Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#523 - Fonio Runde, China gewinnt Token War & Claude Fable 5
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🇦🇹 Fonio Runde
🇨🇳 China gewinnt den Token War
🤖 Claude Fable 5
👆 Hacker vs. Biometrie
🌍 New Scoreboard on European Startup policies
🚀 270 Mio. für Isar Aerospace
🎸 Rockstar: David Mayer-Heinisch & Team Froots
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Einen wunderschönen good morgen, good, good, welkom by Future Weekly. Heute mit mir Markus und der großartigen Hannah. Hallo, Hanna, hello here draußen. A recordverdächtige investment runde in Österreich. A ver, in the international token war. We read over the new Mythos Model on Cloud, which for the mass verse is, but not for a week. We read the metrics and why Hacker in this direct besonders feel sorry. We read over the unterspeed and the dazugehörigen Agencies. We read it weitere bemerkenswerte Finanzierungsrunde aus München mit vor Alberga Ingredients. And wir haben natürlich einen großartigen Logstarter. Okay. Tschüss, Wiki. Here we go. Wir starten mit News und wer auf LinkedIn unterwegs war, hat gestern eine Story wirklich nicht übersehen können. Ich glaube, das war wahrscheinlich die bestparchizte Finanzierungs-Announcement-Strategie, die ich bisher erlebt habe, weil mein LinkedIn war, glaube ich, 16 Posts über dieses Thema und dann erst alle anderen Themen. Also das war schon fast zu spiegel, würde ich sagen. Aber ja, es geht natürlich um Amphio, die gestern ihre Seedrund announced haben. 14,6 Millionen Euro, angeführt von Harry Stabbings 2020 VC, also einer der bekanntesten VCs in Europa, wirklich starke 120 Millionen Euro Bewertung. Und hat damit sicher mal auch ein Statement über die Grenzen von Österreich hinausgesetzt und glaube ich für alle ein schönes Zeichen gesetzt, dass man aus Österreich heraus auch wirklich Category Leader auf europäischer Potenzial sogar auf globaler Ebene bauen kann. Und das gehört absolut gefeiert und ist natürlich still a long way. Das ist nur der Anfang, eh klar, aber trotzdem echt Hut up, sehr starke Leistung.
SPEAKER_02Absolut. Also ich muss sagen, ich feiere Daniel und Matthias, die zwei Gründer und das gesamte Team so stark, die einfach auch die Entwicklung über jetzt die letzten zwei Jahre zu beobachten. Die sind so rasant gestiegen, haben das Team aufgebaut und auch nutzen, haben nicht nur dieses Announcement genutzt, um quasi auch von sich hören und sehen zu lassen, sondern ich finde auch, das ganze Team ist ja, sehr exponiert. Auch auf LinkedIn sehe ich immer Updates, was sie alles machen, wie sie ihre Kultur auch nach außen tragen. Und das ist wirklich, also ein Startup, das zeigt, es braucht sehr, sehr viel Dedication und Hustle, um das zu machen, was sie tun. Also da ist ganz klar, auch kommunizieren sie, wir leben eine Kultur, wo es nicht darum geht, wie viele Stunden du machst, sondern es wird einfach gearbeitet, bis es nicht mehr geht. Und wir sind alle mega dedicated and the same team sind, ich glaube, der Daniel hat mal geschrieben, mehr als 50% des Teams had selber mal begründet, ex-entrepreneurs. And er freut sich yet darauf, when er dann quasi the ergestments machen kann in Teammitglieder. And his plan is quasi so we have a PayPal Mafia, that is iron my phone Mafia gibt, die theory mit neuen Innovationen bespielen wird. Also es ist echt cool zu sehen, was da für Ambitionen dahinter sind. Und der Matthias Gruber war ja bei uns im ELP und schon damals war ich so beeindruckt von seiner Dedication. Also er hat immer schon alles angegangen mit einem extrem hohen Qualitätsanspruch. Ich kann mich erinnern, ich habe mal so einen Workshop gehalten, so wie man sein Netzwerk aufbaut und das leveraged. Und wir haben das verbunden mit einem Partnertag, dass sie halt dann gleich ihre Networking-Skills nutzen können und sich gut mit unseren Austrian-Startuff-Partnern vernetzen können. Und er war davor schon, hat er mir geschrieben, hey, kann ich die Liste der Partner haben, die Kontakte, ich möchte mich vorbereiten und schauen, mit wem ich da dann tatsächlich connecten möchte. Also der war, egal um was es ging, immer so einen Schritt mehr dahinter als so der Average. Und ja, das hat er, glaube ich, in vielen Ebenen gezeigt und jetzt mit Fonio einen Ort auch sich geschaffen, wo er die Personen, die ähnlich agieren und denken, um sich herum gesammelt hat und wirklich, wirklich spannende Produkte baut.
MarkusJa, dann wirklich auch ein technologischer Vorschlag, den sie sich erarbeitet haben mit der Turn Detection, wo sie wirklich führend sind und gleichzeitig sehr, sehr gut in der Execution. Also das ist auch das, was Dr. Daniel jetzt mehrmals auf strategischer Ebene kommuniziert hat. Irgendwann wird viel von der Technologie zur Commodity werden und deshalb zählt einfach jetzt auch mehr bei der Distribution dann, wer hat diesen Vorfolg, den sie sich jetzt erarbeitet haben, wer schafft es dann auch, um zu münzen in tatsächliche Marktanteile, um eine Position zu gehen, wo man proaktiv konsolidieren kann und der ist, der dann am Ende auch als Gewinner hervorgeht in so einem Markt. Da sind sie sehr dahinter mit unglaublich viel Dedication fürs Wachstum. Also wir hatten den Daniel ja jetzt am Wochenende im Deep Dive, bitte hört es da gerne rein. Ich glaube, da kriegt man ein sehr gutes Gefühl, wie diese Company funktioniert und warum sie so schnell wächst und warum sie es geschafft haben, auch so eine Runde aufzustellen. Weil das eine ist die Bewertung. Das ist, wenn man jetzt, ja, je nachdem, was jetzt an der Zeitkarte der aktuelle ARR ist. Ich bin jetzt mal von sieben Jahren ausgegangen, dann wäre das ein 16er Multiple, das ist schon sehr sportlich. Aber cool. Also das ist bei dem Wachstum, kann man das eben auch durchaus rechtfertigen. Dass man gleichzeitig aber auch, was man hört, sehr Founder-Friendly Terms durchgesetzt hat. Das zeigt auch, in was für eine Verhandlungsposition man ist. Die sind nie aktiv ins Fundracing gegangen, die waren halt einfach so präsent, haben so starke Zahlen geliefert, dass die Anekdote zumindest ist, dass es da kein Pitchstück gegeben hat. Und tatsächlich einfach der Harry Stabbings gesagt hat, proaktiv. Wurscht, ob wir Fundraced. Wir wollen da dabei sein. Und das sind dann halt auch die Hebel, die wir bringen können, weil das ist, da geht es ja nicht nur ums Geld, da geht es ja auch um die Streitkraft in ganz Europa. Das ist einfach von der Marke und von der Reach ein VC, der sehr, sehr, sehr oft gehen bieten kann, der passenderweise auch das sehr eng mit einem Podcast verbunden hat, also einer der erfolgreichsten Podcasts im Startup-Bereich in Europa. Und mal schauen, wie das Formel jetzt auch hebelt.
SPEAKER_02Und was ich auch stark finde, das Ganze soll rund drei Wochen nur gedauert haben von quasi Offer. Die wurden ja proaktiv, eben, wie du gesagt hast, angesprochen auf die Runde und dann innerhalb von drei Wochen durchexekutiert. Und wenn ich bedenke, wie viele Gründer zu mir sagen, ja, eben das Fundraising, das nimmt so viel Zeit weg und ich kann mich nicht auf mein Business dann fokussieren, weil dann wollen die Investoren so viel und ich muss das alles aufbereiten und so weiter. Und dann sind die Monate lang am Fundraisen, finde ich das halt auch stark, weil das heißt, sie können sich einfach voll auf Execution und Delivery fokussieren, weil sie diesen Fundraising-Prozess einfach in drei Wochen abgeschlossen haben. Stark.
MarkusNein, also wirklich große Gratulation an euch. Toi toi toi bei den nächsten Schritten. Es gibt sicher genug zu tun jetzt. Und we are rooting for you. Cool. Lass uns weitergehen. Bei AI bleiben. Da fanden, ich glaube, so einen sehr spannenden Artikel letzte Woche. Über den sogenannten Token War. Es ist ja so, dass mittlerweile sehr viele Unternehmen, besonders auch in der Startup-Szene, sehr proaktiv AI nutzen, AI auch viel Agentic nutzen, das heißt, nicht nur einzelne Tasks übertragen, sondern ganze Jobs. Und das ist teuer. Das läuft dann meistens nicht über die ganz normalen Subscription-Models, da AI-Modelle, sondern da muss man Tokens kaufen. Und das geht ordentlich in Geld. Es gibt Horror Stories von Unternehmen, die plötzlich sehr hohe Millionensummen dann in Rechnung gestellt bekommen haben. Und dadurch die CFOs sehr nervös geworden sind, was das mit der Unternehmensbilanz macht. Und eine Folge davon ist, dass man jetzt sieht, dass die tatsächliche Token Consumption sich in den letzten Monaten gedreht hat, seit Jahresbeginn circa. Und zwar mehr und mehr chinesische Modelle genutzt werden. Also mittlerweile eigentlich mehr chinesische Tokens gekauft werden als amerikanische, weil die chinesischen Models 10 bis 30 Mal billiger sind als die US-Models. Und ja, mittlerweile sind wir schon in Richtung 80% unterwegs von Token Usage, die mittlerweile nach China gehen. Die Performance ist vergleichbar. Es ist schon für besonders komplexe gute Tasks. Es ist weiter ein Tropic und ChatGBT oft die erste Wahl. Aber für die grundlegende Basis, die meisten Jobs greifen mittlerweile sehr viele AI-Startups auf chinesische Model zurück, weil dadurch auch Margen in irgendeiner Form attraktiv bleiben können. Und das ist natürlich, was technologische Souveränität angeht, hingegen etwas, was unseren amerikanischen Kollegen sicher ein Dorn im Auge sein wird.
SPEAKER_02Ja, es ist ja schon spannend, weil im Endeffekt ist ja das große Versprechen, womit auch viele Personen tatsächlich auch entlassen wurden, dass AI effizienter ist als Menschen bzw. sich Unternehmenkosten einsparen können, indem sie eben AI sehr intensiv nutzen und damit brauchen sie weniger MitarbeiterInnen. Wenn du jetzt aber einen Mitarbeiter hast, da gab es ein Beispiel in dem Artikel von einem Anthropic-Mitarbeiter, der quasi innerhalb eines Monats 100.000 Euro ausgegeben hat für Tokens, da muss man schon einige Mitarbeiter daraus ersetzen und einige Entwickler ersetzen können, dass man das rechtfertigt. Von dem her verstehe ich den Shift. Also wenn das bis zu 30 Mal günstiger ist, das chinesische Modell zu verwenden, then denke ich jetzt als Unternehmer oder Unternehmerin nicht unbedingt an digitale Souveränität, sondern an meine Button line. The Frage is, can man da überhaupt noch einen anderen Shift dann orchestrieren? Auch einen Shift nach Europa schafft man, wie schafft man es, die Modelle so günstig zu bauen, dass sich die Unternehmerinnen dann denken, naja, für die Basis nehme ich das europäische Modell, weil vielleicht ist es ja sogar einfacher zu sagen, man schafft ein günstigeres Modell, als man schafft quasi das allerbeste Modell. Weil da von der Qualität jetzt an ein Anthropic oder OpenAI heranzukommen, glaube ich, ist mittlerweile sehr schwierig, auch wenn man halt bedenkt, mit was für Budgets diese Unternehmen selbst arbeiten und was die für unten aufgestellt haben und jetzt mit IPO nochmal mehr Power haben.
MarkusJa, man muss dazu sagen, die Datenbasis, das kommt von Open Router, das ist jetzt eher, sage ich einmal, ein Vergleich mit einem Labor, als ein echtes Panoramabild des Marktes. Besonders preisssensible Entwickler da abgebildet, weil es eine Aggregatorplattform ist. Das heißt, die großen Enterprise Workloads, die wahrscheinlich auch weniger preisssensibel sind, die sind, schätze ich weiterhin auf OpenAI und Shoppy Google stark unterwegs. Aber ja, insgesamt, wie du auch richtig sagst, das ist für Europa, also Europa spielt da gar keine Rolle. Du hast entweder eben die closed Modelle aus Amerika, die teuer sind, oder das ist die Open Source Modelle aus China, die billig sind, die sind sicher so billig, weil einerseits der Strom in China so billig ist, also genau wie halt damals Bitcoin Mining in erster Linie in China passiert ist, ist jetzt die Token Production. Die, wenn man das jetzt abstrakt sieht, in erster Linie halt einfach Strom um gemünzt in Rechenpower ist. Dort so günstiger und andererseits könnte ich mir auch vorstellen, dass durch die gewissen Limitierungen, die es da gab, Exportkontrollen in den USA, was sehr licensfähige Chips angeht, die Chinesen halt tüftlerisch werden mussten, um trotzdem irgendwie wettbewerbsfähig sein. War ja DeepSeag damals der große Schockmoment, obwohl die nicht die Superchips haben, können die mithalten. Die Modelle, die da jetzt eher mitspielen, das sind ja nochmal andere. Das ist Minimax, Chimi und Schipu. Aber man sieht schon, das sind Modelle, die jetzt für die meisten unserer Hörer wahrscheinlich nicht bekannt sind. Das sind eher die, die vielleicht auch mal rumexperimentiert haben. Mit so etwas wie Open Claw oder so. Dort war das schon eine Frage, welches Modell nutzt du eigentlich für deine Claw? Und da waren schon die chinesischen Modelle auch definitiv eine gute Wahl. Ich glaube, Kimi war, wenn ich mich recht erinnere, da oft auch ein Vorschlag, der gebracht wurde. Aber ja, wie gesagt, Europa kommt gar nicht vor. Mistral ist der einzige in Europa, der auf der Ebene irgendwie zumindest theoretisch dabei sein könnte, kommt aber in der Studie jetzt auch gar nicht vor, wird gar nicht erwähnt. Das heißt, auf dieser Foundational Ebene haben wir echt ein Problem in Europa, wenn es um die Souveränität geht. Wir können natürlich einfach sagen, ja, wir sind die Anwendungsebene und da ist Phonio das beste Beispiel, das kann gut funktionieren. Da haben wir einige. Da ist auch Eme, über die wir ja viel gesprochen haben in den letzten Wochen mit dem großen Exit Sumistralien. Es ist auch Anwendungsebene und dort wirklich gut, wo es halt um die Physik geht, wie AI dann auch in der Industrie angewandt wird. Also dort kann Europa wirklich mithalten. Aber so the bread basis, the foundational models, day actually wettbebsfähigkeit. Und da müsste man, glaube ich, sich überlegen, das Durchspielen auch, was bedeutet das in gewissen Konfliktsituationen, was bedeutet das langfristig, was auch unsere Wettbewerbsfähigkeit angeht, when we uphängig sind. And when that problem is, then müsste man halt schon überlegen, wie kann man zum Beispiel mit Israel jetzt halt wettbewerbsfähig machen.
SPEAKER_02Wie hat China so viel Zugang zu günstiger Energie? Beziehen sie hauptsächlich aus Russland als Gas? Weil im Endeffekt, wenn man sagt, okay, man nimmt das jetzt als Strategie, zu sagen, man wird das europäische Modell auch das günstigste und man schafft quasi damit die Basis. Und für die Top-Nutzungen geht man dann trotzdem noch auf Enthropic etc. zu. Und strategisch dann sagt, okay, und dafür investieren wir extrem stark noch mehr in günstige Energie. Das ist quasi, das wird unser USP, dass wir günstige, nachhaltige Energie in Europa schaffen können. Und nochmal Double Down on Renewables und ich meine, Mr. Sitz in Frankreich, Atomenergie. Vielleicht gibt es da dann einen Weg, wenn man sagt, als Europa schließt man sich dafür zusammen, um das als unsere Strategie zu sehen. Wir schaffen eine günstige Alternative.
MarkusJa, also ich glaube, das muss Europa sowieso. Europa muss sich überlegen, wie man unabhängige, preisgünstige Energie schafft. Das ist eine der wichtigsten Challenges. Und gleichzeitig sollte das natürlich zukunftsfähig sein. Wenn man nach China schaut, muss man sagen, obwohl die haben große Fortschritte gemacht in den letzten Jahren, aber es ist immer noch 55% Kohle, also die verpesten die Umwelt massiv. 14% Wasserkraft, 11% Solar, 11% Wind, 5% Kernenergie und dann nur 2% Gas und Biomasse. Also fast die Hälfte, mehr als die Hälfte Kohle. Das ist natürlich preistechnisch, haben die damit eine super Basis, aber das sollte wahrscheinlich nicht der Weg sein, den Europa einschlagt. Wir hatten ja gute Energiepreise durch billiges Gas aus Russland. Das ist aus naheligen Gründen aktuell nicht mehr der Fall und wird es wahrscheinlich auch so nicht mehr werden, weil eben die Unabhängigkeit nicht gegeben ist. Und ich glaube, das war für viele eine Lehre wahr, dass auch diese gegenseitige Abhängigkeit nicht vor dem Konflikt voll schützt und wir jetzt darunter leiden. Aber das Energieproblem muss Europa lösen. Gleichzeitig glaube ich, dass es realistischer ist, zumindest in einer nahen Zukunft, dass man eher auf der Performance-Ebene konkurriert als auf der Preisebene. Also ich glaube grundsätzlich für den europäischen Markt, wir müssen Innovationsführer sein. Wir müssen die besten Produkte, die beste Innovation liefern, weil wir die besten Bedingungen für die klügsten Köpfe schaffen. Und dann können wir auch teurer sein als der Rest, aber wir müssen die Besten zahlen. Aktuell sind wir weder die Besten noch die billigsten. Und das ist gefährlich.
SPEAKER_02Und deswegen kommen wir auf der Liste nicht vor. Wer sich jedoch als die Top-Performer hervortun, gerade im AI-Bereich ist Enthropics, die jetzt mit Fable Five ein neues Modell launcht haben und gleichzeitig sich die Gründer ausgesprochen haben. So, jetzt sind wir on the top. Vielleicht sollten wir die Entwicklungen jetzt mal pausieren, damit die Menschen auch quasi nachziehen können und wir diese Entwicklungen irgendwie verstehen und verinnerlichen können, bevor wir jetzt den nächsten Schritt gehen. Was sagst du dazu?
MarkusJa, der Spannungsbogen ist natürlich schon interessant, dass die selbe Firma, die am Donnerstag eine Entwicklungspause fordert, jetzt am Dienstag das stärkste Modell aller Zeiten präsentiert und sagt: That comes with safeguards. When you frame in Richtung Cybersecurity oder BioStuff fragt, dann wird das Modell geswitcht, weil das Modell ist zu gefährlich. And gleichzeitig muss man dazu sagen, what auch dazu kommt is sie sagen, dieses Modell ist in euren Bos inkludiert, bis zum 22. Juni und danach müsst ihr dafür extra zahlen. Also ist nicht mehr in den Abos inkludiert, sondern braucht Tokens. Das heißt, ist gleich sehr teuer. Das heißt, ich glaube, das ist schon halt auch so ein bisschen die grundsätzliche Geschichte der letzten Monate in Jobic, die machen sensationell gutes Marketing. Und ein Teil von diesem Marketing ist, man verkauft diese Modelle als allmächtig and unglaublich gut anderlich. Also das Gefährliche ist ja auch das, was es irgendwie interessant macht for viele Leute. Und dann gibt man es her zu einem Preis, der attraktiv ist, der einen damit probieren lassen kann, der Leute, sage ich jetzt einmal, vielleicht auch mal was bauen lässt damit, was dann attraktiv ist, weiterlaufen zu lassen. Also de facto, man macht Leute süchtig. And then sagt man, ah ja, aber wir müssen das jetzt fahren. Das ist jetzt böse, wie ich das formuliert habe, aber natürlich, da steckt schon noch so eine Strategie dahinter. Das ist der Grund, warum ein Tropic so gute Zahlen liefert. Und das ist aktuell besonders wichtig, weil sie gerade ihren IP-Offer. Also ich glaube, das haben sie jetzt schon auch wieder gut. Dieses Narrativ haben sie schon wieder gut hingebracht. Die ersten Berichte sagen schon, dass Fable nochmal ein, also Fable 5 heißt das Modell, das ist jetzt die Mythos-Klasse, weil sie haben ja Mythos das Modell, was sie im März präsentiert haben, was sie aber dort nur an ausgewählte Firmen übergeben haben, die damit ihre Cybersecurity verbessert werden. Zum Beispiel Apple, damit die Leute nicht in die Betriebssysteme von Apple so leicht einbrechen können, damit sie sich vorbereiten können. Jetzt sagen sie, diese Mythos-Klasse ist jetzt für den Endkunden verfügbar. Ja, mit CardRails, also wenn du etwas in Richtung Cybersecurity oder Biotechnologie fragst, dann wird das abgedreht. Aber grundsätzlich so für alle anderen Anwendungen ist das jetzt also dieses super klasse Modell für euch verfügbar. Mal schauen, wie es angenommen wird. Ich kann mir vorstellen, dass Leute schon jetzt auch ein bisschen pisst sind mit dieser 22. Juni Deadline, dass nicht alle sagen, sie lassen sich darauf ein, wenn sie eh schon wissen, dass das dann massiv teuer werden, sie sich das eigentlich nicht leisten können. Aber andere, wenn du halt wirklich Frontier-Tech machst, dann ist das jetzt sicher halt einmal die nächsten Tage einmal ausprobieren, was möglich ist.
SPEAKER_02Und was macht dieses neue Modell jetzt wirklich besser? Also hast du schon ausprobiert, was für wo wird es Sinn machen?
MarkusIch weiß nicht, ob für die Use Cases, wo wir zum Beispiel KI nutzen, es wirklich einen großen Unterschied macht. Was, also in allen Benchmarks ist es nochmal ein Quantensprung, kann man von Benchmarks natürlich halten, was man will. Aber wo in den Erfahrungsberichten, die ich gelesen habe, der größte Unterschied ist, ist, dass wenn du sehr komplexe, sehr lange Tasks, also wo die KI auch jetzt einmal für zwei, drei Stunden an etwas arbeitet, was nicht eben ein Task ist, sondern ein ganzer Job, dass da nochmal ein ganz anderes Level erreichen kann. Natürlich auch bei den Coding Benchmarks, wo, sag ich mal, genau diese komplexen Elemente mittlerweile schon am weitesten fortgeschritten sind. Ich glaube, was wir auch jetzt spüren werden über die nächsten Monate, ist ein bisschen ein Ja, schon, dass diese Zweiklassen-Gesellschaft, die ja schon länger beschworen wird, worüber wir im Podcast auch schon gesprochen haben, dass die jetzt auch nochmal greifbarer wird, und zwar vielleicht ist es dann eine Dreiklassengesellschaft. Weil ich glaube, es gibt die Menschen, die dann Access haben werden zu diesen besonders tief gehenden Modellen, in der Form dann auch Dinge bauen, die für die große Breite nicht greifbar nicht relevant sind. Und wahrscheinlich wird auch nur in spezifischen Tech-Konzernen, Startups passieren, die sehr technologisch tief sitzen. Dann glaube ich, gibt es eine breite Gruppe an Menschen, die AI im Alltag nutzen und damit ihre eigene Produktivität ein bisschen leveragen. Und dann gibt es Menschen, die AI noch gar nicht nutzen. Und da sind schon große Unterschiede, auch was den persönlichen beruflichen Erfolg angehen wird. Gleichzeitig haben wir auch schon oft besprochen, AI macht bis zu einem gewissen Grad sicher auch dumm, weil es halt das Gehirn ist halt Muskel und wenn du den Muskel nicht beeinsetzt, dann verlierst du halt gewisse Fähigkeiten, die du schon mal hattest. Andere Fähigkeiten kannst du damit sicher nochmal besser ausbilden. Also das muss man schon auch klug einsetzen.
SPEAKER_02Ja, spannend. Ich habe mich am Montag mit einer Freundesrunde getroffen und da war eine Journalistin dabei. Und sie hat gemeint, sie nutzt AI eigentlich gar nicht, weil sie möchte ihre vor allem ihre Texte selbst schreiben. Und das ist ja, also ihre Texte, das ist ein Teil von ihr. Und jetzt irgendwie KI dafür zu nutzen, Teil dieses Text zu schreiben, das wird sich komplett falsch anfühlen. Und das ist etwas, was sie definitiv nicht machen möchte. Das fand ich irgendwie auch einen spannenden Blickwinkel. Vielleicht noch zu den Capabilities. Ich meine, diese Aussage jetzt von die ich am Anfang erwähnt habe, dass man quasi pausieren sollte, die Entwicklung von AI. Kann sein, dass das einerseits wieder etwas ist, wo sie einfach in den Nachrichten sein wollten und schauen, dass sie jetzt kurz vor dem IPO einfach so viele Schlagzeilen wie möglich schreiben. Aber was schon auch dahinter steckt, ist, dass dieses Modell mittlerweile halt auch so gut ist, dass es sich jetzt wirklich auch selbst weiterentwickeln kann. Und das ist eben dieser, das wird, das ist eben dieser Schritt Richtung Superintelligence, dass sich das, dass sich die Modelle einfach selbst immer weiter verbessern, ohne dass es noch wirklich groß Human Input dafür braucht. Und da geht es dann so schnell, dass halt keiner mehr mitkommen kann.
MarkusUnd diese Entwicklung in Richtung Recursive Self-Improvement verdoppelt sich etwa alle vier Monate. Seit Mai stammen 80% des Intropics Code-Base gemerchten Codes von Cloud. Also das ist schon eine Ausnahme, die zeigt, da ist schon viel mittlerweile möglich, besonders auch eben in diesem Frontier-Tech-Bereich. Ich bin auch gespannt, wann jetzt. Wir schon merken, in Amerika hören wir mehr und mehr von Protesten gegen AI. Da gehört das Thema Jobloss dazu, da gehört das Thema Data Center, Infrastruktur dazu, was halt auch einfach will. Also, wenn du in deiner Umgebung ein Data Center hast, wird jetzt schon so ein bisschen zu einem Thema, wo Leute sagen, nein, da ketten sie sich an und wollen das verhindern, weil das verschandelt die Umwelt oder verbraucht so viel Energie. Also da hast du schon viel Backlash mittlerweile auch in der breiten Bevölkerung. Und je mehr du diese Dreiklassen-Gesellschaft, je mehr du dieses Gefühl hast, das ist komplett losgelöst von den Menschen, desto delikater wird auch das Thema, glaube ich.
SPEAKER_02Und desto mehr kommen die Beispiele in den Vordergrund, wo halt auch für kriminelle Sachen misused werden. Und das schürt die Angst dann natürlich immer weiter. Diese Woche ist ein Video viral gegangen auf Instagram, das zumindest mir auch reingespielt wurde, wo gezeigt wurde, dass man mittlerweile mit den extrem guten Kameras, die die Handys mittlerweile haben, mit der extrem hohen Auflösung und AI-Modellen, wenn du jetzt ein Peace-Zeichen in die Kamera machst, im Endeffekt den Fingerabdruck kopieren kannst. Und dass das Hacker schon genutzt haben, um Zugang zu Bankkonten, zu deinem Türschloss, das vielleicht mit Biometric Data geschützt ist zu bekommen. Und das fand ich einen gruseligen Gedanken. Das halt, also ein Passwort, das kannst du ändern. Deinen Fingerabdruck, den kannst du nicht ändern. Und wie viele meiner Dokumente mittlerweile, also allein, dass ich mein Handy entsperre mit dem Fingerabdruck oder dem Facer Recognition mittlerweile. Interessant. Wie nimmst du das wahr?
MarkusAlso ich glaube, das Risiko für den Fingerabdruck, das ist tatsächlich bei sehr hoch auflösenden Fotos. Also ich glaube, das ist in erster Linie wirklich professionelle Fotos. Ich glaube, der Präsidentsfall, der erste, war 2014, glaube ich sogar heute Ursula von der Leyen. Weil angeblich dort der Fingerabdruck von einem Pressefoto in einer Nahaufnahme getont wurde. Aber da hast du halt schon ein Detailgrad drauf, wo die meisten Fotos aktuell nicht mitkommen. But the Kernmessage bleibt, was schon stimmt. Sobald deine Biometrik geknackt ist, hast du ein massives Problem, weil du kannst, anders als Passwörter, kannst du das nicht mehr ändern. And dem muss man sich schon bewusst sein. Ich frage mich auch, wie das ist, weil du hast ja gesagt, okay, wir entsperren unsere iPhones mit Face-Scan. Das stelle ich mir jetzt als Laie fast einfacher vor, als einen Fingerabdruck zu klonen. Das müsste ja eigentlich relativ einfach gehen. Vielleicht ist das schon mit, wobei es funktioniert auch mit Sonnenbrillen. Also ja, also das bringt mich gerade zum Nachdenken, wie das grundsätzlich mit Facecam ist. Und auch besonders jetzt, das ist ja auch da, daher kommt ein Shopping Mythos kam ja auch aus der Cyber Security-Ecke, dass dort eben so viel Gefahr auch davon ausgehen kann. Unsere Fotos sind all over the Internet. Also ich glaube, bei den meisten Menschen ist es nicht so, dass sie es geschafft haben, dass das Internet keine Fotos von ihnen hat, sondern wenn du halt irgendwie Public Persona bist. Das heißt, da liegt definitiv ein Risiko. Besonders auch mit AI deutlich größer als bisher. Du kannst Stimmen klonen, du kannst Gesichter klonen. Wird die Face-to-Face-Interaktion, glaube ich, nochmal deutlich aufwerten.
SPEAKER_02Und es muss ja nicht mal sein, dass du selber Fotos ins Internet lädst. Also jetzt war auch diese Woche ein Bericht von Wyatt. Da gibt es ja die Metaglasses, die mit Raven die Kooperation haben, da kannst du ja filmen und kannst alle möglichen Personen da auch filmen. Und was Wyatt aufgedeckt hat, ist, dass Face Meter eine Lösung installiert hat, die im Endeffekt automatisch, wenn du jemanden hier gefilmt hast, erkannt hat, ob du diese Person in deinen Kontakten hast, in deinen Facebook-Kontakten und das gematcht hat. Und das, also im Endeffekt Face Recognition Software da eingebaut hat. Facebook hat nicht reagiert auf die Anfrage von Wyatt dazu und hat aber dann relativ schnell ein Update rausgebracht, wo diese Software wieder deinstalliert war. Trotzdem scary, dass du eigentlich, du kannst dich dem gar nicht entziehen.
MarkusDas war auch ziemlich besorgen, ist ja erinnert. Wie gesagt, Biometrie ist das Conventional, was man nicht zurücksetzen kann. Und damit experimentiert jetzt mit der scheinbar einfach auf den Devices, die da draußen schon rumlaufen. Aber schon einige KI-Horos da ist, die sich da ableiten können. Und da muss man auch tatsächlich auch mal EU-Regulation loben, weil da macht es schon Sinn, dass man sich überlegt, was sollte auch gesetzlich in Schranken gewiesen werden. Und da macht halt dann auch sowas wie ein AI-Sinn. Wie gesagt, auf anderen Ebenen macht er definitiv keinen Sinn. Aber genau bei solchen Themen Biometrie finde ich es richtig, dass man davor vorgeht.
SPEAKER_00Bleiben wir bei Europa.
MarkusWir bleiben bei Europa. Die EU-Kommission hat nämlich in den letzten zwei Wochen gleich zwei Scoreboards hervorgebracht zu europäischen Startup-Ökosystemen. Einerseits ist das, was mich schauen wie das tatsächlich heißt, das European Startup und Scale-Up Scoreboard. Das ist von der European Startup and Scale-Up Strategy. Also das ist die Initiative, die jetzt von der aktuellen Startup-Kommissarin Zaharieva gestartet wurde, wo auch eben die EOINC eine der Initiativen ist, wo dieser Scale-Up Fund, über den wir letzte Woche gesprochen haben, eine Initiative ist. Und eine Initiative ist auch, dass es ein Scoreboard gibt, das den Erfolg von europäischen Startup Policies misst und auch die einzelnen Länder in their form ranked. Und ja, andererseits ist rausgekommen, das ESNA Startup Nation Standards Scoreboard wieder, oder the report, den gibt es schon länger, schon seit drei Jahren. Das wurde damals noch von der letzten Legislaturperiode, also from the letzted Commission gestartet. Die ESNA is an organization, die so ein bisschen Europa auf Schiene bringen soll, wenn es um Startup Regulierung geht, and auch die einzelnen Länder motivieren soll durch eben gegenseitig from best practices learned. Ja, in beiden Rankings is Österreich im Mittelfeld. ESNA etwas unter Durchschnitt. Beim ESNA sind wir im letzten Jahr etwas gestiegen. Beim anderen sind wir im letzten Jahr etwas gefallen. Und das zeigt schon auch ein bisschen, wie man mit solchen Scoreboards grundsätzlich umgehen sollte. Das ist sehr schwierig zu messen. Da ist durchaus auch viel E-Mail-Daumen, Gefühlslage, Sentiment dabei. Und es ist zwar oft sexy für. Genau, wer wird da befragt? Wie ist die Methodologie dahinter? Also es würde ich alles, alle diese Scoreboards würde ich immer mit Vorsicht genießen. Für Politiker ist das sexy, weil sie entweder sich feiern können oder sie können intern in Regierungsverhandlungen Druck machen, dass da was passieren muss. Also auf politischer Ebene kann sowas schon hilfreich sein. Also ja, alles mit Vorsicht genießen, aber ich glaube, eine Sache ist bei beiden Reports recht klar und da sind sich irgendwie auch alle einig. Und dass das ist, dass Österreich besonders in einem Bereich relativ schlecht ist. Oder Hannah?
SPEAKER_02Ja, also das finde ich eben das Spannende, wenn man dann gleich mehrere Scorebots hat, die man ein bisschen vergleichen kann, wo sind die Themen, die ähnlich sind und wo wir dann wirklich daraus nochmal einen besseren Schluss ziehen können. Und da sehen wir einerseits, dass bei beiden Österreich eher im Mittelfeld ist. Also es ist klar, wir sind jetzt nicht ganz hinten, aber wir sind auch keine Leader, was Startup-Politik betrifft. Aber was auch besonders hervorgestochen ist, dass beide Scoreboards das Thema Access to Finance am schlechtesten gerätet haben. Also dass wir da wirklich hinterher hinten, auch gerade in dem Scoreboard der Europäischen Kommission, haben wir uns in dem Bereich auch verschlechtert im Bereich im Vergleich zum Vorjahr. Da spielt sich ja mit hinein, dass eben 2025 auch generell die Finanzierungen, die in Startups geflossen sind, ja um mehr als 60 Prozent zurückgegangen sind. Und da sagt auch gerade das Scorpott von Esner, es bräuchte viel mehr Anreize, um auch das Frühphasenkapital zu stärken. Das ist, fand ich spannend, eben diese Aussage, weil ja in der österreichischen Politik sehr viel darüber gesprochen wird. Na, frühphasig sind wir eh gut aufgestellt, da wir die ganzen Förderungen und es braucht eigentlich die Scale-Up-Finanzierung, da sind wir hinten her. Und wer uns die natürlich auch braucht, glaube ich, dürfen wir uns nicht zurücklehnen und sagen, nur weil wir Förderungen haben, sind wir frühphasic ausfinanziert. Und also, gerade wenn man sich jetzt auch anschaut, die größeren Runden, die aufgestellt wurden, die sind ja nicht mit österreichischem Kapital finanziert worden. Fonio 20 VC ist jetzt kein österreichischer VC. And da sehen wir definitiv, dass es Aufholpotenzial gibt und dass wir auch frühphasig und auch die Business Angels aktivieren sollten. Und da gibt es noch so viel Potenzial, auch Kapital zu aktivieren, das in Sparbüchern liegt, dass in sehr traditionellen Anlageprodukten liegt, um eben sowohl mehr Geld in Umlauf zu bringen, aber auch die breitere Bevölkerung profitieren lassen zu können an potenziellen wirtschaftlichen Gewinnen, die aus dieser Szene kommen. Und was ein Thema ist, das schon lange in der Szene diskutiert wird, ist, dass man sich einfach auch Beispiele nimmt an internationalen Best Practices wie der Beteiligungsfreibetrag in der UK. Und was auch das für mich nochmal heißt, ist, wir müssen Gas geben im Dach vor und wir müssen schauen, dass der groß aufgesetzt wird und dass das nicht jetzt an Momentum verliert, weil wir einfach zu lange brauchen. Und ich glaube, da wird es wichtig sein, dass die Pensionskasten, dass die institutionellen Investoren, Versicherungen und Co. dann auch wirklich da nicht nur mit einem Bimper-Betrag dabei sind.
unknownJa.
SPEAKER_00Das kann nicht zu 100% unterschreiben.
MarkusNämlich auch besonders, was man jetzt so ein bisschen durch die Blume mitbekommt, ist, dass besonders bei den frühphasigen Förderprogrammen, die es auch gibt, also den ganz frühphasigen, dort, wo es darum geht, wie finanziere ich meine Lebensunterhaltskosten, damit ich mich jetzt einmal fokussieren kann auf die Umsetzung einer Idee, dass die alle gerade wackeln. Bei allen eher unsicher ist, ob es weitergeht. Eine Zeit lang war das Bildungsgrenz, das kann man kritisch sehen, weil das natürlich nicht der Sinn der Bildungsgerenz war, dass man ein Unternehmen gründet. Aber es war oft der einfachste und erfolgreichste Weg, um das zu tun. Hätte ich, ich finde es richtig, dass man die Bildungsgrenz neu macht, aber ich hätte dann im gleichen Atemzug auch so etwas wie eine Gründungsgrenz eingeführt. Ist nicht der Fall. Und gleichzeitig gibt es etliche andere Programme, wo du relativ niederschwellig Geld bekommst für ein paar Monate, die sowohl auf der lokalen Wiener Ebene als auch auf der nationalen Ebene gerade wackeln. Das heißt, ich glaube, da entsteht gerade auch potenziell dadurch, dass wir alle immer sagen: Ja, es ist das Wachstumskapital das Problem in Österreich. Entsteht gerade die Gefahr, dass wir uns dadurch den Deal flow bzw. halt die Pipeline an neuen Companies erschießen. Also da durchaus auch Mit Vorsicht diese Aussage zu genießen, dass wir eh so viele in der Frühphase haben. Weil wir haben grundsätzlich ein gut ausgebautes Fördersystem, besonders auch wenn es dann um Forschungsprojekte und Ähnliches geht. Aber so dieses ganz Niederschwellige, die ersten Schritte zum Beispiel, das fit meines Erachtens in der Zukunft und das wird uns noch auf den Kopf fallen, wenn wir das nicht ernst nehmen.
SPEAKER_00Ja.
SPEAKER_02Ja, vor allem wenn wir sehen, dass dann auch zum Teil GründerInnen, die Potenzial haben, große Runden aufzustellen, nicht in Österreich gründen, vielleicht noch ein Deal, den ich erwähnen möchte, der aufgepoppt ist bei mir. Ein oberösterreichischer Co-Founder, der Daniel Metzler, der hat Ether Aerospace gegründet. Das ist im Endeffekt ein Raketen-Startup, die auch schon mehrere Launches probiert haben. Bis jetzt ist noch keine der Raketen im Space gelandet, aber sie sind sehr nah dran. Und die haben jetzt eine neue Finanzierungsrunde aufgenommen. Die haben 270 Millionen Euro gerased in ihrer Series, die richtig stark.
SPEAKER_00Die sitzen in Mönchengeschwänzen.
MarkusIch komme jetzt von Daniel Metzler. Es ist schön, dass sowas aus dem Delta vor Ailberg und München da rauskommt. Sehr namhafte Investoren auch dabei. Und ich meine, ich finde, Raketenbauen ist halt schon Königsetappe. Da siehe ich sehr gerne den Hut und hoffe, dass mit den zusätzlichen 270 Millionen Euro dann bald auch der nächste Schritt folgt und die Rakete bis ins All fortwängt. Coole Geschichte, bringt uns zu unserem Rockstar der Woche. Und das, finde ich, ist nämlich wirklich eine spannende Innovation. Unser Rockstar der Woche ist der David Meyer-Heinisch und sein Team bei Fruits. Die haben nämlich ein neues Produkt gelauncht, was ich sehr spannend finde, nämlich eine Altersvorsorge ohne Käst. Also der Gist ist, du hast ja aktuell, was die meisten jungen Leute machen, ist, dass sie sich an ETF-Sparplan anlegen, da regelmäßig einzahlen und dadurch sich auch, sag ich mal, eine langfristige Kapitalbasis aufbauen. Manchmal, um vielleicht auch mal was Größeres zu kaufen, also eine Immobilie oder ähnliches. Aber viele auch einfach, dass sie später mal, wenn man in Pension geht, auf etwas zurückgreifen kann. Besonders nachdem ja unser Pensionssystem gerade mit vielen Fragezeichen versehen ist, weil das so eigentlich nicht mehr funktioniert von den Zahlen her. Also der Staat muss unglaublich viel zuschießen. Das wird noch mehr werden in den nächsten Jahren. Das ist die Frage, ob das der Staatshaushalt überhaupt hergibt. Das heißt, private Vorsorge ist sicher klug. Das Problem bei den klassischen Sparplänen, Käst ist ein Thema. Und das kostet schon viel Geld über die Zeit. Also das sind doch 27,5%, die dann wegfallen von den Gewinnen, den man über die Jahre macht. Und da David und sein Thema eine Lösung gefunden, wie man flexibel, also zum Beispiel auch in Aktien oder eben in ETFs, sein Geld anlegen kann und trotzdem die Kast wegfällt. Ist natürlich mit einem gewissen Zeithorizont versehen. Ich bitte mir an, ich habe 15 Jahre gelesen.
SPEAKER_02Wenn man über 60 ist oder über 50, dann sind es noch 10.
MarkusOkay, aber cool. Und kann man ab 100 Euro monatlich machen. Und finde, also bin ich mir sicher, haben sie lange daran gearbeitet, das so hinzustellen, dass das in diesem Konstrukt, dass Österreich halt auch rechtlich bietet, dass es funktioniert. Aber das ist ein Riesenwettbewerbsvorteil gerade für sie. Also das kann mir vorstellen, dass das Produkt wirklich fliegen wird. Und der Steuervorteil existiert ja eigentlich schon seit Jahren. Er kam noch nie beim Kunden an, weil die Versicherungsbranche, also die, die halt diese Produkte eingeheimst hat. Die haben sich den eingeheimst. Und das ist die positive Disruption, die es braucht in einem Markt. Das ist klassisch auch in Europa. Du hast diese alteingesessenen Player, die sich den Kuchen aufteilen. Das bedeutet oft für den Kunden nachteilig, weil die sie auch oft verhabert. Und warum sollte man, wenn man da gute Gewinne schreibt, dann anfangen, einen harten Wettbewerb zu treten? Aber das ist, warum es neue Unternehmen braucht, das ist, warum schöpferische Zerstörung braucht. Weil jede riesige Marge ist eine Chance für ein neues Unternehmen da reinzugehen. Dafür muss es aber möglich werden. Und ja, also sehr, sehr cool, sehr würdige Roxester Woche, werde ich mir auch persönlich auf jeden Fall atwen.
SPEAKER_02Ja, so stark und vor allem, wenn man sich das österreichische Pensionssystem anschaut, es muss die zweite und dritte Säule gestärkt werden und dass es da jetzt eine neue Möglichkeit gibt, die vielleicht auch einfach neue Personen, die sich das davor noch nicht überlegt haben und vielleicht auch gar nicht sich schon ein EDF-Depot angesetzt haben für die eigene private Vorsorge dazu bringt, sich zu überlegen, ob das nicht Sinn macht. Österreicher lieben Steuerverteile.
MarkusDa hast du recht. Jo, in diesem Sinne, das waren die für Jo Weekly News der Woche. Lieber Hannah, vielen Dank fürs Co-Hosten. Vielen Dank auch euch da draußen fürs Mit dabeisein. Wir hören uns am Sonntag mit einem wirklich spannenden Deep Tive. So viel kann ich schon sagen. Bis dahin habt noch eine schöne Woche.
SPEAKER_02Tschüss.