Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#537 - Alpbach, Robot Olympics, Notar-Memes, Traxit
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
🏔️ Alpbach 2026 Insights
🚗 Chinas Elektro-Dominanz
🍏 Apples neuer CEO startet
🍿 Robot Olympics
🇩🇪 Notare werden zum globalen Meme
🇦🇹 Zukunftsdepot & Staatsfonds
🦚 Shein Börsengang
🥷 Nvidia kauft Hugging Face?
🐶 Tractive Leadership wird Investor
🦄 Empfehlung: Jetzt fürs ELP bewerben
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, auch gute Nacht und herzlich willkommen zum Future Weekly, dem Starter Podcast. Wie immer mit mir, Daniel und mit dem Markus. Markus. Ja, Markus, Markus bringt uns die frischesten Alpbach-Insights mit. Wir reden über Chinas Elektrodominanz, dass Apple ein neues CEO hat, wir sprechen über die Robot Olympics, dass deutsche Notare tatsächlich mittlerweile, ich hätte ja fast gesagt haben, es geschafft haben. Nicht nur finanziell, sondern auch, sie haben die globale Aufmerksamkeit auf ihr Land wieder mal gezogen. Wir reden über Zukunftsdepots und Staatsfonds, über Schein, Nvidia und Tractive. Und am Ende aber noch eine unfassbare Empfehlung, die dein Leben substanziell verändern können. Aber auch nur, wenn du wirklich gut genug dafür bist. Wenn nicht, dann nicht, dann aber ja, weißt du. Anyway, in dem Sinne, auf los geht's los. So. Und es geht los mit den News. Und die, die auf Video schauen, das klingt so altmodisch, YouTube, YouTube, YouTube-Kanal, die werden schnell sehen, dass Markus irgendwo anders ist. Das sieht so gepolstert bei dir aus. Man könnte meinen, du bist in einer Zelle, aber du bist auch in einer gewissen Irrenanstalt, aber nicht ganz. Wo bist denn du gerade, Markus? Sieht aus wie so ein Albach. In Alpbach. Wie würdest du Albach erklären für Leute, die nicht aus Österreich sind und die nicht Use oder BWL studiert haben?
SPEAKER_00Das ist ein kleines, sehr authentisches Bergdorf. Und einmal im Jahr trifft sich da europäische Politik und österreichische Wirtschaft für ein paar Tage, um über Gott und die Welt zu diskutieren. Das ist das Forum Albach.
DanielDas ist eine positive Beschreibung. Ich habe mal gehört, es ist so ein bisschen Summer Splash wie für Erwachsene. Das heißt, eigentlich, man kommt zusammen und alle saufen sie wie die Weltmeister.
SPEAKER_00Ja, ich habe für mich herausgefunden, dass Albach mehr bewältigbar ist, wenn man nichts trinkt. Genau ist auch mit einem gewissen Alter wahrscheinlich auch eine Erkenntnis, die viele machen.
DanielIch habe ja immer den Eindruck von Albach, du weißt, ich sehe Albach ja immer kritisch, ich habe immer das Gefühl, da wird ganz viel geredet und es kommt eigentlich nichts bei raus. Wie ist denn dein Zugang dazu? Weil es gibt viele, die sagen, na, da wird so entschieden, was in der Wirtschaft passiert im nächsten Jahr. Das sagen die Leute, die einen sehr starken Österreich-Bezug haben, dass da so die Deals gemacht werden um ein Uhr morgens vorm Jakober, also dem einen Wirtshaus, wo sich alle umnieten. Andere sagen, nein, nein, da werden einfach die JVP nachproduziert, die in 18 Jahren dann sozusagen übernimmt. Was ist dein Eindruck?
SPEAKER_00Also ich glaube, natürlich sind es viele relevante Entscheidungsträger hier, was ermöglicht es, viele Termine, die man sonst separat machen müsste, an einem Abend zu machen. Also der erste Teil deiner Teil deiner Analyse, den würde ich unterschreiben. Der zweite Teil, glaube ich, hat sich schon über die letzten Jahre etwas entwickelt. Also ich glaube nicht mehr, dass es so die JVP-Kaderschmiede ist. Also weil es politisch sicher diverser ist und weil. Das ist mir wohl klar, aber dafür müsste ja dann auch quasi die Eltern, die du da ansprichst, müssten ja dann auch politisch dementsprechend geprägt sein. Und das würde ich glaube ich so aktuell nicht mehr sagen. Das hat sich ja auch, da gibt es ja mittlerweile einen Salzburg-Summit oder andere Wirtschaftsgespräche in Österreich auch, die glaube ich ein bisschen mehr politische Schlagseite haben. Das, was Albach tatsächlich ausmacht, ist schon, dass du hier im Vergleich zu allen anderen Konferenzen hast du viele junge Leute dabei, weil du diese Stipendiaten hast, das sind eigentlich Studenten, die halt hier in den Dialog kommen mit Entscheidungsträgern. Nicht immer finden, dass alle Entscheidungsträger gut, manchmal werden die auch lieber unter sich. Das sind aber dann tendenziell die, die halt dann auch eher vielleicht bei den anderen Konferenzen landen. Und das zweite, was hier schon, finde ich, besonders ist, ist, dass es eben in einem Bergdorf ist. Das ist eine Sackgasse quasi, wo man halt so diversen Leuten ständig auch in diesem Dorf über den Weg läuft. Während man jetzt zum Beispiel beim Salzburg sammeln, den Salzburg verliert man sich halt schon deutlich schneller. Dafür hast du halt das Kulturangebot mit den Festspielen und so weiter. Das ist einfach ein anderer Scope. Aber ja, ich komme tatsächlich eigentlich sehr gern her, weil ich finde auch, es passiert ja viel von den Formaten, passieren dann bei gemeinsamen Wanderungen. Gestern sind wir einfach so bei einem dieser Hikes, die es offiziell organisiert gibt, wo es dann unterschiedliche Stationen gibt, wo es dann so ein bisschen Fireside-Chat-mäßig war. Da waren wir halt auf einer dieser Straßen im Ort unterwegs und sind stehen geblieben um einen, in dem Fall einen Fireside-Chat mit dem Kielern Kaminsky von Refract. Und dann ist der Eigentümer in der Garage rausgekommen und hat einen Schnaps vorbeigebracht, weil das sind ja in Tirol und da muss man einen Schnaps trinken. Also da merkt man schon, es ist sehr eigen.
DanielDas ist aber auch so meine Assoziation damit, weil ich kann mich auch erinnern, vor vielen Jahren, also ich war ja, ich weiß ja auch nicht, was fünf, sechs Mal dort, war eine Wanderung und da haben wir am Ende des Weges Dan Schechtmann getroffen, seines Zeichen ist israelischer Nobelpreisträger. Und der war ganz irritiert, dass wir um 10.30 Uhr auf der Hütte angekommen sind und auch alle erstmal Bier und Schnaps getrunken haben. Und der gute Mann weit über 70 hat auch so ein bisschen irritiert geschaut, als man ihm den Schnaps in die Hand gedreht hat. Nee, finde ich ganz witzig. Noch eine Frage zu Altbach und dann können wir auch weitergehen. Mein Eindruck war, in den ersten Jahren in Altbach vor 10, 12 Jahren, da war noch alles sehr, sehr offen. Dann hatte ich das Gefühl, dass es immer, also man konnte sich überall sozusagen reinschleichen und überall teil sein. Dann hatte ich das Gefühl, es wurde sehr, sehr, sehr, sehr, sehr restriktiv. Jetzt bin ich schon ein paar Jahre nicht mehr dort. Wie ist es jetzt? Also kann man noch quasi als angehender Weltveränderer sich mal eben irgendwo einschleichen und dann triffst du plötzlich auf den Bundeskanzler um ein Uhr morgens? Oder ist das jetzt gar nicht mehr machbar?
SPEAKER_00Naja, also ich glaube, wir haben uns ja damals auch eingeschlisten geschlichen über irgendwelche Kontakte und das ist glaube ich jetzt genauso. Es gab schon, tatsächlich hätte ich sogar genau andersrum gesehen. Ich finde es gab eine phase, and I forget why you thought it's a phase, where the sugar to these events are not for the mention to a tatsuki ticket for Alba have. And that music, this macht halt for this forum Sinn, but that is just wieder aufgeweicht. I think it was not Ticket Control by the Abend-Events gemacht. Gleichzeitig aber war schon im gleichen Zug mit dieser Ticketkontrolle, gab es eine Quote, die erfüllt werden musste an jungen Stipendiaten, die zu all diesen Events auch eingeladen werden mussten. Also du hast eigentlich, wenn du mich fragst, in den letzten Jahren mehr Durchmischung gehabt bei den Abend-Events als damals, was du ansprichst, oder jetzt, wo es schon bei den Invite-Only-Veranstaltungen eher weniger durchmischt ist, als aber durch die Bank seit zehn Jahren immer gleich ist. Es landen alle dann eben vor dem berühmten Jakoba, das ist halt das Dorfwirtshaus, wo man dann eben schon halt auch unterschiedlichsten Bundeskanzlern etc. einfach so begegnen kann.
DanielJa, ja. Das war immer spannend, also interessante Einschätzung. Und ich finde es ja auch immer sehenswert. Ich finde, man muss es mal gesehen haben und ich finde, man versteht dann auch österreichische Wirtschaft einfach relativ gut, was da so passieren kann. Ich habe auch die schrägsten Momente über die Jahre dort erlebt, also ich möchte es gar nicht missen. Noch so zwei Themen, wo ich neugierig bin. Also Kontext, Markus bereitet ja auch immer die Themen richtig gut vor und ich schieße dann immer quer drauf los, was mir so gerade in den Sinn kommt, was ja auch unsere Arbeitsweise zeigt. Du hast es sicher verfolgt, dass der deutsche Bundeskanzler letzte Woche ein paar Leute zu sich eingeladen hat, um ein bisschen über KI, Startups und Co. zu plaudern. Unter anderem die Judith Dada und die Ruth Bosse. Wie schätzt den du ein, was da passiert ist? War das einfach ein PR-Termin oder war das wirklich eine Intention, etwas zu beschleunigen? Weil für mich ist, also ich habe das auch quasi nur über Social Media verfolgt, weil ich beide kenne, also nicht gut, aber kenne. Und ich habe mir natürlich gedacht, das sind beides zwei Damen, die richtig gut Freie Schnauze reden können und eine starke Meinung beide haben. Und insbesondere natürlich die Judith Dada mit dem Europa 2031 ja auch ganz stark für ein Thema steht. Wie hast du das wahrgenommen?
SPEAKER_00Also ich glaube authentisch, dass ein deutscher Bundeskanzler, genauso wie ein österreichischer Bundeskanzler, schon die dramatische Lage der europäischen Wirtschaft versteht und mittlerweile eingesehen hat, dass es mehr erfolgreiche Start-ups aus Europa braucht, die auch hier skalieren und hier idealerweise langfristig hier bleiben. Und dementsprechend, glaube ich, war das schon ein ernster Austausch mit der Intention, Dinge zu finden, die man verbessern kann. Und ich glaube auch selten, dass Gründer und Gründerinnen aus so einem Gespräch rausgekommen und das Gefühl haben, dass die Leute das nicht wirklich wollen auf politischer Ebene. Was halt realistischerweise auch mit dem Bein eines Bundeskanzlers oft weiters ist in der Umsetzung.
DanielIch habe jetzt gedacht, es kommt noch eine Konklusion. Okay, ich dachte, es kommt noch so, dennoch glaube ich das.
SPEAKER_00Nein, das lasse ich jetzt so spielen.
DanielOkay, also Foto-Op.
SPEAKER_00Ja, das kann man halt zu jedem politischen Termin sagen. Es ist natürlich eine gewisse Photo-Op dabei. Ich glaube, man probiert halt auch Quick Wins zu finden, wo man sagt, okay, das kann man vielleicht tun. Man will damit auch der Szene eine Wertschätzung und ein Gewicht geben. Es ist schon besser, das passiert. Also es passiert nichts. Das muss man schon sein. Also es gibt auch sicher in Österreich einige Minister, die nicht diese Erkenntnis haben und sich nicht mit einer Judithada treffen würden, weil sie halt einfach das ignorieren bzw. halt nur an ihre Klienten teildenken. Oder ihr Weltbild das nicht mit sich vereinbaren lässt. Also gut, dass das passiert. Ich würde mir deshalb jetzt aber nicht den großen Wurf sofort erwarten. Wobei man muss ja sagen, in Deutschland hat ja zumindest sogar auch ein SPD-Finanzminister, einen Verteidigungsfreibetrag vorgeschlagen, aber darüber haben wir eh letzte Woche ausgeblich gesprochen. Also da ist, glaube ich, schon etwas gerade in Bewegung in Deutschland. Am Ende muss man bei solchen Sachen immer abwarten, was tatsächlich dann auch beschlossen wird. Und für uns ist das immer gut in Österreich, wenn was beschlossen wird, weil ja, Österreich folgt gerne dem deutschen Beispiel.
DanielNoch zwei Themen, wo ich sehr neugierig bin, wie das einschätzen, sondern so als Quickfire. Was ist denn deine Meinung zu BYD?
SPEAKER_00Ja, ich bin noch nie an den BYD gefahren. Ich finde aber das, was ich auf der wirtschaftlichen Seite mitbekomme, ist sehr impressive. Also generell die chinesische Autoindustrie ist sehr impressive. Also da haben wir halt ja auch mit viel staatlicher Subvention. Aber die Resultate können sich meines Erachtens schon sehen lassen.
DanielIch frage aus dem Grund, weil du kennst mich als alter Autoliebhaber und Elektroverweigerer und Co. Also ich habe mich letzte Woche mal so aus Neugier mit dem Ding beschäftigt, einfach nur aus reiner Neugierde, weil ich hatte die nicht so, sie sind mir immer mehr aufgefallen. Und irgendwann hatte ich so einen Moment, dass ich gedacht habe, das sieht aber gar nicht so schlecht aus. Da habe ich gedacht, jetzt schaue ich mir den mal an. Und ich bin seit einer Woche, ich kann es nicht glauben, wie günstig diese Dinger sind, für das, was man bekommt. Also Kontext, hat natürlich nichts mit denen zu tun, aber das SUV-Modell, das ist relativ groß, voll ausgestattet, geht bei 36.000 Euro los. 36.000 Euro. Das heißt, das ist nochmal unter Tesla Land. Und das krasse ist, wenn du es vergleichst, was du für ein deutsches Automobil dafür kriegst, da kriegst du gar nichts. Da kriegst du eine nackte Gurke, weißt du, was ich meine? Und das Ding ist voll ausgestattet. Und ich würde mich aus dem Fenster lehnen und wahrscheinlich sagen, es ist irgendwo so auf X3 oder X5-Niveau, was irgendwo 100.000 Euro Autoniveau ist. Und warum ich das jetzt anspreche, ist, ich habe vor ein paar Tagen etwas gelesen, da ging es darum, dass die ja die letzten zehn Jahre brutal, brutal Autos subventioniert haben und eigentlich Marketleader damit geworden sind. Über 100 Marken hervorgebracht haben, zwei, drei haben sich durchgesetzt, die man teilweise gar nicht kennt. Mit dem Ergebnis, wenn du wirklich mal die Augen öffnest, dann siehst du, wie viele BYDs es gibt, die eigentlich Tesla schon fast ausstechen. Und jetzt sieht man, dass eigentlich die Regierung in China seit ein, zwei Jahren genauso all in geht beim Thema KI. Das finde ich hochgradig faszinierend, was da so, also gefährlich, faszinierend. Und wenn du über Daten, Bewegungsprofile und, und, und ein bisschen zu sehr die Tinfoil hat aufsetzt, da kann man sich schon sagen, na, leckomio, das ist schon ganz krass, was da passiert ist. Nicht, was da passiert, sondern was da passiert ist. Und dass sich scheinbar dieses Mission accomplished unter dem Elektroautomobilmarkt tun. Hast du auch irgendwo sowas schon so via the Grapevine gelesen? In dem Teil meine ich.
SPEAKER_00Ja, definitiv. Ich glaube, das ist ja auch dieses ganze Technological Race, das da passiert zwischen Amerika und China, das hat ja einen klaren Grund, weil die Amerikaner als technologische Speerspitze der letzten 30, 40 Jahre klar erkannt haben, dass ihnen die Chinesen in manchen Bereichen den Rang abgelaufen haben und in anderen unglaublich schnell aufholen. Und das zu einem weitlich größeren Effizienz. Also die KI-Modelle sind ein genau das Beispiel, wo eben die chinesischen Open Source Modelle sehr ähnliche Leistungen bringen, mittlerweile wie die großen amerikanischen Labs, zu einem viel attraktiveren Preis und dementsprechend halt viele Unternehmen mittlerweile auch in Richtung dieser Modelle gehen, weil sie damit viele Kosten sparen.
DanielAber ich muss kurz nachhaken, aber hast du dieses Mission Accomplished schon gehört? Also dieses Gerücht, dass sie sagen, Thema Auto ist erfolgreich abgeschlossen, jetzt Refokus volle Kanone auf?
SPEAKER_00Weil das hatte ich in der Deutlichkeit noch nicht gesehen, dass sie das Refokus, das glaube ich, ist klar, dass KI mittlerweile mehr im Fokus steht als Elektromobilität. Ob aber Mission accomplished bedeutet, also ich gehe schon davon aus, dass sie immer noch subventionieren. Sicher nicht mehr in der Breite, wie das am Anfang der Fall war. Also wie du richtig gesagt hast, am Anfang war das Schrottflinte und viele, viele, viele neue Autobauer, die am Markt entstanden sind. Und jetzt sind es halt einige wenige, die übergeblieben sind, die dafür aber halt auch sehr gut funktionieren und am internationalen Weltmarkt mittlerweile dominieren. Und ich gehe davon aus, dass die immer noch subventioniert werden, um eben diese Preise zu ermöglichen. Das ist nicht nur die Subvention, das sind halt auch billigere Löhne, das ist mehr Effizienz in China, also da gibt es andere strukturelle Vorteile, die moralisch auch teilweise natürlich zu hinterfragen sind. Aber vom Fokus her natürlich aktuell definitiv AI und Robotics mehr als Elektromobilität.
DanielUnd nur um es nochmal gesagt haben, also der Tesla SUV Model Y kostet in der kleinsten Ausstattung bei 44.000 Euro los. Grundsätzlich sind die alle schon relativ gut ausgestattet und der BYD bei rund 36.000. Und nur für den Kontext, wenn man sich auf der BMB-Seite die Elektroautos anschaut, dann geht der kleinste, das ist der IX1, der kleiner ist bei 46.000 Euro los, der ist dann aber auch leer. Und ich würde größentechnisch mit einem IX3 vergleichen, da ist man bei 64.000 Euro am Start leer, das heißt gute 80.000, 85.000, 90.000 ist man ganz schnell, und das ist verrückt, dass du quasi für ein Drittel des Preises bekommst. Also es ist verrückt, also es geht teilweise nicht in meinen Kopf rein. Wo ich selbst als größter Autoliebhaber und Ex-Audi-Markenbotschafter und Absut Patrol hätten gesagt, nee, also wenn, dann kann es nur noch eigentlich einer von denen sein. Und das ist Wildes, Wildst. Und noch einmal zum Thema Querschießen, du siehst, da habe ich wieder gebrodelt, ich hatte Zeit nachzudenken. Apple hat ja seit heute, also neben 1. September auf, also das heißt ab seit vorgestern, wenn ihr es hört, neun CEO. Und das ist ja eigentlich auch ziemlich richtungsweisend. Und ich bin neugierig, weil die sind ja auch so, wenn man sich im Großen und Ganzen sich anschaut, Apple ist eine Bank, haben sich natürlich beim Thema KI sich noch ordentlich zurückgehalten und jetzt war ja die große Entscheidung, wen nehmen sie? Was ist? Was kann er? Jetzt haben wir eigentlich mit John Turners jemanden, der richtungsweisend sein wird für die nächsten Jahre. Was ist denn dein Gefühl bei dem Mann?
SPEAKER_00Wieder ein interner High, also jemand, der im Unternehmen groß geworden ist, starker Hardware Background. Macht es strategisch Sinn, auch wieder in diesem Narrativ, über das wir jetzt schon etliche Wochen gesprochen haben, dass besonders auch in der Welt der AI mittlerweile klar erkenntlich ist, okay, an den beiden Enden der Wertschöpfungskette gibt es Geld zu verdienen. Ganz klar auf der Infrastrukturebene, also wer hat die Rechenpower und wie schafft man es am Ende auch, dass man wahrscheinlich die bestehenden Modelle, die es da draußen gibt, auch die bestehenden Open Source Modelle, lokal auf einem iPhone laufen lassen kann und nicht über einen großen Model Provider oder online sein muss. Also dass das tatsächlich lokal passieren kann. Das ist sicher der heilige Krall, den Apple jetzt auch probiert, auf der Jeep-Ebene zu lösen. Und deshalb macht es wahrscheinlich Sinn, dass das eben ein Hardware Guilher jetzt übernimmt. Mal schauen, was das auch mit der Innovation von Apple macht. Steve Jobs war ja der große Visionär. Tim Cook oder Tim Apple, wie Donald Trump gerne gesagt hat, war sicher eher ein guter Manager, der Bestehendes größer gemacht hat, effizienter gemacht hat, mehr rausgeholt hat, aber sicher nicht mehr die großen disruptiven Innovationen wie sein Vorgänger. Und da schauen jetzt viele halt auf John Turners, wie es da weitergeht.
DanielWie ist denn bei dir so der iPhone-Status? Wir haben jetzt mal vor ein paar Jahren aufgegriffen.
SPEAKER_00Ja, alle zwei, drei Jahre. Das ist bei mir ein neues Fällig.
DanielIch bin beim iPhone 14 Pro, du warst glaube ich beim iPhone 13, oder? Wenn ich das richtig hätte.
SPEAKER_00Nein, ich bin 15.
DanielDu hast schon wieder geupgradet.
SPEAKER_00Nein, ich musste upgraden vor einem Jahr, weil das kaputt gegangen ist.
DanielAh, du Schlingel, das wusste ich nicht. Ich wusste, wie hätten wir das halt.
SPEAKER_00Also das war der, wie heißt das, Baseband hat das geheißen. Das heißt, man kann nicht mehr telefonieren. Alles andere funktioniert, aber telefonieren geht nicht mehr. Understated. Und das war auch halt kein Garantiefall mehr. Das heißt, es hat 300 Euro gekostet und dann habe ich jetzt mein iPhone stattdessen zu Hause im Podcaststudio meine Kamera installiert, mein altes und ein neues fürs Telefonieren geholt.
DanielUndersteod. Okay, das ist wild. Nee, weil ich hänge noch, am Hanging on to by my teeth, wenn ich mal so sagen darf. Es lebt noch irgendwie, solange ich es regelmäßig lade. Und ab und zu macht es sehr weirden Shit. Und ich habe einfach keinen Bedarf. Ich will, ich hoffe, dass ich noch durchhalte, weil eigentlich ja September, Oktober müsste es ja wieder mal laut Zyklus losgehen. Und warum spreche ich es an? Ich hoffe ja noch immer auf den großen Sprung, der irgendwie kommt und wo man sich sagt, na geil, dafür lege ich gerne. Was kostet das Ding jetzt irgendwie? 1, 2, 1, 4, ich habe keine Ahnung. Ein Vermögen hin.
SPEAKER_00Ja, die Inflation macht auf Daten, also mit der Triebkrise und so weiter, wird das nicht billig sein.
DanielNein, oder? Es ist echt verrückt. Aber gut, ich meine, ja, worüber wollen wir noch sprechen? Ich sehe, du hast einen schönen Punkt erwähnt. Meine Frau bombardiert mich mit ziemlich lustigen Videos, seit bombardiert man nicht positiv. Sag ungefähr anderthalb Wochen, sie findet, es gibt nichts Lustigeres als Roboter, die irgendwo gegenlaufen und dann irgendwie halbexplodieren. Finde ich schon ganz interessant. Und du?
SPEAKER_00Ja, die Robot Olympics sind tatsächlich ein Lieferant für sehr lustige Videos. Aber du hast auch bemerkenswert, dass jetzt eben die Roboter laufen ja mittlerweile schneller als Menschen. Laufen wie ein Mensch läuft. Also wo es darauf ankommt, nicht, dass man irgendwie rollt oder so, sondern das sind Roboter mit Beinen und Händen. Und die laufen um die Wette und laufen jetzt eben schneller schon als Menschen. Schaffen noch nicht so gut abzubremsen, also explodieren dann meistens gegen eine Wandkracht, nachdem sie ins Ziel gekommen sind. Und sorgen aber eben auch für viele lustige Hoppolaise, weil manche geht dann halt dann doch irgendwie auf halber Strecke die Orientierung oder die Luft aus. Aber eine coole Idee finde ich, um eben Innovation auch auf eine spielerische Art und Weise zu fördern. Daher so eine Olympiade für Roboter zu veranstalten. Das ist halt auch chinesischer Anspruch, dass man in dem Bereich führend bleibt wahrscheinlich. Durchaus auch Robotik ist für Europa sicher eine Chance, weil man hier halt eigentlich auf der Physical Ebene, also Physical AI, wenn man so will, hätte man eigentlich gute Voraussetzungen mit der Engineering Capability, die in Europa schon sehr gut ist. Aber ja, es bezeichnen, dass die Robot Olympics in China stattfinden.
DanielUnd ich fand interessant, dass die scheinbar, zumindest in meiner lustigen Bubble, mehr Traction kriegen als die Enhanced Olympics. Also sprich, die. Also da muss man nur sagen, das waren, das haben jetzt ja schon vor Jahren lustig gemacht. Das war quasi die Doping Olympics, die dann relativ fad ausgegangen sind. Ich habe ja noch immer gehofft auf irgendwelche chinesischen Schwimmerinnen mit Vollbart und nativen Stimme. Oder zu so einer Killer-Aktne, dass das ganze Becken irgendwie sich verfärbt, aber da war irgendwie nicht so viel. Weil es scheinbar sehr klare Regeln gab und ich glaube, es musste alles FDA-approved sein und nicht irgendjemand, der so die Roid Olympics bekommen hat, dass man sagt, ja, wenn du aus Steroids bist, dann bist du ganz schnell Wutanfällen ausgesetzt. Das ist irgendwie alles nicht passiert. Fahrt. Das war eh wie die Tour de France im Prinzip.
SPEAKER_00Ja, wobei ich glaube, das lag schon auch daran, dass sie es halt am Ende nicht geschafft haben, junge Sportler in ihrer Prime, die wirklich gut sind, davon zu überzeugen, dass sie halt jetzt aus dem normalen, kontrollierten Sport rausgehen. Weil dort war halt die klare Ansage, wenn sie das machen, dann auf Wiedersehen. Dann gibt es no way back. Und ja, das hat dann dazu geführt, dass da glaube ich, wenn dann nur ein inoffizieller Weltrekord passiert ist und wie du sagst, ein ziemlicher Reinfall war.
DanielWie gesagt, ich glaube, man hätte einfach krasser dopen müssen. Oder ist es ein Eingeständnis, dass eh alle dopen und keiner drauf kommt? Es ist eine der beiden Varianten. Weißt du, was ich meine? Weil es ist, würdest du Formel 1 machen ohne Regeln, dann gehe ich davon aus, dass die Dinger doppelt so schnell sein sollten.
SPEAKER_00Wenn sie es nicht sind. Da bin ich mir nicht sicher, ob das tatsächlich heutzutage. Weil viel vom Doping war ja auch Möglichkeiten, härter zu trainieren in einer Zeit, wo der Sport generell noch nicht so professionalisiert war, noch nicht so ausgereizt war. Also ich glaube schon, dass das Delta, das durch Doping erzielt werden kann, heutzutage nicht mehr so groß ist wie vor 30, 40 Jahren, weil der saubere Sport, wenn man so will, also kann man natürlich nie wissen, was es vielleicht gibt, wovon wir nicht wissen, aber dass halt einfach der Sport, den wir ganz normal überall sehen, dass der halt einfach schon sehr, sehr stark am Limit ist. Und da dann gar nicht mehr so viel rauszuholen ist mit was auch immer, Doping-Varianten.
DanielNa, echt eine schöne These, habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht. Gefällt mir. Wollen wir über die Notare sprechen? Wir sind ja unsere Freunde und wir sie und wir sind auch den Verbleib der Notare. Aber die haben ja diese Woche tatsächlich ein bisschen Aufmerksamkeit bekommen, weil das Lustige ist, wenn man natürlich in Österreich oder Deutschland sozialisiert wird, dann wächst man ja mit dem Prinzip Notar auf. Und man hinterfragt das ja auch eigentlich gar nicht. Wenn man aber nicht damit sozialisiert wurde und dann wirklich in freier Wildbahn trifft und sagt, what, he's gonna read the full 90 pages to me? But I've read it. No, no, no, no. Und dann liest da einer vor, dann wird das ein bisschen abstrakt und das dürfte passiert sein. Ein paar Mal to oft. Too oft. Markus, die Anglizismen werden schlimm, übernimm du. Erzähl uns, was Patrick Collision in seinem Tweet von sich gegeben hat. Er wurde eben nicht gefragt um eine Einschätzung.
SPEAKER_00Also. Der Patrick Collison, das ist der Founder von Stripe, der eben irische Wurzeln hat. Der hat auf ihr ist, aber in Amerika ist eine Company gebotet. Das ist das, was ich quasi dazu sagen wollte.
DanielFair.
SPEAKER_00Fair enough. Also bei ihr Patrick Collison had auf Twitter geschrieben, met the German founder this week and asked him if all the stories one reads about the challenges of startups in Germany are exaggerated. No, they're understated. Proceeded to describe spending a full day having a 90-page investment contract read to him, mandatory under German law, by a notary that then charged 30,000 euros. That was for his first company. His second company, needless to say, was not incorporated in Germany. Also, um this post is massive viral gang. Die Notare haben natürlich gesagt, mit vielen Worten bei diesem, naja, aber es gibt in Deutschland natürlich viele Probleme und wir würden uns auch wünschen, dass das alles besser wird, aber das Thema Gesellschaftsrecht ist doch nur ein Randthema und ist gar nicht so wichtig. Manche Investorengründer haben das dann sogar ein bisschen unterstützt, die gesagt haben, die Innozarre sind natürlich ein Penn in die Eis und sollten abgeschafft werden oder sollten zumindest reduziert werden. Aber es stimmt schon, wir haben auch andere Probleme und wichtigere Probleme. Also viel Diskussion ausgelöst. Es zeigt mal wieder, wie dringend notwendig eine EO-Inc wäre, weil wenn die EO-Ink kommt, so wie sie vorgesehen ist, dann brauchen wir keine Notare mehr in der Straße-Szene.
DanielDa habe ich das Gefühl, jetzt habe ich immer einen Monat nichts gehört. Das war ja auch Sommer.
SPEAKER_00Ja, das war Sommer, ja. Ja, also ich habe auch nichts gehört. Ich schätze, es wird jetzt mal wieder ein Kommunikationspush kommen Anfang September, weil es jetzt dann spannend wird auf der politischen Ebene. Es ist tatsächlich noch unklar, was jetzt tatsächlich das Endresultat ist, sondern es wird noch in diesem Jahr meines Erachtens beschlossen werden. Und da wird sich viel zeigen auch, wie Europa tatsächlich, wie klar Europa halt auch den Ernst der Lage tatsächlich jetzt schon erfasst.
DanielOh Gott, das hättest du nicht sagen müssen. Ich hätte gesagt, gar nicht.
SPEAKER_00Also ich glaube, auf der politischen Kommissionsebene ist das voll gesickert. Die sind ja voll hinter der EU-Inke. Es ist halt Frage im Parlament. Dort, wo halt, oder auch im Rat ist es sich ja auch eine Frage. Dort, wo die Nationalinteressen reinkommen, dort, wo Ideologien aufeinandertreffen. Dort wird es spannend.
DanielJa, ich weiß nicht. Ich meine, gut, man muss ja auch vorsorgen. Aber zum Glück gibt es da ja vielleicht ein Zukunftsdepot. Das klingt auf jeden Fall. Aber nicht zu groß zu vorsorgen. Aber man kann.
SPEAKER_00Ich würde es natürlich machen. Also ich mache das ja sowieso, nur nicht steuerbefreit und eigentlich auch auf meinem Namen und nicht auf den Namen meines Kindes, was dann bedeuten könnte, würde ich ein Adler werden, könnte ich zwischendurch immer mal sagen, naja, das Geld gebe ich dann nicht meinem Kind, sondern durch. Genau. Weil für mein Kind darf ich offiziell in Österreich keine Aktien an kein Aktientepot eröffnen, kann nur mittelsicher. Also das finde ich überfällig, dass da eine Möglichkeit geschaffen wird und ich glaube, es ist auch sehr sinnvoll, dass man es steuerlich attraktiv macht und wenn das die Zukunftsvorsorge fürs Kind ist, dort eben keine Cästs zu rechnen. Das sollte sogar grundsätzlich meines Erachtens mit Behaltefrist ab einem gewissen Zeitrahmen, wo es eben keine Spekulation ist, sondern tatsächlich Vorsorge sollte man grundsätzlich die Käste abschaffen, finde ich.
DanielMan muss sich ja eigentlich überlegen, also die Idee ist 5000 Euro pro Jahr und ab dem 18. Geburtstag, wenn es entnommen wird, dann wäre es Kästfrei. Käst sind 27,5 Prozent. Und ich finde, das ist ja nach wie vor Diebstahl, weil eigentlich ist ja, womit kaufe ich Aktien mit bereits voll versteuertem Geld. Und man stelle sich vor, ich setze 10.000 Euro als erfolgreicher Unternehmer um, dann bleiben mir ungefähr 5.000 Euro. Und wenn ich diese 5000 Euro an die Börse trage und ein paar Tage später drauf kommen, hui, ich brauche es doch für etwas, dann kommt der Staat und sagt, ja, ja, kein Problem, aber 27,5% werden jetzt fällig. Das heißt, in Wahrheit ist das echt reine Megelagerei.
SPEAKER_00Das muss man sagen, die 27,5% werden nur auf die Gewinne fällig. Also die 5000 Euro, die du reingelegt hast, kriegst du da vorher zurück. Ich halte es trotzdem für einen falschen Anreiz, weil das ist mit ein Grund natürlich, warum Menschen in Österreich grundsätzlich sehr wenig am Kapitalmarkt anlegen im internationalen Vergleich und dementsprechend weniger Vermögen aufbauen und auch weniger damit einen europäischen Kapitalmarkt finanzieren, der es dringend benötigen würde, dass mehr Geld für europäische Unternehmen hier verfügbar ist und nicht in Amerika.
DanielUnd um das zu sagen, ich finde, dieser Vermögensaufbau, das ist etwas, was so unglaublich schwierig ist. Und das ist, finde ich, das Gemeine, wenn man sagen muss, dieser linke Narrativ mit Vermögensteuer und noch mehr Steuern draufhauen und bla bla bla. Das ist so zerstörerisch, was einen Sozialstaat betrifft, wenn man ein bisschen etwas von der Art und Weise, wie die Wirtschaft funktioniert, versteht. What a shit show. Muss man einfach so sagen. Deswegen perspektivisch sehr fein. Ja, aber da gibt es hier wiederum andere. Staatsfonds, magst du dazu noch irgendwas sagen oder glaubst du, reg ich mich nur auf?
SPEAKER_00Das hat der Bundeskanzler gemeinsam mit dem Zukunftsdepot im Sommer Gespräch, hat da auch die Idee quasi vorgeschlagen, dass man einen österreichischen Staatsfonds auflegt nach dem skandinavischen Modell, wo dadurch die Pensionsproblematik weitaus geringer ist als bei uns, weil man eben schon vor 20, 30 Jahren angefangen hat, einen Fonds aufzubauen, mit dem Staatsvermögen angelegt wird, wodurch eine gute Rendite erzielt werden konnte, eben am Aktienmarkt angelegt wird. Und so jetzt auf ein Vermögen zurückgreifen kann, um die Bevölkerungspyramide, die halt jetzt gibt. Also das Problem, was wir halt mehr und mehr bekommen, dass es weniger arbeitende Menschen gibt und mehr Menschen, die in Pension sind und dementsprechend weniger arbeitende Menschen für mehr Menschen quasi Einlagen tätigen müssen, können die so viel besser abfangen. Ich glaube, das ist eine sinnvolle Idee. Man muss aber auch ganz klar sagen, dass es eine Idee, mit der lösen wird das Problem, was sich dann in 20, 30 Jahren auch immer noch bestehen wird. Also es ist zu spät, definitiv, aber besser spät als gar nicht. Gleichzeitig ist es kein Grund, warum man sich die dringend notwendige Pensionsreform strukturell ersparen könnte. Also das muss beides sein. Es muss jedenfalls die Strukturreform passieren und die Staatsform wäre auch eine gute Idee.
DanielAch ja, lass uns über Pension reden. Ich bin ja immer so als Unternehmer, wenn ich dann alle drei Monate auch meine Sozialversicherungsabgabe leisten darf, denke ich mir auch mal, könnte ich mir eigentlich auch so einen Arzt im Keller halten für den Betrag. Jedes Mal meine Fresse. Aber gut, auch das ist wieder ein anderes Thema, da will ich mich auch gar nicht drüber aufregen. Ich meine, da hätte ich total Bock drauf. Aber ja, ich meine, oder ich kaufe halt einfach Schein-Aktien. Das wäre auch die Alternative. Also nicht Schein, also Fake-Aktien, sondern Schein, die Chinesen. Weil die sind jetzt gerade in die Börse gegangen und ich sage, ich habe Nvidia verpasst. Schein vielleicht ganz toll oder auch nicht. Wenn ich jetzt cheesy wäre, würde ich sagen, ist das mehr Schein als Sein, Markus? Wie schätzt du das denn ein? Mein Gott, das hat sich schlimm gereimt. Oder?
SPEAKER_00Finde ich ganz naheligend diesen Wortwitz. Und tatsächlich glaube ich, ja, zumindest der Markt sagt, ja, das ist mehr Stein als sein. Shane hat am Höhepunkt des Hybes, glaube ich, Finanzierungsrunden für 100 Milliarden Bewertung abgeschlossen. Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig eingeordnet. Also in der Größenordnung. Und sind jetzt beim Börsengang nur mehr ein Bruchteil davon überhaupt wert gewesen. Also nur mehr ein Viertel davon, Größenordnung, und sind jetzt gleich auch am ersten Tag um 10% nochmal abgestürzt. Der Grund ist relativ naheliegend, dass einfach die dahinter liegenden Zahlen nicht mehr besonders gut sind. Also die hatten eine Zeit lang, besonders in der Corona-Krise, einen gewaltigen Erfolg und unglaubliche Wachstumszahl. Und da war schon auch das Narrativ, okay, kann ein zukünftiger Markt so funktionieren, dass du eigentlich den Mittelsmann, also den Händler, komplett rausnimmst. Weil das Prinzip von Shane ist, dass du Shane ist gleichzeitig Produzent und vermarkt aus seiner Waren und hat dadurch eine direkte Connection zwischen dem Kunden, der ein Produkt auswählt, und dem Produzenten. War dann sogar die Fantasie, dass du made to order. Also der Kunde sucht sich was aus und erst wenn ausgesucht wird, wird das produziert und dann verschickt. Und dadurch hast du halt das ganze Thema mit Warenbestand und so ist ein ganz anderes. Plus, du hast die Daten, was ist gerade interessant, was wollen die Kunden gerade. Also du kannst auch mit den Daten der Kunden bessere Produkte entwickeln. Also viel Fantasie drin gewesen, wie das generell die Welt des Handels verändern kann. Ja, die Realität ist einfach, dass das so nicht aufgegangen ist. Also dass wahrscheinlich die Qualität der Produkte dann doch immer wieder enttäuscht hat, dass Menschen immer noch, besonders wahrscheinlich auch bei Kleidung, gerne stationär einkaufen gehen, dass die Marketingkosten online einfach explodiert sind. Auch nochmal muss man sagen, also ein Großteil von oder ein großer Teil von dem Profit, den man auf dieser Wertschöpfungskette dann erwirtschaften kann, geht halt an Google und Facebook, also Meta überwerbe einen Namen, die die halt da können, die sich ein Stück vom Kuchen quasi holen dafür, dass man Kunden bekommt. Und ja, das macht die Economics von E-Commerce im Kleidungsbereich nicht mehr besonders attraktiv. Shane war da ein bisschen die Speerspitze, hat sicher den richtigen Zeitpunkt für den IPO verpasst, haben sich auch sicher verspekuliert, sind ja zwischenzeitlich eine amerikanische Company geworden, haben probiert in Amerika den Börsengang zu machen, es hat nicht geklappt. Sind dann jetzt zurück nach China, machen jetzt in Hongkong den Börsengang. Es ist eigentlich ein Stern am internationalen Tech-Himmel, der eine Zeit lang sehr, sehr hell geleuchtet hat und aber mittlerweile ziemlich abgestürzt ist. Und das sieht man jetzt auch bei den aktuellen Bewertungen. Aber jetzt muss man natürlich sagen, niedrige Bewertung kann eine Chance sein, wenn die die Kurve wieder hinkriegen. Aber aktuell zeichnet sich einfach, es hat kein Momentum, wo man mit Fantasie dran arbeiten kann, wie kann daraus wieder ein Erfolgs-Case, ein Wachstums-Case werden, der wirklich attraktiv ist. Ich glaube, wenn der kommt, dann kann das natürlich attraktiv sein. Aber ich würde jetzt, also von Video, glaube ich, sind wir meilenweit entfernt.
DanielHast du da mal jemals bestellt? Würdest du dort bestellen?
SPEAKER_00Nein, habe ich nicht bestellt. Und by the way, das ist natürlich keine Anlageberatung, sondern alles nur meine persönliche Meinung.
DanielNein, natürlich. Das Lustige ist, weil Schein ist so, ich habe mir jetzt gerade so parallel die Webseite angeschaut, es überfordert mich. Also es triggert mich so dermaßen, es ist einfach zu viel und so überhaupt gar nicht meine Baustelle, aber es ist halt krass, was da so an einem vorbeigeht, weil es ist ja eine brutale Maschinerie. Aber schräg. Krass, ein Bild. Und ja, du hast Nvidia noch gerade angesprochen. Nvidia hat da ja auch. Da passiert was. Gerade.
SPEAKER_00Ja, also es ist noch nicht offiziell, aber es scheint, als würde Nvidia Hugging Face kaufen. Das passt wieder in das Narrativ der letzten Wochen, dass die Open Source Modelle zentral werden und dass generell eben im Modellgeschäft vielleicht nicht die großen Umsätze gemacht werden. Nämlich nachdem letzte Woche Stripe Open Router gekauft hat, ist jetzt eben, schaut es so aus, als würde ein Video Hugging Face kaufen. Hugging Phase ist eigentlich eine Company, über die man einen Orchestration Layer bekommt, um den Zugang zu unterschiedlichen AI-Modellen zu, einerseits sich anzuschauen, was es da gibt, aber andererseits die halt auch einzusetzen. Also es war ein bisschen das richtige Modell für den richtigen Task mit den niedrigsten Kosten und trotzdem zu meinem guten Ergebnis. Und ja, da redet man jetzt von einer Bewertung von 13 Milliarden, knapp 13 Milliarden Dollar, also durchaus gewaltig. Sache ist halt, dass ein Video sehr viel Kleingeld aktuell hat. Also die haben zum Beispiel in den letzten zwölf Monaten 127 Milliarden an Free Cashflow erwirtschaftet. Also da liegt viel Geld rum und das nutzt man jetzt natürlich strategisch, um halt auch diese Marktdominanz, die man hat, möglichst abzusichern. Und dafür ist ganz wichtig, dass es viele Player in diesem Bereich gibt. Also zum Beispiel nicht nur Enthropic und OpenAI als Kunden hat, sondern eben auch viele unterschiedliche Kunden, die nicht so viel Marktmacht dann gegenüber ihnen haben. Und da macht es natürlich Sinn, diesen Orchestration Layer zu unterstützen, auch um generell halt auch die Viability von Open Source-Modellen langfristig zu stärken. Und ich kann mir vorstellen, dass das der Grund ist. Der Deal ist nicht durch. Mal schauen, ob wir nächste Woche dann was bestätigen können.
DanielJa, es ist spannend. Also super spannend. Das heißt. Ja, wenn man nicht weiß, wie man seine Kohle trägt. Schein. Nvidia. Es gibt auch noch jemanden, den man beobachten könnte. Kann man jetzt nicht direkt investieren, aber es wird viel investiert. Und das vielleicht noch so zum grünenden Abschluss. Bei Extractive hat es so richtig gemunkelt. Da haben sich eine ganze Menge zusammengeschlossen. Ich glaube, es sind neunzehn aus dem ehemaligen Leadership Team, die zusammen sagen waren es neunzehn, siebzehn, neunzehn, neunzehn, neunzehn, die sagen, wir investieren. Gemeinsam in Startups und nicht nur Kohle, sondern auch Know-how und alles drumherum. Nennen sich Traxit, nein, nennen sich Tracit? Tracit, oder? Ich dachte, das war so ein Wortding, so Exit von Tractive ist Trixit. Nennen sich tatsächlich so Tracit und investieren. Und gehen auch richtig rein. Das ist sehr aufregend, finde ich.
SPEAKER_00Ja, also etwas, was super ist für das Ökosystem, weil über den Tractive Exit haben wir ja durchaus schon öfter gesprochen, war ja wahrscheinlich der größte Startup-Exit der österreichischen Geschichte, knapp einer Milliarde. Und gleichzeitig eben direkt danach, und das waren wohl allen bewusst, radikale Layouts, viele kompletter Umbau des Führungsthemen wurde halt dann eben in die Struktur von Bending Stones mit integriert. Und gleichzeitig zeigt das eben aber sehr schön. Also da kann man natürlich sagen, es ist schade, dass da jetzt viele Leute ihren Job verloren haben und der Standort dadurch halt auch vielleicht nicht mehr so nicht mehr so dynamisch wie vorher. Aber man sieht halt jetzt, da viele von denen, die da betroffen waren, zumindest die im Leadership, die nutzen halt jetzt auch das Geld, das sie durch den Exit verdient haben, um gemeinsam die nächste Generation an Startups zu unterstützen, nicht nur mit Geld, sondern halt auch mit dem Know-how, dass sie bei dieser wirklich bemerkenswerten Erfolgsstory gesammelt haben. Und genau so funktioniert dann ein Startup-Ökosystem. Das sind genauso die Gründe dabei, aber die Geschäftsführung ist die Maria Rupprechter, die ehemalige Chief of Staff und der Bernhard Trauner, der ehemalige VP Finance. Das ist die Management-Ebene, die da jetzt reingeht. Und ja, der siebenstellige Betrag, der jetzt in die Venture, also in das Investment Vehicle eingezahlt wurde, ticket Größe 50.000 bis 150.000 Euro.
DanielGar nichts.
SPEAKER_00Nein, aber ich finde tatsächlich, ich weiß, man sagt das ja politisch auch, der Sprech, der sich jetzt leider sehr verselbstständigt hat. Österreich ist toll in der Early Stage und dann bei der Growth Stage haben wir das Problem und da müssen wir ansetzen. Und ich heiße das eigentlich einen ziemlichen Blödsinn. Also natürlich bei der Growth Stage haben wir massive Probleme, aber die Early Stage is not so toll. We have ein massives Problem, dass sehr gute, wirklich ambitionierte junge Menschen nicht in Österreich gründen, sondern direkt nach Amerika gehen, direkt nach London gehen, direkt nach Berlin gehen. Also, ja, es liegt nicht immer nur am Geld, aber Geld mit Know-how and a community, wo man das Gefühl hat, das sind halt andere wirklich ambitionierte Teams, die groß denken wollen, viel bewegen wollen, das ist sehr wichtig dafür. Und ich glaube, es ist sehr wichtig, dass wir die frühphase nicht aus den Augen verlieren.
DanielAlso ich finde das sehr toll und ich finde das immer die spannendste Phase per se. Ich fand nur 50 bis 150 ist wirklich gar nicht so eine große Summe, wenn man sagt, dass da 19 zusammenkommen und das machen. Andererseits, was die an Know-how und wahrscheinlich auch Netzwerken abbringen können, das ist Weltklasse und dann ist das einfach nur die Cash, die du brauchst, um wahrscheinlich einen ersten Prototypen zu bauen oder die ersten paar Monate zu überleben, bis es dann zu einer richtigen Series A kommen könnte.
SPEAKER_00Vielleicht braucht es da gar keine Series A. Es gibt ja jetzt mittlerweile auch viele Bootstrapped, sehr erfolgreich Companies und da kann man trotzdem dann eben so ein kleines Ticket machen, da ist dann auch keine gewaltige Verbesserung dabei. Ich bin mir sicher auch, Investment Vehicle hat vielleicht weniger, also Trexit könnte ich mir vorstellen, hat weniger Exit-Druck als jetzt ein klassischer Fund. Also kann, glaube ich, ein super Case sein. Ich finde das super.
DanielAlso, es gefällt mir. Ich finde das wahnsinnig toll. Es waren tolle News. Ich weiß, ich habe das zwei, dreimal gelesen, weil ich nicht kapiert habe, dass da wirklich alle 19 von denen reingehen. Und das ist halt, das ist schon richtig, richtig, richtig, richtig cool. Muss man einfach so mal sagen. Und talk mal, talk mal. Sind wir durch, oder? Oder hast du noch eine Empfehlung?
SPEAKER_00Ich habe zum Abschluss natürlich noch eine Empfehlung, weil alle Jahre wieder. Wir haben ja ein mittlerweile schon sehr erfolgreiches Programm, namens Entrepreneur Leadership Program. Das ist ein einjähriges Fellowship for High Potentials, dieen, and gleichzeitig noch ganz am Anfang stehen. Also vielleicht eine Richtung wissen, aber not unbedingt eine Idee haben, noch keine Co-Found haben. And this program soll genau bei diesen ersten Schritten unterstützen, mit einem Pool an großartigen potenziellen Co-Foundern, mit einem Pool an Peers, die ähnlich motiviert ans Werk gehen und von denen man halt dann kontinuierlich lernen kann. Mit A-Tier-Mentoren, also ich glaube, die allerbesten Leute in Österreich, mit denen man in der Stage sprechen kann. Also Unicorn Founder, der Hansi als Erfolger ist der Investor in Österreich. Und Workshops, Workshops zu den Themen, die in dieser Frühphase wirklich wichtig sind. Und da läuft noch bis zum Sonntag die Bewerbungsphase, wenn das etwas ist, was für euch spannend klingt. Wenn ihr wirklich groß denkt, so etwas bewegen wollt und was gründen wollt, aber noch ganz am Anfang steht, dann ist das jetzt eine Chance. Sucht es nach dem Entrepreneur Leadership Program. Ihr werdet es sicher finden und freuen wir uns auf eure Bewerbung.
DanielStark, stark. Toll. Bin gespannt, freue mich. Und ja, freue mich, Markus. Hat wieder Spaß gemacht. Und dann sind wir auch durch, oder? Take care, stay safe und in OSCO. Dankeschön und bye bye.