beispiel 250k?
MarkusJa, vielleicht waren es damals nur 100, aber Hansi hat auch immer wieder größere Tickets gemacht. Und er hat dann aber auch eben nochmal nachgelegt in einer zweiten Runde, also über alle seine Investments hinweg sind es, glaube ich, 110er DPI Multiple.
DanielAber machen wir mal bald zum Spaß. Angenommen, es wären 250.000, also ohne was zu wissen, mal 330. Das ist 82,5 Mio. Das ist schon, das ist also okay. Also aus 250 hätte man 82,5G macht. Natürlich ist das jetzt alles so ein bisschen Milchmädchen, aber grundsätzlich er sagt, ja, DPI 330, das ist ein bisschen besser als so ein durchschnittlicher Bausparer. Das ist schon okay. Muss man natürlich auch sagen, genau deswegen ist Hochrisikoinvestment und beeindruckend, so lange drin zu bleiben und beeindruckend mitzugehen und und und. Deswegen ist er auch der Hansi, aber leicht mich am Arsch, das ist eine gute Performance.
MarkusDas ist eine absolut unfassbare Performance. Das muss man echt sagen. Die meisten Investoren da draußen, jetzt sowohl Angels auch als auch VCs, haben in ihrem Leben nicht ein einziges solches Investment. Das ist extremer Outlier. Aber nur die Angst, ich glaube, Facebook oder Google hat auch die hatten, da hatten die initialen Investoren, glaube ich, nur einen DPI von ich glaube 1000 oder so. Also schon nochmal ein bisschen größer, aber das waren halt die aller, allergrößten Multiples, die du bisher spielen. Ich glaube, jetzt OpenAI wird spannen, weil die werden da vielleicht nochmal sparen, also OpenAI und ein Shop werden es vielleicht nochmal sprengen. Aber grundsätzlich in Europa kann ich mir gut vorstellen, dass der Hansi da ganz, ganz weit vorne dabei ist mit diesem Investment. Also auch cool, diese Story. Und das, jetzt haben wir vorher über Amy gesprochen, da war natürlich viel Equity dabei. Das heißt, du wirst jetzt die Faktoren, wie viel Geld das auch zurückspült ins Ökosystem, so schnell wahrscheinlich noch nicht spüren. Aber da, das spürt man jetzt definitiv, weil da kommt jetzt viel Kapital auch zurück an die Investoren, an die Gründer. Das heißt, da hast du jetzt, glaube ich, schon einen super Effekt fürs ganze Ökosystem. Glaube ich auch.
DanielJa, und dann noch ganz kurz zum drüberstreuen, unsere Telenovella, unsere AI-Telenovella geht in die nächste Runde. Elon und Sam, Neverending Story, vielleicht jetzt Ending. Da gab es jetzt auch schon ein bisschen eine konkretere Ansage, oder?
MarkusJa, also Elon hat ja den Sam bzw. Open Air angeklagt wegen dieser Transformation von Non-Profit zu For-Profit. Wurde da jetzt vor Gericht abgewiesen, weil die Verjährungsfrist hat er verpasst. Es gab kein Urteil, inwiefern das jetzt okay oder nicht okay war. Er wird in Berufung gehen, also die Geschichte ist noch nicht vorbei. Aber ja. Die Telenovela geht weiter.
DanielAlso insofern, Jungs, ihr macht jetzt schon. In dem Sinne, es hat wieder Spaß gemacht. Ja, freue mich. Check her, stay safe und bis zum nächsten Mal. Bye bye.