Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#535 - Geldschein Design Voting, Open Letter for Open Weights & Deutsche Startup Strategie
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
💶 Euro Geldschein Design Voting
🔓 Open Letter for Open Weights
🇩🇪 Deutsche Startup & Scaleup Strategie
💬 Jack Dorsey launcht AI-native Slack Konkurrent
🕵️ Foreus Investment
🎸 Refurbed startet mit Refurbished Gitarren
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, auch gute Nacht und herzlich willkommen zum Future Weekly, dem Startup Podcast. Mittlerweile Folge 535. Wieder mal mit mir, Daniel und wie immer mit dem Markus. Und wir machen dich mal ganz bodenständig. Starten wir, denn wir reden über ein Geldscheindesign, das du mitbestimmen kannst. Ein Open Letter für Open Weights, die deutsche Startup-Strategie, sprechen wir auch an. Wir reden über den bärtigen Jack Dorsey, über Forsé Investments, das Refurb-Gitarren hat. Und ganz, ganz, ganz wichtig, das ist die letzte Folge vor unserem Sommerbreak. Es wird natürlich noch ein paar Best-of-Folgen geben, jede Woche, dass ihr uns nicht ganz so sehr vermisst, bevor wir dann am 27. August wieder da sind. In dem Sinne, auf los geht's los. Los geht's mit den News und Markus, es gibt da eine Frage, die mir auf der Zunge brennt. Weiß ich jetzt nicht, ob man das so sagt, aber ich sage das jetzt mal so. Hast du schon über die neuen Geldscheine abgestimmt? Ich habe noch nicht abgestimmt, aber ich habe sie mir schon angeschaut. Ja, und weil ich irgendwie will ich das immer machen, aber irgendwie habe ich das noch nicht gemacht. Hast du denn, ich mach das jetzt gerade mal in Echtzeit, weil ich will so als Demokrat meine Meinung zu den Geldscheinen geben, damit ich auch weiß, was ich jetzt auch in Zukunft der Steuer geben werde. Hast du schon reingeschaut, so ein bisschen konkret? Ja, ich weiß nicht.
MarkusOkay. Also ich meine persönliche Meinung, ich verstehe überhaupt nicht, warum da irgendwelche Vögel drauf sind. Ich glaube, das wäre eigentlich eine Chance, wenn man das sich überlegt. Wir haben eine der größten Challenges, finde ich, für einen gemeinsamen europäischen Markt ist, diese gemeinsame Identität stärker zu schaffen. Wir haben, glaube ich, eh schon öfter drüber gesprochen, Sprache ist natürlich ein großes Hindernis da. Ich bin der Meinung, es sollte Englisch als Amtssprache in allen EU-Ländern geben. Da gibt es aber viel Opposition dazu natürlich. Aber natürlich auch so etwas wie Geldscheine, wo man kulturelle Artefakte drauf abbilden kann und dadurch Leuten auch zeigt, was die gemeinsame europäische Identität ist, das wäre schon eine Chance. Und wenn man dann da Vögel drauf tut, dann finde ich, ist es eine vergebene Chance. Wen hättest denn du auf so einen Schein getan? Keine Ahnung aus dem Stehgraf. Ich glaube, das müsste man eben als Chance sehen, das gemeinsam zu definieren. Wo liegen die Menschen wahrscheinlich realistischerweise? Also ich glaube schon, dass man am besten sich mit Menschen identifizieren könnte. Vielleicht sind es auch Weltwunder oder ähnliches, aber ich habe ein Bauchgefühl, das sind wahrscheinlich schon Menschen. Und da halt sich zu überlegen, wer hat besonders zur europäischen Geschichte beigetragen. Wen finden Leute cool, auch noch vielleicht 100 Jahre später. Aber ja, man kann auch einen Andi Klinger draufgeben.
DanielIst geil. Solange man nicht die Amerikaner fragt, wer die großen Europäer sind, sind die Geldscheine schon mal sicher. Sonst kommt die Antwort wahrscheinlich. Nein, ich sag's nicht. Ich sag's nicht. Man könnte auch Donald Trump draufgeben. Ich meine, das würde nicht. Aber vielleicht fordert der das ja ein, dass der so einen 1 Million Euro-Schein gern hätte und dann und dann könnte es ja auch durchaus sein, dass von der Leyen dann nach einer gewissen Zeit reagiert und sagt durchaus, dass sie da kompromissbereit sind und ihm den 1 Million Euro-Schein anbieten, der in Gold ist. Ich glaube, das passiert.
MarkusIch glaube, wenn Europa, muss es gar nicht mal einen Millionen, aber wenn Europa den, weiß nicht, den 500er, wenn es den noch gibt oder den 200er, den Donald drauf pickt, dann bin ich mir sicher, wird der Donald legerer umgehen mit Zuwendungen nach Europa und wird vielleicht die Handelsbeziehungen wieder besser aufbauen. We are at that moment in the history of the world.
DanielWir sind auch so, dass die EZB also diese Umfrage startet und das Witzige ist, es gibt fünf Antwortmöglichkeiten und alle fünf sind auch mit Emojis. Dass also auch wirklich jeder Hirnakkrobat versteht, was es ist. Und das Witzige ist, eins bis fünf, ich habe mir das jetzt mal angeschaut und ich werde da jetzt mal so live abstimmen. So in völliger Transparenz gibt es von es gefällt mir sehr gut, bis es gefällt mir überhaupt nicht. Und ich würde sagen, ich finde es, ich finde es jetzt weder gut noch schlecht. Und da höre ich meinen alten Marktforschungsprofessor, der immer sagt, ja, wenn du von 1 bis 5 nimmst, dann werden die meisten, denen es wurschtest, zur Mitte gehen. Erster Fehler, EZB. Hättet ihr manchmal gefragt? Gibt es etwas an diesem Design. Aber was wäre die beste Skala gewesen? Ja, sowas mit geraden Zahlen, dass du eine Tendenz absehen kannst. Ah, ja, okay. Zum Beispiel 1 bis 6 oder 1 bis 4, aber weißt du, so diese 1 bis 5, 1 bis 7, ist immer so dieses, ja, weiß ich nicht, die Mitte. Das weiß ich nicht. Und gibt es an diesem Design dennoch etwas, das Ihnen gefällt? Wählen Sie maximal drei Antworten. Die Banknoten sehen einfach gut aus. Die verschiedenen Bankennoten. Okay. Das Design sieht nach Euro-Banknoten aus. Und alles mit Emojis. Das sieht aus wie so ein Notion Board irgendwie. Weiß nicht. Das Design spricht mich. Schön, das Design schafft ein Gefühl der Zugehörigkeit von Europa. Und das Schlimmste ist bei dieser Antwortmöglichkeit, also es gibt hier sechs Antwortmöglichkeiten, aber es gibt keine, keine von above. Das heißt wieder eine Antwort, die verfälscht wird. Das ist total krass. Also ich muss etwas auswählen. Oder kann ich auch ohne? Schauen wir mal. Oh, es geht. Es geht, okay. Und jetzt kommen die Vögel. Ah, okay. Die Vögel sehen total aus wie. Das ist so Asien, finde ich. Oder? So Vögel. Ich kenne auch keinen von den Vögeln.
unknownDu?
DanielKennst du dich mit Vögeln aus?
MarkusNein, kenne ich mich nicht. Ich könnte dir jetzt auch nicht zuordnen. Vielleicht sind das alles besonders europäische Vögel. Vielleicht würden es ein Hörer oder eine Hörerin da im Nachhinein belehren. Aber ja, ich bin kein Fan von den Vögeln, so sehr sie auch schön sind natürlich. Also schön zum Anschauen. Aber ich finde, ein bisschen europäische Identität würde dem schon gut tun. Und das sind alles so friedliche Vögel.
DanielDas sind alles so kleine Vögel. Weißt du, da sollte irgendein so ein Falke sein oder so ein Adler, so Don't Fuck with me-Modus, aber so ein kleiner. Da könnte man auch Momente auf den Geldscheinen.
MarkusDas wäre geil.
DanielFall der Berliner Mauer oder sowas, oder? Genau.
MarkusDas wäre cool. Das wäre cool. Das ist wahrscheinlich das, was am stärksten kulturelle Identität prägt. Was? Hast du so ein, zwei europäische Momente, an die du dich erinnerst? Ja, das ist ein valider Punkt, das in meinen Lebzeiten das wahrscheinlich begrenzt ist. Das ist aber auch tragisch, oder?
DanielWenn du sagst, in den letzten. Wie alt bist du jetzt? Hilf mir. Ich bin 35. Alter, auch schon 35. Ich bin 45. Okay, aber ich muss aber auch sagen, seit dem Fall der Berliner Mauer fällt mir auch nichts Großartiges mehr ein, was da irgendwie passiert ist. Ist aber auch beschissen, eigentlich, als zwei glühende Europäer sagen, setzen wir mir mal einen großartigen Moment, der in den letzten Jahren passiert, die Euro-Einführung.
MarkusWobei das ist wahrscheinlich auch wieder halt.
DanielHätte ich auch gedacht, aber da habe ich mir gleich gedacht, ja, aber so ein Euro-Schein auf dem Euro-Schein tun ist halt auch doof. Aber es wäre auch so mein Gedanke, aber sonst sehe ich da eigentlich auch relativ wenig. Und das ist so ein bisschen so das Thema für mich. Okay, da ist wieder Beethoven, Marie Curie, kenne ich nicht, kenne ich nicht. Wer ist das? Das ist halt auch doof, dass da eben nicht Leute drauf sind, wo. Ich meine, das ist die Frage, muss man jetzt so große Europäerinnen und Europäer drauft tun? Aber auch da ist es so wahnsinnig und das ist das, warum ich das so angesprochen habe. Ich liebe Europa. Ich identifiziere mich irgendwie als Europa, also als Europäer, aber es tut mir unfassbar schwer, auf eine gemeinsame Geschichte zurückzugreifen, gemeinsame Vorbilder, gemeinsame Heldinnen und Helden. Sagst du mal Österreich, nenne ich dir fünf sofort. Echt? Jetzt auch zu deinen Lebzeiten. Was sagst du dann? Zu meinen Lebzeiten, große österreichische Momente. Bin gespannt. Ich weiß nicht. Ja, man war ja, oder was? Nagano, ja, klar. Diesen Moment von Nagano, das war Weltklasse. Tatsächlich würde ich, ich glaube, Konchita Wurst drauf tun, weil das war irgendwie auch so ein Moment, warum denn nicht? Das war einfach was. Oder das war was Starkes, das war was Ungewöhnliches. Und auch für mich ist einfach unabhängig von den letzten 35 Jahren, es gibt noch so viele Persönlichkeiten, die mir sofort in den Kopf springen. Weißt du? Oh, oh, oh, oh, okay, okay. Peter Steinberger würde ich auf sowas tun. Ich würde das einfach cool finden.
MarkusMit jetzt Open Clarer. Ja, hier mit den Dingern da auf dem Kopf. Aber das könnte man auch europäisch sehen. Also da finde ich in Bezug über jetzt auch nicht so stark.
DanielAber das ist ja noch immer das Problem, finde ich. Das ist noch immer so, abgesehen vom Geldschein unter Hymne, noch so Kontext fehlt.
MarkusVoll bei dir. Also ich glaube, dass Sport wäre ein optimales Vehikel. Also wenn halt wir als Europa teilnehmen würden bei den Olympischen Spielen, hättest du natürlich einen ganz anderen Bezugspunkt als Einzelländer und wären auch unfassbar erfolgreich dann. Also da.
DanielUnd ganz kurz Kontext dazu, wenn du dann eine Olympiade hättest, wo Europa einfach alles und jeden wegballert, dann wäre so ein Wir-Gefühl plötzlich da. Holy fuck. Holy fuck, das wäre so einfach, oder? Und dann kommen aber die ganzen Verbände, sagt er, sagt der Skiverband von Unterpisbrunn, sagt, hör aber hier, laut der Traditionsinnung von 1793 müssen mindestens vier Holzmeister dabei sein. Und schon wieder vorbei.
MarkusJa, also 100 Prozent natürlich. Die ganzen Verbände würden an Macht und an Stellung und an Visibilität verlieren und deshalb schwierig. Aber du könntest natürlich trotzdem noch, weiß nicht, dann bist halt bei der Weltmeisterschaft oder bei den Olympischen Spielen, nimmst du halt dann als Kontinent oder als Europa oder die Europäische Union teil. Und dann gibt es ja immer noch Europameisterschaften, wo die einzelnen Länder teilnehmen. Gibt es ja in Amerika auch so.
DanielDu qualifizierst dich über die Europameisterschaften. Das ist geil. Das heißt, die Länder bringen die Leute zu den Europameisterschaften und resultieren aus den Europameisterschaften treten die besten der besten. Ja, nice. Das wäre sogar am Fußball fantastisch.
MarkusJa, aber wirklich, weißt du, ich meine, das wäre. Fußball wären wir erfolgreicher, wenn du eine Auswahl hättest aus allen Ländern und nicht nur das beste Team, das dann Europa vertritt.
DanielNicht das beste Team. Nein, nein, nein, das habe ich dann falsch ausgedrückt. Du suchst die besten Spieler raus und Spielerinnen, die dann in seinem All-Star-Team einfach die Welt platt machen. Hätten wir das doch geklärt, oder? Wer sagt es denen? Du kennst die doch alle.
MarkusWen kenne ich alle?
DanielJa, hier alle hier da in Brüssel. Spaß. Aber ich meine, das Schlimme ist, in dem Moment, wo man es ausspricht, weiß man, nein, es gibt aber die Verbände, die dagegen mit Blut und Tränen kämpfen werden, auf Teufel komm raus. Und in dem Moment weißt du schon wieder alle großen Ideen sind weg. Das ist so schade. Das ist so ernüchternd. Und dann müsste doch irgendjemand jemand mal sagen, ja, aber well, fuck you, Neuanfang.
SPEAKER_02Ja.
MarkusMal schauen, wo die nächsten Jahre hinführen mit dem ökonomischen Druck, der durch Technologie, besonders AI und Robotik entstehen wird. Da wird sich unsere Gesellschaft schon verändern. Da gibt es mehrere Wege, wie das ausgehen kann und einige sind wirklich nicht schön, aber ich glaube, der Positive funktioniert sicher über eine stärkere europäische Integration. Und dann haben wir hoffentlich auch ein paar Momente, die wir auf die Geldscheine beim nächsten Voting dann drucken können. Weil vielleicht das möchte ich auch noch sagen. Ich glaube schon, dass grundsätzlich das, zumindest die finale Entscheidung dann durch ein Voting zu machen, finde ich nicht so schlecht. Das ist schon etwas, wo man den Leuten das Gefühl gibt, zu partizipieren. Aber ich fände es besser, wenn man davor eben schon vielleicht in einem strukturierten Prozess die Motive definiert und dann erst vielleicht das tatsächliche, den Look der Geldscheine, dass man da dann vielleicht eine Auswahl zum Voting stellt. Wäre jetzt mein Approach, weil Design ist tatsächlich vielleicht etwas, was demokratisch gesehen nur bedingt passiert, weil Demokratie führt halt oft zu Kompromissen. Und am Ende hast du dann wahrscheinlich auch bei deinen Motiven gewisse Kompromisse.
DanielIch habe übrigens das Ganze jetzt durchgeklickt. Es war einfach eine grottenschlechte Umfrage, weil es ist so, du kriegst einfach ein Design nach dem anderen entgegengeworfen. Probier das mal aus, würde mich total interessieren. Und irgendwann bist du so, was kommt denn da noch? Ja, weiß ich nicht, weiß ich nicht, weiß ich nicht. Und dann klickst du immer schneller. Und ich bin mir relativ sicher, dass sie komplett sinnlose Ergebnisse erzeugen. Weil würde man am Anfang eine Übersicht zeigen und sagen, hier sind die sechs populärsten Designs und wir werden ab jetzt alle abfragen. Schau sie dir mal kurz an und wir starten mit A. Du bist halt beim ersten total motiviert, beim zweiten bist du, ja, beim dritten und beim fünften bist du, was kommt, dann beim siebten denkst du, ja, komm schon. Und beim neuen sagst du, weiß ich nicht, sind schon wieder Vögel. Und so habe ich mich gerade gefühlt. Und das Lustige ist, ich kann mich erinnern, es gab sowas wie die Antwort Sorgfalt, wo du schaust, wie lange schaut das jemand an und wie schnell wird geklickt. Und daraus kannst du ableiten, wie war es, wie gut du die Antwort aufnehmen kannst. Und ich bin mir total sicher, dass ab dem dritten Bild die Antwort Sorgfalt total in den Keller geht. Ja, EZB. Schöne Idee, aber richtig schlecht umgesetzt. Ach, danke für Ihre Teilnehmer, bla bla bla bla bla bla. Okay, hätten wir da auch wieder strukturiert drüber gelät. Lass uns über was anderes reden. Jetzt haben wir über die Geldscheine geredet. Ich bin meiner demokratischen Aufgabe nachgekommen und habe darüber live abgestimmt mit einem reliablen Ergebnis. Also was ist jetzt dein Favorit? Weiß ich nicht, nicht der mit den Vögeln. Aber das ist genau das Schlimme. Ich kann dir nicht sagen, welcher mein Favorit ist, weil ich keinen Favoriten habe, weil ich überfordert war mit der Anzahl, nicht wusste, wie viele kommen und alles so ein Mitte-Ding war und ich in Wahrheit einfach mal alle gesehen haben wollte. So. Mir kommt nichts bei raus. Ach ja, worüber magst du reden? Magst du über Jansen reden? Den Mann mit der Lida Jacke. Let's go, das sollten wir.
MarkusErzähl der Jansen ist jetzt auf Twitter, beziehungsweise X, und seinen ersten Post hat er dazu genutzt, dass er einen offenen Brief veröffentlicht hat mit etlichen, oder im Namen von Nvidia, mit etlichen anderen großen Tech-Unternehmen, indem er sich dafür einsetzt, dass in Amerika der Zugang zu Open Weights, KI-Modellen, also da, wo quasi so wie das Gehirn funktioniert von diesem AI-Modell, dass das offengelegt ist und dadurch, dass jeder quasi auch auf seinem lokalen Computer, wenn genügend Rechenpower vorhanden ist, nutzen kann. Also quasi die Open Source-Variante der KI. Und da gibt es aktuell Diskussionen in Amerika, ob man das verbieten sollte oder ob man spezifisch chinesische Open WAIDS Modelle verbieten sollte, weil wir haben eh letzte Woche darüber gesprochen, die eine große Konkurrenz für amerikanische Modelle darstellen, im Sinne von, dass sie einfach viel billiger sind für sehr ähnliche Performance und dadurch viele Unternehmen mittlerweile auch dorthin umsteigen. Natürlich gibt es auch die Angst, dass dadurch vielleicht doch irgendwie ein chinesischer Einfluss entsteht, eine chinesische Abhängigkeit entsteht. Da gibt es allerlei Argumente, die gerade diskutiert werden, ob man dann nicht quasi protektionistisch agieren sollte und in erster Linie die amerikanischen Modelle erlauben soll. Und der Jensen sagt, nein, das wäre schlecht. Es braucht Open Rates-Modelle, besonders eben um technologische Souveränität zu halten, weil das Modell kann man einfach selbst nutzen, ohne dass man die Abhängigkeit aufbauend auf einer Infrastrukturebene. Und der Jensen wird dabei unterstützt von mittlerweile fast allen relevanten Playern in diesem Bereich. Und das ist dann auch das, was zur Story geworden ist. Also Nvidia hat nämlich natürlich ein eigenes Interesse daran, weil viele von den Nvidia-Chips werden auch verwendet, um OpenWails-Modelle zum Laufen zu bringen. Das heißt, die haben einfach einfach ein Marktinteresse daran. Aber da gibt es auch zum Beispiel Google dazugekommen, zum Beispiel OpenAI ist dazugekommen, viele, viele andere Organisationen, auch Microsoft, wenn ich mich recht erinnere, die gesagt haben, das ist richtig, wir brauchen Open Rates Modelle. Und es gibt einen bzw. eineinhalb sehr frappierende Lücken hier und das sind Entropic und der größte Investor Amazon. Die haben sich nicht angeschlossen bei diesem Brief. Und das führt natürlich jetzt zu heißen Diskussionen, warum, ob das vielleicht einfach im eigenen Interesse von Entropic liegt, die gerade Marktführer sind in Amerika, die einfach technologisch am weitesten vorne ist, dass man möglichst die Competition abdreht und dass man möglichst regulatory capture betreibt, also regulatorisch ihren Vorsprung irgendwie auch absichert. Und gleichzeitig natürlich ihr Geschäftsmodell schützt, weil ein Teil von Anthropics Arbeit ist tatsächlich die Bereitstellung von Modellen. Und wenn man das öffnet, dann gibt es mehr Wettbewerb und dadurch weniger Gewinn für sie, weniger Möglichkeit, besonders auch diese Zitrone wirklich auszupressen, weil das bedeutet auch, dass man mit den Preisen natürlich nicht weiter so hoch gehen kann, wie man das bisher gemacht hat. Und das ist eigentlich die ganze Wette, die man auch verkauft, wenn man jetzt in Richtung Börse geht.
DanielIch muss die ganze Zeit an die Concorde denken dabei. Und das Lustige ist, warum Concorde? Naja, weil irgendwie habe ich Concorde ist so für mich so Peak, Peak Performance. Und dann würde man denken, es geht einfach immer weiter, immer besser und irgendwann ist aber Concorde bedeutet für mich, die Leute sagen, okay, das ist eigentlich wirtschaftlich gar nicht mehr so sinnvoll. Jetzt werden wir wieder ein bisschen runterstufen und auf wirtschaftliche Sinnhaftigkeit gehen. Vielleicht ist das ja so ein bisschen so der Concorde-Moment von AI. Logisch, dass das Antropic sagt, nee, das wollen wir jetzt gerade nicht, weil die haben natürlich ganz, ganz, ganz, ganz, ganz massiv investiert, um diese Position zu haben. Es wäre ja auch ungewöhnlich, das zu tun. Aber ich meine, so ein Arms Race kann eigentlich nur weitergehen, bis man eine Monopolstellung hat oder an einer Partssituation. Das klingt ja gerade so wie ein offener Aufruf zu einer Partsituation, wo man sagt, okay, lasst uns mal alle vom Gas gehen und das so gestalten.
MarkusAlso ich glaube, wen meinst du jetzt? Was klingt wie ein Aufruf? Das, was Jansen prüft. Nein, also ich glaube, der Jansen sagt nicht bremsen, der Jansen sagt eher einfach, alles ist erlaubt, voller Wettbewerb, Vollgas, weiter wachsen, weiter sich gegenseitig distillieren, also sich gegenseitig kopieren und dadurch das Ganze weitertreiben. Ein Dropic, glaube ich, sagt eher Fuß vom Gas, wir schützen jetzt bestimmte funktionierende amerikanische Modelle und wir müssen in diesem Wilden Westen, den es gerade gibt, den können wir nicht erlauben. Und was man sagen muss, wer es natürlich eine sehr interessante Rolle einnimmt, ist OpenAI und wahrscheinlich auch Google. Weil das sind ja die zwei anderen großen Modellbetreiber, vielleicht kann man auch XAI dazu nehmen, die natürlich alle gerade ein bisschen hinten nach sind, aber jetzt auch nicht viel und gleichzeitig sehr wohl auch an den Modellen verdienen, also theoretisch auch ein Interesse hätten, dass es protektionistisch ihr Geschäftsmodell hier abgesichert sind. Und die stellen sich hier aber aktionistisch gegen eine derartige Initiative der US-Regierung. Wahrscheinlich auch, um ein bisschen, ich nenne es jetzt mal, Karma Points zu bekommen und quasi sich zu positionieren als die Guten, die den Preisewettbewerb zulassen wollen, obwohl es ihnen wahrscheinlich sogar ein bisschen schadet.
DanielAh, okay, okay, dann habe ich das komplett falsch interpretiert. Also manchmal ist es einfach sehr viel Neues. Was da gerade in MS Base passiert. Manchmal ist mir jetzt auch ein bisschen zu viel Neues mittlerweile. Es geht schnell, ja? Ja, I don't know. I don't know. Aber ich musste halt an diesen Concode-Moment denken. Irgendwann wird mal so das Maximum erreicht sein, an dem, was geht, um dann einen Gang zurückzuschalten. Das heißt, den siehst du aber nicht als erreicht mit diesem Punkt.
MarkusNein, tatsächlich aktuell immer noch sehr, sehr große Geschwindigkeit beim Fortschritt in dem Bereich. Ich glaube, natürlich, was passieren kann, besonders jetzt, wenn halt auch dieser Preiswettbewerb weiter bestehen wird, wenn Enthropic und OpenAI nicht an der Preisschraube drehen können, was wahrscheinlich notwendig wäre, damit sie eigentlich für das Compute bezahlen, was sie jetzt auch schon in Auftrag gegeben haben bei ihren Lieferanten. Es kann schon irgendwie sein, dass sie mal dieses Kartenhaus zusammenbricht. Ja, super Punkt. Also dass halt all dieses Luftschloss, was du da gebaut hast, diese ganze Blase, die du aufgeblasen hast, wo halt Nvidia in OpenAI und in Tropic investiert, damit die dann Chips in Zukunft von denen kaufen können. Da muss man sagen, kann schon irgendwie sein, dass der Moment kommt, wo das alles so nicht mehr funktioniert. Aber ja, jetzt kommt nochmal dann der Börsengang wahrscheinlich in den nächsten Monaten, da wird nochmal viel Geld aufgestellt werden. Und dann muss man eh schauen, ob es dann irgendwann einmal eine Korrektur gibt, wo man schaut, wo stehen diese Player wirklich. Und wer nimmt sich, und das haben wir letzte Woche auch kurz besprochen, wer nimmt sich in diesem AI-Ökosystem, was gerade gebaut wird, wo liegt tatsächlich Value Capture? Also wer hat die Möglichkeit, Leverage anzuwenden, um sich einen Teil von dem Kuchen, der da zur Verfügung steht, zu holen? Und da sind die Infrastrukturplayer beim Fundament, also zum Beispiel Nvidia, die Chip-Produzenten, aber auch die, die Chip-Produzenten beliefern, natürlich in einer sehr starken Position. Und wahrscheinlich sind auch wie immer die, die ganz nah beim Kunden sind, in einer starken Position. Also wer hat den Kundenkontakt, wer schafft die Anwendungsumfelder, wer schafft die Produkte, die Kunden nutzen. Und alle, die dazwischen sind, da muss man mal schauen, wo was übrig bleibt. Und das ist genau diese Modellebene, die ist dazwischen. Anthropic und Openaier sind auch auf der Produktebene, also die haben da sicher eine gewisse Macht. Aber auf der Modellebene ist die Frage, ob sie da wirklich genug Leverage haben, dass sie es schaffen, sich da zu differenzieren. Und das, glaube ich, entscheidet sich gerade eben auch durch so politische Grabenkämpfe und die Meinung der Regierenden, besonders in Amerika, wie geht man mit chinesischen Modellen um? Wie geht man mit OpenWaits Modellen um? Ist das eher ein Sicherheitsrisiko, weil dann jeder Zugriff auf diese Modelle hat? Oder ist das ein notwendiger Wettbewerb, damit nicht zu viel Preisgestaltungsmacht entsteht bei den Hyperscalern?
DanielGibt es eigentlich irgendein Update von Mistral zu dem Thema? Eine Meinung?
MarkusMistral hat diesen Brief auch unterschrieben, was Sinn macht, weil sie auch mit Open Ways arbeiten. Und was ja auch lustig ist, weil da geht es ja darum, eigentlich amerikanische Firmen haben da unterschrieben. Also es hat Mistl eigentlich einer derer, die unterschrieben haben, bevor zum Beispiel OpenAI unterschrieben hat oder Google. Natürlich aus eigeninteresse. Aber ich glaube tatsächlich, wie es aktuell sich das alles entwickelt, könnte Mistral in einer recht guten Position für den europäischen Markt sein. Also man muss auch sagen, in diesem Europe 2031-Szenario ist ja auch Mistrahlen in einer sehr guten Position, weil sie halt das europäische Modell sind. Es ist gut möglich, dass irgendwann eine Europe First Policy gibt und dementsprechend halt, beziehungsweise wenn Compute uns ausgeht, dann werden wahrscheinlich die Amerikaner rationieren und zuerst einmal amerikanische Firmen beliefern. Und dann ist natürlich Mistral als führende europäische Firma dann viel in Demand. Also ich glaube, in diesem sich anbahnenden Ökosystem könnte Mistral schon eine ganz gute Rolle einnehmen. Aber das sind halt viele Variablen auch noch unsicher. Du bist da in einem Spiel drinnen, wo du auch, wo es halt einfach darum geht, dass du wettbewerbsfähig bleibst. Und dann kann es sein, dass du mit einer politischen Entscheidung plötzlich eine unfassbare Nachfrage bekommst, die schwierig zu bearbeiten ist.
DanielDu hast gerade politische Entscheidung angesprochen. Lass uns doch mal das nehmen als Überleitung zur neuen deutschen Startup- und Scale-Up-Strategie. Ist denn da genauso eine Entscheidung dabei, die alles global entfesselt?
MarkusAlso ich glaube, es wäre schwierig, in einer deutschen Start-up- und Scale-Up-Strategie eine Entscheidung zu haben, die global lustig machen. Spaß. Es müsste schon auf europäischer Ebene sein, damit da was passiert und selbst da ist es nicht einfach im aktuellen politischen Umfeld. Ja, was ist in Deutschland passiert? Es gibt dort jetzt eben eine offizielle Start-up- und Scale-Up-Strategie der Bundesregierung. Das ist, finde ich, grundsätzlich mal ein guter Schritt, weil dadurch eine Signalwirkung auch entsteht von Regierungsebene an alle Ministerien. Das ist eine Koordinationsebene, die uns auf österreichischer Seite durchaus oder auch eine Commitment-Ebene, die uns auf österreichischer Seite zum Beispiel fehlt. Ich sehe da aktuell nicht den Drive, dass gibt es aus dem, also wir haben im Startup Rat mal eine Strategie geschrieben, die dann das Wirtschaftsministerium aufgegriffen hat und auch veröffentlicht hat, aber, ich weiß nicht, ob sie sich tatsächlich veröffentlicht haben, aber da gibt es das Strategiepapier. Aber das ist niemals in die Regierungsebene reinkommen, das merkt man. Also das ist Commitment, dass alle da an einem Strang ziehen, das ist leider einfach nicht vorhanden. Das heißt, glaube ich, ein guter Schritt für Deutschland. Gleichzeitig kann man natürlich auch durchaus kritisieren, weil das Ganze halt wieder ein bisschen Ankündigungspolitik ist, weil passenderweise steht in der Strategie auch, dass das alles budgetabhängig ist. Das ist so da die Ausrede, die man von Anfang an einbaut, nein, wir können das nicht machen, weil wir kein Budget haben. Das ist leider schwach. Also da hätte ich mir mehr Commitment erhofft, dass man sich halt damit sich auch committet, dass man das Budget aufstellt. Es sind 152 Einzelmaßnahmen, was ich insofern lustig finde, weil uns ja oft, wir haben ja in der Austrian-Star-Up-Agenda 42. Ganz einfach, weil ich überzeugt bin, es braucht auch dieses Stückwerk, es braucht, aber es greift ja vieles auch ineinander. Also man muss das ganzheitlich denken. Aber wir haben oft die Kritik bekommen, dass das zu viel ist und wir uns lieber auf drei oder fünf Maßnahmen konzentrieren sollten. Realität ist halt, Politik ist auch, muss man auch opportunistisch sein und schauen, was man bekommen kann. Und insofern, ich glaube, viele andere werden kritisieren, dass das 142 Einzelmaßnahmen sind. Ich finde, das ist kein Problem, das ist gut. Kann trotzdem Leuchtturmprojekte geben, kann trotzdem strategische Eckpunkte geben, die man auch in den Vordergrund stellt. Aber es gibt viel zu tun. Die Maßnahmen selbst sind wenig überraschend. Das sind Dinge, die schon lange gefordert werden. Was vielleicht ein Punkt ist, der recht hart kritisiert wurde, ist, dass die Business Angels sich nicht gehört bzw. ignoriert fühlen. Weil in dieser Strategie alles, was in Richtung Kapital geht, und da geht viel in Richtung Kapital, aber ich glaube, bis auf eine einzige Maßnahme ist alles in Richtung Venture Funds. Alles eher in Richtung Scale-Up, im Wachstumskapital getrimmt und die Business Model Angels kommen eigentlich fast gar nicht vor. Und das hat durchaus für Verstimmung gesorgt und kann ich durchaus auch nachvollziehen, weil ich glaube schon, wir sagen zwar es genau das gleiche in Österreich, sagen eben alle, ja, es fehlt das Wachstumskapital in der Frühphase, haben wir eh so viel. Aber da gibt es schon, also ja, wir haben in Förderungen haben wir viel, aber tatsächlich privates Kapital in der Frühphase ist überschaubar, was es gibt. Es gibt Gott sei Dank ein paar Player, die wirklich viel machen und aktiv machen. Aber es gibt schon eine Lücke in diesem First-Ticket-Bereich, First-Check-Bereich, wo ich nicht sagen würde, dass alles super ist. Und das hat sich so ein bisschen in der Politik, in der Erzählung etabliert und entspricht, glaube ich, weder in Deutschland noch in Österreich der Realität.
DanielWoran liegt das? Also warum werden die ausgelassen, wodurch eigentlich jeder versteht, dass die vielleicht das wichtigste Element sind, wenn es um Startups geht. Meiner Meinung nach, weil die, die das als erste investieren sind, die das höchste Risiko tragen, es ist immer privates Geld. Es sind Personen, die sehr viel Zeit und Energie dort reinstecken.
MarkusJa, also wie gesagt, ich glaube, was sich leider etabliert hat, ist die Erzählung. Wir produzieren eh coole Companies und die kriegen in der Frühphase eh Geld, aber wenn sie dann an einem gewissen Punkt angelangt sind, dann gibt es einfach hierzulande kein Geld mehr und dann müssen sie ins Ausland gehen und so verlieren wir unsere Champions. Also das ist etwas, was Politiker auch viel erzählen da draußen. Und wo man sagen muss, da ist ja auch eine Wahrheit dabei. Also beim Wachstumskapital gibt es halt teilweise gar nichts. In Österreich zumindest und in Deutschland ist hier schon etwas mehr, aber auch dort gibt es eine Lücke im Vergleich zum Beispiel zu Amerika. Also die großen Wachstumsrunden fehlen jedenfalls. Aber ich glaube, weil es frühfahrt etwas gibt, nur halt nicht genug, kann man diese Geschichte weniger gut erzählen. Plus da hat man eh das Fördersystem, wo man ja schon viel als Staat macht. Wahrscheinlich wäre es klüger, manchmal statt einer Förderung eher eben einen Investmentfreibetrag einzuführen, wodurch hier auch das private Kapital gehebelt wird. Warum? Ich sage nicht, dass Förderungen schlecht sind. Ich glaube, da gibt es viele gute Modelle, aber gleichzeitig muss man sagen, Förderungen haben immer gewisse Limits, weil es halt staatliches Geld ist, weil es rechnungshof geprüftes Geld ist. Was bedeutet, man muss sehr gut argumentieren können, warum jetzt dieses Geld da hineingegangen ist. Man muss das im Vorhinein abfragen. Das heißt, du hast die Förderanträge, du hast Bürokratie, du hast weniger Flexibilität, weil man kann halt nicht so schnell einen Pivot machen, wenn man einen Förderantrag in Richtung was anderem geschrieben hat. Da gibt es viele Gründe, warum privates Kapital ein bisschen agiler und ein bisschen flexibler und auch schneller ist, oft. Und da wäre es wahrscheinlich klug, wenn man ein bisschen mehr auch das am Radar hätte. Besonders weil Österreich gesprochen, Deutschland kenne ich mich da nicht so gut aus. In Österreich gibt es wirklich nur mal sehr wenige Angels, die aktuell investieren. Wie gesagt, einige wenige, die Gott sei Dank recht viel machen. Deshalb ist das Volumen jetzt noch immer okayisch, auch nicht, was es sein sollte. Aber die Bandbreite an Angels ist massiv gesunken in den letzten Jahren.
DanielUnd du hast ja auch bewusst gesagt, einige wenige. Ich glaube, diese einige wenige, das sind uns alle namentlich bekannt. Und wenn einige dieser wenige entscheiden, plötzlich das nicht mehr zu tun, aus welchem Grund auch immer.
MarkusDann wird das schnell. Beliebte den Marktwärtsmeer ergibt auch. Also das wäre gut, wenn man das auch in Österreich nicht ausblenden würde. Und schauen auch nochmal dieses Beteiligungsfreibetragsthema. Ich weiß, es ist politisch halt schwierig durchzubringen bei manchen Playern, aber es ist ein britisches Erfolgsmodell, was man sehr einfach kopieren könnte, wenn man ein bisschen über den ideologischen Schatten springt.
DanielWir hatten das ja doch mal. Wir hatten das so ungefähr sechs Monate lang. Ich habe das mal erhalten. Die Risikokapitalprämie, meinst du? Ich weiß nicht mehr ganz genau, wie es hieß, aber das war prinzipiell so, dass man einfach einen Prozentsatz, ich glaube, es waren 25% refundiert bekommen hat von dem Investment, das man macht. Die Zahlen werden falsch sein. Es war ein halbes Jahr lang so. Es war nicht sonderlich aufwendig und es war ganz cool. Es war natürlich eine Förderung des Betrags, es war, glaube ich, gekerbt mit 50k. Ich kann mich nicht erinnern. Wann war das? 2013, 14, Roundabout?
MarkusNein, später, das war 2016. Und also du hast recht, es war einer tatsächlich sogar eine Rückvergütung. Das Problem dabei, es war technisch nicht optimal umgesetzt, weil anstatt dass man es eben als Steuerfreibetrag machen würde, was relativ straightforward wäre in der Abwicklung, war das Problem dadurch, was als Förderung klassifiziert wurde, ist es auch auf die Minimis-Grenze des Startups gegangen. Das heißt, du konntest es nur bei Startups anwenden, die nicht schon ihre Minimis-Grenze für andere Förderungen genutzt haben. Also es war dann wieder Komplexität, unnötige Komplexität. Das war wieder Abwicklung, weil das war ja wieder ein, du hast recht, der Antrag war okay, es war jetzt nicht super kompliziert, aber es hat eine Stelle gebraucht, die diese Anträge abarbeitet. Und dann haben wir halt wieder österreichische Lösung. Trotzdem gut, dass es was gegeben hat, nicht falsch verstehen. Aber ja, eigentlich, das geht besser und einfacher.
DanielNatürlich, natürlich, natürlich. Es ist nur krass, wie lange wir darüber reden. Weißt du, was ich meine? Ich meine, es ist. Und damals dachten wir, wir haben schon was. Aber was soll's? Worüber magst du denn noch reden? Wir sollten vielleicht, wollen wir über die Sommerpause kurz reden?
MarkusMittendrin. Wir sind jetzt dann drei Wochen auf Urlaub mit dem Podcast. Unsere Best auf Sommerserie geht natürlich trotzdem weiter. Das heißt, am Sonntag bekommt sie trotzdem eine absolute Highlight-Episode für die nächsten drei Wochen. Aber die Donnerstags-Episoden, da machen wir jetzt mal Pause für drei Wochen. Wann sind wir dann wieder zurück?
DanielWir sind dann am 27. August wieder da. Ja, wieder frisch erholt. Wir machen ja drei Wochen zusammen Urlaub. Romantisch. Romantisch zusammen. Ja, genau. Und tüfteln am Podcast. Es ist witzig, wie selten wir uns eigentlich so persönlich sehen. Das ist eigentlich ganz gut. Ja, stimmt. Das war bei der 500. Folge. Ich meine, gefühlt sehen wir uns regelmäßig. Aber das muss man ja auch mal da erwähnt haben. Es ist eigentlich immer alles remote. Und es ist jetzt auch nicht schlecht, aber es ist halt witzig, dass wir uns wahrscheinlich so einmal im Jahr oder was auch immer persönlich sehen. Aber es ist halt so einfach, wenn man Kind und Kegel hat und solche Dinge macht. Ja, ist ja eigentlich auch schräg. Allerdings. Ja, oder? Finde ich auch. That being said, also am 27. geht es weiter dazwischen, aber auch nicht. Es gibt ja auch einen riesen Fundus an Folgen, die man auch immer nachhören kann und nachhören soll. Deswegen ist ja so ein bisschen ein Best-of. Meine Lieblingsfolge ist nach wie vor Peter Steinberger, großer Fan. Fand ich ganz toll. Ist einfach richtig gut. Aber da gibt es auch viele andere. Charlie Kleissner, den Namen kann ich bis heute nicht aussprechen. Fand ich auch Weltklasse. Hast du so Top of the Head gleich ein, zwei, die sofort in deinen Kopf poppen? Falls das ein Wort ist.
MarkusJa, ich glaube, das, was wir jetzt zum Beispiel jetzt am Wochenende als Best-of hatten, Andreas O'Nea. Super, fand ich sehr gut. Ich fand auch die Episode mit dem Hansee im letzten September, die kommt auch noch im Best-of. Die fand ich auch sensationell, weil er da von seiner alten Zeit vor Business Angel-Zeiten mit Nachtclubs in Madrid gesprochen hat. Aber da gibt es auch coole Storys drin. Also ja, ich glaube, das ist ein bisschen so wie die Frage nach dem Lieblingskind. Das ist nicht einfach zu beantworten.
DanielDu hast nur eins, das ist einfach. Fair. Bei dem Podcast habe ich nicht nur eins. Wie viele Folgen haben wir denn jetzt gerade? 539? Warte. 555. Ja, wenn das Kinder wären, hört man wirklich irgendwann aufzuzählen. Aber soll's. Magst du noch über Jack Dorsey reden?
MarkusJa, sollten wir, finde ich, ist eine sehr spannende Story. Der Jack Dorsey, das ist der Gründer von Twitter unter anderem, aber auch Square, also eine sehr umtriebige und sehr unternehmerische Persönlichkeit. Der hat ein neues Produkt jetzt gelauncht namens Bas. Und Bas ist quasi Slack on Steroids, beziehungsweise Slack on AI Sterids, das bedeutet eine AI-Native-Variante von Slack, wo man quasi gemeinsam mit Menschen und Agenten zusammenarbeiten kann und das Ganze halt integriert ist. Und es hat ziemlich viel Bass ausgelöst. I see what you did there. Weil ja, das schon, also für die Leute, die wirklich tief in der AI-Integration schon drinsteckten, die viel mit Agenten als Teil ihres Teams arbeiten, das schon ein ziemlicher Game Changer. Es gibt auch die Möglichkeit, in Slack Agenten einzuladen, aber dadurch, dass es halt nicht nativ ist, es ist immer noch ein bisschen anders. Und was ist da halt wirklich von Anfang an mitgedacht, wie arbeiten Agenten, wie kann man die richtig integrieren? Und ist aktuell, ja, hat einiges an Wellen ausgelöst. Also wer vielleicht auch in Österreich schon ganz stark im Agentic-Bereich unterwegs ist, könnte sich das mal anschauen, ob das nicht vielleicht ein spannendes Produkt mal zum Testen ist und dann gerne auch uns sagen, ich habe mein Agent-Team noch nicht in Gang gebracht. Das heißt, ich bin da jetzt auch nicht die perfekte Zielgruppe dafür. Aber ich bin mir sicher, unter unseren Hörern gibt es da einige, die da schon einen Schritt weiter sind.
DanielIch probiere mir das gerade vorzustellen, wie das so einfach funktioniert. Also so doof es klingt, weißt du, was ich meine? Ich habe ein paar Agenten, die Dinge für mich machen, aber ich weiß ich nicht. Also ich muss mir das einfach durchdenken.
MarkusArbeiten die auch schon zusammen oder hast du einzelne Agenten, die. Nee, die sind ja nicht. Also arbeiten, ja. Es gibt mittlerweile auch schon die Use Cases, wo die Agenten miteinander arbeiten.
DanielJa, ja, ja, I know, I know, I know. Nee, aber dadurch, dass das zum Beispiel eigentlich in Claude passiert, habe ich nicht die Notwendigkeit, es außerhalb von Claude zu haben. That being said, da haben wir eigentlich noch gar nicht drüber gesprochen. Ist dir aufgefallen, dass ChatGPT plötzlich auch so was sehr Agentisches rausgebracht hat? Da haben wir eigentlich noch gar nicht drüber gesprochen. Es war einfach so da und so, okay, cool, und plötzlich konnte das.
MarkusGenau. Ja, relativ cool, weil man natürlich Chat-GPT, was zumindest in meiner Wahrnehmung bei ChatGPT besser funktionieren als bei Cloud ist, die Voice-Geschichte. Also was schon gut möglich ist, ist, dass du halt spazieren gehst und das ist zum Beispiel bei dir mit der Kleinen wahrscheinlich öfter der Fall. Und du kannst einfach mit ChatGPT sprechen auf deinem Telefon mit deinen Airpods und dem auftragen, was ich zu Hause am Computer machen soll. Kann eben auch identic sein, also ich weiß nicht, du gehst also für mich ist der Just guessing I get in a meeting raus. Zack, Chat-GPT. Ciao, this has been bitte drafte mir eine E-Mail, a follow-up-E-Mail. Ich schaue mir an, when I come. Du kannst spazieren and sagt, du bist gerade kreativ am reflektieren. Hey, it wäre doch eigentlich cool, wenn ich schon machst deine Keynotes irgendwie so. Ein Approach oder ein Angle könnte sein, I don't know. We arbeiten Agentic Teams, das wäre eine Idee und das, bau mir dazu eine Präsentation. Also das ist schon mittlerweile möglich. Und ja, finde ich, hat schon einen echten Wert.
DanielIch muss eine Sache aufgreifen, nein, so mache ich nicht meine Keynotes. Tatsächlich gar nicht. Die mache ich wirklich so. Ich mache es eher so, dass bestimmte Bilder, die ich probiere, in Köpfen zu verankern. Da brauche ich aber keine Agenten. Aber sonst finde ich das einfach wahnsinnig spannend für bestimmte Aufgaben, das anzuwenden. Und es gibt ja das Oh Gott, wie heißt das von Claude, dass ich von unterwegs aus dem Auftrag geben kann, Dinge zu tun. Handoff, oder? Nee, nee, nee. Aber das Problem ist, dass Dispatch. Dispatch. Das Problem ist, dass das Notebook laufen muss, was ich halt total unnötig finde, weil mein Notebook geht halt irgendwo nach zehn Minuten in Stern-By. Und wenn ich drei Stunden mit meiner Kleinen unterwegs bin, dann brauche ich nicht drei Stunden lang zu Hause mein Notebook on Sternby feiern haben.
MarkusAlso da bist du natürlich noch nicht der ultra heavy I User, dort läuft ja die Maschine Tag und Nacht.
DanielNein, nein, nein, nein, nein, nein. Das nicht, das nicht. Also ich hab da schon so ausgewählte Dinge, die ich tue.
MarkusDu weißt schon, dass du dadurch Tokens nicht nutzt, die du eigentlich dir zustehen würden.
DanielKannst du das eigentlich? Aber sowas von gut. Aber das ist ja auch immer das alte Problem, weil ich es ausgeben könnte, müsste ich es ausgeben, so einen Typus bin ich halt so gar nicht, muss ich ganz ehrlich sagen.
MarkusDas sind schon die Horror-Stories, dass Leute, die müssen jetzt unbedingt noch die 23. Stunde am Stück arbeiten, weil dann kann der Agent die Nacht durcharbeiten, wenn sie dann doch ein bisschen schlafen.
DanielAber das sind genau diese Kröten, die dann zum Beispiel beim All-Inclusive-Urlaub irgendwie der Meinung sind, dass sie sich acht Kilo auf den Teller schmeißen müssen und dann nachher jemanden vor die Füße kotzen. Weißt du, ich meine, das sind genau die um 5 Uhr morgens die Badeliege reservieren. Ich war ja vor zwei, drei Wochen mit meiner Familie im Urlaub und wir waren auch in einem sehr, sehr schönen Hotel, wo auch viele Engländer waren. Die Deutschen wird ja das immer mit den Handtüchern nachgesagt. Ja, ja. Aber eigentlich sind sie auch die Engländer, die auch so ein bisschen so mit den Handtüchern ziemlich schnell probieren, Revier zu markieren. Wir waren dann irgendwann nachmittags am Meer am ersten, zweiten Tag, und da waren lauter Badeligen auf den Handtüchern. Wann zwar alles Hotelhandtücher? Und es war weit und breit keiner. Und das ist einer der vielen Gründe, wofür ich meine Frau so sehr liebe, die aus Kolumbien ist. Was macht die Kolumbianerin in dem Moment? Die nimmt einfach die Handtücher weg. Du zu sie aber irgendwo die Ecke und fuck it. Du weißt, irgendwo wird ein Engländer rotieren. Und ich weiß noch, wie ich das gesehen habe, ob man so das Halbdeutsche an mir ist, dort antrainiert du, du darfst diese Dinger nicht anfassen, die sind reserviert. Und meine Latinerfrau kommt und nimmt das einfach und ich fand das einfach so toll. Und das Halbirische in dir sagt, jawohl, du bist ein Engländer. Natürlich. Aber da war das Halbdeutsche, das können wir doch nicht machen. Ich habe es aber gar nicht ausgesprochen, weil ich das einfach so toll fand. Und das hat mir natürlich einfach gut gefallen. Genau, aber es sind genauso diese Kröten, die auch jeden alles ausgeben müssen bis zum letzten. Nee, das muss ich gar nicht. Ich mag einfach die Möglichkeit, es zu tun. Und fertig. That being said, haben wir noch irgendwas, wo wir reden wollen, bevor wir die Sonnenstraße.
MarkusAus Österreich, damit wir da auch ein bisschen die österreichische Seite beleuchten. Einerseits spannende Investment-Use, das Wiener Startup Forest, hat sich ein Millioneninvestment geholt. Ganz spannend. Das ist eigentlich ein Crypto Forensic Startup, ist es bis zum gewissen Grad wahrscheinlich auch immer noch, aber jetzt hat sich thematisch breiter aufgestellt und ist mittlerweile im Private Intelligence-Bereich tätig und macht dort 4,5 Milliarden Euro Annual Recurring Revenue schon. Also eigentlich eine coole Story. Ein bisschen still und leise, zumindest bei mir noch nicht so oft aufgeschlagen. Aber das sind schon ganz nette Zahlen. Und natürlich auch ein Bereich, der heutzutage wahrscheinlich auch durchaus wächst in den geopolitisch herausfordernden Zeiten, in der viel technologischer Komplexität. Wenn du da Private Intelligence machst, kann ich mir gut vorstellen, dass das ein Wachstumsmarkt ist. Das haben sie gut erkannt. Und ja, mal schauen, was da noch kommt, jetzt auch mit dem zusätzlichen Investment. Na, ist super cool.
DanielTolles Unternehmen, toller Bereich und wie du sagst, unendlich notwendig. Es gefällt mir. Und dann haben wir vom anderen Spektrum was. Auch nochmal was passiert. Ich finde die beiden schließen toll zueinander. Es gibt News von Refurbed.
MarkusJa, die haben ihr Angebot mal wieder erweitert und ich finde diesmal wirklich sehr spannend, beziehungsweise auch irgendwie nahe liegend. Die machen nämlich jetzt auch general überholte Gitarren, was ja, finde ich, ein super Segment ist, weil Musikinstrumente altern eigentlich sehr gut. Gibt es natürlich auch qualitativ sehr hochwertige Geräte, die natürlich preislich dadurch auch wahrscheinlich für Refurbished interessant sind. Und da quasi den Markt für Refurbished Goods zu öffnen, finde ich smart. Und das soll ein erster Schritt sein in Richtung Musikinstrumente generell. Wir hatten ja vor ein paar Wochen auch Rebuy im Podcast, die ja bereit, also quasi die Vorbereitung von Afurbischt kurz machen, wenn man da mal reinhalen will, auch ganz spannend, weil da ging es irgendwie auch spezifisch darum, wie ist es bei nicht-elektronischen Geräten. Und mal schauen, vielleicht machen die ja auch Instrumente, da bin ich mir jetzt nicht sicher, haben wir nicht gesprochen. Aber ja, der Wolfgang Weingraben war das. Bei again, nicht Rebuy. Buy again. Boah, Rebuy ist wahrscheinlich wieder irgendwas anderes. Also bei again. Episode 532 kann man auf jeden Fall auch nochmal reinhören. Spannende Insights, wie der Markt funktioniert. Super spannend.
DanielIch schaue mir das gerade an und ich meine, Gitarren ist ja nochmal ein sehr emotionales Thema auch. Diese Gitarren und Bassgitarren haben sie. Stark. Und gleich die legendäre Gibson Les Paul. Naja, warum denn nicht? Ich meine, das ist eine ganz eigene Zielgruppe und wenn sie das gut können und wenn das passt. Aufregend. I like. Schöne Angriffe refermed. Und damit mache ich sie einen riesigen Topf auf, wie du gerade gesagt hast, weil gebrauchte Musikinstrumente. Fantastisch. Absolut fantastisch. Schön. Ja, gut. Da sind wir dann eigentlich fast am Ende, oder? So ist es. Noch irgendwelche letzten Worte vor dem Sommer.
MarkusJa, mal schauen, was in den nächsten drei Wochen passiert. Ich könnte mir vorstellen, die Welt wartet nicht auf uns.
DanielDas glaube ich auch nicht, aber weißt du, manchmal, wenn die Welt sich so schnell dreht, ist es ganz schön, mal ganz kurz vom Gas zu gehen und alle vorbeiziehen zu lassen und dann zu sehen, okay, es geht dann doch noch immer irgendwie weiter. Und das ist ja das Schöne. Und viele Themen, über die man sich aufregen kann und einige Themen sind dann einfach auch passiert, die man auch Revue passieren lassen kann. Allerdings, was ich ja auch nicht schlecht finde. Da würde ich sagen, in dem Sinne, das war uns eine Freude. Take care, stay safe und bis zum nächsten Mal.
unknownSchönen Zusammenhang.